Torpedoboote auf dem Rhein.
— In der Budgetkommission des Reichstages
Flottenvorlage gestellt worden.
ist voraussichtlich der dereinstige Regent des Herzogtums.
Loudon, 14. Mai. Unterhaus. Chamberlain legt eine Vorlage,betr.'die Verfassung der australischenKolo nien, vor, und sagt, die Vorlage bedeute einen wichtigen Schritt vorwärts zur Organisation des britischen Reiches. Werde die Vorlage angenommen, so werde Australien einen gemeinsamen Tarif, ferner einen internationalen Freihandel und eine gemeinsame Verwaltung und Landesverteidigung haben. Er schlage vor, unverweilt den Plan zur Ernennung je eines Repräsentanten für Kanada, Australien, Südafrika und Indien als Mitglieder des Geheimen Rates auf sieben Jahre vorzulegen. Diese neuen Mitglieder sollten auch als Lords of Appeal thätig sein und lebenslängliche Peerschaft erhalten. Nach mehrstündiger Debatte wird schließlich die erste Lesung der Vorlage angenommen.
— Der von der Mehrheit der konservativen Partei einzubringende, auf den Beschlüssen der zweiten Lesung beruhende Antrag zum F l e i s ch b e s ch a u g e s e tz e ist auch von den Mitgliedern der deutsch-sozialen Reforni- partei unterschrieben worden.
— Zu der vom „Berliner Tageblatt" veröffentlichten Mitteilung, wonach es zwischen deutschen und Kongo- truppen am Kivusee zum Kampfe gekommen sei, wird der „Post" von zuständiger Seite erklärt, daß hier nichts davon bekannt ist.
Potsdam, 14. Mai. Dem Prinzen Ernst von Altenburg wurde ein Sohn geboren. Damit ist ein längst gehegter Wunsch der Altenburger erfüllt; denn er
Paris, 14. Mai. Das „Patrie" versichert, aus bester Quelle zu wissen, daß das Ministerium Waldeck- Rousseau bereits gestern abend über die angesichts der Pariser Gemeinderatswahlen einzunehmende Haltung folgendes beschlossen habe: In den ersten Tagen soll ein Prozeß gegen die Verleumder LoubetS begonnen werden, in dem eine große Anzahl Redakteure verschiedener Pariser nationalistischer Blätter, sämtlich Mitglieder der Patriotenliga, verfolgt werden sollen. Der Prozeß würde den erwünschten Anlaß zu zahlreichen Verhaftungen geben. Weiter soll die Regierung beschlossen haben, sofort bei der großen Kundgebung des Gemeinde- ratS gegen das Staatsoberhaupt oder die Regierung denselben aufzulösen und die Neuwahlen auf 3 Monate zurückzusetzen, um in der Zwischzeit eine energische antinationalistische Kampagne zu beginnen. Dagegen wird von nationalistischer Seite behauptet, daß die neugewählten Mitglieder des Gemeinderats sich damit begnügen werden: 1. von der Regierung die Amnestie für alle vom Staats gerichtshof Verurteilten zu fordern, 2, das Votum, wodurch die Broschüre Gohier, betitelt: „Armee gegen die Nation", in die Bibliotheken des Gemeinderats einverleibt worden, zurückzuziehen, und 3. zu fordern, daß der^Oberst Marchand amtlich im Staatshause empfangen werde.
Wien, 14. Mai. Nachdem die Czechen beschlossen haben, am Donnerstag die Obstruktion fortzusetzen, ist die Situation hoch ernst geworden: Die Regierung trifft alle Vorbereitungen zur Auflösung des ReichSrates und zur Ausschreibung der Neuwahlen im September.
Budapest, 14. Mai. Das Expose Goluchowskis betreffs der auswärtigen politischen Situation und des
— Die Teilnehmer an der Exkursion des „Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller" zum Besuch der Pariser Weltausstellung haben heute vormittag 9 Uhr vom Lehrter Bahnhof aus ihre Reise angetreten. Dreihundert Personen, unter ihnen gegen 50 Damen, waren der Einladung des Vereins gefolgt; weitere Teilnehmer sollen sich in Köln und Paris anschließen. In Paris wird der deutsche Reichskommissar am Tage nach der Ankunft einen offiziellen Empfangsabend veranstalten.
— Die dritte Lesung der Lex Heinze wird am 17. Mai im Reichstage fortgesetzt werden. Seitens der Gegner dieser Vorlage wird schon jetzt die O b st r u k t i o n vorbereitet, die jedoch einen milderen Charakter annehmen soll. —
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Ser^äUtii(Teä ju Rußland ist gleichlautend mit der Thron^ rebe. Betreffs des T r a n s ° a a l k r i - g e s drückt Goluchowsk, die Zuversicht aus daß derselbe keine gefährliche Rück. Wirkung auf die Beziehungen der Großmächte untereinander haben werde, da eine Vermittelungsaktion weder stattlinden noch Aussicht auf Erfolg haben würde, «eil Eng?änd si» ablehnend verhält. — In seiner heutigen D-IegationSrede sprach Stoma Goluchowski das vollste Mißtrauen namens der Czechen aus. Goluchowski sei bei allen Kabinetten seit 1895 zugleich Hebamme und Engelmacherin wesen. Der Redner befürchtet, die Deutung des Berliner Kaiserbesuches werde das Verhältnis zu Rußland trüben. In Serbien und Bulgarien habe Oester« reich alle Sympathie verloren. Rach dem Schlußwort des Referenten Bacquehem wird dem Grafen Goluchowski Vertrauen votiert.
Belgrad, 14. Mai. Der frühere Minister Tau. schanowic wurde wegen Urkundenfälschung zu fünf Jahren Kerker in leichten Feffeln verurteilt, doch wurde diese Strafe mit der von ihm noch zu verbüßenden neunjährigen Gefängnisstrafe inelfJahreKerkerinleichten Fesseln zusammengelegt.
Washington, 14. Mai. Im Senat erklärte Hale bei Fortsetzung der Beratung der Flottenvorlage, er glanbe nicht, daß die Notwendigkeit der Vermehrung der Flotte dadurch gegeben sei, daß man für die unmittelbar bevorstehende oder spätere Zukunft Feindseligkeiten mit Deutschland befürchte. Dieses große Land sei mit den Unionstaaten durch unlösbare Bande in Gestalt von 10 Millionen Menschen deutscher Abkunft verknüpft, die heute zu den besten Bürgern der Uuionstaaten gehörten.
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Rüdesheim, 14. Mai. Gestern vormittag begaben srch die Offiziere und Mannschaften der bei Rüdesheim eingetroffenen Torpedoboote nach dem Niederwalddenk- mal. Auf dem Denkmalsplatz hatten 21 Vereine mit Fah- nen sich zu einem Festzuge zusammengeschlossen. Nachdem begeisterte Ansprachen gehalten und der führende Offizier den Dank für den Empfang ausgesprochen hatte, wurde an den Kaiser folgendes Huldigungstelegramm abgesandt.
„An des Kaisers Majestät, Schloß Urville. Die zur- Feier der Anwesenheit Eurer Majestät Torpedoboots- Division am Nationaldenkmal versammelten Tausende sprechen Eurer Majestät mit unterthänigstem Danke für die Entsendung der Division die freudige Zuversicht ans, daß unsere aufblühende Marine unter Führung teurer Majestät die Machtstellung des Reiches und damit den Schutz der Lebensinteressen aller seiner Bewohner weiter und in alle Zukunft wahren wird."
Gegen 2 Uhr war die Feier beendet. Für den Nach- .. . .. v ~ -----o— ■ mittag und Abend sind in Rüdesheim verschiedene Fest
sind mehrere Abanderungsantrage zur zweiten Lesung der lichkeiten in Aussicht genommen. Bei Eintritt der Dunkel» - —*■— heit wird das Nationaldenkmal festlich beleuchtet.
(?) Bingen, 14. Mai. Am zweiten Tage des anläßlich der Anwesenheit der Torpedoflotte dahier gefeierten Festes fand vormittags eine Besichtigung der Torpedoboote durch die Herren des Stadtvorstandes und die Spitzen der Behörden statt. Seitens der Besatzung wurde auf das Be- reitwilligste und Eingehendste Bau und Einrichtung der Boote erläutert. Hieran schloß sich eine Spazierfahrt auf. den Scharlachkopf und Rochusberg. In den behaglichen, Räumen der Schützenhalle wurde den Festgäften seitens unseres Oberschützenmeisters G r ä f f ein erquickender Trunk gereicht. Nachdem noch die Rochuskapelle besucht morden war, folgten die Festgäste nebst Begleitung einer Einladung des Kommerzienrats Mey zu einer Besichtigung feiner neu eingerichteten und prächtig ausgestatteten' „Villa Sachsen" nebst Anlagen und zu einem opulenten Frühstück. Hierbei brachte der Gastgeber einen Toast auf den Kaiser und Großherzog, einen weiteren auf die
über die Obstruktion int Reichstage mit folgenden Worten: Die Mehrheit des Reichstages darf sich nicht von der Minderheit durch die fortgesetzte Obstruktion tyrannisieren, lassen, es ist ihre Ehrenpflicht, Sorge zu tragen, daß dieses Mal nicht wieder die Obstruktion den Sieg davon trägt, sowohl wegen der hohen idealen Bedeutung eines besseren Schutzes der christlichen Sittlichkeit, als auch weil ein solcher Sieg den Beginn des Ruins eines gesunden Parlamentarismus bedeuten könnte. Ein Erfolg der Obstruktion kann aber nur verhindert werden, wenn die Mitglieder der Mehrheitsparteien vollzählig zur Stelle sind. - Richter nennt in der „Frei s. Z t g." die Suspension des Senioren-^ konventes das „ungeschickteste Auskunftsmittel", auf das der Präsident verfallen konnte, da der freie Ausschuß „gerade in Zeiteit gegenseitiger Erregung aus formalen geschäftlichen Gründen ein Mittel ist, Oel auf die Wogen zu gießen". Der blinde Eifer des Parteimannes habe den Grafen Ballestrem nach jeder Richtung zu einem Verhalten geführt, wie es sich niemals zuvor ein Präsident des Reichstages erlaubt hat, und er fügt hinzu: „Die Folgen werden sich bald genug fühlbar machen". Vorher wird der Präsident daran erinnert, daß es den „Parteien der sogenanntem Obstruktion" zunächst nur darauf angekommen sei, der Schlußmacherei der Mehrheit ein Ziel zu setzen, also einer Taktik des Zentrums und eines Teils der Konservativen, die den Grafen Ballestrem selbst so empört habe, daß er den Präsidentensitz abtrat und das Haus verliest Das stimmt, später setzte sich die Obstruktion allerdings „höhere" Ziele.,— Der „Vorwärts" erweitert die Vorwürfe der „Freis. Ztg." dahin, daß der „stramme Rittmeister" auf dem Präsioentensitz, der Schöpfer einer „Präsidentendiktatur", so verfahren habe, wie er gethan, weil die Lex i Heinze sich in offener, ehrlicher Weise nicht zur Annahme bringeit lasse, es habe ihrethalben „gemogelt" werden inüffen, daher hätten die „Heinzefr^unde" unter sich verhandelt.
Deutsches Reich.
tv6.!8trlin' 14' 2el Kaiser verlieh bei der Be- (ia;tigung de rneuett Besestigung von Gorgimonl dieser
"^eRe Kronprinz" Gestern vormittag berichtigte der Kaiser den Kriegerverein von Kürzel/ der Kirche mm der Fahne Aufstellung genommen hatte, ?Jie? Zeichnungen von fünf Denkmälern zeigen, welche der Verein auf Kriegergräbern in deri Umgebung errtchtet hat. Heute morgen traf der Kaisen auf dem -”?• k Devant les Ponts ein, besichtigte die ver- Medenen Dombauhütten, tot denen die Ersatzteile für Restaurierungsarbeiten der Kathedrale angefertigt werden, suhr zur Kathedrale, besichtigte das neue Portal, die Krypta und folgte der Einladung des Bezirkspräsidenten von Hammerstein zum Frühstück, an dem noch Bürgermeister v Kramer und Polizeipräsident v. Liebenstein tetlnahmen. Um 3 Uhr 30 Minuten erfolgte die Abreise nach Urville Dte Kaiserin blieb wegen einer geringen Erkältung' und wegen des schlechten Wetters dort. Sie verlängert ihren Aufenthalt bis zum 21. Mai, während der Kaiser morgen vormittag nach Wiesbaden abreist.
~ Ter K a iser richtete an den Oberbürgermeister .Kirschner eine Kabinettsordre aus Urville, worin es heißt Die begeisterte Aufnahme, welche die Hauptstadt dem Kaiser von Oesterreich, meinen treuen Bundesgenossen und Freunde, wie fyen übrigen erlauchten Gästen bereitet hat und die herzliche Anteilnahme der Bürgerschaft an dem bedeutsamen Feste der Großjährigkeit haben mich mit lebhafter Befriedigung erfüllt. Tie Ausschmückung der Feststraßen wie der einzelnen Gebäude, die glänzende Illumination und die freudig bewegten Menschenmengen in den Straßen legten ein beredtes Zeugnis dafür ab, welches nimge Mitgefühl die Ereignisse meines Hauses in den Herzen der Berliner Bevölkerung wecken. Hierdurch auf das Freudigste bewegt, gebe ich Ihnen und den städtischen Behörden sowie der Bürgerschaft Berlins gern volle Anerkennung und warmen Dank zu erkennen. — Der Kron - p r in z richtete ein Schreiben an den Magistrat; und die x v?.^brordneten, in dem er ihnen für ihre treuen, in so künstlerischer Form anläßlich seines Geburtstages ausgesprochenen Wünsche aufrichtig dankt und fortfährt: Nicht minder liegt es mir am Herzen, bei dieser Gelegenheit der gesamten Bevölkerung Berlins für ihre freudige Teilnahme, i mit der sie die jüngst verflossenen Festtage so besonders i glaneznd zu gestalten wußte, innigsten Dank zu sagen. Daß ; gerade öte Stadt Berlin, welche Zeuge meiner glücklichen .Kindheit und Jagend gewesen ist, den Beginn des für mich neuen und wichtigen Lebensabschnittes mit so treuer Teil- geHjan befltettete' meincm Herzen ganz besonders wohl-
n Monats wird der kaiserliche
H o s den Besuch des lapanesischen Prinzen Ka- nin, eines Verwandten des Kaisers von Japan empfangen. Ter Prinz entspricht damit einer Einladung des Prinzen Heinrich, den er während dessen iünaffern Aufenthalte in Tokio auf den Besichtigungen und Ausflügen begleitet hat.
f “A®ie ,,Kreuzzeitung" sagt am Schlüsse einer Besprechung der vorgestrigen Erklärung des Präsidenten Grafen Ballestrem im Reichstage Für die Mehrheitsparteien ist es jetzt Ehrenpflicht,'der drohenden Obstruktion energisch entgegenzutreten und dem Terrorismus der durch Herrn Singer geführten Minder- heitsparteieil die Stirn zu bieten. Ein Appell an die Reichstagsmitglieder, zu diesen Zwecke sich vollzählig einzufinden, wird unserer Ueberzeugung nach nicht vergeblich jein. — Die „Germania" schließt einen längeren Artikel |
Nach einer „Times"-Depesche aus Brandsdrift bricht der Widerstand der Buren zusammen. Das Gelände ist bis Karannaberg abpatrouilliert, die Plänkler machten über 50 Gefangene, darunter den Bruder Steijns. Alle Burenkommandos sind auf dem Rückzüge nach Lindley begriffen.
Weiter wird gemeldet, Kroonstad biete einen schmutzigen Anblick. Die gehetzten Buren verübten mutwilligen Schaden, bevor sie die Stadt verließen. Sie zerstörten die Eisenbahnstation und verbrannten alle Vorräte, die sie nicht mitnehmen konnte. Sie nahmen alle Munition und das gesamte Eisenbahnmaterial mit sich. Die große Brücke in der Nähe Kroonftads ist völlig zerstört. Eine Brücke auf der Südseide ist unversehrt geblieben. Viele Verhaftungen wurden vorgenommen, namentlich unter solchen Leuten, die sich besonders abfällig gegen die Engländer geäußert haben.
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Telegramme des Gietzeuer Anzeigers.
Berlin, 15. Mai. Nach einer Meldung aus London wird unter dem gestrigen Tatum aus Stonehill Farmfield m Natal telegraphiert: Der große Vormarsch des Generals Buller begann am vorigen Donnerstag. Bei Melpmalaar sand ein heftiges Artilleriegesecht statt. Es wurde drei Tage gekämpft. General Bethune, welcher auf der rechten Flanke herumkam, vereinigte sich mit Buller. Die Buren sindvollständiginderFlankeumgangen. ^hre gesamte großartige Stellung bei den Biggarsbergen ist praktisch erobert Die Engländer gehen noch vor.
. 3ür i d), 15. Mai. Englische Maultier Händler
durchziehen den Kanton Wallis, um alle erhältlichen, ~ l..e r e f “ r England aufzukaufen. Sie zahlen pro Stuck 400 bis 600, selbst 1000 Fres. Die Bauern geben ihre Tiere zu solchen Preisen gern her.
S o n b o n, 15. Mai. Aus Pretoria wird vom 14. 1 b. Mts. gemelbet: Heute würbe ein Kriegs-Bulletin fol- i genben Inhalts veröffentlicht: Meldungen aus Natal be- richten, daß die Engländer gegen Helpmakaars Höhen und die Hügel von Condor vorgehen. Die Buren haben Mafe- “n9 Zistern energisch angegriffen. Der Telegraphist von Malokow bemerkte hierüber, daß ein heftiges Geschütz- unb Gewehrseuer währenb sechs Stunben hörbar war. Das t a b t v i e r t e l der Raffern fing Feuer und nach einer.
^tunbe war es vollstän big zerstört. Um 10 Uhr war roieber alles ruhig.
(C. £<5 n kf,n' 15- ^ai. Aus Kronstabt wirb gemelbet: I Eine Proklamation, die diese Woche veröffentlicht! werden soll, wird den Oranje-Freistaat als Ge-I biet der englischen Krone erklären.
deutsche Flotte sowie die Gäste aus. Namens der Gäste dankte Oberleutnant v. Restorp und Stadtverordneter Richard Pennrich, der sein Glas den Damen des Hauses weihte. Nachdem die herrlichen Parkanlagen besichtigt waren, .feierte Kommerzienrat Mey die schönste Stadt am deutschen Rheine mit beredten Worten, dabei der Ueberzeugung Ausdruck gebend, daß die enormen Aufwendungen, die Bingen zurzeit für Hebung von Handel und Verkehr, sowie für Verschönerung mache, ohne Zweifel reiche Frucht bringen würden. Vor der Verabschiedung aus! dem schönen Besitztume nahm Stadtverordneter Racke Veranlassung, im Angesichte des vorbeirauschenden deutschen Stromes und des herübergrüßenden Denkmals deutscher Kraft und Einheit ein Hoch dem geeinten deutschen Vaterlande auszubringen, in das die Anwesenden begeistert, einstimmten. Der Fremdenzuzug nach unserer Stadt war während der Festtage ein ganz gewaltiger. Am Sonntage weilten mindestens 20 000 Fremde in unserer Stadt. Zu Ehren der Gäste war gestern abend die Burg Klopp, die Villa Sachsen und das Hotel Rochusberg festlich beleuchtet und boten einen feenhaften Anblick. Heute vormittag kehrten von Rüdesheim zwei Torpedoboote hierher zurück, um Se. Königl. Hoheit den Großherzog von Hessen- an Bord zu nehmen.' Unter dem Donner der Geschütze und dem Jubel,des zahlreich herbeigeströmten Publikums lief der Sonderzug ein, der unseren jugendlich frischen Landesherrn hierherbrachte. Nach einer kurzen Begrüßung durch Geheimrat Spanier und Bürgermeister Neff begab sich ©e; Königl. Hoheit an Bord, dem Publikum in der gewinnendsten Liebenswürdigkeit dankend. Das Boot hißte alsbald die hessische Flagge und dampfte mit den übrigen Torpedobooten nach Mainz. Der Großherzog geruhte zur hellen Freude der Bewohner unserer Stadt mitzuteilen, daß er mit seiner hohen Gemahlin im Laufe des Sommers seiner schönen Rhein st adtl Bingen einen längeren Besuch zu machen beabsichtige.
In Ergänzung unserer gestrigen telegraphischen Mitteilung schreibt man aus Mainz: Heute früh halb zehn Uhr versammelte sich auf dem durch die Aktiengesellschaft H. A. Disch zur Verfügung gestellten, festlich geschmückten Dampfer „Ludwig IV." eine zahlreiche geladene Gesellschaft, um den Kriegsfahrzengen entgegenzufahren. Auf oiefem Begrüßungsschiff waren u. a. anwesend Oberbürgermeister Dr. Gaßner mit den Beigeordneten und zahl-


