zu Friedberg, die Errichtung von Dienstwohnungen für | , Gendarmen; die botanischen Gärten zu Gießen I ; und Darmstadt (Berichterstatter: Abg. Häusel), die I neuen Kliniken und das Universitätsgebäude I (Aula) zu Gießen (Berichterstatter: Abg. Häusel), die I Blindenanstalt in Friedberg, die Entschädigung für getötetes I und gefallenes Vieh in Seuchefällen, sowie Schutzimpfungen I gegen Tierseuchen, den Beitrag zu den Kosten für Er- I richtung von Lungenheilanstalten, und endlich die Lokal- | forstverwaltung und Forstschutz.
Darmstadt, 16. Mai. Der Großherzog wohnte I heute vormittag der Besichtigung des 2. Großh. Dragoner- I Regiments (Leib-Dragoner Regiments) Nr. 24 auf dem I Weiterstädter Exerzierplatz bei. Heute mittag 12</g Uhr I hat der Großherzog im Residenzschlosse die Eidesleistung I des erwählten Bischofs von Mainz Dr. Heinrich Brück I im Beisein des Staatsministers Rothe in feierlicher Weise I entgegengenommen. I
** Jagdschloß Wolfsgarten, 15. Mai. Prinz Heinrich I von Preußen traf heute mittag zum Besuch der Aller- | höchsten Herrschaften hier ein, und reiste nach dem Lunch | wieder nach Friedrichshof zurück. In Höchstdcssen Beglei- I tung befand sich Kapitän-Leutnant Müller.
Frankfurt a. M., 16. Mai. Auf den 31. d. MtS. ist I eine Sitzung des Bezirkseisenbahnrates anberaumt. I Auf der Tagesordnung stehen geschäftliche Mitteilungen | j und folgende Anträge: Antrag der preuß. Landtags- abgeordneten Ingenieur Macco zu Siegen und Genosien, betreffend bessere Instandhaltung und Reinlichkeit der v Züge. Vorlage der König!. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M., betreffend Umrechnung der Gütertarife für die Bahnhöfe Frankfurt a. M. und Hanau nach den wirklichen I Entfernungen. Antrag des Direktors der Zuckerfabrik I Maingau zu Hattersheim, Güttler, betreffend den tele- ! I phonifchen Anschluß der Güterabfertigungsstellen an die I Zeutraltelephonstellen der betreffenden Stationen; Antrag des Handelskammervvrsitzenden Kommerzienrats Koch zu Gießen und Genossen, betreffend die Einrichtung einer I Schnellzugsverbindung mit 3. Wagenklasse in I der Richtung Frankfurt a. M. — Hannover mit
Anschluß an Schnellzug 8 oder Schnellzug 10 I der Main-Neckar-Bahn; Antrag des Handelskammer- I p äsidenten Kommerzienrats Koch zu Gießen und Ge- I noffen auf Herstellung einer durchgehenden Schnell' I zugSverbindung Gießen —Köln mit Gegenzug; I Antrag des Fabrikanten Dr. Freiherrn Waitz v. Eschen zu I Kassel, betreffend Einlegung eines neuen Personenzuges von I Kassel nach Warburg mit Gegenzug; Antrag des Fabrikanten I Dr. Freiherrn Waitz v. Eschen zu Kassel, betreffend Leitung I des Zuges 783 ab Kassel über Eichenberg anstatt über I Dransfeld, sowie Einlegung eines neuen Zuges ab Etchen- I berg nach Nordhausen, und ferner, für den Fall der Bei- I behaltung des Zuges 783 über Dransfeld, Einlegung emes I neuen Zuges von Münden nach Nordhausen mit Gegenzug; I Antrag des Fabrikbesitzers Friedlich v. Schenck zu Arns- I berg, betreffend eine bessere Zugverbindung in den Morgen- I stunden auf der Strecke Bestwig—Schwerte. Fahrplan- I änderungen im Sommer 1900 und Winter 1900/1901.
** Kleine Mitteilungen aus He-en und den Nachbarstaaten. I Ein seltenes Jubiläum konnte in Darmstadt am 14.d.M. I Major a. D. v. Bechtold begehen, indem er an diesem I Tage fünfzig Jahre im Militär- und Civildienst in Thätig- I feit war.
Vermischtes.
* Elberfeld, 16. Mai. Eine folgenschwere Ex- ■ plosion in der chemischen Fabrik von Carl von Bauer erfolgte durch Unvorsichtigkeit eines Arbeiters, der schadhafte Stellen der Gasleitung mit brennendem Lichte untersuchte. Durch die Explosion wurde das ganze Fabriketablissement bis auf einzelne Nebengebäude in einen Trümmerhaufen verwandelt. Ein Mitinhaber der Firma, sowie acht Arbeiter wurden schwer verletzt. Der Schaden ist ungeheuer und der Betrieb auf Monate hinaus unterbrochen.
» Berlin, 16. Mai. Bei einer aus Rußland zugereisten Dame ist die Erkrankung an Pocken festgestellt, und die Patientin, die bei Verwandten wohnte, wurde nach einem hiesigen Krankenhause übergeführt. Ob ein Fall der echten schwarzen Pocken vorliegt, ist bisher nicht entschieden. Die vorgeschriebenen Sicherheitsmaßregeln wurden sofort getroffen.
• Der Maler L. von Borowski in Berlin hat seine Geliebte, die 15jährige Else Feige, erschossen und dann die Waffe gegen sich gerichtet. Er liegt als Polizeigefangener im Charlottenburger Krankenhause darnieder; sein Zustand ist äußerst bedenklich. Bei dem Mädchen sind mehrere Abschiedsbriefe gefunden worden. Die Briefe lauten wie folgt: „An Alle: Eltern, Frau, Ge- schwister, Bekannte, Freunde und Verwandte! Da Leo und Else sich geliebt vom ersten Tage an bis ins Jenseits und keine Macht der Erde noch sonst werweiß uns hätte trennen können und und viele Hindernisse im Wege gewesen sind, so ist es unser beiderseitiger Wunsch, für immer vereint zu sein. Also bitten wir noch, uns den einen Wunsch zu erfüllen, uns gemeinschaftlich zu betten. Verzeiht uns beiden Unglücklichen, es geht nicht anders, lebt alle wohl und seid alle geküßt von Else Feige und Leo von Borowski. Im Leben getrennt, im Tode geeint.-
Gerichtssaal.
Gießen, 17. Mai. Unser» Glralkammerbericht In Nr. 114 ergänzen und berichtigen wir dahin, daß der Knecht 1 einem Gegner erst einen Schlag mit dem Pettfchenstiel. dann aber noch mit einer Mistgabel gegen dm Kopf versetzte. Zu dieser gefährlichen Waffe hatte der Angeklagte aber erst gegriffen, nachdem ihn sein Gegner durch Schlagen mit der Peitsche um die Beine, mit umgekehrtem Peitschenstiel gegen den Kopf, durch Zubodenwersen und rohe Behandlung schwer gereizt hatte. Daraus erklärt fich auch das verhältnismäßig geringe Strafmaß. — Statt „ientr" muß eS darin selbstverständlich „dieser" hftßen
^bens. ’M
Wasserleitung erfreuen können.
? tzartmamishaio, 16. Mai. Gestern versammelten fich bie Komiteemitglieder für den Bahnbau Gederu-Greben- tzain, um zu beraten, welche Schritte den baldigen Bau dieser Strecke herbeiführen könnten. Der Zweifel, der dadurch entstanden war, daß im Landtage demnächst acht verschiedene Strecken zur Beratung kommen würden, worunter sich die angeführte nicht befinde, wurde dadurch beseitigt, _ daß von zuverlässiger Seite mitgeteilt wurde, eS handle fich nur um Genehmigung dieser Strecken; die Strecke Vedern-Grebenhain sei aber bereits genehmigt. Ferner Würde der Plan der neuesten Vermessung vorgelegt, der dadurch gänzlich von den vorigen abweicht, daß die Bahn von Gedern aus nicht erst einen Bogen nach Süden beschreibt, sondern ihre nordöstliche Richtung beibehält, sodaß die Strecke bedeutend kürzer wird, und ziemlich nahe an Hart- «annshain vorüberführt.
Darmstadt, 16. Mai. Die Zweite Kammer der Landstände hält ihre 17. Sitzung am 28. Mai, vor- «ittagS 10 Uhr, ab. Die Tagesordnung bringt u. a.; bie Wahl eines Abgeordneten für den 5. Wahlbezirk der Provinz Oberhessen (Gießen-Land) (Berichterstatter: Abg. Backes), und Regierungsvorlagen, betreffend das KreisamtSgebaude in Alsfeld, die Stadtkirche
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Universität und Hochschule.
— Errraimtr Der bisherige Hilfsasfistent am chemischen Institut der Universität Bonn Max Peschkes zum vierten Unterrichtsisfistenten für analytische Chemie. — Der Asfistent und stellvertretende Direktor an der kdniglich sächsischen pflanzenphysiologischen Versuchsstation zu Tharand, Dr. Lorenz Hiltner, zum Mitglied des Gesundheitsamts in Berlin.
— Gestorben: 5« Wien Hoftai Prof. Wilhelm Doderer lut aiter BOn 75 wahren. Professor Doderer war in Heilbronn geboren und von 1866 bis 1898 Professor der Arch tektur an der Tcchmsche« Hochschule in Wien — Der populärste von den italienischen Geographen, " Ä&M ,nE
LLWMWA« Bonn, Geh. Regierungsrats Dr Wendelm Förster s -Ob J am Bonner städtischen Gymnasium, Karl Buscherbru r worden — Die Privatdozenten Dr. Loeb unbDr. Bmzan öer unu verfität Bonn sind als freiwillige Assistenten des chemischen JnstUuts für physikalische Chemie und sür technisch-
— Der nach Leipzig berufene Borstand des physikalischen Jnstrtu eS an der Wiener Universität, Hoftat Boltzmann ist aus
sichten auf die Dauer bed laufenben beUr ^ubea ftott
In Budapest fand die Einweihung des neuen Unwersitatsgebäudes^^-
Arbeiterbewegung.
Gießen, 17. Mai. Nach den von unparteiischer privater Seite angestellten Ermittelungen erreicht die Zahl der ausständigen Weißbinder nicht ganz 200. Da die Geschäfte, wenn auch mit verminderten Arbeitskrästen, ununterbrochen weitergesührt werden und seitens der Arbeitgeber einer Organisation von weitester Begrenzung zugestrebt wird, so dürfte der Weißbinderausstand voraussichtlich mit einer Niederlage der Arbeiter endigen.
Frankfurt a. M., 16. Mai In einer Versammlung hiesiger Barbier« und Friseurgehilfen referierte gestern Pagel- Braunschweig über die Lage der Gehilfen in Frankfurt. Nach seinen Ausführungen beträgt der hier an die Gehilfen gezahlte Durchschnitts- lohn Mk. 6.25 pro Woche bei freier Station. Mit dem System deS Kost- und Logiswesens müffe gebrochen werden. Auf die von den Meistern in Aussicht gestellte demnächstige Regelung der GehUfenlöhne sei nicht zu bauen; in anderen Städten hätten die Meister auch die Preise erhöht, und eine Aufbefferung der Löhne versprochen, es sei aber dann doch Alles beim Alten geblieben. Man solle nicht erst abwarten, in welcher Weise die Meister die Löhne erhöhen wollen. In der Diskussion teilte der selbständige Friseur Campe mit, daß die Korporationen der selbständigen Barbiere den Forderungen der Gehilfen baldigst entgegensehen, da allgemein Geneigtheit zur zweckmäßigen und alle Teile befriedigenden Lösung vorhanden sei. In einer Resolution wurde die Verkündigung der zu stellenden Forderungen für Dienstag in Aussicht gestellt. Sodann wählte man eine Lohnkommission.
bm. Mainz, 16 Mai. Die Barbier, und Friseurgehilfen befinden sich noch immer in Lohnbewegung. In einer gemeinschaftlichen Sitzung der Prinzipals und Gehilfen einigte man sich über einige Punkte, auch gaben die Prinzipale zu, daß eine Lohnerhöhung angezeigt erscheine, doch wollen sie diese erst eintreten kaffen, wenn die Preise für das Rasieren auf 15 bis 20 Pfg. und für das Haarschnelden auf 30 bis 50 Pfg. erhöht würden. Ob sich diese angestrebte Prels-Erhöhung durchführen läßt, davon wird es abhängen, wie sich die Geyusen zu den Prinzipalen stellen werden. Rnnn
Gent. 17. Mai. Die Zahl der Ausständigen beträgt 8000. Sie bestehen auf ihrer Forderung einer 20prozent:gen ^^rhöhung und weigern sich, die «rbei. -ns,un-hmcn. ehren F°r°--un,-n mcht
Genüge geleistet wird.
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Kunst und Wissenschaft.
— Historischer Verein für das Großherzogtum Hessen* Den letzten Vortrag in diesem Frühjahr hielt am 14. Mar " Darmst in Anwesenheit des Prinzen Wilhelm Oberlehrer Lw. D^ Preuschen über das Thema: Der Gießener Pietistenstreit und ferne Bedeutung f die hessische Kulturgeschichte. Die .Darmst Ztg beschränkt. sich' in kurzen Zügen den reichhaltigen Inhalt des.wtereffanten Vortrag anzudeuten, dem ein umfangreiches Aktenmaterial des Großh. Hau und Staatsarchivs zugrunde lag. Der Streit führt des 17. und in den Beginn des 18. Jahrhunderts, und mW tn fernem Verlauf Licht nicht nur auf die Verhältnisse an der Universität Gießen sondern auch auf die geistigen Regungen, die damals unter dem Namen des Pietismus sich, von Spener und semen Freunden ausgehend bald in ganz Deutschland geltend machten. Dre lutherische Küche hatte da schwer/Amt Übernommen, die zerfallenen Ordnungen nach denen m befferen Zeiten daS gesamte kirchliche Leben geregelt gewesen: war 'wwder herzustellen, und diese bedeutende Aufgabe wurde auch gelost wdem m verhältnismäßig kurzer Zeit geordnete Zustände wlederhergestellt waren. Allein eine freie Entwickelung des Lehrens und Denkens ^and sich nirgends, auch nicht auf den Universitäten, die in ^en sämtlichen Fakultäten unter den strengen traditionellen Ordnungen dnKich standen Und hier setzte der Pietismus ein; Gießen war die erste deutsche Hochschule, an der das Wehen des neueu Geistes zu spüren war u»d wo die neue freiere Richtung zuerst Boden gewann. In anschaulicher Weise schilderte Redner dre mannigfaltigen Streitigkeiten, vie i unter den Anhängern und Gegnern der neuen Gedanken ?usbrachen, sie waren in ihrer Art alle treffliche Männer, die es mit ihre hohen Aufgabe ernst meinten. Die Streitigkeiten, an denen sich auch die Bürgerschaft beteiligt hatte, wurden schließlich durch ^ landesherrliches Dekret beendet, das den vollen. Sieg des Pietismusbed »tete. Rur zwei Professoren weigerten sich, die Entscheidung des Fürsten zu unter chreiben und verloren ihr Amt. Mit mancherlei wteiessanten Einzelheiten aus dem Aktenmaterial Über die Sache wußte der Vortragende seinen Ausführungen lebhafte Farben zu verleihen; alle schlossen sich gern dem Dank an, den ihm am Schluß der Vereinspräsident im Namm der Erschienenen aussprach. N . . a-
— Wiesbaden, 16 Mar. „Oberon" m der Wiesbadener Bearbeitung (melodramatische Ergänzung von I. Schlar, Umdichtung von I. Laufs), mit welchem Werk heute die Musikfestspiele eröffnet-wurden wurde lebhaft, auch bei offener Szene, mehrfach assplaubmrt I Der Versuch, Webers Kompositlonsnummern mit dem übrigen xeu I der Oper zu größerer Einheit zusammenzuschließen er chemt hauptsächlich gelungen, doch dürfte der Hauptersolg der p^ch"gen ^usstat!tun« I zuzuschreiben fein. Musikalisch gelang das meiste vorzüglich. Der Kaiser war bis zum Schluß der Aufführung anwesend.
I München, 15. Mai. Die Beerdigung Hermann LeviS I fand heute nachmittag auf dem östlichen Friedhöfe umer großer Be- I teiligung aus Kunst- und Theaterkreisen statt. DU (Stabt war durch I den 1. Bürgermeister vertreten. Am Grabe sprach General Jntm- dant v Perfall. Intendant v. Poffaet legte namenS der Hofdühne, I Profchor o. Lenbach namens der Künstlersereinigang ^Allotria einen I Kran» am Grabe nieder. Der Beerdigung wohntm Graf Hochberg, I Mottl, Musikdirektor Kniese und Kommerzienrat v. Groß auS Bay- I reuth bei. Der Schwager detz Verstorbenen, Kausmann Lindeck aus I Mannheim, vertrat mit Frau und Tochter und mit LeviS Schwester I Frau Oberst Mock auS Paris, die Familie. Da Levi aus der I israelitischen Religionsgemeinschaft ausgetreten war, ohne einer I anderen sich anzuschließen, waren geistliche Zeremonien unterblieben.
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•• Fran-ofische Vorträge Lektor Goetschy hat fich, ; genügende Beteiligung vorausgesetzt, bereit erklärt, im Lause dieses Semesters an sechs Abenden öffentliche Borträge über »euere französische Litteratur in französischer Tprache zu halten. Die Höhe des Eintrittspreises wird nach ber Zahl der Teilnehmer bemessen werden.
•• Grundsteinlegung. Samstag den 19. d. Mts. wird die Burschenschaft Germania das Fest der Grundsteinlegung ihres Burschenhauses am Wetzlarer Weg feiern. Der Zug versammelt sich ya6 Uhr am Restaurant „Andres". Bon dort wird er sich unter Vorantritt der Musik nach der Baustelle bewegen, wo um s/*6 Uhr die offizielle Feier stattfinden wird.
•• Eine Zigeunerbaude hatte fich gestern Gießen als iitel ihrer Tagereise auserkoren, und jene bekannte Stelle, die den poetischen Namen „Saumarkt" führt, zu ihrem Nachtlager ausgewählt. Heute morgen verließ die Bande in Begleitung der Polizei unsere Stadt in der Richtung auf Frankfurt a. M. zu.
1. Die bei der Euthüllungsseier unseres Kriegerdenk«al8 tu diesem niedergelegten Gedächtniskränze sind in ber Vorhalle unseres Rathauses oberhalb und zu beiden Seiten -er Gedenktafeln aufgehängt worden.
-u- «uf der gestrigen BezirkStierschau in Schotten erhielt der ^uchwerein des Kreises Gießen den zweiten Sammlungspreis mit 250 Mk. Nach Großen- Kinden kamen folgende Einzel-Preise: Für Bullen Gemeinde, erster Preis mit 120 Mk.; I. Faber X. Rib I. Weigand. Für Kühe: zweiter Preis mit je 75 Mk., L. Wagner und Conrad Schäfer Wwe., für Kühe Anerkennung mit je 10 Mk.
ii Qebern, 16. Mai. Im vorigen Jahre wurde endlich der Bau einer Wasserleitung beschlossen und die Quellen geprobt. Nun dachte man, bald reines Wasser zu haben, ^etzt aber stellen sich neue Schwierigkeiten in den Weg, da bk Mühlenbesitzer, welche glauben, einige Tröpflein Wasser weniger über das Mühlrad laufen zu sehen, eine Entschädigung verlangen, die nahezu den Anlagekosten der ganzen Wasserleitung gleichkommt. Da jedoch die Wiese mit den Quellen Eigentum der Gemeinde ist, so wird jedenfalls die Entschädigung höchst knapp ausfalleu, und die Bewohner von Gedern werden sich bald der Annehmlichkeiten einer
Oberförster der Oberförsterei Grebenhain, Otto Weber I in Grebenhain wurde in die Oberförsterei Seligenstadt, der I Oberförster der Oberförsterei Wahlen Hermann Eidmann in Wahlen in die Oberförsterei Babenhausen, der Ober- I Erster der Oberförsterei Romrod, Kar Schlotterer u «temrob in bie Oberförsterei Hoch'Weisel mit dem Wohnstz I ,11 Butzbach, der Oberförster der Oberförsterei.Schotten, Ludwig Block zu Schotten in die Oberförftere Schaaf- ’ heim mit dem Wohnsitz zu Babenhausen versetzt. - Der
Gericktsassessor Reuß in Gießen wurde mit Wahrneh- I i und"s^° niüng der Dienstverrichtungen eines Amtsrichters bet dem ÜtS \ am,T,5‘®»tHenn»amm«ab« 8°,dst°nd° liegt ein Se- L ti<6t d-S Ersten Ausschusses über die Regierungsvorlage.
«treffend■ Neue Kliniken IN Gießen vor. Für die « orderten 21,130 Mk. soll ein Kohlenschuppen am Kessel- tau« mit 8800 Mk. errichtet werden und Verbesserungen der Warmwasserversorgung in der psychiatrrschen Klinik mit 1700 Mk. vorgenommen werden, während der Rest von 4630 Mk. für den bereits ausgeführten Umbau des gußeisernen Dampfsammlers und zur Herstellung einer zweiten Dampfleitung nötig ist. Da es sich nach den in den Erläuterungen angegebenen Gründen um unaufschiebbare Anlagen bandelt, beantragt der Ausschuß Genehmigung der srgesorderten 21,130 Mk. — Ferner schlägt die Regierung füc Besoldungen der Forstwarte in abnormalen Fgrstwarteien den Betrag von 2000 Mk. vor. Tue Mehr- sorderung ist durch eine Vergrößerung der Forstbezirke und dadurch notwendig gewordene Vermehrung der Forstwartstellen gerechtfertigt. Ebenso wird für Vikariatskosten tn Krankheits- und Verhinderungsfällen der Betrag von 1380 Mk. angefordert. Der Ausschuß beantragt, beide Beträge zu bewilligen. — Des weiteren beantragen die Abgeordneten Häusel und Gen., die angeforderte Summe von 361,280 Mk. zu bewilligen und die Regierung zu ersuchen, bei dem Bau von staatlichen Dienstwohnungen das Einkommen der betreffenden Dienststelle thun« lichst in der Weise zu berücksichtigen, daß die auS dem Baukapital und der baulichen Unterhaltung sich ergebenden jährlichen Kosten in der Regel nicht mehr als den vierten Teil deS Diensteinkommens betragen. Der Ausschuß bean-


