Gerichtssaal
laus aus Steinbach verkauft.
stand sei läng st an der Grenze seiner Leist
erledigt.
Handlungen sprach zunächst der Vorsitzende der Gewerbe- tammer in Lübeck Schorer seine Freude über die zahl-" reiche Beteiligung aus ganz Deutschland aus und zeichnete das Programm des Kongresses. Man wolle Mittel und Wege suchen, um die durch die neue Gesetzgebung gestellten Aufgaben, die besonders auf dem Gebiete des Lehrlingswesens liegen, in befriedigender Weise lösen zu können und dazu zu verhelfen, daß das Hand- wert seinen alten goldenen Boden wieder erlange. Mit einem Hoch auf den Kaiser schloß der Redner.
Geh. Rat Dönhoff, vortragender Rat im preuß. Handelsministerium, brachte den Gruß des Handelsministers.
Namens der sächsischen Regierung sprach dann Geh.- Rat Tr. Fischer. Obermeister Faster begrüßte namens der Berliner Handwerkerkammer.
den Ko stell der Unterhaltung der Kammern zu befreien und diese den Kommunalverbänden aufzulegen, wenigstens so lange als bis durch die Handwerkskammern wirtschaftliche Erfolge für den Handwerkerstand erzielt worden sind. Der Redner führte aus, der Handwerker-
O Befitzwechsel. Die Stadt erwarb vom Kalkwerks
besitzer Haas jr. für 55500 Mk. das ehemals Güngerich'sche I manns gegen xn gssähigkei't angelangt und geradezu außer stände, I Besitztum Frankfurterstraße Ecke Klinikstraße. Ein Teil > erledigt.
** Befitzwechfel. Der dem Architekten L. Seuling gehörige Bauplatz Ecke der Moltkestraße und des Großen Steinwegs wurde an den Weißbindermeister Carl Nico-
Vermischtes.
e Bochum, 16. November. Heute morgen kurz vor 6Vi Uhr ist ein von Hagen kommender Güterzug zwischen den Stationen Hattingen und Blankenstein auf eine Rangierabteilung mit voller Gewalt aufgefahren. Der Zusammenstoß war furchtbar. Mehrere Wagen wurden total zertrümmert und ge- rieten in Brand. Die beiden Lokomotiven sind demoliert. Die eine Lokomotive ist in der Mitte durchgebrochen. Mehrere Personen sind verletzt, darunter der Zug» führer schwer.
* Auerbach i. B., 16. November. Heute Nachmittag fand in der Deutschmühle, die in das Terrain des Elsen« bahnerweiterungsbaues hineinragt-» eine Dynamitexpl o- sion statt. Zwei Personen wurden dabei zerrissen, eine verwundet. Die in der Nähe befindliche Mühle wurde demoliert. ,
• Karlsruhe, 16 November. DienStagmittag über« fiel der Soldat Bogt vom Regiment Nr. 170 aus Daxlanden auf dem Wege nach Offenburg den Ziegelei« besitz er Bayer, mit dem er vorher gekneipt hatte, verletzte ihn mit dem Seitengewehr, sodaß der Ueberfallene heute verstorben ist. Der Attentäter nahm dem Ber« letzten 300 Mk. ab, kaufte sich einen Zivilanzug und fuhr nach Konstanz, wo er verhaftet wurde.
des noch freien Geländes der Hofraite wird zur Verbreiterung der Klinikftraße verwendet, während die vor dem- Gebäude an der Frankfurterstraße befindliche Brückenwage, die bisher von der Stadt für gemeinsame Rechnung benutzt wurde, nach dem Besitzwechsel für alleinige Rechnung der Stadt weiter betrieben werden wird.
•* Schweiueverfichenmg. Am Donnerstag abend tagte im Sauer'schen Lokale eine Versammlung der hiesigen Schweinehalter wegen Gründung einer Versiche- rungSkasse. Es wurden ca. 25 Mitglieder ausgenommen. Wie im Inseratenteil angezeigt ist, soll nächsten Donnerstag eine Hauptversammlung stattfinden.
Q Dutenhofen, 17. November. Zur Jagdverpachtung schreibt man uns, daß von vornherein Brauereibesitzer Luy-Wetzlar mit 815 Mk. Höchstbietender war und Dr. Kipper-Gießen nur 810 Mk. geboten hatte. TS liege also kein Grund zur nochmaligen Verpachtung vor.
-e- Ettingshausen, 16. November. In unserem Orte, sowie in der Umgegend ist allgemein der Unterricht in den Fortbildungsschulen auf die Zeit von 5—7 Uhr verlegt worden.
§ Butzbach, 16. November. Bei der heutigen Wahl eines Beigeordneten unsrer Stadt ging das Gemeinderatsmitglied Friedrich Grauer als Sieger hervor. Nach Bekanntwerden des Wahlresultates entwickelte sich auf dem Marktplatz und in den darangelegenen Wirtschaften ein reges Treiben, das mit dem üblichen Wahlschoppen endigte.
Darmstadt, 16. November. Der Einjährig-Frei- willige im ersten Seebataillon Ludwig Eichorius, Student an der Darmstädter Technischen Hochschule, ist in China am Unterleibstyphus gestorben. — Seit gestern vormittag finden im Kaisersaal die Prüfungen für das Finanzexamen 2. Kategorie statt, wozu sich etwa 150 Teilnehmer verschiedener Berufszweige eingefunden haben. — Im Oktober d. I. ertrug die Wechsel- st e m p e l st e u e r im Oberpostdirektionsbezirk Darmstadt 20184,30 Mk., zusammen mit den Vormonaten des ab 1. April laufenden Rechnungsjahres 199 934,10 Mk. oder 8175,40 Mk. mehr als im entsprechenden Zeitraum beS
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Ten ersten Gegenstand bildet: „Die Aufgaben der I Handwerkskammern" a) auf dem Gebiete des'Lehrlingswesens und bezüglich der Gesellenprüfungsord n u n g. Dr. Bremer von der Lübecker Gewerbekammer'legte 12 ausführliche Vorschläge vor. Er befürwortete u. n., bie Beteiligten auf die Wichtigkeit des Abschlusses eines schriftlichen Lehr-Vertrages aufmerksam zu machen und denselben burtty Aufstellung und Verbreitung angemessener Lehrverträge zu erleichtern, den Innungen den Erlaß von ihren Mitgliedern zu beobachtender V o r - schrlflen für das Lehrlings wesen durch Entwurf oder Mitteilung solcher zu erleichtern, Verzeichnisse derjenigen Personen innerhalb ihres Kammerbezirks an- zulegen, welchen die Berechtigung zum Halten oder Anteilen von Lehrlingen abgeht und darauf zu halten, daß Lehrlinge von Personen, welche dazu ncht berechtigt sind, nicht gehalten oder angeleitet werden. Darüber fand eine lebhafte D-iskiission statt.
Gewerbekammer - Sekretär R o l l f u ß - Zittau behandelt einen Entwurf emer Meister-Prüfungsordnung. Danach hat sich lawt § 9 die theoretische Prüfung zu erstrecken auf 1. die Fachkenntnisse, 2. die Buckr- und Rechnungsführung, 3. die gesetzlichen Vorschriften über das Gewerbewesen. Im weiteren besagt die vorqelegte Prüfungsordnung: S1A --r - ‘ - -
4. Gießen, 16. November. (Schöffengericht.) Ein wegen Bettelns und Obdachlosigkeit bereits vorbestrafter, zuletzt hier beschäftigter Arbeiter wird zunächst aus der Untersuchungshaft vorgesührt, um sich Wege» Bedrohung und Sachbeschädigung, sowie wegen grobe» Unfugs zu verantworten. Ihm wird zur Last gelegt, an» 28. Oktober d. I. einen hiesigen Gastwirt unter Gebrauch des offenen Messers mit Tot stechen bedroht, ä^ei Fensterscheiben eingeschlagen und durch Verursachung groben Unfugs eineu Menschenauflauf herbeigeführt un» demnächst auch noch die beiden Töchter des Wirtes, die das Lokal verlassen hatten, um einen Schutzmann zu holen, ebenfalls imit dem ^ffen.ftehenden Messer bedroht zu haben. Der Angeklagte ist teilweise geständig, bestreitet indes, mit dem offenen Messer bewaffnet gewesen zu sein. Der Angeklagte wird indes in jeder Beziehung überfuhrt, sodaß das Urteil auf eine Gefängnisstrafe von 6 Woche» lautet, sowie auf eine Haftstrafe von 1 Woche, die durch die Untersuchungshaft als verbüßt gelten soll. — Die vatbeleidigungsklage eines hiesigen Installateurs g^e» einen hiesigen Dienstmann muß auf Antrag ter w* teidigupg, die über die geistige Verfassung des Ange klagten Aufklärung giebt und einen weiteren Zeugen ge laden wissen wlll, im Einverständnis nut dem Amis- anwalt, weil der Angeklagte, der zur selben Stunde der Ladung zu einem Sühneversuch entsprochen hat und des« , halb zur Verhandlung nicht erschienen ist, vertagt werden- i Die als letzter Gegenstand der Tagesordnung stehende Privatbeleidigungsklage eines hiesigen '
i einen hiesigen Bankier wird durch Berglen
die Kosten für die Handwerkerkammern aufzubringen. Wenn die kleinen Handwerker mit den Beiträgen für die Handwerkerkammern belastet werden würden, dann dürften diese Handwerker sagen: Wir haben geglaubt, daß wir durch die Handwerkskammer wieder Brot für uns und unsere Familien erhalten werden, aber nicht, daß wir noch mit Beiträgen belastet werten. Es werde der Landwirtschaft, der Industrie und den Industriearbeitern geholfen. Der Handwerkerstand, der durch die Gewerbefreiheil ruiniert, andererseits aber doch die festeste Stütze für Thron und Staat sei, habe zum mindesten dasselbe Anrecht, eine Hilfe vom Staat zu verlangen, wie die anderen Berufsstände. Er ersuche, seinem Antrag zuzustimmen. Dieser Antrag wurde viel erörtert. Auch andere Anträge fanden noch viel Befürwortung. Bei der schließlichen Abstimmung erhielt keiner der Anträge die Mehrheit.
Heute nahm der Handwerkskammertag einen Antrag an, in dem auf die Wichtigkeit des Fortbildungs- Fachschulwesens hingewiesen wird und worin der Handwerkertag diejenigen deutschen Staaten, wo es bisher noch nicht geschehen, ersucht, den Unterricht für die gewerblich Heranwachsende Jugend in ter Regel bis zum 18. Jahre in Fortbildungsschulen, die fachlich zu organisieren sind, obligatorisch zu gestalten und für den weiteren Ausbau der Fachschulen Sorge zu tragen. Ferner wurde ein Antrag angenommen, daß diejenigen Rohmaterialien, deren Erzeugung im Jnlande im unzureichenden Maße erfolgt, mit niedrigen Zöllen, dagegen Halb- und Ganzfabrikate des Auslandes, die eine erheblich Schädigung deutscher Arbeit im Gefolge haben, mit entsprechenden Eingangszöllen belegt werden, damit das deutsche Handwerk konkurrenzfähig erhalten bleibe.
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eine Tunnelverbindung unter dem Empfangsgebäude hindurch bis zum dritten Geleise der Marin-Weser-Bahn her- gestellt werden soll. Die unterirdische Verbindung wird Zugänge von jedem einzelnen Bahnsteig ter oberhess. Bahn sowohl als auch des Main-Weser Bahnhofes erhalten. Ebenso ist ein weiterer Aufgang im Innern des Empfangsgebäudes gedacht und so ein direkter Zugang | von den Bahnsteigen nach den Warteräumen ins Auge । gefaßt. Durch Nebentunnels soll die Einrichtung auch für den Post- und Gepäckverkehr benutzbar gemacht werden. Es ist die Frage am Platze, warum die Eisenbahn-Baubehörde nur halbe Arbeit schafft, warum führt fie den Tunnel nicht bis zum Güterbahnhof durchs eine Verbindung, die überaus wichtig ist für den großen in der Entwickelung begriffenen Stadtteil auf dem Seltersberg. Die Frage einer un terirdischen Ve r- bindung vom Personenbahnhof nach dem Güterbahnhof und damit einer direkten Fußgängerverbindung von dem Platz an den Bahnhöfen nach der oberen Hammstraße wurde vor etwa zwei Jahren in der Stadtverordneten-Versammlung angeschnitten und ver dieser ^Gelegenheit die Erklärung abgegeben, daß die Stadt unter gewissen Bedingungen bereit sei, für diese Verbindung ein Geldopfer zu bringen. Seit dieser Zeit hat man 'von der Angelegenheit kein Wort wieder gehört, und cyr. x. rp ... • 1 es böte sich vielleicht jetzt die Gelegenheit für die stadtisck-e
¥ 3? die Prüfung nicht bestanden, so kann I Verwaltung, bei der Eisenbahn-Direktion nach der ge
dieselbe vor Ablauf eine- halben Wahres nicht wiederholt wünschten Richtung eine Ergänzung des geplanten Tunnel- «erden. Mehr als^ zweimal kann die Prüfung nicht I Projektes durchzusetzen. Die Arbeiten zur Herstellung des abgelegt werden. Die Versammlung stimmte der vor- Tunnels sind übrigens bereits ausgeschrieben und sollen gelegten Frukuv^ordnung einstimmig zu. I den Winter über so gefördert werden, daß die Einrichtung
Ter Präsident bei Arnsberger Handwerkskammer be I am 1 ->uli n Ihrs dem Verkehr übergeben werten kann, fürwortet einen Antrag, vor allen die Hanbwerker von * 1 - —
Rechnungsjahres 1899.
ko. Mainz, 16. November. Ein Schüler einer hiesigen höheren Lehranstalt, 16 Jahre alt, wurde gestern in seiner Klasse von einem Kriminalschutzmann verhaftet. Durch Schriftvergleichung wurde festgestellt, daß der junge Mensch eine große Anzahl Schwindeleien verübt hat, indem er Bestellzettel auf den Namen eines Ingenieurs fälschte und darauf in Geschäften Waren (Chocolade u. s. w.) entnahm.
fc. Kastel, 16. November. Auf dem Pionierübungsplatz fanden gestern Pioniere beim Ausgraben eines Grabens in der Tiefe von 2 Metern einen wohlerhaltenen St ein- sarg mit Deckel. Ein männliches Skelett und einige vermoderte Sachen bildeten den Inhalt des Sarges.
Gießen, 17. November 1900.
*♦ Der neue Bürgermeister. Die Bestätigung des Baurats Mecum zum Bürgermeister unserer Stadt wird in den nächsten Tagen erwartet. Mecum hat, wie wir erfahren, eine der Nauheimer'schen Villen in der Löberstraße gemietet und beabsichtigt sie am 1. Dezember zu beziehen.
** Aus dem Militärwochenblatt. Lenz, einjährig-freiwilliger Arzt beim Inf. Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großherzogl. Hess.) Nr. 116, wurde unter Versetzung zum 1. Großherzogl. Hess. Feldart. Regt. Nr. 25 (Großherzogl. Art. Korps) und Ernennung zum Unterarzt des Frieoensstandes mit Wahrnehmung einer offenen Assistenzarztstelle beauftragt.
•* Spar- und Leihkaffe. Dem Vernehmen nach beabsichtigt die hiesige Spar- und Leihkasse den Zinsfuß für Einlagen allgemein vom 1. Januar 1901 an auf 4 Prozent zu erhöhen und in Konsequenz dieser Erhöhung auch eine solche bei den ausgeliehenen Kapitalien auf 4l/z Prozent eintreten zu lasien. DieKassen- verwaltung hat lange gezögert, bis fie dem Beispiele anderer Sparkassen des Landes folgte; sie kann aber jetzt angesichts der immer mehr zunehmenden Kündigung und Zu-
l ücknahme eingelegter Gelder, und bei der Aussichtslosigkeit des erhofften Rückgangs des Zinsfußes im Allgemeinen nicht länger zögern, auch ihrerseits eine Aenderung herbeizuführen. Wenn nun auf der einen Seite die Erhöhung gewiß mit Freuden begrüßt werden wird, so dürfte sie auf der anderen Seite auch wieder schmerzlich empfunden werden. Die Schuldner der Kaffe können indes gewiß auch zufrieden sein, wenn sie bedenken, daß andere Kaffen schon längst die Erhöhung eintreten ließen, während hier solange gezögert wurde, bis eb?n die Sparkasse der Not und nicht dem eigenen Triebe gehorchen mußte.
? Tunnelverbindung ber Geleise unserer Personenbahnhöfe. Enblich werben bie Bahnsteige unseres Personenbahnhofes durch Tunnel miteinander verbunden, woourch dem überaus gefährlichen Ueberschi:eiteu der Schienengeleise ein Ende gemacht wird. Wir erfahren über diese geplante Verbesserung unserer Bahnhofsanlage, daß vom dritten Geleise des oberhessischen Bahnhofes
ferner Gemahlin gegenüber den fremden Kommissaren hervor und toastete auf den Präsidenten und dessen Gemahlin. Ferner dankte Richter der französischen Regierung für die Förderung der Ausstellungskommissare und erklärte, die Kommiffare nähmen eine unauslöschliche Erinnerung an den Leiter der Ausstellung mit, und brachte ein Hoch auf die Präsidenten des Senats und der Kammer, den Ministerpräsidenten und die Minister aus. Die Rede wurde wiederholt von lebhaftem Beifall unterbrochen. Auf diesen Trinkspruch erwiderte Waldeck-Rousseau. Alsdann überreichte der Unterrichtsminister Leygues Herrn Richter die Insignien eines Offiziers der „Instruction publipue“.
Wien, 16. November. Nach Meldungen der Narodny Listy will der Prager Landesgerichtspräsident Jansa, der letzter Tage hier weilte, zurücktreten, weil der Justiz- minister auf ihn angeblich einen Druck ausübe, was offiziös besttitten und bezweifelt wird. Jansa richtete übrigens jüngst eine deutsche Zuschrift an die tschechische Universität mit Bezug aus eine neue Verordnung über die richterliche Amtsprüfung. Nach Tschechenblättern wird die Universität diese Zuschrift unerledigt lassen und kein tschechischer Professor zu den Prüfungen erscheinen. Auch der neue Leiter der Finanz-Landesdirektion, Hofrat Tesch, soll die Unterbehörden unter Berufung auf die Aufhebung der Sprachenverordnung aufgefordert haben, deutsch zu verhandeln.
Budapest, 16. November. Hier fällt allgemein auf, daß der hier weilende Monarch jetzt viel schärfer bewacht wird als gewöhnlich. Nicht nur ist fast ein ganzes Polizeikorps in Dienst hierfür, sondern es soll auch, was bisher nie geschehen, die Eisenbahnstrecke Budapest-Gödöllö scharf bewacht sein. Man bringt dies in Zusammenhang mit dem Gerücht, daß eine Anarchistengesellschaft ein Mitglied aus Palermo nach Budapest dirigiert hat, wo dasselbe angeblich schon angekommen ist.
Bukarest, 16. November. (Mord- und Komplottprozeß.) Trifanow fügte seiner Aussage hinzu, der Brief Sarafows, in dem die Ermordung des Königs Karol angeordnet sei, wurde von Mitew verbrannt. Ein Schreiben des Kapitäns Trolow-Rustschuk kündigte an, das Komitee in Sofia habe beschlossen, für die Ermordung des Königs Karol eine Bombe, nicht einen Dolch zu verwenden. Trifanow ist überzeugt, die Geheim-KomiteeS seien von ber bulgarischen Regierung geduldet.
Petersburg, 16. November. Ueber den Gesundheitszustand des Kaisers wurde heute folgendes Bulletin anSgegeben: „Der Kaiser brachte gestern den ganzen Tag befriedigend zu, abends war die Temperatur 39,1, Puls 72, nachts schlief Se. Majestät hinlänglich gut. Morgens war die Temperatur 38,1, ber Puls 68. Das Allgemein- befinben ist sehr gut." — Die Gerüchte, baß ber Zar baS Opfer einer Vergiftung sei, werben als tenbenziöse Erfinbung bezeichnet.
Handwerks- und Gewerbekammertag.
Berlin, 16. diovember.
Gestern trat hier, wie bereits kurz gemeldet, ter erste deutsche Hanbwerks- und Gewerbekammertag zusammen. Der Grund dieses Verhandlungstages ist die neue .Handwerkergesetzgebung. Zu Beginn der Ber-
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