Ausgabe 
15.5.1900 Erstes Blatt
 
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1900

Dienstag den 15 Mai

Erstes Blatt.

Amtlicher Geil,

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man feine hat.

BtteMM, Spedition und ®ruderet:

Kch»tstraie Nr. 7.

Ibreffe für Depeschm: $teftau

Fernsprecher Nr. 51.

Mezugspreis virrteljährl. Mk. 2,20 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholestellea vierteljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Psg.

Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld.

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Volittsche Wochenschau.

W Reichst«-; wird mit Dampfkraft gearbeitet.

«ratisve-Iaam- ffiitfeit« JamiltaHitta, Der l,eM° Landwirt Dlätter für hessische Volkskunde.

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Bekanntmachung.

Wegen Vornahme von Walzarbeiten wird die «raste von der Unterführung beim GeilfuS scheu Hause au bis zur Wieseckbrücke auf einige Tage für den Fährverkehr gesperrt.

Gießen, den 14. Mai 1900.

Großherzogliches Polizeiamt Gieße«.

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Kommandos eine Ueberraschung zustoßen könne, da diese Kommandos sich zur Aufgabe gestellt haben, die Nachhut Roberts anzugreifen uno vom Gros abzuschneiden. Mriht ou* die Möglichkeit, daß die Heeresleitung der Suren d ft Masst der T?ansvaaler am Vaalslusso zu der. ftrebt während die Truppen des Oranjestaates,

Flanke.gestützt auf die noch, tm R-sik der Buren befindlichen Püffe des Draken^gebltges, einen Äaerillakriea führen sollen. Damit Ware in tim. H«na au hrinsen, ZahPräsident Steijn die Regierung nach ßSen östlich von Sroonftab, verlegt hat. Der englisch« ^drnarschall Hai noch bis Pretoria einen Weg von etwa ^Kilometern zurückzulegen und

zu überschreiten, was ihm unter allen Umstanden lange 3eitj^n Telegramm aus Geneva meldet: Während den i aestriaen Verfolgung feuerten versteckte Buren «n^ b

Fenstern eines Farmhauses, das dre weiße Flagge trug,, auf ein Detachement Dragoner, das gerade ab gesattelt hatte, mehrere Dragoner wurden getötet und 16 gefangen ^"EE"Times"-Drahtung au§ Rietspruit besagt: Dev ^eini) hatte eine ganz unhaltbare Stellung am Zvndflutz knne." Berats 2 de% betrieb TÄÄTmÄ aua seiner Hauptstellung, wahrend Pole-Larew mir »a uallerie seinsiFlanke umging. Der wich zurück längs

I Lassans^Bureau meldet aus P^ria.Die^br^chx I Emtsatzkolonne sür Mafeking, bestehend aus 3000 .Wann I Kavallerie und Snfanterie mit sechs

I Eilmärschen bei Tage und bei Nacht die Betochinana-Bahmi I entlang und passierte Mittwoch Vryburg. Ueber Kampfe I liegen keine Details vor, außer daß die Engländer von den Burenkommandos belästigt werden." Man nimmtan daA

I die Entsatzkolonne bis aus zwei Tagemarsche von Maseling. I angekommen ist, sie brach Freichg vor acht Tagen von I 3ßm©int?n Antwerpen eingetroffener Brief eines Mitglie­des der belgischen Ambulanz aud ^re^I}ahpb?rS^(1bna®

I die Transvaalregierung den größten Teck der Ambulanz I Mitglieder verabschiedet hat, da die Awbulanzdurck)schnUt- lich mehr Mitglieder als Kranke zu verpflegen hatte- Die

I Mitglieder sollen sich bereits am 10. April eingeschifft

Eine höchst überraschende Nachricht ist vom Kriegs­schauplatz eingetroffen: Der englische Feldmarschall Lord, Roberts hat Kroonstad besetzt, vhne Widerschnd zu sindeii. Der Weg zum Waalslusse steht jetzt den ^ig- ländern offen, und der Machtbereich der Oranjestaats- reaierung ist auf ein kleines Gebiet im dtordosten der Re- pubUk beschränkt. Roberts telegraphierte bereits am. 12. d. Mts. ^-oonstad ein, ohne Widerstand zu

sindeiu Um halb 2 Uhr wurde in Kroonstad die Umon unter den Hochrufen der wenigen britischen Ern wohner gehißt. Präsident Stein flüchtete gestern abend, nachdem er vergebens versucht hatte, die Burghers zu nachdem er vergebens versucht hatte, die Burghers zu überreden, den Widerstand sortzusetzen Dre. ^n

Transvaals erklärten, sie wollten nicht langer im Frei­staate kämpfen, und zogen nach dem Vaalslusse ab. Die Freistaatburen beschuldigten die Trausvaalburen, sw erst bpnukt au haben und jetzt im Stiche zu lassen. Biele ^reiltaatburen begaben sich nach ihren Wohnungen jn* Ä Kroonstad verließ proklamierte er Lindley zum Sitze der Regierung des Oranjefreistaiates. Dw Generale Botha und Dewet begleiten die Trans-

Mit nicht geringerer Sorge, als sie in Oesterreich von dem Kabinett Körber dem Fortgang der parlamentarischen Thätigkeit entgegengebracht wird, steht in-Fr arikr eich nicht den Anschauungen der Mehrheit des Landes ent. aeaen die am 22. d. Mts. beginnt. Der Ausfall der Gemeindewahlen hat das Kabinett, das bisher voll kuhneN Mutes war, mit Bangigkeit erfüllt, denn wenn auch die Wahlen in der Provinz zu gunsten der ^ublikaner aus­gefallen sind, so ist doch der unleugbare Erfolg der Bano- nalisten in Paris immerhin ein recht bedenkliches ^turm- ;eicken Denn wenn auch Paris nicht Frankreich ist, so ist es doch das Herz der Republik, und oft genug ist schon in Paris mit Erfolg eine Politik gemacht worden, welch nicht den Anschauungen der Mehrheit des aLndes ent- sprach. Die endgiltige Entscheidung über die Gememde- ratswahlen wird freilich erst in den an diesem Sonntag stattfindendeii Stichwahlen fallen, die darüber entscheiden werden, ob das Regiment der Hauptstadt m die Hande der nationalistisch-chauvinistischen Gegner der Republik uber-

I.N.H«. Anzeigen -n der nachmiNagS für Inenden tofl erscheinenden Nummer knS vorm. 10 Uhr. Uttestellungen spätestens abends vorher.

Alle Anzeigen.DermittlungSstellen deS In- und Ausland«« nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. ZeilcnpreiS: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg.

unruhiger und bewegter «IS in Frankreich,' roo immerhin die Sorge um das Gedeihen der Weltaus^ stellung die erregten Gemüter in Zaumhält, ieit in Span ien her, wo die Durchführung der erneuten Steuergesetze besonders in Katalonien zu erner revolutw- Ä Ätt9 Äta wMk a'ber die Dhnastie selbst rietet. Das Kabinett wird- Muhe und *£ M 8uieÄ. bCÄid>en:

Ursachen stt die aufständische Bewegung in $u[.9*r VL entsprungen, wo die Steuer üb erb urdung zu blutigen Em pörunqen der Bauern gesühtt hat. (Sie^ Leitartikel.) P Zu den vergnügtesten Europäern gehören zurzeit die Engländer, denn die Dinge auf dem südafrika­nischen Kriegsschauplatz haben stck m letzter Zeih für Se aut ninb glatt abgewickelt. Bon der Grenze her Transvaal-Republik ist schwcMch «ns einen ^wackigeren

Bekanntmachung.

dem Regierungsgebäude zu Gießen fiudet Freitag tze» 25. Mai d. Js. eine ordentliche und Gamstag de» 86. Mai d. IS. eine außerordentliche Satzung de? Prövinzialtages der Provinz Oberhesfen «it folgender Tagesordnung statt:

».Freitag den 25. Mar, vormittags 10'/, Uhr.

" 1. Prüfung der Rechnung der Provinzialkasie pro 1898/99 und Erstattung des Rechenschaftsberichtes, 2 Festsetzung des Voranschlags der Provmzialkasse für 1900/1901; n

Samstag den 2 6. Mai, vormittags 9 Uhr: Die Errichtung einer Provinzial-Siechenanfialt. Gießen, den 12. Mai 1900.

Der Vorsitzende des ProvinzlaltageS. v. Bechtold.

Deutsches Reich«

Berlin, 13. Mai. Aus Metz wird vom 12 d- M. gemeldet: Zu der Truppenübung begab stch der Kat 1 er von Kürzel heute stüh durch Eorny nach Arny^ auf das Gefechtsfeld. Die Kaiserin fuhr von Tournbride auf de« Saint Blaise. Der Kaiser hielt auf dem St. Blaise bw Kritik ab und fuhr dann durch Jouy und! Ars auf den Gorgimont, wo er in Begleitung des kommandierenden! Generals Grafen Häseler, Les, Chefs des ^ßen Genera^ stabs der Armee Grafen Schliessen und des Inspekteurs der Festungen v. d. Goltz die neuen Festungvbauten bestch- Ugte^Er ftühstückte in Metz beim Grasen Haseler und fuhr mit der Bahn nach Kurzel-Urville

Der Kaiser wird am Dienstag Schwtz uroi^ 'L Ä p KisE Ä?T-°g° länger m UrB- Bek'Äs Ä^'^8eSnäeu6eVufn0ei; aus benen

^^Lindley 'liegt östlich von Kroonstad auf der Eisenbahn­linie Kroonstad-Bethlehern, etwa in der Mitte zwischen

^^Blätte? sprechen sich zwar lobend über das schn^^ i- Vordringen Lord Roberts und seine Besetzung von Kroowi I stad aus, befürchten aber, daß feine Avantgarde schließ- 1 lich von den Buren umzingelt und v°m Haupt­quartier abgeschnitten werden konnte. Die. Oph- misten rechnen aus, daß Lord Roberts, wenn er mit der- - J i Sämelligkeit wie bisher vordrmgt und sich ihw keine weiteren Hindernisse in den Weg stellen, Erhald 14 Tagen in Pretoria sein kann. Bon Kroonstad nach dem Baalfluß beträgt die Entfernung 125 Kilometer, vom Vaalfluß nach Johannesburg 65 Kilometer und von Jo­hannesburg nach Pretoria nur noch 48 Kilometer, rm ganzen also 238 Kilometer. Demgegenüber ist zu beruckfich-« Ligen, daß die Truppen Roberts augenblicklich infolge der Gewaltmärsche vollständig erschöpft sein müssen und daß außerdem die Verpflegungsschwierigkeiten mit jedem Tage sich vergrößern. In Kroonstad kann Roberts Mit feiner Avantgarde sich nur kurze Zeit aufhalten, da Kroonstad diesen Umltanoen w uui "Äen, "te die I ein unbedeutendes Städtchen ist, worin er weder seine

MrlamentarrschM Arbeit nut) 8 ^sseren besinnen I Truppen unterbringen, noch verpflegen kann. Die Blatter Tschechen sich schwerlich so baw eines Vetren oeiiun Befürchtung aus, daß Roberts von selten der

werdem Denn es ist schwer, Vernunft anzunehmen, wenn | wi^banM und Lady-Brand zurückgebliebenen Buren-

MI xng, für y. MchNg.M JBarflHeh- <ftragt« * ^Wtrgjt- 1938 60fr

Srptlirh wer die Be ucyszisjer im ''T1' 7". I Dransvaai-'aiepav^b ijv ' u" ^>l>ff-

2) ' b^rarfiiet der wird sich kopsschuttelnd srngest Widerstand der Baren za rechnen, die ihre stärksten yosft

Bitten wo ä?MÜt z^dcr Annahine hergenommen werden je^t auf eine Einmischung der Vereinigten Staaten

K'7aß"ack/ßng^ ein ^sch«^ °°n toer»n ndtfcn.

$cr ftriC8 itt

MnÄ ftSren H°s°n gebrach/Äen. ^Dagegen M L-schLblich-n iiV bpfommen und die Aussichten für em Kompromiß !m?ifhen der Regierung und der Reichstagsmehrheit S sich verschlechtert za Hab-N^ Sind hier neue . b-:iav» mifnetreten, wie sie in dem berühnit ge

M^ieri8fSnnmnrt beä SBunbeS der Landwirte,nur | de"^enn^kein Pökelfleisch!" ihren Ausdruck gefunben M/b, menn i y ^zu, daß das Zentrum bezüglich ^7nl e auf seinem Schein bestehen will, ob- vo/b°ch^der allgemeine Widerstand gegen diese Vorlage ;Siä

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»ckde^ ^ieqs^elümmel seinen Anfang genommen. Der ^ÄPnaefeK^rf den das Kabinett Körber emge^ ^rnd>?lat fonnte niemanden ganz befriedigen. Das Ka- Ä Nber M sich nicht an eine umfassende Losung der

bare I selben 'S N Ä1

F^&SKtiÄ^SSSMt hu^Ne^uffebung1 der Sprachenverordnungen geschla^ ggisws

^DieCentral News" nteldet aus Kapstadt: Eine De- pesche von der Delagoa-Bai teilt mit, man y«be Beweise dafür zur Versügüng, daß die ExPlofion in ^ohaü nesbu rq durch Unachtsamkeit von Arbeitern herbeige-, führt ist die in der Behandlung von Sprengstoffeii uner­fahren waren. Llns der gleichen Ursache erfolgten seit Weihnachten außerdem noch sechs (^Plosivnen und zwe, ernste Unglücksfälle, über die man aber infolge der Preß- zenuur wenig hörte.

Telegramme deS Gietzeuer Anzeigers.

London, 14. Mai. Gestern abend ging das Gerücht, Mafeking fei entsetzt worden. Dasselbe wurde jedoch b'^°n^49'Mai. Ans H-rich-ll wird gemeldet- Die Engländer bemächtigten sich in der Rahe bes Oranje- slusses einer großen Menge Pserde und nahmen 4000 Stuck ^^L^n d o n^l4. Mai. Aus Pretoria wird über Lorenz» Maronen berichtet: Der Volksraad beschloß m ge­heimer Sitzung, daß sämtliche fremden Bewohner des Landes ohne Unterschied der Nationalität sich an der Verteidigung des Landes beteiligen müßten, wie es die umgeanberte Verfassung anordnet.

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