Gelegenheit,
Hunderte von Anerkennungen, 30 Auszeichnungen.
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Giessen, ISa.pla,ns^a,sse IS.
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Maul- und wurde noch
Gewicht gelegt. Nach dem Vortrag, der Beifall fand, verlas der Vorsitzende noch den Beschluß des Kreis- Ausschusses, die Aepfelernte ins Künftige erst mit Erlaubnis der Lehrer beginnen zu dürfen, ausgenommen Frühsorten. An die Versammlung schloß sich ein Mittagsmahl, das mit verschiedenen Trinksprüchen gewürzt war. Ein Streichquartett der Gießener Regimentskapelle trug zur Erhöhung der Feier wesentlich bei.
X Unter Schmitten, 9. Dezember. Unter den Kindern bis zum 8. Lebensjahre grassieren eben Röteln, Keuch -
sein reichhaltiges Lager einem verehrlichen hiesigen und auswärtigen Publikum bei eintretendem Bedarf zur gefälligen Benutzung.
Bet r.uc prima Ware zu Preisen, die auch keine auswärtige Konkurrenz bei gleichwertiger Ware billiger zu bieten in der Lage ist, empfehle ich meine Aussttllurg in meinem neu erbauten, bedeutend vergrößerten Verkaufshaus
FC. Friedberg, 9. Dezember. Die Arbeiten am Rohbau der Bahn Friedberg—Homburg sind seit gestern vollendet, und die Arbeiten zum Oberbau der Strecke an einen Unternehmer aus Griesheim vergeben. Die Arbeiten sollen zur Entlastung der Strecke Friedberg—Frankfurt möglichst gesördert werden, weil dort der Güterverkehr sehr groß ist. Die neue Bahn soll bereits am 1. April 1901 dem Verkehr übergeben werden.
△ Kanlstoß, 9. Dezember. Die Bevölkerungszahl im Jahre 1895 betrug hier nur 191. — Einen reichlichen Viehbestand weist unsere Gemeinde auf: Pferde 29, Rindvieh 312, Schafe 156, Schweine 156, Federvieh 402, Bienenstöcke 22. Ziegen sind nicht vorhanden.
r. Niederflorstadt, 9. Dezember. Bei der Volkszählung waren hier 1465 Einwohner anwesend, lieber 30 Arbeiter gehen von hier nach Frankfurt, sodaß unser Ort jetzt rund 1500 Einwohner hat. Oberflorstadt hat 288 und Staden 393 Einwohner. Letzteres, das
sloatlichen Baubehörden ausgearbeitetes Projekt glaubt I . ne wesentliche Aenderung nur dadurch herbcisühren zu I können, daß die Straße durch den israelitischen Friedhof I q,'[cqt und so Kurve und Hohlweg vermieden werden. I i^gen diesen Plan wehrt sich jedoch die israelitische Re- I ligionsgemeinde, da ihre Religionsgesetze sowohl das I lusgraben von Gebeinen, als auch das Ueberschütten I von Gräbern nicht gestatten. Sie ließ deshalb ein Pro- I I jkkt ausarbeiten, das den Friedhof nickst durchschneiden I läßt, aber denselben Zweck wie das erste erreichen soll, I erbot sich auch die dadurch entstehenden Mehrkosten bi? zum Betrage von 1000 Mark zu bezahlen. In der Sitzung traten jedoch der Vorsitzende der Lokal- -Ivmnlission, Kreisamtmann Wagner, Bürgermeister Lleinhäuser und Baurat Schnitzel von Friedberg mit aller | Entschiedenheit für das staatliche Projekt ein, da nur durch j dieses der gefahrdrohende Zustand endgiltig beseitigt werden könne. Zudem werde auch durch das zweite Projekt ei'i wenn auch kleinerer Teil des Friedhofes angeschnitten und die Verlegung von Gräbern notwendig. So erachtete boul auch das Gericht die von der genannten Gemeinde cchobcne Reklamation als unbegründet und sprach ihre V. rwerfung aus, zumal über die zu zahlenden Grundstücks- pieise völliges Einverständnis herrschte. — Sodann trat niiui ein in die Verhandlung über das Gesuch des Johanii iitbiütg Dechert von Geiß-Nidda um Erlaubnis zur Errichtung einer Feldziegelsteinbrennerei in der Gemarkung ßi tz^iß-Nidda. Der Gesuchsteller betreibt in der Nähe des
Bades Salzhausen und der Bahnstation Geiß-Niddn eine Nilssensteinbrennerei, durch deren Ausdünstungen sich so- - wohl das Bad wie die aus der Station wohnenden Beamten
belästigt fühlen. Den Ansprüchen der Badeverwaltung wurde in einem Erkenntnis des Kreisausschusses Bü- biuigen Rechnung getragen, indem die Genehmigung nur unter der Bedingung erteilt wurde, daß der Betrieb der Bieennerei .in den Sommermonaten unterbleibe. Da die 'j Einwendungen der Bahnverwaltung unberücksichtigt
b! «eben, legte diese Rekurs ein. In der heutigen Verhandln ng versuchte ihr Vertreter Assessor Dr. Webcr-Frank- fuvt eingehend die Belästigung der Stationsbeamten nach- zu weisen. Jedoch teilte das Gericht seinen Standpunkt nicht und verwars den Rekurs unter Verurteilung -er Rekurrentin in die Kosten des Verfahrens und zur Zahlung eines Aversionalbetrages von 10 Mark.
husten und Lungenentzündung. Zwei Kinder sind seit kurzer Frist verstorben.
□ Bad Salzhausen, 9. Dezember. Die Bohrungen nach Soole werden eben, da schon eine beträchtliche Tiefe erreicht ist, Tag und Nacht, Sonntag und Werktag ohne Unterbrechung fortgesetzt. Die Staatsstraße von hier nach Nidda wird eben stellenweise mit einer Lindenpflanzung versehen.
Darmstadt, 10. Dezember. Am Samstag vormittag trafen Prinzessin Xenia und Prinz Mirko von Montenegro zu Besuch bei dem Prinzen und der Prinzessin Franz Josef von Battenberg hier ein.
-k- Mainz, 10. Dezember. Das hier befindliche Elsen- lager der Firma Otto Zickwolf ist gestern gegen abend eingestürzt. Infolge des Sonntags war glücklicher Weise niemand in den großen Lagerräumen anwesend, so daß die Sache ohne weiteres Unglück abging. Während Zickwolf nach seinem Lager eilte, benutzten Diebe die Zeit, um dessen Privatwohnung auszuplündern. Ihnen fielen Wertgegenstände im Betrag von mehreren lausend Mark in die Hände. — Seit heute morgen wächst der Rhein hier nicht mehr. Sein diesmaliger höchster Stand ist 3,31 Meter gewesen. Bon oberhalb lauten die Nachrichten auch alle auf Fallen. Durch den hohen Wasser stand bewegt sich die Schiffahrt gegenwärtig in sehr flotten Bahnen. Sämtliche Hindernisse sind gefallen und die größten Schiffe können mit voller Last im Gebirge und im Rheingau fahren.
fc. Frankfurt a. M., 10. Dezember. Das von den städtischen Behörden beschlossene Statut über die kaufmännische Sonntagsruhe ist vom Bezirksausschuß genehmigt worden. Das Statut bestimmt u. A., daß sämtliche Handlungsgehilfen, ob im Engros- oder Detail-Geschäft thätig, jeden zweiten Sonntag vollständig frei haben müssen. Außerdem ist die Arbeitszeit für Sonntage von 21/2 auf 2 Stunden reduciert worden. In der Lebensmittelbranche ist die Arbeitszeit auf die Morgenstunden bis 9V2 Uhr verlegt worden.
fc. Cronberg i. T., 10. Dezember. Gestern stürzte beim Abstieg vom Altkönig auf dem Schwarzen Weg in der Nähe der Bürgelplatte der Oberlehrer Dr. Phil. G. Wirth aus Frankfurt a. M. auf dem gereiften und schlüpfrigen Waldwege aus und brach das rechte Bein oberhalb des Knöchels. Der Verunglückte blieb hilflos liegen, bis ihn nachkommende Touristen auffanden. Diese ließen ihn hierher und dann nach Frankfurt transportieren.
schon 1304 von Kaiser Albrecht zur Stadt erhoben wurde, dürfte mithin zu den kleinsten Städten des Reiches zählen. — Die Nidda, die um die Mitte der abgelaufenen Woche Hochwasser brachte, hat einen großen Teil der Wiesen zu ihren beiden Seiten überschwemmt.
h Nidda, 9. Dezember. Die heute in Krafts Saalbau abgehaltene Generalversammlung des landwirtschaftlichen Bezirksvereins Büdingen, zugleich Abschiedsfeier für den nach Friedberg versetzten KreiSamt- mann Sandmann, war zahlreich besucht. Es wurde von dem Vorsitzenden, Kreisrat Jrle, der Verdienste des dahingeschiedenen Vorsitzenden des landwirtschaftlichen Vereins oer Provinz Oberhessen, Grafen Friedrich von Laubach ehrend gedacht und das Andenken desselben geehrt. Beim Rückblick auf das Wirken des Vereins im letzten Jahre wurde eine Mitgliederzahl von nahezu 700 konstatiert, ferner die ersprießliche Wirksamkeit der landwirtschaftlichen Schule zu Büdingen, wie der Haushaltungsschule zu Lindheim gedacht, ebenso der nutzbringenden Thätrgkeit des Obstbaumwärterkurses. Die Erntje wurde als im Ganzen befriedigend bezeichnet und besonders auf Beschaffung guten Saatgutes gedrungen, ebenso auf besserer Düngung der Wiesen. Auch wurde die Jungviehweide zu Wenings empfohlen.
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Runder Tisch re. Das Resultat der Volkszählung in Biebrich ist folgendes: Wohnhäuser sind vorhanden: 980, davon find bewohnt 962, unbewohnt 18 die ortSanwesende Bevölkerung betrug 7820 männliche (einschließlich Militär), 7215 weibliche Personen , zusammen 15 035 Personen. Bei der Volkszählung am 2 Dezember 1895 waren vorhanden 872 Wohnhäuser, davon 862 bewohnt, 10 unbewohnt; die Dit5inroefer.be Bevölkerung betrug 6384 männliche (einschl. Militär) und 5910 weibliche, zusammen 12 294 Personen.
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Die Tierschau zu Butzbach gab dem Verein sich mit Ehren zu beteiligen, während die Beteiligung der Landesausstellung in Darmstadt durch die Klauenseuche beeinträchtigt war. Schließlich des im Aufblühen begriffenen Grflügelzucht- vereins zu Büdingen gedacht und die Feldbereinigung empfohlen, zu der wieder eine Anzahl Gemeinden des Kreises sich entschlossen haben. Kreistierarzt Schmidt sprach nun über den Antrag des hessischen Landwirtschastsrats zur Bekämpfung der Rindertuberkulose. Er empfahl die Impfung mit Tuberkulin, welche dazu diene, die Krankheit bei den Tieren zu konstatieren. Man habe dadurch in einigen Ländern ganz überraschende Resultate erzielt. Redner empfiehlt namentlich Vorbeugungsmaßregeln, so Sugerieren behafteter Tiere, Füttern der Kälber mit gekochter Milch; Molkereiabfälle sollen nur gekocht g geben werden; der Centrifugalschlamm ist zu vernichten. Vor allem sei Vorsicht beim Einfahren von ausländischem Bich geboten. Bei der Diskussion wurde besonders auf luftige, reine Ställe
Aus Stadt und Zand.
Gießen, 11. Dezember.
♦♦ Das^Personalverzeichnis der Ludwigs-Universität ist soeben erschienen und für 20 Pfg. in den hiesigen Buchhand- lumgen zu haben. Es ist interessant, daß die theologische nb die juristische Fakultät je einen, die medizinische Fakultät dagegen 4 und die philosophische Fakultät sogar 9 Privat- dozenten zählt. Dem Ausschuß der Studentenschaft gehoben als Mitglieder stuck, theol Schellmann, stuck, jur. Braulke, stuck, med. Dr. v. Arnsberg und stuck, phil. cl. Nassem an. Als Hospitantinnen sind zwei Damen ausgenommen.
** Weihnachts-Bescherung. Der „Hessische Fechtverein Waisenschutz", Wohlthüligkcnsverein zur Pflege und Erziehung armer hilfsbedürftiger Halbw äsen im Großherzogtum Hessen beabsichtigt, einet größeren Anzahl von Kindern eine Weihnachtsfreude zu bereiten, durch Bescherung von Kleidern, nützlichen und lehrreichen Büchern, Kinderspielzeugen u. dgl. nt. Die Vorstände der Zweigvereine und Fechtwartstellen, sowie das Bureau der Oberfechterei (Präsident I. Schrapen- torg, Mainz, Steingaffe 9) find bereit, Geschenke entgegen- pmehrnen. Vertreter zu Gießen ist der Bauunternehmer W inn.
** Eine Feldbriefpost nach China geht diese Woche am Freitag, dem 14. Dezember, von Berlin ab. Die Ankunft in Schanghai erfolgt am 17. Januar,inTaku etwa am 20, in Tientsin und Peking einen ober zwei Tage später. Diese Post befördert Briefe und Feldpostkarten.
'Itm einem verehrlichen Publikum bei den Weihnachtsünkäufen die Reise nach Frankfurt, um billige Möbel, Betten, Spiegel und sonstige Ausstattungs-Gegenstände zu laufen, ersparen zu können, empfiehlt das
Mel-, Bettei- und Ausstattungs-Geschäft
H. C. Werner
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