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15.6.1900 Erstes Blatt
 
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Telegramme deS Gietzeuer Anzeiger-.

Loudo«, 14. Juni. Aus Port Arthur wird gemeldet, 2000 Russen haben sich in Taku eingeschifft.

London, 14. Juni. ES geht das Gerücht, daß 25000 Gewehre und zwei Millionen Patronen, welche die chinesische Regierung im vorigen Jahre in Deutschland bestellt hatte, gegenwärtig im Besitze der Rebellen seien.

London, 14. Juni. Aus Shanghai wird gemeldet: Gerüchtweise verlautet, die Kaiserin-Mutter habe den Vertretern der Großmächte versprochen, die Ruhe wieder herzustellen, wenn die Vertreter ihre Truppen zurückziehen.

Wien, 14. Juni. Oesterreich-Ungarn entsendet ein zweiteSSchiss nachChina.daS auch Landungstruppen mitbringt.

New-York, 14. Juni. Ein Telegramm berichtet die Ermordung des amerikanischen Missionars, der die Methodisten-Station Tschung-Hei leitete.

Manila, 14. Juni. Eine amerikanische Truppen- AbLeitung ist nach Tientsin abgefahren. Weitere amerikanische Truppen sollen folgen, ebenso Dampfer mit Munition und Lebensmitteln.

Der Krieg in Südafrika.

Lord Roberts hat wieder Lebenszeichen gegeben, und seiner Meldung, die aus Pretoria vom 12. Juni datiert ist der Vermerk beigesügt, daß sie über Kroonstad gegangen, rin Beweis, daß die nach Süden führende Telegraphen­linie wieder hergestellt ist. Die Meldung lautet:

Methuen marschierte heute (am 12.) nach dem Rhenosterfluß, wo er einen vollständigen Sieg über De Wet davontrug. Er bemächtigte sich des feind­lichen Lagers und zerstreute den Feind nach allen Richtungen. Methuen und Kitchener marschierten heute in der Richtung auf Kroonstad."

Der Rhenosterfluß schneidet 75 Kilometer nordöstlich Kroonstad die Bahnlinie. Dort machte De Wet bereits am 23. Mai den Engländern den Uebergang streitig. Er war es offenbar auch, der den Anschlag gegen die rück­wärtige Verbindung des englischen Hauptheeres ausführte; wenn er jetzt die Brücke über den Rhenoster gründlich zer­stört hat, so dürste er seinen Zweck, die Bahnverbindung für eine zeitlang zu stören, erreicht haben. Interessant ist daß Lord Kitchener, der Generalstabschef, wieder einmal fern vom Oberbefehlshaber weilt.

Eine Depesche Lord Roberts aus Pretoria vom 12 d. MtS., in der der Sieg über Dewet gemeldet wird, be­richtet aussührlicher: Pretoria und Johannesburg sind voll­kommen ruhig. Nach der Uebergabe Pretorias ging General Botha nach einer 15 Meilen östlich von der Straße nach Middelburg gelegenen Stellung zurück. Ich erteilte den Befehl, Botha am 11. d. M. anzugreifen, da aber seine Stellung in der Front thatsächlich unangreifbar war, um­ging die Division French sie zu unserer Linken und Ha­milton zur Rechten. Beide stießen auf großen Widerstand. Vor Einbruch der Dunkelheit gelang es zwei Infanterie- Bataillonen von Hamiltons Streitmacht, beinahe den Schlüssel der Verteidigungsstellung des Feindes auf der Linken zu gewinen. Die Truppe erhielt den Befehl, auf dem gewonnenen Boden zu bivakieren. Die das Centrum einnehmende Division Po.le-Carew rückte zur Unter­stützung Hamiltons auf die Nachricht, daß die Oranjeburen den Uebergang der Engländer über den Vaalfluß sich zu Nutze machten, um unsere Verbindungslinie abzuschneiden, vor. Ich sandte Kitchener mit den verfügbaren Truppen ab, um nach Süden vorzudringen, und sich in der Nähe Heilbrons mit Lord Methuen in Verbindung zu setzen. Am Abend des 10. Juni vereinigte sich Methuen mit Kit­chener bei Boedesort-Road-Station. Sie marschierten am folgenden Tage nach dem Rhenosterflusse, wo Methuen einen vollständigen Sieg über Dewet errang und deffen Lager eroberte, und die feindlichen Truppen nach allen Richtungen zerstreute. Am 12. Juni marschierten Methuen und Kitchener auf Kroonstad. Lord Roberts fügt seiner Meldung hinzu:

Die Regierung Ihrer Majestät braucht keine Be­fürchtung über die Sicherheit der Armee in Südafrika zu hegen. Der Feind errang einen kleinen Erfolg, welcher be­dauerlich ist, aber bald wieder wett gemacht werden soll. Die Instandsetzung der Bahn wird nicht viel Zeit erfordern. Ich bin jetzt imstande, die Linie zwischen Pretoria und dem Rhenoster mit starker Macht zu halten. Lord !Methuen wird bei seinem Vormarsche die Linie bewachen. Hunter soll heute, am 12., in Potschefstroom eintreffen, derselbe wird dann nach Johannesburg weitergehen. Ich habe mich auch mit Buller verständigt, der zweifellos bald durch die An­wesenheit seiner Truppen auf dem Schlachtfelde sich fühl- bar machen wird. Die Verluste am 11. d. Mts. sind, wie ich hoffe, nicht ernst. Unter den Toten befindet sich der Earl of Airlie. Kroonstad ist völlig sicher."

Endlich telegraphiert Lord Roberts aus Kotbosch vom 12. d. MtS.: Die Verluste Lord Methuens bei dem gestrigen Kampfe betragen: 1 Mann tot, 18 verwundet. Das Derbyshire-Regiment hatte am 7. d. Mts.: 36 Tote und 104 Verwundete. Die Verwundeten befinden sich sämtlich in dem Yeomanryhospital, das von den Buren genommen war, dessen sich Lord Methuen aber wieder bemächtigte.

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Telegramme deS Gießener Anzeigers.

Louden, 14. Juni. Der DampferMavin" von der ostindischen Linie hat gestern den Hafen Fiume mit 500 Pferden verlassen, die für englische Rechnung angekaust wurden und nach Südafrika transportiert werden. In Ungarn sollen angeblich noch weitere 3000 Pferde für den englischen Heeresbedars angekaust worden sein.

London, 14. Juni.Daily Expreß" meldet auS Lorenzo Marquez vom 12.: Gerüchtweise verlautet, die englische Regierung habe den Buren-Generälen Botha und Delarey auf indirektem Wege eine Pension von 12500 Pfund Sterling angeboten, wenn sie die Waffen niederlegen würden. In Regierungskreisen versichert mau, von diesem Vorschläge keine Kenntnis zu haben.

Loudon, 14. Juni. Nach einer Meldung aus Vry- burg zieht sich eine Abteilung von etwa 1000 Buren mit 30 Wagen vor den Truppen des Generals Warr en zu­rück. Sie befinden sich augenblicklich in Kuruman.

Loudon, 14. Juni. Ueber 3000 Frauen hielten gestern in QueenShall eine große Versammlung ab, worin sie gegen den Krieg protestierten und eine Been­digung deS Konfliktes forderten. Es wurden vier Tages­ordnungen angenommen. In der ersten verurteilen sie den Krieg und die schlechte Politik der Regierung, in der zweiten protestieren sie gegen den Versuch, die Freiheit des Volkes zu beeinträchtigen, die dritte spricht sich für die Erhal­tung der beiden Buren-Republiken auS und die vierte spendet den Buren-Frauen den Ausdruck der Sym­pathie ihrer englischen Schwestern.

Loudon, 14. Juni. Aus Leriva wird gemeldet: Ein Offizier und mehrere Soldaten, die von General Clery in Begleitung eines einflußreichen Burghers in die Umgebung gesandt wurden, angeblich um die Ergebung einer Anzahl Buren eutgegenznnehmen, find nicht zurück- gekehrt._________________________________________

Deutsches Reich.

Berlin, 13. Juni. Wie man aus Homburg v. d. H. .neidet, machte der Kaiser heute vormittag einen! Spazierritt nach foer Saalburg, wo er im Römer- Kastell unter Führung des Baurats Jacobi zweieinhalb Stunden blieb und während eines Gewitters in der Porta decumana Pläne besichtigte. Die Kaiserin Fried­rich traf gegen 12 Uhr von Schloß Friedrichshof zur, Frühstückstafel in Homburg ein. Das Kaiserpaar wird morgen zur Feier des Geburtstages der griechischen Kron­prinzessin an der Mittagstafel in Schloß Friedrichshof teilnehmen. Das Prinzenpaar Adolf von Schaum­burg-Lippe ist heute in Cronberg eingetroffen.

Der Kaiser richtete an die Direktion der Ham­burg-Amerika-Linie auf den telegraphischen Glückwunsch zur Annahme der Flotten-Vorlage folgende Antwort:

Ich danke Ihnen für Ihr Telegramm. Ich that mein Bestes und bin dankbar und hoch erfreut, zum Ziele ge­langt zu sein. Der treuen und unermüdlichen Hilfe aller meiner Mitarbeiter lasse ich dabei in Dankbarkeit alle Anerkennung widerfahren. Nun aber weiter, daß unsere Flotte auch bald wirklich achtunggebietend auf dem Meere erscheinen kann, -um als Kräftezuwachs in meiner Hand der Welt den Frieden zu bewahren!" Wilhelm.

Prinz Friedrich Leopold von Preußen, der, wie mitgeteilt, zum Inspekteur der 4. Kavallerie- Inspektion ernannt worden ist, hat sich von Kassel zur Uebernahme seines neuen Kommandos nach Potsdam be­geben, wohin auch die prinzliche Hofhaltung verlegt wird. Zum Nachfolger des Prinzen im Kommando der 22. Di­vision ist Generalleutnant v. Rabe, bisher Kommandeur der 35. Kavallerie-Brigade ernannt.

Das preuß. Staatsmini st erium trat heute nachmittag unter dem Vorsitz des Fürsten Hohenlohe zu einer Sitzung zusammen.

Dem Staatssekretär pes Reichsmarineamtes, Vize- Admiral Tirpitz, ist, wie derReichsanzeiger" meldet, der erbliche Adel verliehen worden. Ferner veröffent­licht derReichsanzeiger" eine Reihe weiterer Auszeich­nungen an hohe Marine-Offiziere. U. a. erhielt der Di­rektor des technischen Departements im Reichsmarineamt, Kvntre-Admiral Diederichsen, den Roten Adlerorden 2. Klasse mit Eichenlaub. Die Verleihung des Adels an den Staatssekretär Tirpitz, sowie eine Reihe Ordensver­leihungen an seine Mitarbeiter bei der Flottenvorlage, darunter die Fregattenkapitäne v. Heeringen und Capelle, hängen selbstverständlich mit der Annahme des Flotten­gesetzes zusammen.

Der Bundesrat hat in seiner heutigen Sitzung den Entwurf einer Novelle zum Gesetz betr. die deutsche Flotte vom 10. April 1899, ferner den vom Abg. Müller- Fulda eingebrachten Gesetzentwurf wegen Abänderung des Reicksstempelgefetzes, sowie den von dem Abg. Bassermann u. Gen. eingebrachten Antrag wegen Abänderung des Zoll­tarifgesetzes in der Fassung der Reichstagsbeschlüsse an­genommen. Die Vorlage betr. Besetznng von Stellen der juristischen Mitglieder des Reichsmilitärgerichts, des Ober­militäranwalts und der Militäranwälte mit Ausschluß der Stellen des bayerischen Senats wurde den zuständigen Ausschüssen überwiesen. Der Vorlage betr. Ausprägung von Reichssilbermünzen und der Vorlage betr. Außer­kurssetzung der Reichsgoldmünzen zu fünf Mark wurde die Zustimmung erteilt.

Die offiziöseBerliner Korrespondenz" bespricht in einem längeren Artikel die Annahme des Flottengesetzes. Durch die Annahme des Flotten­gesetzes, heißt es in dem Artikel, hat der Reichstag be­kundet, daß auch er von der Ueberze^ugung durchdrungen ist, daß Deutschland nicht nur zu Lande, sondern auch zu Wasser derartig gerüstet sein muß, daß es bei etwaigen Konflikten nicht von der Gnade anderer Völker abhängig ist. Das deutsche Reick), wie es 1866 und 1871 geschaffen worden ist, hatte zunächst nach außen hin die Aufgabe, eine ihm gebührende Stellung zu behaupten. Die deutsche Politik war Festlandspolitik, die als Hauptpunkt die Er-. Haltung des europäischen Friedens im Auge hatte und sich deshalb auf die Armee stützte. Ihre Sorge war die Ausbildung der Landmacht, die einer entsprechenden See­macht trat dem gegenüber zurück. So blieb es der gegen­wärtigen Generation Vorbehalten, das in früheren Jahr­zehnten Versäumte nachzuholen. In einer langen, dreißig­jährigen Friedensära hatte sich die deutsche Volkswirt­schaft mächtig entwickelt, eine bleibende Exportindustrie, war entstanden und der deutsche Handel nahm einen un­geahnten Aufschwung. Ein neues merkantilistisches Zeit­

alter schien angebrochen, überall strebten die Völker über ihre Grenzen hinaus, und auch Deutschland begann, sich an­der Erwerbung von Kolonien zu beteiligen. Die Zeit der europäischen Festlandspolitik war vorüber. Deutschland mußte deshalb zu der Einsicht gelangen, daß für d!e auf­tretenden politischen Probleme sein Landesherr nicht aus­reiche, daß es sich dasjenige Werkzeug verschaffen müsse das allein seine internen und seine Seeinteressen wirksam schützen kann. Mit scharfem Auge erkannte der oberste Führer des Volkes den schwachen Punkt der deutschen Po­sition, lnnd sein Appell ging an das deutsche Volk, das anfangs verwundert und zurückhaltend war, dann aber mit vollein Verständnisse und voller Begeisterung dem kai­serlichen Führer zujubelte. Von Tag zu Tag wuchs da» Verständnis für die wahren Aufgaben der deutschen Po­litik und die besten Männer unseres Volkes stellten sich in selbstlosester Weise in den Dienst der FlottenbewegMa Mit seiner Annahme ist das Werk sich er gestellt, dessen ganze Bedeutung sich für den Augenblick noch kaum über­sehen läßt. Wie es, gestützt auf seine Armee, Kaiser Wil­helm dem Großen gelang, das deutsche Vaterland zur Ein­heit zu führen, wie es ihm und seinen Nachfolgern möglich war, 30 Jahre lang dem deutschen Reiche den Frieden zu erhalten, weil jedemann in Europa sich hütete, mit unseren wohlgeschulten und wohlgeführten Bajonetten, anzubinden, so sei es auch einer starken deutschen Flotte beschieden, im Dienste des Friedens zu wirken zur För­derung deutscher Kultur und zur Vermehrung der Macht ,Nnd des Ansehens des deutschen Vaterlandes!

Das preuß. Abgeordnetenhaus hat heute! in dritter Lesung den Gesetzentwurf betr. die Erwei­terung des Stadtkreises Frankfurt a. M. und in zweiter Beratung das Pensionsgesetz für evangelische Organisten, Kantoren und Küster angenommen. Ohne er­hebliche Debatte wurden die beiden Gesetze betr. die Ver­pflichtung der Gemeinden zur Bullenhaltung in den Pro­vinzen Hannover und Westfalen in erster und zweiter Lesung erledigt. Es folgte alsdann die einmalige Beratung des Entwurfes und Kostenanschlages für den Umbau des Sitzungssaales des Abgeordnetenhauses. Die Kosten sind auf 220 000 Mark veranschlagt. Die Vorlage wurde an­genommen.

Zur Verstärkung der Kameruner Schutz­truppe soll anfang Juli ein Kommando von Offizieren und Unteroffizieren von Hamburg ausfahren. Die gesetz­lich beschlossene Verstärkung auf 1050 Mann soll in einem halben Jahre ausgeführt werden, damit die Tschadsee- Expedition im Hinterlande mit Beginn des nächsten Jahres eingeleitet werden kann.

Die Kommission für Arbeiter st ati st ik ist heute vormittag im Reichsamt des Innern unter dem Vorsitz des Unterstaatssekretärs Fleck zusammengetreten. Zunächst standen nachträglich eingegangene Petitionen zu den Bestrebungen bezüglich des Gast-und Schank­wirtsgewerbes auf der Tagesordnung. So hat u. a. die Erbprinzeffin von Anhalt Namens eines Frauenvereins noch weitergehende Forderungen, als die Kommission aus- tzestellt hat, bezüglich des Kellnerinnen wesens er­hoben. Die Kommission hat alle diese Petitionen zur Kennt­nis genommen und ist sodann zur Feststellung des vorH Referenten Molkenbuhr und ^rreferenten Ministerial­direktor Hermann vertretenen Berichtes über die ange­stellten Erhebungen im Gast- und Schaükwirtsgewerbe ge­schritten. Damit war die Aufgabe für diese Tagung er­ledigt. ,

Ulm, 13. Juni. Mit der Frage des Reform gym- nasiums und der Gestaltung des Berechtigungswesens dex höheren Lehranstalten beschäftigte sich eine Versamm-, lung von etwa 70 Schulmännern Württembergs. Von einem Nichtschulmann, Rechtsanwalt Dr. Hirsch-Ulm, wurde die Notwendigkeit betont, an den oberen Klassen der Gym­nasien mehr für die allgemeine Bildung zu thun. Die Versammlung nahm schließlich zwei Beschlüsse an, die zwar durchaus zugunsten der humanistischen Bil­dung lauten, aber eine Revision des Berechtig­ungswesens in gleichmäßiger, alle deutschen Staaten utmfassender Meise, im Sinne einer Erweiterung der Rechte des Realgymnasiums und der Ober­realschule als ein Bedürfnis anerkennen. Im Punkte des Resormgymnasiums wurde zugestandeu, daß diese Anstalt in ihrerübrigens nur beschränkten Ser» Äinheitlichuüg der Vorbildung zu den höheren Lehran- stallten" und in dererheblich besseren Ausbil­dung in der französischen Sprache" einen Vor­teil bietet. ______.___

Kusimrd.

Paris, 13. Juni. (Kammer.) Bei der Beratung des Gesetzentwurfes über die Verteidigung der Kolonien wendet fich Lockroy gegen das Marineprogramm der Regierung und tadelt die Teilung der Flotte in zwei Teile. Der Redner spricht fich für Panzerkreuzer auS^ denen er Ueberlegenheit über die schweren Panzerschlacht- schiffe zuschreibt. Lockroy führt als Beleg seiner Behaupt­ungen die fremden Großmächte an, die das Hauptgewicht auf die Schnelligkeit der Kriegsschiffe legten.

Rom, 13. Juni. Der italienische Exdeputierte Defelice, der als Gerichtsflüchtling in der Schweiz lebt, veröffent­licht im MailänderSecolo" eine Unterredung mit Alfred DreyfuS. DreyfuS zeigte sich zurückhaltend über die Affaire, die aus einer reinen Gerechtigkeitssache zu einer politischen Frage geworden sei. Was ihn persönlich be­treffe, so verzichte er gern auf eine Rehabilitierung, um den Frieden Frankreichs nicht zu stören, aber er müsse an seine Kinder und an die Ehre seiner Familie denken. UebrigenS habe er Vertrauen zu der ritterlichen Seele Frankreichs. TompS ging nach Madrid, um Richard CuerS zu sehen, den vor drei Jahren Oberst Henry und Major Lauth in Basel aufsuchten. Defelice fragte hieraus nach dem österreichischen Exoffizier Przyborowski, der Czer- nusky nach Rennes begleitete. DreyfuS antwortete: D e Wahrheit ist, daß, wenn Jemand PrzyborowSkt bezahlt hätte, dieser geredet haben würde; da er aber feinen Sou erhielt, fallen alle falschen Bezichtigungen. Ich habe die Villa Turettini nie verlaffen; ich war weder m London noch in Paris. Ich bin glücklich über den AuSschlutz

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