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M 266 Zweites Blatt. Dienstag den 13 November 15V. Jahrgang AN4VG
Meßmer Anzeiger
Heneral-Anzeiger
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Bekanntmachung.
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Gießen, den 10. November 1900.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
___________________Hechler. ______________
Der Krieg in China.
ßaut einer in Wies b aden veröffentlichten Todesanzeige ist Hauptmann Haenel von Cronenthal vom 3. Ostasiatischen Infanterieregiment am 1. d. M. in China infolge Fiebers g e st o r b e n. Nach einem Telegramm aus Kiel verstürben laut Meldung des Majors v. Madai aus Taku der Hoboist Unteroffizier Ritter vvm Pionierdetachement am Unterleibstyphus und Seesoldat Hinrichs en vom ersten Seebataillon am Darmtyphus. — Eine halbamtliche Auslassung über die Verhältnisse der ostasiatischen Expedition teilt folgendes mit: Unter den Truppen sind Ruhrfälle vorge- koinmen. Da jedoch der Trinkwasserfrage dauernd die ößte Aufmerksamkeit gewidmet wird, und nach, Eintreffen r Transportschiffe die den Truppen zugewiesene Anzahl
von abessinischen Brunnen und Wasserkochapparaten wesentlich! vermehrt werden konnte, ist nach den letzten Nachrichten des Expeditionskorps die Seuche erheblich im Abnehmen begriffen.
Das Oberkommando meldet aus Peking vom 7. November: Zwei japanische Kompagnien sind vor Peking und Tungtschou gegen Boxeransammlungen bei Shunihsien entsandt worden. Eine russische Kolonne hatte am 31. Oktober ein glückliches Gefecht nördlich von T s u n h w a s u. Dabei blieben 2 Mann tot; verwundet sind 4 Offiziere und 12 Mann. Eine gemischte Kolonne von Russen, Franzosen und Briten geht von Tangschan über Foengjunhsien nach! Norden vor. — „Daily News" berichtet aus Peking, im Süden von Peking seien 3 chinesischeBataillone gefangen genommen worden.
Man meldet aus Shanghai: Entgegen allen Versicherungen der Dangtse-Vizekönige und des Taotai von Shanghai werden auf Anweisung von Provinzialbeamten große Summen, die für den H o f in Si n g anfu bestimmt sind, in denhiesigenBanken deponiert. Der Beitrag des Taotai von Shanghai allein wird auf 140-000 Taels geschätzt. Die Spende an den Hof soll am nächsten Dienstag abgehen. — Die Proteste der Vizekönige gegen den Amtsantritt des fremdenfeindlichen Taotais yilu blieben erfolglos. Der Gouverneur von Hupeh wird auf die Liste der zu Bestrafenden gesetzt werden. Es ist durch Dokumente nachgewiesen, daß er Boxer dahin engagierte, daß sie die Fremden töteten.
General Voyron, Oberbefehlshaber der französischen Truppen in China, teilt in einem Telegramm an den Marineminister mit, daß eine ernsteBoxerbewegung in der Umgegend von Paotingfu neuerdings ausgebrochen ist. Die Lage hat sich, infolgedessen bedeutend verschlimmert. — Dasselbe Telegramm besagt, daß die französischen Truppen unter dem Befehl des Generals vaitloud zahlreiche Boxerbanden in die Flucht geschlagen und ihnen bedeutende Verluste zugefügt haben.
Aus Shanghai wird gemeldet: Der Makler in Hongkong, der in Tientsin von einem russischen Offizier für 3000 Dollars den Schwarzen A d l e r o r d e n des Kaisers Kwangsü nebst dem eigenhändigen Schreiben des d e u t s ch e n K a i s e r s an den Kaiser Kwangsü kaufte, verkaufte Orden und Handschreiben für 20 000 Doll, an die deutsche Behörde.
Nach einem Tekegramni der „Nowoje Wremja" aus Wladiwostok vom 3. ds., sei dort die Nachricht von dem Tode der Kaiserin von China eingetroffen.
Rußland händigte die Bahnlinie Taku- S h a n h a i k w a n an den Grafen W a l d e r s e e aus, der sie dem Chefingenieur der Nordchina-Bahnen, Kinder, übergeben wird. Außer Rußland ergriff auch Belgien Besitz von einer Land strecke für eine Niederlassung. Tas beschlagnahmte Stück Land liegt am linken Peihoufer bei Tientsin und ist 1 Kilometer lang.
„Daily Mail" meldet aus Petersburg: Die Nachricht von einer Gebietserwerbung seitens Rußlands bei Tientsin wird amtlich dementiert.
Aus Hongkong wird vom 10. d. M. gemeldet: Das britische Kanonenboot Sand Piper ist heute früh bei einem heftigen Sturm gesunken, dre Mannschaft jeiettet. Das Admiralitätslegg kenterte. Unter den schiffen der Eingeborenen wurde großer Schäden angerichtet. Viele Menschen sind umgekommen.
Telegramme deS Gietzeuer Anzeigers.
Rom, 12. November. Die „Tribuna" meldet: Li- hung-tfchang und Prinz Tfching erklärten in einer Unterredung die von den Großmächten vorgeschlagenen Friedensbedingungen als unannehmbar für China. Die Hinrichtung des Prinzen Tuan und die Absetzung der Kaiserin-Mutter würden eine Erniedrigung für die kaiserliche Negierung bedeuten.
Schanghai, 12. November. Hier herrscht g r o ß e A u f- regung über folgenden Vorfall: Zwei deutsche Soldaten wurden in ein Theehaus durch eine englische Polizistenwache gelockt und dort überfallen. Einer erhielt einen Schuß in den Rücke», der andere wurde geknebelt und durch Hiebe und Fußtritte mißhandelt und ins Zellengefängnis gebracht. Der Hauptmann, der benachrichtigt wurde, befreite ihn. Ueb- rigens soll von beiden Seiten versucht worden sein, die Sache zu ersticken. Es wird behauptet, die Soldaten seien betrunken gewesen. Diese Behauptung hat sich jedoch als unwahr erwiesen. DaS wahrscheinliche Motiv der That ist Rache.
Engländer und Buren.
Die Buren halten noch Ficks bürg und Umgegend besetzt. Sie erklären, sie wollten sich nicht ergeben, selbst wenn Steijn und De Wet gefangen genommen würden. Munition und Lebensmittel seien genug vorhanden.
Der Gouverneur von Lourenco-Marquez bestreitet, daß Buren von dort abgegangen sind, um zu ihren Kommandos zu stoßen. Alle Buren seien in den Kasernen untergebracht und ständen dort unter militärischer Aufsicht.
Lord Roberts telegraphiert aus Johannesburg vom 8. ds.: Smith-Dorien berichtet über ein am 6. uud 7. November stattgehabtes heftiges Gefecht. Seine aus 250 Berittenen, 6 Geschützen und 900 Mann Infanterie bestehende Abteilung stieß bald, nachdem sie von Belfast abmarschiert war, auf eine Abteilung Buren, die sich an die Flanke der Engländer heftete, bis der Komati- fiuß erreicht war. Dort nahmen die Buren eine feste Stellung ein, aus der sie durch eine weite Umgehungs« bewegung vertrieben wurden. Am folgenden Tage versuchten die Buren, die bedeutende Verstärkungen herangezogen hatten, vergeblich, die Stellung wieder zu nehmen, aus der sie am 6. November vertrieben worden waren. Nachmittags ereignete sich ein Fall, der, wie ich glaube, in diesem Kriege noch nicht vorgekommen ist: 200 berittene Buren machten plötzlich einen Angriff auf die englische Nachhut. In einer Entfernung von 70 Metern wurde der Angriff durch die kanadischen Dragoner abgewiesen. Die englischen Verluste an beiden Tagen betragen 8 Tote und 32 Verwundete.
Aus Pretoria wird berichtet, daß die Kavallerie-^ brigade des Generals French aufgelöst worden ist. French ist zum Kommandeur von Transvaal ernannt und wird sein Hauptqnartier in Johannesburg haben.
Aus Pietermaritzburg wird gemeldet: Ein mit Buren- Frauen und Kindern gefüllter Zug ist von Standerton hier eingetroffen. Alle diese Personen wurden unter der Beschuldigung des Verrats aus ihren Wohnungen vertrieben und die Wohnungen zerstört. Sie sind in einem großen Lager untergebracht worden. — Der Spezial- Gerichtshof, der sich mit der Rechtsprechung in solchen Fällen befaßt, hat mehrere schwere Urteile ausgesprochen.
In holländischen politischen Kreisen wird versichert, die englische Regierung werde den Mächten die Annexion Transvaals erst nach dem Zusammentritt des Parlaments mitteilen. Die Transvaal-Gesellschaft hat Vorkehrungen getroffen, um jede Notifizierung zu vermeiden.
In Marseille ist der Dampfer „Himalaya" mit über 1000 Personen an Bord end Südafrika eingetroffen. An Bord befanden sich meistens englische Soldaten, die nach England zurückkehren, darunter Kapitän Danton und Leutnant Maire, die während fünf Monaten Gefangene der Buren gewesen sind. Sie werden in London vor ein Kriegsgericht gestellt, um sich wegen ihrer Uebergabe an der Spitze von 1000 Mann an die Buren zu rechtfertigen.
Nach einem Telegramm aus Paris trifft Präsident Krüger am 17. November in Marseille ein.
Aus Pretoria wird gemeldet, daß General Baden- Powell einen Plan ansgearbeitet habe, wie dem Guerilla
krieg in Südafrika ein Ende zu machen wäre. In den beunruhigten Distrikten sollen bombensichere Forts angelegt, ein jedes für drei Monate vollständig verproviantiert und mit einer starken Garnison belegt werden. Eine Werbe- bureau zur Anwerbung von 1000 Freiwilligen, die zum Polizeikorps für Baden Powell bestimmt find, soll in London eröffnet werden.
General Buller ist bei seiner gestrigen Ankunft in Southampton begeistert empfangen worden.
Telegram» deS Gießeuer Anzeigers.
London, 12. November. Die Mitglieder der i r l ä n dischen Klubs in London haben dem Präsidenten Krüger eine Sympathie-Adresse folgenden Inhalts gesandt: „Ein Volk, das wie das irische seit Jahren ein Opfer der Tyrannei ist, begrüßt Sie. Unsere ganze Rasse ist darauf angewiesen, ihre Freiheit durch einen Krieg zurückzugewinnen. Wir sympathisieren mit unseren ganzen Kräften mit Ihnen und Ihrem Volke. Unser innigster Wunsch ist der, daß es Ihnen gelingen möge, die fremden Völker oder ihre Regierungen zu veranlassen, eine Erneuerung der Räubereien Englands Ihrem Lande gegenüber zu verhindern. Die en glische Plutokratie ist Schuld an den jüngsten Ereignissen. EinRasseu- krieg beider Völker drängt sich auf." Die Adresse endet mit einem Appell an das, Rach^gefühl der Buren.
Volttische Tagesschau.
Die französische Armee hat im Laufe der letzten Jahre wiederholt den Beweis geliefert, daß sie weit mehr Disziplin und Pflichtbewußtsein besitzt, als es gewissen politischen Kreisen lieb ist. Die Gerüchte vo» einem militärischen Staatsstreich haben sich, so oft sie auch in Umlauf gesetzt wurden, bisher stets als haltlos erwiesen; weder den Monarchisten noch de» Nationalisten ist es gelungen, in den Reihen des Offizierkorps mehr als rein platonische Sympathien zu finden, und so kühl zeitweilig auch! das Verhältnis zwischen den obersten Vertretern der bürgerlichen und der militärische» Gewalt sich gestaltete, so hat doch kein General sich zu einem Pronunciamento hergegeben oder den Gegnern der bestehenden Ordnung der Dinge seinen Degen geliehen. Daß aber die politischen Gegensätze, die gegenwärtig iu den bürgerlichen Kreisen Frankreichs schroff zutage treten, auch innerhalb der militärischen mehr oder minder sich bemerkbar machen, hat sich wiederholt schon gezeigt. I» den letzten Tagen ist es, wie wir bereits kurz meldeten, aus diesem Grunde auch in der Artillerie-Schule zu Fontainebleau zu unliebsamen Zwischenfällen gekommen. Nachdem zwischen einem katholischen und einem israelitischen Zögling der Schule ein Zweikampf stattgefunden hatte, bei dem der erstere verwundet wurde, duellierten sich zwei zur Schule kommandierte Hauptleute. Die Veranlassung beider Duelle ,war der Fall des jüdischen Hauptmanns Coblentz, den der General de Per- boyre nicht als Instruktor zulassen wollte. Die Angelegenheit war durch die Beteiligung des Hauptmanns Coblentz bei dem letzten Offiziersrennen in Auteuil, wo es zu lärmenden Auftritten und antisemitischen Kundgebungen kam, wieder aufgefrischt worden. Infolge einer Indiskretion weiß man nun übrigens, daß General de Perboyre den Hauptmann i Coblentz nicht direkt als Israeliten zurückwies, sondern, wie es in dem Rapport heißt, weil er klein und häßlich! sei und schlecht zu Pferde sitze, sich also für das Amt eines Kavallerie-Instruktors nutzt eigne.
Deutsches Reich.
Berlin, 11. November. Der Kaiser hörte im Neuen Palais gestern die Vorträge des Chefs des Militär- kabinets v. Hahnke und des Chefs des Generalstabes der Armee Grafen v. Schliessen.
— Der Kaiser hat sich nach der „Staatsb. Ztg." dem Reichskanzler Grafen Bülow gegenüber dahin geäußert, daß Maßnahmen zu ergreifen seien, die eine Wiederholung derartiger Dinge, wie sie der Prozeß Sternberg gezeitigt, zur Unmöglichkeit machen. Denn die Kriminalpolizei der Reichshauptstadt müsse eine Elite- Truppe im deutschen Kriminalwesen sein. Der Monarch erwartet Vorschläge zu diesen Maßnahmen und Neuerungen.
— Prinz Max von Sachsen, der bekannte ka tholische Priester, hat neulicb in Plauen L V. eine. Predigt in italienischer Sprache von den dort sehr zahlreichen italienischen Arbeitern gehalten, die großes Aufsehen erregt hat. Nach dem Bericht einer dort erscheinenden Zeitung hat er die evangelischen „secte“ genannt. Der Prinz dementierte diese Aeußerung. Der Plauensche


