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14.6.1900 Erstes Blatt
 
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Ziehung zugegangen. ImDarmstädter Hof" waren gestern die Brauereibesitzer von hier und Umgegend ver­sammelt, um durch Zusammenschluß ähnlich dem Vorgehen in anderen Städten Stellung zu nehmen und sich vorzusehen gegen eventuell vorkommende Arbeiterbewegungen, Boy- iott- rc. rc.

Mainz, 12. Juni. Wir lesen imMainzer Anz.": llnfere gestrige Notiz über einen Einbruch in der Parkus- Ituiifie ist dahin zu berichtigen, daß nicht bei einem Rechts-- anwalte, sondern bei einem Kausmanne, Parkusstraße Ich der über Sonntag verreist war, eingebrochen worden ist, daü dabei nicht ein Kassaschrank, sondern ein Schreibtisch er brodln wurde, und daß dabei keinerlei Geldsummen, sondern einige Schmucksacheu rc. entwendet worden sind. Äas von einer Entdeckung des Diebes durch ein Dienst­mädchen umd einem Entfliehen. des, Dieses durch das Fenster gesagt wurde, beruht auf Irrtum. Vielmehr entfernte sich der Dieb auf dem gewöhnlichen Weg durch die er­brochene Korridorthür. Die große Menschenansammlung Im das Haus ist nur dadurch zu erklären, daß die Leute meinten, der oder die Diebe seien noch in dem Hause ver­borgen, was aber nicht der Fall war. Dasselbe Blatt berichtet heute wieder eine ähnliche Sache, die wir dem­gemäß nur mit Vorbehalt wiedergeben: Einraffinier­ter Einbruch wurde am Sonntag mittag gegen 4 Uhr in der Lauterenstraße, der Wohnung eines Königlichen Lo­komotivführers a. D., verübt. Betr. Herr war verreist, doch lag die Ehefrau desselben auf dem Sopha. Mittels Nachschlüssels öffnete der Gauner den Vorplatz und drang von hier aus in das Zimmer ein. Nachdem er dasselbe oro entlief) durchgesucht, stattete er auch dem daranstoßvnden Schlafzimmer Visite ab, was in diesem Momente von der Frau vom andern Zimmer aus bemerkt wurde. Die Frech­heit des Diebes gipfelte darin, daß er der Frau einen guten Tag" zurief und sich nach einem Herrn, der hiqr ivoünen sollte, erkundigte. Darauf von der resoluten Frau zur Rede gestellt, wie er es wagen könnte, hier einzu- brülgen, gab er derselben, nachdem solche Willens war, ihn einzuschließen, einen Stoß und suchte, gefolgt von der Frau, eiligst das Weite. Dem Gauner sind bei dieser Ge­legenheit diverse Schmuckgegenstände, darunter sehr wert­volle, in die Hände gefallen. Das Signalement lautet: Junger Mann, Alter ca. 2527 Jahre, gut gekleidet, mit weißem Strohhut, mattgrünlick)em Anzug, Sandalen, ebenso kleinem Schnurrbärtchen.

Frankfurt, 12. Juni. In der gemeinschaftlichen Sitzung -er Gruppe Hessen und Hessen-Nassau der deutschen Handelsgärtner und der hiesigen Handelsgärtner- Berbindung, die am Sonntag hier einberufen war, wurde die Frage eines Schutzzolles auf gärtnerische Erzeugnisse beraten. Man war darin einig, daß kein Zoll zu verlangen sei, der einem Einfuhrverbot gleichkomme, wohl aber ein Zoll, der die Einfuhr der billigeren aus­ländischen Pflanzen, die Deutschland ebenfalls liefern könne, erschwere. Folgende Zollsätze sollen dem Reichsamt des Zniern vorgeschlagen werden: Frische Blumen, Blüthen, gno spen rc. 3 Mk., frische Blätter, Gräser, Zweige, Früchte rc. zu Bindezwecken (ausgenommen Cyras und Palmwedel) 50 Pfg., Cyraswedel, Palmblätter frisch oder getrocknet 10 Mk., Kränze, Sträuße rc. aus frischen Blumen, auch in Verbindung mit Atlasschleifeu rc. 3 Mk., getrocknete Blätter, Gräser rc. 1,50 Mk., Sträuße, Kränze rc. aus der­artigem Material 2 Mk., Blumenzwiebeln, Bollen und InoHen 30 Pfg., Bäume, Sträucher rc. ohne Erdbällen 30 Wfg., mit Erdbällen 16 Pfg., Gemüffe aller Art in den Antermonaten (1. Dezember bis 1. Ium) I Mk., m den Sommermonaten 3 Pfg., Küchenkräuter rc. 30 Pfg. alles für ein Kilo gerechnet. Der Eisenbahnrnmrster soll um Beförderung aller lebenden Pflanzen als Erl gut zu Frachtguts ätz en ersucht werden.

Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Der Schah von Persien, der Dienstagvormittag w Uhr mittelst SonderzugS die Strecke BebraFrankfurt passieren sollte, erkrankte plötzlich. Der Sonderzug mußte deshalb auf Station Schönfeld vorläufig huiterftellt werden. Die Reise wird, neueren Nachrichten zufolge, doch sarkqesetzt werden, sodaß die Erkrankung scheinbar keine schwere gewesen ist. In Helmershausen (Rhön) ist dn Arzt plötzlich infolge von Bienenstichen gestorben. Beim Men eines Schwarms haben etwa 6 biS 8 Bienen den starken, in der Vollkraft des Lebens stehenden Mann zu Wien vermocht.

Vermischter^

* Ein launiges Wort des Kaisers wird augenblicklich in Friedenau viel besprochen. Dort ist in letzter Zeit eine tünstlerkolo nie entstanden, die sich zusammensetzt aus ben Bildhauern Valentin Casal, Hüttig, W. Haverkamp, Professor Manzel, Götze, Otto Wesche u. a. Die Ateliers dieser Künstler sind infolge des schlechten Zustandes der Straßen nur mit großen Schwierigkeiten zu erreichen. Saiser Wilhelm hat diesen Uebelstand am eigenen Leibe erfahren, als er kürzlich eines der dortigen Ateliers be- fudbte.Der Weg zur Kunst ist steil", soll er beim rerlaffen des Wagens lachend zu dem ihm empfangenden tüvstler geäußeit haben;man merkt's, wenn man hierzu Men hinausfährt". , .. ... .

* In der Konrtzer Angelegenheit ist, wie die- Nat -Ztq." hört, amtlich im Staatsministerium nichts bnwn bekannt, daß in Könitz der Belagerungszu- skand verhängt oder das Standrecht proklamiert wrtzen ist. Man vermutet, daß es sich nur um eine War- Mng des militärischen Kommandanten handelte Die Ruhe Ist in den letzten Tagen nirgends gestört worden. Am 12 d Mts wurden mehrere Verhaftungen vor- Mommen aus Anlaß der Ruhestörungen vom Sonntag, fas Kompagnien Militär sind hier; die erste Kompagnie frf Alarmzustand. Frau Roß, die Schwiegermutter des -rlleiters Maslow, ist jetzt ebenfalls unter dem Verdacht des-Meineids verhaftet wordeii.

London, 12. Ium. Set den militärischen Ueb- inzgen bei Aldershot erkrankten gestern infolge der

großen Hitze 300 Manu und wurden in das Hospital gebracht, wo vier starben. Die Ambulanzen waren die ganze Nacht auf der Suche nach Vermißten.

* Der Kardinal Erzbischof von Rouen hat Anstoß daran genommen, daß die berühmte Kathedrale häufig von weib­lichen Touristen besucht wurde, die mit kurzen Röcken oder sogar in Hosen, d. h. Radfahrertracht, erschienen. Er ließ daher ein Verbot anschlagen, das allen unweiblich gekleideten Frauen den Eintritt untersagt. Dieses Dekret erregte Entrüstung, da die meisten Radfahrerinnen nicht in der Lage waren, ein anderes Kleid anzuziehen. Es wurde endlich folgender Ausweg gefunden. Der Küster der Kathe­drale erhielt die Erlaubnis, eine Garderobe langer Frauen­röcke zu halten und diese zum Preise von einem Franken den Radfahrerinnen zu leihen.

* Salzwedel, 12. Juni. Die schwarze Pocken­seuche greift beunruhigend um sich. Bereits die vier Orte Kemnitz, Ziethwitz, EverSdorf und Osterwohle sind davon ergriffen. Die Bewohner des ganzen Kreises wurden zur Schutzimpfung aufgefordert. Alle öffentlichen Veranstalt­ungen sind verboten.

* Ha, welche Lust, Lehrer zu sein. Die letzte Nummer des BlattesDer tiroler Wastl" enthält folgendes Geschicht- chen:Zu was a Gemeindestier oft guat ist, that koa Mensch glab'n. Bor an etlene Tag ist nämlich in Fiß bei Ried a gewisser Sebastian Grüner, der in Aldein, Auer und zuletzt in Fiß, im ganz'n über 63 Jahr Leahrer war, im 91. Jahre seines Lebens g'ftorb'n. Nachdem er sei Lehr­amt infolge seiner Greisenhaftigkeit hat aufgeb'n müaff'n, hat er von der Gemeinde Aldein 30 kr. und von der in Auer 20 kr. täglich Pension kriagt, also im ganz'n 180 fl. Weil aber dös zum Leb'n z'wianig und zum Sterb'n z'viel g'wesen ist, hat er an den Landtag an Eingab g'macht, a bißl was dazu z'geb'n, und g'moant, er rnüaßt's um so sicherer kriag'n, als er in Kriagszeit'n allemal mit seiner Büchs af'm Buggl pünctlich auSg'ruckt ist für Gott, Kaiser und Vaterland. Der Landtag hat ihm aber was pfiff'n und die bescheidene Bitt' rundweg abg'wies'n. Dös hat den alt'n Grüner teuflisch g'macht, und er hat g'schwind wieder a Bittschrift vom Stapl g'lass'n und 6rinn auf die Thatsach' hing'wies'n, daß a jeder Halbwegs ordentlicher Gemeindestier, der lei oan oanzig'S Jahr lang seine Pflicht pünktlich b'sorgt und die Gemeinde zur allgemeinen Zufriedenheit mit vierfüßig'n Kälbern versorgt, nach Ab­lauf seiner.einjährigen Dienstpflicht mit a Prämie aus­gezeichnet wird, es daher nur recht und billig war, wenn a Lehrer nach 63jähriger Dienstzeit a a bißl was kriaget, und siehe da, die Landtagsmajorität, durch die Bitte des Lehrers alloan net hat hearwärtS schau'n woll'n, ist durch den Hinweis auf den Gemeindestier batzwoach wor'n und hat dem alt'n Grüner richtig alle Jahr 100 Gulden zuag'sproch'n. A nette Illustration für das Faffungsver- mög'n der leahrerfreundlich'n Mander in der Landstub'n!"

Universität und Hochschule.

Bertreterlag der Ainkenschaften zu Wittenberg. Aus Wittenberg wird geschrieben:Es gährt in der deutschen Studenten­schaft. Immer weitere Kreise zieht die finkenschaftliche Reformbewegur.g. Anfangs als eine haltlose Utopie verspottet, steht sie jetzt als ein ach­tunggebietender Faktor im akademischen Leben da. In der Berliner Lesehalle hat sie beispielsweise den zweiten Borsitz des Direktoriums er­rungen. Ihre Grundtendenzen sind: Wahrung der individuellen Frei­heit jedes Einzelnen, Anerkennung jedes Standpunkts und Ablehnung jedes noch so allgemeinen polittschen Programms. Für den nach Frei­heit dürstenden Studenten haben solche Sätze gewiß werbende Kraft. Wie eine Erinnerung aus der Humanifienzeit erklang der Rus nach einer neuen Universitas; Jedermann ist willkommen, der Takt genug besitzt, andere nicht zu verletzen-, Und Bildung genug, sie zu verstehen. Bon Leipzig ging die Bewegung aus, es folgte Halle, Berlin, Königsberg. Auch auf dm technifchen Hochschulen blühm Finkenschasten und aus der neuen Leipziger Handelshoch­schule. Und jetzt sind sie alle in Wittenberg zusammengekommen, um an historisch denkwürdiger Stätte die allgemeinen Grundzüge eines Verbandes zu beschließen, der die zersplitterten Kräfte der weitver« zweigten Bewegung zu einem Ganzen zusammensaßt. Aus zwei Sekti­onen soll dieser Verband bestehm, von denen die eine die Finkenschasten der eigentlichen Universitäten, die andere die der technischen Hochschulen umfaßt Die Handelshochschule wird vorläufig dieser zweiten Sektion sich anschließen, um später vielleicht mit anderen Handelshochschulen eine eigene Sektion zu bilden. Jede Sektion arbeitet ein eigenes Programm aus, und nur das, was allen gemein ist, findet Aufnahme in das all­gemeine Programm. Ein in diesem Sinne verfaßter Programmentwurf der Finkenschaft Berlin gelangte teilweise zur Annahme. Nahezu zwölf Stunden dauerte die Redeschlacht Taktvoll wurden hier die schwierigsten Fragen der Gesellschaft diskutiert. Etwas völlig neues in unserer Studentenschaft bedeutet das Resultat dieses ersten deutschen Finken­schaftstages und wohl mag's Zweifler geben, die zu so weitgreifenden Zielen bedenklich den Kopf schütteln."

Kunst und Wissenschaft.

In München ist der Schriftsteller und Dichter Dr. Otto Philipp Braun im 76. Lebensjahr gestorben. Otto Braun, in Kaffel geboren, studierte in Bonn, Heidelberg und Marburg Rechtswiflenschaft, Geschichte und neuere Sprachen. 1848 beteiligte er sich als Präsident der Marburger Studentmschaft an den Verhandlungen des deutschen Studentenparlaments in Eisenach. Bon 1860 bis 1692 war er in der Redaktion derAllgem. Ztg.", von 1869 an als Chefredakteur, thättg. In den letzten Jahren redigierte er den Cotta'schen Musmalmanach.

Jagd und Spott.

Bei dem Etratzerrrermeir Bordeaux-Paris ging Josef Fischer als erster durchs Ziel. Er legte die 591 Kilometer lange Strecke in 21 Stunden 57 Minuten auf Kontinental-Pneumatik zurück.

Gerichtssaal.

e. Gießen, 12. Juni 1900.

Schöffengericht. Vor dem heutigen Schöffengericht hat sich zu­nächst ein Viehhändler aus Alsfeld wegen Zuwiderhandlung gegen $ 360, 11 des Strafgesetzbuchs, sowie wegen Uebertretung einer Lokal- Polizeiverordnung, die Aufstellung des Viehs gelegentlich der hiesigen Märtte betreffend, zu verantworten. Mit vielem Eifer aber wenig Glück sucht er den damals amtierenden Schutzmann als den wirklich Schuldigen hin­zustellen, sich selbst aber nach Kräften zu entlasten. Die Zeugenver­nehmung liefert indessen das entgegengesetzte Ergebnis, und so erhält er wegen Zuwiderhandlung gegen $ 360, 11 eine Geldstrafe von 3 Mk., währender htnsichllich der zweüen Beschuldigung freigesprochen wird, weil die betr.

Polizeiverordnung erst am Abend vor dem in Rede flehenden Viehmarkt veröffentticht worden war. Ferner erhält ein herumstreichender Bäcker aus Langenselbold in anbetracht seiner zahlreichen Vorstrafen wegen Bettelns eine Haststrafe von 4 Wochen Endlich wird der Einspruch eines hiesigen Agenten gegen einen wider ihn erlassenen Strafbefehl wegen Nichterscheinens deS Einsprucherhebcnden verworfen.

Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 13. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr mittags: Wasser 18°, Luft 17«.

Rübsameu'sche Badeanstalt.

Kriefkasien der Redaktion.

, A. N. Die bekanntesten Theater-Agenturen sind die von A. Ensch in Berlin N. W. 7, Neue Wtlhelmstraße 1, Felix Bloch Erben in Berlin N. W., Dorotheenstrah« 61, und Rubtnverlag in München.

Familien Nachrichten.

Verlobter Fräulein Emma Guggenheim mit Herrn Willi M. Bier, Worms-Frankfurt a. M. r ,

Gestorbenr Frau Medizinalrat Jhrmg, geborene Ellenberger, in Darmstadt.

Arbeiterbewegung.

Berlin, 12. Juni. Im Ministerzimmcr des Abgeordnetenhauses hat heute nachmittag eine Konferenz stattgefuuden, die sich mrt der^X.age der Straßenbahnangestellten beschäftigte, «n der Konferenz nahmen Tell die Minister von Rheinhaben und von Thielen, Oberbürger­meister Kirschner, sowie Vertreter der Großen Berlmer Straßenbahn» Gesellschaft. Mtt aller Schärfe verwahrten sich die Herren von ver Direktion dagegen, daß sie in den Vereinbarungen, die zu dem otle* ' schluß geführt haben, wortbrüchig geworden wären. Dre Künvlgungen seien einzig und allein von der Notwendigkeit diktiert worden, vap em wirklicher Friede wieder einkehre und erhalten bleibe. Sie erklärten sich mit einer Vermittelung deS Oberbürgermeisters emoerstanven, sodaß dieser Vermittelung zusagte.

Berlin, 13. Junt. In dm RSumm deS ZirkuS Renz ver­sammelten sich gestern abend etwa 4000 Str atzen bahn-Ange­stellte, um zu den neuen Fragm endgilttg Stellung zu nehmm. Die Versammlung drohte anfangs auszufallen, da noch um 12 uyr das elektrische Licht nicht brannte. Um 1 Uhr wurde die Versamm­lung endlich eröffnet. Der Vorsitzende des Zentral-VerbandeS der Handels-, Verkehrs- und Transport-Arbeiter, Schumann, sprach über die Maßregelung von Beamten selten» der Direktion und schlug schließlich vor, die Arbeit vorläufig nicht ntederzu- legen, eine Einigung auf neuer Grundlage anzubahnen und die strikte Zurücknahme der Maßregelungen zu verlangen. Die Versammlung, die ruhig verlief, nahm diese Dorschlage an-

Gent, 13. Juni. Die auSfiändischen Weber haben beschlossen, die Arbeit unter den alten Bedingungen heute wieder auszu­nehmen, da die Arbeitgeber erst nach Wiederaufnahme der Arbert mtt den Arbeitern verhandeln wollm. .

Madrid, 13. Junt. In den Kupferminen oon Rio Tinto sind 10,000 Arbeiter ausständig geworden. Sie ver­langen Lohnerhöhung. Die Gendarmerie ist verstärkt. Wenn dte Zustände sich velschlechtern sollten, werdm auch Truppen hingesenver werden. ________________________

zandel und Verkehr. Volkswirtschaft^

Frankfurter Böree vom 18. Juni.

Wechsel auf New-York zu 4.201/e*2lVi«

Prämien auf Kredit per ult Juni 1.35 °/th uo. per ult. Juli 2.80%, Diskonto-Kommandit per ult. Juni 1.35%, do. per ult. Juli 2.80 %, Lombarden per ul* Juni 0.40%, do. per ult Juli 0.80%, Deutsche Bank per ult. Juni 0.00.

Notierungen: Kreditaktien 220.70-00-00, Diskonto Korn man- dit 181.10-20-181.00, Staatsbahn 141.00-00, Gotthard 140.00, Lombarden 27.70-00-00, Ungar. Goldrente 96.76, Italiener 94.70, Bproz. Mexikaner 25.10, Oesterr. Coupons 84, Amerik. Coupons 4.18%, Privat-Diskont 4*'18%

l%-2% Uhr: Kreditaktien 221.00-000.00, Diskonto-Kom­mandit 181.20-181.00, Staatsbahn 141.80-90, Lombarden 27.70, Portugiesen 00.00, Bochumer 00.00.

Der Verband reisender «auslente Deutschlands hielt in Leipzig seine 15. Generalversammlung ab. Aus den Verh and lunger ist folgendes hervorzuheben: Der im Druck vorliegende Jahresbencht wurde genehmigt und dem Vorstand Decharge erteilt. Aus demselben sei hervorgehoben, daß der Verband heute in 72 Sektionen mit 8822 Mitgliedern über ganz Deutschland verbreitet ist und ein Vermögen von rd. 1700000 Mk. aufweist. Im Jahre 1899 sind an 250 Witwen und Waisen 24458 Mk gezahlt worden, während aus dem Altersversorgungs­fonds im gleichen Zeitraum 1418,35 Mk. ausgegeben wurden. Die all­gemeine Unterstützungskasie gewährte 7076 Mk. für Krankheitsfälle, 7600 Mk. Begräbnisunterstützung und 4130 Mk. Notstandsunterstutzung. Für die Haushaltung pro 1900 werden 69 000 Mk. bewilligt.

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Keuche Meldungen.

Darmstadt, 13. Juni. (Priv.-Tel.-Meld. 12" mittags). Wie aus zuverläsfiger Quelle verlautet, ist nunmehr der vom Förster Sauerwein angedrohte Strafantrag gegen dieWormser Ztg.", die zuerst die falsche Meldung in der Sache Kuhmichel brachte, von der Staats­behörde unterstützt bei der Staatsanwaltschaft Mainz ein­gereicht worden.

Rom, 13. Juni. Entgegen dem Dementi wird in Regierungskreisen nach wie vor daran festgehalten, daß der König in Begleitung des Kronprinzen, des Herzogs und der Herzogin von Aosta und mit großem Gefolge sich in den ersten Tagen des nächsten Monats zur Besichtigung der Weltausstellung nach Paris begeben wird, doch wird ver­sichert, daß die Reise durchaus keinen politischen Zweck habe.

Wien, 13. Juni. Zum Zwecke der Hebung des öster­reichischen Export- und Handelsverkehrs leitete die Re­gierung mit verschiedenen Schifffahrts-Gesellschaften Ver­handlungen ein wegen Einführung eines regelmäßigen Schiffsverkehrs zwischen den Adria-Häfen und Ost- und Südafrika.