Ausgabe 
12.12.1900 Erstes Blatt
 
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Krüger und seinen Nichtempfang durch den Kaiser angeht, so kommt es doch nicht auf nebensächliche Beglert- erscheinungen, nicht auf beoauerliche polizeiliche Unge­schicklichkeiten, sondern auf den Kern der Sache an, näm­lich auf die Frage: Würde die Reise des Präsidenten Krüger nach Berlin und der Empfang durch den Karfer rhm oder uns irgend etwas genützt haben? Diese Frage beantworte ich mit einem entschiedenen Neiii. Was haben Krüger die Pariser Ovationen genutzt. Hatte Krüger Aussicht, nachdem Telcasse so verständig als möglich geantwortet hatte, wie das von einem |o be­währten Staatsmann nicht anders zu erwarten war wie Herr Telcasse es ist? Ich würde eintretenden Falls gar nicht schöner in Berlin haben antworten können (Große Heiterkeit), ich würde dem Präsidenten Krüger bei allem menschlichen Mitgefühl für sein beklagenswertes Schicksal, bei allem persönlichen menschlichen Verständnis für sein Gottvertrauen und Pflichtbewußtsein doch als Minister des Aeußern und Reichskanzler, wo ich Herz und Kopf haben muß, nur haben sagen können, was ihm bereits gesagt ist und was der Burendeputation schon im ver­gangenen Frühjahr in Paris, in Washington und Peters­burg geantlvortet worden ist, nämlich daß wir das Auf­hören des Blutvergießens in'Südafrika lebhaft wünschen, daß aber andere als friedliche Mediationen unter Zu­stimmung Englands von keiner Seite zum Ausdruck ge­kommen seien. Was die andere Seite der Frage betrifft, so würde die Reise Krügers nach Berlin unserer Stellung in der Welt nichts genützt haben. Das würde sie nicht gethan haben, denn entweder würden alle Ovationen zweck­los gewesen sein, oder es wären unsere nationalen Be­ziehungen verschoben worden zum Nachteil des Landes. Diese internationalen Beziehungen zu schützen gegen jede Trübung hat die Regierung die Pflicht vor allen Dingen in einem Augen­blick, wo Kriege entfesselt werden viel mehr durch Kabinettspolitik durch den Ehrgeiz der Monarchen und Ränke der Minister, die sich gegen frühere sehr ge­bessert haben. (Große Heiterkeit.) Von den Stimm­ungen des Volkes dürfen wir uns nicht beein­flussen lassen, sondern nur von dem dauernden In­teresse der Nationen und dieses schreibt uns strikte Neutralität vor.

Darauf wird die weitere Beratung auf morgen 1 Uhr vertagt.

Volttische Tagesschau.

Die Aufnahme Portugals in den euglifcheu Vasallen- verband denn darauf kommts bald heraus wurde am SamStag Abend in Lissabon durch ein Banket gefeiert. Der portugiesische Ministerpräsident Hintze Ribeiro hielt, wie bereits kurz mitgeteilt, im Namen der Regierung eine Rede, in der er sagte, er wünsche die großbritannische Nation in der Person ihrer erlauchten Souveränin, der Königin Viktoria, zu begrüßen, und ebenso die zwischen Groß' britannien und Portugal bestehende Allianz, die, seit langer Zeit in Verträgen feftgelegt, durch neue Akte bekräf- tigt worden sei. Die Bedeutung dieser Allianz, die ihre Wurzeln in der Vergangenheit, ihre Bekräftigung in der Gegenwart und ihre Verheißungen für die Zukunft in dem aufrichtigen Verständnis zwischen beiden Völkern (?) habe, liege in der Zusicherung, daß deren Rechte geachtet und ihr Besitztum gewährleistet werden solle. Der eng­lische Gesandte sprach in seiner Erwiderung der portu­giesischen Negierung seinen Dank aus für die während des südafrikanischen Krieges so streng beobachtete freund­schaftliche Haltung, die von der englischen Regierung mit Freuden begrüßt worden sei, und fügte hinzu, die Allianz, die be de Völker unlöslich verbinde, brauchte nur bestätigt zu werden. Diese Bestätigung sei geliefert worden durch die Anwesenheit des Kanalgeschwaders. Die englische Regierung sei der Meinung, daß die alten Bande, an welche die Erinnerung stets wach erhalten wurde, durch neue Ereignisse noch fester geknüpft worden seien, und sie habe den lebhaften Wunsch, daß die feste und dauernde Freundschaft und Allianz für immer aufrecht erhalten werden möchte. An die Aufrichtigkeit dieses Wunsches glauben wir ohne weiteres. Einen so bequemenFreund und Alliierten" findet man nicht leicht zum zweitenmal. Sonst wird noch gemeldet:

Die Königin Viktoria von England richtete an den König Carlos in Erwiderung seines BegrüßungS- telegramms vom 6. Dezember folgende Depesche:

Ich bin von Ihrer liebenswürdigen Depesche sehr angenehm be­rührt und danke Ihnen aufrichtig, mein lieber Neffe, auch für die guten Wünsche, die Sie für mich und mein Volk aussprechen. Mit noch größerer Freude konstatiere ich das herzliche und freundschaftliche Ein­vernehmen zwischen Portugal und England.

Zur Förderung der Herstellung geeig­neter Kleinwohnungen für Arbeiter und gerritg besoldete Beamte in den Betrieben und Verwalt­ungen des Reiches durch Gewährung von Beihilfen an Private, sowie an gemeinnützige Unternehmungen (Bau- vererne, Baugenossenschaften, Ballgesellschaften u. s. w.)

der diesjährige Haushaltsplan des Deutschen Reichs 2 000 000 Mark. Der Denkschrift hierzu entnehmen wir folgendes:

In Anbetracht der hohen Bedeutung, welche die Woh- nungspflege für die wirtschaftliche und soziale Lage der beteiligten Arbeiter und Beamtenkreise, sowie für die Volksgesundheit und Volkssittlichkeit überhaupt besitzt, er­scheint es dringend geboten, daß künftighin der Reichs­verwaltung, soweit das Reich als Arbeitgeber in Frage kommt, in erweitertem Umfange Mittel'zur Verfügung gestellt werden, um der in neuerer Zeit immer schärfer hervorgetretenen Wohnungsnot planvoll und thatkräftig steuern zu können. Reben dem Eigenbau von Kleinwohn­ungen muß aber der Reichsverwaltung auch die Möglichkeit gegeben sein, unter Aufwendung öffentlicher Mittel die Herstellung geeigneter- Wohnungen zu Gunsten des Reiches durch andere, insbesondere durch gemeinnützige Bauver- eine, Baugenossenschaften u. s. w. anzuregen und zu er­leichtern. Soweit es sich um Beihilfen an Bauvereine u. s. w. handelt, schließt sich die öffentliche Hilfe an die von den

Mitgliedern bethätigte Selbsthilfe an. Hinsichtlich der Mi­litärverwaltung soll es bei dem bisherigen Verfahren ver­bleiben, wonach die sämtlichen für Zwecke der Wohnungs­fürsorge erforderlichen Mittel lediglich durch den beson­deren Haushaltsplan der Militärverwaltung festzusetzen sind. Da, wo die Reichsverwaltung in der Lage ist, über billige Grundstücke zu verfügen, oder solche zu erwerben, kann vielleicht die wertvollste und zweckmäßigste Unter­stützung eines Bauvereins in der billigen Bereitstellung des Baugrundes liegen, sei es, daß letzterer käuflich zu Eigen­tum übertragen oder etwa auch auf begrenzte Zeitdauer ein Erbbaurecht daran eingeräumt wird.

Es ist zu hoffen, daß das Beispiel, welches das Reich als Arbeitgeber in Betätigung einer praktischen Sozial­politik auf dem Gebiete des Wohnungswesens giebt, für andere Arbeitgeber vorbildlich werden und zur Nach­ahmung anregen wird.

Kolonialpost.

Ugandabahu. Die englische FachschriftThe Engineer" bringt in den Nummern 2336 bis 2339 ausführliche, mit Lage- und Höhenplan sowie zahlreichen Abbildungen be­gleitete Mitteilungen über den Bau der Ugandabahn, die eine willkommene Ergänzung der bisherigen Berichte über diesen hochinteressanten Bahnbau bilden. Die Bahn, die Anfang 1896 in Angriff genommen worden und somit 4% Jahre im Bau ist, soll eine Länge von 937 Kilometer er­halten und im Laufe des Jahres 1902 beendet werden. Die Bauspitze ist jetzt bis 708 Kilom. am Ostrande des großen ostafrikanischen Grabens vorgeschritten, so daß der schwierigste Teil des Baues noch auszuführen bleibt, näm­lich der Abstieg von der auf 2348,5 Meter liegenden K kuyispitze auf die 510,5 tief-re Sohle dcS ostafrikanischen Grabens, der Wiederaufstieg auf den Westrand desselben, dec auf 2532 Meter liegenden Spitze von Mau, und dem auf die kurze Strecke von rund 145 Kilom. erfolgenden Abfall der Bahn von 2592 auf den 1372 Meter tiefer liegenden Wasserspiegel des Viktoria-Nyanza mit einem durchschnittlichen Gefälle von 1 : 106. Ob der jetzige End­punkt der Bahn, Port Florence, beibehalten oder diese noch bis zu dem etwa 80 Kilom. entfernten Port Vikioria weitergeführt werden wird, ist noch unentschieden. Die Bahn, welche eingleisig ist, die Meterspurweite hat und Steigungen von 1 : 50, auf einzelnen kurzen Strecken sogar von 1 : 30 zeigt, ist Ende 1899 auf 583 Kilom. für den Personen- und Güterverkehr eröffnet worden. Die Betriebs­mittel bestehen aus 92 Lokomotiven, davon 96 amerikanischen, 176 Personen« und 888 Güterwagen. Für den öffentlichen Verkehr dient, außer gelegentlichen Sonderzügen, täglich ein gemischter Zug in jeder Richtung; für Bauzwecke werden täglich 4 5 Züge befördert.

Deutsches Reich.

Berlin, 10. Dezember. Gestern vormittag besuchte das Kaiserpaar den Gottesdienst in der Garnisonkirche zu Potsdam. Später empfing der Kaiser den neuernannten Bischof von Paderborn, Dr. Schneider, in Audienz. Zur Frühstückstafel beim Kaiserpaar am Sonntag waren geladen: Der Kronprinz, Prinz Christian von Schleswig- Holstein, der Bischof von Paderborn Dr. Schneider, der Kultusminister Dr. Studt und der badische Minister v. Brauer, zur Abendtafel der Kronprinz. Heute hörte der Kaiser die Vorträge des Chefs des Generalstabes, dcS Admiralstabes und des Chefs des Marinekabinets.

Der neue Bischof von Paderborn, Dr. Schneider hat sich dem Kultusminister vorgestellt, und machte auch dem Reichskanzler Grafen Bülow sowie dem Vizepräsidenten des Staatsministeriums, von Miquel, seinen Besuch.

DiePost" bezeichnet die Pariser Meldung, daß sich ein Umschwung in der Haltung des Pariser Hofes gegenüber dem Präsidenten Krüger vollzogen habe, als unbegründet. (Das haben wir gestern schon vor- auSgesagt. D. Red.)

DieDanziger Ztg.", die bekanntlich dem Abg. Rickert unmittelbar nahe steht, bezeichnet die Vermutung, daß Dr. von Siemens vielleicht Minister werden könne und angesichts dieser Möglichkeit aus der Leitung der Deutschen Bank ausgeschieden sei, als einenbilligen Witz". DasBerl. Tagebl." brachte zuerst das Gerücht, Dr. von Siemens der künftige preußische Finanzminister.

In der Budgetkommission des Reichs­tages wurde heute die Beratung des Nachtrags­etats für China fortgesetzt, zunächst über die Bildung und Auflösung der Truppenkörper. Es wird ein Antrag von Thielmann angenommen, wonach die nach China entsandten T r u p p e n k ö r p e r, für die eine gesetz­liche Basis nicht besteht, a u f z u l ö s e n seien, sobald ihre Aufgabe erfüllt ist. Damit sind die Anträge Richter und Lieber erledigt. Ein fernerer Antrag über die Stellen in Heer und Marine, die nicht im Haushaltsetat für den Frie­densstand vorgesehen sind, verlangt, daß diese Stellen nach Inkrafttreten dieses Gesetzes nur besetzt werden dürfen mit dem Vorbehalt, daß die betreffenden Personen nach Beendigung der Expedition in diejenigen etatsmäßigen Stellen einrücken, auf die sie auch beim Verbleiben im Friedensstande Anspruch haben: der Antrag wird ange­nommen. Staatssekretär v. Tirpitz giebt hieraus dem Abg. M ü l l e r - Fulda eine ausdrückliche Ehrenerklär- u n g, daß das Referat von ihm verfaßt sei nnd daß die Marine ihm zu großem Tank verpflichtet sei. Sodann wird über die Deckungsfrage weiter verhandelt. Es ent- spinnt sich hierüber eine lange Diskussion, an deren Schluß der § 1 der Vorlage nach der Fassung der Regierung, 157 770 000 Mk. als Nachtrag im Wege des Kredits flüssig zu machen, angenommen wird mit dem Vorbehalt, daß die Reliktenoerstärkung im Januar gesetzlich geregelt wird. Ter Antrag Richter, betreffend den Verkaufserlös wird in etwas veränderter Form gleichfalls angenom- h) o n, ebenso der von Richter beantragte § 2a, der die Entschädigung von China bespricht, wonach diese zur Ver­minderung der Reichsschulden verwendet werden soll. Tie Weiterberatung wird nach Neujahr vertagt. Abg. v. Kar-

dorff wünscht den Vorsitz niederzulegen, da er durch t Plenarberatungen verhindert sei. Bezüglich der Uebk- nähme des Vorsitzes sckpveben jetzt zwischen den einzeln i Fraktionen Verhandlungen, sodaß noch keine Entscheide über den Nachfolger getroffen ist. Das Zentrum Meii auf den Vorsitz Anspruch erheben zu wollen.

Der preußische Minister des Innern hat den <ßö. lizei-Pr äsidenten von Köln aufgefordert, übri die Vorgänge, die sich beim Empfange des Präsident^ Krüger am Zentralbahnhofe abgespielt haben, eiitfll Bericht einzusenden. Ferner soll der Polizeipräsiden, über den Zwischenfall vor dem englischen Konsulat, wo mar. versucht hatte, das Schild zu entfernen, berichten.

Düsseldorf, 10. Dezember. Gestern fand hier bi» Hauptversammlung des Alldeutschen Bei: b a n d e s unter dem Vorsitz des Reick)stagsabg. Proj Dr. Hasse statt. Es waren ungefähr 120 Personen an­wesend. Nach langen Debatten über die Chinasrage unt Krüger wurde zur Rechnungsablegung der für die Buren verbrauchten Gelder, die der Alldeutsche Verband gefönt melt hat, geschritten. Bei der außerordentlichen Hin. ziehung des Krieges und dem vielen Elend, das bi, Kriegführung veranlaßt hat, neigen sich die Sammlungen ihrem Ende zu, und so wurde beschlossen, in nächster Zeit einen neuen Aufruf an alle Burenfreunde M Sammlung weiterer Gelder zu erlassen. Weiter teilte Prof. Hasse der Versammlung mit, daß er an der Spitze einer Abordnung des A l l d e u t s ch e n ver ­bau d e s noch am selben Abend nach dem Haag reisen würde. Pros. Samassa-Berlin begründete dann eine Re- sol u t i o n zur Polenfrage, die einstimmig ange­nommen wurde. Sie lautet:

Der Vorstand des Alldeutschen Verbandes bedauert daß die preußische StaatFregierung gegenüber den bi: Wahlfreiheit beeinträchtigenden Uebergrifsen des Erz- b i s ch o f s v o n S t a b l e w s k i bei der Wahl in Meseritz Bomst keine Maßregeln ergriffen hat; er ist der Heber zeugung, daß die Erhaltung der deutschen Katholiker der Provinz Posen bei ihrer deutschen Nationalität ein energisches (Eintreten ebenso sehr erfordert hätte, mit die Versicherungen der Regierung hinsichtlich der Stärke und des Ernstes ihrer jetzigen Polenpolitik sie hatten erwarten lassen.

Zum Schlüsse wurden die Vorstandswahlen erneuert und Ergänzungswahlen vorgenommen. Rechts­anwalt El aus Mainz wurde in den Vorstand getvählt, während die sechs anderen Herren mit einer Aus­nahme wiedergewählt wurden. Tie Bewegung des Ver­bandes im Jahre 1900 zeigt sich in folgenden Ziffern:

Bewegung der Ortsgruppen:

1. Januar 1900 176 Ortsgruppen (149 im Inland und 27 im Ausland).

1. Dezember 1900 198 Ortsgruppen (170 im Inland und 28 im Ausland).

Zuwachs 22 Ortsgruppen, Bewegung der Mitglieder:

1. Januar 1900' 20 048 Mitglieder.

1. Dezember 1900 21 968 Mitglieder.

Zuwachs 1481 Mitglieder.________________________

Sitzung des Provinzialausschusses.

sr. Gießen, 10. Dezember.

Tie in der letzten Sitzung ausgesetzten Ent­scheidungen, besonders in der KonzessionSangelegenhcit der.Fabrik feuer- und säurefester Produkte zu B a d - R a u - heim konnten auch heute nicht gefällt werden, da nicht die notwendige Anzahl solcher Mitglieder anwesend war, roefcfye an den Verhandlungen der letzten Tagung teil-- genommen haben. Es erfolgte daher zunächst der Ans- spruch der Enteignung einer größeren Anzahl von Grund­stücken, die zur Fertigstellung der N e b e n b a h n strecke Friedberg-Friedrichsdorf in der Gemarkung Rodheim notwendig sind. Punkt 2 der Tagesordnung betraf das Gesuch des Müllers Heinrich Wagner zu Echzell zur Genehmigung der Anlegung eines neuen Wasserrades. In dieser Angelegenheit'hatte der Kreis- ausschuß Büdingen am 22. Januar 1898 ein Erkenntnis gefällt, das zwar die nachgesuchte Genehmigung erteilte, an den Weiterbetrieb des neuen Radwerks aber ausgedehnte Bedingungen knüpfte, damit den unterhalb gelegenen Müllern das Wasser nicht t abgeschnitten werde. Tie Behandlung des von dem Gesuchsteller eingelegten Re­kurses, dem sich der Untermüller Bopp von Reichels­heim als Reklamant angeschlossen hatte, erforderte längere Zeit. Ta bei der in Frage kommenden Mühle das benutzte Wasser nicht wieder dem Mühlgraben zu­fließt, sondern durch einen Seitengraben anderweit ab­geleitet wird, bekommt der Untermüller weit weniger Wasser zum Betrieb seiner Mühle. Der Vorsteher des polytechnischen Arbeits-Instituts zu Darmstadt, Braun und Meliorationsbaurat W i ß m a n n erstatteten ausführ­liche Gutachten; in einem Termin an Ort und stelle und mehreren Verhandlungen vor dem RHursgenast konnten dann die Bedingungen festgestellt werden, du bei einem Weiterbetrieb des neuen Rades die germM mögliche Schädigung des unterhalb gelegenen Müllers bedeute. Unter diesen Bedingungen genehmigte das Ge­richt denn auch die Anlegung des Rades und legte dem Rekurrenten den größten Teil der Kosten'erster und zweiter Instanz auf. Tie folgende Sache betraf die Enteignung mehrerer Grundstücke der Gemarkung Bad-Nau heim zur Anlage eines neuen Friedhofs. Die umfang­reiche Beweisaufnahme warf manch interessantes Schlags licht auf das Treiben der Grundstücksspekulanten in Bao- Nauheim. Tie Gemeinde bietet den Grundeigentümern einen Einheitspreis von 1,50 Mark für den Oiutbr atmetet, während die Eigentümer bis zu 3 Mark fordern. 11 Rücksicht auf die für die Fällung der Entscheidung ge­gebenen Schwierigkeiten beschloß der Ausschuß, die Ver­kündigung des Urteils auf die nächste Sitzung zu ver­tagen.' Ein weiteres Enteignungsverfahren ist not­wendig geworden zur Verlegung der Ockstädter Strotz in der Gemarkung Friedberg. Tiese Straße suyt in der Nähe von Friedberg um den israelitischen Fnf ! * Hof herum in einer starken Kurve, durch einen tiei Hohlweg, ein äußerst gefahrbringender Zustand, da Uvy entgegenkommende Fuhrwerke in dem mit f Steigung verlaufenden Hohlweg einander nicht rechtzen g wahrnehmen können. Unglücksfälle sind deshalb an oiq Stelle an der Tagesordnung gewesen. Ein von oe

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* MHerjoua eben erschienen und hingen zu Haden. <Z inb die sarchische Ta Wp 4 nnd die do.Men M. 7 hören als MMl Braulke, stud. me< Wassern an. Slis

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* WchchSL WaiseM-, M, i'ehung armer hilssde Hchn beabsichtig e WeihnchrsrMxp nützlichen und lehw m- , Die Vorstände dos Bureau i »Wft Mmz, Stein Mwi. Mete tßinn.

1 Midi tfuttog, htm 14. Do erfolgt a L1'!*""» P'L *0R befördert Briefe'

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