Ausgabe 
18.10.1900 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Bei dieser Gelegenheit wird Lord Roberts bett Offizieren | und Soldaten die Militärkreuze, die ihnen für ihre Tapfer­keit verliehen worden sind, überreichen.

London, 17. Oktober. Der irländische Ab­geordnete Davidd, ein früherer Verbannter, drückte die Absicht aus, sich nach Holland zu begeben, um dem Präsidenten Krüger eine von zahlreichen Irländern unterzeichnete S y in p a t h i e - A d r e s s e zu überreichen.

London, 17. Oktober. Wie aus Durban gemeldet wird, hielt General Buller einen Triumphzug durch Natal. In Newcastle und Ladysmith liefen die Ein­wohner zusammen, um ihm Ovationen zu bereiten. In Newcastle und Pietermaritzburg sind ihm Glück- w u n s ch a d r e s.s e n überreicht worden.

Deutsches Reich.

Berlin, 16. Oktober. Aus Homburg v. d. H. wird gemeldet: DaS Kaiserpaar machte heute vormittag einen Spaziergang. Zur Frühstückstafel sind geladen: Prinz Albert von Schleswig-Holstein, der heute mittag hier ein- triffk, der Reichskanzler und der Chef des Marinekabinets, v. Senden Bibran. Der Kaiser hörte heute vormittag den Vortrag des Reichskanzlers, Fürsten Hohenlohe. Heute nachmittag unternahm der Kaiser einen Ausritt. Zur Abendtasel, an der auch der Reichskanzler teilnahm, trafen Prinz Max von Baden mit Gemahlin ein, die später nach Baden-Baden weitersuhren.

Nach einer Meldung aus Cronberg find un­günstige Veränderungen im Befinden der Kaiserin Friedrich bis heute abend gegen 6 Uhr nicht eingetreten, wenn schon auch erhebliche Fortschritte nicht zu verzeichnen sind. Die durch die heftigen Schmerzen der vergangenen Woche herbeigesührte große Schwäche ist noch nicht völlig gehoben und namentlich auch die andauernden Schmerzen lassen die unausgesetzte ärztliche Ueberwachung noch nicht überflüssig erscheinen. Das Allgemeinbefinden ist jedoch verhältnismäßig günstig, und daß eine unmittelbare Gefahr nicht vorliegt, dafür spricht wohl der Umstand, daß bis jetzt der Kaiser auf Schloß FriedrichShos nicht erschienen ist. Prinz Heinrich mit Gemahlin waren anwesend.

Ferner wird aus Homburg telegraphiert: StaatS- minister Graf Bülow trifft morgen früh hier ein.

Die Stichwahl zwischen Lipp old es (kons.) und Vogel (Antis.) im Wahlkreise Rintelen-Hosgeismar findet am nächsten Dienstag statt.

Das Plenum des wirtschaftlichen Aus­schusses trat heute unter dem Vorsitze des Staatssekretärs Gras PosadowSky zu einer voraussichtlich mehrere Tage dauernden Beratung über das neue Zolltarifgesetz zusammen. Die Beratungen deS wirtschaftlichen Ausschusses sind im Hinblick auf ihre Bedeutung für die zukünftigen Handelsvertrags-Verhandlungen bekanntlich durch­aus vertraulicher Natur.

Wie offiziös mitgeteilt wird, hat zu Ende voriger Woche im Reichskanzlerpalais unter dem Vorsitz des Reichskanzlers eine Konferenz der Staatssekre­täre unter Zuziehung des Kriegsministers v. Goßler und deS Direktors der Kolonialabteilung Dr. Stübel staltge- funden. Es habe sich bei dieser Beratung, welche mehrere Stunden in Anspruch nahm, um die letzte endgiltige Fest­stellung des Entwurfs zum Reichhaushaltsetat für 1901 gehandelt, der nunmehr den Bundesrat zu beschäf­tigen haben werde. In früheren Jahren haben solche Kon­ferenzen nicht stattgesunden. Man darf wohl annehmen, daß die durch die Expedition nach China verursachten Ausgaben sie veranlaßt haben.

Karlsruhe, 16. Oktober. Nach. § 139 b Abs. 4 der Gewerbeordnung ist während der Zeit, wo die Ver­kaufsstellen geschlossen sein müssen, das Feilbieten von Waren auf öffentlichen Wegen usw. sowie im Ge­werbebetrieb im Umherziehen verboten. Das Ministerium des Innern hat derSüdd. Reichskorresp." zufolge den Ortspolizeibehörden anheimgegeben, Aus­nahmen in folgendem Umfange zuzulässen: 1. Das Feil­bieten von Druckschriften, Zeitungen und anderem Lesestoff, soweit es schon seither während der gedachten Zeit üblich war, 2. das Feilbieten von Back- und Konditoreiwaren, Wurstwaren und anderen Lebensmitteln, Blumen, Ansichts­postkarten, Streichhölzern und geringwertigen Gebrauchs­gegenständen, soweit es schon bisher während der gedachten Zeit üblich war. 3. das Feilbieten von Lebensmitteln, Blumen, geringwertigen Gebrauchs- und ähnlichen Gegen­ständen bei öffentlichen Festen, Truppen-Zusammen­ziehungen oder sonstigen außergewöhnlichen Gelegenheiten. Dies gilt jedoch nur für die Werktage. Für die Sonn- und Festtage hat es bei den seitherigen Bestimmungen über die Sonntagsruhe sein Bewenden.

Dresden, 16. Oktober. Die Magenbeschwerden, an denen König Albert schon seit längerer Zeit leidet, sind in den letzten Tagen wieder stärker aufgetreten. Ein rasch vorübergehender Ohnmachtsanfall am gestrigen Nachmittage macht es nötig, daß sich der König für die nächste Zeit größere Schonung und Ruhe auferlegt. In der vergangenen Nacht hat der König mit Unterbrechungen leidlich gut geschlafen. Das Allgemeinbefinden ist befrie­digend.

DieChemn. Allg. Ztg." meldet aus Dresden: In dem Bef tu den König Alberts ist im Laufe des Tages , eine Verschlechterung eingetreten, sodaß der Hof vorläufig in Moritzburg verbleiben muß. Nach einem Ohnmachtsanfall blutete der König aus Nasen nd Mund und verlangte nach einem Priester

Aus Leipzig wird gemeldet: Nach vierwöchiger Beratung der Tarifkommission wurde heute der Tarif für das d e u t s ch e B u ch b i n d e r g e w e r b e fertiggestellt Der Forderung der Gehilfen wurde nur teilweise ent­sprochen. Für diese Woche in Aussicht genommene Gehilfenversammlungen in Berlin, Leipzig und Stuttgart werden über die Annahme oder Ablehnung des neuen Tarifs beschließen.___________________________

Ausland.

Christiania, 16. Oktober. Die norwegische Ab­teilung des Staatsrats in Stockholm, die anläßlich

der beabsichtigten Reise des Königs nach Christiania hier eingetroffen ist, wurde telegraphisch nach Stockholm zurück- berufen. Die Zurückberufung steht wahrscheinlich mit der bevorstehenden Ernennung des Kronprinzen zum Regenten während der Krankheit des Königs in Verbindung. Es wird angenommen, daß der Kron­prinz als Regent das Storthing eröffnen wird.

London, 16. Oktober. Die Wahlen sind be­endet; nur das Wahlresultat von den Orkney-Inseln steht noch aus. Gewühlt sind 332 Konservative, 69 Liberale und Unionisten, 186 Liberale und Arbeitervertreter und 82 irische Nationalisten. Die Regierungsmajorität beträgt 132 Sitze.

Haag, 16. Oktober. Das Amtsblatt veröffentlicht eine Proklamation der Königin Wilhelmina, worin sie ihre Verlobung mit Herzog Heinrich von Mecklenburg-Schwerin anzeigt. Der Herzog soll schon abgereist sein und unterwegs mit der Königin Zusammentreffen. Beide werden an der holländischen Grenze von den Ministern rc. begrüßt werden.

Brüssel, 16. Oktober. DemJournal de Bruxelles" zufolge hat das Schiedsgericht für den bulgarischen Eisenbahnstreit seine Verhandlungen um 14 Tage vertagt. Die nächste Zusammenkunft werde wahrscheinlich in Frank- furt a. M. stattfinden.

Paris, 16. Oktober. Präsident Loubet unter­zeichnete das Dekret, das die Kamme r auf den 6. No­vember einberuft.

Bei dem heutigen feierlichen Zusammentritte der Gerichtshöfe erfolgte zugleich die Einführung des neuen Generalprokurators Bulo t. Dieser hielt eine An­sprache, in der er ausführte, die richterlichen Beamten dürften nicht vergessen, daß sie, wenn sie Richter sind, auch Vertreter der Regierung seien, die von ihnen un­bedingte Hingabe an die republikanischen Ein­richtungen verlangen könne.

Die Polizei nahm heute im Hause der Antife­rn i t e u l i g a in der Rue Chabrol eine Haussuchung vor, um die Mitgliederliste der Antisemitenliga zu suchen. Auch bei mehreren Personen, die der Antisemitenliga an­gehören sollen, fanden Haussuchungen statt. Aus den gefundenen Papieren soll hervorgehen, daß die Liga sich neu gebildet hat und daher das Strafgericht auf sie zur Anwendung kommt.

Madrid, 16. Oktober. Der Kammerpräsident P i d a l wird Botschafter beim Vatikan; der frühere Finanzminister V i l l a v e r d e ersetzt ihn, was bei der Opposition große Unzufriedenheit erregt. Der Nachfolger des Kriegs­ministers A z c a r r a g a ist noch nicht bezeichnet. Großes Aufsehen erregt die Erklärung Romero R o b l e d o s, er gehe zu den Republikanern über, weil er überzeugt sei, daß unter der Monarchie die Wiedergeburt des Landes unmöglich sei.

Innsbruck, 16. Oktober. Der heute erschienene Wahlaufruf der vereinigten deutschfortschritt­lichen und deutsch nationalen Partei Tirols bezeichnet als den größten Erbfeind des Landes den Kleri- kalismus und fordert unter anderem die Festlegung der deutschen Staatssprache, die äußerste Bekämpfung rück­schrittlicher Bestrebungen auf jedem Gebiete, besonders dem der Schule und Einführung von allgemeinen direkten Wah­len. Die Parole sei: Deutschtum, Freiheit und Fortschritt!

Konstantinopel, 16. Oktober. Die Pforte rich­tete heute an die russische Botschaft eine neue Note, worin sie miteilt, daß alle bei dem Angriff der Kurden auf den Gereuten oes russischen Generalkonsu­lats in Erz erum entwendeten Effekten usw. wieder zur Stelle geschafft seien und die Lokalbehörden die strengsten Weisungen erhielten, die Schuldigen zu verhaften und zu bestrafen. ,Jm Bezirk Diarb ekir kam es zwischen zwei Kurden st äm men zu einem ernsten Zusam­menstoß, wobei mehrere von Mohamedanern und Christen bewohnten Dörfer zerstört wurden. Die türki­schen Truppen schritten ein, um die Ordnung wiederherzu­stellen.

San Domingo, 16. Oktober. Der Aufstand ist beendet, die Aufständischen sind zerstreut, der geschäft­liche Verkehr wird wieder lebhafter.

Generalversammlung des Bundes der Industriellen.

Berlin, 16. Oktober.

Der Bund der Industriellen beschäftigte sich in seiner heutigen Sitzung mit der Kohlenfrage. Kom­merzienrat Hoesch-Königshütte hält es für fast unmöglich, den Ring der mit den Kohlengruben vereinigten Großhändler zu durchbrechen. Als Maßregeln zur Abhilfe empfehle sich die Aufhebung der billigen Kohlenausfuhrtarise und die Förderung der Erschließung neuer Kohlenlager durch die Regierung. Dagegen wäre ein Ausfuhrverbot ungünstig, weil Oesterreich mit einem gleichen Verbote antworten und dadurch den aus Verbrauch böhmischer Kohle angewiesenen Teil unserer Industrie empfindlich schädigen könnte. Bergrat Schröcker-Halle war nicht erschienen, hatte viel­mehr ein Gutachten eingesandt, demzufolge der Höhepunkt der Kohlennot schon überschritten sei. Die Ein­suhr englischer Steinkohle steige sichtlich, ebenso die heimische Kohlenförderung. Der Verbrauch der Industrie fange an, wieder abzunehmen. Für den Hausbrand seien die nötigen Vorräte im allgemeinen beschafft So werde es keine Schwierigkeiten mehr machen, Kohle zu beschaffen, aber sreilich werde der hohe Preis noch bestehen bleiben. Die in Preußen getroffenen Tarifmaßregeln seien unzweckmäßig.

Geh. Oberbergrat v. Ammon, Vertreter deS Handels­ministeriums, suchte übertriebenen Befürchtungen durch den Hinweis auf die entsprechenden Verhältnisse zu Anfang der 70er Jahre die Spitze abzubrechen. Damals war die Preissteigerung der Kohle eine weit höhere als jetzt, und man könne eine raschen Preissturz der Kohle nicht einmal wünschen, weil er nur Hand in Hand gehen könne mit einem Rückgänge der Industrie. Die Vorwürfe gegen den Großhandel seien meist ungerecht, der Großhandel habe seine großen Verdienste und sei gar nicht zu entbehren. Ein unmittelbarer Verkehr der staatlichen Gruben mit den Ver­brauchern sei nur in beschränktem Grade möglich Am Rhein habt man darin lehrreiche Erfahrungen gemacht.

Ueberdies verkehre ein großer Teil der Industrie viel lieber mit dem Großhandel, als mit den Gruben selber. Das zeige recht deutlich das Beispiel der königlichen Porzellan­manufaktur, die erfahrungsmäßig sestgestellt hat, daß sie eine bestimmte, für ihre Zwecke unentbehrliche Kohle besser durch den Großhandel als vom Staate selbst beziehe. An dieses Beispiel seien aber in der Presse vielsach ganz unzulässige Erörterungen über die Bevorzugung des Großhandels durch den Staat angeknüpft worden. Was die Ergebnisse der Arbeitseinstellungen für die Arbeiter be­treffe, habe sich herauSgestellt, daß in Oberschlesien die Erhöhung der Arbeitslöhne vielfach keineswegs zur Ver­besserung der Lebenshaltung des Arbeiters, sondern nur dazu geführt hat, daß er nicht mehr so viel arbeitet wie früher. Der polnische Arbeiter hat nicht das Bedürfnis besser zu leben als sonst. Verdient er jetzt in fünf Tagen so viel, tote sonst in sechs, so arbeitet er eben nur noch fünf Tage, und das bedeutet einen schweren Ausfall in der Kohlenförderung. Einen Gegensatz zwischen den VerwaltungS- grundsätzen des früheren und deS jetzigen Handelsministers bestreitet der Redner. Eine rasche Vermehrung der Stein- kohlensörderung sei nicht möglich, eher noch bei der leichter erreichbaren Braunkohle. Deshalb möge man sich in den Braunkohlengebieten genossenschaftlich zur Ausbeutung der noch nicht in Angriff genommenen Kohlenlager zu- fammenthun.

Schließlich einigte man sich auf folgende Reso­lution:

Die Generalversammlung erkennt die Notwendigkeit, Schritte zur Abhilfe deS Kohlenmangels zu thun, an. Sie ersucht die Staatsregie­rung um Einleitung von weiteren Schritten zur Abhilfe des Kohlen­mangels, da die bisherigen Tarifmaßnah>men nicht ausreichen, insbesondere um zeitliche Aufhebung der Aus­nahmetarife für die Ausfuhr der Kohle nach dem A u s l a n d e sowie um die Veranstaltung einer Enquete über die Verhältnisse im Kohlenmarkt (Produkton auf staatlichen und privaten Gruben, Groß, und Kleinhandel mit Kohlen), und beschließt, zur nachdrücklichen und energischen Förderung einen ständigen Ausschuß für die Behandlung der Kohlenfrage einzusetzen."

Damit war die Generalversammlung beendet.

Aus Stadt und Aand.

Gießen, 17. Oktober.

* * Der Theaterverem wird mit seinen Vorstellungen am Dienstag, den 30. Oktober beginnen (s. Inserat) und gleich in dieser ersten Vorstellung einen hochgeschätzten Gast bringen. Frau Auguste Prosch-Grevenberg ist uns nicht un­bekannt; sie spielte vor zwei Jahren die Viola in Shake- speare'sWas Ihr wollt" im Theaterverein und gastierte vorigen Winter alsZaza". Diesmal wird sie an einem Abend in zwei Rollen austreten, nämlich als Beatrice in dem reizenden EinakterJephtas Tochter" und als Cyprienne" in dem gleichnamigen Lustspiel. Es wird also die Künstlerin sehr reichlich Gelegenheit haben, ihr Können zu zeigen. Fran Prosch wird nur an diesem einen Abend spielen, und auch in Zukunft wird es nach der zwischen dem Vorstand deS Theatervereins und der Direktion, getroffene Uebereinkunft vermieden werden, daß die Gäste des Theatervereins an einem der folgenden Tage nochmals hier austreten. Für das Gastspiel von Frl. Irene Triesch im Theaterverein ist ein Tag um Mitte November mit der gefeierten Künstlerin vereinbart.

* * Die Prüfung der Kreisamtsgehilfeu und Kreis- amts-Bureauvorsteher nimmt Montag, 19. November, vormittags 9 Uhr, im Sitzungssaale des Provinzial- und Kreis-Ausschusses, Neckarstraße 3 in Darmstadt ihren An­fang. Meldungen zu dieser Prüfung sind schriftlich unter Beifügung der erforderlichen Belege und Zeugnisse, sowie eines selbstverfaßten Lebenslaufes bis spätestens zum 1. No­vember d. I. bei dem Sekretariat Großh. Ministeriums des Innern einzureichen. Gesuche um Zulassung zu dieser Prüfung unterliegen dem Eingabestempel von Mk. 1.50.

* Hessischer Haudelskammertag. Für den am Sonntag, 21. Oktober, in Mainz stattfindenden Hessischen Han­delskammertag ist folgende Tagesordnung festgesetzt worden: 1. Beratung des Entwurfes eines neuen hessischen Handelskammergesetzes und die dazu vorliegenden Abändc- rungsanträge; 2. die Umfrage deS deutschen Handelstage-, betr. die Errichtung einer Centralhandelsstelle; 3. die Zu­lassung der hessischen Industriellen zu der in Düsseldorf stattfindenden Industrie-Ausstellung; 4. Einsührung einer weitern Briefbestellung mit Empfangsbescheinigung und 5. der neue Zolltarif.

* * Zagd und Fisch-Kalender. Mit dem gestrigen Tage hat die Jagd auf weibliches Rehwild im ganzen Groß- Herzogtum seinen Ansang genommen, welche bis zum 15. Dezember dauert. Die Winterschonzeit für Fische nahm ebenfalls mit dem gestrigen Tage ihren Anfang und dauert bis zum 14. Dezember.

- * Erledigte Stellen im Bezirk des 18. Armeeko^S- Biebrich, Magistrat, Polizeisergeant, 1000 bis 1400 Mk. Gehalt, freie Dienstkleidung und 30 Mk. Stiefelgeld, außer­dem bei guter Führung persönliche Zulage bis zu 140 Mk. Brilon, Magistrat, Polizeidiener und Vollziehungs- beamter, 900 Mk. Gehalt und etwa 200 Mk. als Boll­ziehungsbeamter. Im Bezirk der Kaisers Oberpostdireknon Darmstadt, 2 Briefträger, je 900 Mk. AnsangSgehalt und der gesetzliche Wohnungsgeldzusckuß. Im Kaiser!. Ober- postdir-ktionsbezirk Dortmund. Landbr.esträgcr 700 Mk. Ansangsgehalt und der gesetzliche WohnungSg-ldzuschuß- Frankfurt a. M., Eink°mm°nst-uer-V°r°nlagungr.K°«m,ssion, 10 Kanzlei-Hilfsarbeiter, ,e 3 b,s 3 50 Mk. pro «rbertStag. Main, Garnison Lazareth, ,wer Hausdiener, ,e 700 b-S 1100 Mk. Gehalt bei freier Wohnung oder Wohnung-- entfckädiauna und Deputaten an Feuerungsmaterial.

Gleimenhain, 16. Oktober. Gestern spielten hier einige Knaben mit Zündhölzern und steckten damit einen dem Landwirt Heinrich Becker gehörigen Strohhaufen im Werte von 100 Mk., der in der Nähe von Gebäuden aus- | ^schichtet war, in Brand. Bis oie nächsten Bewohner