Ausgabe 
11.11.1900 Fünftes Blatt
 
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landS in die kretische Frage wird den Deutschen gerade recht kommen; sie werden dann in Stambul alä Be­rater, Professoren, Instrukteure, vor allem aber als Freunde erscheinen, und werden es verstehen, den Türken Ku beweisen, daß, so wahr zweimal zwei vier ist, der Moskowiter ihr schlimmster und verschlagenster Feind sei. . ___

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ihren wohlbegründeten Ruf als einfachste, darum zuver­lässigste, dabei dauerhafteste und handlichste

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Kunst un- Wissenschaft.

Der Ausschuß des «oethe-Bnndes trat kürzlich in Berlin mit dem Vorstand zu einer Sitzung zusammen, der auch der Ehren« Präsident, Prof. Theodor Mommsen, beiwohnte. Namens des Vorstandes erstattete Hermann Sudermann Bericht über deffen bisherige Thitigkeit, welche die Zustimmung beß Ausschusses erhielt. Welter wurde mit­geteilt, daß die Vorstände und Delegierten der verschiedenen Ber­einigungen des Goethe Bundes in Deutschland am 10. November in Weimar zusammentreten werden. Auf die Tagesordnung in Weimar soll namentlich die Frag< der Theaterzensur und die der Organi­sation des Bundes gesetzt werden.

Haftpflicht.

Auf einer in diesem Winter abgehaltenen Treibjagd in der Alt­mark hat ein Jäger einem Treiber durch einen Schuß beide Augen der, artig verletzt, daß auf dem einen Auge die Sehkraft gänzlich zerstört und auf dem anderen nur noch in geringem Maße verblieben ist. Der bedauernswerte Jäger hat nunmehr dem Treiber für den Schaden auf­zukommen, der in Anbetracht der Art der Verletzung ein sehr erheblicher ist und dem Jäger Zeit seines Lebens eine schwere Last aufbürdet. Durch eine kaum nennenswerte Ausgabe hätte sich der unglückliche Schütze gegen diese Ersatzleistung durch eine Haftpflichtversicherung

schützen rbnnen. Die Versicherungsgesellschaft Wilhelms i« VUgbe« drrrg z B. gewährt die Versicherung für Jäger, Schützen und Schuß. Waffenbesitzer zu einer äußerst niedrigen Prämie mit unbegrenzter Snb schädigungspflicht, bietet also einen unter allen Umständen ausreichen­den Schutz.

Die für den Dampfkeffel das Sicherheitsventil, das dem Dampf Ausgang verschafft, wenn seine Spannung zu groß ist, eine Regulierung bewirkt, so ist für den menschlichen Körper eine Regulierung in den Poren der Haut geschaffen, sodaß die Haut sich als Werkzeug zur Aus­gleichung von Störungen im Organismus darstellt. Es geht hieraus die Wichtigkeit einer rationellen Pfllege der Haut hervor, und eine solche ist jetzt möglich, nachdem durch die Darstellung des Fettes aus der menschlichen Haut der direkte Beweis erbracht ist, daß das Fett, daß der Haut den Schutz gegen äußere Einflüffe verleiht, nichts anderes als Lanolin ist. Die Lanolin-Fabrik Martinikenfelde hat sich seit mehr als einem Jahrzehnt bestrebt, die Vorteile des Lanolins Jung und Alt zu­gänglich zu machen, indem sie ihr weltbekanntes Lanolin-Toilette- C»eam«Lanolin und neuerdings ihre zur allgemeinen Beliebtheit ge­langte Lanolin-Seife mit dem Pfeilring geschaffen hat. Beide Fabrikate sind zu bekannten billigen Preisen in allen Apotheken und Drogerien erhältlich; ihre Echtheit wird durch die allgemein bekannte Marke Pfeil­ring verbürgt.

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Wies ck, am 8 November 1900.

Großh. Bürgermeisterei Wieseck.

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Iw Gaswerk findet im Allgemeinen nur ein V kauf von über 5 Centner Cokes statt; für Abgaben unter bis eiafchlietzlich 5 Centner ist dagegen unter den uuteubezeichneteu Borans- fetzuogeu bis auf weiteres auch ein Verkauf im Gaswerk eingerichtet. Im Uebrtgen bleibt bet folgenden hiesigen Firmrn soweit Vorrat ver­fügbar der

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von 1 bis 5 Centner bestehen, nämlich bei den Herren:

Joh. Fischer, Alicestraße 19,

H. Hof, Löwengaffe 11 und Bahnhofstraße 33,

Jakob Kahl, Frankfurterstraße 151,

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Emil Lotz, Kirchenplatz 9,

Emil Pistor Nachfolger, Marktstraße 10,

Georg Schäfer, Licherstraße 2,

Georg Unverzagt, Kaplansgaffe 5.

Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unserer Gascokes samt Anfuhr wie das Gaswerk und verabfolgen dieselben auch tn Mengen unter 5 Centnern.

NB.. Zu den seitherigen, um 20 Pfg. pro Centner billigeren Preisen als den obigen findet b,s auf weiteres der Verkauf unserer GascokeS in Quantitäten voa nicht unter einem und nicht über 5 Centner wenn im Gaswerk abgeholt nur au hiesige Familien statt, welche ein nach­weisliches Einkommen von unter 1500 Mk. haben.

Diejenigen Familien, welche von dieser Vergünstigung Gebrauch machen wollen, haben dem Gaswerksbureau eine von Großh Bürgermeisterei Gießen einmalig auszuftelleide Bescheinigung vor zuzeigen, welche daselbst durch Vorzeigen drS letzten Steuerzettels btt direkten Steuern zu erwirken ist. Ein Weiterveikauf der zu diesem Vorzugspreis bezogenen Gascokes ist untersagt.

Bis auf weiteres werde« unsere Cokes sowohl vom Gaswerk, wie von obigen Berkäuferu, nach auSwärtS nicht mehr abgegeben.

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