lanosverteiviger mitgeteilt;
28. 12. 99.
29. 12. 99.
Dienst-Telegramm.
29. 12. 99.
Dienst-Telegramm.
III. Bataillon Regts. X. Mörchingen.
Nach amtlichen Feststellungen hat MuSk. Lauf nur eine schulpflichtige Schwester von 12 Jahren.
Polizeiverwaltung zu L.
Telegramm. An 11. Komp. Regts. X. Mörchingen.
Bitte gehorsamst um 3 Tage Nachurlaub vorn 3. 1. ab, da Schwester am 4. 1. Hochzeit. Musk. Lauf.
'Dienst Telegramm. 28. 12. 99.
Polizeiverwaltung in T.
Ei bitten ergebenf! Nachricht, ob Schwester des Musk. Lauf am 4. 1. 1900 Hochzeit, da Nachurlaub erbeten.
Bataillon 111/. . .
An Musk. Lauf, zurzeit auf Urlaub in 3E.
Urlaub ist abgekürzt, da fofort Kommando antreten; am 31. 12. 99 abends haben Sic sich bei mir vom Urlaub zurückzumelden. Hauptmann 11/...
Aus Thüringen und Franken. Heute wurde auf dem Friedhöfe in Schwetna die in Hamburg verstorbene Frau Lutse Fröbel beerdigt. Sie war die Gattin des bekannten Pädagogen Friedrich Fröbel, des Begründers der Kindergärten, der ja bekanntlich in Marienthal und Liebenstein gewirkt hat, und im letztgenannten Orte starb. Grabstätte und Denkmal des hochverdienten Mannes befinden sich auf dem Friedhof zu Schweina. Dort an der Seite ihres Gatten wird nun auch die Witwe nach langen Jahren ihre | letzte irdische Ruhestätte finden, wie sie gewünscht hat. — Die Beiträge für das Deutsche Burschenschafts- denkmal, das in der Nähe Eisenachs, auf der Göpelskuppe, errichtet werden soll, haben im alten Jahre 50 000 Mark noch überschritten, es kann daher noch in diesem Jahre mit den Ausführungsarbeiten des Denkmals begonnen werden. Für das Denkmal auf der Göpelskuppe ist ein anderer Entwurf auSersehen, als s. Zt. für den ursprünglich in's Auge gefaßten Wadenberg im Norden der Stadt. Der Schöpfer des neuen Entwurfes ist der junge Dresdener Architekt Kreis. Es ist em hochaufragender Säulenbau, aus welchem als wirkungsvoller Abschluß hoch hinauf in die Lüfte die deutsche Kaiserkrone emporragt. — Bekannt ist, mit welcher Liebe die Thüringer an ihrer schönen Heimat hängen. Diese Thatsache wird soeben auch durch ein Vorkommnis in Rudolstadt bewiesen, wo aus Nordamerika von dort lebenden Landsleuten 50 0 Mark zum Fonds des Rudolstädter Kirchenbauvereins eingegangen find. Eine solche Anhänglichkeit ehrt die fern weilenden Thüringer, gleich wie ihre Vaterstadt. — Graf Bopp von Oberstadt zu Kranichfeld erläßt in der „Jlmzeitung" folgende Bekanntmachung: „Tief empört über den Schimpf, als welchen wir deutsche Männer die Beschlagnahme des Dampfers „Bundesrat", der Barke „Hans Wagner" und des Reichspoftdampfers „General" durch England betrachten, fordere ich jeden Mitbürger auf, sein Schcrflein beizutragen, und an die hiermit errichtete Kranichfelder Flottensammelstelle zu Händen des Herrn Bürgermeisters Hauptmann d. L. Scherff abzuliesern. Die Be-
Vermischtes.
'Berlin, 10. Januar. Die dem Trünke ergebene Zigarrenarbeiterin Antonie Eckard, eine frühere Schauspielerin, ist gestern verhaftet 'vordem Sie hat ihr uneheliches Kind, ein Mädchen von 4 Jahren, das von ihr zum Betteln angehalten wurde, zu be)ettigen gesucht, indem sie es m.t zusammengeschnürten Beinen tu em Loch legte und mit Sand und Schnee ver)chuttete. Das Kind ist noch gerettet worden. r ,
♦ Halle a d S., 10. Januar. Zudem Wanslebener Morde kann noch folgendes mitgeteilt werden: Am Sonntag in aller Frühe begab sich eine in Wansleben arbeitende polnische Arbeiterin auf den Weg nach Halle, um dortselbst dem katholischen Gottesdienste beiznwohnen. Zu ihr gesellte sich alsbald ein Mann, der ein Stück Weges mit thr qing Plötzlich versetzte er dem nichts ahnenden jungen Mädchen mit einem mit einem Bleiknopf versehenen ^totfe einen wuchtigen Schlag auf den Kopf, sodaß es bewußtlos zu Boden stürzte. Der Mann beraubte zunächst sein Opfer (80 Mk. in barem Gelde) und schleppte es dann nach einem nabegelegenen Strohdiemen, den er anzündete. Infolge des Feuerlärms eilte die Dorfbewohnerschaft herbei, welche bei Dun Diemen die nur teilweise verkohlte Leiche der Ermordeten sand. Da sich in der Nähe des Diemens frische Blutspuren vorfanden, so nahm der Distriktsgendarm an, daß hier ein Verbrechen vorlige, und stellte sofort Recherchen nach dem Thäter art. Wie nun die „Saale-Zeitung" weiter erfährt, lenkte sich der Verdacht sofort auf einen tn Wansleben wohnenden verheirateten Arbeiter Hofimann, der um die frag iche Zeit in der Nähe des Thatortes gesehen worden ist. Derselbe wurde am selben Tage abends auf dem Bahnhöfe Teutschenthal, als er mit dem Zuge von Halle eintraf, verhaftet. Der Unmensch hat gestern ein Geständnis bgelegi, er wurde in das hiesige Gerichtsgefängnis ein geliefert. Inzwischen sind die Personalien der Ermordeten seftgeftelli worden.
' • Elberfeld, 10. Januar. Militärische Anklänge an die Feiertage. Von einem Abonnenten wird dem „Elb. G." folgende kleine Episode, die sich dieser Tage in ähnlicher Weise auch an anderen Orten ^getragen hat, zu Nutz und Frommen aller jetzigen und zukünftigen Bater-
Es wird ja an einzelnen Zwischenfällen nicht fehlen, in denen die Meinungen aufeinanderplatzen werden, aber im allgemeinen wird alles friedlich abgehen. Jnsbefon er werden bei der demnächst im Vordergründe stehenoen Handlung unserer auswärtigen Politik die Maßnahmen Regierung voraussichtlich volle Billigkeit ‘ . würde unser Ansehen im Auslande nur heben können.
Heer und Marine.
München, 9. Januar. Die Nachricht, daß in der b a i - mischen Artillerie A e n d c ru n g e n rn der Bekleidung aevlmrt seien, sodaß die bairische Artillerie dieselbe Uniform wie bic preußische erhalten solle, wird von den „Münchener Neuesten Nachrichten" als unbegründet bezeichnet. _____ . .
lieber das dies! ahrrge Karse r m an o v e r wird der „Danz. Ztg." folgendes gemeldet: Dasselbe ist zwischen dem Garbekorps unb zweiten (Pommerschen) Armeekorps angeordnet und wird von ganz besonderem Jnteres)e lein, als man au (citenber Stelle mit dem Gedanken umgeht, eine Landung von Truppen in großem Maßstabe zu bewerkstelligen. Es sollen zu diesem Zweck eine Jnfanteriebrigade, ein Feldartillerie-Regiment und ein Kavallerie-Regiment auf Transportschiffen eingeschifst iverben. Da solche Truppentransportschisse unserer Marine uock) fehlen, so werden zu diesem Zwecke Lloydschisse Verwendung finden. Bekanntlich hat der Norddeutsche Lloyd seiner Zeit auch bic Artillerie-Abteilung nach Kiautschau gebracht Die Flotte wirb hierbei selbstverständlich mitwirken, da diefelbe einerseits zum Schutze der Transportschiffe dienen, andererseits die Landung durch ihre schweren Geschütze unterstützen muß. Da man vorläufig an leitender Stelle nur mit dem Gedanken umgeht, einen größeren Truppentransport und dessen Landung ins Werk zu setzen^so sind natürlich irgend welche Kriegslagen u. s. w., die als Idee zu Grunde gelegt werden, noch nicht bekannt. Die Hauptschwierrgieit toird darin liegen, einen geeigneten Platz zu finden, wo auch die Landung möglich ist, denn wenn man auch die gesamte Infanterie und das Landuugskorps der Flotte in den Schiffsbooten an Land bringen kann, so unterliegt es wohl keinem Zweifel, daß man die Kavallerie und Feldartillerie nur landen kann, wenn man mit den Schiffen in einen Hasen geht, wo dieselben entweder am Bollwerk festlegen oder in ganz ruhigem Wasser mittels großer leichter Geschütze und Pserde löschen können. Wo diese interessanten Manöver stattfinden werden, ist noch unbekannt.
Litteiatur.
Nach dem Ableben des berühmten Autors dieses weltbekannten Kartenwerkes — Herrn Geh. R.-Rat und Vorstand des kartographischen Bureaux im königlich Preußischen Ministerium der öffentlichen Arbeiten Professor W. Siebenen) ist dasselbe in den Besitz der bekannten geographischen Anstalt von Ludwig R a v e n st e i n in Frankfurt a. M. übergegangen. Das gesamte Werk umfaßt 164 Blatt, von welchen seither nur 142 erschienen waren. Dasselbe wird in 20 Lieferungen von 8—9 Blatt zum Preise von 5 Mark per Lieferung innerhalb zweier Jahre neu aufgelegt, möglicher Weise nach Süden fortgesetzt werden. Die Idee, beide unten beschriebenen Ausgaben mit stark reduziertem Abonnementspreise lieferungsweise erscheinen zu lassen, ist ein bei topographischen Kartenwerken neuer, ober sicher zweckentsprechender Modus. Hierdurch wird Jedermann die Anschaffung des GesamtwerkeS erleichtert. Der Preis für Einzelblätter, die separat erhältlich sind, beträgt 1 Mark: aufgezogen 1 Mark 50 Pfennig. Welch große Bedciltuiig dem geographisch wichtigen Werke beizulegen ist, geht wohl am besten daraus hervor, daß nicht allein sämtliche in Betracht kommenden topographischen Bureaux der deutschen Generalstäbe in bereitwilligster Weise bis auf den neuesten Stand gebrachtes Korrekturmaterial geliefert, sondern daß auch die ausländischen Generalstäbe in liberalster Weise gleiches Material zur Verfügung gestellt haben. Korrektur- Material haben geliefert: die topographischen Bureaux von Preußen, Baiern, Sachsen, Württemberg; Oesterreich - Ungarn,. Belgien, Holland, Schweiz, Frankreich und Rußland. Besonders das Entgegenkommen des französischen Kriegsministeriums bei dieser Angelegenheit dürfte von großem Interesse unb mehr wie alles Anbere ein Beweis bes guten Einvernehmens mit unseren westlichen Nachbarn sein. Das gesamte Werk, von welchem bie erste Lieferung (enthaltenb Blatt 23: Stralsunb, 35: Anklam, 36: Stettin, 47: Ruppin, 48: Eüstrin, 60: Berlin, 74: Leipzig, 88: Chemnitz) vorliegt, erstreckt sich zur Zeit von Memel im Norben bis zum Brennerpaß in Tirol im Süden, von Orleans int Westen bei Debreczin im Osten. Gemeinschaftlich für beide Ausgaben bringt bie schwarze Schrift unb Situationsplatte sämtliche Wohnplätze bis zum Weiler (Städte über 5000 Einwohner i nach Größe georbnet) sowie bie meisten Schlösser, Güter, Höfe, Forsthäuser, Berggasthäuser, Aussichtstürme, Hütten, Bergwerke, ^Salinen :c. rc. Ferner sind vorhanben Eisenbahnen jeher Art mit Stationen, Landstraßen, Vizinalstraßen, Verbindnngs unb Gemeindewege, zahlreiche Höhenangaben, Flüsse, Kanäle, Moore, Hawen, Wiesen u. s. w. Gebirge sind durch feine Terrainplatten in ^chraffenmanier braun bargestellt, währenb ber Walb burch I grünen Ton bis in bie kleinsten Parzellchen kenntlich gemacht ist. I Die topographisch - politische Ausgabe enthält außerbem bie I stüwarzen administrativ - politischen Grenzen, auch in farbiger I Darstellung. Die Rabfahrer - Ausgabe bringt in Rot deut- | nnterKpieben Haupt unb Nebenrabfahrer - Straßen mit An- I ??oe gefährlicher Stellen sowie Entfernungszahlen. Diese sind I |*tr längere, beutlirf) markierte Strecken eingeschrieben, was bie I Übersichtlichkeit bebcutenb erhöht. Die Zahlen selbst finb bas I ?Ä.uU?t sorgsamster Ermittlungen unter Zuhilfenahme ber Meß- I < "er . unb topographischer Karten aller Staaten: teils I offiziell mitgcteUt, teils ben offiziellen Radfahrerführern ent- I Kommen. Cm Hauptvorzug ber Liebenow-Ravenstein'schen Rad- I tahrerkarte liegt aber barm, baß biete Karte bie einzige ist, welche das ganze mitteleuropäische Gebiet von Orleans bis Debreczin I Von Memel bis zum Brennerpasse in Tirol bei großer Voll- I o?U e-ld uJ?b- Torheit einheitlich zur Darstellung bringt. Nicht 1 Zwecke ist diese Ausgabe fast noch brauchbarer wie die topo- I Ulr ben jiabfabrer, sondern auch für alle mögliche andere I v’^4gabe käst noch brauchbarer wie die tovo- I graphisch-politische Ausgabe.
träae werden an das Kaiserlich Deutsche Reichsmarineamt ib^eaeben " Der Graf ist feinen Mitbürgern mit gutem »orangegongen unb hu, 1000 Mk. gefpenbet - Unter den Orten Oberfrankens hat <5 ta) fei ft ein allem gliche Feier der Jahrhundertwende unterlassen. Man erzählt sich nun scherzweise, daß der Rat von Staffelstein dies zu Ehren seines berühmten Landsmannes Adam Riese aethan hat, um zu beweisen, daß man in der Stadt des RiT allein noch richtig bis Hundert habe zahlen lDnn*C«ug Thüringen, 11. Januar. Seit mehreren Wochen halten sich in Thüringen englische aus, um
durch alänzende Versprechungen, namentlich in ben Sanborten Leute für bie englischen Truppen tn Südafrika zu werben Große Erfolge haben die englischen Biedermänner, die unter ber Maske von reisenden Kaufleuten auf treten, übrigens nicht zu verzeichnen, denn es sind bis etzt nur 2 Fälle bekannt geworden, in denen beschäftigungslose sttnae Leute von zweifelhafter Güte das Handgeld von 60 Mark angenommen und sich zum englischen Kriegsdienst verpflichtet haben. Meist erfahren bie Werber unter ben durch bie Zeitungen hinreichend aufgeklärten Lanbb wvhnern eine schroffe Abweisung.
Gerichtssaal.
* Wetzlar 10. Januar. Im Sommer vor. I. hatte der Gastwirt Konrad K. zu Wetzlar einige Gebäulichkeiten errichten lassen, deren Vollendung ihn veranlaßte, den beteiligten Arbeitern, wie üblich, ein Fäßchen Bier zu spendieren. Bei dem Gelage, welches durch diese Spende hervorgerufen wurde, übernahm sich ber 17 jährige Hand- langer Georg Tr. aus Wetzlar derart, daß die übrige Gesellschaft es für angezeigt erachtete, den Betrunkenen bei Seite zu schaffen. Tr. wurde auf einer nur wenige Schritte entfernten Wiese niedergelegt, um daselbst seinen Rausch auszuschlafen. Einige Zeit nachher ging der eben- alls bei der Gesellschaft befindliche Handlanger Joh. W. von Volpertshausen abseits, um ein Bedürfnis zu verrichten. Als er zurückkehrte, blutete er und es zeigte sich, daß er einen schweren Messerstich in die linke Seite erhalten hatte. Der Verwundete wurde, nachdem er verbunden war, in die Gießener Klinik geschafft, wo der behandelnde Arzt feststellte, daß der Stich das Brustfell durchbohrt hatte und in die vordere Bauchhöhle eingedrungen ivar. Eine zwischenzeitlich schon hinzugetretene Entzündung hatte das Befinden des Gestochenen derart verschlimmert, daß Anfangs Gefahr für fein Leben bestand. Nahezu 18 Wochen mußte er in der Klinik zubringen, ehe er als geheilt entlassen werden konnte. Als der Urheber dieser lebensgefährlichen Verwundung ist der obengenannte Hand langer Tr. angeklagt. Er war, als W. an ihm vorüberging, aufgesprungen und hatte letzterem den Messerstich beigebracht. Zu seiner Entschuldigung giebt Tr. an, W., der ihn auch schon früher geneckt, habe ihn, als er schlief, mit einem Stocke geschlagen. Dadurch aus seinem Schlafe aufgeweckt, habe er im Zornesrausch die That begangen. Diese Erklärung wird jedoch durch die Zeugenaussagen wider legt. Der Staatsanwalt beantragt 1 Jahr Gefängnis, während der Verteidiger für mildernde Umstände plädiert. Der Gerichtshof verurteilt den Angeklagten zu 8 Monaten Gefängnis.
Verlosungen. __
Stadt Venedig 30 Fr.'Lose vom Jahre 1869. Ziehung am 31. Dezember 1899. Hauptpreise: Serie 2,3 Nr. 15 & 30000 Fr. Serie 2308 Nr. 6 ä, 500 Fr. Ser. 3956 Nr. 19, Ser. 6320 Nr. 16, Serie 8947 Nr. 23 ä 150 Fr. Serie 2308 Nr. 22, Ser. 4214 Nr. 6, Ser. 5787 Nr. 11, 18, Ser. 6506 Nr. 1, Ser. 8947 Nr. 1, 6, Ser. 10025 Nr. 4 Ser. 10836 Nr. 1, Ser. 11210 Nr. 25, Ser. 18634 Nr. 24, Ser. 14 480 Nr. 15, Ser. 15464 Nr. 6 L 100 Fr.
— Lose der Stadt Triest vom Jahre 1860. Zstbung am 2. Januar 1900. Haupipreise: Nr. 26431 20,000 Kronen. Nr. 496J 17993 i 20C0 Kronen. Nr. 1502 8567 5626 15412 19995 ä 400 Kronen. Nr. 3026 4706 13673 14359 14543 jf 30 Kronen.
Aus dein Geschüstslelmi.
Haben Sie schon M a l z k a f f e e gtr unten? Wenn man diese Frage in Gesellschaft auswirft, begegnet mun sehr oft einem mitleidigen Lächeln und eS zeigt sich, daß Biele gegen Malzkaffee ein großes Vorurteil haben. Das ist erklärlich, denn was da unter dem Namen Malzkaffee an gebrannter Gerste und geröstetem Malz alles in den Handel kommt, schmeckt wie eine süßliche, fade Brühe und gewiß nicht nach Kaffee. Aber Iva müßten nicht im Zeitalter der Technik leben, wenn diesem Nebel- stände nicht längst durch eine Erfindung abgeholfen wäre, bic allerdings infolge der in allen Ländern erteilten Patente nur einem einzigen Fabrikate zugute kommt, nämlich dem Kathreiner- Malzkaffee. Obwohl bei diesem Produkt die Malzkörner mit einem Extrakt aus der ächten Kaffeefrucht^ durchtränkt werden, sind von dem giftigen Coffein doch kaum Spuren chemisch nach weisbar, denn nach Doktor Scholz in Köln enthalten 50 Zentner Kathreiner's Malzkaffee erst soviel Coffein, wie ein einziges Pfund Bohnenkaffee. So ist es möglich, daß Kathreiner's Malz kaffee in hohem Grade Geschmack und Aroma, des Bohnenkaffees besitzt, dabei aber doch alle angenehmen Eigenschaften des Malzes behält. Wer diesen Malzkaffee probiert hat, der wird gewiß die Vorurteile, die gegen den Begriff Malzkaffee im allgemeine« immer noch herrschen, fallen lassen. Erwähnt fei dabei, das, Kathreiners Malzkaffee nur in plombierten Packeten mit dem Bilde des Prälaten Kneipp als Schutzmarke zum Verkauf kommt.
— Der Ausbau der Reichspostdampserlinie des Norddeutsche» Lloyd in Bremen nach Ostasien ist in stetige Entwicklung begriffen. Namentlich von Singapore aus sind von dem Lloyd eine Reihe von Anschlußlinien ins Leben gerufen, so nach Bangkok, Sumatra, Penanz u. s. w, sodaß auch in dem indischen Archipel die deutsche Flagge immer weiter vordringt. Daß diese Verbindungen zugleich für dm deutschen »anbei und die deutsche Industrie von großer Wichtigkeit sind, bedarf keines weiteren Hinweises.
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