Ausgabe 
11.4.1900 Zweites Blatt
 
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von Lindau 1891 herausgegeben wurde. Jedoch haben sich seine Werke einer geringeren Berühmtheit zu erfreuen ge­habt als seine Person. Er wird im Gedächtnis der Volks- massen noch jahrelang als der Erretter und Freund der unter­drückten, um ihrTagesbrot Ringenden gepriesen werden. Seinen Namen in den Staub der Landstraße zu ziehen, wie es hier und da auch heute noch geschieht, halten wir für ungerecht­fertigt. Bei unparteiischer, sachlicher und ruhiger Be­urteilung seines ganzen Lebensganges und seines Schaffens bleibt, wenn seine Anschauungen auch keineswegs die unseren sind, sein Name bestehen als der eines Mannes, dessen eminente Befähigung Hand in Hand mit edler Gesinnung und aufopfernder Menschenliebe ging.

Politische Tagesschau.

Der deutsche Handelstag ist, wie wir mitteilten, vom Staatssekretär Grafen Posadowsky mit einer Ansprache er­öffnet worden, die nach mehreren Richtungen hin besonders bemerkenswert ist. Jetzt, da es sich entscheiden soll, in welchem Sinne .unsere Wirtschaftspolitik demnächst ihre Bahnen wandeln wird, ist es von größtem Interesse, aus dem Munde eines Reichsministers Worte zu hören, die einen Schluß zu- laffen auf das, was die Regierung zu thun gedenkt. Noch find die wirtschaftspolitischen Verhältnisse festgelegt durch die vor 10 Jahren abgeschloffenen Handelsverträge. Diese laufen aber bekanntlich mit dem Jahre 1903 ab, und schon jetzt find die Vorbereitungen für deren Erneuerung im vollsten Gange. Unser ganzes innerpolitisches Leben wird sich darauf zuspitzen, unter welchen Bedingungen die neuen Verträge zustande kommen werden. Es ist natürlich, daß jeder einzelne unserer großen Erwerbszweige möglichst viel Vorteil aus den neuen Abmachungen herausschlagen will, und man kann es verstehen, daß der Kampf um sie bereits auf der ganzen Linie entbrannt ist. Im Interesse des inncrpolitischen Friedens würde es liegen, wenn die Gegensätze im weitesten Sinne ausgeglichen würden, wenn strikte nach dem Grundsatz verfahren werden könnte: Dem Handel und der Industrie, was diesen beiden gebührt; der Landwirtschaft, was der Landwirtschaft gebührt. Man befürchtete vielfach, daß die Bestrebungen auf Bevor­zugung der agrarischen Interessen überwiegen würden, daß Handel und Industrie eine nicht genügende Berücksichtigung finden könnten. Aber nach dem, was man in dieser Hin­sicht bereits aus Allerhöchstem Munde vernommen hat, und waS auch aus den Worten des Grafen Posadowsky heraus­gehört werden kann, braucht man sich wohl nach dieser Richtung keiner allzugroßen Besorgnis hinzugeben. Der deutsche Handelstag hat sich auch, wie wir gleichfalls be­reits mitteilten, mit allen gegen eine einzige Stimme für die Vermehrung der Flotte gemäß der Regierungsvorlage ausgesprochen. Jene einzige Stimme dürfte vom Vertreter der Handelskammer Bingen abgegeben worden sein, der den Antrag stellte, der Handelstag möge eine Stellung­nahme in dieser vorwiegend politischen Angelegenheit ab- lchnen. Nach dem Empfang einer Belehrung über die jüngsten Ereignisse auf dem Weltschauplatze zog der Bingener Flottengegner seinen Antrag zurück; der Handelstag aber verschärfte noch die von einem Münchener begründete, von einem Franken willkommen geheißene Resolution, indem er beschloß, nicht die Hoffnnng, sondern die Erwartung aus Annahme der Flottenvorlage im Reichstage auszu- sprechen.______________________________________________________

Ackaies rmd UrssinMÜes.

** Handelskammer. (Auszug aus den: Sitzungs­protokoll vom 3. April.) Anwesend die Herren: Kommerzien­rat Koch, Scheel, Balser, Grünewald, Kommerzienrat Heichelheim, Hoos, Jhring, Katz, Moll, Ramspeck, Rinn, Schirmer, Schmall, Steinecke, Wallach. Entschuldigt fehlen die Herren: Dürbeck, Nowack, Kommerzienrat Wortmann. Vor Eintritt in die Tagesordnung begrüßt der Vorsitzende das neugewählte und bestätigte Mitglied, Herrn Emil Schmall, Gießen. Aus dem über die seit der letzten Sitzung vom Büreau erledigten Geschäfte erstatteten Be­richt ist folgendes zu bemerken:

l.Erweiterungder Reichsbanknebenstelle Gießen zur Reichsbank stelle. Bei den zuständigen Stellen sind weitgehende Schritte gethan worden, um die Umwaudlung der hiesigen Reichsbanknebenstelle in eine Reichsbankstelle und Angliederung der bestehenden oder noch zu begründenden Reichsbantnebenstellen: Alsfeld, Friedberg, Marburg und Wetzlar an dieselbe herbeizu- sühren. Jedoch hat das Reichsbankdirektorium geant­wortet: Es bedauere, die beantragte Umwandlung nicht in Aussicht stellen zu können, da nach den seither gemachten Erfahrungen dem hiesigen Platze die dazu nötigen Voraus­setzungen fehlten.

( 2. Späterlegung des dritten Bestell­gangs. Die dahingehenden Bemühungen haben den Er­folg gehabt, daß nach Mitteilung des Kaiserlichen Postamts vom 9. April ab der Beginn der dritten Briesbestellung versuchsweise auf 1 Uhr 45 Minuten nachmittags verlegt wird, damit die mit den Zügen 121 und 45 von Coblenz und Frankfurt a. M. eintreffenden Briefsendungen noch auf diesem Bestellgange zur Austragung gelangen.

3. A u s h ä n d i g u n g telegraphischer Post­anweisungen. Rach Mitteilung des Reichspostamts soll in Zukunft bei Ausbezahlung telegraphischer Post­anweisungen dem Empfänger der Abschnitt einer gewöhn­lichen Postanweisung ausgehändigt werden, auf welchen die Angabe des Absenders, sowie Betrag und Tag der Ein­zahlung, ferner die etwaigen auf die Verfügung' über das Geld bezüglichen Mitteilungen aus dem Ueberweisungs- Telegramm übertragen worden sind. Bietet der Abschnitt für die deutliche Niederschrift dieser Mitteilungen nicht ge­nügenden Raum, so werden diese auf ein besonderes, dem Abschnitt beizufügendes Blatt niedergeschrieben.

4. Vorlage des Budgets. Laut einstimmigen Beschlusses der Kammer ist der Sekretariatsassistent der Stuttgarter Handelskammer Dr. Kehm zum ständigen Sekretär der Kammer gewählt worden Derselbe wird Jemen Dienst am 1. Juli antreten.

5. Sitzung de sHes fischen Handelskammer- tagS vorn 25. März d. I. Bei demselben war die Kammer durch ihre beiden Vorsitzenden vertreten. Die Verhandlungen dienten einer Vorberatung der Tagesord­nung des Deutschen Handelstages. Tie in dessen Ausschuß­sitzung gefaßten Beschlüsse fanden auch in Mainz Zu­stimmung und wurden ebenso in der Plenarversammlung jener Körperschaft am 6. und 7. d. Mts. in Berlin ange­nommen. Mau stimmte zu: 1. Der Neuordnung des Deut­schen Handelstages auf der Grundlage einer erweiterten Leistungsfähigkeit, namentlich auf dem Gebiete der In­dustrie 2. Einer Vermehrung der Kriegsflotte. 3. Eine Umsatzsteuer auf Großbetriebe im Kleinhandel und der Müllerei wurde abgelehnt. 4. Fleischbeschaugesetz. Ter Handelstag schließt sich der Protestbewegung gegen das vom Reichstag beschlossene sofortige Verbot der Einfuhr von gepökeltem und Büchsenflcisch und das der Einfuhr von frischem Fleisch von 1904 ab an. 5. Einrichtungen zur Förderung des auswärtigen Handels. Die hierher ge­hörige Schaffung von deutschen Handelskammern im Aus­land wird als ein wertvolles Mittel zur Förderung des auswärtigen Handels bezeichnet. Ueber die Zweckmäßig­keit der Errichtung amtlicher Auskunftsstellen im Inland sollen Erhebungen stattfinden. 6. Gewerbegericht. Einer Ausdehnung der Zuständigkeit des Vorsitzenden im Ge- werbegerick)t dahin, daß er berechtigt sein soll, bei Arbeiter­ausständen die Parteien unter Androhung einer Geldstrafe zu laden, wird die Zustimmung versagt. Ter Hessische Han­delskammertag trat sodann in eine Beratung ein über: Kaufmännisches Fortbildungsschulwesen in Hessen. Schon am 23. März fand in Frankfurt a. M. eine Vorbesprechung über diesen Punkt statt, bei der die Kammer durch ihren stellvertretenden Vorsitzenden vertreten war. An dieser Sitzung. wie auch au den Beratungen des Handelskammer­tags ii- Mainz nahm auf Veranlassung der Kammer der Leiter der hiesigen Kaufmännischen Fortbildungsschule, Herr Lehrer Knauß, teil, der ausführliche schriftliche Vor­schläge, die Organisation dieser Schulen betr., vorlegte. Auf Grund der von Gießen und Offenbach erstatteten Refe­rate einigte sich der .Handelskammertag zu Mainz wie folgt: 1. Tie verantwortlichen Leiter der Schulen sind die Großh. Handelskammern; doch steht der gemeinsamen Fortftihrung der Anstalten mit den seitherigen Trägern nichts im Wege. 2. Die kaufmännischen Fachschulen sind in der Hauptsache für Handlungslehrlinge bestimmt, doch können auch junge Leute aus verwandten Berufsarten zugelassen werden. 3. Als Mindestforderung für die Aufnahme gilt der ein­jährige Besuch der ersten Klasse einer Volksschule mit Er­folg in den Hauptfächern. 4. Es soll auf Grund der Ge­werbeordnung für die obligatorischen Fächer Schulzwang eingeführt werden. 5. Als obligatorische Fächer sind zu bestimmeu: einfache und doppelte Buchführung, Handels­korrespondenz, kaufmännisches Rechnen und -Schönschreiben. Die näheren Bestimmungen über weitere obligatorische und die fakultativen Fächer bleibt den einzelnen Schulleitungen überlassen. 6. Für die ganze Einrichtung ist ein schul­gemäßer Aufbau in drei Jahresklassen nötig; für die obli­gatorischen Fächer sollen nur Tages-, für die fakultativen Abendstunden in Petracht kommen. 7. Alles andere über Lehrstoff, Lehrplan, Sck;ulordnung re. bleibt den einzelnen Schulleitungen überlassen. 8. Die Kosten sind aufzubringen durch Schulgeld, Unterstützungen von Staat, Gemeinde und Handelsstand. Ter Regierungsvertreter, Herr Ministerial­rat Braun, der den Verhandlungen anwohnte, erklärte sich damit einverstanden unter au^)rücklicher Betonung, daß eine staatliche Beihilfe davon abhängig gemacht werden würde, daß die Oberleitung den Großh. Handelskammern überlassen bleibe und betr. der obligatorischen Fächer nur Tagesunterricht stattfinde.

6. Plenarversammlung des Deutschen Handelstags am6. und 7. April. Um ihre Ver­tretung bei dieser Versammlung hat die Kammer Herrn Geh. Kommerzienrat Michel in Mainz gebeten.

7. Sitzung des Bezirks-Eisenbahnrats Frankfurt a. M. Die Kammer beauftragt ihren Ver­treter in der Ende Mai stattfindenden Sitzung des Bezirks- Eisenbahnrats Frankfurt a. M. folgende Anträge zu stellen: 1. Anschluß des von Mainz in Frankfurt 12 Uhr 43 Min. ankommenden Zuges an den 12 Uhr 40 Min. Frankfurt- Kassel abgehenden Schnellzug herbeizuführen. 2. Ein­legung eines Nachmittags-Schnellzuges Frankfurt-Kassel event. eines Gegenzuges zwischen vormittags 5 Uhr 24 Min. und 12 Uhr (Schnellzug 3. Klasse) eintreten zu lasseu. Ferner wird derselbe bemüht sein, in geeigneter Weise auf beiden Oberhessischen Linien Erleichterungen im Personenverkehr anzustreben.

8. Zweifelhafte Firmen im Ausland. Der Kammer sind von berufener Seite Mitteilungen über der­artige Firmen in Rustschuck, Widdiu, Sevilla, Madrid, Lille, Haag, Utrecht, Rotterdam, Amsterdam, Wischoten, Leiden, Salonik zugegangeu. Interessenten erhalten auf dem Sekretariat während der Geschäftsstunden Auskunft.

9. Handel im Ausland. Neu liegt vor eine Ver­ordnung der spanischen Regierung vom 26. Dezember 1899 betr. den Verkehr mit Warenmustern. Einsicht kann auf dem Sekretariat genommen werden.

**K. Pferdemarkt. Am morgenden Mittwoch wird auf den städtischen Marktanlagen an der Rodheimerstraße der erste Pferdemarkt abgehalten werden; die Anmeldungen namhafter Pferdehändler und -Züchter sind zahlreich ein­gelaufen, und so dürfte dieser erste Versuch allem Anscheine nach von gutem Erfolge begleitet und unfere Stadt um ein zeitgemäßes und nutzbringendes Unternehmen reicher sein. Tue Lose sind bereits seit Wochen vergriffen, und mancher, der sein Glück versuchen wollte, mußte diesmal verzichten. Die recht praktischen und zum Teil wertvollen Gewinne sind sämtlich bei hiesigen Geschäftsleuten gekauft worden, während die Pferde zur Verlosung auf dem Markt selbst angekauft werden. Die Prämiierungs-Kommission beginnt bereits früh 9 Uhr ihre Arbeiten. Ueber 800 Mk. find für Prämiierung der besten Reit-, Wagen- und Arbeitspferde sowie Fohlen vorgesehen. Nachmittags 2 Uhr findet die Preisverteilnug statt, und werden alsdann die prämiierten Tiere, die Reitpferde unter dem Sattel, die Wagenpferde im Geschirr, vorgeführt, worauf wir Inter­essenten und Pferdeliebhaber besonders aufmerksam machen.

** Die Abgeordneten Versammlung des oberhesfischen Verbandes freiwilliger Feuerwehren fand, wie in voriger Nummer bereits mitgeteilt, am Sonntagnachmittag 2*/3 Uhr

MiGambrinus" zu Nidda statt. Nach Begrüßung b<r Abgeordneten, der Kreisfeuerwehrinspektoren und sonstig«! Gäste, worunter Herr Bürgermeister Roth.Nidda, gab der Vorsitzende, Feller aus Lollar, zunächst dem Bedauern darüber Ausdruck, daß die Versammlung nicht so zahlreich besucht sei, wie dies im Interesse der Sache wünschenswert' Gerade die Provinzial-VerbandStage böten den Komman bauten der Feuerwehren Gelegenheit, sich über Dinge zu informieren, über welche noch vielfach Unklarheit herrsche Herr Feller hob in dieser Beziehung das Unterstützungkasser wesen hervor. Die Landes-Brandversicherungskammer, in der die drei Provinzen durch je einen Bevollmächtigten vertreten seien, biete in den Kaffen den bei Uebungen uns Bränden verunglückten oder erkrankten Feuerwehrmänner, Unterstützung; auch die Aachen-Münchener Feuerversicherungs­gesellschaft lasse es sich angelegen sein, da helfend rin zugreifen, wo im Dienst verunglückte oder erkrankte Feun. wehrmänner in ihrem Erwerb geschädigt worden. Er be­trachte es mit als Aufgabe der Kreisfeuerwehrinspektoren auf regeren Besuch der Verbandstage hinzuwirken. Das von den Verbandsvertretern ausgearbeitete Statut, sowie die Geschäftsordnung für die Vertreter Versammlungen sanden nach kurzer Beratung Annahme. Der Kommandani der Friedberger Feuerwehr, Damm, bezeichnete es bei Beratung des nächsten Gegenstandes als Uebelstand, daß bei nachts ausbrechenden auswärtigen Bränden, zu denen nur eine beschränkte Anzahl Feuerwehrleute auszurücken habe, in den Städten die ganze Einwohnerschaft durch Signale geweckt werde. Die Versammlung sah von einer Beschlußfassung über die Abstellung der in dieser Hinsicht bestehenden Mißstände ab, um aus Grund der von einzelnen Vertretern über die bei ihren Wehren üblichen Einrichtungen mitgeteilten Erfahrungen vorerst Material sammeln zu können. Die von der freiwilligen Feuerwehr zu Lang, göns gestellte Frage:Welche Erfahrungen sind beim Gebrauch von Petroleumfackeln gemacht worden, und welche Verbesserungen können eingeführt werden", gab zu längerei Besprechung Anlaß. Man war der Ansicht, daß Petroleum, fackeln sich im allgemeinen bewährt, sofern dieselben richtig behandelt würden. Die Anfrage derselben Wehr:Warum die oberhess. sreiw. Feuerwehren, speziell die Landfeuerwehren, in Bezug auf Stärke und Organisation nicht gleichen Schritt mit denjenigen der Schwesterprovinzen halten können", gab Gelegenheit zu gegenseitiger Aussprache über geeignete Mittel und Wege zur Gründung weiterer freiwilliger Feuer- wehren. Im allgemeinen konnte man sich jedoch der An ficht nicht verschließen, daß in Starkenburg, besonders aber in Rheinhessen, die Gemeinden finanziell beffer gestellt, und somit eher in der Lage seien, die Sache der freiwilligen Feuerwehren zu fördern, als in Oberheffen; daß die ge­nannten Provinzen außerdem städtereicher und dichter bevöl­kert, hebe ebenfalls den Sinn für freiwillige Thätigkeit im Dienste des Feuerlöschwesens. Schließlich wurde der Ueber- zeugung Ausdruck gegeben, daß bei reger Thätigkeit der Kreisfeuerwehrinspektoren die Gründung freiwilliger Feuer« wehren gefördert werden könne. Bor allem müsse aber darauf hingearbeitet werden, tüchtige, mit theoretischen und praktischen Kenntnissen ausgerüstete Führer zu erhalten, zu welchem Zweck sich die Einrichtung von Führerkursen, Kenntnisnahme der einschlägigen Litteratur usw. empfehle. Es folgte die Besprechung einer Anzahl technischer Fragen, u. A. über Hakenleitern, Besteigen von mit Roll­läden versehenen Häusern, Vorkehrungen gegen das Ein­frieren der Hydranten, Behandlung der Schläuche u. s. w. Zum Mitglied des Landes« und Provinzialverbandes wurde Herr Wigandt, 1. Hauptmann der Gießener freiwilligen Feuerwehr, einstimmig gewählt. Der 18.. Oberhessische Verbandstag findet im Jahre 1901 in Hungen statt. Für den im Jahre 1903 stattsindenden Verbands, tag wurde Alsfeld vorgemerkt. Herr Feller schloß, nachdem er auf den Protektor der hessischen Feuerwehren, den Großherzog, ein Hoch ausgebracht, nachdem ferner auf Bürgermeister Roth ein Feuerwehr-Salamander gestiegen, und von einem Mitgliede ein Hoch auf Herrn Feller als Anerkennung für seine Geschäftsführung ausgebracht worden, den Verbandslag.

** WoHlfahrtseinrichtungen. Von den zahl« reichen Instituten, die sich den Schutz der Angehörigen bemt Ableben des Ernährers zur Aufgabe gemacht haben, if? die Ster belasse des Bundes deutscher Gast« wirte (Sitz in Darmstadt, jur. Person) wohl eins de: bestsundierteu und leistungsfähigsten. Der 1899 gemacht: Ueberschuß betrug ca. 120 000 Mk., der Reservefonds wuchl dadurch auf 525 000 Mk., während an die Hinterbliebene» verstorbener Mitglieder 182 724 Mk. ausbezahlt wurden. Im Großherzogtum Hessen, wo diese Kasse ca. 1200 Mit glieder besitzt, wurden für die im Jahre 1899 verstör' denen Gastwirte bezw. Gastwirtsfrauen, unter denen fiÄ Hch. Leib und P. Schadeck in Gießen, Ph. Rinn ir Kleinlinden und Ludw. Geiß in Friedberg befanden, ins- gesamt 26 497.48 Mk. den Hinterbliebenen ausbezahlt.

F. Vom Lande, 9. April. Sie werden nicht alle! Kommt da kürzlich in aller Herrgottsfrühe, al£ es noch finster war, der Melchior 36. ans Doktorhaus un> reißt an der Klingel, daß sie scharf durch die Wohnung, schrillt. Der Doktor steht auf und fährt in Schlafrock un> Pantoffeln, aber da läutet es schon wieder mit ungebü^r' licher Gewalt und Heftigkeit. Nun begiebt sich der Arzt der inzwischen etwas Toilette machte, ans Fenster unk ruft: Wer ist da? Keine Antwort; er ruft drei-, viermal, aber vergeblich; er geht auf die entgegengesetzte Seite der Wohnung und ruft in den Hof, doch alles bleibt stumm wie zuvor. Aergerlich schlüpft der Doktor wieder ins Beck und brummt: Da hat sich ein Taugenichts einen schlechten j Spaß mit mir gemacht. Gegen 11 Uhr geht der Arzt durch das Dorf und besucht die Patienten; als er an Melchior X. Haus vorbeikommt, klopft dieser, ruft unb winkt, und der Doktor tritt ein.Eich hunn heut m aller Froih bei Eahne gescheallt, Säi sein awwer nätt kumme, sprach 36.,der Oettervatter eas unpaß woarn."So,

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