Die Beobachtungen, welche die Grundlagen für das neue System der Wettertelegraphie bilden, werden sich zunächst auf das nordwestliche Europa einschließlich Deutschlands erstrecken; es wird voraussichtlich angängig sein, die wichtigsten Nachrichten aus diesem Gebiete den Interessenten täglich bereits zwischen 9 y2 und 10 Uhr vormittags telegraphisch zu übermitteln.
Dieser Teil des neuen Wetterberichts wird aus einer Tabelle bestehen, welche die Wetterangaben von jeder Beobachtungsstation in zwei Chiffergruppen enthält, und zwar von etwa
17 deutschen, 4 englischen, 2 französischen, 1 niederländischen, 2 dänischen, 2 norwegischen und 4 schwedischen Stationen.
Ein zweites, zwischen 10 und 11 Uhr vormittags zu beförderndes Wettertelegramm wird eine kurze Uebersicht der Witterung und eine Wettervorhersage (Prognose) ent halten.
Der Bezugspreis ist, zunächst versuchsweise, für den vollständigen telegraphischen Wetterbericht (beide Telegramme) auf 30 Mk., für die Tabelle (1. Telegramm) allein auf 20 Mk. und für die Witterungsübersicht mit Prognose allein (2. Telegramm) auf 10 Mk. monatlich festgesetzt worden.
Es wird besonders darauf hingewiesen, daß das neue System sich in hervorragender Weise für die Landwirtschaft nutzbar machen lassen wird, wenn in allen wichtigeren Orten auf Grund der Wettertabelle der deutschen Seewarte Wetterkarten angefertigt und außerdem sachverständige lokale Beobachtungen angeftellt werden. Die Wetterkarten und die lokalen Beobachtungen würden die Aufstellung von Wettervorhersagen für ein enger umschriebenes Witterungsgebiet (sog. Lokalprognosen), ermöglichen. Auf welche Weise und unter welchen Bedingungen die Lokalprognosen den einzelnen Interessenten am schnellsten zuzuführen sein werden, unterliegt noch der Erwägung im Benehmen mit den beteiligten Behörden rc.
Etwaige Abonnements auf Wetterberichte sind beim nächsten Postamt oder Telegraphenamt spätestens bis zum 26. März anzumelden.
Darmstadt, den 13. März 1900.
Kaiserliche Ober-Postdirektion.
__________________ I. V. Kroll.___________________
Zum Transvaal Krieg.
Ein Augenzeuge über die Katastrophe der Armee Cronjes.
Gras Adalbert Sternberg, Leutnant der österreichischen Landwehr, der, wie dem „Berl. Tagebl." aus Wien gemeldet wird, anfangs Dezember nach Transvaal gekommen rst und in Cronje's Korps eintrat, wurde am 15. Februar nach der Einnahme von Jacobsdaal von den Engländern gefangen genommen und nach London gebracht. Er machte dem Londoner Korrespondenten der „Neuen Freien Presse" folgende Mitteilungen über seine Kriegsabenteuer:
„Ich fuhr über Konstantinopel, Smyrna, Athen und Kairo nach Süd-Afrika, wo ich am 6. Dezember in der Delagoa-Bai landete", begann Graf Sternberg. „Von dort eilte ich so schnell als möglich nach Pretoria, wo meine Kriegsausrüstung einige Tage erforderte. In Bloemfontein beschaffte ich mir Esel, Wagen und Reitpferde, und i legte die Strecke bis Maggersfontein bei einer fürchterlichen Hitze in drei Tagen zurück. Hier fand ich die Buren- Armee in Hellem Jubel über die Schlacht am 11. Dezember. Voll von Siegeszuversicht blickten sie in die Zukunft. Wochen vergingen, ehe sich im englischen Lager irgend etwas bemerkbar machte. Nur wurde täglich früh und abends ein lebhaftes Bombardement unterhalten. Die Schiffs - Geschütze warfen ihre großen totbringenden I Granaten weit übers Land und bedrohten ringsum die I Lager, aber mitten in diesem Bombardement pflegten die I Buren ihre Psalmen zu singen und ihren Gottesdienst ab- I zuhalten, mehr oder weniger die einzige Beschäftigung, I welcher die Leute nachgingen.
Ich selbst ritt oft zu der Belagerungsarmee von Kim- I berley, wo ich die Beschießung der Stadt verfolgte. Ende I Januar wurden Oberst Villebois unh ich mit der Mission I betraut, daselbst einen richtigen Pltztz für „Long Tom" I äit finden. Wir beschlossen, die Kamferdam-Mine in eine I Schanze zu verwandeln, und von dort aus das Riesen- I gefchütz spielen zu lassen, ;9£m 6. Februar langte es nach I Ueberwindung ungeheurer Schwierigkeiten an seinem Be° I stimmungsorte an. In .d.e.b Nacht wurde es hinaus- I geschoben, ohne daß das Späherauge des elektrischen I Scheinwerfers von Kimberley unsere Arbeit entdeckte. Am I nächsten Tage um 10 Uhr begann das Bombardement. I ®an8c Häuser stürzten mitten in einer großen Rauchsäule I zusammen. Als wir das unterbrochene Bombardement I nachmittags um 4 Uhr wieder aufnahmen, fanden wir, I batz die Engländer ihren „Long Cecil" und andere Ka- I noney naher herangerückt hatten. Jeden Schuß von uns I
..w1" etcn einem Hagel von Granaten, so daß I Geschützbedienung an diesem einen I Nachmittag erhoffen wurden. So präzis war das englische I peuer, daß fechs Bomben in der Schanze des „Long Tom" I selber platzten. a
Villeboys und ich hatten eine Attacke auf Kimberley organisiert, welche darum unausgeführt blieb, weil bei I Koodoosberg em Angriff der Engländer erfolgte welcher die Umzmgelungsarmee empfindlich schwächte Bei der ersten Meldung vom Gefecht ritt ich hin, und fand die Engländer nach zweistündigem scharfen Infanterie- und Ar- I tilleriefeuer im Rückzüge begriffen. Der Verlust der Buren betrug bei diesem Anlasse ungefähr zwanzig Mann
Wir hatten vernommen, daß seit einigen Tagen im I englischen Lager große Truppenansammlungen stnttfänden. I Nwn aber kam die wundeliche Nachricht, daß diese Truppen I wieder per Bahn zurückgeführt würben. Da, am Sonn- I abend, dem 10. Februar, hörte ich plötzlich von einem I Gefechte bei Rhama und einem Vordringen der Engländer I in der Richtung gegen Koffyfontein. Sofort ritt ich nach I Jacobsdaal, wo die Doktoren Hildebrand und Mttner von I unserer deutschen Ambulanz mit mir hinaiisritten, um I die Bewegung der Engländer zu beobachten. Bei Sonnen- I
| untergang stießen wir auf drei englische Patrouillen, die uns zum Rückzüge zwangen. Noch am selben Abend wurden unter dem Kommando des Generals de Wet und des Kommandanten Cronje, Bruder des Generals, 600 Buren ausgeschickt, um die heranrückende englische Reiterei aufzuhalten. General Cronje's Auffassung der Lage war, daß die Bewegung der Engländer sich über Koffyfontein
1 nach Fauresmith zur Eisenbahn richte, um die Rückzugslinie der Colesberg-Truppen abzuschneiden. Die zweite Möglichkeit, die in Betracht kam, war, daß die Engländer einen Scheinangriff mit Kavallerie gegen die linke Flanke versuchten, um eine Schwächung der Maggersfonteiner Position Herbeizuführen.
Sonntag, den 11. Februar, begann zeitig in der Früh ein heftiges Geschützfeuer in der Nähe von Koffyfontein. Ich ritt hin und fand, daß die Front der Buren längs des Rietflusses gegen Koffyfontein sich hinzog, während die Engländer bei der Radamfurt den Fluß zu überschreiten trachteten. Zwei verwundete Jnniskilling-Dragoner teilten mir mit, daß Kitchener mit 14 000 Mann im Anmarsche begriffen sei, um Kimberley zu entsetzen. Dieser Tag war wohl der heißeste, den ich in Afrika mitgemacht habe, und nach Jacobsdaal zurückreitend, konnte ich, auf halbem Wege angelangt, der Versuchung nicht niehr widerstehen, in den Fluten des Riet Kühlung zu suchen. Malen Sie sich meine Ueberraschung aus, als ich, noch im Wasser ruhend, Plötzlich die Engländer herankommen sah. Ein Regiment nach dem anderen marschierte in nächster Nähe vorbei. Mit Müh und Not deckte ich mich und mein Pferd hinter den Weiden, welche die tiefen Ufer des Flusses beschatten. Sowie die Engländer außer Sicht waren, ritt ich im scharfen Galopp nach Cronje's Lager, um ihm die Situation darzustellen. Ich begegnete jedoch vollständigem Unglauben. Die Buren blieben dabei, daß größere Truppenkörper eine solche Bewegung niemals unternehmen würden oder könnten. Die einzige Gegenmaßregel, welche Cronje traf, bestand darin, 200 Mann über den Fluß zu schicken, um die Transportwagen der Engländer zu nehmen oder zu vernichten, was diesen 200 Mann auch gelang.
Von General de Wet und Kommandant Cronje war gar keine Nachricht eingetroffen, so daß man glaubte, es hätte sich nichts zuaetragen. Ich ritt daher am nächsten Tage gemütlich nach Jacobsdaal. Auf halbem Wege bemerkte ich am Horizont einzelne Reiter traben — eine Gangart, deren sich ein Bur nie bedient. Dies fiel mir auf, und ich näherte mich, um zu sehen, was vorging. Ich. hatte ungefähr fünf englische Meilen zurückgelegt, als ich I mächtige Staubwolken vor mir sah. Es war kein Zweifel I mehr, daß sich hinter diesen Hügeln marschierende Truppen I vorwärts bewegten. Ich beeilte mich, diese Nachricht in I Cronje's Lager zu bringen. Der General war in den I Schanzen von Maggersfontein, wo er stündlich den Angriff der Engländer erwartete. Ich alarmierte das Lager. Die Buren schliefen ahnungslos unter ihren Wagen. Auf meinen Alarm kamen sie einzeln in Hemdsärmeln hervor und schüttelten ungläubig die Köpfe. Die Zweifel steigerten sich zu Hohngelächter, und einstimmig war man der Ueber- zeugung, daß ich mich irrte. Ich nahm ein zweites Pferd, und ritt von neuem zu der Stelle hin, wo ich die Brigade French marschieren gesehen hatte. Jetzt stieß ich auf die ganze, wie eine schwarze Riesenschlange sich bewegende feindliche Truppenmacht. Um 5 ithr nachmittags kam ich in Cronje's Lager mit dem genauen Rapport dessen, was ich gesehen hatte, zurück. Die Buren schenkten mir aber noch I immer keinen Glauben, und der Kommissarius Arnoldi forderte mich auf, ihm die „Roois" (Engländer) doch zu zeigen. Nun ritt ich mit ihm hinaus, aber es dauerte keine zwanzig Minuten, da stießen wir bereits aus den Feind, und hinter ihm brannten die kleinen Lager der Freistaatler, welche von den Engländern zerstört worden waren, lichterloh. Der Abend senkte sich schon über die fernen Hügel und > die sandige Ebene. Eilig liefen die Buren den Fluß entlang, und es entspann sich ein kurzes Gefecht. Rasch und ohne sich weiter um die Bewegungen des Feindes zu kümmern, besetzten die Burghers glücklich gewählte Positionen. Rings am Himmel standen schwere Gewitterwolken. Ein heftiger Sturm wirbelte den Sand auf, und jagte ihn rings umher. Ich ritt den weichenden englischen Truppen nach, um zu sehen, was denn der Zweck dieser waghalsigen Kavalleriebewegung sein mochte, da ich doch I nicht annehmen durfte, daß ein Entsatz von .Amberley durch I Kavallerie versucht würde. Die Engländer zogen sich gegen I Olifantsfontein zurück, und als ich wieder Cronjes Lager I aufsuchen wollte, stand ich mit einem Male mitten in 1 schwarzer Finsternis, von einem furchtbaren Gewitter über- I rascht. Stunden und Stunden irrte ich verloren in dieser I großen Ebene umher, ohne mich orientieren zu können. I Erst spät in der Nacht traf ich den Feldkornet Grobler, der I mir den Weg zum Lager wies.
Bei Tagesanbruch begann die Kanonade. Die feind- I liche Artillerie schoß bis in unser Lager. Meine Kaffern I zitterten an Leib und Seele, und nun endlich begann Cronje I den Ernst der Situation zu verstehen. Von General de Wet I hatten wir noch immer keine Nachricht. In großer Eile I wurden die Kanonen von den Maggersfonteiner Positionen I zurückgezogen und ins Lager gebracht, zwei davon zum | Angriffe auf French's Kavallerie hinausgeschickt. Der I Kampf tobte um Kalkfontein. Kommandant de Beers ver- I teibigte diese Farm mit wenigen Leuten und mit großem I Mute. Das Gefecht, fast ausschließlich Artilleriefeuer, I dauerte bis 12 Uhr. Major Albrecht zu Pferde galoppierte I mitten im dichtesten Kugelregen. Seine zwei Geschütze I schossen auf ferne Abteilungen, ohne daß wir bestimmt I wußten, ob es unsere Leute oder Engländer waren, denn I es herrschte vollständige Unordnung. Am Nachmittag I kamen der Jacobsdaaler Landdrost Steijn, der Bruder des | Präsidenten, und General Cronje zur Gefechtslinie. Tie I Buren, immer noch im Glauben, daß es sich um einen I Angriff auf das Lager handelte, befestigten im Rücken I des Lagers ihre Linien. Mit unseren Feldstechern konnten I wir genau den Marsch der englischen Truppen auf Olifants- I fontein hin beobachten. I
Als wir ins Lager zurückkamen, traf von Jacobsdaal I ^?5..^ch^cht ein, daß eine Abteilung Northumberland- I Fusileers zu Pferde unter Oberst Henry in den Ort ein- I ert/ denselben aber, mit starken Verlusten zurück- I geschlagen, wieder verlassen hatte. Landdrost Steijn über- | nadytete in meutern Zelte. Er selbst war sich klar darüber, I doß die ganze Sache am Modderflusse verloren sei, während I
Cronje den Hauptangrifs noch immer in Maggersfontein erwartete und feine dortige Position nicht schwächen wollte Die unmittelbare Nähe des Feindes aber, der eine bedeutende Anzahl von Geschützen mit sich führte, hatte int Burenlager eine große Verwirrung hervorgerufen. Noch an demselben Abende beschloß ein Kriegsrat, der aus zufällig zusammengekommenett Leuten bestand, den Abbruch des Lagers. Derselbe erfolgte um 2 Uhr nachts, und wir verlegten Wagen und Zelte ungefähr drei englische Meilen südwestwärts in eine durch ihre Naturbeschaffenheit gegen Geschützfeuer sichere Mulde.
Dieser Abbruch des Lagers hatte jedoch einen schweren moralischen Eindruck auf die ganze Burentruppe gemacht, und als am folgenden Morgen der Feind zeitig früh seinen Angriff erneuerte, merkte man die Unlust, mit der die Suren kämpften. Als ich hinansritt, begegnete ich überall fliehenden Buren, die ich vergebens zurückzuhalten versuchte. Die Panik war allgemein, und sein Heil suchte jeder hinter den Schanzen von Maggersfontein. Da gar kein Oberbefehl mehr wirkte, ja sozusagen zu existieren aufgehört hatte, so konnte an diesem Tage keine einheitliche Aktion achsgeführt werden. Zu Mittag, nachdem schon ein großer Teil der Buren weggelaufen war, begann im Kriegs- lager^ eine sehr schlechte Stimmung um sich zu greifen. Die Feldcornets drängten in Cronje, einen Kriegsrat zu- famnienäurufen, und obwohl die meisten und besten Buren- Offiziere, weil durchs Gefecht in Anspruch genommen, nicht zugegen waren, beschlossen die Anwesenden, das Lager zu räumen und den Rückzug über Olifantsfontein nach Bloemfontein anzutreten. In diesem Kriegsrate, welchem auch Villebois und ich zugezogen wurden, ging es sehr heiß zu. Die meisten der anwesenden Freistaatler, besorgt um ihr Vieh und ihr Hab und Gut, verlangten kategorisch den Rückzug. Angesichts der Situation konnte ein Rückzug über Olifantsfontein unmöglich gelingen. Die einzige Möglichkeit war ein Angriff an der Paarde- bergfurth, welcher zu dieser Zeit unbedingt gelungen wäre, weil am 15. Februar, dem Tage, von dem ich rede, der größte Teil der Engländer Hinterm Flusse einerseits und in Kimberley andererseits sich befand.
Mit dem Landdrost Steijn ritt ich gegen Jacobsdaal. Als wir aber unmittelbar vor dieser in einer Thalsenkung gelegenen Ortschaft augetangt waren, sahen wir die Engländer ganz nahe im heftigsten Gefechte mit der Besatzung Jacobsdaal begriffen. Ungefähr eine Stunde weit folgten uns zweihundert Buren unterm Kommando des Feldcornets Potgieters. Ich ritt in Jacobsdaal ein, während Steijn lu mkehrte und sich in Cronjes Lager zurückbegab. Ich ermunterte die Besatzung von Jacobsdaal, bis zum Eintreffen Potgieters auszuharren. Die Buren kämpften gegen 5000 angreifende Engländer wie die Löwen, und die Engländer, darunter die City Imperial Volnnteers, marschierten, ohne Rücksicht auf ihre Verluste, wie eine Mauer gegen das Dorf. General Wavel schonte die Ortschaft und richtete sein Geschützfeuer hinter dieselbe, weil sich darin Frauen und Kinder und das deutsche Hospital befanden. Erst als sich die gänzliche Aussichtslosigkeit des Kampfes ergab, flohen die Buren gegen Petrusberg.
I Ich selbst eilte zu Cronje, um ihm die Nachricht von der I Einnahme Jacobsdaals ins Maggersfonteiner Lager zu I überbringen. Bei dieser Gelegenheit wurde aber mein
Pferd verwundet und ich mußte den Weg bis zum Flusse zn Fuß zurücklegen. Da fand ich meinen Wagen und meinen Diener. Cronje hatte unterdessen bereits die Flucht an- getreten. Umringt von Engländern kochte ich mein Mittagsmahl und versuchte dann unter dem Schutze der Dunkelheit durch die englischen Linien nach Bloemfontein zu entkommen. Um 1 Uhr nachts wurde ich jedoch beim Ueber- setzen der Paardebergfurth angehalten und gefangen genommen Ich erfreute mich der besten Behandlung von ! feiten der Engländer, die mich nicht als Gegner, sondern
wie einen Kameraden aufnahmen, wohl 'wissend, daß keinerlei politische Sympathien oder Antipathien, sondern ausschließlich das sachliche Interesse der Anlaß meiner Expedition gewesen war. Unter Eskorte nach Kapstadt geschickt, wurde ich daselbst gegen Parole freigelassen, und man gestattete mir, mit dem nächsten Schiffe nach Europa zurückzukehren. Am 3. März passierte unser Schiff, der „Briton", vor Madeira den „Mexikan", welcher uns Cronjes Kapitulation signalisierte. Endlich landeten wir in Southampton nach einer vollkommen ruhigen lieber* fahrt."
„Ter Krieg", schloß Graf Sternberg seine Ausführungen, „hat uns gezeigt, daß das rauchlose Pulver und die nivderne Schußwaffe die alten Gesetze der Taktik und alle unsere früheren Erfahrungen im Kriegswesen über den Haufen geworfen haben. Wir stehen vor ganz neuen- Bedingungen, neuen Gefechtsformationen und einem neuen Gefechtsreglenient. Jede Armee, welche starr an den bestehenden Ueberlieferungen festhalten wird, ist bestimmt, im kommenden Kriege das Opfer zu fein, was die anfänglichen Operationen der englischen Armee, die aus den besten!u<nd mutigsten Elementen zusammengesetzt ist, deutlich gezeigt haben. Allerdings wird in keinem anderen Kriege mehr eine durch natürliche Anlage, Ausbildung und Erziehung so tüchtige Truppe ins Gefecht komtnen, wie es die Buren sind. Der englische Offizier und der englische Soldat ist ein namenlos tapferer, unerschrockener Mann. Um einen gegebenen Zweck zu erfüllen, um ein ihm gestecktes Ziel zu erreichen, legt er eine Todesverachtung an den Tag, welche allerorts und allezeit der Ruhm der englischen Fahnen bleiben wird. Der Kampf aber, welchen die Buren um ihre Freiheit, um die Erhaltung ihrer Nationalität, um die Erhaltung ihrer Gewohnheiten und ihrer ererbten Gefühle kämpfen, ist ein heiliger und muß allen Völkern in der Zukunft als ein Beispiel sebst- loser Hingebung voranleuchten. Einfache fromme Familienväter haben um das Wohl und Webe ü)rer Kinder und Kindeskinder Leben, Gut und Blut oyne Zaudern auf den Altar des Vaterlandes niederaelegt. Die Gräuel des Krieges, so sehr sie auch durch die humane Führung auf beiden Seiten abgeschwächt waren, sind noch immer so groß gewesen, daß auch harte Kriegsleute von dieser Kam pagne ein wehmüteges Andenken in ihren Herzen be' wahren werden. Der Seufzer und des markerschütternden Stöhnens der auf dem Felde liegen gebüe'benen Verwundeten an Abenden nach heißen Gefechten sollten alle diejenigen, welche über Krieg und Frieden zu wachen haben, eingedenk bleiben." (Wenn diese Darstellung genau ist, woran man kaum zweifeln kann, so geht daraus hervor, daß Cronje sich über die Absichten Roberts in einem voll-
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