Ausgabe 
11.2.1900 Fünftes Blatt
 
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«u erwerben, oder auch nach Belieben wieder darauf zu verzichten. 5o vermehrt und vermindert sich jeweilig die Zahl der öffentlichen Elevatoren, mit ihnen die offiziellen sichtbaren Vorräte und ihr Anteil an dem gesamten nordamerikanischen Weizenvorrat, ohne das; der thatsächlich vorhandene Vorrat an disponiblen; Getreide dadurch berührt zu werden braucht.

Wenn cs nun feststcht, daß der große nordamerikanische Ele­vatorenring allein in Minnesota, Nord- und Süd-Dacota nahezu 3000 Land-Elevatoren besitzt, io leuchtet nach dem Gesagten ohne weiteres ein, daß es ausschließlich in seinem Belieben steht, die Ziffer deroffiziellen" Vorräte zu außergewöhnlicher Höhe an- schwellcn zu lassen, indem er den Weizen in großen Mengen in die öffentlichen Elevatoren dirigiert, oder den Weizen aus den öffentlichen in die Privatelevatorcn zu verschieben, und damit die Ziffer deroffiziellen" Vorräte um einen fast beliebigen Prozent­satz zu mindern. Das bedeutet aoer nicht mehr und nicht weniger, als daß dieoffiziellen sichtbaren Vorräte", trotz der formellen Korrektheit ihrer Ziffern, ein Spielball sind in den Händen des spekulativen organisierten Großkapitals, welches durch sie den Weltmarkt beherrscht. Tenn dieser Weltmarkt ist außerordentlich empfindlich gegenüber den Nachrichten über die Ab- und Zu­nahme der offiziellen sichtbaren Vorräte, und die Beteiligten sind ängstlich bemüht, die Wirkung derselben zu überwachen. Das zeigte sich gerade in den letzten Tagen mit besonderer Deutlichkeit: kaum war eine geringe Minderung dieser Vorräte konstatiert worden, da beeilte man sich am 5. d. M. telegraphisch bekannt zu geben, daß die Abnahme völlig bedeutungslos sei, weil sie ledig­lich in der Zurückziehung eines öffentlichen Elevators mit angeb­lich 1 Million Bushels Inhalt aus der amtlichen Kontrolle ihren Grund habe^ (Schluß folgt.)

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Frankfurter Börne vem 9. Februar.

Wechsel auf New-York zu 4.21-22.

Prämien auf Kredit per ult Februar 1.30°/o, do. per ult. März 2 50%, Diskonto Kommandit per ult. Febr. 1 05%, do. per ult.

März 2.10'/o, Lombarden per ult. Februar 0,55% do. per ult. März 0 90 /0, Deutsche Bank per ult März 0.00%, Dresdener Bank per ult März 0 00%, Berliner Handelsges. per ult. Febr. 0.00.

Notierungen: Kreditaktien 238 60-50-70, Diskonto-Kom- mandit 196 40-00, Staatsbahn 140.80-50, Gotthard 142 30, Lom­barden 28-27.90 00, Ungar. Goldrente 99.35, Italiener 94 50, 3proz. Mexikaner 26.40. Oesterr. Coupons 84%, Amerik. Coupons 4.19%, Privat-Diskont 3 7/°/o G.

1% bis 2% Uhr: Kredit 238.70-90, Diskonto 196 40, Staate- bahn 140.40, Lombarden 27 80. ,

Viehmärkte.

Der Besuch der süddeutschen Viehmärkte war in der ver­flossenen Woche seitens der Interessenten ein ziemlich guter, während im allgemeinen die Kauflust sich nur mittelmäßig ge-- staltete. In Großvieh war wohl ziemlich und schönes Angebot vorhanden, der Absatz dagegen nur ein mittelmäßiger zu nennen. Dagegen entwickelte sich der Kälberhandel sehr lebhaft, auch die Schweine fanden flotten Absatz. Schafe und Hümmel ziemlich angeboten, es blieb jedoch viel Ueberstand.

Tabak.

Im Laufe dieser Woche wurde mit dem Einkauf der noch in Bellheim und Herxheim lagernden Tabake fortgefahren: Es wurden wieder einige hundert Zentner verkauft. In Bellheim wurde bis zu 23 Mark angelegt, doch sind Käufer und Verkäufer sehr zurückhaltend, erstere erwarten Preisrückgang, während letz­tere höhere Preise erzielen wollen. Wir möchten behaupten, daß das erstere eintreten dürfte, da die Ware zu schwer und schlechtbrennend ist, als daß die Käufer höhere Preise hierfür an­legen könnten. In Herxheim bewegt sich der Preis zwischen 1417 Mk. Für 14 Mk. erhält man teils gute Ware, teils Hagelschlag, für 1617 Mk. unverhagelte Tabake. In Haynau, wo auch noch 2300 Zentner zu verkaufen sind, und anfangs bis 24 Mk. bezahlt wurde, sind in den letzten Tagen einige Parthien zu 1718 Mk. umgesetzt worden. Im alten Geschäfte wurde im

Laufe dieser Woche ein größerer Posten ca. 1000 Zentner 1897 er und 1898 er rhein-baierischer Tabake von Spekulanten an Händler zum Preise von 2528 Mk. verkauft. Sonst ist es Verhältnis mäßig sehr ruhig. Was die Fermentation der zuletzt herein gekommenen Oberländertabake anbelangt, so kann konstatiert wer den, daß sich dieselben im ersten Feuer ziemlich gut umschlagen, doch wollen wir, wie schon bemerkt, ein Urteil erst nach Beend, gung der ersten Fermentation abgeben. Daß sich die Tabak schwer und kräftig entwickeln, sieht jeder Laie heute schon. In Pfälzer Rippen geschäftslos, lose feine 99,50 Mk., gebündelt? feine 11 Mk.

Zahlungseinstellungen.

Konkurseröffnungen: Nachlass des Bäckers Hermann Bouke, Osmarsleben (Bernburg); Kaufmann Theod Schran, Bochum; Wein­wirtin Anna List, Erlangen; Kaufmann Adolf Drave, Hannover; Kaufmann Ferdinand Mann, Hannover; Nachlass des Schuhmacher« Wilh. Schmidt, Hasselfelde; Händler Jak. Schmidt, Kassel; Kleider­händler Albert Faber, Königsberg; Schuhmacher Karl Otto Menzel, Leipzig; Kaufmann Rich. Wollersdorf, Magdeburg; Kaufmann Karl Sternberg, Mannheim ; Barackenwirt Leander Sartori, Kappel (Neu­stadt i Schwarzwald); Baumeister Joh. Friedlein, Nürnberg; Kauf­mann Ludwig Bechmann, Offenburg; Badeanstaltsbesitzer Johann Schuster, Oldenburg; Maurer Joh. Peters, Rendsburg; Grünwaren­händler Friedrich Otto Schlüssel, Zwönitz (Stollberg); Kaufmann Paul Knäbel, Ueckermünde; Ackersmann Christ. Friedrich Hers, Ensheim (Wörrstadt).

Kunst-Ausstellung. D:Sf im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 Uhr mittags mit Ausnahme des Samstags geöffnet, Mittwochs auch noch von 3 b«. 5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen. Eintritt für Niohtmitglieder an Werktagen 50 Pfg^ an Sonn- und Feiertagen 20 Pfg.

Bilanz

Dezember 1899

am 31

Weltkarte

Ende 1898

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Bilanz

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Börse nor« 9. Februar 1900.

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«eruntwortlichtT »tbafttur: H. «oegler Druck und der Brühl'schen UniversttLt-.vuch- und Strindruckerri (Pietsch «rben) ta Gießen.

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Vermietungen

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Abgegangen durch Tod Durch Abtretung . .

ginnend, solle« im Oppenröder Gemetndewald in verschiedene Distrikte versteigert werden:

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41/» Oesterr. Silberreme

Daher Stand der Mitglieder Ende 1899 Klein-Linden, den 31. Dezember 1899.

Die Zahl der Mitglieder betrug Während 1899 gingen zu

Der Direktor: Philipp Nebeling.

Der Rendant:

Heinrich Schmidt

ambrgr. Hup Bk. unk. b. 1905 lreuß.Hyp H. Bk unk b. 1900 lomm.Hyp.A.Bk. unk. b.1904 frkfLdw.EredJvk.unk.b.1900

gcanz. Banknote« esterr. dto.

Americ.

Ung. Gold-Rente Portugiesen Mexicaner amort S. I-UI Monopol-Griechen von 1887

555] Für eine arme Frau wird abgelegte Säugliugswäfche erbeten. Abzugeben Moltkestr 5.

Dank im Voraus!

Activa:

1. Kaffenbestand im An-

Das Bau- und Werkholz kommt am ersten, das Brennholz am zweiten Tage zur Versteigerung.

Oppenrod, 9 Februar 1900.

Großh. Bürgermeisterei Oppenrod.

Passiva

1. Mitglieder Konto .

2. Kapital-Schulden .

geschroten

Andr. Euler, Steinstraße 11.

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5. Betriebs-Rücklage von früher.....

6. Betriebs-Rücklage pr.

1898 .....

7. Ueberschuß . . . .

20 Franken-St.

Enal. Sovereigns DoLarS in Gold

fang Januar pr. 1900 Ausstände . . . . Warenbestand nach dem Einkauf.....

Utensilien kommen nicht in Ansatz.

Zahl der Mitglieder zu Anfang des Jahres. . 109 Hinzugetreten im Laufe des Jahres 1899 . .8

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Schasweide auf hiesiger Bürgermeisterei ver- pachtet werden.

Wieseck, am 9. Februar 1900. Großh. Bürgermeisterei Wieseck.

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Nach itoeije Preußen toieber tag wirb er in bi mit befonberem im vornherein dc voll md tzmz e' legte, und daß Osten nach jeder halten haben.

Wenn auch, eignist'e trennen, Augen, und wir raschung, als dei Gebiet um die ü iolbaten besetzt toi M von da zmüti natürlich in Ter

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