Ausgabe 
13.10.1900 Zweites Blatt
 
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Es möge uns gestattet sein, namens der Organe der Provinz das Wort zu ergreifen. Nur eine kurze Spanne Zeit war es mir vergönnt, mit Ihnen, werter Herr MinistertaLPMdent gemeinsam zu arbeiten. Ader dies- Zeit wird mir unvergehlich bleiben, und ich glaube am besten zu tbun, wenn ich die Dichterworte, die mir bei Entfaltung Ihrer segensreichen Wirksamkeit immer wieder in den Sinn kamen, heute mitteile:

Und eine Lust ist's wie er alles weckt Und stärkt und neu belebt um stch herum, Wie jede Kraft stch ausspricht, jede Gabe Gleich deutlicher sich wird in seiner Nähe' Jedwedem zieht er seine Kraft hrroor, Die eigentümliche und zieht fie groß Läßt jeden ganz das bletbev was er ist« Er wacht nur drüber, daß er's immer fd Am rechten £)rtw.

München, 11. Oktober. Nach demBayerischen 'Murrer" war die bayerische Prinzessin Mathilde mit ihrem Gatten, dem Prinzen von Ko bürg, in- cognito bei der Creszenziafeier in Rom.

$ö8 Mutige Gemeindeleben, insbesondere unserer Städte hat nach langer Verkümmerung seit Schaffung des deutschen Reichs einen SmS«rroOlUt!°2ät??ufS.tDlW0 erfahren. Mit der Hebung des ermatteten Gemetnfinns des Bürgertums wuchs die Freude desselben am verantwortlichen politischen Handeln.

stch der Sinn der Bevölkerung für Selbständigkeit und Selbstverwaltung, und es ging damit eine riesige Ausdehnung der Auf- t®lme,nben H^d in Hand. Wo man früher sich auf die polizeiliche Ordnung, auf Fürsorge für die Schule, Unterstützung der ZfEN, Bau von Straßen beschränkt hatte, also auf die notwendigsten man sich jetzt auch der Pflicht zu erinnern, für die Volkswohlfahrt im weitesten Sinne zu sorgen, selbst für die Schönheit und Bequemlichkeit des Lebens der Bürger. So trat in den Kreis der Aufgaben der Städte dre Fürsorge für die Beschaffung von Wasser, für die Schaffung von Lust und Licht, für die Förderung der Gesundheits- p^ge, Mr die schöne und zweckmäßige Ausgestaltung des Stkaßenbildes und Städtebildes, für die materielle und geistige Entwicklung der Ge- memdeangehorigen.

Nichts von. diesen großen Aufgaben war unserem verehrten Jubilar lremd. Ueberall hat er mit schöpferischem Trieb und großer Gestal- ^ugskraft Einrichtungen geschaffen oder in die Wege geleitet, welche den höchsten Aufgaben moderner Städteverwaltung entsprechen Ich fauche Ihnen die Wirkungen dieser Thätigkeit nicht im Einzelnen zu schildern, sie liegen für Jeden, der Gießen früher kannte und jetzt steht zu Tage. Ich erinnere nur beispielsweise an die Einleitung der Kana- n für bse Verbefferung der Straßen, die Schaffung eines Bau. planes für den größeren Ten der Stadt, die jetzt bald vollendete | Schaffung emes städtischen Elektrizitätswerkes, an die wahrhaft glänzende Leistung einer Wafferversorgung, welche in einem einzigen Jahre vollendet ®te^Cr S* bJe^fien hundert Jahre ausreichend mit föfL SSJVÄrJ« Gnauth hat auch das Armenwesen erfolgreich umgestaltet das städtische Beamtentum neu organisiert, den städtischen Haushalt streng geordnet, das Schulwesen zu großem Aufschwung ge­bracht und so vieles andere für uns geleistet, daß ein gänzlicher Um- schwung unserer alten Berhältniffe teils bewirkt, teils angebahnt wurde I ,y -^^8 aber, was Herr Gnauth leistete, war, und das plagen SS« s besonders hoch an, durchzogen von echtem sozialpolitischem I Geiste, der mit scharsim Blick die Grenzen der statischen Aufgaben I hdHPhL °f? steckt, überall die Bedürfnisse erkennend und I

MrieMgenb. Dabet war Herr Gnauth ein unvergleichlicher Re- nnh Sabtl, £,r mit Schule und Kirche, mit Universität I

und Militär, auch mit der Regierung das beste Einvernehmen hielt, ohne den Interessen der Stadt hierbei etwas zu vergeben, vielmehr I dieselben durch dieses Einvernehmen bestens fördernd. I

Endlich sei gerühmt die freie und unabhängige Gesinnung I unseres Bürgermeisters; er war ein freigestnnter, ein echt freisinniger I Mann, nicht im politischen Sinne, denn er stand über den Parteien, I aber im besten Sinne des Wortes. |

®roÄ SÄF Äd,er 6ei"e SW H°h-U b« Die Rede mit welcher Herr Stadtverordneter Rechts- wie^olgt-^' Herrn Gnauth feierte, lautet

Verehrte Festgenoffen!

,dei aller Freude, die wir über die ehrenvolle Berufung unseres do!bÄa"^Ac^b"neisters in sein neues Amt empfinden, überwiegt $rater darüber, daß uns seine Kraft, die sich küniiil LnC Geschicke unserer Stadt bewährt hat, i ä JÄJJE mhann' ?er felt W zwei Jahrzehnten .1«. rA' r u i tm weiteren, dann im engeren Kommunaloerband, eine so erfolgreiche Wirksamkeit entfaltet hat, uns nun verläßt. Ich ihm rtrh.lf«« hurf», kl- t-.a. Her^U Gnauth mit

e bu fte' dabe die beste Erkenntnis von der Größe unseres

.a wir seinerzeit Herrn Gnauth als Beigeordneten Mld später un-ßrerr@tebt erwählten, wurden von manchen Seiten Bedenken darüber laut, ob eS dem gtichtjuristen, dem Tech­niker, gelingen werde, die Verwaltung unserer Stadt zu führen für hidtm<5? a?er Gewohnheit den zünftigen Juristen für erfordert hip ffntmL*; '"Eine Herren, diese Bedenken find längst verschwunden; « un|ttec St-dt im letzten Jahrzehnt hat st- glLnzend

Ausland.

London, 11. Oktober. Bisher sind gewählt: 370 Ministerielle, 143 Liberale, darunter Tille, 79 irische Na­tionalisten. Der Gewinn der Ministeriellen beträgt 29, der der Oppositionellen ebenfalls 29 Sitze.

London, 11. Oktober. Reuter erklärt das Gerücht, Lord C r o m e r sei von Egypten abberufen worden, um einen Posten im englischen Kabinett zu erhalten, für völlig erfunden.

Reuter meldet aus Sim la vom 11. Oktober: Auf Anordnung des Staatssekretärs ist zum Zwecke der Ru- pienprägung für eine Million Pfund Silber an- gekauft worden, während eine Million Pfund in Gold nach London verschifft wird. Das angekaufte Silber tritt £n J>le Stelle des in der Metallreserve sich befindenden

L Übereinstimmung mit dem jüngst angenomenen Gesetze Wenn die Prägung des neu angekauften Silbers beendet ist, wird der Vorrat an Rupien gegen Februar haben mt eine Vermehrung um 8 500 000 Rupien erfahren

f el, 11. Oktober. Tas Thonfolgerpaar trat heute ferne Hochzeitsreise nach der Schweiz und Italien an.

. ^.Wic verlautet, beabsichtigt ein klerikaler Abgeord­neter die Regierung über die soeben in der hiesigen Maison du Peuple erfolgte Errichtung des Sekretariats der ^bnso z i a r d e m o k r a t i sck) e n I n t e r n a t i o n a l e n zu interpellieren. Zum Sekretär der neuen Inter­nationalen wird wahrscheinlich der ehemalige Lehrer Viktor ^erwy ernannt werden. Belgische Delegierte im Bu­reau der Internationale werden Anseele und Van- ^b/^.b^b sein. DemSoir" zufolge wird die vom Papste geplante Encyclica über den ch r istl ich e n So­zialismus wahrscheinlich nicht erscheinen.

V/ ?ltober. Heute vormittag fand im Mi­nisterium dev Aeußeren die erste Sitzung der interna­tionalen Konferenz betr. Zuckerausfuhroer- gutun gen statt. Ueber die Beratungen wie üöer die ^te Nationalität der Teilnehmer wird völliges ?prrÄei9en bbobachtet man glaubt jedoch, daß sich an der Konferenz französische, deutsche und österreichische Delegierte beteiligen. '

©dhVCStober. DiePol. Korr." meldet aus ?pfjvia tie bulgarische Regierung richtete Ses rn an den rumänischen diplomatischen Agenten in Sufm eme neue Note, worin sie die Fortsetzung des ge­richtlichen Verfahrens auf Grund der von der rumänischen ^ufto^rht9 Uferten Daten notifiziert und die Erwartung au spricht, die rumänische Regierung werde die Aus­weisung unverdächtiger bulgarischer llnter- thanen aus Rumänien sistieren.

Die mährisch-czechische Presse fordert zu Demon- l i i!OnEtl am Oktober auf, dem Jahrestag der Aufhebung der Sprachenverordnungen , 3 na- Ä S'"' tt0 im $oria^re Exzesse

., 3m Namen dir Stadt Gießen und ihrer Vertretung spreche ich für alles, was Herr Bürgermeister Gnauth unserem Gemein­wesen war und leistete, den herzlichsten Dank aus. Wir werden 11* "Hessen, wie auch wir sicher zu sein glauben, daß er uns c -^rgißt, ji, daß in mancher Stunde, wo die schweren Sorgen neuen Amtes ihn belasten und da8 Gedränge der verantwort- lichen RegterungSthätigkeit ihn umgibt, er sehnsüchtig an sein sttlleS £)eim in Gießen und an die ihm liebgewordene alte Thätigkeit /£tn^n rotrb' Wir wünschen Herrn Gnauth alles Glück und a ^il ^ine fernere Laufbahn; wir wissen uns auch künftig

mit ihm verbunden, den wir zum Ehrenbürger unserer Stadt erwählt haben, und sind der Zuversicht, daß seine Tbätigkett in der Regierung i® sür die Gemeinden die oberste Fürsorge und Aussicht hat auch weiterbin, wenn auch in anderer, als der seitherigen Weife' segensreich für uns sein wird. ' '

mit rnir"d nun' meine Herren, ergreifen Sie Ihre Gläser und rufen . . . hochverdienter seitherige Oberbürgermeister, der jetzige Vräsi- oem des Finanzministeriums, unser Ehrenbürger Herr Gnauth er lebe hoch, hoch, hoch!

Ansprache" u t h ergriff hieraus das Wort zu foigenber ich Mitbürger I So manches Mal schon war

»ndi cher Lier bJl.°IefbaS M°-t ,u -rgreissn, bei ernster » "er- Festen unserer studentischer Veranstaltung wie bei den

pesten unserer Vereme oder anderem Anlaß; nie aber ist es so schwer

bireftor

Verehrte Anwesende!

nh Anspruch soll gelten Seiner Majestät dem Kaiser

und Seiner Köurglicheu Hoheit dem Gcoßherzog.

mnhI es, in der wir leben, und geziemt sich

^inhert Vergangenheit. Als vor einem halben J-Hr-

Ä Mte, baä lose Gefüge, bas Deutschland umfaßt-, frpmhJ. o?8iR 3U fonnen, und die Frage unseres Ansehens in Tremoen tanbern erwogen wurde, erinnerte der Vertreter Bremens an die LVorte von Justus Möser:

Nicht ein englischer Lord, sondern ein deutscher Feldherr wurde am Ganges kommandieren, wenn dsS Deutsche Reick in verhängnisvoller Zeit sich hinreichend kräftig und einigt gefunden hätte, die Rechte der Alten Hansa zu unter­stützen und zu erhalten." 8

SM,S(0!;tek8 "egen die Dinge heute. An Asiens entlegener Feldherr an der Spitze der Heere der ver-

S x fLc6^ä*te .unter den Auspicien Seiner Majestät des D-Utschm Kaisers, und die kaiserlichen Worte, die jüngst an dm Ruches der Mitte gerichtet wurden, lassen uns hoffen, unserer Staatsmäcmrr und die Kriegskunst unserer n aIIi£ Iflnßw Zett den Frieden erringen, den wir nüfh s e^nen* aur ^re und Wohlfahrt unseres geliebten Vater- icmuCrj.

(5-, heute des erlauchten Verbündeten des Kaisers

Hoheit des Großherzogs, gedenken, so sind wir beseelt von den Gefühlen deö DankeS für die Segnungen, deren wir durch landesherrliche Huld teilhaftig werden, und wir Gießener ö^^U' wenn auch schmerzlich bewegt ob der Trennung, unseren bk6 hochverdiente frühere Oberhaupt unseres rufen8rourPöC b ^n6en @emdnmefenS hoher Vertrauensstelle be-

Sie, den Gefühlen, von benen wir alle durchdrungkn sttmm?n^^ 8U "bUeihrn, indem Sie mit mir in den Ruf eV

Sb'"i"ta5ne±,u 5°n.i° VI 5t6Wieb »OR worden, Abschied m ^r zweiten Heimat ge-

Schwaben so freundlich sclinn b,e ^-etn IltnÖen Ingenieur au8

ihrer Verwaltung 'gestellt. sgenommen, chn später an die Spitze lassen Si^sich^Dkime^aTnüapn6 fe$ne "^öne R-de" von mir, Dankes für Die große^Ehre, die Ae mi? f?I,^ar?ÄU8b{tUcf herzlichsten £-«ÄSV" «-ÄK S5»:.Ts:h" ;=£ää;- äs ä

g« W durst- ja schließlich S

Wunsch meines kranken Vorgängers nicht miA L;"nbe89cw«r dem anders nicht mich verfehlen gegen das Gebot der rch

lmmerhm der Trost mir verblieben, daß auch mein neues

MMWßMSWS geMp t ifi «witoen bet S ra? t6 ? c,n neuei unlösbares Band

Sen 5:mfamc Stthei im Sch°°ß° der »IgnfÄS hnf(ir Morgen nunmehr Sie, meine Herren, ein Jeder zu seinem Teil dafür daß das auch für die Folge so bleibt, so bleiben kann soraen Versammlung/.^ ?' Äf?C bie 5°rSe in bec Stadtverordneten" UZ!^ ae wb Richtungen unserer Einwohnerschaft die° städttschm^eschäs^ "^che unerläßlich ist, wenn die Führung der llaonschen Geschäfte Anspruch erheben will auf das Vertrauen 6°nzen Bevölkerung, und sorgen Sie, meine feUfiXioen Herren ädI- äannl'±aT,6eibte?fÜt' b6 d-mn-ichst 3um g"S S" trt?ä&rotrbZ bet m der Gemeindeverwaltung erprobt be- aereckt ^5 ^elgestaltrgen Aufgaben modernen Städtelebens

ÖL8 Ja ?- tt ber E Widerstreit der Meinungen und der versöhnend, nur das Gemeinsame sucht, den aber un Konflikt der öffentlichen und der privaten Interessen Sie un­entwegt auf der Seite der ersteren erwarten dürfen.

hpr Q.*0«!?9 fb,e ^ier nicht nur dem Rückblick gelten; auch mhAtpn^n1 ü^^rer Stadt laffen Sie uns vorausschauend gedenken:

^b dle guten Wünsche sich verwirklichen, die wir ihrer Ent- wrcklung weihen, die mir zusammenfaffen in den Ruf: hoch, hoch E hoch etabt r,e blähe. "-°chs- und g-d-ih-, ste leb«

der Landesumversität sprach der Rektor I Pros. Tr. Schmidt.

I Hochverehrte Festgenoffen I Gestatten Sie mir, daß ich an die I Gutfleffch. im Namen der Stadt an den Scheidenden

I anrnüpfC1 ®6 6'lt, dem Danke, der in unser Aller Namen

ausgesprochen worden ist, einen Sonderdank hinzuzufügen, - den

I Sonderdank der Landesuniversität.

I ,y. , Wenn ein alter Sohn der Ludoviciana, der vor 20 Jahren in I in uns^e Stadt zmückkehrt, so erscheint ihm nicht

I uuv bas aufgeblühte, neue Gießen wie eine fremde, neue Stadt. Fremd Inb "en erscheint ihm auch die Ludoviciana. Sucht ec dann auf dem I scheut ckm MBfi seiner Studentenzeit zurüazurufen, s-

I 6-U n ,®Ite8 oeriüngt und verschönt entgegen. In

I Dekanat? 9a te C§' einen neuen Hausstand zu gründen,

I ^"e ck^rwurdige alma mater nach einer neuen Ausstattung. I ä^ lLaes^leäsLn biyem Kollegienhause zu einem Teil erhalten hatte, I Üthrte das Wachstum ihres Familienkreises, die von Jahr zu Jahr I huÜHi f.rft CX -..3^ ,, >. t r < ^^i^NschbN. Es wachsen die Räume, I RnÄ 1 f ä ä 81 Snb baß die es Wachstum Überall den rechten

Boden - Boden im wahrsten Sinne des Wottes - gefunden hat, ver- I Ä."ken ®l,r. bem scheidenden bisherigen Oberbürgermeister unserer Stadt. I scharfem Auge die Bedürfniffe erkannt, die für die

I aufstrebende Landesuniversität zu erfüllen waren. Er hat, nicht selten foMt^hnfe h9en9ren ^f^U?8 vorausellend, mit sicherer Hand dafür ge- di^r^^p K^0bvbl»ck der Entscheidung ein geplanter Neubau auch | ote, wichtige Stätte erhielt. Zeugnis für dies Walten legt ab droben I ?uf Am cS?*!*8 fr0 Klinikstadt, eine Hochburg gegen die Feinde fefte H°?burg, der - so hoffen wir - noch mancher

® ?au angefügt werden soll, zur Ehre und zum Segen unseres Landes.

:nb^ed ist es, was ich am heutigen Abend aussprechen mochte- Es liegt im Charakter der Universitäten, vor allem einer Landes- ""mersitat von der Größe der Ludoviciana, daß nur ein kleiner Teil unseres Lehrkörpers Söhne des Landes ober unserer Staat sind. Der weitaus größte Teil kommt von der Ferne und brinqt von hier aus Maßstab und Ansprüche mit. Daß trotzdem ein jeder von unö sich m Gießen wohlfühlt, viele von uns hier eine zweite Heimat i gesunden haben, das ist nicht zum geringsten Teil das Verdienst deS Geistes, der von der bisherigen Oberleitung unserer Stadt ausgeqanaen ist. Für alles dies spreche ich Ihnen, hochverehrter Herr Präsident, im Namen der Landesuniversität den herzlichsten Dank aus. Zugleich bitte ich Sie, der Landesumversität in Ihrem neuen, größeren Wirkunas- »k'se. das Jntereffe und die wohlwollende Gesinnung zu erhalten, die Sie ,hr bisher entgegengebracht haben. Und wenn ich meine Worte in einem Trmkspruche ausklingen laffen soll, so möchte ich zur Mitwirkuna n.cht nur di- Etglteder der Umdersitiit'-uffordlrn, s°u'd-rn alle di°

Pa ? ^andesuniversität ein Stück des eigenen Fleisches unb ^rh^rfe? Sie mit mir: Herr Präsident Gnauth, der Freund und Förderer der Ludoviciana, hoch!

c, s®, Vertreter des Regiments Kaiser Wilhelm gab Herr Oberst v. Dewrtz seiner Freude über die guten Be- S"9'? rSSAlf' bi?r toä6renb der Zeit, die .Herr

6 Oberburgermerster von Gießen gewesen sei, be- «L8U?y itot[d,,e5 Bürgerschaft und Militär gewesen und vor allem durch! Herrn Gnauth gefördert mären. Sern Hoch galt mit oem Wunsche, daß dies auch unter oem Nachsolger des Herrn Gnauth so bleiben möge, der Stadt Gießen.

. Herrn Professor Dr. Gaffkys Trinkspruch lautete £uf oas Wohl der Frau Oberbürgermeister Gnauth und sand in seinen launigen, humorvollen Ausführungen den lebhaftesten Widerhall.

Hierauf ergriff nochmals Herr Geheimrat v. B e ch t o l b das Wort.

9/ 11. Oktober. Der Landesausschuß nahm Mit allen gegen dre Stimmen der beiden deutschen Beisitzer^ den Antrag S k a r d a an, wonach die Reqie- rungoaufgesordert werden soll, den Landtag einzuberufen, ^m Laufe der Debatte wiesen die deutschen Beisitzer dar- EUf An, daß die durch die Auflösung dcs Reichsrats und Ausschreibung der Wahlen geschaffene politische L«ge die Gefahr tn sich trage jede ruhige Erledigung der Geschäfte des Landtages gänzlich zu vereiteln, während der Oberst- ^omarschall sich für die Einberufung des Landtages aus- Konstantinopel, 11.Oktober. Aufdierussisch e Rote betr. den auf den Geranten des russischen General- konfulats m Erzerum von Kurden verübten An­griff erwiderte die Pforte, daß alle verlangten Maß- naymen getroffen und die nötigen Befehle erteilt seien um die Forderungen der russischen Botschaft zu erfüllen' Hier emgetroffene Nachrichten besagen, daß die von Erzerum aus zur Verfolgung ausgesandten Truppen die von den Kurden weggenommenen Pferde und Effekten wiedererlangten.

^L^ewyork, 10. Oktober. Der frühere Präsident Harri s o n erließ bezüglich des W a h l f e l d z u g e s eine Erklärung, worin er sagt, die Wahl Bryans würde zu einer allgemeinen Verwirrrmg führen. Die Revubli- aeltenh" ®u"ften ibrer wirtschaftlichen Politik

aonoe« bEJ Periode eines großen 9Heber-

sei Ein außerordentlichen Aufschwunges gefolgt kiückkekr miS, ' a br!- Berwaltung bedeute ficherltkl! bie m l(^er Zustande. Harrison weicht nur insofern b?P W^ n^ro8r?mm ab. als er n ber schärfsten Weise

Abschiedsfeie^des Herrn Gnauth. und L8ÄUWrg'erschast Ministeriums Herrn Feodor tonauth . b 5 ^lnaP^ ... äs«SLS..... stotÄ « ffig« Wie der ganze Saal m gärtnerischem S&murfp0 L? J° hatten zur Rechten des Sberrn Gn a u t berief Landesuniverfität, Herr Prof. Dr. Schmidt nn7 sCr Kommandeur unseres Regiments, Herr Oberst v De^wit^ zur Lmkeii Herr Provinzialdirektor Geheimrat v ^old, gegenüber Herr Generalmajor v. Madai Herr Beigeordneter Wolff Platz genommen. An die ae nannten Herren Mossen sich die Beigeordneten und Stadt­verordneten, sowie die weiteren Vertreter von städtiickien ümb Kreisbehörden an.