in wilder Flucht sich aufgelöst hat, und daß die Offiziere die größte Mühe gehabt haben, die Leute wieder einigermaßen zu sammeln.
London, 11. Februar. An zuständiger Stelle wird noch nicht zugegeben, daß alle Anstrengunjgen zum Entsätze Ladysmiths endgiltig aufgegeben worden sind. Ein vierter Angriff Bullers östlich bei Grobler Kloof soll noch versucht werden; aber auch dieser neue Plan wird, der Ansicht hervorragender Strategen gemäß, ebenfalls scheitern müssen, weil die Buren zu beweglich sind, und die Engländer andererseits die große Masse ihrer Streitkräfte nicht schnell genug zu den bedrohten Punkten bringen können.
Deutsches Keich.
Berlin, 11. Februar. Bei dem Empfange, welcher dem Prinzen Heinrich bei seiner Ankunft auf dem Anhalter Bahnhof auf Befehl des Kaisers bereitet werden soll, werden Fürst Hohenlohe mit dem gesamten StaatSministe- rium, sowie die Präsidien des Reichstages und beiden Häuser des Landtages den Prinzen begrüßen. Ferner ist bestimmt worden, daß am Dienstag alle öffentlichen Gebäude zu flaggen haben.
— Prinz Heinrich trifft am Donnerstagabend in Kiel ein.
— Wie dem „Berl. Tagebl." gemeldet wird, erregt in London ein gewisses Aufsehen, daß Kaiser Wilhelm am Donnerstag zweimal bei dem englischen Botschafter in Berlin vorgesprochen hat. Man bringt es dort mit diesem Besuch in Zusammenhang, daß ein längeres chiffriertes Telegramm gestern abend von London nach Berlin gerichtet wurde, welches für den deutschen Kaiser in Person bestimmt gewesen sein soll.
— Im Befinden des Abgeordneten Dr. Lieber war bis gestern um Mitternacht keine wesentliche Veränderung eingetreten. Der Kräftezustand des Patienten ist nicht günstig.
Ausland.
Wien, 11. Februar. Das offiziöse „Fremdenblatt" widmet an leitender Stelle dem heute hier eintreffenden Prinzen Heinrich von Preußen ebenfalls einen schwungvollen Begrüßungsartikel. Prinz Heinrich wird auf dem Südbahnhof vom Kaiser und allen hier anwesenden Erzherzögen empfangen und sodann in die Hofburg geleitet werden, woselbst er die Radetzky-Räume bewohnen wird.
Wien, 11. Februar. Die in auswärtigen Blättern aufgetauchten Gerüchte, Oesterreich beabsichtige in Ostasien einen Handelshafen zu erwerben, werden von informierter Seite als haltlose Erfindung bezeichnet.
Paris, 11. Februar. Der Senator Baduel erklärte, er werde einen Zusatzantrag zu dem Amnestiegesetz, welches dem Senat bereits unterbreitet ist, einbringen. Diesem Zusatze zufolge soll sich die Amnestie auch auf alle vom Staatsgerichtshof Verurteilten erstrecken.
Paris, 11. Februar. Der Entschluß Laboris, die in Belgien angekündigten Vorträge nicht zu halten, soll auf einen Wunsch der Regierung zurückzuführen sein. Dieselbe soll Labori erklärt haben, sie würde es nicht gern sehen, daß Laboris Erscheinen in Belgien die Dreyfusaffäre wieder neu aufleben lasse, weil dadurch der Zwiespalt in der französischen Kolonie in Belgien noch vergrößert werden würde, andrerseits aber auch die Ausstellung dadurch Schaden erleiden könnte. Labori soll sich diesem Wunsche der Regierung gefügt haben.
Sofia, 11. Februar. Die Regierung verbot den Verkauf der Ländereien bei BurgaS an Mahmud Pascha. Letzterer erhob Protest.
Lokales und ProvinrieUes.
(Anonyme Einsendungen, gleichviel welchen Inhalte-, werden grundsätzlich nicht ausgenommen.)
Gießen, 12. Februar 1900.
Gesellschaft für Erd- und Völkerkuude. Am 8. Februar sprach Herr Professor Dr. Karl von den Steinen über seine Bereisung der Marquesas-Jnseln und die dortigen Reste der polynesischen Kultur. Er schilderte zunächst die Inselgruppe selbst, zu der er im August 1897 von San Francisco aus in 24iägiger Segelreise gelangt war, und berichtete dann über seine Versuche, die alten polynesischen Gebräuche und Sitten zu studieren. Auf der Hauptinsel Nukuhiwa erlebte er eine große Enttäuschung, da dort die alte Kultur durch den französischen Einfluß bereits nahezu verdrängt war, und selbst in den, von dem Hauptorte entfernter liegenden Ansiedelungen ein halb- europäischer Firnis an deren Stelle getreten war. Dagegen gelang es ihm, auf Fatuiwa, der südlichsten Insel der Gruppe, noch einigermaßen ursprüngliche Zustände anzutreffen, wenigstens insofern, als die eingeborene Bevölkerung noch in den alten Anschauungen fortlebte, und ihrer eigenartigen Vergangenheit noch viel gedachte. So war es denn hier auch möglich, zum Teil sehr wertvolle Nachrichten über die sozialen und religiösen Ansichten der alten Marquesaner zu erhalten, die u. a. auf die vor Jahrhunderten vorgenommene letzte polynesische Wanderung deutliches Licht werfen, da die alten Heroengeschlechter stets paarweise die Namen polynesischer Inseln tragen, wie Wawau, Sawaii (Hawaiiki), Tongatabu, Fiti. Dadurch wird die bisherige Annahme, daß die Gegend der Samoa- Inseln der Ausgangspunkt der Wanderung gewesen sei, kräftig gestützt. Auö dem reichen Schatze der geschilderten Gebräuche und Eigentümlichkeiten hob der Redner besonders hervor die wenigstens in ihrer extremen Ausbildung auf die Südsee beschränkte Sitte des Tabu oder Tapu, durch welche über Personen, Oertlichkeiten, wie die Marai, die alten Tempel- und Opferstätten, und auch über zahlreiche,
namentlich die tägliche Nahrung und die Erziehung, sowie Wohnung betreffende Gegenstände ein äußerst strenger Bann gelegt wird. Die räumliche und zeitliche Ausdehnung des Tapu, und das überaus zähe und starre, ja fanatische Festhalten an dieser Einrichtung, die ursprünglich wohl eine Privilegierung bestimmter Klassen und Stände, wie Häuptlinge, Krieger, Priester, bezweckte, greift derart in die. ganze Lebensführung der Marquesaner ein, daß diese uns Europäern vielfach ganz unverständlich und widersinnig erscheint. Eine Reihe ausgezeichnet ausgewählter Lichtbilder, unter denen namentlich die zur Veranschaulichung der Tättowierung dienenden hervorgehoben werden mögen, ergänzte und erklärte den überaus inhaltreichen, wertvollen Vortrag auf das trefflichste.
** Neue Komposition Wir versäumen nicht, auf eine neue Liedkomposition unseres Landsmannes, des Herkn Kapellmeister Polster, hinzuweisen, die vor einiger Zeit bei I. Schuberth & Co. in Leipzig erschienen ist. „Grüßt mir das blonde Kind am Rhein" ist der Text, welcher der Komposition zu Grunde liegt. Die Komposition ist dem Text entsprechend anmutig, lebendig, warm und stimmungsvoll und kann Freunden schöner Lieder als leicht sanglich nur bestens empfohlen werden.
•* Eis-Konzert. Nachdem am gestrigen Sonntag nachmittags von 2—4 Uhr bereits Konzert auf der Eisbahn des Eisvereins stattgefunden hat, beabsichtigt der Vorstand, bei anhaltend günstiger Witterung, morgen Dienstagnachmittag von 2y2 — 5 Uhr wiederholt die hiesige Regimentskapelle konzertieren zu lassen (s. Anzeigenteil).
** Stadttheater. Wie wir schon in unserer SonntagS- nummer mitteilten, hat morgen Dienstag der Charakterspieler Franz Rolan seine Benefiz-Vorstellung und wählte er sich hierzu das Lustspiel von Karl Gutzkow: „Der Königsleutnant", in welchem er die überaus schwierige Rolle des französischen Generals „Thoranc" spielt. Herr Rolan hat sich seiner ihm zugeteilten Rollen stets mit Fleiß und Sorgfalt angenommen und uns schon oft von seinem bedeutenden Talente überzeugt; der junge strebsame Künstler erwarb sich hier schon viele Freunde und wollen wir demselben ein recht volles Haus von Herzen wünschen.
•* Wiederum hat der Gießener Männer Gesang-Verein einen Glanzpunkt in seinen Annalen zu verzeichnen, denn das am Samstag, dem 10. d. Mts., in Steins Saalbau abgehaltene Winterfest ist ein in jeder Hinsicht wohlgelungenes zu nennen. Von gesanglichen Leistungen ist vor allem neben anderen herrlichen Stücken hervorzuheben der aufs beste einstudierte Chor mit Orchesterbegleitung: „Die Ehre Gottes", für welche treffliche Leistung sowohl dem altbewährten Dirigenten, Herrn Musikdirektor Carl Krauße, wie auch den Sängern volles Lob gebührt. Die ferner noch gebotenen Solis (Weserlied, Auch ich war ein Jüngling) fanden gleichwie die in hervorragend schöner Weise gesungenen beiden Solo Quartette den wohlverdienten reichsten Beifall. Der hiernach folgende, in durchaus flotter Weise gespielte Schwank „Sachsen in Preußen", war ganz geeignet, als Uebergang zum Tanz die Gemüter in die fröhlichste Stimmung zu versetzen, und so wurde denn auch das Tanzbein bis in den grauenden Morgen hinein mit altgewohnter Virtuosität geschwungen.
** Polizeibericht. Gestern gerieten zwei, ein hiesiger und ein auswärtiger, Bäckergesellen von dem Windhof kommend, in Streit, wobei der eine mit seinem Stock dem anderen derart auf den Kopf schlug, daß derselbe eine Verletzung davontrug. Anzeige wegen Körperverletzung wurde erhoben. — Vergangene Nacht wurden drei auswärtige Dämchen im Alter von 16 und 17 Jahren in hiesiger Stadt wegen lüderlichen Umhertreibens verhaftet. — In letzter Zeit wurden schon des öfteren Uebertretungen wegen Umgehung von Stempelabgaben seitens der Wirte bezw. Gesellschaften begangen, so daß Strafen erheblicher Art unausbleiblich waren. ES wäre den Wirten sehr zu empfehlen, sich bei Abhaltung von Konzerten, Tanzvergnügen von Gesellschaften p. P. vorher zu vergewissern, ob dem Gesetze auch Genüge geleistet worden ist.
•* Eilbriefe im Orts- und Laudbestellbezirk der Postan- stallen. Bisher waren Eilbriefe nach dem Orts- und Landbestellbezirk der Aufgabepostanstalten nicht zulässig. Es wurde infolgedessen ein in Gießen aufgelieferter Eilbrief nach Gießen oder nach Klein-Linden nicht durch Eilboten, sondern in gewöhnlicher Weise bestellt, auch wenn die Gebühr für die Eilbestellung in Freimarken auf einem solchen Briefe verrechnet war. Diesem oft unangenehm empfundenen Uebelstande wird nunmehr abgeholfen. Vom 1. April ds. Js. ab, sind fortan auch gewöhnliche Eilbriefsendungen nach dem OrtS- und Landbestellbezirk der Aufgabepostanstalten zulässig. An Gebühren für derartige Eilbriefsendungen gelangen zur Erhebung: a) im Orte selbst neben der gewöhnlichen Gebühr für die Sendung 25 Pfg. Eilbotenlohn, b) bei Briessendungen nach dem Landbestellbezirk: neben der tarifmäßigen Gebühr für die Sendung, die wirklich erwachsenden Botenkostcn, mindestens aber 25 Pfg. Sind die entstehenden Botenkosten nicht bekannt, so hat der Absender einen angemessenen Betrag bei der Aufgabepostanstalt zu hinterlegen. Die Zahlung der Botenkosten kann auch dem Empfänger überlassen bleiben.
** Hebet die Wirkungen des neuen Stempelgesetzes haben sich in Ihrer Zeitung Stimmen aus Starkenburg und Rheinhessen vernehmen lassen. ES möge gestattet sein, daß sich auch ein Oberhesse mit einigen Zeilen an dem wichtigen Gegenstände beteilige. Da sei nun in erster Linie hervorgehoben, daß daS Stempelgesetz in überaus wohl- thätiger Weise gegen das Ziehharmonikawesen und den Tanzunfug gewirkt hat. Schon vor zehn und mehr Jahren hat der „Gießener Anzeiger" in seinen „Landwirtschaftlichen Beiträgen" auf den Mißbrauch hingewiesen, der allsonntäglich mit der Ziehharmonika getrieben wurde. Kein Sonntag verging, an dem die jungen Leute
nicht auf den Tanzboden zogen und dort ihr Wesen trieben, denn selbstgemachte Musik war steuerfrei. Vorstellungen, Zureden und gute Worte halfen nichts, es wurde getanzt, gejubelt, getrunken das ganze Jahr hindurch. Jetzt ist es besser geworden! Das nervenzerstörende Gedudel hat nachgelassen, seitdem Stempelabgabe gefordert wird, die jungen Leute fangen an, sich nach besseren Unterhaltungen umzuschauen, und das ist sehr gut. — Ein anderes ist es aber mit der Stempelabgabe hinsichtlich der Luxuswagen. Alle Fuhrwerke, die auf Federn laufen, müssen alljährlich 20 Mark Stempel entrichten. Nun gibt es Luxuswagen, die 3000, 4000, 5000 Mark und mehr beim Ankauf kosten; sie zahlen 20 Mark Steuer wie das Bernerwägelein, das 200 bis 300 Mark kostet. DaS kann doch unmöglich richtig sein. Viele Fuhrwerke der letzteren Art werden zum Transport von Möbeln der verschiedensten Sorten: SophaS, Tischen, Stühlen, Geschirren, Tapeten u. dgl. benutzt. Wenn der Eigentümer nun auch einmal darauf spazieren fährt, so kann man eigentlich noch nicht von Luxuswagen sprechen, und wenn das Bernerwägelein, das 200 Mark zu bauen kostet, 20 Mark Steuer tragen soll, wieviel darf man dem hochfeinen Landauer zumuten, dessen Bau 4000 Mark beanspruchte. Jedenfalls ist der letztere ein viel steuerfähigerer Gegenstand, als das auf Federn ruhende, im Geschäft notwendige Wägelein. — Das Stempelgesetz enthält in dieser Beziehung eine Lücke und eine Härte, auf welche diejenigen, die davon betroffen werden, aufmerksam gemacht werden mögen, damit sie ihr Teil dazu beitragen, diese Härte beseitigen zu helfen.
§ Breungeshain bei Schotten, 10. Februar. Im nächsten Frühjahr soll hier eine neue Forst wart Wohnung erbaut werden. Als Muster ist die im vorigen Jahre zu Burkhards erbaute Försterwohnung ins Auge gefaßt.
O Bleichenbach, 9. Februar. Die hiesige „Vereinigte Sängergesellschaft" giebt am zweiten Oster- feiertag in diesem Jahre schon die dritte Abendunterhaltung. Seit einer Reihe von Jahren hat sich die Gesellschaft durch ihre vortrefflichen Leistungen den Beifall und das Lob der ganzen Bewohnerschaft erworben.
— Darmstadt, 11. Februar. Am diesjährigen Fast- nachtStage (27. Februar) findet in der hessischen Residenz, wie schon in früheren Jahren, ein Karnevalzug statt, der nach den bis jetzt getroffenen Vorbereitungen recht glanzvoll werden wird. Zahlreiche Vereine haben ihre Beteiligung zugesagt und sind schon seit Wochen eifrig beschäftigt, den von ihnen übernommenen Teil des Jahrhundertzuges so humoristisch wie möglich zu gestalten. Zur Erlangung von wirkungsvollen Zugsgruppen hatte die den Zug veranstaltende „Darmstädter Narrhalla" einen allgemeinen Wettbewerb ausgeschrieben, auf gründ dessen nicht weniger als 44 Entwürfe aus Laien- und Künstlerkreisen eingingen, darunter ganz hervorragende Arbeiten. Den 1. Preis erhielt Hoftheatermaler Kurt Kempin, den Besuchern der letzten Hessischen Kunstausstellung gewiß aufS vorteilhafteste bekannt, den 2. Preis Maler Beyer fen., den 3. Preis Maler W. Horst. Da auch bic Behörden dem aus der Mitte der Bürgerschaft hervorgegangenen Unternehmen jede mögliche Förderung angedeihen lassen, ist an einem gelungenen Verlauf nicht zu zweifeln.
A Bürgel, 11. Februar. Die 11 Klassen der hiesigen Volksschule werden von morgen ab einer Visitation durch die Großherzogliche Kreis-Schulkornrnission Offenbach unterzogen. In den letzten Wochen wurden die Schulen im benachbarten Mühlheim von derselben Behörde geprüft.
O Mainz, 11. Februar. Eine sehr hübsche Idee lag dem gestrigen II. Maskenball des Karneval-Vereins in der Stadthalle zu Grunde. Es sollte nämlich eine Schönheitskonkurrenz stattfinden, und zwar sollte der schönste anwesende Herr den Schönheitspreis erhalten. Die Herren bekamen am Eingänge Nummern, während den Damen ein Stimmzettel und ein Bleistift verabreicht wurde. Jede Dame sollte nun die Nummer des von ihr als schönsten angesehenen Herrn auf den Zettel schreiben, und denselben in die Wahlurne werfen, von wo aus bann um 12 Uhr die Nummer des AuSerwählten bekannt gegeben werden sollte. Aber eS kam anders, die meisten Damen wählten nämlich nicht, sodaß um Mitternacht verkündet werden mußte, daß die Konkurrenz, wegen nicht genügender Beteiligung nicht ftattfiuben könne. Dessen ungeachtet nahm ber Ball, ber von ungefähr 3000 Personen besucht war, einen sehr schönen Verlauf. Von neuen Masken bemerkte man nur einige Geischas, währenb ber Domino, wie immer, bei weitem vorherrschte.
Mainz, 10. Februar. In Sachen der Bladt'schen Erbschaft erfährt die „F. Z." von zuverlässiger Seite, daß ber Testamentsvollstrecker in Berlin beauftragt worben ist, ber Stabt Mainz Mk. 275 000 auszuzahlen.
Bingen, 10. Februar. Der Abstich bes neuen 1899er Weines ist zurzeit in hiesiger Gegend in vollem Gange. Nach ben bis jetzt stattgehabten Ergebnissen ist berfelbe im allgemeinen ein sehr rassiger, reintöniger Wein, ber an Güte ben 1897er weit übertreffen wirb und etwa beinahe bem 1895er gleichkommen bürfte.
m. Fritzlar, 11. Februar. Wilbschweine treiben feit längerer Zeit toieber arges Unwesen in den um unsere Stabt herum gelegenen Walbungen. Nachbem vor einigen Wochen etwa 10 Stück in ben Engliser Wälbern von ben Herren Oberförster Krause, Buchenhorst, Lubwig unb anberen Herren von hier zur Strecke gebracht waren, hatten sich gestern toieber eine Anzahl hiesiger Herren in ben Fritzlarer Walb auf bie Saujagd begeben. Herr Kataster-Kontrolleur Sewig hatte das Glück, im Hinterwald am Mittelberg einen 130 Pfund schweren Keiler zu erlegen. Auch in dem gräflichen Jagdgebiet um Bergheim herum, machten sich ganze Rubel Wilbschweine bemerkbar. Herr Amtmann Hamburg von-
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