Ausgabe 
13.2.1900 Zweites Blatt
 
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Gießen, Rirchenplatz u-

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Löwe.

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Frankfurt

Daube & Co.

Stephan.

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wird gemeldet: Die gefordert, wodurch Diese Kundgebungen

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Mit genügenden Mitteln suche ein mittelgroßes Gut zu pachten oder zu kaufen. Gefl. Off rlen befördert die Annoncen-Expeditton von G. L.

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Buchen-Scheit, Eichen-Scheit, Nadel-Scheit, Buchen-, Eichen« Nadel-Knüppel,

Der jedesmalige Anfang ist vor- mittags um 9 Uhr, im Distrikt Lahnkopf. Zusammenkunft auf der Kreisstraße diesseits der Tiefenbach.

Staufenberg, am 12. Febr. 1900. Großh. Bürgermeisterei Staufenberg.

Buchen«, Eichen« und Wellen, rm Buchen«, Eichen- Nadel«Stöcke.

Gebrauchtes Midet

zu kaufen gesucht.

Gefl. Anerbieten unter Nr. 1127 an die Expedition dieses Blattes.

alle Kreis« und Lokalblätter Dutzende von Jagdverpachtungen enthielten. Unsere Jagd erzielte seither eine Pacht von 330 Mk. jährlich. Jetzt bringt sie der Gemeindckasse man höre und staune 1 745 Mk., das heißt mehr als daS Fünffache ein. Unsere Ortseinnehmer und der G-meinderechner machen sehr vergnügte Gesichter über dieses überaus schöne finanzielle Ergebnis, das wohl auch darin seinen Grund hat, daß man jetzt leicht mit der Bahn in die Wetterau kommen kann. Zuletzt soll doch für die Herren Waidmänner auch noch die Nachricht folgen, daß wir stets einen sehr schönen Rehstand haben, über den sich das echte Jägerherz schon freuen kann. Uebertriebenes Hegen wäre uns aber nicht erwünscht, weil der große Rehstand bekanntlich an jungen Schon­ungen großen Schaden anrichtet.

arbeiter, wodurch 6000 Arbeiter verschiedener worden sind.

Pari-, 11. Februar. Aus Martinique Landarbeiter haben eine Lohnerhöhung

Eichenstämme bis 69 cm Durch« messer mit 66,53 fm Inhalt (darunt. 47 Stämme Schnitth.), Kiefernstämme bis 59 cm Durchmesser mit 70,69 fm Inhalt (darunter 42 Stämme Schnittholz), Erlenstämme, Lindenstamm, Fichten-Derbstangen, Fichlen-Reisstangen.

Ärmste Wewunge«.

Depeschen befl BureauHerold'.

Wien, 12. Februar. Von unterrichteter Seite wird versichert, dmß der R e i ch s r a t am 22. Februar e i n b e -

Telegramme des »Gießener Anzeiger".

Berlin, 12. Februar. Aus dem Streikgebiete liegen folgende Nachrichten vor: Der Berliner Montag-Zeitung wird aus Leoben ge« melvet: Die gestern hier abgehaltene Bergarbeiter-Versammlung erklärte sich mit den im Einigungsamte festgesetzten Bedingungen einverstanden. Den Bohnsberger Vertrauensmänner, welche schuld sein sollen an den schlechten Bedingungen, wurde ein Mißtrauensvotum ausgesprochen. Heute wird die Arbeit wieder ausgenommen. Nach einer Meldung des Kleinen Journal aus Graz beschlossen die Kohlenarbeiter des Seegrabener Reviers in einer gestern stattgehabten Versammlung, sich dem Urteil des Einigungsamtes vorläufig zu unterwerfen und die Arbeit aufzunehmen. Nach Informationen verschiedener Blätter aus Kattowitz ist der Ausstand auf den oberschlesischen Gruben jetzt überall beendet. Der Arbeitermangel im Jndustriebezirk ist ein sehr empfindlicher. Die größeren Gesellschaften sind gezwungen, sich nach ausländischen Arbeitern umzusehen. Seit kurzem werden z. B. auf der Ferdinand-Grube eine Anzahl italienischer Arbeiter beschäftigt. In Prag fanden gestern große Ansammlungen auf dem Wenzelsplatze statt, wobei die Arbeiter weiße und rote Nelken trugen. Trotz des zahlreichen Auf­gebots der Polizei ereigneten sich mittags einige Schlägereien mit Kouleur-Studenten. Beim Abzüge sangen die Arbeiter Arbeiter-Lieder und die tschechische Trutzhymne.

Mährisch-Ostrau, 12. Februar. Zahlreiche gestern hier ab­gehaltene Arbeiter-Versammlungen, welche von über 20000 Per­sonell besucht waren, beschlossen, die Vorschläge der Bergwerks­besitzer als ungenügend abzulehnen, die Verhandlungen des Einigungsamtes abzubrechen und im Streike zu verbleiben.

Budapest, 12. Februar. Nach Privatmeldungen aus Reschitza dürfte heute auf den Kohlen- und Eisenwerken von Reschitza und Anina der Generalstreik ausbrcchen.

Gießen, ben 9. Februar 1900.

Grobherzogliches Amtsgericht.

Mittwoch den 14. Februar d. Is.,

nachmittags 2 Uhr,

werden im Bieker'schen Saale versteigert: Sofas, Kommoden, Schränke, 1 Schreib­tisch, 1 Aquarium, 1 Silberschrank, i Ver« tikow, 1 Sekretär, 1 Nähmaschine, 1 vollst, ©ett, 2 Hobelbänke, 2 Faß Wein, eine Partie Schuhwaren, 1 schweres Zugpferd und 1 Häckselmaschine, 1 Sofa mit sechs Stühlen und zwei Sefleln u. a. 1132

Geißler, Großh. Gerichtsvollzieher.

MW** W WM MH mmijug stall, tobereitungen recht eine haben ihre Be­lt Wochen ästig bi­en Teil des Fch h zu gestalten. > Men hatte die btn challa" einen allge- j gründ dessen nicht - und Künftlerkreiseo bt Ärbeittn. Den rt Kempin, den lellung gewiß aus- Mr 8et)tr (en..

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itiijtn lassen, ist an ifeln.

Klaffen der hiesigen einer Bisitatiov Zchulkommission Wochen wurden die n deffelben Behörde

Hohversteigerung im Ztauftubrrger Gemeiudkmld.

Montag den 19. Aebrnar 1900 sollen in den Distrikten Lahn lopf, Schwalbengraben und Birken nrchvrrzelchnete Holzsortirnente ver­steigert werden:

Markus Bauer

Spezial-Geschäft in seiner Herren-Garderobe. Anfertigung nach Ulaß in eigener Iverkstätte.

Dienstag den SO. Februar

in denselben Distrikten:

Universität und Hochschule.

Ernannt: Der Privatdozent Dr. H. Malfatti zum außer- ordentlchen Profeffor für angewandte medizinische Chemie an der Uni­versität Innsbruck. Die medizinische Fakultät der Universität München ben Minister des Innern Freiherrn v. Feilitzsch zum Ehrendoktor.

Gestorben: Der Geh. Medizinalrat Professor Dr. Ludwig M-eyer in Göttingen, Direktor der Landes-Irrenanstalt und Klinik, ein um das Jrrenwesen hochverdienter Gelehrter, nach längerer Krankheit im Alter von 73 Jahren ß

Jena, 10. Februar. Das soeben erschienene Vorlesungs­verzeichnis für das Sommersemester führt von Vorlesungen allgemeinen Interesses an: Nippold: Geschichte dec äußeren und inneren Mission; Eicken: Die leitenden Ideen der Gegenwart, Darstellung und Kritik; Towe: Die deutschen Schutzgebiet«, mit besonderer Berücksichtigung ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse; Pierstorff: Grundzüge der Finanzwissenschaft, insbesondere Deutschlands direkte und indirekte Steuern; Anton: K»lonialpolittk Deutschlands und der Niedrelande; Settegast: Pferde­zucht; Edler: Landwirtschaftliches Genossenschaftswesen; Weber: Kunst- qeschichtliches Praktiknm über Denkmalspflege. Die theologische Fakultät zählt 5 ordentliche, 3 außerordentliche Professoren, 1 Privatdozenten, die juristische Fakultät 6 ordenUiche, 2 ordentlich- Honorar-Professoren, ] außerordentlichen Professor, die medizinische Fakultät 9 ordentliche, 2 ordentliche Honorar-, 8 außerordentliche Profefforen, 2 Privatdozenten, die philosophische Fakultät 18 ordentliche, 6 ordentliche Honorar-, 18 außerordentliche Profefforen, 14 Privatdozenten. Nicht lesen werden im Sommer Geh. Hofrat Dr. Gädechens und Profeffor Dr. Abbe.

verschiedenes: Man schreibt aus Würzburg vom 8. d. M.: Durch eine Reihe von Zeitungen ging dieser Tage die Nachricht, daß dem Orthopäden Hessing in Göppingen auf direkte Veranlassung des Kaisers ein Lehrstuhl an der Universiät Berlin eingeräumt werden solle. DasWürzb. Journal" erklärt diese Meldung auf Grund authentischer Informationen für falsch. Wahr sei nur, daß auf Veranlassung des Kaiser- der preußische Kultusminister mit dem in Berlin anwesenden Herrn Hessing wegen Entsendung preußischer Mediziner nach Göppingen (bei Augsburg) behufs Studiums der Hessing'schen Methode in Ver­handlungen trat. Wie berichtet wird, ist als Nachfolger des ver­storbenen Geh. Oberbergrates Hauchecorne der Oberbergrat Schweißer in Clausthal zum Direktor der Berliner Bergakademie in Aussicht ge­nommen. Professor Dr. Reitz an der Universität in Kopenhagen, ein hervorragender Mediziner, trat wegen Kränklichkeit in den Ruhestand.

rufen wird, da die Regierung sich vorerst Gewißheit darüber verschaffen will, ob von der Berständignngs-, Konferenz ein greifbares Resultat und in weiterer Folge die Arbeitsfähigkeit des Parlaments zu erwarten ist.

Paris, 12. Februar. In der Redaktion der Zeitung La Croix" wurde eine Haussuchung vorgenommen. Kardinal Richard ist vom Papst nach Rom berufen worden. Man erwartet eine abfällige Aeußerung der Kurie die regierungsfeindlichen Klerikalen.

Dr. Lieber

Tiij-Wnriihi.

Schüler werden zu jeder Zeit für

große Straßenkundgebnngen entstanden.

arteten in einen Kampf zwischen den Ausständigen und den Truppen aus. Die Truppen machten Gebrauch von ihren Waffen, tödteten acht Ausständige und verwundeten vierzehn. Eine Interpellation wird dieser- halb in der Kammer eingebracht werden. Der Kolonialminister hat von dem Generalgouverneur Einzelheiten eingefordert.

Vermischtes.

Eupen, 10. Febr. Oberbürgermeister a. D. Peter Becker, von 1850 bis 1881 Bürgermeister von men seitdem im Ruhestand, ist 87 Jahre alt gestorben. Er war seiner Zeit Mitglied des Landtages und des Pro- oinziallaudtages.

Berlin, 10. Febr. Der Untersuchungsrichter in Thorn setzt 500 Mk. für die Ergreifung des früheren Jn- .Unieur-Offiziers Hellmuth Wessel aus, der, wegen Be­trugs und Urkundenfälschung in gerichtlicher Untersuchung, auf dem Transport nach Thorn auf dem Bahnhof Posen entsprungen ist.

Berlin, 10. Febr. Eine Million Mark für die Haftentlassung des Bankiers Sternberg soll als Kaution den Gerichten angeboten werden. Es ist dies die höchste, Summe, welche seit vielen Jahren in der Praxis der Ber­liner Strafgerichte in derartigen Fällen eine Rolle ge­spielt hat.

Hamburg, 10. Februar. Der hiesige Generalkonsul für Chile, Ad. Johann Schwartz, ist plötzlich aus Ham­burg geflüchtet. Finanzielle Schwierigkeiten, in denen sich Schwartz schon seit langer Zeit befindet, veranlaßten seine plötzliche Abreise. Der Fall ruft großes Aufsehen hervor.

Karlsruhe, 10. Febr. Von den feit dem Brande des Landauerschen Warenhauses hierselbst vermißten drei Ladenmädchen wurden heute früh zwei verkohlt unter den Trümmern hervorgezogen; nach der dritten Leiche wird noch gesucht.

Bekanntmachung.

In unserem Genossenschaftsregister wurde bezüglich der Spar- und Darlehnskaffe Wiefeck, e. G. m. u. H., eingetragen, daß Heinrich Becker zu Wiefeck an Stelle des verstorbenen Johannes Deibel VI. in den Vorstand gewählt ist.

Arbeiterbewegung.

Breslau, 11. Februar. Das Waldenburger Gewerkschaftskartell überreichte den Grubenverwaltungen die Forderungen der Berg l e u t e. Die Verwaltungen wollen anfangs nächster Woche mit den Vertrauensmännern der Bergleute unterhandeln. Bisher wird nirgends gestreikt.

Wien, 11. Februar. Die Situation im Streikgebiet ist unverändert; es ist weder eine Besserung noch eine Verschlechterung eingetreten.

Budapest, 11. Februar. Von informierter Seite wird versichert, daß der Finanzminister mit Rücksicht auf die Lage des Geldmarktes, und speziell des Marktes für Anlagewerte, zurzeit nicht gewillt ist, eine große Anleihe durchzuführen.

Budapest, 11. Februar. Reschitza befindet sich im Be­lagerungszustand, Gendarmen und Soldaten durchziehen die Stadt. Die Auszahlung der Arbiter, sonst am Sonnabendmorgen, geschieht heute abend. Bisher streiken die Maschinen-, Brückenbau- und Walz- werkarbeiter. Die Kohlenarbeiter dürften sich heute abend anschließen. Die Arbeiterzahl beträgt 12 000. Die Haltung der Arbeiter erweist sich bisher als musterhaft. Der Brand des Ronaschachtes, der unbedeutend war, ist bereits lokalisiert

Brüssel, 11. Februar. Der Weberausstand ist infolge Zu­billigung einer 5 bis 10 prozentigen Lohnerhöhung seitens der Arbeit-

Jagd und Sport.

D. Daueruhetm, 10. Februar. Daß die Jagd ein kostspieliges und darum ein nobeles Vergnügen ist, hat die gestern vorgenommene Aeisteigerung unserer Wald» und Feldjagd gezeigt. Diese Versteigerung rer dient einige Beachtung, weil im laufenden Jahre nur ganz wenige Verpachtungen vorkommen, während im vorigen Jahre um diese Zeit

Kirchliche Nachrichten.

Svavgelische Gemeinde.

Montag den 12. Februar, abends 8 Uhr: Bibelstrrnde im Konfirmandenfaal der Johanneskirche. 1. Thessalonicherbrief. Kap. 5. Die Wiederkunft des Herrn: Mahnruf zum Wachen und Nüchtern« sein Pfarrer Dr. Naumann.

Versteigerung.

Dienstag den 13. d. Mts., nach­mittags 2 Uhr, versteigere ich gegen Barzahlung Neustadt 55 dahier:

1 Kassenschrank, eine Partie Schuh­waren, Filz- und Strohhüte, mehrere Oelgemälde und Möbel aller Art.

1134 Born, Gerichtsvollzieher.

geber wieder beigelegt.

Antwerpen, H- Februar. Seit gestern streiken 1500 Metall- Gewerke brodlos ge-

Berlin, 12. Februar. Im Befinden des ordneten Dr. Lieber haben sich bis in die späten stunden keine neuen Komplikationen eingestellt.

Prinz Heinrick in Wien.

Wien, 12. Februar. Prinz Heinrich

Pr en ist gestern nachmittag 6 Uhr hier einejetroffen. Zum Empfange waren am Bahnhof der Kaiser mit großem Gefolge und die Erzherzoge zugegen. Prinz Heinrich trug die Gala-Uniform eines österreichischen Admirals ,. Die Be­grüßung zwischen Kaiser und Prinz war sehr herzlich und freundschaftlich. Als der Kaiser mit dem Prinzen nach der Hofburg fuhr, brachte ihnen das zahlreiche Publikum leb­hafte Ovationen dar. In der Hofburg wurde der Prinz von der Erzherzogin Maria Josepha, die als die Gemahlin

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neuen Tanz Kursus angenommen

Vonnenftraße 5. 1128

Joseph Möhl,

Tanzlehrer.

a. M., unter F. A. 365. im

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bei hohem Gehalt. Eintritt möglichst sof. erwünscht. Offerten beliebe man unter Nr. 0547 an die Exp. d. Bl. zu richten.

912] Domino billig zu verleihen bei H. Tichy, Seltersweg 60.

Holzverkauf.

Samstag den 17. Februar d. I., nachmittags 2 Uhr, soll in der Pseffer'schen Wirtschaft zu Bellnhausen das in dem BeLn- hrusener Inter essentenwald elnge« schlagens Nutzholz zusammen öffentlich verkauft werd.'v, als:

1. 162 Etchen-Abschnilte von 4 bis 12 m Länge und 13 bis 60 cm Durchmesser mit ca. 75 fm,

2. 19 Kiefern Abschnitte von 2 bi« 10 m Länge und 12 bis 43 cm Durchmesser mit ca. 8 fm.

Bellnhausen, den 10. Febr 1900. Der Waldvorstand.

des Erzherzogs Otto die Honneurs machte, empfangen. Am Diner nahmen der deutsche Botschafter und die Mit­glieder der deutschen Botschaft teil.

Die egyptische Tratte

Rom, 12. Februar. Die Abfahrt des englischen Geschwaders aus Malta nach Alexandrien hat hier all­gemeines Aufsehen erregt, da man darin ein Vorzeichen wichtiger politischer Ereignisse erblickt. Die Meuterei der egyptischen Truppen rechtfertige diese Mobilmachung durch­aus nicht. Man nimmt an, daß die Aufwickelung der egyptischen Frage die allgemeine Ursache dieser Demon­stration ist. _____________

Vom Kriegsschauplatz.

London, 12. Februar. Das KriegSamk hat folgende zwei Telegramme des Sir Walker, welcher an Stelle Lord Roberts die Truppen in Kapstadt befehligt, er­halten: Kapstadt, 11. Februar, 6 Uhr 30 Min. norm. Der Kommandant Kekewich meldet unter dem 8. Februar, daß ein Eingeborener aus Kimberley eingetroffen ist, der Mafeking mit den abziehenden Buren verlassen hat. Derselbe erklärte, die Buren hätten die Be­lagerung Mafekings aufgegeben, um nach dem Süden zu ziehen. Sie nahmen eine Anzahl Schnellfeuer- Kanonen mit sich. Eins dieser Geschütze eröffnete am 7. das Feuer auf Kimberley. Eine Aenderung hat sich dort nicht zugetragen. Ein zweites Telegramm vom 11. Februar mittags berichtet, Kommandant Clements telegraphiert aus RenSburg, daß am 9. Februar die Buren den Versuch gemacht haben, die rechte Flanke seiner Truppen zu umgehen. Dieser Plan scheiterte jedoch, und die Engländer behaupteten ihre Stellungen. Ihre Verluste sind unbedeutend.

London, 12. Februar. Aus Kimberley wird ge­meldet, daß die Zahl der belagernden Buren bedeutend ab­genommen hat, und daß die Buren bereits am 7. Februar in einer Entfernung von 4000 Meter von der Grube Premier Laufgräben angelegt haben.

London, 12. Februar. Hier ist das Gerücht verbreitet, daß 5000 Buren den Tugela über­schritten hätten, um den General Buller zu umgehen. Lord Roberts kam am Modderflusse an. Sein Angriff auf Magerfontein steht wahrscheinlich bevor.

Brüssel, 12. Februar. Während der letzten Kämpfe am Tugela wurden drei englische Bataillone gefangen genommen. Die Buren erbeuteten 8 Kanonen größten Kalibers und 6 Munitionswagen.

dort gelang es vorigen Donnerstag, eine Wildsau zu er« legen, angeschossene Keiler entkamen in der hereingebrochenen Dunkelheit, von denen einer am andern Tage noch nieder« icschossen wurde. Die neuerdings eingetretene Wmterkalte treibt die Tiere mehr aus ihren Verstecken hervor- und wird eS, wenn dieselbe noch von Dauer ist, hoffentlich gelingen, iiir längere Zeit hinaus die Gegend von dieser Plage zu äubern. ___________________

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