oas vertragsmäßige Gefüge der Tripelallianz besteht, nur eine einzige neue hinzugefügt worden sei. In der eingehenden Besprechung, die zwischen Kaiser Franz Josef und dem Grasen v. Bülow im königlichen Schlosse zu Berlin stattfand, sei keine solche Abmachung auch nur irgendwie berührt worden. Die für beide Reiche höchst wertvolle Aussprache hatte vielmehr die Tripelallianz in ihrer bisherigen Gestalt zum Gegenstände, wobei beiderseitig die unverminderte Kraft und Bedeutung der großen mittel- , europäischen Bereinigung konstatiert und die innigen und vertrauensvollen Beziehungen der Dynastien, Kabinette und Völker der drei Großmächte gebührend hervorgehoben wurden. Nach der Willensmeinung der leitenden Kreise der drei Großstaaten solle die Tripelallianz eine feste Grundlage immer besserer Beziehungen der Dreibundmächte zu ihren Nachbarreichen bilden, wie es schon bei der Gründung des Bundes' geplant war; namentlich könne von irgendwelchem Gegensätze zu Rußland keine Rede fein. Auf dem Gebiete der auswärtigen Politik habe die Entrevue den wohlthätigsten Einfluß ausgeübt.
— Nach dem „Berl. Tagebl." steht der Rücktritt des Herrn vo n Buchka von dem Posten des Kolonial-, Direktors zwar noch nicht unmittelbar bevor, indes lange könne er nicht aus sich warten lassen, wie man aus der Thatsache entnehmen dürfe, daß der Kaiser sich bereits vor einiger Zeit bemühte, den General-Direktor des Norddeutschen Lloyd, Wigand, für diesen Posten zu gewinnen. Wigand habe sich nicht entschließen können, das kaiserliche Anerbieten anzunehmen.
— Der Kaiser hat dem Professor v. Bergmann, wie dieser gestern abend auf dem ihm zur Ehren stattgehabten Kommerse in einer Rede erklärte, seine Anerkennung für die Bestrebungen der von ihm (Bergmann) begründeten Rettungs-Gesellschaft kundgegeben. Im gleichen Sinne hat sich die Kaiserin ausgesprochen mit dem Bemerken, daß sie es sich werde angelegen sein lassen, dafür zu wirken, daß für die Fortbildung der Zivilärzte so viel geschehen solle, wie für die Fortbildung der Militärärzte. Dis erforderliche Weisung sei schon an den preußischen Kultusminister ergangen.
— Die „Berl. Neuest. Nachr." erfahren aus zuverlässiger Quelle, daß der Generalgouverneur von Deutsch- Ostaftika, Generalmajor v. Liebert, sich am 19. Mai in Dar-es-Salaam einzuschiffen gedenkt, um nach Berlin zu kommen und hier noch einen letzten Versuch zur Bewilligung der ostafrikanischen Zentralbahn zu machen. Es ist uns diese Absicht, sowie die Auffassung des Generals, bei Versagung der Eisenbahn die Verantwortlichkeit für die Entwickelung in Ostafrika nicht länger tragen zu können, bereits vor einiger Zeit von anderer Seite bestätigt worden.
— Generalmajor Brinckmann, Kommandeur der 21. Kavallerie-Brigade in Frankfurt a. M., soll sein Ab- §chiedsgesu,ch eingereicht haben. Er wurde aus der Hannoverschen Armee, bei der er 1864 Leutnant im 4. Hannoverschen Infanterie-Regiment wurde, 1867 in den preußischen Dienst übernommen und in das 1. Ober- schlesische Infanterie-Regiment Nr. 22 einrangiert. 1869 erfolgte seine Versetzung in das Schlesische Manen-Regi- ment Nr. 2, in dem er am deutsch-französischen Kriege teil- nahm.
— Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Verleihung des Kreuzes der Groß-Komthure des Hohenzollernschen Hausordens an den Botschafter in Petersburg, Fürsten Radolin.
— Beim Staatssekretär des Auswärtigen, Grafen von Bülow, fand heute ein Diner statt, zu dem der russische der italienische, der türkische Botschafter, der badische Gesandte und andere Einladungen erhalten hatten.
— Von angeblich gut unterrichteter Seite" wird mit» geteilt, daß nunmehr alle Bundesregierungen mit alleiniger Ausnahme derjenigen der drei Hansestädte ihre Zustimmung zu dem bekannten Kompromißantrage des Grafen Klinckowström in Sachen des Fleischbeschau-Gesetzes erklären lassen. Die Regierungen seien fest entschlossen, einem vollständigen Verbot der Einfuhr von Pökelfleisch unter keinen Umständen zuzustimmen.
— Dem preußischen Abgeordnetenhause ist der Gesetzentwurf, betreffend den Kredit zum Bau von Arbeiter- Wohnungen u. s. w. zugegangen. Derselbe schließt sich an die früheren ähnlichen Vorlagen an und fordert fünf Millionen Mark.
— In Denffch-Südwestafrika steht die e r st e H i n r i ch - tnng in Swakopmund bevor. Am 19. März wurde,' der zur Bande des Bergdamara-Kapitäns Blauberg gehörende Bergdamara Kanssib, der beschuldigt war, neun Morde und sechs Viehdiebstähle ausgeführt zu haben und vier Morde und zwei Diebstähle selbst zugab, zum Tode verurteilt.
Cron berg, 13. Mai. Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen besuchten gestern mit der Kaiserin Friedrich die Villa der Freifrau v. Rothschild in Königstein. General v. Lindequist war gestern zur Mittagstafel geladen.
Karlsruhe, 12. Mai. Erste Kammer. Beim Budget für das Unterrichtswesen bittet Graf Helmstadt um Anstellung eines gläubigen katholischen Dozenten in der philosophischen Fakultät. Bei dem Titel Mittelschulen befürwortet Geheimrat Schneider eine größere Berücksichtigung der modernen Sprachen in den Gymnasien. Im Hinblick auf die kosmopolitische Kulturentwickelung und die industrielle Entwickelung Deutschlands sei eine mäßige Einschränkung des altsprachlichen Unterrichts wohl möglich. Oberschulrat Arnsperger erklärt, daß der Charakter' der humanistischen Gymnasien nur erhalten werde, wenn sie das Hauptgewicht auf den altsprachlichen Unterricht legen und bie Grundlage für ein gutes Verständnis der mo- oernen Sprachen schaffen.
ZWÄSNd.
London, 13. Mai. Die »Exchange Company" erfährt man habe über Fez die Nachricht erhalten, daß die Franzosen auf den Fluß Guir zu vorrücken. Es verlaute authentisch, daß, sobald der Sultan von Marocco genaue Einzelheiten über das Vorrücken der Franzosen in der Oase Tuat erhalten haben werde, er dann die That sochen den europäischen Mächten vorlegen werde, da diese in der Angelegenheit ein Schiedsgericht bilden.
— Die Rede, worin Senator.Lodge einen baldigen
Krieg mit Deutschland prophezeite, (wir haben bereits eine kurze Mitteilung davon gebracht. D. Red.) hat laut einer New-Korker Meldung des „Manchester Guardian" in amerikanischen Regierungskreisen großen Anstoß erregt. Dem Präsidenten liege äußerst viel an herzlichen Beziehungen zu Deutschland. Solche kriegerische Aeußerungen seien nicht ernst zu nehmen.
— Die New Dorker „Evening Post" nennt LodgeS Rede über Vermehrung der Flotte der Vereinigten Staaten eine Harlekinade. Ein ähnliches Urteil fällt die dortige „World".
— Der Korrespondent der „Liberia" telegraphierte aus London, DreyfuS sei nach England gekommen, um eine Verständigung mit Esterhazy über das Bordereau anzubahnen und mit ihm die Wiederaufnahme des Verfahrens nach der Weltausstellung vorzubereiten. Der Gewährsmann verspricht brieflich genauere Mitteilungen.
Madrid, 13. Mai. In Barcelona und Valentin ist nach der Verhängung des Kriegszustandes wieder Ruhe eingekehrt. In Sevilla dürfte der Kriegszustand nicht erklärt werden. Der Generalkapitän von Barcelona hatte erfahren, iu den umliegenden Ortschaften herrsche Gährung, er ließ sie durch Truppen besetzen. Verschiedene Leute, mit Feuerwaffen in der Hand, die herbeigeströmt waren, um der revolutionären Bewegung in Barcelona sich anzuschließen, wurden gefangen genommen. Sie werden vors Kriegsgericht gestellt werden.
Rom, 13. Mai. Der Prinz von Neapel hat nach einer von zuständiger Seite veröffentlichten Mitteilung während des kurzen Aufenthalts, den er auf seiner Rückreise aus Berlin in Rom genommen, dem Ministerpräsidenten, Pelloux, sowie dem Minister des Aeußeren, Visconti Venosta, gegenüber seine lebhafte Befriedigung über die herzliche Aufnahme ausgedrückt, die er in Berlin gefnuden hat.
Wie«, 13. Mai. Aus tschechischer Quelle wird gemeldet, die gesamte Gendarmerie habe Auftrag erhalten, bei Gerichtsverhandlungen nur in deutscher Sprache auszusagen.
— Der Rektor der Universität, Profeffor der Theologie Neumann, hat infolge der Studentenkrawalle seine Demission gegeben, da der akademische Senat mit den Verfügungen des Rektors gegen die Studenten nicht übereinstimmt. Die Geschäfte übernimmt Prorektor Hofrat Wiesner. Trotz des Verbotes, in der Universität Farben zu tragen, erschienen die Verbindungen in vollen Farben vor der Universität und begaben sich zum Rektor, um die Aufhebung des Farbenverbotes zu erwirken. Doch bleiben die bisherigen Verfügungen vorläufig aufrecht erhalten. Ruhestörungen haben nicht weiter stattgefunden.
Budapest, 13. Mai. Das heute den Delegationen vorgelegte gemeinsame Budget für 1901 weist ein Gesamterfordernis von 357043706 Kronen auf. Das Netto- Erfordernis des Heeres beträgt 342118520Kronen, d. i. gegen das Vorjahr ein Mehr von 19393316Kronen. Der Ueberschuß der Zollgefälle wird auf 125039249 Kronen veranschlagt.
— Bei der Eröffnungssitzung der österreichischen Delegation wies Präsident Jaworski auf die Berliner Kaiserreise hin und erbat sich die Ermächtigung, bei dem Empfang in der Hofburg vor dem Kaiser den freudigen Gefühlen Ausdruck zu geben über den dem Kaiser in Berlin gewordenen Empfang. Dieses bedeutungsvolle Ereigniß sei, wenn dies überhaupt nötig gewesen wäre, eine Bekräftigung und Stärkung des Dreibundes und des Völkerfriedens, in )em wir seit vielen Jahren leben. Der Redner sprach auch den Wunsch aus, daß zu dem äußeren Frieden sich der innere geselle.
— Nach Konstantinopeler Meldungen aus angeblich verläßlicher Quelle wurde diese Woche am Sultan ein Vergiftungsversuch gemacht, dem er nur durch Zufall entgangen ist. In dieser Angelegenheit wurden viele Verhaftungen vorgenommen. Unter Anderem wurde der Sohn des Polizeiministers und der Sohn eines Professors der medizinischen Hochschule verhaftet.
Tokio, 13. Mai. Am 10. Mai fand die Vermäh- ung des Kronprinzen von Japan mit der Fürstin Kudjo statt.
Aus Stadt und Land.
(«mmyme Einserrdrrrrgerr, gleichviel welchen Inhaltes, werde« grundsätzlich nicht anfgenowmen.)
Gieße«, 14. Mai 1900.
* ♦ «eschichtSkalender. (Nachdruck verboten.) Bor 1153tbren, am 13 Mai 1785, wurde zu WiSmar der historisch-politische Schrist- teller Friedrich Christoph Dahlmann geboren. Gr starb am 5. Dezember 1860 zu Bonn.
• * Auszeichnungen. Wir lesen im amtlichen Teile der „Darmst. Ztg.": Seine Königliche Hoheit der Groß- re rzog haben Allergnädigst geruht, zum 10. Mai dem Stadtverordneten Jean Kirch in Gießen das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen und dem Bildhauer Ludwig Habich in Darmstadt das Ritterkreuz 1. Klaffe dieses Ordens zu verleihen.
* • Bon der Universität. Am letzten Samstag fand die zweite der drei ordentlichen Immatrikulationen statt. Die Zahl der bis dahin neu eingeschriebenen Studierenden beträgt 225, und zwar 17 bei der theologischen, 41 bei der juristischen, 82 bei der medizinischen und 85 bei der philosophischen Fakultät.
**Großh. Handelskammer. Auszug aus dem Sitzungsprotokoll vom 8. Mai. Anwesend die Herren: Kommerzienrat Koch, Scheel, Balser, Dürbeck, Grünewald, Kommerzienrat Heichelheim, Jhrrng, Katz, Moll, Nowack, Rrnn, Schirmer, Schmall, Wallach. Entschuldigt fehlen die Herren: Hoos, Ramspeck, Steinecke, Kommerzienrat Wort- Einheitliche Regelung der (Änntagsruhe in Oberyessen. Die Handelskammer Friedberg hat die hie
sige Schwesterkammer ersucht, mit ihr gemeinsame Schritt* zur Her^rführung einer einheitlichen Sonntagsruhe in unserer Provinz zu unternehmen. Zwei Mitglieder erstatteten Referate andere hatten in ihren Wohnorten Ver° sammwrmen einberufen und berichteten über die dort
Ansichten und Wunsche. Die Kammer erklärte sich schließlich mit großer Mehrheit gegen die aevlante Regelung, da die einschlägigen Verhältnisse in den verschiedenen Orten und Gegenden zu verschieden seien — 2) Kongreß für gewerblichen Rechtsschutz. Auf dem mit 14. und 15. Mai 1900 in Frankfurt a. M. stattsindendeir Kongreß für gewerblichen Rechtsschutz wird die Kammer durch ihr Mitglied Herrn Direktor Steinecke-Lollar vertreten sein. — 3) Eingabe der Vereinigung deutscher Margarinefabrikanten zur Wahrung der gemeinsamen Inter- essen, betr. Aufnahme der Margarine in den Spezialtarir für bestimmte Eilgüter. Nach Anhörung zweier sachverständiger Mitglieder beschließt die Kammer, diese Eingabe zu unterstützen, um namentlich für die Sommermonate der leicht dem Verderb ausgesetzten Margarine bie Vorteile schnellerer Beförderung zuteil werden zu lassen. — 4) Gut- scheine iim Uhrhandel. Die Zentralstelle „Die Uhr" hat an den Bundesrat eine Eingabe gerichtet mit dev Bitte, dem verderblichen, jeder guten Verkehrssitte und lauterem Wettbewerb widersprechenden Gutsä-ein-System (insbesondere den Hydra-Coupons) durch Aufnahme eines entsprechenden Verbots in bie Reichsgewerbeordnung entgegentreten zu wollen. Die Kammer unterstützt den Antrag nach Anhörung des Uhrmacher-Vereins für Gießen und Umgegend, zumal da auch schon hierorts vielfach Uhren nach diesem Guffchein-System abgesetzt worden sind — 5) Münznovelle. Die Handelskammer Wesel wendet sich gegen die geplante Einziehung der Silberthaler, da diese beliebten Geldstücke dem Verkehr nicht entzogen werden dürften. Die Kammer kann diese Ansicht nicht teilen und : sieht im Interesse der Durchführung unserer Goldwährung von einer Unterstützung des Antrags ab. Vom Reserenten wurde zugleich darauf hingewiesen, daß bei der Umprägung der Silberthaler in Markwährung der Reichskasse ein Gewinn von etwa 10 Prozent erwachse. Wenn dieser Umstand bei der Beurteilung der Frage auch von nebensächlicher Bedeutung ist, so darf dieser Gewinn in Anbetracht des großen Vorrats alter Silberthaler, welcher allmählich zur Um» Prägung gelangt, dennoch nicht unterschätzt werden. — 6) Die unhaltbaren Zustände an den Fahrkartenschaltern sollen an zuständiger Stelle zur Sprache gebracht und eine unserem Verkehr angemessene Vermehrung derselben beantragt werden. — 7) Zweifelhafte Firmen im Ausland. Der Kammer sind von berufener Seite Mitteilungen zu- gegangen über eine solche Firma in Moskau. Interessenten erhalten auf dem Sekretariat Auskunft. — 8) Handel im Ausland. Der Kammer liegen Berichte vor über Handelsverhältnisse in Bulgarien, Rumänien, Madras. Insbesondere wird mitgeteilt, daß die Handelsdampfer der ost- asiatischen Linien oemnächst versuchsweise auf jeder zweiten Ausreise Rotterdam neben Antwerpen anlaufen werden. Des weiteren ist bekannt zu geben, daß nach einer Erklärung der spanischen Regierung auch die der spanischen Gerichtsbarkeit unterworfenen Personen vor den spanischen Konsulargerichten in Marokko zur Verantwortung gezogen werden, wenn sie deuffche Fabrik- und Handelsmarken unbefugt verwerten, die in Spanien eingetragen sind. Das Sekretariat erteilt nähere Auskunft.
* * Burgenfahrt. Der Hessische Geschichtsverein in Marburg unternimmt heute seine erste Burgenfahrt nach Gleiberg und Vetzberg bei Gießen.
- z- Rohheiten. Gestern nachmittag gegen 2 Uhr wurden die Bewohner der Grünbergerstraße, deren Wohnung sich in der Nähe der im Bau befindlichen Gutenbergstraße — Verbindungsstraße zwischen Schiffenbergerweg und Ludwigs- Platz — befindet, von einem donnerähnlichen Getöse er; schreckt. Als sie der Ursache auf den Grund gingen, fanden sie an der Umfriedigung des Marx'schen Gartens eineu umgestürzten Rollwagen, der von freventlichen Händen auf das Geleise gehoben, aus diesem bis über den Höhe punkt der Strecke geschoben worden war, um von hier mit allen Kräften die abschüssige Bahn hinabgestoßen zu werden. Unglücksfälle sind glücklicherweise nicht zu beklagen gewesen, selbst das in Gefahr befindliche Staket hat dem Anprall tapferen Widerstand geleistet, und ist nur in eine schiefe Lage geraten. Dies aber ist wohl lediglich dem Umstande zu verdanken, daß dasselbe, nachdem es infolge einer ganz ähnlichen Karambolage — die es am Freitag Abend mit einem anderen Rollwagen, dem in gleicher Absicht von rohen Buben derselbe Weg angewiesen worden war, zu bestehen hatte — urngeriffen und zertrümmert, und infolge dessen aus besonders widerstandsfähigem Material wieder her gestellt worden war. — Ferner wurde in der Nacht vom Samstag auf Sonntag in der GrÜnbergerstraße der schwer« Boden eines zerbrochenen gläsernen Bierhumpens gegen das Fenster einer Wirtschaft geschleudert, wodurch die Fensterscheibe zersplittert und das Fensterkreuz beschädigt wurde. — Wie wir erfahren, ist man in allen drei Fällen den Thätern bereits auf der Spur.
*• Gießener Bolksbad. Im April wurden insgesamt 6351 Bäder abgegeben gegen 6563 im März 1900 und gegen 5645 im April 1899 ober — bei Berücksichtigung der ausgefallenen Feiertage und halben Sonntage — im Durchschnitt auf den ganzen Badetag 259 Bäder gegen 226 im März 1900 und 221 im April 1899. — Der Besuch im einzelnen hat sich wie folgt verteilt:
Schwimmbad 2792 Männer, darunter 746 zu 10 Pf.,
746 Frauen, « 203 „ 10 „
Wannenbäder 1. Klasse 183 Männer, 67 Frauen,
„ 2. „ 699 417 „
Dampf- und Heißluftbäder, sowie Maffage zusammen 120 Männer, 24 Frauen,
Brausebäder zusammen 1445.
Die Personenwage wurde von 160 Personen benützt, das Bad von 26 Personen besichtigt.
Wetterfeld (bei Laubach), 10. Mai. An den drei folgenden Sonntagen wird hier durch den unter Leitung bei Lehrers Jakob stehenden Gesangverein das Lutherfefi- spiel von Hans Herrig zur Aufführung gebracht. Es ist
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