ins Besicht sagt: „Frieda, lüge nicht!" Der Zeuge bekundet, daß der Gehilfe, der jetzt nicht mehr in Berlin ist, immer etwas vertraut mit dem Mädchen war und daß die Frieda manchmal. —, auch bei Tisch — einige recht dreiste und unanständige Redewendungen gebrauchte. Frieda Woyda erklärt die Sache schließlich dahin: Frau Schindler habe ihr an dem qu. Tage den Auftrag gegeben, auszupassen, wann der Gehilfe nach Hause käme, und dar- Mif habe sich ihre Bemerkung bezogen. Frau Schindler be st reitet dies.
Hierauf wird der Lehrer Delrav, der die Woyda eine Zeit lang unterrichtet hat, vernommen und sagt aus: Frieda Woyda habe einen guten Eindruck auf ihn gemacht. Sie war in den Stunden immer aufmerksam, geweckt, sehr fleißig, und ist auf Lügen nicht ertappt worden. Rach der ersten Verhandlung habe sie einigen Mitschülerinnen manche Gemeinheiten erzählt, so daß er das ernsthaft untersagt habe.
Lehrer l e b e, der die Frieda kurze Zeit unterrichtet hat, kann nachteiliges über diese nicht aussagen, insbesondere nicht, daß sie lügenhaft sei. Eine Mitschülerin der Frieda Woyda lhat von dieser einmal gehört, daß sie einem Mater einmal Modell gestanden und sich! dabei ihrer Kleider habe entledigen müssen. Weiteres habe Frieda nicht erzählt. Die Zeugin hat nie bemerkt, daß Frieda krankhaft, lügenhaft oder phantastisch sei und auch unanständige Redensarten gebraucht habe. Die Zeugin kann nicht sagen, wann die Woyda die Modellgeschichte erzählt hat. Eine andere Mitschülerin Hermine hat die Modell- geschichte der Woyda nicht von dieser, sondern von anderen Schülerinnen gehört, namentlich von einer gewissen Krause, die aber immer mit dem Mund etwas voran sei. Rach der ersten Verhandlung habe Frieda Woyda erzählt, Herr Sternberg habe drei in al mit ihr etwas vorgehabt, sie habe [aber keine Schuld, sie habe ihn abgewehrt. Während dieser Aussage weint Frieda Woyda heftig. Sie wird an den Gerichts- tisch herangerufen und bestreitet entschieden, vom Modellstehen etwas erzählt zu haben. „Das ist ja gar nicht wahr!" sagt sie und sie bleibt dabei, obgleich die beiden Mitschülerinnen versichern, daß es tvahr sei. Frieda Woyda behauptet, daß nach ihrer ersten Vernehmung vor der Polizei in der Schule von allerlei gesprochen wurde, daß dann die eine Mitschülerin erzählt habe, ihre Schwester habe auch schon mal Modell gestanden und so sei die ganze Geschichte gekommen. Die Zeuginnen bleiben bei ihrer Behauptung. Eine andere Schülerin, Anna S., sagt aus: Als die Sache zum ersten Male in der Zeitung stand, hat Frieda erzählt, daß ihr dreimal etwas passiert sei, aber'sie hat nicht den Namen des Mannes genannt. Die Einzelheiten dessen, was mit ihr passiert sei, hatte sie schon vorher einer anderen Schülerin erzählt. Auch diese Zeugin hatte von Frieda selbst gehört, daß sie habe Modell stehen müssen. Die Zeugin glaubt sogar, daß Frieda Woyda einmal dabei den Namen Sternberg genannt habe. Justizrat Sello läßt sich von den Zeuginnen bestätigen, daß damals der Name Sternberg bereits in der Zeitung gestanden hatte und bei den Mädchen bekannt war, um welchen Mann es sich handele. Außerdem sei doch festzuhalten, daß die Wovda der erstvernommenen Schülerin nach deren Bekundung über denselben angeblichen Vorfall eine vollständig abtveichende Darstellung gegeben habe. Angekl. Sternberg: Es soll dies also alles zu einer Zeit gewesen sein, als die erste Verhandlung in der Zeitung stand und großes Aufsehen erregte. Da haben dann also die Mitschülerinnen die Woyda befragt, was ihr passiert feint soll. Den drei Zeuginnen wird, von ihrem Lehret ein günstiges Zeugnis ausgestellt.
Die Verhandlung wird hierauf abgebrochen und bis Montag 9 einhalb Uhr vertagt.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 13, November.
** Postpersonalnachricht. Der Oberpostdirektor H o l f e l d in Darmstadt wurde zum Mitglied der Kaiser!. Disziplinar- kammer in Frankfurt a. M. ernannt.
** Französische Vortrage. Wiederholt machen wir darauf aufmerksam, daß Lektor Goetschy seine öffentlichen Borträge am Mittwoch um 5 Uhr beginnen wird. Thema des ersten Vortrages ist: De Pinfluence des femmes dang la littSrature fran^aiee. Eintrittskarten sind beim 93er» Walter Stork, in der Rickcr'schen Buchhandlung und in der Buchhandlung von A. Frces zu haben.
•* Vorträge für Damen. Im Laufe des Winters wird Prof. Sauer für Damen sechs Pros ektions vorträge über „berühmte Kunstwerke verschiedener Epochen" halten. Die Vorträge finden im Hörsaal 2 des Kouegtengebäudes und zwar, des beschränkten Raumes wegen, jeder zweimal statt; es werden deshalb verschiedene Karten, rote für die Montags-, grüne für die Dienstags- Mittage abgegeben. Der erste Vortrag „Polygnot und die altgriechische Malerei" findet Montag, t^ ^ovember 4 Uhr, bej. Dienstag, 20. November v Uhr statt.
,, " Stadttheater. Aus dem Theaterbureau wird uns geschrieben: Am Mittwoch gelangen a'S 5. BolkSvor- üen“ng Schillers ,RSuber" zur Ausführung. Eintritts- prefie: Loge 1 Mk Saalplatz 40 P,g., Gallerie 20 Pfg. — Die Proben zu Hermann Sudermanns neuem Schau-
»SoUtintSfeiet" haben bereits begonnen. Das Stuck gelangt am nächsten Freitag hier zur erstmaligen Aufführung. ö
-le- Klein-Linden, 12. November. Im Laufe der vorigen Woche war ein Herr von der Direktion des qe» planten Gießener Elektrizitätswerkes hier und hielt bei Privatleuten Umfrage über den etwaigen Gebrauch an Kerzen u. s. w. Wie wir nun erfahren, sollen besonders die Geschäftsleute bereits soviel gezeichnet haben, daß bei einigem Entgegenkommen seitens des Gemeinderats der Anschluß unseres Ottes an das Gießener Elektrizitätswerk gesichert ist. Die Gemeindevertretung wird sich in den nächsten Tagen mit dieser Frage beschäftigen, und man erwartet allgemein, daß der Vorschlag des Elektrizitätswerkes ange
nommen wird. Zur Aufklärung der hiesigen Einwohner wäre es von großem Werte, wenn vielleicht einmal ein Herr von der Direktion in unferm Orte einen Vortrag halten würde. Denn da die Sache für die hiesigen Bewohner neu und unbekannt ist, so haben die meisten Leute keine Vorstellung von dem Preise, sowie von oAn Nutzen und Vorteil der elektrischen Beleuchtung. Von vielen hiesigen Bewohnern ist dieser Wunsch bereits geäußert worden.
-n- Staufenberg, 11. November. Heute wurde die hiesige Pflichtfeuerwehr durch den KreiS-Feuerwehrinsp'ektor Loos-Gießen einer Inspektion unterzogen. Herr Loos sprach sowohl über die Leistungen als auch über den Pflichteifer jedes einzelnen Mitgliedes seine vollste Zufriedenheit aus. Die Mitglieder waren vollzählig erschienen.
-n. Grüningeu, 11. November. Kürzlich kam eine Zigeunerfamilie mit ihren wenigen Habseligkeiten, bestehend in Zelltüchern und Kochgeschirren, die sie mit ihren elf Kindern selbst schleppten, auf einen Oekonomiehof des Vogelsberges und erklärten sich allen Ernstes bereit, von einem 16 Morgen großen Felde die Runkelrüben für den Gutsbesitzer einzuheimsen. Der Vertrag wurde komplett. Für Geld und Naturalienlohn gingen Mann, Weib und Kinder an die Arbeit, die in wenigen Tagen vollständig bewältigt war. In einem Stalle schliefen und bei dem Hose kochten die braunen Söhne der Pußta.
b Friedberg, 11. November. Gestern abend, an dem Geburtstage des Reformators, fand wieder wie alljährlich im Saalbau ein Lutherabend statt. Diese Feier erfreut sich bei unserer evangelischen Bevölkerung großer Beliebtheit und ist deshalb stets sehr besucht. Auch an dem gestrigen Abende waren die großen Räumlichkeiten des aalbanes bis auf den letzten Platz besetzt, obwohl zugleich b r Gesangverein „Frohsinn" eine Abendunterhaltung abhielt, und das Abschiedsessen für den Kreisrat Süffert stattfand. Nach einigen Konzertstücken ergriff Pfarrer Lampas das Wort zur Festrede, in der er über das Thema sprach: „Luther und seine Bedeutung für das neue Jahrhundert." Seine Rede wurde mit allgemeinem Beifall aufgenommen. Hieran schloß sich wieder Konzert und mehrere Vorträge christlich religiösen Inhalts.
r- Nidda, 12. November. Gestern abend hielt der Gesangverein „Sängerkranz" hier unter Leitung des Lehrers Hotz fein Herbstkonzert mit Ball im Krafts Saalbau ab. Unter den Liedern Patriotischen und heiteren Inhalts, welche präzis vorgetragen wurden, war eins, welches der Veteran des Vereins vor 52 Jahren als Mitglied mitgesungen hatte. Auch jetzt füllte der hohe Siebziger seinen Posten mit Eifer aus. Sehr trug zur Befriedigung des Publikums bei der künstlerische Violinvortrag des Herrn Lehrer Hertel aus „Tannhäuser" von Wagner. Die Tanzmusik wurde von der Feuerwehrkapelle ausgeführt. Bei der Veranstaltung sahen wir wieder, welchen Wert ein großer Saalbau, besonders mit guter Akustik hat.
Darmstadt, 10. November. Die systematisch fortgesetzten Beschwichtigungsversuche der preußischen Offiziösen in der Main-Neckarbahn-Frage verfangen hierum so weniger, als die Umstände, unter denen die Konferenz der drei Vertragsstaaten in Bingen stattfand, aus eine sehr „durchgreifend e" Regelung in der Verwaltung der Main-Neckarbahn schließen lassen. Man hat sich nämlich veranlaßt gefühlt, zu dieser Besprechung sehr hohe Ministerialbeamte abzuordnen, deren man zu einer bloßen Vereinfachung und Verbilligung der Verwaltung nicht benötigt hätte. So war von Preußen Ministerialdirektor Kirchhoff, von Baden Geheimrat Zittel und von Hesien Ministerialrat Ewald daran beteiligt. Man schließt daraus hier in Kreisen, die die Verhältnisse recht gut kennen, allerdings aus sehr einschneidende Reorganisationspläne Preußens. Man hofft jedoch, daß Baden sich mit der ihm zugedachten Rolle nicht gutwillig abfinden lassen, und in eine Angliederung der Verwaltung der Main Neckarbahn an die preußisch-hessische Gemeinschaftsverwaltung, bei der Baden lediglich durch einen Kommissar vertreten fein würde, nicht einwilligen würde. Viel eher glaubt man, daß Baden nötigenfalls eine Auflösung des Staatsvertrags von 1843 herbeiführen, und feinen Anteil selbständig verwalten werde. Aus die Widerstandskraft der hessischen Regierung, die ja im Verkehrswesen leider ganz in preußischer Hand ist. vertraut man schon bedeutend weniger, erwartet aber von der hessischen und badischen Volksvertretung ein Veto.
Offenbach a M., 10. November. In der Stadtver- ordneten-Sitzung vom Donnerstag wurde folgender Antrag eingereicht: „Die Stadtverordneten-Versammlung möge beschließen : Um der unbemittelten Bevölkerung Offenbachs während dieses Winters, so lange die unerhört hohen Kohlenpreise anhalten, den Bezug des Heizmaterials zu erleichtern, wird die Großh. Bürgermeisterei beauftragt, zwecks der Abgabe an Private in Mengen von 1 bis 5 Zentner Hausbrandkohle sowie Kohlen- Und Braunkohlen- briquetts auf Kosten der Stadt einzukaufen und zum Selbstkostenpreis abzugeben." Die Ausführung dieses Antrags soll bad städtische Gaswerk übernehmen und versprach der Oberbürgermeister, der diesen Antrag als sehr zeitgemäß und zweckmäßig fand, der nächsten Sitzung eine Vorlage zu unterbreiten, die unter Umständen noch über das Gewünschte hinauSgehe. Weiter wurde der Beschluß gefaßt, die Herstellung von Seitenkanälen zu HauS- entwäfferungen in städtische Regie zu nehmen, da es den Anschein hat, als ob die hiesigen Unternehmer sich kartelliert haben und für derartige Arbeiten Preise stellen, die über die übliche Bezahlung weit hinausgehen. Ein ebenfalls sehr bemerkenswerter Beschluß wurde bei einem Ausgabeposten für das städtische Gaswerk gefaßt, indem die bisher für die in demselben beschäftigten Ofenarbeiter bestehende zwölsstündige Arbeitszeit in eine Achtstunden- schicht umgewandelt wurde und ein entsprechender Kostenmehrbetrag nachbewilligt wurde. In der Sitzung wurde
auch noch bekannt gegeben, daß die nachgesuchte Konzession für die Errichtung einer städtischen Apotheke dobi Ministerium erteilt wurde und dasselbe sich nur Vorbehalten hat, über .die Sage des Platzes für dieselbe seine Meinung kundzugeben. Die Gewährung uneutgelllicher Hebammen Hilfe ist in größerem Maße in Anspruch genommen worden, als dies im Voranschlag vorgesehen war; es werden deshalb die für die unentgeltliche Bestattung weniger al- vorgesehen gebrauchten Beträge für ersteren Zweck Verwendung finden. Der hier seit einigen Jahren bestehende Ausschuß für Volksvorlesungen stellte den Antrag, zwecks Begründung einer öffentlichen Lesehalle, die in den Stunden von 4 Uhr nachmittags bis 10 Uhr abends geöffnet fein soll, einen entsprechenden Raum zur Verfügung zu stellen und gleichfalls die Heizung und Beleuchtung desselben auf städtische Kosten zu übernehmen. Diesem Anträge wurde einstimmig entsprochen, wie auch für die Zwecke der Volksvorlesungen für das Jahr 1900 noch 1000 Mk. bewilligt wurden.
Mainz, 10. November. Die Landtagsabgeordneten Molthan, Dr. Schmitt, Prof. Schlenger und Dr. Frenay haben bekanntlich bei dem Landtag eine Interpellation wegen der Errichtung der Handelshochschule in Mainz eingebracht. Infolge des Antrages der Abgeordneten Schmeck und Genoffen, die Hochschule in Darmstadt zu errichten, haben nunmehr die oben genannten Abgeordneten ihre Interpellation ebenfalls in einen Antrag an die Kammer umgewandelt. — Der Verein Mainzer Weinhändler hat beschlossen, demnächst eine Versammlung von rheinhessischen Weinhändlern nach Mainz zu berufen und ihr den Antrag zu unterbreiten, einen „Rheinhessischen Weinhändlerverband" zu gründen, um den Interessen des gesamten rheinhessischen Weinhandels beffer dienen zu können. — Der städtische juristische Ausschuß hat in seiner gestrigen Sitzung der Erbauung eines Krematoriums auf dem Friedhof durch den hiesigen und Wiesbadener FeuerbestattungS- verein seine Zustimmung erteilt.
Marburg, 12. November. Von, der Chauffee nach Cölbe aus, etwa halbwegs zwischen der Eisenbahnüber- führung und den Schießständen des Jägerbataillons wurde Sonntag abend gegen 3/t9 Uhr von einigen Herren ein in westlicher Richtung fliegendes Meteor von ungewöhnlicher Schönheit und Größe beobachtet. Mit der Helligkeit einestarken Blitzes, in reinem weißen Lichte aufleuchtend, erhellte es für einige Sekunden das Lahnthal so, daß an dem gegenüberliegenden Hange der Kirchspitze deutlich die einzelnen Wald» und Feldstücke und Baumgruppen zu erkennen waren, und verschwand scheinbar hinter den Wehrdaer-Steinbrüchen niederfallend.
Hanau, 12. November. Anscheinend werden in absehbarer Zeit fast alle Ortschaften unseres Landkreises in elektrischem Lichte erstrahlen. Den Vertrag mit dem „Hessischen Elektrizitätswerke" zu Vilbel, bad Licht und Kraft liefert, haben nunmehr weiter abgeschloffen die Gemeinden Bischofsheim, Niederissiigheim, Ravolzhausen, Gronau und Niederdorfelden, im Ganzen 16 Gemeinden des Landkreises. Weite Abschlüsse stehen bevor.
•* Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaates. Fürst und Fürstin Herbert von Bismarck sind in Frankfurt a. M. eingetroffen und haben im „Russischen Hof" Wohnung genommen.
Eingesandt.
Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.)
Gießen, 12. November 19C0.
Der Herr Einsender in Nr. 265, der die Ueberlastunß einzelner Tage mit Unternehmungen beklagt, hat vollkommen Recht, wenn er auf einen Mittelpunkt hinweist. Dieser Mittelpunkt ist unschwer zu finden, weil er teilweise vorhanden; Konzert-Verein, Theaterverein, Saalbauverein, größere Konzertunternehmen, Kaufmännischer Verein rc. benutzen ausnahmslos das Challier'sche Geschäft als solchen. Dort wird genauer Kalender geführt und nach Möglichkeit dafür gefolgt, Haß ein unliebsames Zusammentreffen vermieden wird. So zum Beispiel war der erste Abend des Theatervereins am 30. Oktober, des Konzert- vereins am 4. November, der Kammer mnfik- ab en d am 9. November. Dann folgt wieder am 13. Wo herüber der T he a ter v er e in , am 23. November die Meininger Hofkapelle, am 4. und 19. Dezember der Konzertverein rc. Wenn die anderen Vereinigungen sich entschließen würden, ihre Unternehmungen bei Challier, kurz nach den Daten vermerkt, anzumelden, würde sicher manches Unliebsame Zusammentreffen zu vermeiden sein.
Nachdem die Distrikts-Einnehmerei I nach langem Umherziehen endlich im ehemaligen Rentamtsgebäude ein bleibendes Heim erhalten hat, wäre es doch eigentlich selbstverständlich, daß das Gebäude durch ein in die Augen fallendes S ch i l o kenntlich gemacht würde. Warum diese Heimlichthuerei? An allen Zahltagen kann man beobachten, daß „Zahlungslustige" auf dem Brand umher rennen und die Distriktseinnehmerei suchen.
Unsere Fortbildungsschule.
Vielfach begegnen wir, insonderheit auf dem Lande, der Ansicht, unsere Fortbildungsschulen seien nicht nötig, man könnte sie entbehren, bedauert ihre Einrichtung, da doch nichts oder doch nicht viel dabei herauskomme. Neuerdings ist diese Ansicht unter der Landbevölkerung wieder vielfach laut geworden. Die jüngste Verordnung der Großh. obersten Schulbehörde über die Einrichtung der Fortbildungsschulen, bezw. Festlegung der Unterrichtszelt auf frühere Tagesstunden hat auf manchen Orten einen gewaltigen Sturm hervorgerufen; und wenn diese Orte auch vereinzelt dastehen mögen, so ist es bod), geschehen. Besonders die Landleute und landwirtschaftlichen Arbeiter kühlten sich geschädigt und zum Teil in ihren späten Herbst-
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