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15.6.1900 Erstes Blatt
 
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ms der Armee, denn so kann ich an die Rehabilitierung lenken. Aber vorerst denke ich nicht an die Wiederaufnahme der revisionistischen Kampagne, die nur die Politiker interessiert. Ich habe daS entgegengesetzte Jutereffe, nämlich daß alle Agitation meinetwegen den Triumph der Wahrheit stchere. Dann werde ich in rein gesetzlichen Formen daS Rrvisionsgesuch erneuern mit Beweisen, die un­politisch sind.

Bern, 13. Juni. Im Nation al rat kam heute die diplomatische Angelegenheit der Militärdienstpflicht irischen der Schweiz und Deutschland beziehungsweise Preußen zur Sprache. Preußen verlangt von deu in Preußen wohnenden Schweizern, daß sie sich den preußischen Behörden über die Leistung des schweizerischen Militärdienstes oder Bezahlung der schweizerischen Militärsteuer ausweisen, widrigenfalls sie aus Preußen ausgewiesen werden. Pros. Furcher (Zürich) erblickt in dem preußischen Vorgehen einen versuch, den deutsch-schweizerischen Niederlassungvertrag zu brechen. Bundespräsident Hauser erwiderte, der Bundesrat habe gegenüber Preußen seinen grundsätzlichen VertragS- staadpunkt gewahrt und er werde die Sache weiter verfolgen.

Bukarest, 13. Juni. Die Negierung verbot die weiteren gruppenweise» Fußmärsche der auswandern­den Israeliten. Dafür erhalten mittellose Emigranten freie Bahnfahrt bis zur Landesgrenze. Minderjährige dürfen ohne Erlaubnis der Eltern keine Pässe mehr erhalten.

Konstantinopel, 13. Juni. Wie verlautet, wird die Pforte infolge energischen Auftretens der Botschafter die Anwendung des Differential-Zolltarifes vorläufig suf drei Monate sistieren.

Der Sultan entsandte vorgestern den Kammer­herrn Ragib Bey, begleitet von zwei Schwarzen, nach dem Palaste seiner Schwester, Prinzessin Seniha, der Frau des geflüchteten Mahmud, um sie aufzufordern, nach dem Aildiz Kiosk zu kommen. Die Prinzessin entsprach der Aufforderung sofort, und sobald sie im Aildiz Kiosk ein» gelt offen war, wurde ihr ganzer Harem mit sämtlichen Eunuchen und OdaliSken ebenfalls dorthin transportiert und ihr ein Daire im Innern des Aildiz KioSkS als nunmehriger Wohnsitz angewiesen.

Aus Sanaa, der Hauptstadt Demens, wird ge­weidet, daß der auf Veranlassung des Bali Marschall Mein Hilmi abgesetzte Untergouverneur in daS Regierungs- geblude eingedrungen ist und gegen den Bali drei Schüsse abgefeuert hat, wodurch dieser schwer verletzt wurde. Der Attentäter flüchtete, wurde aber beim Der- lassen des Regierungsgebäudes vom Volke massakriert.

Die Pforte leistete heute die erste Ratenzahlung im Betrage von 69000 Pfund an die Werft Ausaldo in Ser na für die neuen Schiffs-Kontrakte. Für diese Zahlung werden 25000 Pfund vom Reste des Indemnitäts-Gut­habens genommen und 44000 Pfund von der Ottoman- bank vorgestreckt. Die Verhandlungen mit Krupp wegen Neuarmierung der erwähnten acht Kriegsschiffe dauern noch fort.

Aus Stadt und Kand.

Ernennung. Der Privatdozent an der Landes- iniv-erfität, Dr. Julius Dieterich zu Gießen, wurde zum HavS- und Staatsarchivar des Hans- und Staatsarchivs tmannt.

* Rkgimeutsbefichtiguug. Heute weilt der Kommandeur btt 49. Jnf.-Brigade, Generalmajor v. Ploetz, hier, um btm Bataillons-Exerzieren unseres Jnf.-RegimentsKaiser Lilhelm" beizuwohnen.

Das erste Abonnements Konzert findet, wie aus dem Inseratenteil ersichtlich, heute abend im Steinschen Etabliffe- statt.

* Außerkurssetzung. Durch Gesetz vom 1. Jun, d. I., ttlcheö soeben veröffentlicht worden ist, werden die ReichS- gold münzen zu 5 Mark mit der Einlösungsfrist von einem gab re außer Kurs gesetzt. Die Anordnung der Außerkurs- Irtzung der Zwanzig-Pfennigstücke aus Silber darf nicht vor dm 1. Januar 1902, die der Zwanzig-Pfennigstücke aus Mel nicht vor dem 1. Januar 1903 erfolgen.

Unter-Schmitten, 14. Juni. Am Sonntag kam es beim Verlassen eines WirtSlokals zwischen mehreren Bur- -tytn zu einer Rauferei, wobei ein Bursche mehrere Mfferstiche erhielt. r ,

Bad-Nauheim, 13. Ium. Unterhaltungen: Am 'Donnerstag 14. Juni, Konzert der Kurkapelle. Freitag H c\uni, Konzert der Kapelle des Infanterie-Regiments Är. 116 aus Gießen. Bei gutem Wetter spielt die Sur- Lv'elle nachmittags von 4 bis 6 Uhr am Teichhause, abends SUhr Theater: Der Zigeunerbaron." Samstag, 16.:Juni, ►teert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr im Saale Streich- ►teert der Frankfurter Quartett-Vereinigung. Sonntag, HL Juni, Konzert der italienischen Banda Musikale bi Hmciano.

Darmstadt, 13. Juni. Die hiesige Handelskammer ß'Moß in ihrer letzten Sitzung, sich in einer Eingabe an fcn Reichskanzler und das hessische Ministerium des Innern »l der Bitte zu wenden, daß Privatgeschäfte der SomtroIIe der Steuerbehörden in Bezug auf die Sdalübeentrichtung nicht unterworfen werden. Das Mini- Srium der Justiz hat an die Justizbehörden ein Rund- Reiben erlassen, wonach alle auf daS Lotter re wes en Küialitben Strafakten nach rechtskräftiger Erledigung Btt Jache der Landeslotteriedirektion zur Einsicht mitzu- tnlt» sind. . .

* Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Mainz stürzte beim Spielen ein Knabe in den Rhein gib ertrank. Auch ein Schiffsjunge ist ertrunken. Er «Ltaite beim Reinigen des Schiffes über Bord Ein Tag- Wll.tr in Mainz hat sich mit einem Rasfiermeffer den Hals nüfschnitten. - In Bingen verließen mehrere Schüler

Rheinischen Technikums nachts eine Wirtschaft am Rhein.

Auf dem Kai wurde der Hund eines der jungen Leute von einem Schiffer ohne jede Beranlaffung getreten. Als sich der Besitzer des Tieres dies verbat, zog der Schiffer ohne weiteres das Messer und versetzte dem Studenten mehrere tiefe Stiche in die Brust. Die Verletzungen find schwer. Der junge Mann heißt Heinrich Bösche aus Teplitz. Der gemeine Thäter, Schiffsknecht Nik. Heinrich aus Kempten, ist flüchtig. Aus Anlaß des am 15., 16. und 17. Juni in Kirchhain stattfindenden landwirtschaftlichen Festes werden an jedem der genannten Tage folgende Sonder- züge auf der Ohmthalbahn eingelegt: 1. Kirchhain- Schweinsberg : Abfahrt Kirchhain 10,30 abends, Ankunft Schweinsberg 11 Uhr abends. 2. Schweinsberg'Kirchhain: Abfahrt Schweinsberg 12,40 mittags, Ankunft Kirchhain 1,10 nachmittags.

Kermisthtrs.

Ein Mordversuch aus eigenartiger Beranlaffung tourte auf die 25jährige Kindergärtnerin Fräulein Garnp aus Düren verübt, die vorübergehend imHotel zu den drei Kaisern" in Elberfeld Wohnung genommen hatte. Als die junge Dame, von einem Ausgange heimkehrend, im Begriff stand, das Hotel zu betreten, stürzte Plötzlich ein unbekannter Mann auf sie zu, und versetzte ihr ohne weiteres in Brust. Oberarm und Hand mehrere Mefferfiiche. Auf das Hilftgeschrei der Ueberfaöenen eilten sofort Paffanten herbei, die den Attentäter festnahmen und einem Schutz- manne Übergaben. Auf die Frage des Beamten, was ihn zu der That bewogen habe, verweigerte der Thäter anfäng­lich jede Auskunft, später bequemte er sich jedoch zu der Erklärung, daß er irgend eine FrauenSperson er* morden wolle, weshalb er auf die ihm gänzlich un­bekannte Dame eingestochen habe. Bei dem auf der Wache mit ihm angestellten verhör wiederholte er dem Polizei- kommiffar gegenüber sein Geständnis und fügte noch hinzu, daß die Mordgedanken in ihm dadurch geweckt worden seien, daß seine Frau, mit der er in Unfriede lebe, ihn zu Grunde gerichtet hätte! Bezüglich seiner Personalien gab er an, der seit einigen Tagen dort zugereiste 38jährige Tischler­geselle Theodor Moje aus Hamburg zu sein. Ob diese Angaben auf Wahrheit beruhen, dürfte erst die Untersuchung ergeben; der Thäter wurde jedoch, da sich Zweifel an seiner Zurechnungsfähigkeit ergaben, zunächst unter ärztliche Beauf­sichtigung gestellt. Die von ihm verletzte Dame dürfte mit dem Leben davonkommen.

* Absturz. Die Züricher Polytechniker Salis oder Sallinger, ein Schweizer, und Koppelhuber, ein Oesterreicher, sind am Mürtschenstock durch Lawinensturz verunglückt. Beide wurde getötet.

* Nach einer Meldung derNowoje Wremja" ist der Führer der koreauisch-sachalinischen Expedition, namens Schmidt, verschwunden. Derselbe unternahm zur Erforschung einer Insel eine Bootsfahrt, und ist, trotzdem seitdem schon ein Monat verflossen ist, noch nicht zurückgekehrt.

* Die türkischen Frauen. Albert Ricordi, Leutnant im italienischen Heere, hat eine Reise nach Konstantinopel ge­macht, und ist unzufrieden heimgekehrt, denn die türkischen Frauen haben ihm nicht gefallen. Er schildert sie als faule, träge Wesen mit großen, bemalten Augen und demütigen, ergebenen Mienen. Wahrscheinlich hat das Geheimnis, das sie umgiebt, die absolute Unmöglichkeit, sich ihnen zu nähern, jene Aureole geschaffen, die die Europäer so sehr verführt, obwohl sie den Türkinnen gar nicht zukommt. Die türki­schen Frauen schreiten plump, vermummt, mit einer selt­samen Pendelbewegung durch die Straßen; die Gewohnheit, nach orientalischer Art zu sitzen, bringt es mit sich, daß sie, wenn sie gehen, Schiffen gleichen, welche von den Wogen hin- und hergeschaukelt werden. Ricordi gesteht, daß er keine von den oft besungenen graziösen und köstlichen Be­wegungen der Türkinnen entdecken konnte. Einige Frauen verhüllen das Gesicht mit einem ganz schwarzen Schleier, der auch die Auge bedeckt; Andere, die eleganter und eman­zipierter sind, haben das Gesicht mit feinen, durchsichtigen, mit Gold- und ©überfüttern besetzten Schleiern bedeckt. Auf der Straße tragen viele Frauen ausgetretene Schuhe und Strümpfe von weißer Seide, die nicht immer becent sind. Vielleicht befinden sich die wirklich bezaubernden Frauen in den Frauengemächern der Reichen. Die Augen der Türk­innen sind groß und lebhaft, aber derart mit schwarzer und dunkelblauer Farbe bemalt, daß sie das wirkliche Aussehen nicht einmal entfernt ahnen lassen. Die Gewohnheit, fort­während Süßigkeiten zu essen, macht die Zähne der Türk* innen schwarz und schadhaft. Ricordi kommt zu dem Schluß, daß die türkischen Frauen so wenig verlockend find, daß wir nichts besseres thun können, als uns mit unseren eigenen Frauen zufrieden zu geben.

Universität und Hochschule.

verschiedenes: Geh. Rat Pros. Dr. Robert Koch befindet sich nach den neuesten von chm eingegangenen Mitteilungen in bestem Wohlsein in Stephansort in Neu-Guinea. Man berichtet au» Heidelberg: Das internationale Ansehen der Ruperto-Carola doku­mentiert die Thatsache, daß von insgesamt 1553 immatrikulierten Stu­dierenden dieses Sommersemesters 174 dem Auslande angehören. An der Spitze steht Rußland mit 53 Staatsangehörigen. Es folgen die Schweiz mit 28, Oesterreich-Ungarn mit 27, Vereinigte Staaten von Nordamerika mit 21, Großbritannien mit 15 Landsleuten. Selbst Hinterindien, Persien, Mexiko, Kolumbia und Chile haben ihr Kontingent gestellt, aufsallenderweise Japan diesmal nicht. Der verstorbene große Heidelberger Physiologe Geh. Rat Prof. Dr. Willy Kühn hat in seiner letztwilligen Verfügung auf eine akademische Trauerfeier verzichtet.

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Iandwirtschast.

Marburg, 14. Juni. Die Vorbereitungen zu der am 14., 15. und 16. Juli d. I. hier statlfindenden 2. VerbanbS-Au«- stellung für das Vogelsberger Rind nehmen ihren rüstigen Fort­gang. Drin Verband« gehören jetzt an die Herbbuchgesellschaften ber Kreise Marburg, Kirchhain, Frankenberg, Biedenkopf, Brllon, Wetzlar, Stegen, Dtükrels und die Provinz Oderhessr». SSmtltche haben

ihre Beteiligung zugesagt. Auch der Feflzug verflicht großartig zu werden. Alle LandeSttachten der betreffenden Bezirke bürften barm vertreten sein-

Jagd und Sport.

<Htte Radtour. Ein Liebhaber des Pferdesports teilt der Oberheff. Ztg." zu Alsfeld folgendes mit: Ich fuhr am 10. Juni mit einem leichten Wagen, in dem drei Personen Platz genommen, um 9 Uhr 50 Minuten vormittags von Alsfeld abfahrend, die Tour Romrod, Schellnhausen, Freienseen (kurze Rast), Laubach (ca. 3 Stunden Aufent­halt), Schotten, Wiesenhof (1 Stunde Rast), Ulrichstein, Meiches, Storn- ootf, Alsfeld, woselbst ich um 11 Uhr abends wieder etntraf. Die Pferde befanden sich nach dieser langen Fahrt in gutem Zustande, trotz der tagsüber herrschenden Hitze und der sogen. Schmeißfliegen. Für Radler ist nun die Frage intereffant: Wieviel Kilometer wurden zurück­gelegt, und wie lange braucht ein Radfahrer bei dem hier in Betracht kommenden bergigen Terrain?

Der Allgemeine Deutsche Jagdschutz Verein feiert daS 25jährige Jubiläum feines Bestehens durch eine Festversammlung am 21. und 22. Juni in Dresden. Der Verein bezweckt die För­derung de« Jagdfchutzcs im Deutschen Reim durch Verfolgung btl Wilderer:Unwesens, Belohnung pflichttreuer Beamten, und durch Be- einflufiung der Gesetzgebung zum Schutz ber heimischen Wtldarten; an Unterstützungen, P ämien und Ehrengefcher.ker: hat der Verein bisher etwa 526 000 Mk. verausgabt. Ein ganz besonderes Augen­merk richtet der Verein auf die Verbreitung bet Grundsötze zu einer sachgemößen Ausübung der Jagd, sowie zur Aufzucht der heimischen und Einbürgerung fremder Wtldarten. Unter den 13 000 über ganz Deutschland zerstreuten Mitgliedern befinden sich die Angehörigen fast aller fürstlichen Höuser, sowie die hervorragendsten Jöger im Reich. Seine j.tztge Organtjation, welche den Verein in 24 durch­aus selbständige Landesveretne gliedert, verdankt derselbe wesentlich der unermüdlichen Thätigkett deS langjährigen ersten Präsidenten, Fürsten zu Hohenlohe-Langenburg, jetzigen Statthalttrs von Elsaß- Lothringeu. Seit 1895 führt der Herzog von Rattbor das Präsidium. Zu der bevorstehenden Jubiläumsfeier hat der König von Sachsen sein Erscheinen zugesagt.

ArbritrrbeWrgvlq.

Berlin, 13. Juni. Der endgiltige Vergleich zwischen den Bäckermeistern und Bäckergesellen ist heute mittag persctt geworden, nachdem beide Parteien vor dem EtnigungSamt die Der- gleichSbedingunaen ohne Vorbehalt unterschriftltch anerkannt haben. Die strittige Stelle des Punktes 6, betreffend den paritätischen Arbeitsnachweis, wurde wie folgt formuliert, nnd von beiden Par- teim unter schrieben:Su dm gemeinschaftlichen Sitzungen find drei bei nicht den Jnnungm angehörigen Bäckermeistern arbeitmde Bäcker­gesellen mit Sitz und Stimme hinzuzuziehm.^

Familien Nachrichten.

Gestorben r Else Petry in Wetzlar. Frau Henriette Wagner, geb. Spengler, in Nieder-Ramstadt. Fräulein Käthchen Bernhardt in Nleder-Beerbach. Elisabeth Staht in Sinn.

Sprechstunden der Redaktion

des Gießmer Anzeigers täglich (mit Ausnahme von Samstag und Sonntag) von 67 Uhr nachmittags. Eingang von der Kaplanergaffe aus.

* Wetterbericht. Ueber den britischen Inseln liegt heute das Zentrum eine, flachen Depression, welche durch verschiedene TeilgebUde die Witterung auch über Frankreich und Westdeutschland beemflußt. Ueber dem Süden Europas dauert die Herrschaft hohen Druckes fort, deffen Kern sich über Südskandinavien erhalten hat. Im größten Teile Deutschlands und Oesterreichs war am Morgen daS Wetter noch heiter und warm. Boraussichtliche Witterung: Warmes Wttter mit zunehmender Bewölkung und Neigung zu Gewittern.

SchiffMachrichten.

Norddrmschcr Lloyd, In Gleßm vertreten durch Mt Agenten Earl LooS und I. M. Schulhof.

Bremen, 13. Juni. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelfchrauben - Postdampfer Friedrich der Große, Kapitän M. Eichel, vom Norddmtschen Lloyd in Bremm, ist gestern 9 Uhr vormittags wohlbehalten ta New-Aork angekommen.

Holland Amerika Linie. (Mitgeteilt von Karl Loos in Gießen.) Dampfer S. S. Spaarndam von Rotterdam ist am 12. Juni in New-Dork an gekommen.

Der PostdampferSouthwark" der ,Red Star Etat* ta Ant­werpen ist laut Telegramm am 12. Juni wohlbehalten ta New- Jork angekommen.

Temperatur der Lahn nnd Lust

nach Reanmnr gemeffen am 14. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr mittag-: Wasser 17°, Luft 15°.

Rübsamen'fche Badeanstalt.

Markus Bauer

Spezi al-Geschäft in feiner Herren-Garderobe. Anfertigung nach Maß in eigener werkstätte.

Gießen, Airchenpiatz 718

Neueste Meldungen.

Berlin, 14. Juni. Zum Tode des G.roßher-- zogs von Oldenburg meldet man aus Italien, daß frei dem Verstorbenen nach der kürzlich erfolgten Rückkehr asthmatische Anfälle eintraten, die sich am Dienstag wieder­holten. Der Großherzog verlor das Bewußtsein und nahm keinerlei Nahrung mehr zu sich

London, 14. Juni. Das Kolonialamt veröffentlicht Efin Telegramm über die Lage in Kumassi, wonach sämtliche Europäer und die eingeschlossenen englischen Truppen der Stadt auf halbe Rationen gesetzt sind. Die entsandten Hilfstruppen werden schwere Kämpfe zu bestehen haben, da die Rebellen energischen Widerstand zu leisten sich an schicken.

Paris, 14. Juni. Der Schah von Persien ist gestern abend 9 Uhr 45 Minuten in Contrexeville einge­troffen. Der Zug bestand aus 10 deutschen Wagen.

Rom, 14. Juni. Rittmeister Spielberg vom 7. Dragoner-Regiment, der in 13 Tagen auf demselben Pferde die Strecke SaarbrückenRom zurücklegen wollte und am 3. Juni die Reise antrat, wird morgen nachmittag hier Erwartet Spielberg passierte den St. Gotthard am 9. dS. u-nb befindet sich zur Zeit auf dem Wege zwischen Pisa und Rom.