Ausgabe 
18.5.1900 Erstes Blatt
 
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Vertreters des Auswärtigen Amtes, Grafen v. Tschirschky- Bögendorf. Um 1 Uhr begrüßte der Kaiser den Prinzen und die Prinzessin Aböls von Schaumburg-Lippe, die auf Einladung des Kaisers während der Festwoche im Schlosse Wohnung nehmen. An der Frühstückstafel beim Kaiser nahmen die Schaumburg-Lippe'schen Herrschaften und der Großherzog von Sachsen-Weimar teil.

Die Reform des Kolonialrats, die der Kolonialdirektor v. Buchka in der Budgetkommission des Reichstages ankündigte, soll u. a. auch darin bestehen, daß eine Anzahl von Reichstagsabgcordneterr zu Mitgliedern des Kolonialrates ernännt werden soll. Jetzt setzt sich der Kolonialrat fast ausschließlich aus Vertretern der in den Kolonien thätigen Erwerbsgesellschaften zusammen, also aus Interessenten, während die Zuziehung von Par­lamentariern eine Gewähr dafür böte, daß auch das In­teresse der Allgemeinheit gewahrt würde. Die Fühlung mit dem Reichstage würde auf diese Weise hergestellt, was zur Förderung her Geschäfte des Kolonialrats nur beitragen könnte.

Das preußische Abgeordnetenhaus hat heute den Antrag von Mendel (kons.), die Regierung auf­zufordern, in dieser Session entsprechend einer früheren Zusage des Landwirtschaftsministers einen Gesetzentwurf gegen den Kontraktbruch der ländlichen Arbeiter sowie gegen die Verleitung zu demselben einzubringen, gegen die Stimmen der Freisinnigen und eines Teiles der Na­tionalliberalen angenommen. Die Denkschrift betreffend die Kornhausbauten wurde durch Kenntnisnahme erledigt.

In der Budgetkommission des Reichs­tags wurde heute die Beratung des F l o t t e n g e s e tz e s erledigt. Die §§ 6 und 7 haben in der Subkommission eine veränderte Form erhalten. Abg. Gröber (Zentr.) erklärte ausdrücklich, daß, wenn eine ausreichende Deckung nicht gefunden werde, das Zen trums auch im Plenum die Flottenvorlage nicht an­nehmen könne. Bei der Abstimmung wurde § 6 nach der Fassung der Subkommission, § 7 mit einer vom Abg. Dr. Paasche beantragten Abänderung und einem vom Abg. Müller- Fulda beantragten Zusatz angenommen, desgleichen eine vom Abg. Müller-Fulda vorgeschlagene Resolution. Der Erklärung Gröbers wurde in manchen parlamentarischen Kreisen eine ungünstige Vorbedeutung für das Schicksal der Flottenvorlage beigelegt. Sie hah aber, wie von unterrichteter Seite verlautet, nur den Zweck, den Bestrebungen auf eine weitere Ermäßigung des finan­ziellen Gesamt-Effekts der Börsensteuer wirksam vorzubeu­gen, ohne den Spielraum für die Festsetzung der Steuersätze für die verschiedenen Geschäfte einzuengen. Nach Ansicht des Zentrums würde eine weitere Ermäßigung der Gesamt­summe nicht mehr die Sicherheit bieten zur vollständigen Deckung der Flottenkosten.

Die beiden konservativen Anträge zum Fleisch­beschaugesetz sind nunmehr den Parteien zur Beratung und Beschlußfassung zugegangen. Der Antrag, der auf dem Boden des Kompromisses! steht, hat 20, der andere, der eine andere Fassung der Beschlüsse zweiter Lesung darstellt, 28 Unterschriften erhalten. Die übrigen drei Mit­glieder der deutsch-konservativen Partei haben sich ihre Stellungnahme Vorbehalten; doch, stehen« zwei von ihnen auf1, d'em Boden dey Beschlüsse zweiter Lesung. Wie die übrigen Parteien sich dazu verhalten werden, steht heute noch nicht fest. Auf der Seite der Mehrheit der konserva­tiven Partei steht die deutsch-soziale Reformpartei, ferner die Abgeordneten des Bundes der Landwirte und des bai­rischen Bauernbundes. Die freikonservative Partei dürfte sich in ihrer großen Mehrheit; für das Kompromiß er­klären. Von den Nationalliberalen ist die Mehrheit für das Kompromiß. Das Zentrum^ scheint neuerdings dem Kompromisse geneigter geworden zu sein. Ob bei solcher Sachlage das Fleischbeschaugesetz überhaupt zur Erledigung kommt, ist nach bei;Dtsch Tgsztg." sehr fraglich.

DerReichsanzeiger" veröffentlicht einen Erlaß des Staatssekretärs des Neichsmarineamtes, vom 9. Mai d. I. betr. Einstellung von E i n j ä h r i g-F r e i w i l l i g e n in die Stammkompagnien der Marineteile in Kiautschou.

Köln, 16. Mai. Einet vom Verein gegen das Unwesen in Handel und Gewerbe sowie von der Ortsgruppe Köln des deutschen .nationalen Handlungs- gehilfen-Verbandes einberufene, in verflossener Nacht statt­gehabte Versammlung zur Veranstaltung einer Kundgebung für die Warenhaus st euer gestaltete sich zu einer Radau-Versammlung, wie Köln noch; keine erlebt hat. Alle Redner wurden mit anhaltendem Gebrüll, Pfeiffen, Hinaus- und Schluß-Rufenj unterbrochen. Mit drohend erhobenen Stöcken rückte man einzelnen Rednern zu Leibe, weshalb Polizei requiriert wurde. Vier Schutz­leute wurden an verschiedenen^ Stellen im Saal postiert. Sin Polizei-Kommissar nahm neben dem Vorsitzenden Platz, ein anderer postierte sich im Saal. Indes auch diese Maß­nahmen nutzten wenig. Als schließlich nach Annahme einer, die Einführung der Warenhäussteuer empfehlenden Reso­lution die Versammlung auseinanderging, , stimmte ein Teil derselben das Lied: Deutschland, Deutschland über «Nes an, während der übrige Teil die Arbeiter-Marseillaise fang.

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Ausland.

London, 16. Mai. Ein Vertreter desDaily Tele­graph" interviewte Mr. Edwart Grogan, der kürzlich den Kiwudistrikt erforschte. Mr. Grogan erklärte sich von Verles Meldung wenig überrascht. Die Deutschen hätten ein fünfjähriges Chaos geschickt zum Vorwärtsdringen be­nutzt. Britische Interessen seien bei dieser Frage nicht be­rührt. Die Besorgnis betreffs der natürlichen Grenzen, die Deutschland respektiert wißen wolle, würde nicht ernst ge­nommen, da dieser Grundsatz bereits thatsächlich berück­sichtigt werde. Die von Deutschland in Besitz genommene Kiwu-Negion sei ein herrliches Land.

Brüffel, 16. Mai. lieber die Meuterei der im Fort Chinkakassa befindlichen Gefangenen BatatellaS wird noch folgendes gemeldet: Sie bemächtigten fich am Tage nach Ostern des Forts und bombardierten von dort Boma mit drei Nordenfeldt Kanonen, während sie glücklicherweise die ebendort befindlichen Krupp'schen Kanonen nicht zu Hand

haben wußte». Zwei Tage später wurde das Fort von den Kongotruppen gestürmt.

Paris, 16. Mai. Das Kriegsgericht zu Nantes hat gestern über den Feldwebel Benedetti, Aufseher des Militärgefängnisies, abgeurteilt. Benedetti hatte einen Ge­fangenen, der ihm einen Krug an den Kopf warf, durch einen Revolverschuß getötet. DaS Kriegsgericht sprach den Angeklagten einstimmig frei.

Der Appellationsgerichtshof bestätigte die Ver­urteilung Sebastian FaureS zu 2 Monaten Gefängnis und 100 Frs. Geldbuße wegen der anarchistischen Kund­gebungen am 20. August v. I. anläßlich der Erstürmung der Josefskirche.

Palermo, 16. Mai. Der die Untersuchung im Maffia­prozeß führende Gerichtsrat Nigro ist plötzlich gestorben. Alle Anzeichen sprechen dafür, daß derselbe vergiftet worden ist.

Wie», 16. Mai. Die deutschnationale Stu deutenschaft überreichte dem akademischen Senat eine Schrift, in der sie die Autorität des Rektors und des aka­demischen Senats anerkennt und sich dem erlassenen Far­benverbot zu fügen verspricht, dagegen die Bitte aus­spricht, den klerikalenVerbindungen zuverbieten, bei Auffahrten an der Universität Waffen zu tragen, da sie sich durch ihre Ansichten über den Zweikampf dieses Rechtes selbst begeben hätten, ferner den neuen klerikalen Verbindungen auch das Farbentragen zu verbieten, weil in dem Ueberhandnehmen der klerikalen Berbindungen eine drohende Gefahr für die Erhaltung des deutschen Cha­rakters der Universität liege.

Die Mitglieder des Klubs der Linken setzten ein Komitee zur Ausarbeitung eines Gesetzentwurfs über die deutsche Vermittelungssprache ein.

Budapest, 16. Mai. Der Reichskriegsminister kündigte im Heeresausschuß der ungarischen Delegation an, daß er nächstes Jahr von der Delegation die Beschaffung neuer Geschütze verlangen werde.

Konstantinopel, 16. Mai. Ein außerordentlicher Abge­sandter wird in der nächsten Woche nach Berlin reifen, um dem deutschen Kronprinzen den Jmtiaz-Orden in Brillanten zu überreichen.

Die Torpedoflottille in Mainz.

Mainz, 16. Mai.

Vom gestrigen Vormittag haben wir noch nachzu- tragen, daß die Offiziere auch den hohen Dom besuchten. Bei dem Frühstück der Mannschaften hielt Herr Zerbe eine Begrüßungsansprache. Der Vorsitzende des hiesigen Marinevereins, Leidemer, und der Obermaschinistenmaat, Salvatori, dankten der Altmünster-Brauerei für den Em­pfang der Marinemannschaft. Die Kapelle vom Feld-Ar- tillerie-Regt. Nr. 36 konzertierte während des Frühstücks.

Um 1 Uhr begann in der Stadthalle das von der Stadt den Mannschaften der Torpedoboot-Division ge­gebene Fe st essen. Von der Bürgermeisterei waren dabei anwesend Beigeordneter Haffner, Finanzrat A m e n d, Rechnungsrat Walther. Die Tischmusik hatte die Kapelle vom 3. Bataillon des Regiments Nr. 80 gestellt. Beigeordneter Haffner begrüßte die erschienenen See­leute Namens der Stadt und erwähnte bei dieser Gelegen­heit das große Interesse, das die Stadt Mainz für die Marine bezeugt habe. Mit einem Hoch auf Kaiser und Großherzog schloß der Herr Beigeordnete. Namens der Mannschaften dankten für den herzlichen Empfang Deck­offizier S t r e h l o w und Obermaschinistenmaat Salva­tori.

Nach dem Festessen begaben sich die Torpedo-Mann­schaften mit der Musikkapelle in die Aktien-Bierbrauerei. Die Gerstenrampe war in einen Festraum verwandelt wor-> den und machte mit ihren Tannenguirlanden und Fahnen' einen ffeundlichen Eindruck.

Von dem die Torpedoboot-Division im Auftrage des Kaisers begleitenden Photographen aus Kiel wur­den mehrere Aufnahmen der Festversammlung gemacht. Der Photograph hat den Auftrag, in jedem Aufenthalts­ort der Torpedoboote zwei Aufnahmen zu machen, die später in einem Album vereinigt werden. Als wir gegen 7 Uhr die Brauerei verließen, herrschte dort bei Musik und Gerstensaft noch großer Festjubel.

Einen glänzenden Verlauf nahm das F e st m a h l, das die Stadt Mainz den Seeoffizieren im Gutenberg-Kasino gab. In dem prächtig geschmückten Saal (inmitten einer geschmackvollen Pflanzendekoration leuchteten die Büsten des Kaisers und Großherzogs) versammelte sich der Ober­bürgermeister mit den Beigeordneten, einer großen An­zahl von Stadtverordneten, verschiedene hohe Offiziere, darunter General der Infanterie Baron v. Collas, Stadt­kommandant Generalmajor v. Zastrow und die General­majore Düring und v. Kayser, Provinzialdirektdr Frei­herr v. Gagern sind sonstige Spitzen der Civilbehörden, Vertreter der Presse u. a., im ganzen etwa 60 Personen. Die Tafelmusik hatte die Kapelle des 117. Jnf.-Regts. ge­stellt. Den Reigen der Toaste eröffnete Oberbürgermeister Dr. Gaßner : Mein Hoch gilt dem Kaiser und unserem Großherzog. Provinzialdirektor Freiherr v. Gagern weihte sein Glas dem alterprobten Heere und dessen jün­gerer Schwester, der jung aufftrebenden Flotte, worauf die Kapelle das Flagglied intonierte.

Kapitänleutnant Funke dankte in seinem und seiner Kämeraden Namen für den begeisterten Empfang im schönen Mainz. Die Rede klang aus in ein Hock) auf Oberbürgermeister Dr. Gaßner.

Auf ein während des Banketts an den Prinzen Hein­rich abgesandtes Begrüßungstelegramm ist heute vor­mittag aus Schloß Frredrichshof folgende Antwort einge­gangen :

Oberbürgermeister Dr. Gaßner-Mainz?

Für die mir gelegentlich, der Anwesenheit der Rhein- Torpedoboots-Division übersandten Grüße der Mainzer bitte ich, meinen aufrichtigsten Dank sagen zu dürfen.

Heinrich, Prinz von Preußen."

Der Empfang, den dis See-Offiziere nach dem Fest- Essen im Gutenberg-Kasino beim Ruder-Verein in dessen mit Fahnen und Hunderten von Wimpeln schon von außen schön geschmückten Bootshause fanden, war ein ungemein herzlicher und erffeuender. Mik kräftigem Hipp,

Hipp, Hurra empfangen, wurde den Gästen zuerst ein föfU !.^r Ehrentrunk kredenzt. Rechtsanwalt begrüßte darauf tue Gäste Namens des Ruder-Vereins und brachte unter großem Beifall dem obersten Chef der Manne, dem eifrigen Förderer des Rudersvortes ein tönendes dreifaches Hipp, Hipp, Hurra aus. '

Kapitänleutnant Funke dankte für den liebens­würdigen Empfang für sich, und Namens seiner Kameraden und weihte dem Ruder-Verein ein kräftiges Seemans-Hivv Hipp, Hurra.

Kommerzienrat M elcher s toastete aufs die deutsche Marine. Vom Erkerfenster auss betrachteten die Marine- Offiziere das wundervolle Rheinpanorama und freuten sich, daß sie Gelegenheit hatten, den Skuller des Vereins, Gangloff, und den Lichter bei der Arbeit zu sehen. Vom Ruderverein aus begaben sich die Offiziere in die Stadt­halle zu dem vorbeschriebenen Abendfeste.

Zu Ehren der Torpedoflottille wurde gestern ein Abendfest in der Stadthalle in Form eines Pro­menade-Konzertes von. der Stadt Mainz veranstaltet. Hier­bei konzertierten die Musikkapellen vom 1. Nass. Jnf.- Regiment Nr. 87 und vom Pionier-Bataillon Nr. 11.

In ausgiebigster Weise wurde darauf der Kunst Terpsi­chores gehuldigt. Daß sich, daran die hier so gefeierten Seeratten unermüdlich beteiligten, kann man sich denken, tanzt dach der Seemann, wenn er an Land ist, für sein Leben gern. Die Beteiligung war eine recht zahlreiche. An dem auf dem Podium erhöht stehenden Ehrentische hatten ihre Plätze eingenommen Gouverneur Baron von Colläs, Provinzialdirektor Geheimerat Frhr. v. Gagern, Oberbürgermeister Dr. Gaßner, Kommandant General­major von Zastrow, Generalmajore Düring und v. Kayser und Landgerichtsdirektor Lippold mit ihren Damen. Er­wähnen wollen wir übrigens noch, daß jeder Marinesoldat für Mk. 1.50 und jeder Maat und Obermaat für Mk. 2. Bons erhalten hatte.

Heute vormittag um acht Uhr erfolgte die Abfahrt der Torpedobootdivision nach Worms, Mannheim-Ludwigs­hafen und eveut. Straßburg.

Oppenheim, 16. Mai. DerMainzer Anz." meldet: Die Torpedoboot-Flottille ist gegen 11 Uhr in Oppenheim eingetroffen. Die Verbindungsbrücke am Ufer konnte die Belastung der vielen Daraufftehenden nicht tragen und stürzte ein. Mehrere Personen fielen in den Rhein. Die Offiziere und Mannschaften der Torpedo­boote sprangen sofort in das Wasser und retteten sämtliche Leute. Nach einstündigem Aufenthalte setzten die Boote die Reise nach Worms fort. Dagegen berichtet dieFrankf. Ztg.", daß etwa 200 Personen in den Strom sielen. (In dieser Meldung scheint derFrankf. Ztg." ein arger Druckfehler untergelaufen zu fein. Jedenfalls soll es statt 200 nur 20 heißen. Denn wenn 200 Personen in einem Knäuel ins Wasser, und noch gar in den reißenden Rhein- strom stürzen, geht es entschieden nicht ohne zahlreiche Opfer ab. Und nult sollen auch noch gar alle 200 von den paar Offizieren und Mannschaften der Torpedoboote ge­rettet sein? D. Red.)

Am wahrscheinlichsten klingt folgende Meldung:

Nierstein, 16. Mai. Heute morgen besuchte die Torpedoflottille auch Nierstein. In vier Booten, von denen zwei an der Köln-Düsseldorfer und zwei etwas oberhalb an der Niederländer Landebrücke anlegten, ge­langte die Flottille kurz vor 9 Uhr hier an. Ein überau­zahlreiches Publikum am Ufer begrüßte sie. Leider sollte der Begrüßungsakt nicht ohne Unfall vorübergehen. Auf der Niederländer Landebrücke, auf der der Stadtrat von Oppenheim sowie ein großer Teil der Landbevölkerung der Umgegend Aufftellung genommen hatte, neigte sich infolge zu großer Belastung das Brückenschiff so stark auf die Seite, daß ein Teil der darauf stehenden Personen auf die Torpedoboote und in den Rhein stürzte. Die hierdurch entstandene Panik trieb die noch auf der Brücke stehende Menge in wilder Hast dem Lande zu, wobei viele Personen meist unerhebliche Verletzungen davontrugen. Die Verletzten erhielten die erste Hilfe im nahen Brückengebäude. Die ins Wasser GefaUenen wurden durch die rasche Hilfe der Matrosen der Torpedoboote vor dem sicheren Tode des Ertrinkens bewahrt. Ob nicht dennochPersonen ertrunken sind, ist zurZeit noch nicht fest gestellt. Das Gerücht geht, daß noch eine ganze Anzahl Personen vermißt toerbe, it. a. noch drei (Ähulkinder aus Deinsheim.

Aus Stadt und Land.

** Die Großherzogin hat den Oberbürgermeister Morneweg in Darmstadt auf Grund des § 6 der 93er» einsfatzung zum Vorsitzenden des Viktoria-Melita- V er eins Heilstätten-Vereins für das Großherzogtum Hessen ernannt.

** Personalnachrichte«. Der Großherzog empfing am 16. Mai den Leutnant v. Kietzell, Adjutant des Kadetten-Korps, den Leutnant ä la suite der Armee Wolf­gang Erbprinz zu As enbürg und Büdingen, den Ministerialrat Dr. Best, den Ortsgerichtsvorsteher Ebernat von Ober-Mumbach, den Brückenmeister i. P. Hartmann von Worms, den Stenerkommisiär Fay von Alzey, den Archivar i. P. Betz, den Gymnasiallehrer Professor Prof ch von Offenbach, den Landwirt Peter Steinbacher von Zell, die Regierungs- und Bauräte Everken unb 93 em er von Mainz, die Lehrerin Fräulein Schweickhardt von Mainz; zum Vortrag den Staatsminister Rothe, de» Justizminister Dr. Dittmar, den Finanzminister Küchler, den Ordenskanzler Generalmajor z. D. v. Herff, den Kabi­nettsrat Römheld. Am 16. Mai wurde der Amtsrichter bei dem Amtsgericht Darmstadt I, AmtSgerichtSrat Philipp Hill zum Oberamtsrichter bet dem Amtsgericht Lauterbach mit Wirkung vom 1. Juni 1900 an, der Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Beerfelden Heinrich Breidenbach zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Darmstadt II, der GerichtSassesior Theodor Dietz aus Lardenbach zum Amts« richter bei dem Amtsgericht Beerfelden unb der Gcrichts- affeffor Ernst August H irf ch aus Langen zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Höchst ernannt. Dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Darmstadt II Heinrich Breidenbach wurde der Charakter alsAmtsgerichtsrat" erteilt. Der

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