Ausgabe 
17.7.1900 Zweites Blatt
 
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Der Krieg in Südafrika.

In Londoner militärischen Kreisen wird versichert, Lord Roberts habe den General French beauftragt, die von den Buren eingenommenen Stellungen von NitralSnek und Rustenburg wieder zu nehmen. Man ist in London über die Bewegungen des Burengenerals Binguen, der in den letzten Tagen dem General Clery viel zu schaffen gemacht hat, sehr beunruhigt, und man befürchtet, daß er dem General Buller, der gegenwärtig in der Nähe von Heidelberg operiert, eine Schlappe beibringen könnte. Doch rechnet man mit Bestimmtheit darauf, daß der Burengeneral De Wet nicht mehr entkommen kann und noch vor Ende dieser Woche in die Hände der Engländer fallen wird. Vielleicht aber verrechnet man sich auch. Seit Wochen ist bekanntlich das Gros der englischen Truppen im Oranje- Freistaat vergeblich bemüht, De Wet einzukreisen und ge­fangen zu nehmen.

Molkerei-Artikel rc. ,

Der offizielle ErösfnungSakt ging kurz nach 12 Uhr vor sich. Zu ihm hatten sich neben den Mitgliedern des AuSstellungSkomiteS und den Preisrichtern zahlreiche Aussteller und Ausstellungsbesucher eingefunden. Der Over- prasident v. Zedlitz-Trützschler sowie der Regierungs­präsident v. Trott zu Solz wohnten gleichfalls der Feier­lichkeit bei. Zunächst nahm der Vorsitzende der Heerdbuch- gesevschaft des Kreises Marburg, Landrat v. Regel ein, das Wort und übergab nach längeren Ausführungen dem Oberpräsidenten die Ausstellung mit der Bitte, dieselbe als eröffnet zu erklären.

Kreis Schotten 5.

2. Kühe (mit drei und mehr Kälbern, m Much oder erkennbar tragend): Kreis Gießen 5, Kreis Scholten 7. (Mit 1 bis 2 Kälbern): Kreis Gießen 10, Kreis Schotten 8.

3. Tragende Rinder: Kreis Gießen 7, Kreis Schotten 9. Sammlungen haben u. A. ausgestellt: Kreis­zuchtverein Gießen, Bezirkszuchtverein Schotten, (Aussteller Karl Fischer, Zwiefalten, W. Kunkel, Eschenrod, Karl Fischer,

Telegramm deS Gießener Anzeigers.

Haag, 16. Juli. Die holländischen Blätter berichten, daß der Buren-General Louis Botha dem Marschall Roberts eine Protestnote zusandte gegen die unmensch­liche Behandlung der gefangenen Buren seitens der Eng­länder. Da die holländischen Mitglieder des Roten Kreuzes sich als Zeugen dieser Vorgänge erboten, wurden dieselben als kriegsgefangen nach Kapstadt geschickt.

Der Oberpräsident v. Zedlitz-Trützschler nahm darauf das Wort und führte aus: Die Generalversamm­lungen und Ausstellungen seien Mark- und Merksteine in der Geschichte der Gesellschaft. Gießen, Wetzlar und Frankfurt und jetzt Marburg seien solche Mark- und Merk­steine. Auch diese Ausstellung würde dazu beitragen, eine Rindviehraffe zu züchten, die von hoher Bedeutung für unsere Landwirtschaft sei. Daher könne er namens der StaatSregieruug versichern, daß die Regierung mit vollem Interesse die Bestrebungen des Verbandes begleite. Der Oberpräsident erklärte sodann die Ausstellung für er­öffnet.

Den Dank an den Oberpräsidenten sprach Landrat v. Heim bürg-Biedenkopf, der Vorsitzende des Verbandes, aus. Er gedachte sodann des Ehrenpräsidenten der vorigen Ausstellung, des Grasen zu SolmS Laubach, deffen Sym­pathien für das Gelingen der Ausstellung hier auszudrücken er beauftragt sei. Der. Redner sprach sodann der Stadt Marburg den Dank aus für die freundliche und bereit­willige Ausnahme. Der Dank des Verbandes gebühre auch allen denen, die zum Gelingen der Ausstellung beigetragen haben, den Mitgliedern der Komites und Kommissionen, den Preisrichtern und Ausstellern, die wichtige häusliche Ausgaben hintangesetzt hätten, um die Ziele des Verbandes fördern zu helfen. Wenn er (Redner) zurückblicke auf die Gießener Ausstellung, dann müffe er sagen, daß sich die Hoffnungen, die man damals gehegt, erfüllt hätten. Frei­lich solle damit nicht gesagt sein, daß alle Ziele der Ver­bandes erreicht seien. Roch seien nicht alle Gegenden, für die das Vogelsberger Rind Bedeutung haben, organisiert, noch seien nicht alle Fehler herauSgezüchtet, auch sei noch nicht das Durchschnittsgewicht erreicht. Daß dieses noch zu steigern sei, sehe man an einzelnen Thieren. In dieser Beziehung sei noch zu arbeiten; aller Fleiß, alle Arbeit, Verständnis und Würdigung züchterischer Grundsätze be­dürfen aber zum Gelingen der Kontrolle der erzielten Re­sultate, um das große Ziel, das der Verein sich gestellt habe, zu erreichen. Dazu solle die Ausstellung dienen. Und da müffe er betonen, daß diese Ausstellung beschickt sei aus zwei Großh. Hessischen und acht preußischen Kreisen, die sich über vier Landwirtschastskammerbezirke erstrecken. Eine solche große Ausstellung sei aber sehr kostspielig und daS gerade in einer Zeit, in der die Landwirtschaft schwer UmS Dasein kämpfen müsse; da sei eS nicht allein mit der Selbst­hilfe gethan, da müsse man Staat und Kommunen zur Seite haben. Um so größeren Dank schulde man daher der Re­gierung für deren Entgegenkommen, deren höchsten Ver­treter in der Provinz man hier begrüßen dürfe. Der Redner schloß mit einem Hoch auf den Oberpräsidenten.

Oberbürgermeister Schüler bewillkommnete sodann im Namen der Stadt die Vertreter des Verbandes. Die Stadt habe es als einen Vorzug und eine Ehre betrachtet, die Ausstellung in ihren Mauern beherbergen zu können. Sie wünsche, daß es den Besuchern hier wohl gefallen möge, und daß die Ausstellung der Landwirtschaft zu dauerndem Segen, dem Verbände zu wachsender Blute gereichen möge. ,

Damit hatte der Eröffnungsakt sein Ende erreicht. ES schloß sich daran ein Rundgang durch die Ausstellung.

(Oberh Ztg.)

Aus Stadt und Land.

Gießen, 16. Juli 1900

Zweite Verbandsausstelluug derHeerdbuch gesellschaften für das Vogelsberger Rind.

Marburg, 14. Juli.

Marburg steht in diesen Tagen im Zeichen der land­wirtschaftlichen Ausstellung. In den Straßen wehen die Fahnen, und der Kämpsrasen, sonst die Stätte ernster mili­tärischer Arbeit, dient heute friedlichen Zwecken.

Nachdem gestern abend bereits in der Festhalle eine Versammlung des AuSstellungs.Komites und des Preisgerichts stattgefunden hatte, wurde heute früh die Ausstellung dem Publikum geöffnet. Bereits in den ersten Stunden entwickelte sich bei dem prächtigen Wetter ein reges Treiben auf dem Festplatze und auf den dazu führenden Straßen, das noch mehr zunahm, als um 10 Uhr das Konzert auf dem Festplatze begann. Der Kartenver­kauf gestaltete sich recht flott.

DieViehauSstellung ist mit vorzüglichem Material beschickt. Sie zeigt prächtiges Vieh Vogelsberger Raffe aus den Kreisen Biedenkopf, Frankenberg, Gießen, Hallen­berg, Kirchhain, Marburg, Schotten, Siegen und Wetzlar. Der Katalog weist ca. 300 Nummern aus.

1. Bullen (bis zu 2 Jahren): darunter Kreis Gießen 1, Kreis Schotten 2. (Ueber 2 Jahre): Kreis Gießen 5,

und Rechtsanwalt Grünewald dies befürwortet hatten, den Arbeitern anläßlich der ersten ordentlichen Gewerken- v«sEmlung IM Mark zu spende,r - 5000 ®«'*»» Atabr werden dem Direktor zu werteren Bohrungen rn noch nicht aufgeschlossenen Feldesteilen zur Verfügung ge­stellt, obwohl nach den vorhandenen Berechnungen Und Gutachten die bereits aufgefchilössenen Erzlager eure För­derung wie seither und eine verstärkte auf mehr denn 100 Jahre gewährleisten; so erklärte ausdrücklich General­direktor Roetzel, bekanntlich einer unserer bedeutendsten Fachmänner. In den Grubenvorstand wurde ueugewahlt Direktor Hilgenberg-Dusse darf; wledergewahlt wur­den die seitherigen Vorstandsmitglieder Dr. Pfahl-Bonn und Rechtsanwalt Grünewald-Gießen. - Die Ver­dienste der Herren Roetzel, Pfahl und Pascoe uin dre l^t- wickelung des Werkes wurden besonders anerkannt. - Laufe des Tages besichtigten die Gewerken dre Gruben, die ein glänzendes Bild eines reichen, geradezu wunderbaren Erzvorkommens gewähren, und die Betriebsemrlchtungem von denen namentlich dre neue Trockenbaggerer ins Auge fällt Der verstärkte Betrieb des Werks wrrd rn Zu^rnft eine stärkere Belegschaft bedingen, und die Sorge der^Ber- waltung ist namentlich darauf gerietet, tuchtrge Mberts-

** Von der Universität. Dr. phil. Max Schwarz­mann aus Karlsruhe hielt am 14. Juli eine öffentliche Vorlesung über die geschichtliche Entwickelung der geometri­schen Krystallographie um sich für das Fach der Miuera- logie zu habilitieren.

** Die ordentliche Gewerkenversamm­lung der Gewerkschaft Gießener Braunstein­bergwerke, vormals Fernie, fand am Samstag hier rm Hotel Viktoria statt. Man schreibt uns darüber: 33 Ge­werken mit 718 Kirnen waren anwesend. Herr Notar Rorn- held führte das Protokoll. Dr. Pfahl aus Bonn, der Vorsitzende des Grubenvorstandes, präsidierte der Ver­sammlung und erstattete den Rechenschaftsbericht, aus dem \mr hervorheben, daß ein Betrag von 6000 Mark dem Kux zu Grunde liegt und daß im Jahre 1899 450 Mark toto Mx zur Verteilung gelangten, Preise und Absatz habeni suh, in den zwei erstjen -Quartalen 1900 Sehobem sodaß in Zukunft, zumal große Aufträge für dieses und dav nächste Karl skiscker Htotetfllteu itti. stuntci, Mtjujciuuu, avun ^yi|u#ti, Jahr vorliegen, höhere Ausbeute zu er var c Zwi^lttn, 'dw-rs! Besitzer Ich-. »aberX Großenlinden

(Kreis Gießen), Julius Zimmer, Bmgmühle bei Lauter I 0 J Betriebsbericht, aus dem hervorgeht, daß (Kreis Gießen), Karl Fischer-Gteßen. I Vkrk etwa 550 Arbeiter beschäftigt. Es wurde auf An-

Die Ausstellung landwirtschaftlicher Ma- I Gewerken Bürgermeisters Leun von Großen-

schinen und Geräte rc. ist u. A. beschickt von Louis I Linden beschlossen, naclchem noch Generaldirektor Roetzel Moll-Grünberg: Dampfdreschmaschinen und Lokomobilen " """......"

der Firma Lanz in Mannheim, Feuerspritzen, Wagen usw.

M. Rosenthal-Gießen: Ackerpflüge, Eggen, Selbstbinder, Molkerei-Gerätschaften und sonstige landwirtschaftliche Ge­räte. Fr. Hollmann u. Söhne, Oberndorfer Hütte bei Braunfels: Handdreschmaschinen, Fegmühlen, Rüben­schneidmaschinen, Handmähmaschinen, Heuwender rc. Heinr. Holl mann u. Komp., BurgsolmS: Fegmühlen, Futter­schneidmaschinen, Mähmaschinen, Garbenbinder, Obstpreffen,

legem andererseits regeln soll.

Mit Bezug ans die Nachricht, daß das Postchek- I Verfahren vorläufig nicht eingeführt würde, teilt die I Nordd. Allgem. Ztg." mit, daß über die Frage der Ein- führung des Postchek-VerfahrenS überhaupt noch keine end- I gütige Entscheidung getroffen ist.

Die Bestellungen von Wurst- und Büchsen- I fleisch für Deutschland sind, nach derDeutsch, «llg. Korresp.", in Chicago in so großem Maßstabe eingetroffen, I daß die Zahl der für Trichinenschau angestellten Personen in den Schlachthäusern um 25 vermehrt werden mußte. I Der Export der bestellten Waren muß vor dem 5. Oktober, I an welchem Tage däS deutsche Fleischbeschaugesetz in Kraft I tritt, erfolgt fein. Auch auS Frankreich und England ist I die Nachfrage stark gewachsen.

Gegen die katholischeGermania" ist wegen! zweier Artikel über den Konitzer Mord seitens des Ober- I fiaatsanwalts Wulff in Marienwerder Straf an trag ge» stellt worden. I

Karlsruhe, 15. Juli. Um 11 Uhr fand der feierliche I Einzug des Prinzen Max und feiner Gemahlin I Marie Luise statt. Auf dem Bahnhofe war eine Ehren- I kompagnie aufgestellt, sowie die Generalität und daS ge- I samte Offizierkorps erschienen. Der Großherzog und die Großherzogin begrüßten daS junge Paar, worauf die Ein- I fahrt in die Stadt erfolgte. Einer Abteilung des Leib- I Dragoner - Regiments folgte der myrthenbekränzte ä la Daumont bespannte Wagen, dahinter zum Schluß eine I weitere Abteilung Dragoner. Am Rathanse hatten die städtischen Behörden, daS Präsidium der Zweiten Kammer und die Vertretungen der der Städteordnung unterstehenden Städte mit Oberbürgermeister Wilckens (Heidelberg) Auf­stellung genommen. Oberbürgermeister Schnetzler begrüßte das junge Paar mit einer herzlichen Ansprache, woraus der | Prinz etwa folgendes erwiderte:

Mein lieber Herr Oberbürgermeister, ich möchte Ihnen meinen herzlichsten Dank aussprechen, zugleich auch im Namen der Prinzessin, für die freundlichen Worte, mit denen Sie uns zum Willkommen begrüßt haben. Sie werden begreisen, daß sie gerade in diesem Augenblick so bedeutungsvoll zu meinem Herzen sprechen. Der helle Jubel, der bei unserem Einzug in die Vaterstadt uns cntgegenschallte und die lieben Worte, welche Sie uns gewidmet, lassen deutlich erkennen, daß wir hier mit offenen Herzen empfangen werden. Ich bin mir wohl bewußt, daß wir biefe Liebe und Achtung und erst noch zu erwerben haben, und ich bin überzeugt, daß die« un« leicht gemacht wird, wenn ich die augen­blickliche Stimmung, welche ich soeben zu beachten Gelegenheit hatte, in Betracht ziehe. Empfangen Sie nochmals meinen herzlichsten Dank."

Stadtrat Kölle überreichte der jungen Prinzessin ein prächtiges Rosenbouquet mit Orchideen durchsetzt. Es folgte hierauf die Auffahrt zum Schloß durch die spalierbildenden Vereine, Korporationen und Schulen und von dort die Fahrt nach dem Palais des Prinzen Max.

München, 15. Juli. Die Hochzeit des Prinzen Albert von Belgien mit der Herzogin Elisabeth findet im Herbst in Tegernsee statt.

Nachmittags wurden sie über den Peihv zurückgetrieben und gezwungen, das letzte Ufer-Fort zu räumen, das eng tische Schiffs-Geschütze beschossen. Die Verluste der Chinesen weroen aus 8 0 0 Tote und Tausende von Verwundeten geschätzt. Wir erbeuteten sechs Geschchtze. Unsere Verluste an beiden Tagen betragen 200 Tote und Verwundete. r, _

Wie,:, IG. Juli. In hiesigen diplomatischen Kreisen -ist man der Ansicht, daß, falls es sich bestätigen sollte, daß der chinesische Ober-Kommandant den General Stößel ouf- gefordert habe, Tientsin und Taku zu räumen, demnächst nichts anderes übrig bleibe, als den offenen Kriegs­zustand in China zu erklären.

jLustan).

Paris, 15. Juli. Die ftuttbgebungen, die aus Anlaß des gestrigen N a t i o n a l f e st e s vor der Statue der Stadt Straßburg stattfanden, sowie die Auffahrt zum Parade­felde in Longstemps verliefen unerwartet ruhig, dank der Ueberlegenheit der sozialistischen und republikanischen Kundgeber, die auf wenigstens 120 000 Mann geschätzt wur­den. Sämtliche Sozialisten und Republikaner trugen eine rote wilde Rose im Knopfloch und übertönten durch die Rufe:Es lebe die Republik!" undEs leben die Sol­daten!" die iHufe der Nationalisten:Es lebe Jamont, es lebe die Republik!" Die Auffahrt erfolgte programmmäßig I wie alljährlich. Präsident Loubet sowie der Kammer- und der Senatspräsident wurden mit begeisterten Hochrufen auf die Republik begrüßt. Loubet richtete nach der Parade in Longcharnps an ben Kriegsminister ein Schreiben, in dem er sagt, die Besichtigung zeigte ihm, daß die Ausbil­dung und Manneszucht der Truppen nichts zu wünschen übrig lasse. Die für notwendig erachteten Aenderunaen in der Ausrüstung seien jetzt dank der Mitlvirkung des Parlaments und des Patriotismus der Führer und ihrer Untergebenen verwirklicht worden. Sie böten eine Sicherheit für die Gewalt der Armee, die die beste Bürgschaft für die Andauer des Frie­dens bilde. Die beifälligen Kundgebungen, die den Zög­lingen der Militärschulen und den Truppen bereitet wor­den seien, seien ein Beweis dafür, daß Frankreich Ver­trauen zu feiner nationalen Armee habe. Loubet schließt mit der Bitte, der Kriegsminister möge dem Militärgou­verneur von Paris und den ihm unterstellten Truppen seine Glückwünsche und diejenigen per Regierung und der Republik übermitteln. Nachdem das große Feuerwerk auf dem Konkordien-Platze abgebrannt war, entstand em furchtbares Gedränge. Eine ungeheure Volks­menge begab sich nach der tttue Rohale, die jedoch abge- sperrt »var. In dem hierdurch entstandenen Gedränge wur­den 3 0 P e r s o n e n, meistens Frauen und Kinder, ver­letzt. Die republikanischen Blätter sind mit dem Verlauf des Nationalfestes äußerst zufrieden, und fordern ihre Parteigenossen auf, in Zukunft überall dort in aefckflofsenen Reihen aufjutre'ten, wo die Feinde der Republik Skandal machen könnten.

Wien, 14. Juli. Die Kanzlei des Abgeordneten­hauses sandte dem In n g t scheche n-Klu b eine Rech­nung über 567 Kronen für die von den Jungtschechen in der am 8. Juni stattgehabten Obstruktions-Sitzung d e - molierten Gegenstände.

Krakau, 15. Juli. DerCzas" erfährt aus angeblich, sicherer Quelle, der verstorbene russische Minister des Aus­wärtigen, Graf Murawiew, habe nach einer überaus h e f t i g e n A u s e i na n d^r s e tzu n g m i t d e m Zar e n Selb st mord begangen. Er habe dem Zaren einen Brief hinterlassen, in dem er diesen beschwor, seine, Murawiews China-Politik zu befolgen.

Deutsches Mich.

Berlin, 15. Juli. Aus Aalefund wird gemeldet: Der Kaiser ist nach vortrefflicher Fahrt bei bestem Wohl­sein hier eingetroffen. DaS Wetter,ift warm, aber nicht ganz klar. An Bord ist alles wohl.

In einer Beilage zumReichsanzeiger" wird im Anschluß an den im vorigen Jahre veröffentlichten Ent- wurf eines Gesetzes, betreffend baß Urheberrecht an Werken der Litteratur und der Tonkunst, der vorläufige Ent» wurf ej'nes Gesetzes über daS Verlagsrecht ver­öffentlicht, welches die RechtSverhältniffe zwischen Schrift­stellern und Komponisten einerseits und ihren Ver«

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