Ausgabe 
17.11.1900 Zweites Blatt
 
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notwendig; sobald die Operationen nicht den wenrgen vorhandenen Vollbahnen folgen, wird auf einen gefrcherten Nachschub für das Expeditionskorps nur bei Verwendung von Feldbahnen gerechnet werden können. Zur ersten A.us- stattung ist dem Expeditionskorps soviel an Be r p f t e g - ung mitgegeben worden, daß die Truppen aus diesen Vorräten nötigenfalls sich eine.zeitlang vollständig ver­pflegen können und den Anträgen auf Nachschub Do Deutschland aus rechtzeitig entsprochen werden kann. Die Truppen sind mit Rücksicht auf die.SchMerigkert emes schleunigen Ersatzes axvdt reichlich mit Winterbekleidung ausgestattet worden. Die dem einzelnen Mann mttge= qebenen Bekleidunas- und Ausrüstungsstücke entsprechen den besonder,: Verhältnissen während des Seetransportes und in China. Seck)s Feldlazarette bieten Geleaerihert zur Aufnahme von 1200 Kranken. Außerdem sind Vorkehr­ungen zur Einrichtung stehender Kriegslazarette durch Mitnahme von Krankenzelten und beweglichen Baracken sowie von Bauholz zum Neubau von Baracken getroffen. Hierdurch wird für weitere 1000 Kranke Unterkunft ge­schaffen. Die mitgegebenen Verpflegungsmittel decken den Bedarf für 3000 Kranke auf vier Atonate.

Ueber Graf Waldersees Gehalt ist viel gestritten worden: laut der amtlichen Nachweisung erhält der Graf monatlich 2500 Mk. Feldbesoldung gleich 30000 Mk. jährlich, ferner 10000 Mk. Dienstzulage monatlich, gleich 120000 Mk.; also insgesamt 150 000 Mk.; er erhielt außerdem noch 13 000 Mk. einmaliges MobilmachungS- gelb. Generalleutnant v. Lessel bezieht monatlich insge­samt 5120 Mk. und zwar 2120 Mk. als Divisionskomman­deur und 3000 Mk. Dienstzulage als Kommandeur des Expeditionskorps. Sein einmaliges Mobilmachungsgeld be­trug 2880 Mk. Die Brigadekommandeure erhalten ein monatliches Gehalt von 1420 Mk. (einmaliges Mobil- machungSgeld 2400 Mk.), die Regimentskommandeure 1120 Mk. (Mobilmachungsgeld 1800 Mk.), die Bataillons­kommandeure, Abteilungskommandeure, Stabs­offiziere beziehen monatlich 865 Mk., die Hauptleute, Rittmeister 600 Mk., die Oberleutnants und Leut­nants als Kompagnieführer oder als Adjutanten eines Regiments ober bei höheren Kommandobehörden 425 Mk. monatlich, die Oberleutnants in Frontdienst 300 Mk., die Leutnants in Frontdienst 240 Mk.; das Mobil­machungsgelb betrug bei allen letztgenannten Chargen 1440 Mk. nur die Oberleutnants unb Leutnants in Frontbienst be­kamen 1200 Mk. Felbwebel, Wachtmeister beziehen monatlich 30 Mk. und 30 Mk. Dienstzulage, Bizefelb­webel 57 Mk., Sergeanten 49,30 Mk., Unteroffi­ziere 36 Mk., Gefreite 16,50Mk., Gemeine 13,50 Mk. Für bie Ausreise des ArmeeoberkommanboS ab Genua mit bem ReichSpostbampferSachsen" würben bezahlt rund 168 000 Mk.

Buren und Engländer.

Eine Abteilung kürzlich in Kimberley neu formierter Polizeitruppen würbe von den Buren 24 Kilometer von Vryburg überrascht, doch wurden sie von 60 Polizei­freiwilligen befreit. Sieben Buren wurden getötet. Der Feldcornet Duplesfis wurde verwundet und gefangen ge­nommen. Die Briten verloren drei Mann. Die Buren schossen 50 Pferde nieder. Man glaubt, daß die Buren ihre Stellung südlich von Philippolis geräumt haben, da zwei britische Wagenzüge dort vorüberkamen, ohne auf Widerstand zu stoßen.

Nach einem Telegramm der Daily Mail aus Pretoria soll Botha dem Feldmarschall Roberts mitgeteilt haben, unter welchen Bedingungen er bereit sei, sich zu erge ben.

DemStandard" wird aus Lissabon telegraphiert, die Portugiesische Regierung habe am 13. ds. durch eine auf telegraphischem Wege nach Lourenco Marquez gesandte Weisung das Exeq u atur, das dem bisherigen G en er al- kousul der beiden südafrikanischen Republiken, Pott, erteilt war, zurückgezogen.

In Standerton ist General Boyes mit einer Transportkolonne aus Ladysmith eingetroffen. Die Kolonne wurde den ganzen Weg über von den Burenbelästigt." Der Verlust der Briten betrug 3 Tote und 7 Verwundete. Die Kolonne des Obersten Bericke Copley, die südlich des Vaal operiert, hat5Burenfamilien, 3000 Stück Rinder und Schafe, 350 Pferde und 5 Wagenladungen mit Nahrungs­mitteln nach Standerton gesandt.

Deutsches Keich.

Berlin, 15. November. Aus Trache'nberg wird gemeldet: Der Kaiser begab sich heute früh bei herr­lichem Wetter ins Jagdgelände.

~ Die Bestätigung des Abg. Fischbeck zum Stadtrat in Berlin ist am Mittwoch eingetroffen.

. ~ ker Mitte des Zentrums ivirb der Antrag werd 'n u h ? bung des Papier zolles eingebrachit . 7T, Die fozialdemokratische Fraktion des Reichstages hat gestern eine Sitzung abgehalten.

Ter freisinnige Antrag auf Aufhebung der Theaterzensur geht auf Annahme eines Gesetzent­wurfs betr. Abänderung der Reichsgewerbeordnung aus t Vermeidung von Schädigungen des Verlags­

buchhandels sowie des am Schulbücherkauf interessierten Publikums hat der freisinnige Abg. Tr. Müller-Sagan den Antrag eingebracht, den Reichskanzler zu ersuchen baldigst geeignete Schritte zu thun, um für das Reichs­gebiet und soweit angängig auch für die benachbarten deutschen Sprachgebiete von Oesterreich-Ungarn und der Sck)weiz eine.möglichst gleichmäßigedeutscheRecht- schreibung zu erzielen.

Man glaubt, daß es bei der sozialdemokra­tischen Interpellation über die Verwendung der 12 000 Mark seitens des Reichsamts des Innern zu einer Weiter­besprechung Nickst kommen wird, da der Reichskanzler Graf Bülow sich nicht bereit erklären werde, die Interpellation zu beantworten.

Tie Zentrumsfraktion des Reichstages

hat heute den Grasen Hompesch wiederum zum ersten Vorsitzenden gewählt. Die Fraktion gedenkt, verschiedene Initiativanträge einzubringen, u. a. betreffend die ein­getragenen Berufsvereine. Ter Antrag auf Auf­hebung des Jesuitengesetzes soll später erfolgen.

Der in Mülhausen i. E. neu gewählte Abgeordnete Schlumberger ist der nationallib. Partei als Hospitant beigetreten.

Dem Bun d e s r at ist der Entwurf eines Gesetzes wegen Verwendung überschüssiger Reichs­einnahmen aus dem Rechnungsjahr 1901 zur Schul­dentilgung zugegangen. Der Entwurf schließt sich nach Form und Inhalt dem für das lausende Rechnungsjahr ergangenen gleichartigen Gesetze vom 30. März 1900 an.

Eine sozialdemokratische Volks - Versamm­lung gestaltete sich zu einer großen Demonstration zu Gunsten der Fortführung der Handels-Ver­tragspolitik. Als Redner traten auf Pfarrer Nau­mann, der Abg. Barth und der freisinnige Volks­parteiler Dr. Bernstein. Es wurde eine Resolution gefaßt, in der Reichstag und Regierung aufgefordert werden, dem Verlangen der Agrarier in keiner Weise nachzugeben, sondern an der Capririschen Wirt­schaftspolitik fest zu halten, da sich diese als durchs aus segensreich bewährt habe.

Die Gesamtschuld der deutschen Staaten am Schlüsse des Rechnungsjahres 1896/97 belief sich auf 12.5 Milliarden Mark und stieg bis Ende 1898/99 auf 12.9 Milliarden. Bis zum Schluß 1900 steht eine weitere Steigerung bevor; ob sie aber, wie eine über­schlägliche Rechnung ergiebt, 0.3 Milliarden betragen wird, ist bei den großen Ueberschiffsen, die die Rechnungs-Ab­schlüsse voraussichtlich ergeben werden, sehr Zweifelhaft. Man wird für Ende 1900 wohl runb 13 Mill. Mark annehmen können.

Heute trat hier der erste Deutsche Handwerks - und Gewerbekammertag zusammen. Etwa 150De­legierte sind erschienen. Vertreter der preußischen und sächsischen sowie anderer Bundesregierungen und einiger Städte sind anwesend. In den Vorstand wurden gewählt: Gewerbekammer-Präsident Schorer - Lübeck, sowie die Obermeister Jaster-Berlin, Nagler-München und Metzner- Neustadt i. Oberschlesien. Man nahm einen Antrag betr. die Organisation der deutschen Handwerks- und Ge­werbekammertages an, worin es heißt: Seine Aufgabe ist es, die gemeinsamen Interessen des deutschen Hand­werkerstandes zu wahren, die Bedürfnisse und Wünsche des Handwerkerstandes durch gemeinsame Beratung zum Ausdruck sowie durch Eingaben zur Kenntnis der Organe des Reiches und der Bundesregierungen zu bringen. Die Vertretung und Leitung liegt dem Vorort ob, der alle zwei Jahre gewählt wird. Der Vorort wird ersucht, ge­meinsam mit einem Ausschuß die Herausgabe einer eigenen Zeitschrift in Erwägung zu ziehen und auf dem nächsten Kammertage Vorschläge zu unterbreiten.

Zur Erhöhung der Betriebssicherheit auf den preußischen Eisenbahnen ist in Aussicht ge­nommen, die den Lokomotivführern und Heizern auf- erteate Verpflichtung, sich während der Fahrten vom Zu- stanoe des Zuges und dem Vorhandensein des letzten Wagens zu überzeugen, auf die Zugführer und Bremser auszudehnen.

Hamburg, 15. November. In Angelegenheit der Beschlagnahme der30KistenGold vom Dampfer Bundesrat" hob das Hanseatische Oberlandesgericht die Verfügung des Landgerichts auf und machte die Fort- nahme des Goldes rückgängig. Das Gold wird somit der Adressatin, der hiesigen Handelsfirma Arndt u. Cohn, ausgeliefert.

Meseritz, 15. November. Nach nunmehriger Fest­stellung erhielten bei der gestrigen Reichstagsersatz­wahl im Wahlkreise Meseritz-Bomst v. Gersdorff (kons.) 6180, Bruhn (antis.) 3667, Crzanowski (Pole) 7146, Krze- sinski (deutsch-kath.) 551, Mix (Sozc) 40 Stimmen. Mithin ist Stichwahl zwischen v. Gersdorff und Crza- n'owski erforderlich

Koburg, 15. November. Die Großherzogin- W^i twe Maria von Koburg hat die von ihrem vor kurzem verstorbenen Gemahl, dem Herzog Alfred, gesammelten Kunstgläser und keramischen Gefäße der Veste Koburg unter dem NamenHerzog Alfred-Sammlung" geschenkt. Die Sammlung soll einzig in ihrer Art sein.

Jena, 15. November. Bei der Landtagswahl der Höchstbesteuerten unterlag der Professor Abbe gegen den Nationalliberalen Kommerzienrat Müller.

Ausland.

Brussel, 15. November. DieJndependence Belge" veröffentlicht eine Aussage Esterhazys vor dem fran« zösischen Generalkonsul in London. Esterhazy brachte zur NnterstÜtzung seiner Aussage Dokumente bei, und beschul­digte Du Paty de Clam, Henry, Billot, Boisdeffre, Gonse und Saussier. Er versicherte, daß das Bordereau ge­fälscht sei, und daß auch die Gutachten falsch seien. Die Briefe Kaiser Wilhelms seien künstlich her­gestellt. Zum Schluffe versicherte Esterhazy, er habe auf Befehl gehandelt.

Paris, 15. November. Die Zulassung derFrauen in den Advokatenstand wurde auch vom Senat an­genommen.

Madrid, 14. November. Vorgestern nacht sah die vor dem Pulvermagazin der Festung Mont Jnich in Barcelona postierte Schildwache eine Schar Männer ge­heimnisvoll heranschleichen. Auf ihrenWerda"-Ruf ant »orteten die Männer mit Schüffen. Eine Truppenabteilung, die sofort anrückte, schlug sie in die Flucht. Wahrscheinlich lag die Absicht vor, die Schildwache zu töten und den Turm in die Lust zu sprengen.

Belgrad, 15. November. Eine Nachrichten-Agentur teilt mit, daß die Königin Draga bei der Geburt eines Sohnes infolge von Kindbettfieber gestorben sei. Nach einer andern Nachricht soll die Königin schon vor einigen Tagen von einem kräftigen Knäblein entbunden worden fein, aber die Geburt desThronerben" werde noch geheim gehalten, weil die romantische Ehe der Königin mit

dem König Alexander erst seit vier Monate« besteht. Die Königin soll von heftigem Kindbettfieber ergriffen worden sein. (Offenbar sind alle bisherigen Gerüchte falsch. D. Red.)

Bukarest, 15. November. Heute wurde der wegen Mit­schuld an der Ermordung Fitkowski's angeklagte Student Alexander Trifanow verhört. Trifsnow erklärt, Sarasow habe an ihn das Verlangen gestellt, er solle sich verpflichten, im Juni nach Mazedonien zu gehen, um dort die Revo­lution zum Ausbruch zu bringen. Sarasow wollte die Ermordung des Königs von Rumänien und er­klärte, daß er nötigenfals selbst nach Rumänien gehe. Hierauf verliest der Präsident ein Schreiben Sarasow'S, worin von der Ausführung eines großen Planes die Rede ist, er befragt Trifanow, was dieser Plan bezweckte. Er antwortete: Die Ermordung des Königs Carol.

Zwei Chinavorträge.

Gießen, 16. November.

Am 13. November sprach in der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde Dr. K. Boeck aus Dresden über die gegenwärtigen Zu stände in China. Trotz des Zusammentreffens mit dem Gastspiel des Fräu­lein Triesch im Theater-Verein hatte siry doch eine so ansehnliche Zuhörerschar zu diesem Vortrage eingefunden, daß die große Aula der Universität voll besetzt war. (Der Herr Berichterstatter fügt hinzu: Ein guter Beweis für die Unrichtigkeit der kürzlich in einemEingesandt" in diesem Blatte aufgestellten Behauptung, Gießen sei noch nickt Großstadt geworden.) Leider kamen die zahlreichen Hörer nicht alle auf ihre Kosten. Zwar waren die Licht­bilder gut ausgewählt und mit einer Ausnahme anziehend, sie gaben eine gute Vorstellung von der Provinz Schan- tung und ihren Bewohnern, von Chinesen und Deutschen in Tsingtau. Auch war die Vorführung der Lichtbilder frei von unliebsamen Störungen. Leider aber entsprach der Vortrag selb st nicht den Anforder ungen, die eine geographische Gesellschaft in einer deutschen Uni­versitätsstadt an einen Redner zu stellen hat. Der weit­bekannte, durch langjährige Reisen ein guter Kenner In­diens und Ostasiens gewordene Redner, dessen neues Werk über den Himalaya allgemein geschätzt wird, hatte offenbar das geistige Niveau seiner Hörerschaft unterschätzt. Seine Ausführungen brachten weder viel Neues, noch gaben sie genügenden Aufschluß über die gegen »artigen Zustände in China. Ein weiteres Eingehen auf den Inhalt des Vortrages erscheint daher nicht am Platze. Der nächste Vortrag findet am 26. November statt.

Im Deutschen Flotten verein hielt am Mitt­wochabend Kapitän zur See a. D Foß in Steins Garten den wiederholt in unserem Blatte angekündigten Vortrag über das Thema:China und die seit 1840 von China geführter: Kriege, sowie Betrachtungen darüber, toa§_ wir aus denselben lernen können". Nach einer Begrüßung der sehr zahlreichen Versammlung durch den Vorsitzenden des Vereins, Geh. Hofrat Prof. Dr. O n ck e n und Vor­stellung des Herrn Kapitän z. S. Foß ergriff letzterer das Wort. Der Redner schilderte in eingehender Weise unter Erläuterung der Sage der in Betracht kommenden Orte 2C. an einer großen, vorzüglichen Karte von China, zunächst die Handelsbeziehungen Chinas mit Europa, welche bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts zurückreichen, namentlich aber die Handelsbestrebungen der englisch­ostindischen Kompagnie, welcher im Jahre 1843 durch die Regierung in London das Handelsmonopol mit China entzogen wurde. Tie Freigabe des Handels hatte natur­gemäß alsbald eine erhebliche Steigerung des Schiffe Verkehrs vom Mutterlande und Indien nach bei" chi­nesischen Küste zur Folge, ohne daß indessen die Ab­geschlossenheit Chinas nachgelassen hatte. _

In diesem Mißverhältnis lag vornehml:ch d:e Ur­sache zum ersten Kriege Chinas mit einer enropaffchen Macht. Er führte der Versammlung sodann den englffch chinesischen Krieg von 18401842, n Taiping -2lufstau d von 1850-1865, das Einschreiten engl:sck>er und franzö­sischer Truppe:: gegen die Taipmgs sowie die endüche Niederwerfung derselben vor Augen. Dann beschrieb er den Tonkin-Feldzug von 18821885 und endlich besonders eingehend den japanisch-chinesisch«: Krieg in den Jahren 1894 und 1895. Zum Schluß die hieran geknüpften Be­trachtungen, was wir aus diesen Feldzügen Chinas lernen könnten, speziell im Hinblick auf die jetzigen Verwickel­ungen auf China, solvie über den Wert der heutigen chinesischen Armeen waren ganz besonders interessant.

Geh. Hofrat Prof. Dr. O n ck e n dankte sodann dem Redner für seinen interessanten und lehrreichen Vor­trag, worauf dann die Vorführung der Lichtbilder, be­stehend aus einer größere:: Anzahl Typen des modernen Kriegsschiffes, erfolgte. Die Bilder wurden alle recht schön und klar wieder «gegeben. Hierauf wurde dem Sck)rift- führer des Vereins, Eisenb.-Sekretär Blum das Wort erteilt, der in einer kurzen Ansprache zum Beitritt als Mitglied in den deutschen Flottenverein aufforderte.

Hierauf ergriff der Vorsitzende noch einmal das Wort: Wir schreiten zum Schluß der Versammlung und folgen dabei dem Brauch, den wir seit Gründung unseres Vereins zu folgen gewohnt sind; wir huldigen in einem Hoch den: Kaffer wie dem Großherzdg, der auch in dieser Sache der treue Verbündete und begeisterte Mit­arbeiter S. M. des Kaisers ist. Heut ist der Jahrestag der Besitzergreifung von Kiautschou durch unsere Flotte für das deutsche Reich. Es war an: 14. November 1897, als eine Kreuzerdivision der deutschen Flotte, bestehend aus den Kriegsschiffen: Kaiser, Prinzeß Wilhelm und Kormoran unter Befehl des Kontreadmirals b. Diederuys in dem Hafen von Tsintan vor Anker ging, um Sühne zu erzwingen für die schmähliche Ermordung zweier deutscher Missionare, die an: Allerheiligentage in der Provinz Schantung von bewaffneten chinesischen Pöbel­haufen verübt worden war. Unser Geschwader setzte ein Truppenkorps an Land) das mit aufgepflanztem Seiten­gewehr unter Trommelschlag und klingendem Spiel aus die Anhöhe hinter dem Hafen hinanmarschierte, dort die chinesische Fahne mit dem tveißen Drachen in: blauen Felde herunterholte und an demselben Flaggenmast da­für den deutschen Reichsadler unter dem Donner unserer

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* Der Sefi tritt am 19. Modi eine Vorlage des betreffend, ferner )eS Fischereigesetze Ministeriums, die

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