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zu hoffen, daß die Aufführungen von hier und aus der Umgegend sehr zahlreich besucht werden.
Strebendorf, 11. Mai. Unser stilles Dorf steht in Erwartung eines erfreulichen EreigniffeS. Nachdem im Januar die Gründung eines KriegervereinS in unserer Ge- meinde sich vollzogen hatte, steht derselbe nunmehr vor dem Feste der Fahnenweihe, mit welcher em Preis-Scheiben- schießen verbunden werden soll. Als Festtage sind der 11. und der 18. Juni bestimmt.
Darmstadt, 13. Mai. Der Großherzog empfing LM 12 Mai den Hauptmvnu Mootz vom Infanterie- Regiment v. Wittich (3. Hess.) Nr. 83, den Hauptmann Frhrn v Ungern-Sternberg vom 1. Großh. Ju- fanterie-(Leibgarde.)Regiment Nr. 115, den Hauptmann o. Kessel vom Generalstabe der Großh. (25.) Division, den Leutnant Riedesel Frhrn. zu Eisenbach vom 1, Großh. Infanterie (Leibgarde-)Regiment Nr. 115, kommandiert zum 2. Großh. Dragoner-Regiment (Leib-Dragoner- Regiment) Nr. 24, die Leutnants der Reserve Dyckerhoff, o Petersdorfs-Campen, Schoch und Pistor vom 1' Großh. Dragoner-Regiment (Garde-Dragoner-Regiment) Nr. 23, den Oberjustizrat Lorbacher, den Oberfinanzrat Dr. Becker, den Oberfinanzaffessor Glas sing, den Direktor der Realschule und des Progymnasiums zu Alzey Dr. Buchhold, den Oberförster Mann von Lauterbach, den Verlagsbuchhändler Diemer und dcn Kaufmann Giebel von Mainz, den Ministerialsekretär Dr. Kratz, beauftragt mit Versetzung der Stelle des Vorstandes des Polizeiamts in Darmstadt, den Oberamtsrichter Dr. Seriba von Alsfeld, den Postdirektor Blaß, den Landesgeologen Dr. Steuer, den Geheimen Baurat Pfarr, den Amtsrichter Müller, den Hypothekenbewahrer Jehle von WormS, den Amtsrichter Klietsch von Friedberg, den Regierungsassessor Schenck, Kanzleidirektor der Zweiten Hessischen Ständekammer; zum Vortrag den Staatsminister Rothe, den Finanzminister Küchler, den Kabinettsrat Römheld, den Hoftheaterdirektor Werner.
Mainz, 14. Mai. (Privat-Tel.-Meld. des Gießener Anzeiger, 1 Uhr 30 Min.) Auf dem Dampfer „Ludwig IV." fuhren heute morgen die Spitzen der Militär- und Zivilbehörden der Torpedo-Flotille entgegen. Das Zusammen- treffen erfolgte bei Eltville. Auf dem vordersten Torpedoboote war die hessische Flagge gehißt. Auf demselben befand sich der Großherzog Ernst Ludwig von Hessen mit seinem Generaladjutanten von Grancy. Die Landung in Mainz erfolgte um 1 Uhr. Der Oberbürgermeister G a ß n e r kredenzte den Ehrentruuk. Heute nachmittag findet im Militärkasino ein Festmahl und heute abend in der Stadthalle ein Festkommers statt.
bm. Mainz, 13. Mai. Wie wir berichteten, ver- Irachte hier kürzlich eine Privatlehranstalt. Viele Eltern der Zöglinge der stark frequentierten Anstalt find hierdurch in große Verlegenheit gebracht worden, indem sie nicht wissen, was sie mit ihren vor der Ausgangsprüfung stehenden Söhnen beginnen sollen. In ihrer Verlegenheit haben sie sich an das Ministerium nach Darmstadt gewendet und mit Rücksicht auf die gesetzliche Aufsichtspflicht des Staates über die Schule angefragt, was sie nunmehr mit ihren Söhnen beginnen sollen. Die hierauf eingetroffene Antwort war sehr trostlos, da das Ministerium einfach erklärt hat, daß die Beaufsichtigung der Schule sich lediglich darauf beschränke, die allgemeine staatliche Schulaufsicht auSzuüben und die Reifeprüfung zu kontrollieren. Das Ersuchen der um ihre Kinder besorgten Eltern, zu veranlaffen, daß die plötzlich der Schule beraubten jungen Leute sofort in den entsprechenden Klassen des Gymnasiums oder der Realschule Ausnahme finden können, wurde von der obersten Schulbehörde mit dem Hinweis auf die Ueberfüllung der beiden staatlichen Lehranstalten abgelehnt und zwar mit der Betonung, daß der allgemeine Unterricht durch den Eintritt einer größeren Schülerzahl inmitten des Schuljahres sehr ungünstig beeinflußt werden würde.
Wetzlar, 14. Mai. Die Wiederwahl des Stadtverordneten Gerhard Waldschmidt hier zum zweiten Beigeordneten der Stadt Wetzlar ist von der Aufsichtsbehörde bestätigt worden. — Der in den Jahren 1896/97 hier thätig gewesene Stationsassistent Dietrich Pundt hat vor der Prüfungskommission am Oberlandesgericht zu Kaffel das Referendarexamen als der Beste von vier Kandidaten bestanden. — Ts ist dafür agitiert worden, daß die Unkosten der Handwerkskammern von den Provinzialverbänden übernommen würden. (Wetzl. Ztg.)
** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Der Verband der Gabelsberger Stenographen des Main- Rheingau und von Hessen-Nassau hält seinen 21. Stenographentag am 20. Mai in Hanau ab. Vormittags um 10 Uhr findet in der Oberrealschule das Verbands-Wettschreiben in vier Abteilungen statt (mit Geschwindigkeiten von 100 bis zu 200 Silben). Hieran schließt sich die Haupt-Versammlung in der Aula der Ober-Realschule, wobei Dr. Gautter aus Frankfurt a. M. den Festvortrag über die Stenographie an der Wende des Jahrhunderts halten wird. Der Nachmittag bringt ein Festmahl im Deutschen Haus, eine Vertreter-Versammlung und um 3*/2 Uhr einen Ausflug nach Wilhelmsbad. — Vor dem Bahnhofsgebäude in Kassel fand ein kleiner Knabe ein Portemonnaie mit zwei Einhundertmarkscheinen. In der richtigen Voraussetzung, daß der Verlierer seinen Verlust alsbald bemerken und zurückkommen würde, um nach dem Vermißten zu suchen, verblieb er einige Zeit an der Fundstelle. Wirklich gelang es dem ehrlichen Knaben, den Verlierer als einen feingekleideten Herrn, der eifrig nach dem Verlorenen suchte, z« ermitteln und ihm die Geldbörse wieder zuzustellen. Aus Dankbarkeit hierfür erhielt der Junge ein Fünfpfennig- fliick mit der Bemerkung, er solle hierfür sich ein Schnäpschen kaufen. — Der Wunderdoktor Müller aus Würzburg, rin ehemaliger Arbeiter, ist in Wiesbaden wegen eines
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Sittlichkeitsverbrechens verhaftet worden, das er au einem ihn konsultierenden Mädchen begangen haben soll. — Die Torpedoflotte trifft, wenn die Wasserverhältniffe eS gestatten, am 19. Mai, in Maxau ein.
Vermischter.
* Maienschnee. Aus dem Osten des Reiches, namentlich aus der Provinz Posen, aus Ungarn und Rumänien werden uns Schneefälle gemeldet. Die „Drei gestrengen Herren" meinen es in diesem Jahre wirklich recht ernst. Wenn sie auch mit gestern vorbei sind, so kann man heute doch eine geheizte Stube noch ganz gut vertragen.
* Zum Konitzer Morde. Herr Winter hat folgende Depesche an den Justizminister aufgegeben: „Es ist mir bekannt geworden, daß Ueberreste meines ermordeten Sohnes heimlich beerdigt werden sollen, ich protestiere als Vater dagegen. Bitte Eure Exzellenz, mich in meinen Vaterrechten zu schützen und anzuordnen, daß nach Freigabe durch die Staatsanwaltschaft ich meinem ermordeten Sohn ein christliches Begräbnis selbst besorge. Winter, Prechlau."
e Paris, 13. Mai. Hiesigen Blättern zufolge soll die Gräfin Marcel, die unter dem Namen Ghp als Mitarbeiterin der „Libre Parole" bekannt ist, vorgestern abend entführt worden und in ein in der Umgegend von Paris befindliches Schloß eingesperrt worden sein, aus dem sie sich durch Flucht aus dem Fenster rettete. Die Gräfin wurde mit zerrissenen Kleidern und Wunden auf der Brücke von Bercy von Polizeiagenten aufgefunden, denen sie diese Geschichte erzählte. Während des Verhörs vor dem Polizeikommissar stiegen diesem Zweifel über die Wahrscheinlichkeit ihrer Aussagen auf; auch die allgemeine Meinung geht dahin, daß die Gräfin anSi nnes- täuschungen leide.
* Unfall in einer Fechtschule. In einer Prager Fechtschule ereignete sich ein schwerer Unfall. Der tschechische Abgeordnete Dr. Pinkas führte mit dem Architekten Vanderbilt ein Fleuretgefecht durch. Dabei brach dem Abgeordneten Pinkas der Knopf von seinem Fleuret ab, und die Waffe drang seinem Gegner in den Leib. Vanderbilt wurde schwer verletzt in eine Heilanstalt gebracht, wo an ihm eine Operation vorgenommen wurde.
«Uhr37 Min.vorm «.Strecke Herdelberg-Heppenheim (28,2Kilometer)- Ankunft in Heppenheim (160,9 Kilometer von Straßburg) 10 Uhr 84 Min. vorm. 7. Sttecke Heppenheim-Darmstadt (28,7 Kilometer). Ankunft in Darmstadt (189,6 Kilometer von Straßburg) 11 Uhr 46 Min. vorm. 8. Strecke Darmstadt-Frankfurt a. M. (28,7 Kilometer). Ankunft in Frankfurt a. M -(218^3 Ktlometerlvon Sttaß- burg) 1 Uhr nachm. 9. Strecke Franksurt-Gelnhaufen (42,2 Kilometer). Ankunft inGelnhausen (260,5 Kilometer von Straßburg). 2 Uhr 10 Mm. nachm. 10. und 11. Strecke Gelnhausen-Schluchtern- Flieden (42,6 Kilometer). Ankunft in Flieden (313,1 Kilometer von Straßburg) 3 Ubr 45 Min. nachm. 12. Strecke Flieden-Fulda (19,2 Kilometer). Ankunft in Fulda (322,3 Kilometer von Straßburg) 4 Uhr 34 Min. nachm. 18. Strecke Fulda-Schlitz (20,4 Kilometer). Ankunft in Schlitz (342,7 Kilometer von Straßburg) 5 Uhr 50 Minuten nachmittags. 14. Streck- Schlitz - Hersfeld (28,4 Kilometer). Ankunft m HerSfelv (371,1 .Kilometer von Straßburg- 6 Uhr b0 Mtn. abbs. Die durchschnittliche Leistung der einzelnen Stafetten betragt demnach 27 Kilometer in der Stunde. Eine sehr gute Leistung, und zwar umsomehr, als bei der bisher durcheilten Strecke zum Teil ziemlich gebirgige Gegenden zu nehmen warm. Angenommen war als Durchschnittsleistung ein Maximum von 25 Kilometer. »05 Eintreffen der Staffelte in Sportpark Friedenau dürfte demnach, wenn nicht noch auf dem letzten Teil der Reise eine Verzögerung eintritt, heute nachmittag zwischen 1 und 3 Ubr erfolgen.
— Von Mittelbachs Verlag in Leipzig geht uns das soeben m Profilmanier erschienene Blatt 47 (Frankfurt a. M.) aner- kannk vorzüglichen Deutschen Stratzenprofilkarte für Radfahrer zur Besprechung zu, die auch das Gießener Gebiet zum größten Teile umfaßt. Sie ist nach dem neuesten amtlichen Material und mtt Unterstützung des Deutschen Radsahrerbundes und Allgem. Radfahrer- Union bearbeitet und für jeden Gießener Radfahrer geradezu unentbehrlich. Nicht nur alle fahrbaren Wege, alle Steigungen (in Metern), alle Entfernungen (in Ganzen und Bruchteilkllm.), alle nur irgendwie nennenswerten Orte, die Eisenbahnen, Flüsse usw. sind auf der Karte angegeben, sondern sie zeigt auch auf den ersten Blick das für den Radfahrer wichtigste: die Beschaffenheit der Straßen, sowie gefährliche Stellen. Die Karte kostet aufgezogen in Taschenformat 1 Mk. 50 Mk. Aufträge nimmt jede Buchhandlung entgegen.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artiket übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.)
Gießen, 14. Mai 1900.
Einsender erlaubt sich die Anfrage, ob es vielleicht nicht richtiger gewesen wäre, wenn man auch einer ganz kleinen Zahl hiesiger Damen bei der Enthüllungsfcier deS Kriegerdenkmals insofern ge» dacht hätte, als man ihnen auch nur ein kleines Plätzchen während der Enthüllung eingeräumt hätte. Ich meine die Damen, die während bei ganzen Feldzugs 1870/71 in aufopfernder Weise hier in Gießen m der früheren alten Turnhalle die Verwundeten freiwillig gepflegt haben, und deren Thättgkeit selbst an höchster Stelle durch Ehrenzeichen und DankeS- schreiben anerkannt wurde.
Kunst und Missenschast.
— Der Kunstrat zu Wien beschloß die Gründung einer modernen Gallerte in Wien und eines eigenen Gebäudes zur Schaffung einer Centralstelle für alle Angelegenheiten künstlerischer Natur im Unterrichtsministerium. Die Bilder ausländischer Künstler werden aus Staatsmitteln für die Gallerte angekaust werden.
Jagd und Sport.
— Amatettr-Rad-Renne«. Das gestrige Rennen auf dem Sportplätze an der Harvt hatte fast ganz Gießen und Umgegend rege gemacht. Trotz des kalten, scharfen Noroostwindes hielt das zahlreich erschienene Publikum bis zum Schluß aus. Von den Ehrenvorsitzenden bemerkten wir den Rektor der Landesuniverfität, Profeffor Dr. Netto, den Prooinzialdirektor Geheimrat v. Bechtold und Oberstleutnant P e tz e l. Das Hauptinteresse nahmen das Hindernis- und das 25 Kilometer-Rennen in Anspruch. Aus letzterem ging als Sieger M o e d e r • Frankfurt a. M. hervor, obgleich er während des Rennens stürzte. Schnell aber saß er wieder im Sattel und errang unter anhaltendem Beifall des Publikums den Sieg. Im Programm waren in der Reihenfolge der Sennen Aenderungen vorgenommen worden. Sie gingen in folgender Reihenfolge und mit nachstehendem Ergebnis vor sich: I. Vorläufe zum Er st fahren 1200 Meter gleich 3 Stunden: O. B e ck -Frankfurt erster, Fritz Ziegler - Hoechst zweiter, Emil Pokorny- Mainz, dritter 2. W. Pagel -Frankfurt erster, Georg H i r s ch »sAschaffenburg zweiter, Willy H a m e 1 - Gießen. II. Vorläufe zum Gauverbands-Wanderpreisfahrpreis- fahren 1200 Meter gleich 3 Runden. 1.(5. Moed er-Frankfurt erster, Carl D u i 11 - Gießen zweiter/ Paul Staiger -Pforzheim dritter. III. Crstfahren (Entscheidungslauf 2000 Meter gleich 5 Runden. Es starteten: Beck, Ziegler, Pagel, Hirsch, Hamel. — G t- g ebnis : Fritz Ziegler-Höchst erster (4.15), O. Beck-Frankfurt zweiter (4.15Vs), W. Page l-Frankfurt dritter 4.152/5). Erster Preis: Äne photographische Handkamera. Zweiter Preis: ein Prachtband (20. Jahrhundert), Dritter Preis: 1 Bierseidel. IV. Hindernisfahren (Entscheidung) 2000 Meter — 5 Runden. Georg Doenges- Bockenheim erster (b.7'/v), Fritz Ziegler-Höchst zweiter (5.7</6), Max Link-Frankfurt dritter (6). 1. Preis: Eine Schale in Kunstguß; 2. Preis: Eine Kiste Sekt; 3. Preis: Ein Zinnpokal. V. Gauverb and s-Wand er preis fahren. (Entscheidungslauf) 2000 Meter --- 5 Runden. Cs starteten: Moeder, Duill, Gottron, Goertz, Staiger. Ergebnis: Karl Duill-Gießen erster (2.368/s), Wilhelm Goettz- Gießen zweiter (2.868/5), Adolf Gottron-Frankfurt dritter (2.378/5). 1. Preis: Echt goldene Medaille und Anrecht auf den Gaubecher; 2. Preis: Silberne Medaille; 8. Preis: Versilberte Medaille. VI. Mehrsitz et.Vorgabefahren (Entscheidung). 2800 Meter — 7 Runden. Duill-Goertz (Gießen) erster (3.50). Fürst-Gottron (Mainz) zweiter (3.50y6), Pfankuche-Beck (Frankfurt) dritter (3.51). 1. Preis: Zwei Fruchtschalen in Altsilber; 2. Preis: Zwei Zierkannm mit Bronzebeschlag; 3. Preis: Zwei Blumenvasen in Altsilber. VII. Senioren-Fahren (Entscheidung) 2000 Meter — 5 Runden. Heinrich Schäfer-Lollar erster (4.45), Hch. Hamel-Grünberg zweiter (4.451/5), Val. Merget-Frankfurt dritter. 1. Preis: Ein Regulator, 2. Preis: Ein Weinkühler. 3. Preis: Ein Pokal. VIII. Dauerfahren (Entscheidung) 25000 Meter = 62»/, Runden. E. Müder» Frankfurt erster (36), Andreas Gräf-Frankfurt zweiter (861/5), Karl Pfankuche»Frankfurt dritter (38). 1. Preis: Eine Onyx-Standuhr mit Goldbronze; 2 Preis: Ein Brillantring; 3. Preis: Ein Rauchservis in Alfenide. — Die Rennen verliefen ohne jeden Unfall. Die Preis- oerteilung fand um 7 Uhr im Saale auf Textors Terrasse statt.
— Der Chrenvorfitzmve per Gießener Sindergesellschaft, Jean Kirch, hat einen wertvollen Herausforderungspreis gestiftet, der für alle an der Lahn ansässigen Verbandsvereine offen sein soll. Vor 10 Jahren hat der von den Herren Kirch und Packard für Gießen und Wetzlar gestiftete Herausforderungspreis wesentlich dazu beigetragen, das Rudern an bet Lahn zu heben, unb ben Anstoß zur Schaffung bet Gießener Regatta gegeben.
Die «taffettenfahrt Straßburg i. E.-Berttn hat folgenben Verlauf genommen: Abfahrt Straßburg heute früh . 5 Uhr. 1. Strecke Straßburg-Lichtenau (30,3 Kilometer). Ankunft in Lichtenau 6 Uhr 5 Min. vorm. 2. Strecke Lichtenau-Rastatt (21,7 Kilometer). Ankunft in Rastatt (52,0 Kilometer von Straßburg) 6 Uhr 56 Min. vorm. 3. Strecke Rastatt-Durlach (26,9 Kilometer). Ankunft in Durlach (78,9 Kilometer von Straßburg) 7 Uhr 50 Min. vorm. 4. Sttecke Dutlach- Mingolsheim (29,6 Kilometer). Ankunft in Mingolsheim (108,5 Kilometer von Straßburg) 8 Uhr 49 Mn. vorm. 5. Sttecke Mingolsheim-Heibelbetg (24,2 Kilometer). Ankunft in Heidelberg (132,7 Kilometer von Straßburg)
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Neueste Meldungen.
Berlin, 14. Mui. Von absolut vertrauenswürdiger Seite geht dem „Berliner Tageblatt" ein Brief zu vom 10. März aus Udala, drei Tagereisen nordöstlich von Tabora datiert, der die ausfallende Mitteilung enthält, daß es am Kiv u se e zwischen deutschen und Kongotruppen zum Kampfe gekommen sei. Die Stelle lautet: Die Herreu aus Tabora sind mit allen Askaris (Soldaten) nach dem Kivusee gezogen, wo die Belgier „Europäer" die Deutschen angegriffen haben. Es ist also Krieg. Alle Bewaffneten sind nach Kivusee aufgebrochen. Herr von Trotha Sohn ist vorgestern hier angekommen, um nach Pukoba zu gehen.
Paris, 14. Mai. Der Gemeinderat stellt sich nach den gestrigen Stichwahlen wie folgt zusammen: Nationalisten 49, Sozialisten 18, Radikale 8 und gemäßigte Republikaner 5, sodaß die Nationalisten über eine Mehrheit verfügen. Nach Bekünntwerden des Wahlresultates fanden in verschiedenen Bezirken Kundgebungen statt, die meistens zu Gunsten der Armee verliefen. Im ganzen wurden 18 Verhaftungen vorgenommen. Aus den Provinzen sind bis jetzt folgende Resultate bekannt: In Algier haben die Antisemiten die Oberhand behalten, während in Rennes die Nationalisten die Mehrheit erlangten. In Marseille wurden 31 Sozialisten gewählt. Dort fanden auch Kundgebungen statt, ohne daß Einschreitungen vorgekommen sind. In den übrigen Provinzen haben fast überall die Republikaner den Sieg davongetragen.
Budapest, 14. Mai. Bei dem nach Verlesung der Thronrede üblichen Cerkle beim Empfang der Delegationen fiel es auf, daß der Kaiser mit den österreichischen Delegierten nur 10 Minuten konferierte. Das Gespräch drehte sich säst ausschließlich um die Angelegenheiten des österreichischen Reichsrates, wobei aber die tschechischen Delegierten nur mit wenigen Worten angesprochen wurden. Auch der Cercle mit den ungarischen Delegierten, der eine halbe Stunde dauerte, war kürzer als gewöhnlich. Der Monarch schien ein wenig ermüdet, hustete einige Male und klagte über leichten Katarrh. Der Monarch äußerte sich mehreren Delegierten gegenüber in sehr warmen Worten über die Großartigkeit und Innigkeit dfes Berliner Empfanges. Aus eine Bemerkung, die Delegation werde hoffentlich die Arbeiten glatt erledigen, antworteten mehrere Delegierte, dies hänge von der österreichischen Delegation ab. Zu Max Falk, der eine Bemerkung über Oesterreich machte, sagte der Kaiser: „Sie scheinen ja aus Ihre alten Tage ein Absolutist und Gegner des Parlamentarismus zu werden. Das ist nicht erlaubt." Zu dem Baron Harthanyi sagte der Monarch: „Waren nur die Zustände in Oesterreich so wie in Ungarn/
O d e s s a, 14. Mai. Der türkische Dampfer Osmanm ist auf dem Schwarzen Meere unweit Odessa bei starkem, Nebel untergegangen. Das Schlfsspersonal und die Reisenden, im ganzen etwa 80 Personen, sanden den Tod in den Wellen.


