Ausgabe 
16.12.1900 Siebtes Blatt
 
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veranstalten, wahrscheinlich auch diesmal in Kassel. Vor zehn Uhr fuhr der Kaiser nach der Wohnung der Gräfin Waldersee. Von hier begab sich der Kaiser nach der Kaserne des KönigS-Ulanen-RegimentS auf dem KönigSwörther-Platz. Um ein Uhr fuhr der Kaiser zum Bahnhof, wo kurz zuvor der Kronprinz aus Potsdam eingetroffen war. Nach herz­licher Begrüßung bestiegen beide den Zug nach Springe, wo der Kaiser um 1% Uhr eintraf. Er begab sich ohne Aufenthalt nach dem Revier Haltermundskopf, wo ein ein­gestelltes Jagen mit Findermeute auf Sauen stattfand.

Zum Einzuge der heimkehrenden China- Krieger am Sonntag nachmittag um 3 Uhr hat der Kaiser den Magistrat in einem Schreiben eingeladen. In- folgedessen wird eine Delegation desselben sich an dem Einzuge, der vom Lehrter Bahnhofe ab durch das Brandenburger Thor stattfindet, beteiligen. Nach einer Meldung aus Kiel haben sich die aus China zurückgekehrten Mannschaften heute mittag mittels Sonderzuges nach Wilhelm Sh ave n begeben, um dort in Gemeinschaft mit den dort verbliebenen Chinakämpfern die Fahrt nach Berlin zur Uebergabe der Fahnen an das Zeughaus anzutreten.

- Der zum Gouverneur von Ostafrika in Aussicht genommene Hauptmann Graf v. Götzen wird seinen neuen Posten erst in einigen Monaten einnehmen. Seine Er­nennung soll erst vollzogen werden, nachdem Generalmajor v. Lieb er t ein DivifionSkommando erhalten hat. Graf v. Götzen wird daher wohl erst im März abreisen. Wie dieKreuzzeitung." hört, wird er seine Stellung mit dem Charakter als Major antreten.

Eine von den Nationalsozialen am 11. De­zember in Nordhorn im Kreise Meppen einberufene, zum großen Teil von der nationalgesinnten Arbeiterschaft be­suchte öffentliche Volksversammlung nahm nach einem Bor­trage des Redakteurs v. Gerlach einstimmig eine Erklärung an, die dahin geht, daß die deutsche Arbeiterschaft die Welt­politik nur dann unterstützen kann, wenn keine Männer an hoher Stelle stehen, die, wie Graf PosadowSky und Herr v. Woedtke, auf immer das Vertrauen der Ar­beiterschaft verscherzt haben. Diese Resolution svll dem Reichskanzler zugesandt werden.

Bon den anarchistischen Agitationskow- Missionen ist zum 27. b. Mts. eine Konferenz nach Berlin einberufen worden. Die Genoffen in allen Städten, namentlich Nord- und Mitteldeutschlands werden aufgefordert, zu dieser Konferenz zu erscheinen. Es handelt sich um die Herstellung einer auf dem Bertrauensmännersyftem beruhen- den, losen Organisation und um Entfaltung einer energischen Agitation. In Osnabrück wurde dieser Tage bei sechs dort als Anarchisten bekannten Personen Haussuchung ge­halten und hierbei Schriften, Broschüren, Korrespondenzen rc. beschlagnahmt. Der Anarchist Wingkrink wurde ver­haftet und aus dem deutschen Staatsgebiet ausgewiesen.

Prozeß Sternberg.

Berlin, 14. Dezember.

Der Vorsitzende teilt mit, daß infolge Erkrank­ung eines der medizinischen Sachverständigen die Beweis­aufnahme heute noch nicht geschlossen werden kann. Es müsse also morgen eine Sitzung stattfinden.

Es folgt die Vernehmung des Detektivdirektors Schulze über seine Thätigkeit. Er erklärt, er habe seine Dienste zu Recherchen angeboten und durch Justizrat Tr. Sello Aufträge diesbezügliche erhalten mit der Anweisung, streng reell zu verfahren. Diese Aufträge hätten sich auf die erste Verhandlung bezogen, für die zweite hätte er seine Instruktionen von Dr. Werthauer erhalten. Seine Berichte habe er an Dr. Sello, Dr. .Heinemann und an das Büreau Sternberg abgesandt. Ta Zeuge behauptet, daß ihm der Obertelegraphenassistent Schulz mitgeteilt habe, daß Stierstädter beim Militär wegen Gehorsams­verweigerung bestraft worden sei, beschließt der Gerichts­hof, Schulz sofort herbeiholen zu lassen. Direktor Schulze giebt zu, daß in den ersten anderthalb Wochen seine Agenten im Gerichtsgebäude sich aufhielten, um zu beob­achten, ob Zeugen in den Wandelgängen mit einander sprechen und beeinflußt werden. Dr. Werthauer habe den Auftrag erteilt, auf Stierstädter aufzupassen, der mit der Hausmann und der Brauer im RestaurantServus" verkehrte.

Hier bemerkt der S t a a t s a n w a l t, es scheine ja allerdings die persönliche Auffassung des Dr. Werthauer zu sein, das gehe aus einem von demselben unter­schriebenen Schriftstück hervor, das s. Zt. eingebracht wor­den und in dem von dev Thätigkeit'von Polizei-Vigilanten die Rede sei.

Rechtsanwalt Dr. W e r t h a u e r protestiert gegen die Wortepersönliche Auffassung". Sämtliche Schritte, die in der Strafsache unternommen worden, seien in Kon­ferenzen festgestellt worden und er sei nur der ausführende Teil der Beschlüsse gewesen.

Direktor Schulze bekundet weiter, daß er sich vor allen Dingen nach der Vergangenheit Stierstädters er­kundigt und sich auch dem Metteur derPost" genähert habe, um von letzterem den Verfasser des Artikels zu erfahren, in dem er, Schulze, auf das Schärfste an­gegriffen worden sei. Für seine Bemühungen habe er 12 200 Mk. erhalten. Im Falle eines Erfolges seien ihm 5 0 00 0 «M k. versprochen worden, und zwar vom Justizrat Dr. Sello. Er, Zeuge, stehe auf dem Standpunkte, daß ihm die 50 000 Mk. unter allen Um­ständen zukämen, weil er außerodentliches Material be­schafft habe. Dr. Werthauer habe dem Detektiv Woden aud], einen kleinen Auftrag erteilt. Auf die Frage des -Staatsanwalts, ob er den Kapitän Wilson kenne, erwidert Zeuge mit: Rein.

Rechtsanwalt Dr. W e r t h a u e r stellt dem Zeugen Sck)ulze das Zeugnis aus, daß seine Dienste gute und korrekte waren.

Rechtsanwalt Dr. Mendel tritt der Ansicht bei, daß cs durchaus gestattet sei, solche Ermittelungen anstellen zu lassen.

Schulze erklärt auf Befragen, daß den Personen, bei denen er Recherchen angestellt, weder von ihm, noch

von seinen Angestellten Geld versprochen worden sei. Der Vorsitzende hält dies für unglaublich.

Kriminalkommissar v. Tresckow fragt Dr. Wert­hauer, ob er auch angeordnet habe, ihn zu beobachten. Rechtsanwalt Dr. Werthauer verneint dies.

Ueber die Vereidigung des Zeugen Schulze entstellen Bedenken. Vor der Beschlußfassung darüber wünscht der Gerichtshof noch nähere Auskunft über die Personen, die der Zeuge in dieser Sache aushilfsweise beschäftigt hat. Zeuge nennt verschiedene Namen, darunter auch den des Frl. Bieber. Dieselbe habe für verschiedene Bemühungen 350 Mark erhalten; falls es ihr gelingen sollte, das ganze gegen Sternberg geschmiedete Komplott aufzudecken, sollte sie noch 50 0 0 Mark erhalten.

Dr. med. Flatow hält den jungen Wohl für nicht direkt geistesschwach, zweifelt aber daran, ob er für eine falsche Aussage verantwortlich zu machen sei.

Rechtsanwalt Fuchs I. beantragt körperliche Unter­suchung des jungen Wohl durch die Sachperständigen.

Staatsanwalt Braut widerspricht dem Anträge, der Gerichtshof behält sich die Beschlußfassung vor.

Hierauf wird Frl. Pfeffer in den Saal gerufen, um über den bei ihr beschlagnahmten Brief der Frau Miller vernommen zu werden. Sie erzählt, daß auf dem ab­gerissenen Stück nicht ein Wort davon gestanden habe, daß der Brief die Unwahrheit enthalte.

Die Zeugin Miller wird mit der Zeugin Pfeffer konfrontiert. Erstere bleibt mit aller Entschiedenheit dabei, daß sie die Wahrheit gesagt habe. Die Zeugin Pfeffer bleibt bei ihrer Behauptung. Es kommt hierüber zu sehr lebhaften Auseinandersetzungen zwischen den beiden Zeuginnen. Clara Fischer unterstützt die Aussagen der Pfeffer. Letztere kann einen Grund, weshalb sie das Stück vom Briefe abgerissen, nicht angeben. Clara Fischer sagt weiter aus, die Pfeffer habe ihr erzählt, daß sie Dr. Werthauer von der Existenz dieses Briefes in Kenntnis gesetzt habe. Dr. Werthauer habe ihr 1000 Mark für die Herausgabe des Briefes bieten lassen. Dann habe man ihr, der Pfeffer, gesagt, sie solle nichts über das Angebot verlautbaren lassen, denn er würde sonst vielleicht sein Mandat verlieren. Dies hätten Herr Poppe und Frl. Suchard ihr gesagt, die behaupteten, daß sie aus dem Werthauerschen Bureau kämen. Die Pfeffer bestätigt dies. Die Müller muß nun eine Schriftprobe machen, damit festgestellt werde, ob der von ihr behauptete Satz, man solle den Brief der Verteidigung mitteilen und ihn dann zerreißen, denn der Inhalt sei unwahr, auf dem abge­rissenen Stück überhaupt gestanden haben könne. Die Zeugin bleibt mit aller Entschiedenheit dabei, daß ihre Aussage die richtige sei. Die Pfeffer behauptet, daß sie die Wahrheit sage und erklärt sich bereit, ihre Behauptung zu beschwören. Sie habe erst den ganzen Brief zerreißen wollen, aber eine Ahnung habe ihr gesagt, sie solle ihn doch lieber ausbewahren. Man habe sie mit allen mög­lichen Machinationen verfolgt, und nur der Ehrlichkeit Stierstädters habe sie es zu verdanken, daß sie heute nicht auch da sitze, wo andere Leute sitzen. Auf die Frage des Vorsitzenden, ob sie das, was sie gesagt, beschwören könne, erwidert die Pfeffer: Ich habe an meiner Aus­sage nichts zu ändern.

Staatsanwalt Braut teilt der Pfeffer mit, daß er eine« anonymen Brief erhalten habe, in dem es heißt, daß die Zeugin eine unglaubliche Angst vor Sternberg habe. Soweit er, der Staatsanwalt, und die preußische Staatsanwaltschaft in Berlin zu thun hätten, könne sich die Zeugin vollständig beruhigen. Die Zeugin bekundet weiter in namenloser Erregung, daß Sternberg in ihrer Wohnung gewesen sei und sie e r n st l i ch b e d r o h t habe, er würde sie durch die Zeitungen schleifen re. Zeugin Pfeffer schildert weiter ihren Besuch bei Dr. Werthauer, dem sie all die schamlosen Angriffe, die gegen sie unter­nommen wurden, Wort für Wort mitgeteilt habe. Dr. Werthauer habe darauf erwidert, sie solle doch ihren Haß gegen Sternberg fallen lassen und auf die andere Seite übergehen; Sternberg werde ihr unendlich dankbar dafür sein. Sie aber habe darauf geantwortet, nicht für eine Million würde sie etwas anderes sagen, als was sie wirk­lich wisse. Zeugin Pfeffer erzählt weiter, im September sei Frau Suchard bei ihr gewesen und habe sie aufgefordert, in der Habels Brauerei Bier zu trinken. Dort habe sich bald der Direktor Poppe zu ihnen gesellt. Letzterer habe ihr dann 1000 Mark für den Brief der Frau Miller ge­boten. Sie habe aber ablehnend geantwortet, auch dann, als man ihr nahegelegt, daß sie auch 3- bis 5000 Mark fordern könne. Es wird hierauf ein Brief der Zeugin Pfeffer an Dr. Werthauer verlesen. In dem vom 17. August datierten Schreiben bittet die Zeugin Dr. Wert­hauer, Sternberg zu sagen, daß sie ihm nicht mehr feind­lich gesinnt sei. Er möge für sie thun, was feine achtzehn Millionen ihm für sie zu thuu gestatteten.

Rechtsanwalt Dr. W e r t h a u e r bekundet, daß er im April d. I. nach, stundenlangen Beratungen mit Sternberg zu der Ansicht gekommen sei, daß es sich um ein Kom­plott handele, an dem Frl. Pfeffer, die Damen Fischer und Stier st ädter beteiligt seien. In den Konferenzen habe man dieses Komplott nur diePfefferei" genannt. Nachdem Luppa mitgeteilt, daß, die Pfeffer Briefe haben müsse, in denen Gravierendes über den Woydafall stände, habe die Verteidigung natürlich alles Interesse gehabt, diese Briefe zu erhalten.

Staatsanwalt Braut kann dieses Handelsgeschäft nicht billigen. Man hätte Pie Staatsanwaltschaft mit der Beschlagnahme der Briefe betrauen sollen. Der Staats­anwalt fragt Dr. Werthauer, ob dieser Briefankauf auch in den Konferenzen beschlossen worden sei.

Tie Rechtsanwälte Heinemann, Fuchs und Mendel erklären nacheinander, von der Sache nichts zu wissen. Rechtsanwalt Wronker teilt mit, daß er nicht einer einzigen Konferenz beigewohnt habe. Auf die Frage des Staatsanwalts, ob Dr. Sello davon Kenntnis habe, antwortet Dr. Werthauer: Ich glaube wohl.

Die Zeugin Pfeffer entbindet den Rechtsanwalt Modler von seiner Amtsverschwiegenheit. Sie konstatiert, daß Stierstädter sie vor Luppa gewarnt habe, der sie be­stechen wolle. Luppa habe Stierstädter getroffen und ihn gefragt, ob ihn denn nicht die Pfeffer beeinflußt habe, die Frieda gegen Sternberg zu hetzen. Zeuge Stier­st ä d t e r bestätigt diese Bekundung.

Es tritt jetzt eine Pause ein. Nach derselben bekundet

Gieße», 15. Dezember 1900.

* Wahlen. In der heutigen Sitzung des Kreistag wurden Beigeordneter Wolff-Gießen mit 11 gegen 2 uc Apotheker Welke r-Allendorf a. d. Lda. mit 8 geg» 6 Stimmen zu Mitgliedern des KreisauSschusfeS gl- wählt.

** Personalnachrichten. Der Großherzog hat dem Kapitän- leutnant Kopp aus Offenbach a. M. das RitterkreuzI.Sl mit Schwertern des Verdienstordens Philipps des Sroß- wütigen, dem Sanitätsmaat Reith aus Bingen unb btm Signalgast Rolle aus Kastel das Allgemeine EhrenMei verliehen, dem bisherigen Bezirksfeldwebel Lenz beimLand­wehrbezirk Erbach das Silberne Kreuz des Verbienslardwr Philipps des Großmütigen. Der Großherzog bm Kanzlei-Inspektor bei der Hauptstaatskasse Jacob Meher die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm vom Fürsten von Montenegro verliehenen Ritterkreuzes des Montenegrinischen Danilo-Ordens erteilt.

Zur Flucht des Steinhaus. Mit Bezug auf die gestrige (derDarmst. Ztg." entstammenden) Notiz über Osias Steinhaus ersucht uns die Direktion der Psychia­trischen Klinik festzustellen, daß St. aus der Klinik am 24. November wieder in die Strafanstalt B u tz b a ch zurück- gebracht worden ist. Die angebliche Flucht des St. iji also nicht bei einem Transport von Seiten der Klini? erfolgt.

0 Nene Eisenbahn-Verbindung für den Sommer. Wir berichteten im Mai d. I., daß Bewohner von Dutenhofen, Münchholzhausen, Dorlar, Atzbach u. s. w., denen sich w größere Anzahl Interessenten von Gießen-Wetzlar Ge­schloffen hatten, an die Verkehrs-Inspektion (Sieben tmb später an die Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. hatten, um zu erreichen, daß der abends gleich nach 9 W in Wetzlar einlaufende Weilburger Zug bis Gießen weiter geführt würde und in Dutenhofen halten sollte, damit dort Personen ein- und auSsteigen könnten. Die wohlbegründete Eingabe wurde s. Z.abschläglich beschieden, worauf die Petenten im weiteren Instanzenweg sich an den preußischen Minister für öffentliche Arbeiten wandten. Vor kurzem erhielten die Interessenten darauf den Bescheid, daß ihrem Wunsche, bw Weilburger Abendzug bis Gießen durchzuführei, für den Sommerfahrplan entsprochen werden wir? Damit ist für die Gießener für den kommenden Somrn die Möglichkeit geschaffen, von dem beliebten Ausflugs Jagdschlößchen zwischen 7 Uhr 21 Minuten und dem W nach 12 Uhr abends einen Zug zur Heimkehr benu^D können, der ohne Frage für die Solideren ein Bedürfnis«'"

Tätlicher Unfall Am Donnerstag stürzte der 22 Jahre alte Dachdecker Nicolai von einem ftiWr- Bau in der Schloßgaffe und blieb sofort tot. .

* Dem deutsche» Flotteuvereiu ist gestattet worden, am den Bahnhöfen der preußisch-hessischen Eisenbayw gemeinschaft mutoskopische Apparate aufouftW welche Bilder von der Kriegs- und anbel» marine enthalten. Die Apparate werde» demnächst uaq näherer Anweisung der Betriebsinspektionen an geeignete, Stellen der Bahnhöfe so angebracht werden, daß der vtf' kehr nicht gestört wird. .

Weihnachtsausstellnug. Wir machen auch an W Stelle auf die Weihnachtsausstellung der Han darben schule von Fräulein Landmann aufmerksam. Dw überaus reichhaltige Ausstellung beweist, welche FEule , Anregung in praktischen und schönen Arbeiten unser jungen Mädchen in dieser Schule geboten wird. möchten den Besuch der Ausstellung, der jedermann gefiat ist, empfehlen. h e

o. Kinzenbach, 14. Dezember. Bekanntlich wollte oo» Kaiser Wilhelm-Regiment vom gestrigen Tage ein Scharfschießen in unserer Gemarkung abhalten. gegen 7 Uhr früh marschierte ein Kommando nach hergerjchteten Schießplätze, um das Wasser au8 den geworfenen Gruben zu schöpfen. Allein eS war i der anhaltenden Nässe nicht möglich, die Graden ,a

Amtsgerichtsrat Hamel, daß die Teichert bei ihrer erit». Vernehmung erklärt habe, daß sie durch die Callis ur die Flöter zur Fischer gekommen und dort von der Fis^ empfangen worden sei. Diese habe ihr gesagt, sie K dem Maler, mit dem sie gleich, zusammenkommen werd sagen, sie sei über 14 Jahre alt. Sie habe dies gethan und sei auch mit dem Herrn in unsittlichen $5 kehr getreten.

Tie Callis wird noch einmal über das Verhalte, des inzwischen verhafteten Wolff in der dem Krimina'. gebäude gegenüberliegenden Konditorei vernommen. % Zeugin wiederholt, daß Wolff mehrfach, laut gesagt habe Ihr müßt vor Gericht nur die Wahrheit sagen; leju habe er hinzugefügt: Ihr könnt ja doch- sagen, was i- wollt?

Rechtsanwalt Dr. Werthauer stellt in Abrede, die an den Detektivdirektor Schulze geleisteten Zahlung, mit seinem Büreau etwas zu thun hätten, sie seien sämtlich durch Luppa erfolgt.

Dann wird der Telegraphenassistent Sch ulz mit den Detektiv-Direktor Schulze konfrontiert. Letzterer fo hauptet, daß er aus der Auskunft, die ihm Schulz n( geben, Entnehmen zu müssen glaubte, daß Stierstiidl« wegen Ungehorsams aus dem Militär entlassen worden /ei

Hierauf will Sternberg sich zu den Auslassungen der Pfeffer äußern, behält sich dies aber schließ für sein Schlußwort vor.

Ter Vorsitzende verlieft dann die bekanntentibt~ stattlichen Versicherungen, welche die Zeugin Miller am 24. Oktober in New-Aort aüsgestellt und mit einem Briese vom 5. November an Justizrat Dr. Sello gesandt Hai Nachdem noch der Portier des Hauses, in dem Ti Romen wohnt, belanglose Bekundungen über einen hem gemacht, der ihn aushorchen wollte, wird die Sitzun? geschlossen.

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