Ausgabe 
17.8.1900 Zweites Blatt
 
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Wie dieFinanz-Chronik" mitteilt, hat Wilson Fox in der Versammlung der Maschonaland-Agency mitgeteilt, Cecil Rhodes habe vor kurzem dem Direktorium der Chardered Company mitgeteilt, es werde seines Er­achtens wahrscheinlich notwendig werden, asiatische (chinesische) Arbeiter zu importieren. Fox fügte hinzu, die Minenkammer und die Handelskammer in Salisbury und Buluwayo hätten diesem Plan zugestimmt, und in den Protestversammlungen, die sich dagegen erklärt hätten, seien keine Leute von besonderer Sachkenntnis gewesen. Die Chartered Company habe demnach eine Verordnung nach dem Muster ähnlicher Bestimmungen in anderen Ländern, wo asiatische Arbeit verwendet werde, ausgearbeitet, und der Entwurf werde unverzüglich nach Südafrika gesandt werden, um dem Reichskommissär unterbreitet zu werden. Falls die Verordnung in Kraft treten würde, könnten die mit der Einfuhr von asiatischen Arbeitern beschäftigten Firmen binnen zwei Monaten genügend Arbeitskräfte nach Baira bringen, um den Minengesellschaftenalle wünschens­werten Arbeitskräfte" zu liefern.

der 2. Kompagnie des 1. Garderegiments zu Fuß in Potsdam. , . ,

Ein parlamentarischer Berichterstatter verbreitet nachstehende Mitteilung:Wie bestimmt versichert werden kann, dringen die Verwandten des Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe in diesen, sich von den Staatsgefchäften möglichst bald zurückzu- ziehen. Man glaubt in politischen Kreisen, daß Fürst Hohenlohe zurzeit nicht mehr abgeneigt sei, diesem Wunsche zu willfahren." Da der Berichterstatter vergessen hat, an­zugeben, i'n welchenpolitischen Kreisen" das geglaubt wird, ist seine ganze Meldung kaum höher zu bewerten als die seit Jahren von Zeit zu Zeit auftauchenden Gerüchte vom angeblich bevorstehenden Rücktritt des Reichskanzlers.

Graf Bülow wird, wie es heißt, an dem am 18. d. M. beim Kaiser in Wilhelmshöhe stattfindenden Prunkmahl zur Feier des siebzigsten Geburtstages des Kaisers Franz Josef teilnehmen und zu diesem Zwecke seinen Urlaub in Norderney unterbrechen.

Der österreich-ungarische Botschafter v. Czögyeny-Marich trifft mit Unterbrechung seines Urlaubs in Berlin ein und wird am 18. August einer Einladung des Kaisers nach Wilhelmshöhe folgen, um der Geburtstagsfeier des Kaisers Franz Josef beizuwohnen.

Der deutsche Militärattache Freiherr v. Lüttwitz, der im englischen Lager an dem südafrika­nischen Kriege teilgenommen hat, hat am 9. August an Bord des DampsersNorman" die Rückreise nach Deutsche land angetreten.

Der evangelische Feldprobst der Armee, Ober-Konsistorialrat D. Richter hat mit dem 13. d. M. einen 45tägigen Urlaub nach Schxeiberhau angetreten. Seine Vertretung hat, wie dieN. Pr. Ztg." meldet, der Militär-Oberpfarrer des Gardekorps, KonsistorialratW ö l- fing übernommen.

-- Wie aus Kiel gemeldet wird, werden die dies­jährigen Uebun gsfahrten der Schulschiffe Charlotte",Gneisenau",Stosch" undMoltke" aus Kreuztouren in fyer Ost- und Nordsee beschränkt bleiben.

Aus Danzig wird gemeldet: Heute: nachmittag fand auf der Schichauwerft der Stapellauf des russi­schen KreuzersNovik" statt. Vertreter der russi­schen Botschaft, die Spitzen der hiesigen Behörden, das Offizierkorps und der frühere französische Marineminister Lockroy wohnten der Feier bei. Probst Malzew-Berlin hielt die Weiherede und gedachte der europäischen Waffen­brüderschaft in China und erflehte Gottes Segen für das russische und deutsche Kaiserhaus.

anhaben können, hoffen aber, beträchtliche Zeit in den Lydenburger Bergen auszuhalten. Täglich werden zahl­reiche mittellose Frauen und Kinder von Johannesburg und anderwärts mit der Bahn in die Linien der Buren bei Belfast geschickt. Aus Watervalonder meldet derDaily Telegraph" vom 13. August: Eingestandenermaßen ist die Absicht des Feindes, etwas östlich von Belfast Widerstand zu leisten, desgleichen bei Machadodorp. Falls sie in beiden Stellungen geschlagen werden, werden viele den Krieg ausgeben und nur nach Barberton und von dort nach Lydenburg ziehen. Der Feind ist demoralisiert. DaS Plündern ist allgemein und erbitterter und von Brand, stiftung begleitet. Man schießt Vorposten weg uud peitscht und verstümmelt in Verdacht geratene Kaffern. Weiter meldetDaily Telegraph" aus Wonderfontein vom 14. Augnst, General Buller rücke von Süden her aus Carolina vor.

Nach derDaily Mail" scheint, als ob De Wets Abteilung während ihres Marsches durch den Oranje­freistaat sehr angewachsen sei, wie angenommen wird, durch Buren, die den Neutralitätseid gebrochen haben. Sie soll jetzt mindestens 3500 Mann stark sein und zehn Geschütze, darunter zwei Fünfpsünder, mit sich führen. De Wet soll Mangel an Zucker und Kaffee haben, dagegen Neberfluß an Fleisch und Mehl. Sein Transport Train besteht aus 200 Wagen. Man glaubt, daß ungefähr 1000 von De WetS Leuten kampffähig find.

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Die gesetzgebende Versammlung in Kapstadt lehnte mit 46 gegen 38 Stimmen einen Antrag Sauer ab, einen Ausschuß zu wählen, der eine Untersuchung über die Ausführung des Kriegsrechts anstellen solle. Schreiner und Solomon stimmten mit der Regierung, deren Mehrheit größer war, als man erwartet hatte.

Aus Stadt und Iand.

Sieben, 16. August 1900.

Ausland.

Kopenhagen, 15. August. Durch ein heute veröffent­lichtes Gesetz wird bis aus weiteres die Waffen und Munitionsaussuhr nach China verboten.

London, 15. August. Ueber den Gesundheits­zustand der Kaiserin Friedrich soll die Königin Viktoria sehr besorgt sein. Die Königin plant, die Kaiserin, die den Winter in Sizilien zuzubringen gedenkt, im nächsten Sommer auf Schloß Friedrichshof zu besuchen. Bei dieser Gelegenheit dürfte die Königin auch nach Koburg kommen.

Der bisherige englische Generalkonsul in Zanzibar, Sir ArthurH ardinge, ist zum Gesandten in Teheran ernannt.

Paris, 15. August. DemFigaro" zufolge wird sich Präsident Loubet am Montag oder Dienstag nach Ram­bouillet begeben, jedoch nur kurze Zeit dort bleiben, weil Mitte September hoher Besuch erwartet werde. Nach demGauloiS" undFigaro" sind die Admirale Fournier und de Beaumont, Leutnant Cuverville und die meisten anderen Offiziere der Ansicht, daß der Untergang der Framee" durch einen Konstruktionsfehler herbei- geführt sein könne, wie solche schon bei den neuerdings ge­bauten Torpedobooten festgestellt seien. Die Untersuchungs­kommission tritt morgen unter dem Vorsitz des Admirals Rouftan zusammen. Der kürzlich nach Batna in Algerien strafversetzte Oberst Bougon wurde seines Amtes enthoben, da er seine Versetzung in einem Briese als unqualifizierbaren Akt" der Regierung bezeichnet hatte.

Aix les Baius, 15. August. Der König von Griechenland begab fich heute von hier nach Kopen­hagen.

Wien, 15. August. Ueber die Audienz Körbers bei dem Kaiser berichtet dieNeue Freie Presse": Der äußerst huldvolle Empfang bewies, daß Körber das Vertrauen des Kaisers in gleichem Maße genießt wie bei seinem Amtsantritt. Seine Vorschläge zur Sanierung erhielten die volle Zustimmung. Von Oktroierung des Sprachen­gesetzes, Auslösung des Abgeordnetenhauses oder Einberufung einer Berständigungskonserenz enthalten dieselben nichts. Der Aktionsplan der Regierung ist vielmehr aus baldige Einberufung des Reichsrates, jedoch unter der Voraussetzung, daß die Obstruktion ausgegeben wird, gerichtet. Die Regierung will an die Parteien den dringen­den Appell richten, für eine Weile den wirtschaftlichen Materien den Vorrang vor den politischen zu lassen. Diesbezügliche Verhandlungen mit den Parteiführern sollen in den nächsten Tagen beginnen.

Konstantinopel, 15. August. Im Dildiz-KioSk wurde gestern beschlossen, die Feierlichkeiten bei dem Judi- läum des Sultans am 1. September im großen «Stile zu veranstalten. Fast sämtliche europäischen Staaten werden besondere Missionen nach Konstantinopel entsenden.

bekommt nämlich! y ~

* Neuartige Apparate zur Rettung ®r» trinkender wurden von einem ehemaligen Marme-^n- genieur dieser Tage auf der Oberspree nahe Nieder-Msn- weide bei Berlin einer Probe unterworfen die höchst rn- teressant verlief Zunächst wurde ein Rettungsring, der nicht aus Gummi, sondern aus einer Masse geformt ist, die wie die angestellten Versuche zeigten besser als Gummr auch stützen Steinen widersteht, ins Wasser geworfen, Skt dem Wurfe entwickelte sich aus einer tm Ringe befind­lichen .Hülse ein Gas, das den Apparat in kaum 10 Se- W« I

Gerson sich auf den Ring bis zur knienden Stellung auf» schwingen konnte, ohne daß der Apparat unter Wasser sank.

Telegramm des Gietzerrer Anzeigers.

London, 16. August. Das Kriegsamt veröffentlicht ein Telegramm Lord Roberts aus P r ä t o r i a vom 14. d.: Ich bedauere mitteilen zu müssen, daß OberstJckmann, dessen Verschwinden ich am 31. Juli meldete, von den Buren ermordet worden ist. Seine Leiche wurde gestern aufgefunden und wird zur Beisetzung hierher geschafft. Zwei Individuen, die der That verdächtig sind, werden vor ein Kriegsgericht gestellt werden. Die kleine Garnison von Elandsriver ist immer noch von den Buren belagert, sie leistete aber am 10. ds. noch Widerstand. An diesem Tage hatte der Oberst Hoare aus der Stadt einen Laufboten nach Mafeking entsandt. Er berichtete, daß bis zu seinem Abgänge die Garnison 67 Tote und Verwundete hatte. Nur ein Offizier ist gefallen. General Carrington erhielt den Befehl, sich nach, Z e e r u st zu begeben. General Hamil­ton bat den Auftrag erhalten, den Obersten Hoare in Elandsriver zu entsetzen. Seine Truppen müssen- sich heute in einer Entfernung von 40 Meilen von! Elands river befinden. Nachrichten von Kitchener und Methuen fehlen vollständig, da diese sich außerhalb der Telegraphew-Linie befinden. General Clery berich­tet, daß 20 Burghers sich ihm unterworfen haben.

** Warnung. In verschiedenen Zeitungen werden von einem Gesinde-Vermietbureau Jansen und Zehen der zu Gießen für ^landwirt­

schaftliche Arbeiten angepriesen.

Institut nicht besteht, scheint die Sache Schwindel zu sein, und wir machen hiermit insbesondere die Landwirt­schaft treibende Bevölkerung darauf aufmerksam.

* Umsonst gefreut! In freudige Aufregung wur­den dieser Tage die Bewohner des Ortes Bodenheim bet Mainz versetzt. Irgend ein Spaßmacher hatte dort die Nummern einer Anzahl Lose erfahren, die von Bewohnern des Ortes in der hessischen Klassenlotterte gespielt wur­den Plötzlich erhielten mehrere Familien Telegramme! mit' der Angabe, daß ihr Los mit einem großen Gewinne aewaen sei Der eine sollte 50000 Mark, der andere 30000 Mark und so fort bis zu 5000 und 3000 Mark gewonnen haben Im ganzen Orte herrschte darob eitel Freude, und man sah überall Gruppen von Einwohnern beisammen, die das glückliche Ereignis besprachen. Leider sollte dre Freude nur von kurzer Dauer sein. Einer der Beglücktest wandte sich telephonisch an seinen Kollekteur nach Mainz^ um weitere Dispositionen über das gewonnene Geld zu erteilen. Da stellte sich denn heraus, daß von all den ge­meldeten Treffern kein einziger wirklich gezogen war. xut eine einzige Familie, die keine Nachricht erhalten hatte: ge­wann 3000 Mark. Jetzt schlug die Freude in Erbitterung gegen den Uebelthäter um, der auch für seine schlechte Witze zu büßen haben wird falls man ihn heraus-

Deutsches Reich.

Berlin, 15. August. Aus Wilhelmshöhe wird gemeldet: Der K ai s e r ist abends hier wieder eingetroffen.

Auf dem für das Publikum gesperrten Truppen­übungs-Schießplatz bei dem Dorfe Munster fand von früh acht Uhr an in Gegenwart des Kaisers eine größere militärische Uebung statt. Nach Schluß der sehr ausgedehnten Uebung nahm der Kaiser im Zelte auf dem Uebungsplatze einen Imbiß, ein und nahm sodann die Parade ab. Hierauf begab sich der Kaiser zu Wagen durch das Dorf Munster, das mit Ehrenpforten und Guir- landen unter vielfacher Verwendung von Haidekraut hübsch geschmückt war, nach dem Bahnhose. Um 5 einviertel Uhr erfolgte unter Hochrufen der Bevölkerung die Abreise nach! Wilhelmshöhe. Im Gefolge des Kaisers befindet sich Major Esebeck, der den erkrankten Oberstallmeister Wedel vertritt.

Wie aus Kassel gemeldet wird, besuchte die Kaiserin gestern vormittag das Hessische Diakonissen­haus zu Wehlheiden und daraus die Krippe zu Kassel, sowie am Spätstachmitage die Haushaltungsschule des Vaterländischen Frauenvereins zu Kirchdetmold bei Kassel.

Der Kronprinz wird gelegentlich der zu An­fang nächsten Monats in der Umgegend von Wriezen statt­findenden Manöverübungen am 5. September beim Guts­besitzer Köppen in Alt-Wustrow Quartier beziehen. Der Kronprinz erhält ein Wohn-, ein Schlaf- und ein Diener- rimmer. Schon im Jahre 1877 war aus gleichem Anlasse der damalige Prinz Wilhelm von Preußen, unser jetziger Kaiser sür einige Tage in der Villa Hain in Wriezen ein- auartiert. Der Kaiser that damals, gerade so wie heute lein ältester Sohn, Kronprinz Wilhelm, Frontdienst bei

** LaudeSlotterie. Bei der heute fortgesetzten Haupts- Ziehung fielen 5 Gewinne ä 3000 Mk. auf Nr. 2189, 4588, 20 000, 25176, 30 125; 8 Gewinne ä 2000 Mk. auf Nr. 4459, 4858, 4934, 10 669, 19 695, 23 405, 23 943, 32 012; 12 Gewinne ö 1000 Mk. aus Nr. 486,. 739, 1334, 3859, 11 340, 15 493, 21409, 240 74, 25 517, 27 280, 29 074, 30 629; 25 Gewinne i 500 Mk. aus Nr. 659, 866, 2597, 2858, 4930, 6008, 7331, 8006, 11 411, 13 245, 14 468, 15 277, 16 052, 16 870, 18 539, 22 855, 24 936, 26 098, 26 390, 28 853, 31006, 31 198, 31 477, 31 623, 32 603; 55 Gewinne L 400 Mk. auf Nr. 325, 708, 3309, 3683, 4063, 4078, 5032, 5821, 6563, 7246, 7098, 8465, 9406, 9674, 9660, 9814, 10 982, 11062, 11 679, 12 163, 12 843, 13 060, 14 070, 14117, 16 005, 16 672, 16 706, 17 092, 17 208, 18 043,.

18 336, 19 790, 20 062, 20 669, 21 371, 21382, 21 510,

21 607, 22 561, 22 563, 25 663, 25 963, 26 001, 26 925,

27 068, 28 179, 28 520, 28 529, 28 723, 29912, 29 984,

29 996, 32 398, 32 729, 32 778. (Ohne Gewähr.)

* Auf der Pariser Weltausstellung erhielten in der ersten GruppeErziehung und Unterricht" in Klasse 5 landwirtschaftlicher Unterricht" den großen Preis: die landwirtschaftliche Hochschule zu Berlin, das landw. Institut der Universität Halle a. S., die königl. landw. Akademie Poppelsdorf bei Bonn, das landw. Institut der Universität Leipzig, die tierärztliche Hochschule Hannover. Die gol­dene Medaille erhielten u. a. die Gärtner-Lehranstalt am Wildpark, die landw. Institute der Universitäten Breslau- Göttingen, Gießen und Königsberg.

* Auch eine Liebesgabe sür unsere Soldaten in China ist zweifellos die Nachsendung der heimat­lichen Zeitung. Wir haben bereits bekannt gegeben, daß Feldpostbriefe im Gewicht bis einschließlich 50 Gramm portofrei nach dem Kriegsschauplätze gehen. Welche Freude solch ein Brief aus der Heimat bei den Soldaten im fernen Feldlager erweckt, braucht nicht erst geschildert zu werden. Aber wie wenig läßt sich schließlich in solch' einem Briefe sagen! Da wird das eine und das andere vergeffen: die des Schreibens wenig gewohnte Hand müht sich stundenlang ab, etwas zu schildern, was die Zeitung mühelos bietet. Diesem Umstand hat auch das Reichspostamt Rechnung getragen; es wünscht den jungen Soldaten den Bezug der heimatlichen Zeitung möglichst billig zu stellen und erhebt deshalb aus den gewöhnlichen Bezugspreis die in Ansehung des weiten Transports sehr kleine Zuschlags­gebühr von 1,20 Mk. bei täglich erscheinenden Zeitungen. Wer also einem Angehörigen, einem Freunde draußen auf dem fernen Kriegsschauplätze eine große Freude bereiten will, dem ist die Möglichkeit hierzu mit geringen Kosten gegeben.

** Das Deutsche Hilfs ko mite für Ostasien. Gestern fand in Berlin eine Sitzung des Präsidiums des Deutschen Hilfskomites für Ostasien statt, an der der Kgl. Bayerische Gesandte Graf Lerchenfeld-Köfering^ Wirkt. Geheimer Rat Dr. Fischer und Generalsekretär Emil Selberg teilnahmen, während der Herzog von Ratibor am Erscheinen verhindert war. Es wurde zu- . nächst festgestellt, daß die Arbeiten des Hilfskomitees mit 1 bestem Erfolge fortschreiten, daß die Lokalorganisationen sich immer mehr ausbreiten und zum Gelingen des Ganzen wertvolle Dienste leisten. Der bereits gesammelte Fonds hat die Höhe von beinahe 300 000 Mk. erreicht, von denen allein etwa 90000 Mk. aus der Rheinprovinz stammen. Das Präsidium überwies hiervon 100 000 Mk. als erste Rate dem Zentralkomitee der deutschen Vereine vom Roten Kreuz. Ferner wurde beschlossen, für den 31. August eine allgemeine Sitzung des Hilfskomitees int Reichstags­gebäude abzuhalten, zu der auch die Vertreter der Landes­und Provinzial-Komitees eingeladen werden sollen, um die maßgebenden Gesichtspunkte für ein ferneres gemeinsames Arbeiten aufzustellen. Alle Mitteilungen in Sachen des Deutschen Hilfskomitees für Ostasien sind an den General­sekretär EmilSelberg, Berlin W., Wilhelm-Straße 68, zu richten.