Prüfung der Verkehrssicherheit walten zu lassen, nötigenfalls gegen deu Willen des Finanzministers.
Minister v. Thielen erwidert, es gäbe zwischen dem Finanzminister und ihm in Fragen der Betriebssicherheit der Bahnen keine Meinungsverschiedenheit. Die Schiffer am Rhein seien ein ruhiges, Nüchternes und gefälliges Völkchen. Mit der Verstaatlichung des Trajekt- verkehrs würde ein großer Schatz rheinischer Poesie beseitigt werden.
Damit ist die Besprechung beendet.
Politische Tagesschau.
Die Schulkonferenz in Berlin, über die wir in diesen Tagen unsere Leser mehrfach unterrichtet haben, hat zweifellos vorwiegend einen konservativen Charakter getragen. Wer erwartet hatte, daß die Konferenz mit den Unterschieden für die einzelnen Schulgattungen und mit den Schranken und Erfordernissen der einzelnen Zweige des UniversitÜtsstudiums gründlich aufräumen würde, der ist durch das Ergebnis der Beratungen enttäuscht worden. Das ist ja entschieden ein Fortschritt, daß alle drei Arten der höheren Schulen mit neuustufigem Lehrplan die Berechtigung zum Universitätsstudium oder zu dem auf der technischen Hochschule verleihen können, ein Fortschritt, der für sich allein schon die Arbeit der Konferenz wert ist. Wie aber bisher schon die Studierenden der Theologie die Reife im Hebräischen auf der Universität erwerben konnten und mußten, wenn sie sie von der Schule nicht mitbrachten, so wird diese Einrichtung nun auf andere Fächer erweitert. Das mag für die davon Betroffenen anfänglich lästig sein; sie werden dadurch verhindert, sich der zügellosen akademischen Freiheit, die ihr Ideal in mindestens zweisemestrigem Bummelleben erblickt, in vollem Umfange hinzugeben. Bald genug werden sie den Segen dieser Einrichtung erkennen und schätzen und würdigen lernen. Wir halten es nicht einmal für ausgeschloffen, daß von da durch Verallgemeinerung der Vorkurse dann noch eine maßvolle Reform unseres Universitätsstudiums ihren Ausgang nehmen wird. Die Kreuzztg. schreibt:
Es ist vielleicht gut, um nicht weitgehende Erwartungen zu erregen, daran zu erinnern, daß es sich doch eigentlich nur um Wünsche handelt, die von der Konferenz dem Kultusministerium übermittelt sind. Wohl darf angenommen werden, daß dieses den angenommenen Beschlüssen mehr oder weniger sympathisch gegenübersteht. Ls wird aber erst sorgfältiger Beratungen und genauer Formulierungen bedürfen, ehe der Kultusminister mit seinen Anträgen an das Staats- ministerium herantreten kann. Die dann erfolgenden Entschließungen Sr. Majestät werden ferner abzuwarten sein. Dem preußischen Landtag werden die doch nicht ganz zu vermeidenden finanziellen Forderungen vorgelegt werden müssen. Schließlich werden auch die verbündeten Regierungen zu den Berechtigungsfragen Stellung nehmen müssen. Es wird daher auch günstigstenfalls noch geraume Zeit vergehen, ehe die definittve Entscheidung fallen kann.
Deutsches Keich.
Berlin, 12. Juni. Das Kaiserpaar ist heute nachmittag mittels Sonderzuges in E i s l e b e n eingetroffen. Auf dem Marktplatze ritt der Kaiser die Front derBergknappen ab. Der Leipziger Oberbürgermeister a. D. Dr. Georgi hielt eine Ansprache an den Kaiser, in der er, anknüpfend an die Geschichte des Mansfelder Bergbaues, an die großen Söhne Eislebens, vor allem an Luthex, erinnerte. Der Kaiser erwiderte: Im Begriff, diesen, den großen Erinnerungen geweihten Becher auf das? Wohl Meiner Mansfelder Bergknappen zu leeren, möchte auch Ich betonen und Ihnen ans Herz legen: Es gieibt keinen besseren Wahlspruch schwierigen Verhältnissen gegenüber, als das alte „Dennoch!" Dieses soll Ihre Devise sein, wie es Meine ist. Der große Reformator, der Eislebener Häuerssohn hat uns gezeigt und gelehrt, wie man trotz aller Schwierigkeiten die Blicke unbeirrt auf ein großes Ziel heften soll. Dasselbe haben wir gelernt von Gustav Adolf, der sein königliches Blut verspritzt hat für die Sache seines Glaubens, die heilige Sache unseres evangelischen Glaubens, Ich trinke auf das Wohl Meiner Ge>- werkschaft und der Stadt Eisleben. Glückauf! Glückauf! Glückauf?
Bei dem Festmahl im Wiesenhaus führte der Handelsminister Brefeld aus, daß es die Leiter der Gewerkschaft verstanden hätten, auch in schweren ZeiteU bei dem Preissturz des Silbers die Kupferwerke hochzuhalten. Jetzt scheine eine glücklichere Zeit gekommen zu sein. Redner lobte die gesunden Arbeitsverhältnisse, das Vertrauen auf der einen, die Fürsorge auf der anderen Seite und gedacht^ anerkennend der Loyalität und Pflichttreue der Arbeiterschaft. Er trank auf eine glückliche Zukunft des Mansfelder Bergbaues.
Die Abreise des Kaiserpaares erfolgte um 1 Uhr 5 Min., die Ankunft in Homburg v. d. Höhe um 9 'Utyp 5 Min. Der Kaiser unternimmt morgen einen Ausflug nach der Saalburg und dem Feldberg.
— Herwarth v. Bittenfeld, Gen. Lt. und Kommandeur der 17. Div. ist zum kommandierenden General des XV. Armeekorps ernannt, Frhr. v. u. zu Egloff- st e i n, Gen. Major und Kommandeur der 24. Inf. Brig., mit der Führung der 17. Div. beauftragt, Prinz Friedrich Lseopold von Preußen, Gen. Lt. und Kommandeur der 22. Div., unter Belassumg a l. s. des 1. Garde- Regts. zu Fuß und des 1. Leib-Hus. Regts. Nr. 1, zum Inspekteur der 4. Kav. Jnsp. (Potsdam) ernannt, von O i d t m a n, Gen. Lt. und Inspekteur der Kriegsschulen, in Genehmigung seines Abschiedsgesuches mit Pension, von Engelbrecht, Gen. Lt. und Inspekteur der 4. Kav. Jnsp., in Genehmigun'g seines Mschiedsgesuches mit Pension, Frhr. v. Meerscheidt-Hüllessem, Gen. Lt. und kommandierender Gen. des XV. Armeekorps, in Genehmigung seines Abschiedsgesuches mit Pension und dem Charakter als Gen. der Inf., Stieler v. Heydekampf, Gen. Lt. und Kommandant von Rastatt, in Genehmigung seines Abschiedsgesuches mit Pension zur Disposition gestellt worden.
— Der Verband Deutscher Po st - und Tele- graphen-Assistenten hielt seinen zehnten Verbands- tüg unter Beteiligung von Beamten aus allen Teilen des Reiches ab, denen jetzt zum Besuch des Verbandstages keine Schwierigkeiten mehr gemacht, sondern sogar Erleichtere ungen gewährt werden. Der Verband zählt mehr als 15 000 Mitglieder. Seit dem letzten Jahre ist er um etwa 900 gewachsen. Die kürzlich ins Leben gerufene Wirtschaftsgenossenschaft hat in ihren 15 verschiedenen Niederlagen
in 15 Städten einen Umsatz von 656136 Mk. gehabt. Das Geschäft in Berlin übermittelte den Mitgliedern allein für über 181000 Mk. Waren. Die Einnahmen des letzten Jahres betrugen 314 248 Mk., die Ausgaben 894 546 Mk. Der Verbandsvorsitzende Oberpostassistent Kaßnch eröffnete Pie Verhandlungen mit einem Hoch auf den Kaiser. Oberpostassistent Ehrhardt berichtete über oie vom Ausschüsse gefaßten Beschlüsse. Der alte Vorstand wurde wiederge- wählt. Oberpostassistent Schubert hielt einen Vortrag über die Mission des Verbandes einst und jetzt. Die wirtschaftlichen Forderungen des Verbandes, die zu seiner Begründung führten, seien im wesentlichen erfüllt. Der Zeit der Kämpfe folgte nun eine nüchterne Arbeit. Das wesentlichste der Forderungen sei erreicht, wenn auch noch mairche Wünsche blieben. Geschäftsführer Funk gab seiner Unbe-i friedigung über die Lage des Verbandes Ausdruck. Wenn auch 1970 Mitglieder zugetreten sind, so sei doch die Fahnenflucht von 1200 zu bemerken. Die Ursache zu den Austritten sieht Redner in der ungünstigen Lage des Verbandswarenhauses, die dadurch hervorgerufen sei, daß viele Mitglieder die Waren lässig bezahlen. Die ausstehenden Forderungen belaufen sich auf fast 550000 Mk. — Auch der Redakteur der „Deutschen Postzeitung", Hubrig, war mit den Fortschritten der Auflage der Zeitung nicht zufrieden. Im Anschluß daran folgten zahlreiche Mahnuwgen an die Mitglieder. Bei der weiteren Berichterstattung stimmten die auswärtigen Delegierten in diese Mahnungen ein. —
— Vom 19. bis 26. August findet gleichzeitig mit dem internationalen Kongresse der Elektriker eine interna- nationale Zusammenkunft der Post- und Telegraphenbeamten in Paris statt. Aus diesem Grunde hat die französische Pvstverwaltung an die Post- und Telegraphenverwaltungen aller Länder das Ersuchen gerichtet, den Beamten die Reise nach Frankreich, den Besuch per Ausstellung und die Teilnahme an der Zusammeinl- kunft möglichst zu erleichtern. Von der französischen Postverwaltung werden nicht nur die Beamten der Provinz sondern auch die in den Kolonien beschäftigten Beamten! wenn irgend thunlich zum Besuch der Ausstellung rc. beurlaubt.
— Die Abhaltung der für heute abend in der „Tonhalle" angesetzten Versammlun g des Wahlvereins der deutsch-sozialen Reformpartei ist, nachdem die polizeiliche Genehmigung bereits erteilt war, in letzter Stunde noch auf Verfügung des Polizeipräsidenten untersagt worden, und zwar, wie die „Staatsbürgerztg." berichtet, aus ordnungs- und sick>erheitspolizeilichen Gründen.
Ausland.
Loudon, 12. Juni. Sowohl das Reuter'sche Bureau wie eine amtliche Depesche melden, daß der Vormarsch eines Teiles der Entsatztruppe für Kumassi ernstem Widerstande begegnete. Die Kolonne rückte aus Dompousfi vor, wo sich die Aufständischen in starker Stellung befanden. Nach einem Gefecht wurden letztere geworfen, aber wegen der erlittenen Verluste war die Kolonne nicht im stände, weiter vorzurücken. 7 europäische Offiziere wurden verwundet. Die Kolonne kehrte nach Kwisa zurück. Weitere Stämme gingen zu den Rebellen über.
Paris, 12. Juni. Im Elyseepalaste fand gestern ein Diner zu Ehren des Königs Oskar von Schweden und Norwegen statt. Präsident Loubet toastete auf den König und die königliche Familie, sowie auf das schwedische und norwegische Volk. Der König erwiderte mit Worten des Dankes und bemerkte, seine französische Abkunft gebe ihm das Recht, als erster Souverän die Weltausstellung zu besuchen. Er danke herzlich für die Aufnahme und trinke aus da« Wohl des Präsidenten und seiner Gemahlin.
Madrid, 12. Juni. Die Königin-Regentin unterzeichnete Dekrete, durch die der bisherige Botschafter in Berlin in den Ruhestand versetzt und Ruata zum Nachfolger ernannt wird. Mendez Vigo wurde zum Senator auf Lebenszeit ernannt.
— Einstimmig beschloß der Nationalverband, die Steuerverweigerung fortzusetzen. Alle Steuerzahler erklären sich solidarisch und nehmen einen allgemeinen Ladenschluß vor, sobald der Fiskus gegen einen vorgeht. Am 20. d. MtS. beginnt die zwangsweise Eintreibung der Steuern. Die Regierung ist sehr besorgt.
Budapest, 12. Juni. Im Abgeordnetenhause sprach der Kultusminister in Beantwortung der Interpellation über die Wappenverstellung im Uni- versitätSgebäude sein tiefstes Bedauern aus, daß diese Angelegenheit dazu benutzt werde, um konfessionelle Unduldsamkeit in die Herzen der Jugend zu träufeln. Im übrigen kündigte der Minister die strenge Bestrasung der Schuldigen an.
Konstantinopel, 12. Juni. Der Bali von Ye men, Hussein, wurde von einem entlaffenen Beamten auf offener Straße durch Revolverschüsse schwer verwundet.
Aus Stadt und Land.
•* Persoualuachrichteu. Der Gerichtsassessor Wolz in Lauterbach ist mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amtsrichters bei dem Amtsgericht Beerfelden, der Gerichtsasseffor Dr. Goldschmidt mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amtsrichters beim Amtsgericht Alsfeld beauftragt worden.
•* Laudeslotterie. Sicherem Vernehmen nach kommt eine der hiesigen aus mindesteuS je 100 Losen bestehenden Kollekturen der hessischen Landeslotterie zur Erledigung. Da mit einer solchen Kollektur nach Gewinnung der nötigen Stammkundschaft ein gutes Einkommen verbunden ist, wird es vielen erwünscht sein, wenn wir hierauf mit dem Hinzufügen Hinweisen, daß Gesuche um Übertragung einer Kollektur mit einem kurzen Lebenslauf sowie unter Darlegung der Vermögens- und geschäftlichen Verhältnisse auch Angaben über das in Aussicht genommene Absatzgebiet oder die beabsichtigte Vertriebsart der Lose sofort bei der Lotteriedirektion einzureichen sind. Für Bewerber, die
bereits früher ein Gesuch eingereicht haben, wird eS sich empfehlen, das Gesuch jetzt zu wiederholen.
** Patentamtlich geschützt unter Nr. 34133596 D. R G. M. ist der Möbelfabrik Brück eine Chaiselongue, sowie eine Sprungfedermatratze mit in jeder Höhenlage verstellbarem Kopfteil, das mit dem Polster zusammen abgenommen werden kann, um ein leichtes Transportieren und Reinigen desselben zu ermöglichen. Unerreicht find die Vorteile des mit einem leichten Handgriff verstellbaren Kopfteils, das je nach Wunsch hoch, niedrig ober ganz flach gestellt werden kann.
** Zur Guteubergfeier. In seiner gestrigen Sitzung beschloß der Ausschuß der Gießener Studentenschaft, daß jede Korporation in dem historischen Fest, zug in Mainz durch eine berittene Fahnenabtei. lung, drei Chargierte und einen Fahnenfuchs, vertreten sein soll.
Verein für Handlungs-Kommis von 1858 (Kaufmännischer Verein) in Hamburg. Durch die kostenfreie Stellenvermittelung dieses Vereins wurde am 19. Mai die 80 000. Stelle besetzt. Wenn man berücksichtigt, daß die 50 000, Stelle am 14. November 1894 vermittelt wurde, so ergiebt sich die bemerkenswerte Thatsache, daß innerhalb eines Zeit- raumS von 5i/2 Jahren 30 000 Vereins-Mitgliedern eine neue Stellung verschafft worden ist. Diese wenigen Zahlen beweisen am besten, daß der Verein nach wie vor seinen Hauptzweck in der Stellenvermittelung erblickt, und es ist mit Sicherheit anzunehmen, daß die geplante und teilweise bereits durchgeführte Reorganisation dieser Abteilung eine weitere erhebliche Steigerung der Zahl der durch den 58er Verein jährlich besetzten Stellen zur Folge haben wird.
Crainfeld, 12. Juni Vorgestern fand hier der Feuer« wehr tag der vereinten Pflichtfeuerwehren von hier, Bermuthshain, Grebenhain, Ilbeshausen, Vaitshain, Nösberts, Weid-Moos, Bannerod und Nieder-Moos statt. Gegen 1 Uhr mittags erschienen KreiSfeuerwehr-Jnspektor Jockel, Kreisrat Dr. Wallau und der Kreisamtmann. Trotz der tropischen Hitze hatte sich eine nach tausenden zählende Menschenmenge eingefunden. Auch eine Abteilung der freiwilligen Feuerwehr Laubachs war erschienen, sowie einige Mann der Pflichtfeuerwehr Schlechtenwegen. Nachdem die Front abgeschritten war, fanden die Uebungen der Feuerwehren der einzelnen Orte zuerst ohne, dann mit Geräten statt. Dann wurde ein gedachter Brand im hiesigen Orte signalisiert, und gleichzeitig an zwei Häusern und an einer Stallung Uebungen seitens der gesummten Mannschaften vorgenommen. Nach Beendigung derselben sand eine Kraftprobe der Wasierstrahlenstärke der einzelnen Spritzen am Kirchturme statt. Den Schluß bildete der Parademarsch in Sektionen. Dann begab man sich nach dem Festplatz. Bürgermeister Schmalbach eröffnete die Reihe der Toaste mit einem Hoch aus den KreiSrat Dr. Wal lau und den Kreisfeuerwehr-Jnspektor Jockel. Kreisrat Dr. Wallau dankte und brachte das Hoch auf den Kaiser und den Großherzog aus. Auf dem Festplatze konzertierten drei Musik- Kapellen. Der Musikverein Grebenhain, der Musikverein Bermuthshain, und die Kapelle Blum von Nieder-MooS. Gegen 5 Uhr begann die Tanzbelustigung. Man trennte sich erst gegen Mitternacht.
i. Laubach, 12. Juni. Vom herrlichsten Wetter begünstigt, fand, wie alljährlich um diese Zeit, das „Ausschuß fest" statt. Auch von außerhalb, von Gießen, Schotten, Friedberg u. s. w. hatten sich zahlreiche Radfahrer eingefunden. Gestern vormittag zog unter Borantritt der Musik ein stattlicher Zug vor das Schloß. Der in diesem Jahre zum Hauptmann der Schützen erwählte Kaufmann Wilhelm Klip stein brachte dort das Hoch aus die gräfliche Familie aus. Der Graf antwortete mit einet längeren Ansprache. Zunächst dankte er für den herzlichen Empfang, mit dem er kürzlich bei seiner Rückkehr au« Italien in seiner Vaterstadt ausgenommen worden sei. Er benutze die Gelegenheit, bei der das Band zwischen feiner Vaterstadt und seinem Hause wieder so sichtlich hervortrete, um an die Entstehung des Ausschußfestes zu erinnern. In grauer Vorzeit sei in diesen Tagen der KreiShauptmanu erschienen, und habe die waffenfähige Mannschaft vom 17. Lebensjahre an einexerziert. Nachdem die Tage des alten Reiches vergangen wären, sei dieses Fest als Erinnerung geblieben. Er glaube aus aller Herzen zu sprechen, wenn er auf das neue Reich, unser deutsches Vaterland sein Hoch ausbringe. Bei Rückweg des Zuges über den Schloß- hos wurde, alter Sitte gemäß, der bekränzte Hammel, die Ehrengabe des Grasen, in Empfang genommen, der, von Knaben geführt, geduldig auf den Feftplatz mittrabte. Dort begann nun ein eifriges Schießen, zu dem auch die Gräfin und der Erbgraf Preise gestiftet hatten. Der hiesige Musik- verein, durch auswärtige Kräfte verstärkt, ließ seine frohen Weisen auf dem im Freien unter den alten Linden angelegten Tanzplatz ertönen. Auch der Graf mit feinen Söhnen war auf dem Festplatze erschienen. Den ersten Preis, den Hammel, errang der Zigarrenarbeiter Högel. Heute folgten noch Jugendspiele, darunter auch das ortsübliche Hahnenschlagen.
4- Darmstadt, 12. Juni. Während die beiden ersten Ziehungen der Großh. hessischen Landeslotterie regelmäßig pünktlich wie vorgeschrieben, vormittags um 8 Uhr ihren Anfang nahmen, wurde die Geduld der am letzten Montag zur dritten Ziehung erschienenen Kollekteure und Interessenten auf eine große Probe gestellt. Als man nämlich wohlvorbereitet zur Ziehung schreiten wollte, fehlte eS an zwei Hauptpersonen. Von den drei bei der Ziehung notwendigen Notaren war nämlich nur einer erschienen. Anfangs zerbrach man sich den Kopf, als aber die Heiß- ersehnten immer noch nicht erschienen, traten daS JJagrra und Telephon in wirksame Thätigkeit, und nach halbstündiger Verspätung konnte die Ziehung beginnen, die vieren Glück, den meisten aber Enttäuschung brachte. Wie oic beiden Herren erklärten, war ihnen keine Ladung
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um das Hau. meinten, der borgen, w s heriM tyu gemäß nur mit ter (iinbru- in der Lautem kmnotivsührers doch lag die E Nachschlüssels c ton hier aus: oroentlich durck Schlafzimmer:S Aiau vom ande Heil des Diebe guten Tag" z ilohnen sollte zur Rede gep bringen, gab M einzuschlre strau, eiligst d legenheit dive' volle, in die Junger Mau mit roeiyem 1 ebenso kleine
Franksm der Gruppe $ ftanbeltgä Lerbl'nbun würbe die ffn Erzeugnisse Zoll zu mlanj wohl aber ein ländischen $flar । erschwere. Fol ; 3nntrn vorgesc l-nofpen rc. 3M iiju Bindezwecken '"50 M., &yca W M., Mn in Berdindunc Blätter, Grase artigem Mail Knollen 30 30 Psg., mit Winterrnonater Sommermonat für tin Stils c Beförderung d Frachtguts«!
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