notwendig; sobald die Operationen nicht den wenrgen vorhandenen Vollbahnen folgen, wird auf einen gefrcherten Nachschub für das Expeditionskorps nur bei Verwendung von Feldbahnen gerechnet werden können. Zur ersten A.us- stattung ist dem Expeditionskorps soviel an Be r p f t e g - ung mitgegeben worden, daß die Truppen aus diesen Vorräten nötigenfalls sich eine.zeitlang vollständig verpflegen können und den Anträgen auf Nachschub Do Deutschland aus rechtzeitig entsprochen werden kann. Die Truppen sind mit Rücksicht auf die.SchMerigkert emes schleunigen Ersatzes axvdt reichlich mit Winterbekleidung ausgestattet worden. Die dem einzelnen Mann mttge= qebenen Bekleidunas- und Ausrüstungsstücke entsprechen den besonder,: Verhältnissen während des Seetransportes und in China. Seck)s Feldlazarette bieten Geleaerihert zur Aufnahme von 1200 Kranken. Außerdem sind Vorkehrungen zur Einrichtung stehender Kriegslazarette durch Mitnahme von Krankenzelten und beweglichen Baracken sowie von Bauholz zum Neubau von Baracken getroffen. Hierdurch wird für weitere 1000 Kranke Unterkunft geschaffen. Die mitgegebenen Verpflegungsmittel decken den Bedarf für 3000 Kranke auf vier Atonate.
Ueber Graf Waldersees Gehalt ist viel gestritten worden: laut der amtlichen Nachweisung erhält der Graf monatlich 2500 Mk. Feldbesoldung gleich 30000 Mk. jährlich, ferner 10000 Mk. Dienstzulage monatlich, gleich 120000 Mk.; also insgesamt 150 000 Mk.; er erhielt außerdem noch 13 000 Mk. einmaliges MobilmachungS- gelb. Generalleutnant v. Lessel bezieht monatlich insgesamt 5120 Mk. und zwar 2120 Mk. als Divisionskommandeur und 3000 Mk. Dienstzulage als Kommandeur des Expeditionskorps. Sein einmaliges Mobilmachungsgeld betrug 2880 Mk. Die Brigadekommandeure erhalten ein monatliches Gehalt von 1420 Mk. (einmaliges Mobil- machungSgeld 2400 Mk.), die Regimentskommandeure 1120 Mk. (Mobilmachungsgeld 1800 Mk.), die Bataillonskommandeure, Abteilungskommandeure, Stabsoffiziere beziehen monatlich 865 Mk., die Hauptleute, Rittmeister 600 Mk., die Oberleutnants und Leutnants als Kompagnieführer oder als Adjutanten eines Regiments ober bei höheren Kommandobehörden 425 Mk. monatlich, die Oberleutnants in Frontdienst 300 Mk., die Leutnants in Frontdienst 240 Mk.; das Mobilmachungsgelb betrug bei allen letztgenannten Chargen 1440 Mk. nur die Oberleutnants unb Leutnants in Frontbienst bekamen 1200 Mk. Felbwebel, Wachtmeister beziehen monatlich 30 Mk. und 30 Mk. Dienstzulage, Bizefelbwebel 57 Mk., Sergeanten 49,30 Mk., Unteroffiziere 36 Mk., Gefreite 16,50Mk., Gemeine 13,50 Mk. Für bie Ausreise des ArmeeoberkommanboS ab Genua mit bem ReichSpostbampfer „Sachsen" würben bezahlt rund 168 000 Mk.
Buren und Engländer.
Eine Abteilung kürzlich in Kimberley neu formierter Polizeitruppen würbe von den Buren 24 Kilometer von Vryburg überrascht, doch wurden sie von 60 Polizeifreiwilligen befreit. Sieben Buren wurden getötet. Der Feldcornet Duplesfis wurde verwundet und gefangen genommen. Die Briten verloren drei Mann. Die Buren schossen 50 Pferde nieder. Man glaubt, daß die Buren ihre Stellung südlich von Philippolis geräumt haben, da zwei britische Wagenzüge dort vorüberkamen, ohne auf Widerstand zu stoßen.
Nach einem Telegramm der Daily Mail aus Pretoria soll Botha dem Feldmarschall Roberts mitgeteilt haben, unter welchen Bedingungen er bereit sei, sich zu erge ben.
Dem „Standard" wird aus Lissabon telegraphiert, die Portugiesische Regierung habe am 13. ds. durch eine auf telegraphischem Wege nach Lourenco Marquez gesandte Weisung das Exeq u atur, das dem bisherigen G en er al- kousul der beiden südafrikanischen Republiken, Pott, erteilt war, zurückgezogen.
In Standerton ist General Boyes mit einer Transportkolonne aus Ladysmith eingetroffen. Die Kolonne wurde den ganzen Weg über von den Buren „belästigt." Der Verlust der Briten betrug 3 Tote und 7 Verwundete. Die Kolonne des Obersten Bericke Copley, die südlich des Vaal operiert, hat5Burenfamilien, 3000 Stück Rinder und Schafe, 350 Pferde und 5 Wagenladungen mit Nahrungsmitteln nach Standerton gesandt.
Deutsches Keich.
Berlin, 15. November. Aus Trache'nberg wird gemeldet: Der Kaiser begab sich heute früh bei herrlichem Wetter ins Jagdgelände.
~ Die Bestätigung des Abg. Fischbeck zum Stadtrat in Berlin ist am Mittwoch eingetroffen.
. ~ ker Mitte des Zentrums ivirb der Antrag werd 'n u h ? bung des Papier zolles eingebrachit „ . 7T, Die fozialdemokratische Fraktion des Reichstages hat gestern eine Sitzung abgehalten.
Ter freisinnige Antrag auf Aufhebung der Theaterzensur geht auf Annahme eines Gesetzentwurfs betr. Abänderung der Reichsgewerbeordnung aus t Vermeidung von Schädigungen des Verlags
buchhandels sowie des am Schulbücherkauf interessierten Publikums hat der freisinnige Abg. Tr. Müller-Sagan den Antrag eingebracht, den Reichskanzler zu ersuchen baldigst geeignete Schritte zu thun, um für das Reichsgebiet und soweit angängig auch für die benachbarten deutschen Sprachgebiete von Oesterreich-Ungarn und der Sck)weiz eine.möglichst gleichmäßigedeutscheRecht- schreibung zu erzielen.
— Man glaubt, daß es bei der sozialdemokratischen Interpellation über die Verwendung der 12 000 Mark seitens des Reichsamts des Innern zu einer Weiterbesprechung Nickst kommen wird, da der Reichskanzler Graf Bülow sich nicht bereit erklären werde, die Interpellation zu beantworten.
— Tie Zentrumsfraktion des Reichstages
hat heute den Grasen Hompesch wiederum zum ersten Vorsitzenden gewählt. Die Fraktion gedenkt, verschiedene Initiativanträge einzubringen, u. a. betreffend die eingetragenen Berufsvereine. Ter Antrag auf Aufhebung des Jesuitengesetzes soll später erfolgen.
— Der in Mülhausen i. E. neu gewählte Abgeordnete Schlumberger ist der nationallib. Partei als Hospitant beigetreten.
— Dem Bun d e s r at ist der Entwurf eines Gesetzes wegen Verwendung überschüssiger Reichseinnahmen aus dem Rechnungsjahr 1901 zur Schuldentilgung zugegangen. Der Entwurf schließt sich nach Form und Inhalt dem für das lausende Rechnungsjahr ergangenen gleichartigen Gesetze vom 30. März 1900 an.
— Eine sozialdemokratische Volks - Versammlung gestaltete sich zu einer großen Demonstration zu Gunsten der Fortführung der Handels-Vertragspolitik. Als Redner traten auf Pfarrer Naumann, der Abg. Barth und der freisinnige Volksparteiler Dr. Bernstein. Es wurde eine Resolution gefaßt, in der Reichstag und Regierung aufgefordert werden, dem Verlangen der Agrarier in keiner Weise nachzugeben, sondern an der Capririschen Wirtschaftspolitik fest zu halten, da sich diese als durchs aus segensreich bewährt habe.
— Die Gesamtschuld der deutschen Staaten am Schlüsse des Rechnungsjahres 1896/97 belief sich auf 12.5 Milliarden Mark und stieg bis Ende 1898/99 auf 12.9 Milliarden. Bis zum Schluß 1900 steht eine weitere Steigerung bevor; ob sie aber, wie eine überschlägliche Rechnung ergiebt, 0.3 Milliarden betragen wird, ist bei den großen Ueberschiffsen, die die Rechnungs-Abschlüsse voraussichtlich ergeben werden, sehr Zweifelhaft. Man wird für Ende 1900 wohl runb 13 Mill. Mark annehmen können.
— Heute trat hier der erste Deutsche Handwerks - und Gewerbekammertag zusammen. Etwa 150Delegierte sind erschienen. Vertreter der preußischen und sächsischen sowie anderer Bundesregierungen und einiger Städte sind anwesend. In den Vorstand wurden gewählt: Gewerbekammer-Präsident Schorer - Lübeck, sowie die Obermeister Jaster-Berlin, Nagler-München und Metzner- Neustadt i. Oberschlesien. Man nahm einen Antrag betr. die Organisation der deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages an, worin es heißt: Seine Aufgabe ist es, die gemeinsamen Interessen des deutschen Handwerkerstandes zu wahren, die Bedürfnisse und Wünsche des Handwerkerstandes durch gemeinsame Beratung zum Ausdruck sowie durch Eingaben zur Kenntnis der Organe des Reiches und der Bundesregierungen zu bringen. Die Vertretung und Leitung liegt dem Vorort ob, der alle zwei Jahre gewählt wird. Der Vorort wird ersucht, gemeinsam mit einem Ausschuß die Herausgabe einer eigenen Zeitschrift in Erwägung zu ziehen und auf dem nächsten Kammertage Vorschläge zu unterbreiten.
— Zur Erhöhung der Betriebssicherheit auf den preußischen Eisenbahnen ist in Aussicht genommen, die den Lokomotivführern und Heizern auf- erteate Verpflichtung, sich während der Fahrten vom Zu- stanoe des Zuges und dem Vorhandensein des letzten Wagens zu überzeugen, auf die Zugführer und Bremser auszudehnen.
Hamburg, 15. November. In Angelegenheit der Beschlagnahme der30KistenGold vom Dampfer „Bundesrat" hob das Hanseatische Oberlandesgericht die Verfügung des Landgerichts auf und machte die Fort- nahme des Goldes rückgängig. Das Gold wird somit der Adressatin, der hiesigen Handelsfirma Arndt u. Cohn, ausgeliefert.
Meseritz, 15. November. Nach nunmehriger Feststellung erhielten bei der gestrigen Reichstagsersatzwahl im Wahlkreise Meseritz-Bomst v. Gersdorff (kons.) 6180, Bruhn (antis.) 3667, Crzanowski (Pole) 7146, Krze- sinski (deutsch-kath.) 551, Mix (Sozc) 40 Stimmen. Mithin ist Stichwahl zwischen v. Gersdorff und Crza- n'owski erforderlich
Koburg, 15. November. Die Großherzogin- W^i twe Maria von Koburg hat die von ihrem vor kurzem verstorbenen Gemahl, dem Herzog Alfred, gesammelten Kunstgläser und keramischen Gefäße der Veste Koburg unter dem Namen „Herzog Alfred-Sammlung" geschenkt. Die Sammlung soll einzig in ihrer Art sein.
Jena, 15. November. Bei der Landtagswahl der Höchstbesteuerten unterlag der Professor Abbe gegen den Nationalliberalen Kommerzienrat Müller.
Ausland.
Brussel, 15. November. Die „Jndependence Belge" veröffentlicht eine Aussage Esterhazys vor dem fran« zösischen Generalkonsul in London. Esterhazy brachte zur NnterstÜtzung seiner Aussage Dokumente bei, und beschuldigte Du Paty de Clam, Henry, Billot, Boisdeffre, Gonse und Saussier. Er versicherte, daß das Bordereau gefälscht sei, und daß auch die Gutachten falsch seien. Die Briefe Kaiser Wilhelms seien künstlich hergestellt. Zum Schluffe versicherte Esterhazy, er habe auf Befehl gehandelt.
Paris, 15. November. Die Zulassung derFrauen in den Advokatenstand wurde auch vom Senat angenommen.
Madrid, 14. November. Vorgestern nacht sah die vor dem Pulvermagazin der Festung Mont Jnich in Barcelona postierte Schildwache eine Schar Männer geheimnisvoll heranschleichen. Auf ihren „Werda"-Ruf ant »orteten die Männer mit Schüffen. Eine Truppenabteilung, die sofort anrückte, schlug sie in die Flucht. Wahrscheinlich lag die Absicht vor, die Schildwache zu töten und den Turm in die Lust zu sprengen.
Belgrad, 15. November. Eine Nachrichten-Agentur teilt mit, daß die Königin Draga bei der Geburt eines Sohnes infolge von Kindbettfieber gestorben sei. Nach einer andern Nachricht soll die Königin schon vor einigen Tagen von einem kräftigen Knäblein entbunden worden fein, aber die Geburt des „Thronerben" werde noch geheim gehalten, weil die romantische Ehe der Königin mit
dem König Alexander erst seit vier Monate« besteht. Die Königin soll von heftigem Kindbettfieber ergriffen worden sein. (Offenbar sind alle bisherigen Gerüchte falsch. — D. Red.)
Bukarest, 15. November. Heute wurde der wegen Mitschuld an der Ermordung Fitkowski's angeklagte Student Alexander Trifanow verhört. Trifsnow erklärt, Sarasow habe an ihn das Verlangen gestellt, er solle sich verpflichten, im Juni nach Mazedonien zu gehen, um dort die Revolution zum Ausbruch zu bringen. Sarasow wollte die Ermordung des Königs von Rumänien und erklärte, daß er nötigenfals selbst nach Rumänien gehe. Hierauf verliest der Präsident ein Schreiben Sarasow'S, worin von der Ausführung eines großen Planes die Rede ist, er befragt Trifanow, was dieser Plan bezweckte. Er antwortete: Die Ermordung des Königs Carol.
Zwei Chinavorträge.
Gießen, 16. November.
Am 13. November sprach in der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde Dr. K. Boeck aus Dresden über die gegenwärtigen Zu stände in China. Trotz des Zusammentreffens mit dem Gastspiel des Fräulein Triesch im Theater-Verein hatte siry doch eine so ansehnliche Zuhörerschar zu diesem Vortrage eingefunden, daß die große Aula der Universität voll besetzt war. (Der Herr Berichterstatter fügt hinzu: Ein guter Beweis für die Unrichtigkeit der kürzlich in einem „Eingesandt" in diesem Blatte aufgestellten Behauptung, Gießen sei noch nickt Großstadt geworden.) Leider kamen die zahlreichen Hörer nicht alle auf ihre Kosten. Zwar waren die Lichtbilder gut ausgewählt und mit einer Ausnahme anziehend, sie gaben eine gute Vorstellung von der Provinz Schan- tung und ihren Bewohnern, von Chinesen und Deutschen in Tsingtau. Auch war die Vorführung der Lichtbilder frei von unliebsamen Störungen. Leider aber entsprach der Vortrag selb st nicht den Anforder ungen, die eine geographische Gesellschaft in einer deutschen Universitätsstadt an einen Redner zu stellen hat. Der weitbekannte, durch langjährige Reisen ein guter Kenner Indiens und Ostasiens gewordene Redner, dessen neues Werk über den Himalaya allgemein geschätzt wird, hatte offenbar das geistige Niveau seiner Hörerschaft unterschätzt. Seine Ausführungen brachten weder viel Neues, noch gaben sie genügenden Aufschluß über die gegen »artigen Zustände in China. Ein weiteres Eingehen auf den Inhalt des Vortrages erscheint daher nicht am Platze. Der nächste Vortrag findet am 26. November statt.
Im Deutschen Flotten verein hielt am Mittwochabend Kapitän zur See a. D Foß in Steins Garten den wiederholt in unserem Blatte angekündigten Vortrag über das Thema: „China und die seit 1840 von China geführter: Kriege, sowie Betrachtungen darüber, toa§_ wir aus denselben lernen können". Nach einer Begrüßung der sehr zahlreichen Versammlung durch den Vorsitzenden des Vereins, Geh. Hofrat Prof. Dr. O n ck e n und Vorstellung des Herrn Kapitän z. S. Foß ergriff letzterer das Wort. Der Redner schilderte in eingehender Weise unter Erläuterung der Sage der in Betracht kommenden Orte 2C. an einer großen, vorzüglichen Karte von China, zunächst die Handelsbeziehungen Chinas mit Europa, welche bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts zurückreichen, namentlich aber die Handelsbestrebungen der englischostindischen Kompagnie, welcher im Jahre 1843 durch die Regierung in London das Handelsmonopol mit China entzogen wurde. Tie Freigabe des Handels hatte naturgemäß alsbald eine erhebliche Steigerung des Schiffe Verkehrs vom Mutterlande und Indien nach bei" chinesischen Küste zur Folge, ohne daß indessen die Abgeschlossenheit Chinas nachgelassen hatte. _
In diesem Mißverhältnis lag vornehml:ch d:e Ursache zum ersten Kriege Chinas mit einer enropaffchen Macht. Er führte der Versammlung sodann den englffch chinesischen Krieg von 1840—1842, n Taiping -2lufstau d von 1850-1865, das Einschreiten engl:sck>er und französischer Truppe:: gegen die Taipmgs sowie die endüche Niederwerfung derselben vor Augen. Dann beschrieb er den Tonkin-Feldzug von 1882—1885 und endlich besonders eingehend den japanisch-chinesisch«: Krieg in den Jahren 1894 und 1895. Zum Schluß die hieran geknüpften Betrachtungen, was wir aus diesen Feldzügen Chinas lernen könnten, speziell im Hinblick auf die jetzigen Verwickelungen auf China, solvie über den Wert der heutigen chinesischen Armeen waren ganz besonders interessant.
Geh. Hofrat Prof. Dr. O n ck e n dankte sodann dem Redner für seinen interessanten und lehrreichen Vortrag, worauf dann die Vorführung der Lichtbilder, bestehend aus einer größere:: Anzahl Typen des modernen Kriegsschiffes, erfolgte. Die Bilder wurden alle recht schön und klar wieder «gegeben. Hierauf wurde dem Sck)rift- führer des Vereins, Eisenb.-Sekretär Blum das Wort erteilt, der in einer kurzen Ansprache zum Beitritt als Mitglied in den deutschen Flottenverein aufforderte.
Hierauf ergriff der Vorsitzende noch einmal das Wort: Wir schreiten zum Schluß der Versammlung und folgen dabei dem Brauch, den wir seit Gründung unseres Vereins zu folgen gewohnt sind; wir huldigen in einem Hoch den: Kaffer wie dem Großherzdg, der auch in dieser Sache der treue Verbündete und begeisterte Mitarbeiter S. M. des Kaisers ist. Heut ist der Jahrestag der Besitzergreifung von Kiautschou durch unsere Flotte für das deutsche Reich. Es war an: 14. November 1897, als eine Kreuzerdivision der deutschen Flotte, bestehend aus den Kriegsschiffen: Kaiser, Prinzeß Wilhelm und Kormoran unter Befehl des Kontreadmirals b. Diederuys in dem Hafen von Tsintan vor Anker ging, um Sühne zu erzwingen für die schmähliche Ermordung zweier deutscher Missionare, die an: Allerheiligentage in der Provinz Schantung von bewaffneten chinesischen Pöbelhaufen verübt worden war. Unser Geschwader setzte ein Truppenkorps an Land) das mit aufgepflanztem Seitengewehr unter Trommelschlag und klingendem Spiel aus die Anhöhe hinter dem Hafen hinanmarschierte, dort die chinesische Fahne mit dem tveißen Drachen in: blauen Felde herunterholte und an demselben Flaggenmast dafür den deutschen Reichsadler unter dem Donner unserer
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