Ausgabe 
11.7.1900 Zweites Blatt
 
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} erst im Lande beschafft werden, was voraussichtlich aus große Schwierigkeiten stoßen wird. Nur eine kleine Abteilung Krankenwärter (Infirmiers) begleitet das Korps, das im übrigen an die Einrichtungen der Kriegsschiffe ver­wiesen wird, was bei der großen Entfernung an den Häfen wohl schwere Folgen nach sich ziehen wird. Jedes Bataillon und jede Artillerie-Abteilung erhält als Ersatz für fehlendes Sanitätskorps 2 Aerzte, es werden also für zusammen etwa 4200 Mann nur 14 Aerzte bei dem Korps sein. Gerüchtweise verlautet, die Regierung habe den Obersten Marchand bezeichnet, den General Dodds auf seiner Ex­pedition nach China zu begleiten.

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Telegramme deS Gießener Anzeigers.

Wilhelmshaven, 10. Juli. Das China-Geschwader traf heute früh hier ein. Die Ausreise erfolgt morgen früh. Die Panzer-Division besitzt Einrichtungen für draht­lose Telegraphie. Um für die gleichfalls ins Ausland gehenden kleinen Kreuzer Niobe und Nymphe die nötigen Mannschaften zu bekommen, ist unter Zurückhaltung des Ablösungstransportes für den Seeadler auch die Außer- dienftstellung des Flottillenschiffes der Torpedoboot-Division Blitzt angeordnet.

Kiel, 10. Juli. Die schwerverwundetenOffi- ziere des Expeditions-Korps Seymour sind sämtlich heim- Lerufen worden.

London, 10. Juli. Aus Tientsin wird uritcrm 7. ds. gemeldet, es bleibe den internationalen Truppen nichts anderes übrig, als die Verstärkungen abzuwarten. Man befindet sich! augenblicklich vollständig in der R e g e n z e i t, und es ist nicht selten, daß während derselben das Thal zwischen Tientsin und Peking in einen ungeheuren Morast umgewandelt wird, der den Transport von Truppen, Geschützen und Artillerie vollständig unmög­lich macht.

London, 10. Juli. Hier verlautet, daß den Reden des deutschen Kaisers bei der Abfahrt der Marine- Infanterie aus Wilhelmshaven ein Depeschen- Wechsel mit der Königin Viktoria voranging, worin der Kaiser seinerseits seine feste Entschlossenheit zu energischem Vorgehen aussprach

London, 10. Juli. Aus Shanghai wird gemeldet, der Gouverneur von Mukden teilt mit, daß die k a t h o l i s ch e n Missionen in Brand gesteckt sind.

Wien, 10. Juli. Nach, derN. Fr. Presse" denkt man hier an leitender Stelle gar n i ch t daran, Landtruppen der österreichisch-ungarischen Armee nach China zu entsen­den. Es werden höchstens noch einige Schiffe der öster­reichisch-ungarischen Kriegs-Marine in die chinesischen Ge­wässer geschickt werden, wenn die übrigen Mächte zum Schutze der Staats-Angehörigen dies für nötig erachten sollten.

Der Krieg in Südafrika.

Der Burenkommandant Le mm er hat die eng- lische Garnison in Rustenburg aufgesordert, die Stadt zu übergeben, und versucht, die die Stadt be­herrschenden Höhen zu nehmen, ist aber unter schweren Verlusten zurückgeworfen worden, nachdem die Eng­länder von einer Abteilung Australier aus Zeerust Unter­stützung erhalten hatten. Zeerust liegt reichlich 120 Kilo­meter westlich von Rustenburg. Die Entsatztruppen brauchten also mindestens drei Tage, ehe sie den bedrängten Englän­dern Hilfe bringen konnten. Diesen muß es daher ziemlich schlecht gegangen sein. Oberst Mahon kämpfte am 6. und 7. Juli mit 3000 Buren, welche die Eisenbahn be­drohten, und trieb sie östlich von Bronkerspruit zurück. Die Engländer verloren dabei 33 Mann. Es ist also auch hier sehr heiß gekämpft worden. Präsident Stein und General de Wei sind mit 3000 Mann nach Fouriesburg, nordöstlich von Ficksburg an der Basuto- landgrenze, marschiert.

General Buller ist nach einer Besprechung mit Feld­marschall Roberts von Pretoria wieder abgereist.

Lord Roberts hat den Minen-Gesellschaften mitgeteilt, daß ihre Angestellten frühestens im Monat September nach Johannesburg zurückkehren könnten.

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Telegramm des Gießener Anzeigers.

Loudon, 10. Juli. Nach einer Meldung aus Prätoria vom 8. Juli machten die Buren einen erfolglosen Angriff aus die britische Eskorte zwischen Stander ton und Hei­delberg. Die Eisenbahn zwischen Prätoria und Heidelberg ist vollständig hergefiellt, die jüngst zwischen Heidelberg und Standerton zerstörte Brücke dürste bald wieder hergestellt sein und so ein durchgehender Verkehr mit Natal bestehen. Der Feind griff den Obersten Mahon in der Nähe von Springs an. General Hutton Iras mit Ver­stärkungen ein und trieb die Buren zurück. Auch eine Patrouille der 7. Dragoner hatte ein Geplänkel mit dem Feinde. Die Buren find rührig in der Umgegend von Rustenburg.__

Politische Tngesschcm.

®ie japanif^e Sozialdemokratie es gibt solche, wie auch eine Gewerkschaftsbetvegung nach englischem Muster soll auf dem bevorstehenden inter­nattonalen Soziattstenkongreß in Paris durch einen Dele­gierten vertreten sein. Wie nämlich, derVorwärts" einem sozialdemokratischen Blatte in San Francisco entnimmt seiGenosse" Murai, der Generalsekretär der sozialistischen Arbeitervereine Japans, aus der Reise nach Paris zum Kongresse in Kalifornien eingetroffen. Er spreche fließend Englisch und werde in den Vereinigten Staaten verschiedene Vorträge über die Bewegung in Japan halten. In New ' York werde er sich nach Europa einschiffen. Da er England Frankreich und Deutschland besuchen will, hofft der Vor­wärts, den Delegierten der Sozialisten Japans in Berlin begrüßen zu können. Ueber die japanische Gewerkschaft^ bewegung und die dortigen durch Ausstände errungenen Lohnerhöhungen haben wir seinerzeit berichtet. Neuer- Lings werfen sich japanische Arbeiter in großen Massen

nach den Vereinigten Staaten und Britisch-Columbien. Fast jeder Dampfer, der von japanischen Häfen nach der West- tüste Nordamerikas kommt, bringt japanische Arbeiter. Die hawaischen Inseln weisen auch bereits eine starke japanische Einwnadcrung auf. D^ die japanischen Arbeiter im Gegen­sätze zum chinesisches Kuli für europäisch-amerikanische Kultur empfänglich, und auch keineswegs so bedürfnislos wie der niedere Chinese sind, werden sie von den einheimi­schen Arbeitern nicht angefeindet, doch könnte dies noch kommen. Trotz aller Einfuhrverbote hat übrigens jetzt fast jede größere Stadt in der nordamerikanischen Union eine kleinere oder größere Chinesen-Ansiedelung. Die Chi­nesen haben fast im ganzen Lande das Wäschereigewerbe an sich)! gerissen. _________

Deutsches Reich.

Berlin, 9. Juli. Aus Kiel wird gemeldet: Der Kaiser nahm gestern abend die Meldung des Komman­deurs des Königs-Ulanen-Regiments Nr. 13, Majors von Heyden-Linden entgegen.

DemBerliner Tageblatt" zufolge fährt der Kaiser morgen mit der Hohenzollern von Kiel nach! Wilhelms­haven und tritt am Mittwochs die kürz-e Nordland­reise an.

Der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes Graf Büllow hat sich gestern zum Bortrage bei dem Kaiser nach! Mel begeben.

DerR e i ch s a n z e i g e r" widmet dem verstor­benen früheren Kultusminister Dr. Falk einen ehrenden Nachruf, in dem es heißt:

In der Leitung des Kultusministeriums, wie in seiner ganzen früheren und späteren Amtswirksamkeit hat der Dahingegangene seine hohe geistige Begabung und seine hervorragende Arbeitskraft unverkürzt in den Dienst der ihm anvertrauten staatlichen Aufgaben ge­stellt. Was er für recht erkannt hatte, suchte er mit un­erschütterlicher Folgerichtigkeit durchzuführen. So lebt er in der Geschichte Preußens als Vertreter einer be­deutungsvollen Epoche unseres geistigen und kirchlichen Lebens, zugleich! aber als ein leuchtendes Vorbild preußi­scher Beamtentugend und edler Menschlichkeit.

Wie dieNordd. Allg. Ztg." meldet, ist der durch die Ernennung des Legationsrates v. Reichenau zum Gesandten in Guatemala freigelvordene Posten des Gene­ralkonsuls in Sofia dem bisherigen Legationssekretär bei der preußischen Gesandtschaft am päpstlichen Stuhle, Le­gationsrat v. Below-Rutzan übertragen worden.

Wie dieNordd. Allg. Ztg." vernimmt, ist eine Sitzung des Bundesratsausschusses für aus­wärtige Angelegenheiten auf Mittwoch anbe- raumt.

DerNordd. Allg. Ztg." zufolge entbehrt die Nach­richt von der beabsichtigten Stationierung dreier älterer Torpedoboote auf dem Rhein jeglicher Begründung. Weder im Reichsmarineamt, noch sonst an zuständiger Stelle sei eine derartige Absicht erwogen worden.

Homburg v. d. H., 9. Juli. Der Geburtstag des Prinzen Eitel Friedrich wurde vorgestern im engsten Familienkreise gefeiert. Von dem Kaiser, dem Kronprinzen und den übrigen nahen Verwandten liefen Gratulationen und Blumenarrangements ein. Nach der Tafel, obwohl das Wetter sehr unbeständig war, bewegte sich gegen halb 4 Uhr eine Kavalkade, bestehend aus den vier älteren Prin­zen, dem Gefolge und den Dienerschaften, nach der Saal- bürg, wohin die Kaiserin, deren Schwester, die Herzogin von Glücksburg, sowie Prinzessin Luise und Prinz Joachim per Wagen folgten. Dort wurde im Freien der Thee ein­genommen. Gestern nachmittag fuhren die Kaiserin, sowie die zwei älteren Prinzen zum Frühstück zur Kaiserin Fried­rich! auf Schloß Friedrichshof.

ALÄrms.

Paris, 9. Juli. Oberst Bougon wurde strafversetzt. Er hatte den Offizieren seines Regiments die Einladung zu den Empfängen des neuen Kriegsministers vorenthalten.

sDer Finanzminister erklärte in der heutigen Kam­mersitzung, er werde noch vor Schluß der ©effion einen Nachtragskredit von 14 einhalb Millionen Francs für die mit den Ereignissen in China zusammenhängen­den Transportkosten usw. einbringen. Der nationalistische Abg. Lari es verursacht bei dieser Gelegenheit wiederum einen heftigen Auftritt, indem er erklärte, der Kriegs­minister sei der Desorganisator der französischen Armee und der Organisator der zukünftigen Niederlagen Frank­reichs. Vom Präsidenten aufgefordert, sein Wort zurück- zunehmen, erklärte er, er ergänze sie im Gegenteil, indem er hinzufüge. Andre sei mit dem Marschall Bazaine zu ver- glerchen; Andre habe das Gesetz zerrissen, gleichwie Ba­zaine die französischen Fahnen zerrissen habe. Diese Worte riefen einen ungeheuren Tumult hervor. Lasies will noch weitere Beleidigungen gegen Andre schleudern, aber seine Stimme verliert sich in dem Tumult, den die Linke fortgesetzt mit den Pultdeckeln verursacht. Nachdem die Ruhe wiederhergestellt war, schließt der Präsident die Debatte, und die Kammer nimmt sodann diejenige über die direkten Steuern wieder auf.

Graz, 9. Juli. Eine Bismarck eiche wurde in der Nacht von Unbekannten abgeschnitten. Auf die Eruierung der Thäter wurde ein Preis ausgesetzt.

Gmunden, 9. Juli. Bei der morgigen Hoch­zeit s f e i e r i m H a u s e Cumberland hat der Herzog für die Ansprache sich jedwede politische Anspielung ver­beten. Der deutsche Kaiser sandte als Hochzeits­geschenk ein Servis der königlichen Berliner Porzellan­manufaktur. 180 unverheiratete Damen aus 91 hannover­schen Adelsfamilien sandten eine Damasttischbecke, in das die Wappen aller Spenderinnen eingewebt sind. Sämt­liche per Hochzeit beiwohnende Gäste bis auf Kaiser Franz Joses sind hier eingetrosfen. Der geftem stattgehabten Illumination der Stadt, die großartig ausgefallen ist, wohnte der Herzog von Cumberland sowie alle Fürstlich­keiten auf der Terrasse des Kurhauses bei. Der Herzog von Cumberland wird dem deutschen Kaiser die erfolgte Vermählung in einer unter regierenden Fürsten üblichen Form mitteilen. Hoffnungen politischen Charakters wer­den, wie in welfischen Kreisen versichert wird, an diese Heirat Nicht geknüpft.

, » ? r j e Das englische Geschwader,

bestehend aus 40 Kriegsschiffen, ist unter dem üblichen eialut der Leuchtturmbatterie und in Begleitung des öfter- rerchstch-ungarischen Geschwaders, das den englischen bis Pirano entgegengefahren war, heute mittag im hiesigen Hafen eingelaufen. Vor dem Gebäude der See-Behörde lerstete eine Ehrenkompagnie mit Musik und Fahne der vrftlschen Flagge die Honneurs. Sodann begaben sich die offiziellen Persönlichkeiten aus das englische Admiralsschiff.

Brunn, 9. Juli. Eine Konferenz der Obmänner der deutschen Fortschritts- und der deutschen V o l k s p a r t e t beschloß, in ganz Mähren Volks - Ver - sammlungen des deutschen Volkes Mährens gegen halten^^^ochengesetzentwurf der Regierung abzu-

Sofia, 9. Juli. Der Kommandeur des zweiten In­fanterie-Regiments, Oberstleutnant Giorgiler, wurde mit 64 Unteroffizieren und Soldaten wegen seines bauern­freundlichen Verhaltens bei den Unruhen in Trestenik vor em Kriegsgericht gestellt.

Ko n st a n ti n o p e l, 9. Juli. Gestern und vorgestern wurden 150 Armenier verhaftet. Die Polizei gibt vor, zu wissen, daß zwei Haupttirheber des 1896 er Auf­ruhrs in Konstantinopel anwesend seien; doch scheint sie unter idnesem Deckmantel nur eine Anzahl angeblich ver­dächtiger Armenier aus der Hauptstadt entfernen zu wollen.

Petersburg, 9. Juli. Die gestrige Feier des 200- jährigen Jubiläums des Wyborgschen Regi- ments, dessen Chef der deutsche Kaiser ist, verlief überaus glänzend. Nach, der Parade auf dem Platze vor der Troitzkykathedrale, an welcher der deutsche Oberst Graf York als Vertreter des deutschen Kaisers, ferner Major Lauenstein ünd Mitglieder der deutschen Botschaft teil- Lnahmen, fand Feldgottesdienst und die feierliche Ein­weihung dLr vom Zaren verliehenen neuen Regimentsfahne statt. Nachdem bereits am Samstag die feierliche Nagelung der vom deutschen Kaiser verliehenen Fahnenbänder statt­gefunden hatte. Nach der kirchlichen Feier brachte der Re­giments-Kommandeur Baron Meyendorff Hochs auf den Zaren und den deutschen Kaiser aus. Oberst v. York über­reichte ein Handschreiben des deutschen Kaisers an den Regiments-Kommandeur. Es lautet:

Ich! entbiete meinem glorreichen Wyboraschen In­fanterieregiment zum Jubellage meinen herzlichsten Gruß. Stolz darauf, Ches des Regiments mit so ehr­würdiger, ruhmreicher Vergangenheit zu sein, ist es mein Wunsch, demselben durch die Uebersendung meines Bild­nisses einen erneuten Beweis meiner besonderen Wert­schätzung und Zuneigung zu geben. Indem ich hoffe, dem Regiment hierdurch« eine Freude zu bereiten, wünsche ich, daß das Bild ein bleibendes Andenken meiner Zu­gehörigkeit und innigen Beziehungen zum Regiment sein möge. Wilhelm."

Die Kapelle spielte:Heil dir im Siegerkranz". Bei dem Frühstück des Offizierkorps wurde das von Kaiser Wilhelm verliehene lebensgroße Kaiserbild enthüllt. Nach Toasten auf die beiden Kaiser dankte Gras York für den Empfang und schloß:In diesem Augenblick wissen wir die alte Freundschaft zwischen der russischen und der deutschen Armee doppelt zu schätzen, da unsere Soldaten jetzt unter dem Befehl des russischen Generals in feindlichem Feuer gestanden haben. Ich, trinke auf das Wohl der Spitzen der russischen Armee und aller russischen Generale und Offiziere, insbesondere derjenigen des ruhmreichen Wyborgschen Regiments." Der Toast wurde enthnsiasllsch aufgenommen. Vom Kaiser Wilhelm traf noch aus Kiel folgendes Telegramm ein:

Zu der seltenen Feier, welche mein braves Wyborg- sches Regiment anläßlich, seines 200 jährigen Bestehens heute begeht, spreche ich demselben meine wärmsten Glückwünsche aus. Möchte es dem Regiment vergönnt sein, treu der im Geiste seines großen Stifters gepflegten Tradition allezeit sich die Zuftiedenheit des allerhöchsten Kriegsherrn zu erringen."

Aus Stadt und Sand.

Gießen, den 10. Juli 1900.

** Stadtverordueteu-Bersammlung. Die Tagesord­nung für die Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung am Donnerstag den 12. Juli weist folgende Punkte aus: 1. Gesuch des Gärtners Georg Noll um pachtweise Ueber- laffung eines Lagerplatzes am Lutherberg. 2. Die Auf­stellung von Turngeräten auf der Westseite der Kaserne seitens des Regiments. 3. Die von Fabrikant Georg Throm an seinem Grundstück Wetzlarerweg hergestellte Einfriedigung;, hier: Gesuch um Belassung derselben. 4. Gesuch desselben um Erlaubnis zur Anlage einer Rohrleitung am Wetzlarer­weg; hier: Verzicht auf Benutzung derselben. 6. Gesuch des PH. Benner um Verpachtung eines städtischen Platzes zur Aufstellung eines Wasserhäuschens. 7. Baugesuch des W. Steinbach für die Querstraße zwischen Grünbergerstraße und Großen Steinweg. 8. Benennung der von der Grün­bergerstraße parallel mit der Moltkestraße nach dem Großen Steinweg führenden Straße. 9. Gesuch des L. Seuling um käufliche Ueberlassung von städtischem Gelände an der Parallelstraße zur Grünbergerstraße. 10. Baugesuch der Firma Joh. Daniel Haas in Dillenburg für die Marburger­straße.' 11. Gesuch der Architekten Stein u. Meyer um Entfernung der Schoorbäume vor ihren Neubauten an der Ostanlage. 12. Verbindungsweg zwischen Liebig- und Wilhelmstraße. 13. Anlage von Vorgärten an der vor­gesehenen Verbindungsstraße zwischen der Frankfurter- und- Bahnhofstraße, der Wieseck entlang. 14. Errichtung einer ffychiatrischen Klinik; hier: Ausgänge von der Klinik nach >er Oftseite. 15. Beschaffung des Brennmaterials für die städtischen Anstalten pro Winter 190001; hier: der Braunkohlen. 16. Reparatur des Straßenpstasters. 17. Ge- uch des Friedrich Schieß um Erlaubnis zum Wirtschasts. betreib im Hause Löwengaffe. 2. 17. Desgl. des H. Weller um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Vorgarten bei seinem Hause Grünbergerftraße 32.

** Die Gesellschaft für Erd und Völkerkunde wird am Sonntag den 22. Juli ihren diesjährigen Sommeraus- flug nach Romrod und Alsfeld untern^ n Fuße

zurückzulegende Strecke beträgt et^ ^b- 0 0 a a^..etsch Erben) in Preßen.