Orientexpreß gleichenden Zug Berlin-Sonstauti> nopel via Breslau—Oderb erg —Budapest—Bel.
Konstantinopel, 10. April. Nachdem die Verbindung Berlin—Konstantinopel via Tonstanza den gehegten Tr Wartungen nur mäßig entsprochen hat, sind die interessierte, Eisenbahnen übereingekommcn, vom 1. Mai ab einen neuen, dreiwöchentlich hin und her verkehrenden, direkten, den
Ausland.
Stockholm, 10. April. Seit einigen Tagen hat sich hier ein Gerücht über eine bevorstehende Anklage gegen da« Ministerium verbreitet. Der Konstitutions-Ausschuß des schwedischen Reichstags, der die Kontrolle über
Kostales und Krsonyiettes.
** Fahrlässige Tötung. Am SamStag, dem 7. d. M., wurde der Kaufmannslehrling Hermann Böhmer au.j Heuchelheim neben seinem Fahrrad bewußtlos auf der Rod' heimerstraße, in der Nähe der Lindenburg mit einer klein» Kopfwunde aufgefunden und in die Klinik gebracht. Nach dem der Verletzte seiner Wunde am 9. d. M. in der Älintf erlegen, und die Verletzung durch Schuß aus einem sogen
Deutsches Keich.
Berlin, 10. April. Der Kaiser hatte heute vormittag im Auswärtigen Amt eine Besprechung mit dem Staatssekretär Grafen Bülow und hörte im königlichen Schloß von 10 Uhr ab die Vorträge des Kriegsministers von Goßler und des Chefs des Militärkabinetts von Hahnke.
—Der Kaiser telegraphierte an den Oberbürger- bürgermeister von Berlin: Kaiser Franz Josef hat mir die hocherfreuliche Mitteilung zugehen lassen, er beabsichtige in den ersten Tagen des Mai die Kaiserin und mich zu besuchen. Ich bin überzeugt, daß die Bürger der Residenzstadt in treuer Verehrung und warmer Zuneigung zu dem hohen Gaste emporblicken, der einst ein treuer Freund unseres unvergeßlichen großen Kaisers war. Ich teile Ihnen den bevorstehenden Besuch mit, damit meine Berliner frühzeitig in der Lage sind, die Stadt wü/dig zu schmücken zum Willkommen für meinen verehrten und treuen Verbündeten.
— Der Kaiser vollzog die großen Frühjahrsbeförderungen für die Flotte. 5 Korvettenkapitäns, 13 Kapitänleutnants, 24 Oberleutnants und 43 Leutnants wurden in die nächsthöhere Charge befördert.
—fTer Mterstaatssekretär um Ministerium des Innern, Braunbehrens, hat seine Entlassung nachgesucht, ou seinem Nachfolger ist Ministerial - Direktor von Brschoffshausen ausersehen.
— Der Geh. Oberregierungsrat und vortragende Rat rm Rerchsamt des Innern Wermuth ist zum Direktor im Reichsamt des Innern mit dem Range der Räte erster Masse ernannt worden. Domit ist die Bildung einer vierten Abteilung im Reichsamt des Innern zum Abschluß gelangt. Die Vorbereitungen zu der nächsten Wirtschafts- und Handelspolitik macksten die Bildung einer neuen Abteilung notwendig, und so wurde denn die dritte Abteilung in zwei geteilt, und der neuen Abteilung die Handels Politik und die sonstigen Handelssachen, insbesondere die Handelsverträge, die wirtsck)aft- lichen Fragen des A ck e r b a u e s und der I n d u st r i e, die wirtschaftliche Seite des Zoll- und Steuerwesens, die Erhebungen über die Produktionsverhältnisse des In- und Auslandes, die allgemeine Statistik des Warenverkehrs mit
Bn Südosten von Bloemfontein fort. In der vergangenen Rächt hat er die Engländer in der Nähe von! Meerkatz-Fontein geschlagen. Er hat 900 Gefangene gemacht und dem Feinde schwere Verluste beige-. Lracht. Die übrigen englischen Streitkräfte haben den Rück- zng nach Bloemfontein angetreten. Die Kolonne Dewet hat in einer Woche den Engländern drei Gefechte geliefert und denselben ca. 1800 Mann abgenommen. 7 Kanonen und zahlreiche Munition ist den Buren in Pie Hände gefallen. — Eine Bestätigung dieser Nachricht fehlt noch.
Paris, 11. April. Nach hiesigen offiziösen Quellen ist eine Privat-Meldung eingetroffen, nach der die Buren Mafeking genommen hätten.
London, 11. April. Aus Zwartkopje-Fon- ckein wird berichtete Tie Kolonne des Generals Meck hu en ist hier eingetroffen und hat ihr Lager aufge- fchlagen. Die Stadt befindet sich östlich von Boshop. Heute unternahm Lord Chester einen Rekognoszierungsritt in nördlicher und östlicher Richtung. Er stieß mit seines Truppen nur auf kleine Burenkommandos, die sich beim, Nahen der Engländer sofort zurückzogen. Die Pferde und das übrige Vieh haben gute Weideplätze gefunden. Die Truppen befinden sich in bester Verfassung.
London, 11. April. Aus Bloemfontein wird von gestern gemeldet: Eine bedeutende feindliche Kolonne mit Geschützen drin gt südlich vor. Wir hatten bisher noch kein Gefecht mit dem ,Feinde, aber es ist klar, daß er den Versuch macht, eine wichtige strategische Stellung zu erhalten, die ihm den Beginn der Feindseligkeiten erleichtert.
London, 11. April. Ein Telegramm der Exchange Company aus Maritzburg von gestern morgen besagt, daß! eine heftige Kanonade bei Elandslaagte vernommen wurde, schon vorgestern, als die Buren den Versuch machen wollten, General Buller von H e s p- makaer aus zu umgehen. Andererseits meldet der Korrespondent des Bradforder Observer letzte Nacht, General Bu ller.beherrsche einen der Pässe über die Drakensberge und würde demnächst den Buren in den Rücken fallen ünd somit die ganze Buren-Position bedrohen. — Ein Telegramm aus Gaberones vom 1. April sagt: Gestern früh traf Oberst Plumer in Gamath- l a b a d a mit 270 berittenen Infanteristen und einigen I Mannschaften zu Fuß ein. Nachdem er die Fußmann- I schäften und ein Maxim-Geschütz zurückgelassen hatte, folgte I die Kolonne der Eisenbahn-Linie in südlicher Richtung. Als I bie Vorhut sechs Meilen vor Mafeking eintraf, begegnete I sie einer bedeutenden Feindesmacht. Fast gleichzeitig geriet I die linke Flanke und gleich darauf auch die rechte ins Ge- ! fecht. Die Buren versuchten die Engländer zu umgehen. I Oberst Plumer zog sich nach einer Stunde langsam nach I Norden zurück. Der Feind verfolgte die Engländer. Er läßt nicht nach in seinen Bemühungen, ihn zu um - I gehen. Der Kampf dauerte bis 6 Uhr abends auf dem I ganzen Rückzüge nach Gamathlabada. Nach weiterem I harten Gefecht erreichte Plumer seine Operations-Basis. I Der Verlust auf englischer Seite wird auf drei Offiziere, I sieben Mann tot, drei Offiziere 24 Mann verwundet, 11 I Mann vermißt angegeben. Der Verlust der Buren soll I sehr schwer gewesen sein.
London, 11. April. Die „Times" meldet aus Lady- I smith vom 9. April: Eingeborene berichten, daß eine große I Anzahl Buren, die sich auf Urlaub befanden, nun zu | ihren Kommandos auf den Biggarsbergen zurück-! gekehrt sind. Unsere Vorposten wechseln Schüsse mit I dem Feinde jenseits Elandslaagte. — Wie offiziös ver- I sichert wird, befindet sich Oberst Brown unter den am I 8. Februar gemachten Gefangenen. Weiter wird aus I Ladysmith Dom 10. April, 9 Uhr vormittags, gemeldet: I Ein heftiges Geschützfeuer wird seit 7 Uhr morgens in der I Richtung von Sundayriver vernommen. Wir nehmen an, I daß die Buren begonnen haben, unsere Vorposten anzu- I greifen.
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। die Regierung auSübt, und zu diesem Zwecke sämtliche «h tokolle über die StaatSratS- und Ministerialfitzunaer = prüfen hat, ist der Meinung, daß sich die Minister £ I seinerzeit der Ministerialsitzung beigewohnt haben, in roeltir der Decernent für da« Handels- und Koufulatweser !
I Ministerium des Aeußeren, v. Ditten, zum Sabimiit I Sekretär ernannt wurde, eines Vergehens gegen Ij, Verfassung schuldig gemacht haben. Mit 12 gi(-Q I 6 Stimmen ist der Beschluß gefaßt worden, auf die Dievt I entlassung der Betreffenden — es sind dies der Stao r I Minister Boström, der Minister des Aeußereu v. Lagn. «heim und der Minister Wik blad — hinzuwirken.
Kopenhagen, 10. April. Der König beabsichtigt,^ Mai nach Wiesbaden zu reisen.
London, 10. April. Der „Standard- meldet aulflc . stantinopel: Es verlautet, Rußland verlange Den btr Türkei Kohlenstationen auf Rhodos undTenede. Die MobilisierungderFlottedes Schwarzen Merm, i die einen stetigen Verlauf nehme, stände angeblich in z» sammenhang mit diesem Ansinnen.
London, 10. April. Eine Depesche des Gouverneur- der Goldküste, Sir F. M. Hodgson, aus Kumasi melde! Die Unruhen entstanden, weil Hodgson eine Abteils Polizeimannschasten auf die Suche nach dem Goldenen ©tut: der Aschanti ausgeschickt hatte. Einwohner von Äumaf* griffen die Truppe an, und brachten ihr einen Verlust voi 23 Mann bei; 19 davon find unerheblich verwundet. Dir | Häuptlinge find loyal geblieben, und haben sich geweigeri sich den Aufrührern anzuschließen. Hodgson hofft die Un< ruhen ohne Blutvergießen beendigen und sich der Anstifm bemächtigen zu können. Heute ging eine Truppe toi 102 HaufsaS zum Entsatz von Kumasfi ab. DaS gort1 Kumassi ist offenbar eingeschloffen. Die Aschantis nahm- einige eingeborene Lehrer gefangen. Der Auf stank breitet sich weiter aus.
Brüssel, 10. April. Vom Kongostaate traf die Nach richt ein, daß die aufständischen Bundja-Neger aa 4. März in der Nähe von Aambata den Führer deS Kongo' postens, Leutnant WeyantS, und den Agenten her Antwerpener Handelsgesellschaft, Rab, ermordeten.
Paris, 10. April. Der Präsident teilte der Kammer mit, daß die Ausstellung einem Schreiben des Handels. Ministers zufolge am SamStag um 2 Uhr in Anwesinhck des Präsidenten der Republik eröffnet werden wird.
Wien, 10. April. Eine offiziöse Zuschrift der „Polit. Korresp." aus Petersburg besagt, daß die russische Re. gierung nicht beabsichtige, irgend welchen Ein- fluß in der Balkanp'olitik auszuüben. (Man kann darin den ersten Erfolg der Reise Kaiser Franz Joseph» nach Berlin erblicken. D. Red.)
— Kaiser Franz Joseph tritt am 28. April dir Reise nach Budapest an und bleibt dort bis zum 4. Mai; am 5. Mai trifft er in Berlin ein und wird dort drei Tage verweilen.
— Wie in militärischen Kreisen verlautet, ist eS den Bemühungen des Grafen GoluchowSky in den gemeinsamer Minister-Konferenzen gelungen, für das Jahr 1901 einen außerordentlichen Kredit von 11 Millionen Kronen für das Heer, und 15,600,000 Kronen für die Marine bewilligt zu erhalten. Die Neu-AuS. rüstung der Artillerie mit Schnellfeuer-Kanonen wurde bis 1902 verschoben, dagegen wird die Erhöhung des Rekruten-KontingentS bereits im Herbst den Parlamenten vorgelegt werden.
grad —Sofia einzuführen. Die Fahrt dauert Berlin- Konstantinopel 50 Stunden. Mit dem ersten Zuge begeben sich der Präsident Kranold, sowie mehrere höhere deutsche, österreichische, ungarische, serbische und bulgarische risin« bahnbeamte im ganzen 30 Personen, nach Konstantinopel.
Yokohama, 8. April. Am Jahrestag der Krönung des jetzigen Kaisers wurde die Verlobung des Kr or- Prinzen von Japan offiziell veröffentlicht. Seim Brautest Prinzessin Sadako, die dritte Tochter des Prin^n Rvkucho-o aus Kyoto. Sie ist mit der jetzigen Kaiserin entfernt verwandt und zählt 18 Jahre, während der Kron- Prinz 22 Jahre alt ist. Die Hochzeit soll Ende April oder Anfang Mai mit großem Pomp gefeiert werden. Es war zuerst vorgeschlagen worden, daß der Kronprinz nad» Deutschland gehen und die Hochzeit auf ein paar Jabre verschoben werden sollte, aber in Anbetracht der schwach» Gesundheit des Prinzen entschloß man sich, die Hochzeu so bald wie möglich zu halten. Die Kosten der Hochzeit feste werden auf eine Million Dollar veranschlagt. Di Ausländer, die in Tokio wohnen, baben schon Schritte gethan, um dem Paare ein passendes Hochzeitsgeschenl zu geben. Die Braut ist ein sehr hübsches Mädchen aui einer gesunden Familie und hat im Gegensatz zu ihrem Bräutigam eine sehr starke Konstitution. Sie wurde in der Adelsschule erzogen, spricht außer japanisch noch eng' lisch, französisch und auch etwas deutsch. Sie ist gewöhn, lich in japanisches Kostüm gekleidet, aber auch daran gc jvöhnt, europäische Kleider zu tragen. Nach der Hochzeit wird der Prinz mit seiner jungen Frau eine Reise durch Japan machen und dann in seinem neuen Palaste in Tokio wohnen, der eben mit großen Kosten gebaut wird.
I dem Auslande sowie die Angelegenheiten des wirtschaft- I liehen Ausschusses zur Erledigung übertragen.
— Der Präsident des Reichstages Graf B a l l e st r e m, | der sich auf der Rückreise aus Rom hier aufhielt, ist gestern I bereits nach Schlesien weiter gereift. Wie die „Germania" I berichtet, war der Graf einer ausdrücklichen Einladung | des Papstes nach Rom gefolgt. Der Papst sprach, wie | die „Germania" besonders hervorhebt, kein Wort über I bie Flotten-Borlage.
— Bekanntlich sind am vorigen Samstag sachverstän- I dige Erhebungen über das neue Schema zu dem autonomen I deutschen Zolltarif von der Kommission des wirtschaft- I lichen Ausschusses zu Ende geführt worden. Wenn jetzt die I Ergebnisse dieser Arbeiten zusammengestellt und einer Nach- I Prüfung durch das Plenum des wirtschaftlichen Ausschusses I unterworfen sein werden, kann an bie Ausarbeitung der I entsprechenden Vorlagen vom Bundesrat und Reichstag I herangegangen werden. Bevor diese Vorlage endgültig I ausgearbeitet wird, dürfte zunächst ein vorläufiger Ent- I wurf den Regierungen der Bundesstaaten zur Begutachtung I vorgelegt werden. Man darf aber mit Bestimmtheit darauf I rechnen, daß Bundesrat und Reichstag bald nach Beginn I der nächsten Parlaments-Campagne mit dieser Aufgabe I befaßt werden sollen.
— Die preußische Regierung geht mit der Errichtung I von Lehrstühlen für technische Chemie an ben I Universitäten und Hochschulen vor. Bei der I gyoßen Wichtigkeit, welche dieser Wissenszweig auf deu I verschiedensten Gebieten in der letzten Zeit erlangt hat, I ist es durchaus notwendig, daß die Hochschulen der Praxis I Kräfte zur Verfügung stellen, die darin gründlich vorge- I bildet sind usnd auf den theoretischen Grundlagen, die sie I früher erhalten haben, in der Praxis weiter zu bauert I vermögen. 9hir über eins hat man sich in der Industrie I zu beklagen, und das ist der Umstand, daß bei der Be- I setzung dieser Lehrstühle die Berücksichtigung der Jnter- I essen bet verschiedenen großen Industriezweige nicht syste-? I matisch vorgenommen zu werden scheint. Es ist durchaus I erwünscht, daß auf diese Lehrstühle Gelehrte berufen werden, die sich einzelne Fächer als Sonderstudien erwählt haben und somit in sie die Schüler tiefer einzuführen im stände find. In diesem Falle ist es aber notwendig, ; daß jeder Industriezweig die ihm zukommende Berücksich- i tigung bei der Auswahl der Lehrkräfte erfährt. Daß hierbei nicht alles so verläuft, wie es von der Gesamtindustrie gewünscht werden müßte, ist gerade in der Beratung des preußischen Abbeordnetenhauses beklagt worden. Es ist I aber, nach Versicherung der „B. P. N.", anzunehmen, daß der bloße Hinweis hierauf für die Zukunft genügen wird, um auch hierin der Bedeutung der einzelnen Industriezweige gerecht zu werden. Auch die Verwaltung hat das: größte Interesse daran, daß die Befruchtung, welche von den Universitäten und Hochschulen auf die Praxis übergeht, möglichst allen bedeutenderen Industriezweigen zugute kommt.
— Schon seit langer Zeit verlautet, daß eine Aende - I rung des Gesetzes vom 20. April 1892, betreffend! den Verkehr mit Wein, weinhaltigen und weinähn- I lichen Getränken geplant werde. Neuerdings sind auch I wieder die Grundzüge dieser Novelle angegeben worden» I Die Ausarbeitung des Entwurfs ist nunmehr so weit ge- I diehen, daß das Bundesamt die einzelnen Bundesregier- I ungen um ihr Gutachten ersucht hat. Die preußische Staats- I regierung hat in diesen Tagen zu dieser Vorlage Stellung I genommen und sich dem Vernehmen nach zu einer befür- I Wortenden Haltung entschlossen.
— Die „Nordd. Allg. Ztg." weist heute darauf hin, I daß die „Times" sich seit einiger Zeit darin gefällt, die I deutsche Regierung für beleidigende Angriffe ! deutscher Witzblätter gegen Mitglieder des eng- I lischen Königshauses verantwortlich zu machen. Es I wird dann an der Hand einer Ausführung des Cityblattes I dus Verhältnis der Presse zur Regierung und zum Straf- I Gesetzbuch erläutert, und das offiziöse Blatt schließt: „Daß I sich die „Times" aus dieser T-arlegUng der preß- und I strafgesetzlichen Verhältnisse in Deutschland eines Besseren I belehren und von ihrer Unterstellung, als ob die deutsche I Regierung beleidigende Ausschreitungen der Presse patro- I nisiere, zurückkommen werde, ist kaum zu erwarten, da I das Blatt in der letzten Zeit ein ungewöhnliches Maß I von tendenziöser Unwahrheit in seinen Berichten und Ur- I teilen über deutsche Zustände an den Tag gelegt hat."
Dresden, 10. April. Vor einigen Tagen brachte! die „Kreuzzeitung" die Mitteilung, daß die sächsischen Mi- I uister Dr. Schurig, v. M e tz s ch und v. Watzdorf! zurücktreten würden. Das offizielle „Dresd. Journ." | erklärte die Nachricht als unbegründet. Dem Justizminister I wurde jüngst das Gerichtsorganisationsgesetz und eine I Forderung, für die er sich persönlich verwendete, abge- | lehnt. Verschwinden mußte das Viehtuberkulosegesetz, und I nicht bewilligt werden voraussichtlich die Mittel I für Wohnungsgeldzuschüsse für die Beamten. I Ein Gegensatz zwischen Regierung und Landtag I trat ziemlich offfen bei der Beratung des Fleischbeschau- I Antrages hervor. Mehrmals erfolgten auch ziemlich I scharfe Zurückweisungen von Aeußerungen der Minister I seitens des Kammerpräsidenten. Daß gerade die „Kreuz-^I zeitung" die Mitteilung über den Rücktritt der Minister! bringt, ist gewiß ein Beweis dafür, daß man in einge-^ I weihten Kreisen die Rücktrittsfrage ventiliert hat.
Metz, 10. April. Der Kaiser wird mit der Kaiserin I und den jüngeren Prinzen am 8. Mai, unmittelbar nach I der Feier der Großjährigkeits-Erklärung des Kronprinzen, | in Schloß Urville eintreffen und acht Tage Aufenthalt | nehmen. In diese Zeit fällt eine Parade über Teile des! I 16. Armeekorps. Von hier aus begiebt sich die kaiserliche | Familie nach Wiesbaden. — Nach dem „Elsässer" soll I die Frage der Besetzung des erledigten Postens des hie- I sigen Bischofs entschieden fein und der deutschfreund- I liche Baron Zorn v. Bulach zum Nachfolger Flecks, I der ebenfalls Elsässer war, ernannt werden.
München, 10. April. Die Hochzeit der Prin--! zessin Mathilde wurde auf den 1. Mai festgesetzt.
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