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Et» LS5 Siebentes Blatt. Sonntag den 16. Dezember 150. Jahrgang 1900
Meßmer Anzeiger
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Nr. 7.
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Adresse für Depeschen: Anzeiger Kieste«, Fernsprecher Nr. 51.
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Amtlicher Heil.
Bekanntmachung.
Bet r.: Den Markt am 31. Dezember d. I, zu Grünberg.
Wir geben bekannt, daß der Grünberger Markt bort 31. Dezember d. I. nicht Bi eh markt, wie irr» liKrLich im Landkalender steht, ist, sondern nur Kram- nmifft. Darnach ist auch unsere Bekanntmachung vom 10, Dezember l. IS. im Gießener Anzeiger Nr. 292 gegen- staickSloS.
Gießen, den 15. Dezember 1900.
Grohherzogliches Kreisamt Gießen.
v. Bechtold.
Bekanntmachung.
In der Zeit vom 8. bis 15. Dezember 1900 find in hiesiger Stadt:
gefunden worden:
1 gold. Damenring, 1 Portemonnaie mit Inhalt, Postwertzeichen und 1 Kehrichteimer.
verloren worden:
1 schwarzseidener Regenschirm.
Die EnrpfangSberechtigten der gefundenen Gegenstände hrlüben ihre Ansprüche alsbald hier geltend zu machen.
Gießen, den 15. Dezember 1900.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
Hechler.
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Die Buren.
Eine Depesche Lord Kitcheners aus Pretoria lom 13. ds. bestätigt den gestern gemeldeten neuen großen Buren erfolg. Der englische Feldherr meldet: Die Streitmacht Elements' wurde bei Tagesanbruch am 13. Dezember bei Nooitgedacht am Maga- Herberge von den 2500 Mann starken Kommandos lellareys und Beyers aus Warmbaths angegriffen. Tee erste Angriff der Buren wurde abgeschlagen, es gelang im Buren indessen, den Gipfel des Magaliesberges zu ndjroten, der von vier Kompagnien Northumberland-Fü- siilieren verteidigt wurde. Die Buren beherrschten siomit das britische Lager, und General Clements Mg sich nach Hekspoort zurück und nahm auf einem Berge mitten im Flußthal Stellung. Der Kampf war sehr heftig, Hin Oberst und drei Hauptleute wurden getötet, die andern grinste sind noch nicht festgestellt. Verstärkungen sind 'sivut von Pretoria abgegangen. Die Brigade Broadwoods 'Md im Norden des Magaliesberges, 11 Kilometer west- M) von der Stellung Clements'.
Lord Kitchener hat die Zügel in Südafrika ergriffen, nder eine Aenderung der Lage hat sie bisher nicht erzielt, uc Guerillakrieg ist wohl zu keiner Zeit von den Buren uiit so viel Energie und so viel Geschick geführt worden Jie gerade jetzt. Die neue Periode des Kampfes setzte Pon in den letzten Tagen Lord Roberts' ein mit Beginn südafrikanischen Sommers. Die günstige Witterung die Kriegslust der Buren von neuem angefacht. Außer- Miu aber haben sie durch die lange Schule des Kampfes «mches gelernt. Kurz, Kitcheners Debüt ist so «nglücklich wie möglich. Während ihm im Süden c7^?"Arelstaates der vielgewandte De We t, an dem m pckbst schon vergeblich seine strategischen Künste geübt M mitsamt dem Präsidenten Steijn abermals durch die Finger geht, obgleich es beinahe unmöglich schien, daß er Mh> eine Masche in dem Netze, das die verfolgenden eng- ' ll'MN Abteilungen um ihn gespannt hatten, finden würde, «eignet sich kaum 60 Kilometer entfernt von Pretoria ein Hngecmach, das direkt einen Schlag für das englische Seer bedeutet. Die Magaliesberge — der Name wird auch «ls »Singular gebraucht — ziehen sich in einem stumpfen Kin kel, dessen Scheitel vom Krokodilflusse durchschnitten mirbo, in einer Länge von etwa 70 Kilometer erst nord-- Lstlich, dann genau östlich nach der Bahnlinie hin, die sie elwais nördlich von Pretoria erreichen. Die Berge sind da beständige Schlupfwinkel von Burenscharen gewesen, iimb besonders Delarey hat sie zu seinem Stützpunkte ge= madjOt. Es ist noch in Erinnerung, daß Rustenburg, zwischen
Olifantsnek und den Magaliesbergen, verschiedene ^ckie der Gegenstand des Kampfes zwischen Delarey oder ^nmer und englischen Heerführern gewesen ist. Auch y 'Wet hat sich durck diese Berge, Baden-Powell ein ^Ämippchen schlagend, hindurchgepirscht. Wie nun aus der Uitsm Depesche Kitcheners hervorgeht, standen in jüngster M zwei englische Abteilungen bei den Magaliesbergen: Wtona zunächst Clements mit seiner Division, dste arg A°lmmen geschmolzen sein muß, und 11 Kilometer weiter «Milch aus der andern, nördlichen Seite der Magalies- RW Broadwood mit seiner Kavalleriebrigade. Beide Wiviien ein beschauliches Leben geführt zu haben, denn
das Anrücken zweier Kommandos von 2500 Buren, die sich scheinbar erst zu dem Zwecke gemeinsamer Operation nördlich der Magaliesberge vereinigt haben, wurde von Clements so sivenig bemerkt, daß ervollkommenlüber- rumpelt wurde, und als er sich dann unter schweren Verlusten zurückziehen mußte, ließ ihn der 11 Kilometer entfernte Broadwood ruhig in seiner hilflosen Lage; das wenigstens scheint zwischen den Zeilen der amtlichen Depefche zu stehen. Die Lage Clements muß sehr- kritisch sein. Die Verluste sind fteilich noch nicht bekannt, indessen die Ausdrucksweise der amtlichen Depesche und die hohe Zahl gefallener Offiziere läßt die Engländer das Schlimmste befürchten.
Nach einem weiteren Telegramm Lord Kitcheners aus Pretoria vom 13. haben dieBuren auch, die Orte Lichtenburg (westliches Transvaal), Bethlehem, Vrede (nordöstl. Oranjefreistaat) und Vryheid (südöstl. Transvaal) angegriffen, ohne indessen Erfolge gehabt zu haben. Vor Lichtenburg wurde der Buren general Lemmer, einer der tüchtigsten Burenführer, getötet. Ferner wird aus Lourenzo Marquez vom 14. gemeldet: Die Lage in Komatipoort ist ernst. Eine 1500 Mann starke Burenstreitmacht befindet sich in der Nähe. Man erwartet einen Sturmangriff auf Komatipoort. Die britisch^ Kavallerie istinach dem Sabiefluß abgegangen. Alle Truppen haben Befehl, sich in Bereitschaft zu halten.
Etwa 800 Mann berittener englischer Infanterie in Aldershot haben den Befehl erhalten, sich, Anfang Januar nach Südafrika einzuschiffen. Von Malta sollen, wie berichtet wird, 400 Mann berittener Infanterie sich Mitte Januar einschiffen.
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Telegramme de- Gießener? Anzeiger-.
Berlin, 15. Dezember. Eine gestern Abend abgehaltene von etwa tausend Personen besuchte Volksversammlung gestaltete sich zu einer Kundgebung für den Präsidenten Krüger uud das Burenvolk. Es wurde ein Begrüßungs- Telegramm an Krüger abgesandt und an die Kölner Bürgerschaft für die würdige Vertretung deS deutschen Volkes beim Empfange Krügers herzliche Grüße gerichtet.
Loudon, 15. Dezember. Die heutigen Morgenblätter beschäftigen sich mit der Niederlage der Kolonne Clemens. Morning Leader weist darauf hin, daß Botha erklärt hat, 20 000 Buren ständen noch unter Waffen, und behauptet, die Uebernahme des Oberbefehls durch Kitchener habe nur das zur Folge gehabt, daß der Mut deS Feindes angestachelt fei.
London, 15. Dezember. Die Verluste in dem Gefecht der Kolonne Clemens gegen Burentruppen unter Delarey sind noch immer nicht bekannt. Doch sollen dieselben auf beiden Seiten sehr zahlreich sein. General French ist mit berittener Infanterie nach KrügerSdorp abgegangen. — Wie aus Kapstadt gemeldet wird, sind 4000 südafrikanische Rekruten in letzter Zeit in die irreguläre Armee eingetreten.
Der Krieg in China.
Lihungtschang und PrinzTsching haben jetzt das diplomatische Korps benachrichtigt, daß ihnen durch Spezialedikt des Kaisers und der Kaiserin, datiert vom 10. Dezember, die weitgehendsten Vollmachten erteilt worden sind. Die in regelrechter Form ausgestellten Beglaubigungsschreiben sind unterwegs. — Nochmals haben sich die Gesandten end- giltig über die Bestimmungen einer gemeinsamen Note geeinigt, die bereits ins Chinesische übersetzt ist. Da, wie aus London gemeldet wird, auch der englische Gesandte zur Unterzeichnung der gemeinsamen Note ermächtigt worden ist, so ist nunmehr wohl alles einstimmig erledigt. — Der „Standard" meldet aus Shanghai: Der Vizekönig von Wutschang teilte mit, daß die Kaiserin den FriedenS- vorschlag annehme, falls die Mächte sich mit folgenden Bedingungen begnügten: Baldige Rückkehr deS Kaisers nach Peking, Entschädigung von einer Million Taels, Ermächtigung der chinesischen Friedensvermittler, am 13. Dezember das kaiserliche Siegel, das sich in der verbotenen Stadt befindet, zu holen und mit den Friedensverhandlungen zu beginnen.
Aus Taku wird gemeldet: Lihungtschang habe in einer Unterredung erklärt, nach Abschluß des Friedensvertrages würden drei Spezialgesandte nach Deutschland und Japan entsandt werden, um im Namen der chinesischen Regierung bei den betreffenden Herrschern wegen Ermordung ihres Vertreters um Entschuldigung zu bitten.
Der „Franks. Ztg." wird aus Tientsin telegrafiert: Die Expedition unter dem deutschen Oberst von Rohr- cheidt, die nach dem Südwesten abgeschickt war, ist mit 14 Feldgeschützen und 4 anderen hierher zurückgekehrt.
Die chinesischen Truppen ließen sich auf kein Gef.cht ein. Hier und in Paotingfu sind Boxer verhaftet worden.
Der Berliner Botschafter der Vereinigten Staaten hat auf Weisung seiner Regierung in einem Schreiben an den Staatssekretär des auswärtigen Amts gebeten, dem der kaiserlichen Gesandtschaft in Peking zugeteilten Stabsarzt Dr. Velde die aufrichtige Anerkennung und tiefe Dankbarkeit der amerikanischen Regierung für die Dienste auszudrücken, die er den Matrosen und Soldaten der Vereinigten Staaten während der Belagerung der Gesandtschaften in dem Hospital der britischen Gesandtschaft in Peking geleistet hat.
Die zweite Brigade der deutschen ostasiatischen Truppen hat vorläufig nach dem Verteilungsplan des Kommandos ihr Quartier in Paotingfu. Von dort aus haben, wie der Oberkommandierende meldet, im Laufe des November sechs größere und kleinere Expeditionen von Paotingfu in westlicher und nordwestlicher Richtung stattgefunden, wobei auch die große Mauer erreicht wurde.
Es bestätigt sich, daß keines unserer Kriegsschiffe sich unter den Schiffen befindet, die auf der Rhede von Taku eingefroren sind. Nachdem das Kanonen- boot Tiger schon am 25. November Taku verlaffen, blieben nur noch die großen Kreuzer Hansa und Hertha, die dann auch am 10. und 11. Dezember in See gingen.
Der „ReichSanz." enthält Verlustliste Nr. 5. Darnach wurde im Gefecht bei Tsekingkwan der Kanonier Schüle aus Cannstadt getötet. Außerdem sind gestorben: Oberst Graf York an Vergiftung durch KohlenoxydgaS, die Musketiere Hey aus Spikaer-Neufeld (Kreis Lehe), Kleen aus Hartwarden in Oldenburg, GieS aus Elberfeld, Gum- pert aus Meilitz im Großherzogtum Sachsen, Friederitzi aus Meschede, Heinke II. aus Strelow (Kreis Grimmen), Schmerse aus Altensorge (Kreis Landsberg a. W.), Pateley aus Krauseiche (Kreis Soldin), Elvermann aus Bottrop (Kr. RecklingShausen), Zerlett aus Troisdorf (Siegkreis), Schwahn aus Mainz, Unteroffizier Kummer aus Großenhain i. S. und die Kanoniere Buch aus Seiffersdorf (Kr. Grottkan) und Seidel aus Pleschen. Vermißt wird der Gefreite Krauße aus Pölbitz i. S. Amtlich wird aus Tientsin gemeldet: Sergeant Marschner vom Pionier-Detachement und die Seesoldaten Lischka, Freudenthal, Wesner und Wische sind am Typhus gestorben.
Aus Paris wird gemeldet: Einer Anzahl Ausländer, die sich bei den Vorgängen in China ausgezeichnet haben, ist der Orden der Ehrenlegion verliehen worden. Von Deutschen sind der Gesandtschaftsarzt in Peking Dr. Velde und Oberleutnant Graf Soden, der Führer des deutschen Detach-ments in Peking, zu Rittern der Ehrenlegion ernannt worden.
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Telegramme des Gießener Anzeiger-.
Kiel, 15. Dezember. Der nächste Ablösungs-Transport für sämtliche in Ostasien stationierte Kriegsschiffe geht im Frühjahr nach China ab. Corvetten Kapitän Koch übernimmt die Führung der zum Kaiser befohlenen China- Kämpfer nach Berlin.
Peking, 13. Dezember. Am 10. Dezember haben die Boxer mehrere Poststationen angegriffen. Die Beamten haben sich auf die nächsten Etappenstationen geflüchtet. Darauf hat die Besatzung von Ho^Hsi-Wu an der Bahn- linie Pekmg.Tientsin einm Streifzug gegen die Boxer unter- nommen. An dem hierbei stattgehabten Gefecht betei- ligten sich auf Seiten des Feindes etwa 1000 Boxer, die anfangs :m Vorteile waren, dann aber wurden sie unter einem mörderischen Feuer zurückgeschlagen. Am 11. d. M. ft darauf die Besatzung von Ho Hfi-Wu in Gemeinschaft mtt der von Matu die Boxer wiederum angegriffen und dabei gänzlich zerstreut. Mehrere Boxer-Dörfer wurden niedergebrannt. Man erwartet die Eröffnung der Eisenbahn von Tientsin nach Peking in spätestens zwei Tagen.
Peking, 14. Dezember. Durch den Sturz mit dem Pferde haben sich der Feldjäger-Leutnant Graf Wintzingerode eine Verrenkung der Hüfte und der Kapitän von Usedom einen komplizierten Unterschenkelbruch zugezogen.
Deutsches Reich.
Bnliii, 14. Dezember. Der Kaiser Hörle stütz im Schlosse zu Hannover während de« Frühstücks Vorträge des Hannoverschen Männergesangverems. Nach Beendigung der Vorträge dankte der Kaiser den Sängern und erwähnter beabsichtige wiederum einen Gesangs Wettstreit zu


