Ausgabe 
17.2.1900 Drittes Blatt
 
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Der rote, alte Oberleutnant aus derKneipe- murmelt etwas wieverdammte Schinderei". Aber das gern und ungern kommt nicht in Frage.

Bald ist der Saal ausgeräumt, die Akkorde des Kla­viers locken, die Geige kratzt, und dann ist der Tanz in vollem Rechte.

Die Mütter halten's nicht länger aus sie besetzen den haut pas den Drachenfels die Väter sind im Rauchsalon und reden über den Dienst oder über das Avancement kurz, alles ist in seinem Geleise.

Sehen Sie, wie nett der Artillerist mit meiner Tochter tanzt!" flötet die Kommandantin und nickt dem Paare zu.

Aha!" denkt die Nachbarin.

Man nimmt Aufstellung zum Menuett natürlich auch in der hiesigen Garnison schon eingeübt.Besser werden die Knixe und veralteten Verbeugungen im Weißen Saale auch nicht gemacht," meint ein auf Turnanstalt ge­wesener Offizier, der dieHofbälle mitmachte".

Das Menuett findet Applaus wie ein Theaterstück. Es folgen noch viele Tänze Franz ist heute unermüdlich. Hol' ihn der Teufel" brummt der Rote.

Endlich der Blumenwalzer! Entzückende neue Touren. Franz hat wieder die Tochter des Hauses engagiert. Sie bringen sich gegenseitig Blumen resp. einen Orden.

Erst um i/2l Uhr wird geschlossen. Kaffee Ab­kühlung. Dann brechen nach und nach die Gäue auf.

Es war wirklich reizend heut, Frau Gräfin! Diese Ueberraschungen Gesang Tanz Kotillon, und wie lieb die Komtesse aussah!" So und ähnlich die Worte der Fortgehenden. Sie haben sich alledienstlich" amüsiert es war wirklich 1. Klaffe heute" versichert sogar ein ganz junger Offizier mit Ueberzeugung.

Franz aber erntet Dank und Lob, von der Gräfin in Worten, vonder" Komtesse in Blicken und vom Komman­danten in einem ungeheuer kräftigen Händedrucke.

Natürlich treffen sich die Leutnants noch imLuft­dichten", einen Männertrunk zu thun. Franz geht aber heim. Noch lange ruhen seine Blicke auf der Tarlatan- draperie zwischen den japanischen Papierfächern, er hat den neuen Orden dazu gesteckt. Was er denkt?--

Da-Neue Südafrikanische A-B-C: In Afrika gibt's Afrikander; Alt England geht bald auseinander. Die Buren schießen aus den Gräben, Die Briten meistenteils daneben. Joe Chamberlain ist ein Minister, Doch was für einer, na, das wißtr! Dum-dum, der Name sagt's schon an. Gehört zum edlen Englishman. Einbrechern fehlt oft die Erfahrung, Den Eingeschloss'nen meist die Nahrung. Die Buren-Flinten fehlen nie, obwohl blos Made in Germany! Die Horse-Guards, die sind leichtverhaulich, Haubitzenkugeln schwerverdaulich. John Bull wird's nimmermehr vergessen: Mit Joubert ist schlecht Kirschen essen! Um Kimberley steht s miserabel; Der Englishman siegt nur per Kabel. Der Lange Tom poussiert so heiß Die Lady Smith, daß na, wer weiß . . . Der Mauser ist ein böses Rohr, Lord Methuen hat Respekt davor. In Natal schiebt der Bure Kegel, Und Alle Neune in der Regel. Ohm Paul erhält jetzt viel Visiten Von eingefang'nen Khaki-Briten. Die Quintessenz der Schießerei:Macht recht viel Qualm und trefft vorbei!" Rosebery möchte weiter kriegen: Die Rotröck werden weitersiegen". Der Gpionskop ist etwas eckig, Dem Warren ging's dort neulich dreckig! Tugela nennt sich jener Fluß, Den Tommy Atkins meiden muß. Es sieht, beim allgemeinen Reißaus, DerUnion-Jack" jetzt öfters

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