Ausgabe 
13.11.1900 Zweites Blatt
 
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Berichterstatter hält dagegen den Inhalt seines Artikels voll aufrecht. Nun hat der Ev an g e li schje Bun d, wie aus Leipzig gemeldet -wird, gegen jedes fernere Auftreten des Prinzen eine Beschwerde an das Kultusministerium eingereicht. .

Man bringt eine Besprechung, die der Reichs­kanzler Graf Bülow mit dem Staatssekretär Grafen P o - fadowskh hatte, mit der Erklärung in Zusammenhang, die Graf Bülow über die bekannte 12 000 Mark-Affäre im Reichstage abgeben wird. Graf Bülow ist gestern abend zum Vortrage beim Kars er nach Potsdam befohlen worden. !

In der gestrigen Schlußsitzung des Kolo- nialrates legte Geheimrat $rof. Koch auf Grund feiner Erfahrungen die außerordentliche Bedeutung einer wirksamen Bekämpfung der Malaria und die geeig­neten Mittel und Wege hierm dar. Seinem mit leb­haftem Tanke aufgenommenen Vortrage folgte die Fort- letzung der Beratung des Etats für das vstafrikanische Schutzgebiet, in deren Verlauf Gouverneur Siebert auf Anfragen u. a. bemerkte, daß für Vereinfachung des Zolldienstes das Möglichste geschahen sei, eine Verminderung der Gouvernements-Dampferflottille aus wirtschaftlichen Rücksichten für bedenklich erklärte und auf den Nutzen der in Aussicht genommenen Ansiedel­ung von indischen Ackerbauern im Schutzgebiete hinwies. Bei der Etatssorderung zur Herstellung einer Eisenbahn vonDar-es-Salaam nachMrozow sprach Geheimrat v. Oechelhäuser. Er gab seiner lleberzeugung von der Rentabilität der ostafrikanischen Zentralbahn Ausdruck. Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg regte an, die Ausführung der Bahn eventuell möglichst den bewährten Offizieren von der EisenbahnbrigadeW übertragen. Der Kolonialrat erledigte als letzten Punkt seiner Tagesordnung die Frage der Ausfuhr von Eingeborenen aus den Schutz­gebieten zum Zwecke der Schaustellung.

Dem Bundes rat ist der Etat der Reichs­post-und Telegraphe-nVerwaltung zugegangen. Die Einnahmen sind auf 420 162 950 Mark veranschlagt, das ist 28952 020 wehr als im Vorjahr. Ferner sind dem Bundesrat die Etats der Schutzgebiete von Togo, Kamerun und Neu-Guinea zugegangen.

In einer Versammlung hervorragender Kaufleute und Industrieller, im ganzen etwa 250 Personen, darunter die bedeutendsten Kaufleute und Industriellen Berlins und ähnliche Vertreter sämtlicher Provinz<?n und aller größeren Bundes stauten wurde heute nach einem Bortrage von Dr. Georg Siemens und nach einer kurzen sich daran schließenden Diskussion ein Verein gegründet, mit dem Zwecke, die durch die bestehenden Handelsverträge begründete deutsche Zoll- und Handelspolitik aufrecht zu erhalten und da­gegen gerichtete Bestrebungen bekämpfen, in der Ueber- zeugung, daß unter der Herrschaft der jetzigen Handels­verträge geschaffene Zustand der wirtschaftlichen Entwick­lung Deutschlands förderlich gewesen ist, daß eine wesent­liche Abänderung desselben ernstliche Gefahren für weite Kreise der Bevölkerung bringen muß, und daß es unrichtig ist, die den Abschluß neuer Verträge vorbe­reitenden Unterhändler durch Minimalsätze zu binden. Der Verein soll eine vorübergehende Bildung sein, jede Par­teipolitik omsschließen und ein Seitenstück zum Bunde der Landwirte sein.

Greifenhagen, 10. November. Bei der gestrigen Reichstagsersatzwahl im Wahlkreise Randöw-Grei- fenhagen erhielt nach vorläufiger Feststellung Präto- rius (kons.) 14580, Körsten (Soz.) 11 760 und Dohrn (lib.) ®1480 Stimmen.

Stuttgart, 11. November. Der König hat den Präsidenten des Staatsministeriums, Staatsminister der auswürt. Angelegenheiten und Minister der Familien­angelegenheiten des K. Hauses D-r. Frhrn. v. Mit tu ach t feiner Bitte entsprechend mit Rücksickfl auf den leidenden Zustand seiner Augen unter Anerkennung seiner lang­jährigen treuen und ausgezeichneten Dienste in den bleibenden Ruhestand versetzt, den Staatsminister des Kriegswesens General der Infanterie Frhrn. Schott v. Schottenstein mit Wahrnehmung der Funktionen! des Präsidenten des Staatsministeriums be­traut, den Kabinettsch.es Geh. Rat Frhrn. v. Soden (früheren Gouverneuvivon Kamerun. D. Red.) zum Staats­minister der auswärtigen Angelegenheiten und Minister der Familienangelegenheiten des Königl. Hauses ernannt und die Stelle des Chefs des Kabinetts des Königs dem Kabinettssekretär Geheimen Legationsrat Frhrn. v. Gem­mingen-Guttenberg übertragen.

Ausland.

London, 11. November. Die Königin siedelte am 7. d. M. von Balmoral (in Schottland) nach Windsor, ihrem Winterquartier, über und es verbreitete sich kurz vor dem Eintreffen der Herrscherin in Windsor und später in London wie Flugfeuer das Gerücht, daß ein Versuch gemacht worden wäre, den königlichen Hofzug unter­wegs mit Dynamit in die Luft zu jagen. Glück- licherweise waren aber alle Befürchtungen unbegründet, obwohl es immerhin auffallend war, daß während der ganzen Reise ein ungewöhnlich großer Militär- und Polizeiapp ar al in Thätigkeit gesetzt wurde, und daß eine ganz ungewöhnlich scharfe Bewachung und Unter­suchung der ganzen Strecke einschließlich sämtlicher Bahnhöfe, Brücken und Tunnels stattfand. Die Königin sah bei ihrem Eintreffen ermüdet und sehr stark gealtert aus

Paris, 11. November. Ein Rundschreiben des Kriegs­ministers schärft den Truppenbefehlshabern ein, daß es verboten ist, in Tagesbefehlen an die Truppen persönliche Angelegenheiten zu erörtern oder Handlungen des Kriegs» Ministers und der Regierung zu kritisieren.

Bor dem Schwurgericht begann gestern der Prozeß gegen Saison, der am 2. August d. I. den An­schlag auf den Schah von Persien verübte.

Salson bekennt sich als Anarchistejn, will aber keiner anarchistischen Verbindung angehören Er gestand im Laufe des Verhörs, einen Anschlag auch auf Casimir Perier vorgehabt zu haben, weil Casimir-Perier ein Gesetz gegen

die Anarchisten durchgebracht habe. Am 16. Juli 1893 hat Saison einen ganzen Tag lang auf Casimir-Perier ge­lauert, in der Absicht, diesen zu töten. Er habe in dem Schah den Reichtum und die Macht und die königliche Würde zu Fall bringen wollen, und geglaubt, durch eine solche That der anarchistischen Idee zu dienen. Sein Zweck sei gewesen, auf die Menge zu wirken, und er sei mit dem erzieltenmoralischen" Eindruck ganz zufrieden. Ein Zeuge behauptet, Salson habe ihm gesagt, er habe die Nadel abgefeilt, damit der Schuß um so sicherer abgehe. Drei Aerzte haben festgestellt, daß Salson geistig vollkommen gesund sei. Salson erklärt, es habe ihn gewurmt, daß man den Schah so gefeiert habe, während man arme Orientalen an den Thoren von Paris angehaltkn und auS- gewiesen habe. Er beteuert, keinen Mitschuldigen zu haben. General Parent, der im Wagen des Schahs saß, und mehrere Schutzleute behaupten, Saisons Waffe habe den Schah berührt. Salson bestreitet dies. Das Urteil lautete bei Zubilligung mildernder Umstände auf lebenslängliche Zwangsarbeit. Salson nahm das Urteil ruhig ent­gegen und folgte wortlos den Justizsoldaten ins Gefängnis.

Fontainebleau, 11. November. Heute in aller Frühe sollen vier Duelle zwischen Offizieren und Schülern der Militärschule ausgesochten worden sein. Das Resultat ist noch nicht bekannt.

Madrid, 11. November. Die republikanische Preffe veröffentlicht einen Brief des Prätendenten Don Carlos an den karlistischen General Moore in Katalonien, worin er den letzten Anschlag als Verrat hinstellt. Ohne Dis­ziplin sei ein Sieg der karlistischen Sache unmöglich. Die­jenigen, die ohne Befehl von oben handeln, seien auszu­stoßen. Er werde nie auf seine Rechte verzichten aber er wolle den Ruin Spaniens nicht. Er werde nur bann zu Gewaltmitteln greifen, wenn er einen sicheren und sofortigen Erfolg voraussehe.

Budapest, 11. November. Im Abgeordnetenhaufe wurde mit großer Mehrheit der Gesetzentwurf betreffend die Ehe des Erzherzogs FVanz Ferdinand ange­nommen, nachdem der Ministerpräsident Koleman Szell erklärt hatte, daß er nicht anstehe, in den Molivbericht des Justiz-Ausschusses einen Passus aufzunehmen, daß in Zu­kunft alle die Thronfolge berührenden Fragen selbständig nach den Bestimmungen des Thronfolge-Gesetzes von 1723 zu behandeln seien.

Nationalliberale Landesversammlung.

nn. Frankfurt a. M., 11. November.

Heute Mittag fand hier in dem Saale derRosenau" eine Landesversammlung der nationalliberalen Partei in Hessen statt, die von nahezu 200 Parteigenossen aus allen Teilen Heffens gut besucht war.

LandtagS'Abg. Schmeel | leitete die Versammlung. Er erwähnte in seiner ca. eine Stunde dauernden Er­öffnungsrede, in der er auch einen Bericht über die Landtags- thätigkeit der Partei gab, daß er hoffe, das zu beratende neue OrganisationS-Statut werde die Partei wie ein festes Band wieder enger umschließen und durch bessere Fühlung der Parteigenoffen untereinander die Partei wieder in geschloffene Form bringen. In das vom Redner auf den Kaiser und den Großherzog ausgebrachte Hoch stimmten die Anwesenden freudig ein.

Rechtsanwalt Pagenstecher-Mainz wurde alsdann zum prov. Schriftführer ernannt.

Der Vorsitzende besprach nun in längeren detaillierten Ausführungen die Thätigkeit des Landtages in den letzten Jahren und berührte besonders die Fragen der Steuerreform und des Eisenbahnwesens, das Nebenbahn-Gesetz, die Volks­schulen und bas Schullehrerbesolbungsgesetz, bie Unter­stützung bet Geistlichen, bie Arbeiterwohnungsfrage u. s. w., bie Vorarbeiten zum Bürgerlichen Gesetzbuch, besonders bie Einführung bes Notariats unb bet Grundbücher und schloß mit der Zuversicht, daß die Mitwirkung der Partei bei allen diesen wichtigen Fragen eine ersprießliche gewesen und dem Lande und der Partei zum Segen gereichen werde. Die Parteigenossen müßten nur zusammenhalten und nicht, wie es schon geschehen fei, im Landtage Anträge mit den Führern entgegenflehender Parteien gemeinsam einreichen. Lebhafter Beifall folgte den teilweise recht intereffanteu Ausführungen.

Reichs- und Landtags-Abgeordneter Graf Oriola gab alsdann einen ausführlichen Bericht über die Thätig­keit der Partei und Rechtfertigung ihrer Stellungnahme zu den verschiedenen Vorlagen im Reichstage. Er berührte den Gcsandtenmord, die Chinafrage und den Kanzlerwechsel; er schätze wohl das diplomatische Talent des neuen Reichs­kanzlers, fei aber über dessen sozialpolitische Stellung im Unklaren. Die nationalliberale Partei sei wohl in nationalen Fragen einig, in wirtschaftlichen Fragen stehe sie aber auf dem eigenen Standpunkte, dem Heidelberger Programm ent­sprechend, was er für einen großen Vorteil halte. Er danke dem alten Kanzler und besonders dem Kaiser für ihre Friedensliebe, fei aber auch dem Kaiser hoch erkenntlich für sein energisches Vorgehen in der Chinafrage. Mit Dank und Wehmut müsse man auch der Verteidiger von Peking und derJltiS"-Mannschaft gedenken; er hoffe, hin­reichende Auskunft über bie politisch en Wirren von ber Regierung zu erhalten, er werde aber auch ganz energisch entschiedene und klare Aus­kunft darüber verlangen, warum der Reichstag so spät einberufen worden ist. Er werde dieses heilige Recht ber beutschen Volksvertretung nicht ohne wichtigen Grunb antasten laffen; benn bie Einberufung sei notwendig geworden sofort nach ber Hinmorbung bes Gesandten und ber bamit notwendig gewordenen Kriegs- rüftungen. Er hätte bann im Reichstage ben Mann sehen mögen, ber im Angesicht ber Deutschland drohenden Gefahr nicht jede Forderung bewilligt hätte. Er hoffe eine gute

Auskunft zu erhalten. Der Redner erwähnte noch die guten Beziehungen des Dreibundes zn den anderen Mächten unb die bedeutend günstigere Wendung in ber Haltung Frank­reichs. Durch die Weltmachtstellung Deutschlands in Handel unb Industrie sei auch entsprechende Verstärkung von Heer unb Flotte nötig; nur baburch werde der Friede gesichert bleiben. Im Interesse der Industrie sei eS notwendig, weitere Absatzgebiete zu schaffen, um aber bie Landwirt­schaft zu schützen, seien entsprechende Zollschutzmaßregeln unbedingt nötig. Zur Deckung ber Flottenvorlage habe man entsprechenbe Steuervorlagen gemacht, bie bie Be­troffenen nicht stark anpacken unb boch einen hübschen Be­trag erübrigen. Etwaige Überschüsse könne man leicht zum Besten ber Invaliden und ber Witwen unb Watscn ber Vaterlandsverteidiger verwenden. Mit einem warme» Appell an bie Parteigenossen zu gctreulichem Zusammen­halten in ehrlicher Arbeit und einigem Zusammenwirken für Kaiser und Reich schloß bie mit großem Beifall ausge­nommene Rede.

ReichstagSabg. Freiherr Heyl zu Herrnsheim beleuchtete alsdann eingehend Ursache und Wirkungen ber Zollschutzgesetze sowie ber Kohlennot unb bemängelte habet das oft einseitige Verhalten ber Handelskammer und vieler Kartells. Gegen die Kohlen- und Petroleumringe müßte man Gesetze schaffen, sobald solche kapitalistisch wirken; den Tabakzoll müsse man erhöhen, auch bie reichstreuen Arbeiter müsse man in jeber Hinsicht schützen. Der Vor­sitzende dankte dann den Rednern für ihre ausführlichen und sachlichen Ausführungen, und man trat in die Dis­kussion ein, in der Handelskammersekretär Schloßmacher- Offenbach in teilweise sehr scharfen und ausführlichen Dar­legungen die Ausführungen des Herrn v. Heyl zu wider­legen sucht und erklärt, daß die Zölle ber in Deutschland nicht mehr für sich existenzfähigen (?) Landwirtschaft nichts nützen (?) werden. Nach einigen Erklärungen seitens des Herrn v. Heyl unb des Grafen Oriola trat man in bie Beratung des Organisationsstatuts ein, baS mit kleinen Aenderungen angenommen würbe, aber noch einer rebaktionellen Prüfung unterworfen werden soll. DaS Statut umfaßt in 6 Abschnitten 15 Paragraphen, von denen § 1 Abs. 2 zu erwähnen ist:

»Die nationalliberale Landespartet in Hessen" verfolgt den Zweck, die Grundsätze und Anschauungen der nationalliberalen Partei in allen Teilen des Großherzogtums zn verbreiten und für sie thätig zu sein, ihre Anhänger überall zu organisieren, ihnen Gelegenheit zur Beratung und Verständigung über die gemeinsamen Partei-Angelegenheiten zu geben und bei Wahlen jeder Art, insbesondere zum Reichstag und Landtag, für die Wahl nationalliberaler Abgeordneter zu wirken, oder sonst Ein­fluß auf die Wahlen zu üben."

Abschnitt 2 behandelt die Beitragspflicht, die provisorisch auf 3 Mk. festgesetzt ist, Abschnitt 3 und 4 die Ausschüsse, Abschnitt 5 ben Parteisekretär, ben man aber erst wählen will, wenn man über bie eingehenden Gelder im klaren ist. -- Nach einer Mahnung des Parteigenossen Osann zur Einigkeit unb einem Schlußwort bes Vorsitzenden schloß bie Versammlung um 5 Uhr.

Das Eisenbahnunglück bei Offenbach.

-fc. Frankfurt a. M., 10. November.

Vom Präsidenten der Eisenbahndirektion Frankfurt am Main werden über das bisherige Ergebnis de« amtlichen Untersuchung folgende Mitteilungen ge- gemachl:

Nachdem die amtliche Untersuchung über den Unfall» des D-Zuges 42 auf der Strecke Mühlheim-Offenbach vorläufigen Abschluß gekommen ist, kann, oü,t( Der bereits einaeleiteten Untersuchung vorgreifen yl sollen, noch folgendes mitgeteilt werden:

Die Strecke Mühlheim-Offenbach tvegen de» dichten Zugfolge in zwei Abschnitte S^onsdiflancen geteilt, die jede für sich durch Sign-cke gesichert sind. Zu diesem Zwecke befindet sich ungefätyc in der Mitte die Blockstation Nr. 11, die von einem doppelt besetzten Wärterposten bedient wird. Um die Sicherheit zu ge- währen, daß sich in jedem Streckenabschnitt immer nur ein Zug befindet, sind die Signale der Blockstation ^iilt den Signalen der benachbarten Stationen Muhlheim und Offenbach in Abhängigkeit gebracht. Der Wärter kann einen Zua in dem vorliegenden Streckenabschnitt nur dann einfahren lassen, wenn er auf elekttischem Wege von der vorliegenden Statton hierzu die Erlaubnis er- balten hat Liecit diese Erlaubnis nicht vor, so kann er sein Signal ans.freie Fahrt nicht stellen. Dagegen Tann er von der rückliegenden Statton einen Zug annehmen, der aber nur bis zu dem aufHalt" stehenden Block- sianale vorrücken darf. Die Entfernung von Station ya Station wird alsStationsdistance" bezeichnet, bie bet ber Fahrt der Züge innegehalten werden muß. Die Block­stationen gelten in Bezug auf die Stationsdistance akS gewöhnliche Stationen. Im vorliegenden Falle war der D-Zug 42 von Mühlheim in der Richtung nach Offenbach abgelassen worden. Das Signal der Blockstatton 11 stand aufHalt". Infolge des außergewöhnlich dichte» NebelskonntederLokomotivführerer st un­mittelbar vordem Blocksignal dessen Halt­stellung erkennen und fuhr deshalb, obgleich er alle Hilfsmittel, den Zug zum Stehen zu bringen, an­wandte, mehrere Hundert Meter über das Haltsignal hinaus und entschjwand bei dem dichten Nebel den Blicken des vor seiner Bude stehenden Blockwärters. Ehe dieser der Station Offenbach, von dieser Unregel­mäßigkeit Meldung machen konnte, erhielt er von dieser die Nachricht, daß die Strecke bis dahin frei sei. Hierdurch war ihm die Möglich­keit gegeben, die Strecke von seiner Blockbude bis zur zurückliegenden Station Mühlheim für den folgende« Personenzug 238 freizugeben, was er vorschrifts­mäßig ausführte, indem er annahm, daß der D-Zua nach Offenbach weitergefahren sei. Infolgedessen gab Station Mühlheim dem Personenzuge 238 bie Er­laubnis zur Abfahrt. Inzwischen war der D-Zug zun, galten gekommen. In der Ungewißheit, ob er weiter­fahren dürfe, beschloß nun das Personal des D-Zuge^, bis zur Blockstatton zurückzufahren, um dort bie Fre^

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