Ausgabe 
13.5.1900 Erstes Blatt
 
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ünitteln, Waffe« und Munition über den englischen Weg

i* können, noch eine Depesche von Oberstleutnant Balser aus Darmstadt em.

Direktor der Klinik. Dieser nahm es mit warmen herz­lichen Worten entgegen und wies ihm einen Platz im Operationssaal zu, der durch die langjährige Thätigkeit des Verstorbenen geweiht sei, wie jede Stätte, die ein guter Mensch betreten. Er schloß mit dem Wunsche, daß die Schüler des Verstorbenen in dessen Geiste weiterstreben und wirken möchten im Dienste der Kranken und Leidenden.

Iolgte gestern in ganz Spanien der Ausstand der Handel- und Gewerbetreibenden. In Madrid

Auftritten. In Sevilla wurden unzählige Fenster ein» geschlagen, zwei Gendarmen und über 50 Zivilisten ver-

Nachtrag zur Enthüllungsfeier des Krieger­denkmals.

Gieße», 12. Mai 1900.

Don Seiner Majestät dem Kaiser ist auf Jagd schloß Wolfsgarten, dem derzeitigen Aufenthalt des Groß« Herzogs, das nachstehende Telegramm aus Nrville ein­getroffen:

Eurer Königlichen Hoheit und dem Oberbürgermeister Gnauth danke ich herzlich für die freundliche Uebermtttelung des treuen Grußes aller Teilnehmer an der feierlichen Enthüllung des Krieger­denkmals zu Gießen. Wilhelm, I. R.

Zu unserem Festbericht geht uns noch ergänzend ein Bericht über den Verlauf der Feierlichkeit im Saale des LafL Leib zu. Dort hatten sich die Kriegervereine unserer Stadt, sowie von Annerod und Watzenborn- Steinberg zn kameradschaftlicher Vereinigung zusammen­gefunden, denen sich allmählich auch viele Veteranen zu­gesellten. Die gehobene Stimmung, welche die offiziellen Veranstaltungen auszeichnete, fehlte auch hier nicht, und wurde noch gesteigert durch die Anwesenheit des 1. Prä« fiDenten und des 1. Schriftführers der Kriegerkamerad- fflaM« der Herren Oberstleutnant Cramolini und Medizinalrat Dr. Vogt. Herr Mar golf vom hie« figen Kriegerverein begrüßte beide Herren, und dankte ihnen mit kernigen, in einemHoch" ausklingenden Worten für ihr Erscheinen, worauf Oberstleutnant Cramolini in herzlichster Weise erwiderte. Biele Ansprachen folgten noch «ach, die die unerschütterliche Heffentreue zu Kaiser und Reich, Fürst und Vaterland zum Ausdruck brachten. Eine besondere Freude wurde den Festteilnehmern dadurch be­reitet, daß Se. Exzellsnz Generalleutnant Rau sich gegen Schluß des Festes einfand. Das auf ihn ausgebrachte »Hoch" sand begeisterte Aufnahme. An die Kampf« genossen der 2. Kompagnie im Cafä Leib lief mit de« Ausdruck des BedauervS, nicht au der Feier teilnehmen

** Trauerfeier. Zu Ehren seiner am 17. April bei der Binger Katastrophe verunglückten Verbandsmit- glieder, insbesondere zum Gedächtnis seines Aktiven, cand. ehern. K. Werner, hielt der katholische Studenteu- vereinNassovia" am Mittwoch die übliche Trauer­kneipe ab. Am nämlichen Tage fand für die aus so trau­rige Weise ums Leben gekommenen Verbandsmitglieder ins­gesamt, und am Freitag für den toten Vereinsbruder Werner insbesondere ein feierliches Seelenamt statt.

** Eine geistliche Mufikaufführmrg zu« Beste» der Ge- dachtniskirche der Protestante» zu Speyer ist für den 23. Mai in der Stadtkirche in Aussicht genommen. Namhafte Frank­furter Künstler und Künstlerinnen, der hier wohlbekannte Violinist A. Redner, die Großh. Sächsische Kammer­sängerin Frl. Kayser (Sopran), und eine noch jüngere, aber sehr empfohlene Altistin, Frl. Stapelfeldt, und wahrscheinlich auch die tüchtige Harfenvirtuosin Fräulein Löffler, haben sich dazu mit unserem Kirchengesangverein und unserem bewährten Organisten, Herrn Gör lach, verbunden. Diese Namen bürgen dafür, daß uns wirklich Gediegenes geboten werden wird. Um deswillen, aber auch in Anbetracht des schönen Zweckes sei jetzt schon darauf hingewiesen. Eine Subskriptionsliste wird in den nächsten Tagen herumgehen.

-1. Unferm Regimentsdenkmal ist im Laufe des heutigen Vormittags seitens der Marktbesucher eine sehr eingehende Besichtigung zu teil geworden; wohl keiner derselben wie der weiter anwesenden Ortsfremden konnte es sich versagen, die Einzelheiten des würdigen Monuments wie auch den Inhalt der von der Stadt gestifteten Votivtafeln zu studieren. Für morgen dürfte bei günstigem Wetter noch ein weit bedeutenderer Fremdenverkehr zu erwarten sein.

* Sxtrafahrten der Omnibusse zu« Rad-Renne» auf dem Sportplatz an der Hardt werden morgen nachmittag von 3 Uhr ab alle Viertelstunde vom Markt aus zum und vom Rennplatz gehen. Ebenso wird nach Schluß der Rennen für genügende Anzahl von Omnibussen zur Rückfahrt ge­sorgt sein.

-1. Verhaftet wurde heute vormittag durch einen hiesigen Schutzmann eine frühere Dienstmagd wegen Obdach­losigkeit.

Ein Gesetzentwurf über die höheren Bürgerschulen wird den Ständen vorgelegt. Die rechtliche Stellung der höheren Bürgerschulen war bisher nicht in einheitlicher Weise geregelt. Die Verschiedenheiten in der Organisation und der Verwaltung dieser Schulen und der Mangel einer festen Rechtsgrundlage sowie einer scharfen Abgrenzung der Befugnisie der einzelnen Organe dieser Anstalten sollen nunmehr behoben werden. Die Schulen sind seit 1896 dtrekt der obersten Schulbehörde unterstellt. Dies Verhält- J?S hlnfichtlich der Aussicht, des Lehrplans «. s. w. gesetzlich festgelegt werde». Ueber die Bedürfnisfrage sagt

von Berber versorgt haben.

Madrid, 11. Mai. Mit seltener Einmütigkeit er-i

bie 6cörünbun0: die Möglichkeit bestehen muß, eine

^ete viwg-rschulc aufjulöfen, wenn di- in Betracht fommenbe G-m-.nd- den ihr durch das Gesetz aufcrlegten Verpflichtungen nicht nachkommt, bedarf keiner näheren Begründung. Die Regierung muß weiterhin das Recht m Anspruch nehmen, auch in dem Falle iHr Auilösuna einer höheren Bürgerschule zu schreiten, wenn die Scküler- zahl einer solchen Anstalt derart herabsinkt, daß ein auf­fallendes Mißverhältnis zwischen der Zahl bet Schüler und den an der Schule zu verwendenden Lehrkräften ent­steht. Diese Bestimmung erscheint notwendig, weil es nicht zulässig erscheint, aus öffentlichen Mitteln Lehrkräfte an solchen Anstalten zu verwenden, die für die betreffenden Lehrer ein ausreichendes Maß der Beschäftigung nicht bieten, und für deren Fortbestand ein allgemeineres Bedürfnis nicht mehr vorliegt."

-chlugen bezahlte Rotten halbwüchsiger Burschen Fenster und Straßenlaternen ein; 28 Ruhestörer wurden verhaftet. In Valencia, Sevilla und Barcelona kam es zu blutigen

^?-.^dizl'nische Wissenschaft und die Gießener Univer- I Mit der Beschränkung, daß dem Vorstand die Abwicklung ^aw ta6ef°"berenau«, I ber vorkommenden Geschäfte überlasten bleibt, wird wie der Dahmgeschiedene em stets liebevolles, freundliches I hierauf der Landes ausschuß für aufgelöst erklärt. bh£ PCfCs J? ? sclnen Schülern - Der Naturwissenschaftliche Verein hält seine

an den Tag gelegt und wie er es verstanden hätte, fern Mai-Sitzung am 15. ds. Mts. ab. Dr. Lepsins wird tiefes Wissen auch seinen Hörern mitzuteilen und die- I über die Erbohrung des neuen Soolsprudels zu m J?c Schwierigkeiten und Tiefen der Bad Nauheim einen Vortrag halten.

Wistenschast einzuführen. Um ihm em dauerndes An- I m ßnh.B8F.-rfl lf

K" B-rZung" UlNI'r £ r^i^nöam,!'' '-rri^-7

alsdann^ im^Namen seiner Sommilitnne'n I ^Eeser Tage waren mehrere höhere Eisenbahnbeamte von

Sot btt fltinHff .« ®flr6enen d-m Has-n.Eck- in Aussicht genommen sein. Eine befinitive

Entscheidung wird erst dann getroffen werden, wenn die Beamten vom Ministerium in Berlin, die in den nächsten Tagen zur Besichtigung nach hier kommen werden, ihre An­sicht in dieser Sache geäußert haben.

Singen, 11. Mai. Die Leiche des Kaplans Weber von Oestrich wurde bei Oberlahnstein geländet. Vor­gestern waren drei Wochen verflosten, seitdem sich das schreckliche Bootsunglück ereignete, und trotz der langen Zeit find erst 11 Leichen geborgen; 7 Opfer ruhen noch auf dem Rheinesgrund. Wenn man berücksichtigt, daß von den Gcländeten die meisten in verhältnismäßig kurzer Ent­fernung von der NnglückSstelle an die Oberfläche kamen, was auf ein nur sehr langsames Abwärtstreiben schließen läßt, so kann man wohl die von Schiff- und Wasterfach- leuten geäußerte Vermutung nicht von der Hand weisen, die dahin geht, daß die noch fehlenden Leichen entweder an Felsen oder im Rheine bei Aßmaunshausen an dem von dem Disch'schen Schiffsunglück her noch lagernden Wrack­stücken hängen geblieben, vielleicht aber auch durch die mit dem wechselnden Wafferstand zusammenhängenden Sandlager. Verschiebungen in Sand geraten sind. Es wäre sehr zu wünschen, daß recht bald das letzte der Opfer dem Rheine entrissen werden könnte, damit den schwergeprüften Ange­hörigen wenigstens die letzte Ungewißheit genommen wird. Bei schönstem Frühjahrswetter trafen die sechs Tor­pedoboote hier ein. Rheinquai und Ufer waren mit einer tausendköpfigen Zuschauermenge besetzt. An der Lan­dungsstelle wurden die Offiziere vom Bürgermeister und den Stadtverordneten mit einer Ansprache begrüßt, worauf eine Besichtigung des Schlosses Klopp folgt und abends ein Festessen im Hotel Viktoria stattfindet.

Dar«stadt, 11. Mai. Der Landesausschuß zur Errichtung eines Denkmals für den Großherzoz Ludwig IV. hat im Ständehause seine Schlußsitzung unter dem Vorsitz seines ersten Präsidenten des Fürsten zu Isen­burg und Büdingen, ab. Geh. Regierungsrat Haas, er­stattete einen geschäftlichen Bericht, wobei er konstatierte, daß das zur Ausführung gebrachte Denkmal in alle« Schichten der Bevölkerung volle Anerkennung'gefunden habe. ----......... . Aus Stobt und Amb. I Man könne deshalb mit voller Befriedigung auf den Ver- to0<5 br Zrviltrmrung. Die Ehegatten und. 1 ® . I lauf des schönen Patriotischen Unternehmens zurückblicke»

Geistlichen, die hiergegen verstoßen, unterliegen Geld- I . * ®cJc^ctc' für Geh. Bose. Nachdem bereits zu I in der Überzeugung, daß das gesegnete Andenken des ver- strafen Der Kultusminister erklärt, die Regierung sei für I Begmn des klinischen Unterrichts von dem Direktor der | etoigten Fürsten auch durch dieses äußere Reichen her das Prmzip der Trennung von Kirche und Staat, da diese chirurgischen Klinik Pros. Dr. Poppert ein Nachruf aus den Dankbarkeit eines Heffenvolkes für aöe6 Reitfn ^erbal ei LI besten der Ausuahmestellung Italiens gegenüber der verstorbenen Geheimrat Prof. Dr. Bose gehalten worden bleiben werde Die der Versammlung xur Sefdieibuna üor V ÄS' L 9±nk ** der Klinik gelegte MHft !F»S?5

wonach die Ziviltrauung vor der kirchlichen Trauung obli- N^ckseier^u Ehren'veranstaltete I Bezüglich^ der Verwendung des Ueber schuss es erklärt gatonsch fein soll. Die Kommission erklärt, das Amen- I zu Shren des Verstorbenen statt. In kurzen, I sich die Versammlung einstimmig mit der Ueberweisuug des

dement, das in geheimer Abstimmung mit 84 gegen 64 I ^ffknden Zügen gedachte der Kandidat der Medizin I gesamten Überschusses mit rund 14000 Mk. an das Komitee Stimmen abgelehnt wird. Der erste Artikel des Regie- | der großen Verdienste, die sich der Verstorbene I zur Errichtung eines AlicedenkmalS einverstanden,

rungsentwurfs wird angenommen. 1 1,m«x k.» 1 mrt-- <- , .. - ... - . ..

Wien, 11. Mai. Der Kaiser hat heute zunächst den Ministerpräsidenten v. Körber, sodann den Mi- Alster Dr. Rezek in Audienz empfangen. Dem letzteren soll der Kaiser mitgeteilt haben, daß er sein Demissions-- gefuch nicht annehmen könne.

In hiesigen unterrichteten Kreisen ist von einer -angeblich beabsichtigten Reise des Kai se r s nach der Welt­ausstellung in Paris nichts bekannt. Dagegen wird be­stätigt, daß mehrere Mitglieder des kaiserlichen Hauses die Pariser Weltausstellung besuchen werden; doch werden dieselben inkognito reisen.

Prag, 11. Mai. Aus Montenegro wird denNarodni Lisch" gemeldet, daß Rußland seine Militärbei- träge für Montenegro um 350000 Rubel jährlich erhöhte, damit vier Bataillone vollständig militärisch aus­gebildet und mit fachlicher Bildung ausgerüstete Offiziere stets bereit seien.

Konstantinopel, 11. Mai. Der Sultan sandte -einen ersten Garderobier Ismet Bey nach Athen, um mit Ismael Kemal Bey zu verhandeln. Bon den bekannteren Personen flüchten jetzt täglich zwei bis drei ins Ausland.

Athen, 11. Mai. Die Blätter teilen die demnächstige Ankunft der Prinzessin von Wales mit ihrer Tochter Bik- loria an Korfu mit. Wie es heißt, wird bald nach der ; Ankunft die Verlobung der Prinzessin Viktoria mit dem Prinzen Georg bekannt gegeben werden.

New-Dork, 11. Mai. Senator Lodge hielt eine Auf­sehen erregende Jingorede für Vermehrung der Flotte. Er sagte u. a., die Durchführung der Monroe- Doktrin erheische eine solche Vermehrung unbedingt, namentlich da eine große europäische Macht derartige An­strengungen mache, die nämliche Macht, die Absichten auf Dänisch-West-Indien habe.

In Manila ist eine Ver schwörun g entdeckt Mnh hundert Verhaftungen sind vorgenommen worden. I Unter den Verhafteten befinden sich auch Beamte. 3000 I Insurgenten haben Bulan im südlichen Luzon gestürmt I «nd die amerikanische Garnison getötet.

Die Kriegerkameradschaft Gießen ernannte Herrn Stadt­verordneten Kirch in Anerkennung seiner Verdienste um die Errichtung des Kriegerdenkmals zum Ehrenmitglied.

Einen schönenZug treuerKameradschaft haben wir bereits gestern hervorgehoben. Wir können heute einen neuen hinzufügen. Ein hiesiger Veteran, der Fahrrad­händler F. Sch., der den Feldzug in der 3. Kompagnie des wundet. In Valencia versuchten die Massen die Er- | 2. Hess. Infanterieregiments mitgemacht hat, war durch ein richtung von Barrrkaden. Zwei Gendarmen und viele I rheumatisches Leiden ans 5krankenlager gefesselt, und konnte Leut- aus dem Volke wurden verwmchet ein Mann gc- (mit an den Festlichkeiten nicht teilnehmen. Freubig unb S.SSÄffiXCi «-'»">>« ~"kVff1'." gelegenen Straßen schossen die Aufrührer mit Flinten I f jttjlltetÄ anffuJten, daß auch er alte Kriegs-

und Pistolen auf die Gendarmerie; diese erwiderten daA I Erinnerungen austauschen und so mitfeiern konnte.

Feuer und töteten viele. Die Zahl ist noch unbekannt. Au^ | Um die Illumination hat sich das städtische Gas- 49 Haupt- und 60 anderen Provinzstädten sind gleich- I und Wasserwerk ganz besonders verdient gemacht. Auch lautende Meldungen eingelaufen, daß sämtliche Läden und I die am Markt wohnenden Geschäftsleute hatten in der Magazine geschlossen gewesen sind. I Dekoration der Schaufenster recht tüchtiges geleistet, und

Rom, 11. Mm Senat beriet den Gesetzentwurf I Arrangements getroffen, die von gutem Geschmack zeugten, gegen die ungesetzlichen Ehen. Dem Hause liegen j und die man nock aeftern bewundern konnte Auck die zwei Entwürfe vor. Der Regierungsentwurf bedroht die | AuSsckmücknno ,,nd her fnnnt» mnn

Ehegatten mit Geldstrafe, die die Zivilehe nicht innerhalb I Beflaggung der Häuser konnte man

40 Tagen nach der kirchlichen Trauung begehen, sowie die | & f*ern W0(^ l» Augenschein nehmen.

Prediger, die die kirchliche Trauung nicht anzeigen. Der " ' ~

Kommissionsentwurf verbietet die Vollziehung der kirchq ^.^".?rauung vor der Ziviltrauung. Die Ehegatten und

Marburg, 11. Mai. Bei dem Gastspiel der Mitglieder des Kölner Stadttheaters geriet vor einigen Tagen plötzlich der Zwischenaktsvorhang in Flammen. Die auf der Bühne stehenden Schauspieler hatten die Geistesgegen- wart, sofort den Vorhang herabzureißen und so die Flamme» zu ersticken. Im Publikum drohte eine Panik zu entstehe», doch konnte noch durch die Mahnungen besonnener Herren eine allgemeine wilde Flucht aus dem Theaterraum ver­hindert werden.

Vermischtes.

* In der Wiener Universität wiederholen süß täglich, wie bereits gemeldet, die Studententumult« und Raufereien zwischen deutschnationalen und klerikalen Studentenverbindungen. Eine neue klerikale Verbindung hatte sich> Farben zugelegt, die denen derMarkomannen" ähnlich sind. Die Markomannen verlangten die Beseitigung der Möglichkeit, mit jenen verwechselt zu werden, und eS gab schon seit längerer Zeit Reibungen, die schließlich, zu Tumulten führten. Der Rektor Prof. Dr. Wilhelm Neu­mann, zufällig selber ein katholischer Theologe, der, wie dieKöln. Ztg." berichtet, jedoch^ mit der deutschen Stu­dentenschaft auf gutem Fuß zu bleiben strebt, untersagte denBummel", und versprach auch, daß der akademische Senat sich die Sckstichtung der Streitigkeiten angelegen sein lassen werde, doch da mar es schon einigermaßen zu spät. Am 8. b. Mts. gab es bereits Tumult in der Aula und Hinausdränguug der klerikalen Verbindung mit dem Name» derKürnberger". Am 9. wiederholten sich die