Ausgabe 
15.11.1900 Erstes Blatt
 
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Testen sichere Feststellungen treffen zu können. Die nächste Aufgabe der Untersuchung wird es nunmehr sein, über Liefen Punkt Klarheit zu schaffen; man rechnet dabei auf ine Mitwirkung aller Organe der Öffentlichkeit und in erster Linie der Presse.

Bei dem Frankfurter russischen General?o n- sulat ist die Witwe des dritten bei dem Unglück getöteten Russen erschienen, dessen Persönlichkeit sie durch die Uhr, die Hemdenknöpfe u. s. w. festgestellt hat. Ls ist derStaatsratPeterDmitriewitschvon Feodorow,Mitglied desTarnbowschenLand- gerichts, der sich zu seiner Frau nach Heidelberg be­geben wollte.

Komische Tagesschau.

Am 30. März 1900 ist der Eisenbahn - Minister von Thielen im preußischen Herrenhause von dem Prinzen Heinr.ich zu Schoenaich-Earolath gefragt worden, wie sich die Passagier eeines D-Zuges bei Feuersgcfahr aus dem Wagen retten sollen. Der.Redner knüpfte an das entsetzliche Eisenbahnunglück bei Bischiweiler an; dort war der Postwagen in Brand geraten, unmittelbar hinter dem Postwagen war der erste Wagen des D-Zuges, der mit seinen Insassen unrettbar verloren gewesen wäre, wenn es nicht infolge eigenartiger Umstände gelungen wäre, das Feuer zu löschen. Prinz Carolath gab zu erwägen, ob nicht Mtausgänge, wie man sie in Theatern hat, geschaffen werden können:

Ich meine, wir sollen nicht warten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist, son­dern rechtzeitig der hier bestehenden großen Gefahr vor­beugen. Wir haben in Bischweiler die traurige Erfahr­ung gemacht, und ich möchte nicht, daß wie beim Brande des Theatre Francais es heißt: wir kommen mit unseren Klagen, wenn es zu spät ist. . . Meine HerrAr, ich glaube, es ist nicht ein Änziger unter Ihnen, der nicht mit mir der Auffassung wäre, daß es vollständig unmöglich ist, im Falle einer solchen Katastrophe rechtzeitig und unverletzt den Wagen zu verlassen".

Weshalb sollen Notausgänge unzulässig sein? Wes­halb soll man dem Publikum nicht die Möglichkeit ge­währen, jederzeit die Thüren zu öffnen? Prinz Carolath sagte mit Recht:

Vertrauen wir dock)- dem guten Sinn des Publi­kums und seiner Einsicht etwas mehr, als das in der Regel der Fall ist. Wir sind es dem Publikum schuldig, nach dieser Hinsicht Beruhigung zu schaffen. Es muß Fürsorge getroffen werden, daß die Menschen­leben bei solchen Unfällen gerettet werden können und nicht so hilflos der Gefahr ausgesetzt bleiben, wie das bisher der Fall gewesen ist".

Der Eisenbahnminister v. Thielen legte diesen War­nungen und der auch von dem Breslauer Oberbürger­meister Dr. Bender geübten Kritik an den D-Wagen keine entscheidende Bedeutung bei. Das Unglück von Bischweiler war, so sagte er,ein so ganz außergewöhnliches, daß es vielleicht in hundert Jahren gar nicht Wieder­kehr t". 'Eine Kombination von allem möglichen schlimmen Dingen habe dazu beitragen müssen, das Unglück herbei­zuführen und es so grausig zu gestalten. 'Nun sind alle unsere D-Wagen so eingerichtet, daß selbst ein kor­pulenter Herr und eine Dame sich durch die Fenster retten können". Wir möchten dem Eisen­bahnminister den Vorschlag machen, die Probe auf das Exempel zu machen, und zu versuchen, wie er selbst zum Fenster hinaus kommt, obwohl er nicht sonderlich korpulent ift Eine große Zahl Passagiere muß leider jeden der­artigen Rettungsversuch von vornherein als aussi'^tslos unterlassen. Herr v. Thielen meint, daß die Notthüren Sei einem Zusammenstoß ungangbar würden. Das kann in einzelnen Fällen geschehen, muß aber nicht immer geschjehen. Außerdem ist es Sache der Technik, gegen diese Gefahr besondere Vorsorge zu treffen, und das wird ich: gelingen. Der Minister rühmt die D-Wagen, weil sie sicherer seien, als die übrigen. Jedenfalls sind sie weit­aus nicht so sicher, wie sie sein müßten und auch sein könnten. Es hat nicht hundert Jahre gedauert, son­dern nur wenige Monate, bis sich der Unfall von Bisch weiler in furchtbarem Maße wiederholt hat. Alle Be- Beschwichtigungen werden die öffentliche Meinung nicht überzeugen, daß die Anregungen des Prinzen Carolath anbegründet gewesen und die D-Wagen so vortrefflich seien, um keiner Verbesserung zu bedürfen.

Vor der Civilkammer II des Hamburgischen Land­gerichts kam die gegen die Beschlagnahme der 30 Kisten transvaalischen Rohgolds angestrengte Klage zur Verhandlung. Bekanntlich erfolgte die Beschlag- der an die Firma Arndt u. Cohn in Hamburg adressierten Sendung auf Antrag zweier Banken, denen von der ^.ransvaal-Regierung Goldsendungen vor der Er­klärung des Krieges konfisziert sein sollen. Die Ver­mutung, daß Präsident Krüger der Absender des Geldes wurde von den Empfängern bald selbst dementiert. Rus der Verhandlung ging hervor, daß die Absenderin der wertvollen .Asten die Firma Ackermann u. Wilcke ch. Der Vertreter der Firma Arndt u. Cohn, Rechtsanwalt beantragte die Aufhebung des einstweiligen Entscheides Und Auslieferung der beschlagnahmten Güter e den Adressaten. Dieser Klage trat die DeutschOst- afrika-Lime (Vertreter: Rechtsanwalt Dr. Westphal) bei, wahrend dre Rechtsanwälte Dr. Moenckeberq, Kaemmerer und Stcrmmann für ihre Mandanten auf Bestätigung der einstweiligen Verfügung plädierten. Der Vertreter der Firma Arndt u Cohn machte geltend, daß diese Firma als Konno sements-Jnhaberin die rechtmäßige Empfängerin »er Güter sei, und dass die Absender «tfermann u G als Eigentümer zu betrachten seien. Das Eigentumsrecht Lieser Firma wurde von der gegnerischen Seite entschieden bestritten. Zur Klarstellung dieses Punktes wurde die Ver­nehmung des Präsidenten Krüger und des Staatssekretärs Reitz vorgeschlagen. Es wurde ausgeführt, daß Wilcke des­halb nicht Eigentümer des Goldes sein könne, weil er stlnter Zurücklassung von Schulden! von .Hamburg nach Transvaal ausgewandert sei und sich kanm ein solches Vermögen dort erworben habe T hatsächlich habe sich Wilcke, als ihm der Ankauf des Goldes nahegelegt worden

fei, hierzu außer stände erklärt und schließlich nur die Verfrachtung desselben übernommen. Hieraus gehe klar hervor, daß es sich um transvaalsches Staatseigentum handle, das auf Grund des beigcbrachten Materials zu Recht beschlagnahmt worden sei, während von der anderen Seite behairptet wurde, daß schon die Zwangsvollstreckung als solche zu Unrecht erfolgt fei. Das Urteil ist noch nicht verkündet worden.

Der Krieg in China.

Die Einigung der Vertreter der Mächte in Peking über die zunächst an China zu stellenden For­derungen ist, wie wir bereits mitteilten, erfolgt. Als das wesentlichste ist die Mitteilung zu begrüßen, daß diese Forderungen den Charakter einer decision irrevocable tragen sollen. Nickst allein wird China und den Chinesen der feste Wille der Mächte vor Augen geführt, sondern auch die Einigkeit selbst gegen etwaige vorübergehende Störungen sichergestellt. Dieunwiderrufliche Entschei­dung" wird unwiderruflich nicht nur gegenüber China sein, sondern auch für die einzelnen Mächte, deren Ver­treter ihr zugestimmt haben. Die Depesche lautet: Peking, 12. November. In der letzten Sitzung der Vertreter der Mächte in Peking sind die Punkte, über die endgiltige Einigung erzielt worden ist, vorbehaltlich genauerer Re­daktion folgendermaßen festgestellt worden : Der Eingang der 9tote soll den Charakter derselben als einerdecision irrevocable" feststellen. Sodann erhält unter den 'an die Chinesen xu stellenden Ansprüchen den ersten Platz die Forderung einer nach Berlin zu entsen­denden, von einem chinesischen kaiserlichen Prinzen zu führenden Mission, die das Bedauern des Kaisers von China und der chinesischen Regierung über die Er­mordung des Freiherrn v. Ketteler ausdrücken soll. Außerdem ist auf dem Schauplatz der Unthat ein ent­sprechendes Denkmal mit lateinischer, deutscher und chinesischer Inschrift zu errichten, die ebenfalls dem Be­dauern des Bogdychan über die geschehene Frevelthat Ausdruck giebt. 2. soll China die Rädelsführer, die zum Teil bereits in dem chinesischen Edikt vom 25. Sep­tember, zum Teil von den Vertretern genannt sind, be­ziehungsweise noch genannt werden, mit dem Tode be­strafen. 3. Die chinesische Regierung soll zwei Jahre lang in allen Unterpräfekturen eine kaiserliche Verordnung anschlagen, die a) die Mitgliedschaft an der Boxersekte mit dem Tode bedroht, b) die über die Schuldi­gen verhängten Strafen veröffentlicht, und c) die Vize- königc, sowie die Provinzial- und Lokalbeamten für die Ordnung in ihren Bezirken verantwortlich macht und die Bestimmung trifft, daß solche Beamte, die neue Vertrags­verletzungen und Belästigungen der Fremden zulasscn, sofort abgesetzt werden und niemals wieder andere Stellen erhalten dürfen. 4. Auf jeder fremden oder internatio­nalen Begräbnisstätte, deren Gräber während der Wirren geschändet worden sind, muß die chinesische Regierung ein Sühnedenkmal errichten. 5. Das Tsungli- Damen soll vollkommen umgeformt und auch der Ver­kehr der Gesandten mit dem Hofe in einer Weise neu geregelt werden, die von den Mächten des nähern zu bestimmen sein wird. 6. China muß den Mächten für Schädigungen von Staa^nnd Privaten entsprechende En t- schädigungen leisten. Die zu zahlenden Summen be­greifen, wie ausdrücklich hervorgehoben wird, auch die Beträge in sich, welche solchen Chinesen gezahlt werden sollen, die im Dienst der Fremden Schaden erlitten haben. 7. Das Verbot der Einführung von Waffen nach China wird bis auf weiteres aufrecht erhalten. 8. Jede einzelne Macht erhält das Rechet, für ihre Gesandtschaft eine per­manente Schutzwache zu halten. Das Gesandt­schaf ts v i e r t e l, in dem Chinesen nicht wohnen dürfen, wird in Verteidigungszustand gesetzt. 9. Die Befestigung von Ta kn und etwaige andere, welche die gerade Verbindung Pekings mit dem Meere hindern könnten, sollen g e sch l e i f t werden. Die Mächte werden einzelne Punkte zwischen der Hauptstadt und dem Meere bestinsinen, die militärisch besetzt werden, um jederzeit den unbehinderten Verkehr zwischen dem Sitz der Gesandtschaften und der See zu gewährleisten.

Nun meldet aber der Spezialkorrespondent derFrkf. Ztg." aus Tschifu: Ein Sonderberichterstatter des Kaisers von Korea, der aus Peking zurückkehrt, erzählt, daß zwischen Militär und Diplomaten Uneinig­keit herrscht; auch die Diplomaten unter ein­ander sind nicht einig. Am 31. Oktober ist es in Dangtsun zwischen französischen, deutsche?! und russischenTr uppen aufder einen und den a in e - rikanischen Truppen auf der anderen Seite beinahe zu einem Kampf gekommen. Die Amerikaner hatten mit Gewalt von einem Eisenbahnzug Besitz ergriffen und schlugen!d abei französische Offiziere, so­wie den russischen Lokomotivführer nieder. Die Russen und Fvanzosen drohten, Feuer zu geben, falls der Zug sich in Bewegung setze; allein sie waren an Zahl schwächer, als die Amerikaner und konnten daher diese nicht zwingen, den Zug wieder zu verlassen. Die Russen und Franzosen mußten auf Hilfe der Deutschen warten, und dann gaben die Amerikaner nach.

Londoner Blätter melden aus Tientsin vom 10. ds.: Die Russen haben ein Arsenal nordöstlich von Dangt- sun mit unbedeutenden Verlusten genommen. Eine bedeutende Geldsumme und eine Anzahl von Waffen wur­den erbeutet, 200 Chinesen wurden getötet. (Diese Meld­ung macht ersichtlich, daß sogar in unmittelbarer Nähe der Straße Tientsin-Peking noch oder wieder stärkere Boxerhaufen stehen. Yangtsun liegt gegen 40 Kilometer nordwestlich von Tientsin.)

Nach einem Telegramm aus Kiel meldet Major von Madai über Taku, daß der Einjährige Ludwig C i ch o r i u s und der Seesoldat Hermann Gärtner vom 1. See-Bataillon an Unterleibs-Typhus gestorben sind.

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Telegramme des Oieheuer Anzeigers.

London, 14. November.Morning Post" meldet ckus Berlin: Der Kaiser habe die Veröffentlich­ung von Soldatenbriefen untersagt. Er habe seine Entrüstung über die bereits gemachten Enthüllungen ausgedrückt und eine Untersuchung angeordnet.i DemDaily Expreß" zufolge soU Kaiser Wilhelm eine

Verstärkung von 5000 Mann für China au, geordnet hcchen. (Beide Mitteilungen sind zweifellos große englische Enten. D. Red.)

London, 14. November. Die Morgenblätter stelleu fest, daß der veröffentlichte Prälirninar-Friedens- vertrag überall einen guten Eindruck gemacht bat. Die darin aufgestellten Forderungen werden als das Mindeste, was von China verlangt werden muß, angesehen.

London, 14. November. Zwei Kompagnien Japaner und ein kleines britisches Detachement werden die am 12. ds. nordwärts abgegangene deutsche Kolonne begleiten. Das Wetter ist kalt. Der Fluß hat eine halbzöllige Eisschicht. Die internationale Untersuchungs- Kommission ift noch thätig. In Waldersees Büreau glaubt man sicher, daß weitere Hinrichtungen folgen werden.

London, 14. November. Aus Shanghai wird ge­meldet: Der französische Kreuzer Parner ist nach Nanking abgegangen. Der Kommandant desselben ersuchte den Vizekönig um eine ^Unterredung. Der Zweck der Unter­redung ift unbekannt, doch glaubt man, daß dieselbe mit der Wahrung der französischen Jyteressen im Jangtse- thale zusammenhängt und daß der Kommandant die Notwendigkeit der Anwesenheit eines französischen Kriegsschiffes irnIangtsethale dargelegt habe.

Zlürich, 14. November. Bei der gestrigen Missions- Konferenz in Winterthur machte die Baseler Mission die Mitteilung, daß im Süden Chinas, besonders in der Provinz Kwantung, gefährliche Unruhen ausge­brochen seien und daß die zurückgekehrten Missionen, neuerdings flüchten mußten, wobei diesen der Rückweg über'den Ostfluff abgeschnitten wurde. Mehrere Missionare wurden gefangen genommen und ihre Freilassung gegen 600 Dollar Lösegelo angeboten. Viele Missions-Stationen sind zerstört und ausgeplündert worden.

Shanghai, 14. November. Mandarinen verbreiten das augenscheinlich inspirierte Gerücht, daß sich Kaiser Kw a n g s ü vor 14 Tagen entschlossen hätte, nach Peking zurückzukehren, um mündlich mit dem Grafen Waldersee in Verbindung zu treten. Dieser hätte dem Kaiser mili­tärisches Geleit versprochen, das ihn in Mengtsin hätte in Empfang nehmen sollen. Die Prinzen Tuan und Tung- Fusiang hätten zurückbleiben und den Thronerben zum Kaiser ausrufen sollen. Sie rekrutieren ein großes Heer in Kanlu und der Mandschurei, das die bereits zur Ver­teidigung der Mandschu-Dynastie unter den Waffen be kindlichen Truppen verstärken soll.

Deutsches Reich.

Berlin, 13. November. Der Kaiser hörte heutt morgen zunächst den Vortrag des Chefs des Militär- Kabinetts v. Hahnke, sodann die des Chefs des M> miralstabes v. Di e d e r ich s und des Chefs des Marine- Kabinetts v. Se n d e n-Bi b r a n. Um 1 Uhr empfing der Kaiser IdeU Minister v. Thielen zum Vortrag. Der | Kaiser erschien heute abend beim Reichskanzler Grafen : Bülow zum Diner, an dem u. a. General-Adjutant v. Kessel, die Generäle Graf H ä s e l e r und v. M o l t ke, der Direktor deZ Deutschen Theaters in Hamburg, Baro» Berger, Professor Slaby sotvie Geh. Baurat Prof. Ihne teilnahmen.

Mitteilungen über die dem Prinzen Prosper A r e n b e r g im Gefängnis zu Hannover gewährten Ver­günstigungen, als da sind: Selbstbeköstigung unb Selbstbeschäftigung, sowie Unterstellung einer Aufsicht von nur höhern Gefängnisbeamten, hält derHann. Cour." vielfachen Anzweiflungen gegenüber aufrecht.

Finanzminister Dr. von Miquel machte gestern dem Reichskanzler Grafen Bülow einen Besuche und ver­weilte etwa zwei Stunden bei ihm.

Im Bun desrat wurde heute der Vorlage betx. den Entwurf der Verordnung über den Zeitpunkt, von dein ab die Schiedsgerichte für die Arbeiter-Ver­sicherung an Stelle der bisherigen noch von den Berufsgenossenschasten errichteten Schiedsgerichte treten, dem 3. Nachtragsetat für 1900, Kosten der China-Ex­pedition, die Zustimmung erteilt.

DieMagdeburger Zeitung" meint, die Nativ- nalliberalen würden diesmal den Anspruch auf die zweite Vizepräsidenten stelle im Reichstage er­heben, die ihnen nach der Zahl ihrer Mitglieder, b* die Sozialdemokraten in dieser Frage ausscheiden, zu­komme. .

Die Vorlage wegen der K o st e n der ostasiaN- scheu Expedition gebt dem Reichstage sofort nach seinem Zusammentritt, oer Etat für das Rechnungsjahr 1901 erst im Laufe der nächsten Woche zu. Da in den ersten Tagen dem Reichstage wenig Arbeits­material (?) vorliegen wird, so wird die erste Be- J ratung des dritten Nachtrags-Etats am 19. d. stattsinden. | In der Zwischenzeit werden die Fraktionen zu biefer wichtigen Vorlage Stelluirg nehmen.

Aus dem nächsten M a r i n e e t a t wird berichtet: Zum Umbau, bezw. zu der hiermit gleichzeitig vorzu- i nehmenden Verlängerung der Schiffe derSiegfried"- Klasse sieht der Etat als erste Rate 4 500000 Mark vor. Für die gelegentlich des Umbaus der Küstenpanzerschisst vorzunehmende artilleristische Verstärkung dieser Schisst i sieht der Etat 500 000 Mark vor. Für die mit der Aus­führung des Flottengesetzes von 1900 gebotene Perso­nal-Vermehrung der Marine ist im Etat von 1901 die Neubewilligung von 65 Stellen für aktive Seeoffiziere, ferner 4 für inaktive, 11 für Aerzte, 4 für Personal der Artillerieverwaltung bezw. des Minenwesens vorgesehen. Der Mehrbedarf an Mannschaften beläuft sich auf 100 Deck­offiziere, 628 Unteroffiziere, 1707 Gemeine und 30s Schiffsjungen.

Dem Bundesrate ging der Etat des Aus­wärtigen Amtes zu. Die fortdauernden Ausgabe» betragen Mk. 13 307 507, die einmaligen Mk. 26 396 607. Von letzteren beansprucht die Kolonialverwaltung Mk. 25947 807. Der gleichfalls dem Bundesrate zuge- gegangene Etat für Ostafrika balanciert mit 12 394 00« Mark, der Reichszuschuß beträgt Mk. 9 117 000. Im Extra- ordinarium wird zur Gewährung von Beihilfen ait indiM Ackerbürger Mk. 30 000 gefordert, von deren Thätigkeil in erster Linie eine kräftige Förderung des Anbaues von Reis und Baumwolle erhofft. Zur Herstellung der Eisenbahn Dar-es-Salaam nach Mrogoro werden als erste Rate ML 2 Mill, gefordert; die Gesamt'

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