'Einkaufs- :ulib vollen PerkaiifsMise doppelt willkoiimieti ntticificn.
llnb pocl» sind die zwei Prozent Warenskonto iiodil nidd inlk'kS. hat der Fabrikant den Fakturbetrag um zwei Prozent gekürzt, so kürzt der WarenuduAler den gekilrzteu Wettafl dberwats, indem er auch stir jtd)i noch zwei Pro -ent Kassas kouto in Abzug bringt Also aud)< hur „enMl dieselbe Methode lote bei den Pilsener Brauereien: während dort der ^llansichlag 8,40 Mk. für das Helto- liier beträgt, lverden dem nonsnnienten 10 Mark mehr obaenommen; während hier die Umsatzsteuer im höchsten Falle zwei Prozent beträgt, miift der Fabrikant um vier Prozent bluten. Die Steuer, die deu Warenbüusler tresseir soll,' wird dem Fabrikanten ausgebürdet: die zlvei Prozent, ^iit die der Warenhäusler erleichtert werden soll, wandeln sich in seinen Händen um eine eben so hohe Ver inehrnng seines ReingdwiiOies. Seine Konkurrenzkraft gegenüber dein Mittel und Kleingewerbe soll vermindert werden er erhöht sie aber in genau demselben Maße.
So lvird das (ve f e tz nicht nur u in gangen, sondern, der 's w e d d e s ch e s e tz e S in sein W egenteil vor r v I) r 1. Giebt es dagegen kein Mittel? Ein gesetzliches kaum. Mr wissen mir e i n Mittel, das ist der e n t s djil o s j C n C, e i u m ülige Widerstand der Fabrikanten.
Politische Tagesschau.
werden, betrieben werden sollte. Der Bau dieses Fort« wurde von 1200 afghanischen Soldaten Überwacht, und da der Platz natürlich hart an der Grenze liegt, so ahen die Afridis eine günstige Gelegenheit vor sich, um inen Racheakt vorzunehmen. Eine Bande von 600 wohl lewasfneten Kriegern machte einen überraschenden Nachtan- griff, tötete eine große Anzahl der Afghanen und schlug die ldrigen in die Flucht. Dann machte sie sich in aller Muße daran, den ganzen nahezu vollendeten Bau des afghanischen ZortS zu demolieren, und die Anlage dem Boden gleichzumachen. Sobald dem Emir dieser Nebersall gemeldet wurde, gab er den Befehl, eine starke Militärtruppe von über 1000 Mann nach der Grenze zu senden, und die Herstellung des Forts neuerdings in Angriff zu nehmen. Ob es inzwischen gl weitern Kämpfen gekommen ist, wird noch nicht gemeldet; ebenfalls bürsten sich aus biefem Vorfälle aber weitere Konsequenzen ergeben, ba Abburrhaman natürlich durchaus nicht gesonnen ist, die Sache aus sich beruhen zu lassen, und auch bereits bei der indischen Negierung Vorstellungen gemacht hat, die auf eine energische Bestrafung des schul- rigen Asridi-StammeS dringen. Aus alle Fälle kommen den Engländern diese neuen Sturmzeichen sehr ungelegen, und das indische Gouvernement soll angewiesen sein, dem Emir das größte Entgegenkommen in dieser Angelegenheit
Bekanntlich haben vor einiger Zeit im ReichSjuflizamte Besprechungen stattgesundcn mit Vertretern des Zeitung«. wcsenS, des Buch« und MusikalienverlagS, der Wissenschaft- lichen und UnterhaltnngSlitteratur ivegen einer Abänderung der jetzt geltenden Bcstimmnngen über da» Verlagsrecht. Auf Grund der stattgehabten Vorberatungen ist von der Regierung ein „Entwurf eine« Gesetzes über das Verlagsrecht" auvgearbeitet, und im Reichsanzeiger veröffentlicht worden zu dem ausgesprochenen Zwecke, den Entwurf der Kritik zu unterbreiten um die ihm noch anhaftenden Mängel kennen zu lernen. Die ReichSregierung geht von dem richtigen Standpunkte aus, daß es für sie von großem Werte fein muß, die Anschauungen noch weiterer Jnterefseutenkreise zu lernen, um eventuell vor der Einbringung einer Vorlage im Reichstage die erforderlichen Aenderungen vornehmen zu können.
Der Entwurf eines Verlagsrecht Gesetzes schließt sich an den im vorigen Jahre veröffentlichten Entwurf eines Gesetzes, betreffend das Urheberrecht an Werken der Sitte- Tdtur und der Tonkunst. Cr regelt ausführlich die 23er* hältniffe zwischen Verfasser und Verleger, und entspricht einem in dieser Hinsicht schon längst empfundene« dringenden Bedürsnisfe. Denn über die Rechte und Pflichten von Ver- saffern und Verlegern herrscht bisher noch manche Unklarheit, die dieser Gesetzentwurf beseitigt.
Aus deu 52 Paragraphen wollen wir vorläufig nur das Wichtigste herauSgreifen. Der Verfasser verpflichtet sich, dem Verleger da« in Betracht kommende Werk für befielt eigene Rechnung zur Vervielfältigung unb Verbreitung zu überlassen, wogegen ber Verleger nun auch gebunben ist, da« Werk thatsächlich zu vervielfältigen unb zu verbreiten. (Sine solche BesugniS steht bem Verfasser währenb ber Dauer de« Urheberrechts nicht zu, nur in den folgenben Fällen ist ihm eine Vervielfältigung unb Verbreitung gc- stattet: 1. für bie Nebersctzung in eine frembe Sprache, 2. für bie Wiebergabe einer Erzählung in dramatischer Form oder eine« Bühnenwerks in der Form einer Erzählung, 3. für umfangreichere Bearbeitungen eines Werks der Tonkunst. Wichtig ist noch die Bestimmung, daß die Rechte aus dem VerlagSvertrage übertragbar sind. Sonst enthält der Entwurf noch Vorschriften über die Höhe der Auflage, über die Festsetzung bcS Preise« und Über da« Rücktritts- recht vorn Vertrage für beide Teile.
Wie schon zu Anfang gesagt, kann man c« der Regierung nur Dank wissen, daß sie eine so wichtige Materie, wie e« das Verlagsrecht ist, nicht lediglich vom grünen Tische ans behandelt unb bie Interessenten in auSgebehntem Maße zu Worte kommen lassen will. Hoffentlich fällt die Anregung zur Kritik aus guten Boden und läßt ein Gesetz erstehen, da« alle Beteiligte voll befriedigt und allen berechtigten Wünschen gerecht wird.
Seit einiger Zeit wird in Kreisen, die ber englischen Regierung nahe stehen, vielfach von Unruhen gesprochen, bie unter ben AfridiS neuerbing« wieder im Entstehen sein sollen, und wenn auch vorläufig irgend welche ernstliche Befürchtungen noch nicht laut werden, so wird doch im Stillen bie Möglichkeit eines neuen Krieges an ber silbischen Nordwest Grenze diskutiert. Die indische Regierung soll thalsächlich bereit« wieder ernsthafte Schwierigkeiten im Ver- fchr mit den Afridi-Stämmen finden unb auch barüber ein- gehenb an da« Lonbouer Kolonialamt berichtet haben. Seit dem letzten Feldzug gegen die Afridis, während dcffen der Emir von Afghanistan sich bekanntlich energisch weigerte, sein Verhalten zu Nngunsten der Engländer zu ändern unb die Asridis in der einen oder andern Weise zu unterstützen, ist der gegenseitige Haß zwischen Afghanen unb AfribiS außerorbeiitlich gewachsen und hat bereit« zu verschiebenen Streitigkeiten und kleineren Scharmützeln Veranlassung gegeben. Der Emir Abburrhaman hat burchaus keinen Versuch gemacht, die Freundschaft ber AfribiS wieder zu gewinnen, ober ihnen zn Liebe seine Haltung gegen Englanb zu wechseln. Er hat andererseits aber mit iinnachstchtlicher Schärfe an ber Sübgrenze seines Lanbes rücksichtslose Maßregeln angeordnet, um räuberische Einfälle zu verhindern und um in flagranti gefangen genommene Afridi» zu bestrafen. Vor kurzem erst gab der Emir seinem Grenz- kommandanten ben Auftrag, in der Nähe von Dacea an der Straße, bie vom Khhber Paß nach Kabul führt, ein Fort zu errichten, das zur Beschützung von Reisenden unb Handelsleuten dienen sollte, gleichzeitig aber auch als eine Zollstation bestimmt war, von wo an« bie Erhebung von Steuern unb Einfuhrzöllen aus alle Karawanenartikel, die nach Afghanistan eingeführt
zu zeigen.__________________ ________
Mttshrriqik drr «r. HkWka Smkklit'Mpklilm«.
Fortsetzung.
Im Bezirk Gießen fanden 575 Revifioncn in 450 verschiedenen Anlagen statt, darunter 82 in der Stadt Gießen, glcifbi 40,6 Prozent fcimtlid^r Anlagen. Bon diesen wurden 434 von dem Inspektor in 388 Anlagen mit 6844 Arbeitern vollzogen und 141 von der Assistentin in 90 Anlagen mit 4143 Arbeitern. Die entspred-enden Zahlen in ben anderen Bezirken sind: Darmstadt 740 durch Inspektor und Assistent, 336 durch die Afsistentin, Offenbach 343 : 267, Mainz 347 : 271. Bezüglich der zu revidierenden Anlagen sind gegen früher Veränderungen eingetreten der Art, daß für die Folge die Roßhaarspinnereieu, Haar und BorslenzurWereieii, Bürsten- und Pinselmarhereieii, sowie die Anlagen, in denen Thomasschlackenmehl gemahlen oder gelagert wird und alle Getreidemühlen, die Arbeiter bc fchäftigen, unb auch foldje handwerksmäßigen Betriebe ohne niotorifdH* Kraft, mit mehr als 5 Arbeitern (früher 10) der Aufsicht der Beamten unterstehen. Der Verkehr der Beamten mit den Arbeitgebern scheint verhältnismäßig rege gewesen zu sein, wie auch, der mit den Arbeitern, wenn auch nodh nicht häufig genug. Diese letztere Klage sollte eigentlich iiifty! Vorkommen. Wir glauben, es liegt an ungerechtfertigtem Mangel an Vertrauen zu de n B e a m 1 e ii seitens d e r A r beit e r *). Diese sollten erkannt haben, daß die Regierung es gut mit ihnen meint und darum in allen Angelegenheiten, wo es sich um Rat, Hilke, Abstellung von Schäden, Beschwerden, Mangel an gesetzlichen Schutzvorrichtungen re. handelt, die aus den Inspektionen alle wahrzunehmen unmöglich ist, sich daran gewöhnen, den bestellten Vertreter als ihren gegebenen Vertrauensmann anzuseheii. Von dieser Seite ist gewiß mit größerer Sicherheit ein unparteiisches Urteil zu erwarten, als von anderer. Zu gleicher Zeit wird da durch den Beamten mehr Gelegenheit gegeben, in Verhält iiiffe hineinzuschauen, die ihnen im anderen Falle ver borgen bleiben müssen. Eine offene Aussprache wird alle Zeit ein offenes Ohr finden und nach Erkenntnis der Mängel wird an deren Abstellung Sorge getragen. Auch ans per Seite der A r b c i t g e b e r könnte noch in a n ch e S V o r urteil sich 1 e g e n. Rach dem Berichte war der Verkehr ber Beamten mit denselben, wie im Vorjahre, an genehm; Enipfindl Meilen seien nicht direkt bemerkt worden. Daraus gebt hervor, und es ist auch bekannt, daß manche Fabrikbesitzer sich nody nicht völlig mit der staut lichen Aussicht nbgefunben haben unb würden das, nach unserer Ansicht, für beide Teile, Arbeitgeber wie Arbeiter, so wohlthätige Institut ber Fabrikinspektion bald wieder zur Seite schieben und besonders bie — Assistentin. Das geht nun wohl nicht mehr an, obwohl die Ansicht nidjt unvertreten ist, die den Arbeitgebern lästige, den Arbeitern aber nichts nützende staatliche Aussicht abzuschaffen. Wir können aber sagen, gerade diese Einrichtung hat tu den wohlgesinnten Fachkreisen nidyt allein, sondern auch, und ba vielleicht nOjdy mehr, in ben diesen Angelegenheiten Interesse entgegenbringeuden Laienkreisen einen ungemein günstigen und wohlthuenben Einbruck hervoraernsen, namentlich im Hinblick aus bie sozialdemvkratische Ag> tation. Den ost übertriebenen Berichten der soztalbemo- frati du'ii Blätter können jetzt authentische, auf genauer Sachkenntnis und amtlichem Material beruhende entgegen gestellt werden. Wir wollen und können nicht sagen, daß in den gelverblichen Anlagen, in dem Verhältnis der Arbeitgeber zu ihren Arbeitern und Arbeiterinnen u. bergl. alles niifs befte eingerichtet sei, aber um Schaden avzn stellen, sadymännisclie Urteile, wo sie angerufen werden, ab geben zu können, überlwnpt uni eine gesunde soziale T Hali gleit zn entfallen, dazu sind die Inspektoren da und sind innen Afsistentinnen beigegeben. Wir halten bie Inspektion für ein, wenn auch kleines, Mittel, ber sozial bemoTratie nach und nach ihr Wasser abzugraben. Wir wünschen ibiarnm eine v e r ft ärkt e A u f s i di t. Für bas ganze weite (Miet ber Provinz Oberhessen nut feinen 1109 zu beaufsichtigenden Anlagen (zählen wir bie Berg betriebe hinzu, so |inb eS 1131', die ll r>2.) (1l561), zur Zeit des stärksten Betriebes aber 13 609 (14 ^00) Arbeiter bekräftigen, ein GeU'erbeinspektor mit einer Assi teut", die in Mainz wohnt unb anchi bie Anlagen RheinkKsseu« ,vi VcouftWtgen Hol. mir sagen. baS ist zn iwnifl, nur em Vhtfann, drin rin grbstcri-r Fortgang sich anschiiesici nmp. Eb Iinrnti-U boller 1899 nur 10,6 Prozent ber Anlagen beanssMigt merben. Wenn demnach olle Ameietnliolb 3nl)ie eine Anlage inspiziert werben kann, so kann bo<b nicht vcn einer wirklicheu Durchführung ber vorhandenen .lbsicht die Rede sein. WaS kann sich in einem Zeitraum von zwei-
♦) Da« ist eine Erscheinung, di- leider v ^ "^ch saft allem Halden im Deutschen Reiche, namentlich in Roro und Mitteldeutschland zu Tage tritt. So berichten z. B. die soeben auch zur Ausgabe gelangten Jahresberichte der kgl. sächsischen Gewerbeinspektoren hierüber genau dasselbe wie die hessischen. D. Aco.
einhalb Jahren alles ändern! Damit die Inspektoren das! fein können, waüi ihr Name 'besagt, wäre es vor allen! Dingen wünschenswert, wenn ihnen die mühsame unb zeitraubende Schreibarbeit abgeiionuncn würde. Den Oberförstern ist es verboten, selbst die amtliche Mrrespondenz. zu ftihren, und man hat ihnen Sid)reiber verwilligt, damit jene ihre Zeit möglid/st int Walde zubringen. Eine ähnliche Verfügung wäre für die Inspektoren am Platze. Diese gehören in bie Fabriken und nicht in die Schreibstuben. Ferner müßte zwecks mündlicher Berhandlun-gen ein Am tS ta g ein geführt fein, vielleicht wäre der Samstag der praktischste. Der Arbeiter muß wissen, ob unb wann er seinen Inspektor sprecl-en kann.
Biel Staub hatte seiner Zeit die neue Bäckereiner ord innig auf gewirbelt bezüglich des Verbots der Ucberarbeit. Da von den 103 Backeveien nur 2 Betriebe über die bewilligte Ueberarbeit hinausgingen, fo wäre damit, sali« die^afel«richtig geführt wurden, ber Beweis erbracht, baß bie reichjSgefetzlichen Bestimmungen doch nicht den Ruin der Bäckereien bedeuten. Auch das Bedürfnis iiaffy Sonntagsarbeit ist nicht erheblich gewesen. Vier Bäckermeister und drei Brauereibesitzer mußten wegen unerlaubter Sonntagsarbeit zur Anzeige gebracht werden. Wir wünschen in allen den Betrieben, wo eK durchführbar ist, und das sind die weitaus meisten, vom sanitären, sozialen, volkswirtschaftlichen und religiösen! Standpunkt ans eine möglichst ausgedehnte Sonntags- rnhe. Es ist nicht wahr, daß der Arbeiter in 7 Tagen mehr verdient, ja 13 in 6 Tagen. Ja, eine Zeit lang wohl, vielleicht einige Jahre, Wenns gut geht, und dann — gehtA zum Armenaeld oder Unterstützungsfonds oder privaten Wvhlthätigkeit für den kranken Vater und die schwachlid)en^ Kinder und anck> für die Mutter, die zur Ernährung ber* Familie sich hat überanstrengen müssen.
Schluß folgt.
Aus Stadt und Kand.
Gießen, den 17. Juli 1900.
-1. Gruningeu, 16. Juli. Gestern fand in der Gastwirtschaft von Bingel die angezeigte Obstbau-Versammlung der Ortsgruppe Grüningen statt. ES hatten sich außerdem noch manche Freunde des Obstbaues ein» gefunden. Lehrer Eckel begrüßte und eröffnete die Versammlung. Obstbautechniker Metz betonte, neben Belehrungen aller Art sei vorerst der Zweck der Versammlung^ die Mitglieder der Ortsgruppe aufzuforderu und zu begeistern für die im September stattfindende große Landes- Ausstellung in Darmstadt. Keine Gemeinde sei so reich begabt an Obst und Obstbäumen wie Grüningen. Oberheffen dürfe ja nicht hinter den südlichen Provinzen zurückbleiben. Die Beteiligung der Ortsgruppe wurde einstimmig be» schlossen. Sodann hielt Herr Metz einen praktischen Vortrag über ba« Entfernen und Stehenlafsen der sogenannten „Räuber", sowie über ba« ..Beschneiben" ber Bäume im ersten Jahre. Ueberhaupt lauschte bie Versammlung trotz ber Hitze aufmerksam bem Vortrag. Zum Schluß saud noch eine Verlosung von 5 Aepfelhochstämmen unter ben Mitgliebern statt. Lehrer Eckel stattete Herrn Metz für alles Gebotene im Namen ber Versammelten gebührenden Dank ab. , x
-d- Ettingshausen, 16. Juli. Landwirt Heinrich Buchner fand heute auf seinem Kartoffelfeld eine vollständig tr> schöpfte Brieftaube. Er meldete den Fund der hiesigen Bürgermeisterei und pflegt das zutrauliche Tierchen. Zeichen: Am linken Bein auf einem Messtngring • 018 K 115, rechtes Sein: Gummiring M 935, rechter Flügel: 215/76, linker Flügel: 215/76, J 1899 T.
-pf. Nidda, 16. Juli. Gestern hatte ber Gau IX bc« RabfahrerbunbeS eine Fernfahrt hierher unternommen. AllerbingS war nur bie Beteiligung von ©üben her, besonders au« Frankfurt a. M., eine sehr rege; gegen 200 Fahrer hatten sich beteiligt. Die hiesigen Fahrer und Fahrerinnen waren ihnen auf einer ^Mour bis Nieder- Wöllstadt entgegengefahren, wo gemeinschaftlich das Frühstück eingenommen wurde. Der Versammlungsort hier war Kraft« Saalbau und Garten, wo Herr Geißler-Nidda die Gekommenen herzlich begrüßte. Eine eigen« zu diesem Zwecke engagierte Musikkapelle au« Friedberg konzertierte nachmittags und abend«. Die hiesige Bevölkerung bctei ligtc sich zahlreich: auch hatten viele Gebäude Flaggen- schmuck angelegt. — Ferner hatte der Eisenbahnverein Friedberg mit einem Extrazug vormittags eine Fahrt nach Salzhausen gemacht und zog unter Begleitung der hiesigen Feuerwehrkapelle nachmittags hlerher m die Raume der Brauerei „zum GambrinuS", woselbst die Gäste mit Frauen und Kindern bis 8 Nhr versammelt blieben, um bann tvieber mit ihrem Extrazuge nach Hause zu fahren.
-dd- Wallernhaufeu, 16. Juli. Am Sonntag stürzte ein zu Pfingsten konfirmierter Junge von einem Heuwagen unb blieb auf der Stelle tot. Er hatte ba« Genick gebrochen, Die Teilnahme an bem Geschick ber schon mehrfach schwer heimgesuchten Familie ist allgemein.
' K. »eninelDaulen, 15. Juli. Heiß tvar ber Tug, die Sonne sandte glühende Strahlen nieder, lein kiihlcnbes Lüstchen regle sich, unb doch herrschte in unserem lieblichen Dürschen, da« am Fuße dc« DünSberg« liegt, fröhliche« Treiben. War doch Alt unb Jung von nah und lern zahl- reich erschienen, um unser Mission-fest mitjufeiern. Um 2 Uhr war SestgotteSdieust in nitsereni neuen, schönen GotteShause, da« kaum die Zahl ber Andächtigen zu fassen vermochte. Hiernach bewegte sich cm großer Zug von Fest, teilnehmern nach bem nahen Walde, wo noch verschiedene Ansprachen durch Geistliche gehalten wurden. mter
bem dichten Lanbdache, umgeben von würzigem WaldeSdnst und geschützt vor der Glut der Sonne, horchte d>e Menge mit Spannung den erbaulichen Worten. Die Lieder, die die Gemeinde fang, wurden von einem Bläserchor begleitet. Wohl mancher «n-flügler, der sich ursprünglich den Dün«. berg zum Ziele feine« Wandern« gesetzt Hatte, kehrte in unserem Festorte ein. Der Ausstieg war yämltch auch bet


