und dem Vorsitzenden des TranSvaal-UnterstützungS-Komitees Besuche ab.
Telegramm deS Gieheuer Anzeigers.
Paris, 9. Juli. Die Buren-Delegierten werden am Dienstag im Rathause feierlichft empfangen werden und darauf ihre Besuche bei den französischen Regierungs- Mitgliedern beginnen. Die Delegierten statteten gestern dem Bruder des in Südafrika gefallenen Obersten Billebois
Verrichtungen eines Amtsrichters wurde bei dem Amtsgericht Osthosen der Gerichtsassessor Dr. Gebhard in Mainz, bei dem Amtsgericht Nieder-Olm der Gerichtsassessor Bohn in Zwingenberg, und mit Wahrnehmung der Dienst- Verrichtungen eines Amtsanwalts in Zwingenberg der Gerichtsassessor Küchler in Darmstadt beauftragt. — Der außerordentliche Professor bei der medizinischen Fakultät der Landesuniversität Dr. Ferdinand Fuhr zu Gießen wurde aus sein Nachsuchen in den Ruhestand versetzt; der Lehramtsassessor Carl Braun aus Bonn wurde zum Oberlehrer an der höheren Bürgerschule zu Vilbel und zum Leiter dieser Anstalt mit dem AmtStitel Rektor, der Lehramtsassessor Heinrich FörmeS aus Darmstadt zum Oberlehrer an der höheren Bürgerschule zu Lauterbach und zum Leiter dieser Anstalt mit dem Amtstitel Rektor ernannt.
Erneuerung des DoktordiplomS. Von der Landes- Universität wurde das Doktordiplom des Gymnasialdirektors i. P. Dr. Keller in Bensheim aus Anlaß seines 50jährigen Doktorjubiläums erneuert.
•* Französische Bortrage. Morgen abend hält Lektor A. Goetschy seinen zweiten Vortrag, in dem er den „Pessimismus bei Chateaubriand" und insbesondere in seinem Roman „Renö" behandeln wird.
•• Laudeslotterie. Bei der heute vormittag stattgehabten Ziehung der hessischen LandeSlotterie fielen solgende Hauptgewinne aus folgende Nummern: 60 000 Mark auf Nr. 32802, 15 000 Mk. aus Nr. 1857, 10 000 Mk. auf Nr. 27359, 5000 Mk. aus Nr. 5349, je 4000 Mk. auf Nr. 21622 und 24518, je 3000 Mk. aus Nr. 5819, 7746 und 25269, je 2000 Mk. aus Nr. 16094, 16331, 22292 und 30526, je 1000 Mk. aus Nr. 3510, 4429,
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 9. Juli 1900.
•• Perfonalnachrichten. Der Sekretär der Technischen Hochschule, Rechnungsrat Wilhelm Koch, wurde auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner mit Eifer und Treue geleisteten Dienste mit Wirkung vom 1. August 1900 an in den Ruhestand versetzt; mit Wahrnehmung der Dienst-
19063, 20588, 31501 und 32320.
** Der „Gesangverein Gemütlichkeit" feierte am Sonntagabend in „Steins Garten" sein 15. Stiftungsfest. Das reichhaltige und interessante Programm wurde flott durchgeführt. Sowohl der festgebende Verein, wie die zahlreich geladenen Brudervereine leisteten Vorzügliches. Zur Verschönerung der allgemein befriedigenden Feier trugen alle Teilnehmer in hohem Maße bei. Der „Gemütlichkeit" wurden mannichsache Ehrungen zu teil; u. a. stifteten die Damen des Vereins eine prachtvolle Fahneuschleise.
*• Zirkus Althoff. Die Erwartungen, die wir nach dem Urteil auswärtiger Blätter an den „Zirkus Althofi" gestellt halten, haben uns nicht enttäuscht. Das Hauptinteresse nahmen die Vorführungen der Pferde und zu Pferde in Anspruch. Die vorzügliche Dressur der von Herrn Althoff vorgeführten vier FalbenponnyS übertraf sogar unsere kühnsten Hoffnungen. Auch dem in Freiheit dressierten lippischen Hengst, der mit dem Kops seinen im Rollstuhl sitzenden Herrn spazieren „schiebt", lohnte reicher Beifall. Die Bravourleistung der gestrigen Abendvorstellung bot entschieden Herr Richter als rumänischer Jokey-Reiter und am Samstagabend Herr Baptist Althoss als TexaS- Reiter. Die hohe Schule wurde zur allgemeinen Befriedigung in allen Gangarten von Herrn Hasenbauer auf seinem arabischen Schimmelhengst „Montiffeur" geritten, während die Leistungen der Reitkünstlerin Frl. Fanny nicht über das Mittelmäßige hinausgingen. Reichen Beifall ernteten die jugendlichen GeschwisterPavey als ungarische Nationaltänzerinnen und vor allem als Künstlerinnen am I Balance-Trapez. Als geschickter Kops- und Handequilibrist zeigte sich Herr Shmeling und als sichere Drahtseit- künstlerin Frl. Shmeling. Andauernde Heiterkeit erregten die Gebrüder Marcelly als musikalische Clowns und Clown Fredy mit seinem singenden Esel. Die Witze des „dummen" August gingen manchmal etwas weit, machten aber sonst seinem Namen alle Ehre und versehlten nicht ihre Wirkung aus die LachmuSkeln der Zuschauer. Der Zirkus war bis auf den letzten Platz besetzt. Für heute abend ist im Inseratenteil eine weitere Vorstellung angekündigt.
*• Turnerisches. Das gestrige Gauturnsest in Kirche I Hain war von Turnern und Freunden der Turnkunst stark besucht. Die Lage und Einrichtung des Turnplatzes waren ganz nach Wunsch, und so verlies auch daS Turnen zum I Nutzen und zur Förderung der bewährten Turnsache. Bon den angetretenen Turnern erhielten in der Oberstufe 14 I und in der Unterstufe 58 Turner Preise, die sich aus fol- aende Vereine verteilen: AlSseld, Unterst. 5; Bad-Nauheim, Oberst. 2, Unterst 2; Butzbach, Oberst. 1, Unterst. 1; Fried- bera, Oberst. 2, Unterst. 2; Gedern, Unterst. 2; Gießen I T -B., Oberst. 4, Unterst. 6; Gießen M.-T.-V., Unterst. 3; I Großen-Linden, Unterst. 2; Grünberg, Unterst. 1; Heuchel- I heim, Unterst. 1; Kirchhain, Unterst. 2; Krosdors, Unterst. 1; I Laubach, Unterst. 1; Lauterbach, Unterst. 2; Lich, Unterst. 1; I Lollar, Unterst. 3; Marburg T.-G., Oberst. 1, Unterst. 3; I Marburg T.-V., Oberst. 2, Unterst 4; Marburg A.-T.-V., I Oberst. 1, Unterst. 4; Nidda, Oberst. 1. Unterst. 1; Schlitz, I Unterst. 3; Schotten, Unterst. 1; Usingen, Unterst. 1
Wetzlar, Unterst. 3; Wieseck, Unterst. 3. Von der Gie ß en ev I Turnerschaft gingen als Sieger hervor a) tn der Oberstufe 1. Preis Karl Müller T.-V., 6. PreiS W. Braun
I T.-V., 7. Preis W. Kröck T.-V., 14. Preis Karl Erb T.-V., I b) in der Unterstufe 1. Preis Otto Wittkopp T.-V., 2. Preis I H. Henß T.-V., 7. Preis W. Georg M.-T.-V., 16. Preis I A. Noll T.-B., 24. Preis Ch. SavelSberg T.-V., 29. Preis I Aua. Weiß T.-V., 30. Preis Gg. Kock M.-T.-V., 42. Preis I CH. Schmidt M.-T.-D., 43. Preis W. Rothamel T.-B.
Außerdem erhielten Gedenktafel: der Männer-Turnverein für Zöglingsriege, Pferd, der Männer-Turnverein für Spiel-
I riege, der Turnverein für Musterriege, Barren, der Turn- I verein für Zöglingsriege, Pferd. Die Sieger werden heute I abend 8»3 mit Musik vom Bahnhofe abgeholt werden.
•• Brieftaubenklub Gießen. Es werden in letzter Zeit von unseren Mitgliedern sehr viel Klagen über das l I Abschießen von Brieftauben laut. Die Tiere - I kommen teils angeschoffen nach Hause, teils bleiben fie ganz
berg zwischen Senekal und Vinburg.
Präsident Krüger hat dem Korrespondenten des „Daily Telegraph" durch den Staatssekretär Reitz folgende Botschaft mitteilen lassen: „Es ist durchaus nicht notwendig, über Frieden zu diskutieren. Sagen Sie Ihrer Zeilung, ünd damit her Welt, daß! die Südafrikanische I Republik für ihre Unabhängigkeit kämpfen wiro, b i s n u r 500 Burennoch^mLebensind, und selbst dann werden wir den Kampf fortsetzen. Das ist unser felsenfester Entschluß".
Aus Kapstadt wird gemeldet, der Burengeneral De- w e t verfüge über 12 000 Mann, die den größten Mut und Entschlossenheit zeigten.
Eine B u d a p e st e r Mühle hat mit der englischen Regierung einen Vertrag auf Lieferung einer größern Menge Brodmehls abgeschlossen, das für Südafrika bestimmt ist. Ter erste Transport von 3 500 Tonnen wird gegenwärtig in Fiume verladen.
„Daily Mail" meldet aus Kapstadt: Der in Johannesburg tagende Untersuchungsausschuß habe gegen die Agenten der niederländischen Ersenbahngesellschaften Thatsachen zutage gefördert, die eine Konfiskation der Bahnen zu rechtfertigen geeignet sind.
Berlin, 8. Juli, Aus Kiel wird gemeldet: Der I Kaiser mit den Sperren der Umgebung und des Gefolges I begab sich am Samstag vormittag nach dem Klubhaus des I kaiserl. Aachlklubs bei der Seebadeanstalt und ließ von den I Fenstern des Erkers aus das auf der Ausreise begriffene I Kanonenboot „L u ch s" an sich! vorüberfahren. Zu der I Frühstückstafel beim Kaiser an Bord der „Hohenzollern" I waren geladen: der Geschwaderchef Kontreadnnral Geiß- I ler, die Kommandanten, Stabsoffiziere und Kaprtanleut- I nants des nach Ostasien gehenden Geschwaders. Der Kaiser I verblieb nachmittags an Bord. Heute vormittag beabsich^- I tigte der Kaiser an Bord des Flaggschiffes „Kurfürst Friedriche Wilhelm" den Gottesdienst abzuhalten und besichtigte I darauf die Linienschiffe „Brandenburg", „Weißenburg" und „Wörth". Gerüchtweise verlautet, daß der Kaiser Montag abend oder Dienstag früh sich auf der „Hohen- I zollern" nach Wilhelmshaven begeben wird, um der ersten I Division seine letzten Grüße selbst zu übermitteln. End- I gütige Bestimmungen über die Nordlandrei se sollen I noch nicht getroffen sein. . _
- Ein englisches Blatt meldet, daß der deutsche Kaiser I den diesjährigen Regatten in Cowes beiwohnen werde und I gibt sogar ein Programm für den Aufenthalt des Kaisers I in England an. Diese Nachricht ist der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge falsch. Der Kaiser wird den Regatten tn Cowes nicht beiwohnen. x „ ..
—Prinz Ka n i n von Japan hat Berlin gestern verlassen und die Reise nach Petersburg angetreten.
- Der Reichstagsabgeordnete Dr. Arendt (Rp.) ist zum Mitglied der Reichs - Schulden - Kommission erwählt worden. .. .. ,
— Der „Reichsanz." veröffentlicht die Brüsseler Konvention, die heute in Kraft trat, in französischer und deutscher Sprache. .
— Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Bekannt- । machung des kaiserlichen Kommissars und Militär-Inspekteurs der freiwilligen Krankenpflege, wonach alle Angebote von Personal und Material, sowie Sammlungen von Geldmitteln an die zur freiwilligen Krankenpflege berechtigten Organisationen, die deutschen Vereine vom roten Kreuz und ine Ritterorden zu richten sind, durch deren Zentralstelle sie dem kaiserlichen Kommissar zwecks Unterstützung des amtlichen Sanitätsdienstes zur Verfügung gestellt werden. ,
- Das Fleischbeschaugesetz hat die kaiserliche Genehmigung erhalten. Das Einfuhr-Verbot ; von Wurst und Büchsenfleisch dürfte in den nächsten Monaten zu erwarten sein. , a
Hannover, 7. Juli. Bei der gestrigen Reichstag s e r s a tz wa h l im Wahlkreise Einbeck-Northeim wurden im ganzen 14 629 Stimmen abgegeben. Davon erhielten Jorns (natl.) 5282 Stimmen, Fischer (Soz. 3626, Lüders (Bund der Landwirte) 3559, v. Hake (Welfe) 2162 Stimnten. Zwischen hen beiden ersten findet mithin Stichwahl statt. Die Stichwahl ist auf den 16.
I an gesetzt. » ., ... ., ,
Cronberg, 8., Juli. Die Kaiserin ist mit den kaiserlichen Kindern von Homburg kommend, in Schloß I Friedrich, shof eingetroffen und kehrte nach dem Lunch um 3 Uhr nach, Homburg zurück.
Straßburg, 7. Juli. Infolge der Niederlage bei der Mülhauser Reichstagsersatzwahl (es wurde bekanntlich der gemäßigt-liberale Großindustrielle Schlumberger gewählt. D. Red.) sind schwerwiegende Differenzen I im Schoße der reichsländischen Sozialdemokratie ausgebrochen. Das offizielle sozialdemokratische Organ I Elsaß-Lothringens beschuldigt den bisherigen Mulhauser | Reichstagsabgeordneten Bueb, durch seine Disziplmlosig- I feit den Rückgang der sozialistischen Stimmen in Mülhausen I verschuldet zu habeni.
Brüssel, 8. Jult. Trotz des Ableugnens der Familie scheintSipido dieGrenze Belgiens überschritten zu haben, um sich der Einsperrung in ein BefferungshauS | zu entziehen. Andererseits sagt man, der Vater habe für । den Augenblick mit ihm Brüssel verlassen, nur um den Sohn nicht von seinen bisherigen Genossen als Helden und Märtyrer feiern zu lassen.
Paris, 7. Juli. Infolge der gestrigen Auftritte m der Kammer kam es zu verschiedenen Duellforderungen, die indeffen beigelegt wurden.
Madrid, 8. Juli. Die Oppositions-Presse meint, der Rücktritt Villaverde'S habe als Ursache die durch seine Finanzwirtschaft hervorgebrachte Verwirrung und sei der Vorläufer des Sturzes des ganzen Kabinetts.
Triest, 7. Juli. Aus Anlaß des bevorstehenden Eintreffens des englischen Mittelmeer-Geschwaders im hiesigen Hafen finden zu Ehren des Osfizierkorps mehrere offizielle Festlichkeiten statt. Namens des Kaisers wird Oberstallmeister Graf Kinoky daS Osfizierkorps be- : grüßen.
Gmunden, 8. Juli. Zur Teilnahme an Der Dienstag stattfindenden Hochzeit des Prinzen Max von Baden trafen heute der Großherzog und die Großherzogin von Baden, ferner der Erbgroßherzog von Baden, Prinz Friedrich Karl von Hessen und der Erbprinz von I Hohenlohe-Langenburg mit ihren Gemahlinnen, sowie Prinz I Ernst von Sachsen-Altenburg hier ein.
ihm aus Grund zuverlässiger Informationen, die er von Seiten fremden-freundlicher Mandarinen erhallen halle, I über die gefährlichen Absichten des Prinzen Tuan die I U$'!Btr liia,^9*3ul u' ^9! a d) den bisherigen Bestimmungen I trifft der Kaiser am 19. Juli in Wilhelmshaven zur Verabschiedung der chinesischen Brigade ein. FaUS die I Verhältnisse es gestatten, wird der Kaiser eine Ivtagige I ErholungSsahrt nach Bergen unternehmen. I
Kiel. 9. Juli. Der Kaiser hielt an die Mann- I schäften der heute nach China abgehenden ersten Panzer- I Division eine Ansprache, in der er ste daran erinnerte, I baß sie mit hinterlistigen, aber mit modernen Massen am!- I gerüsteten Gegnern kämpfen müssen, und sie ermahnte, I Weiber und Kinder zu schonen. Er, der Kaiser werde I nicht ruhen, bis China niedergeworfen sei, und I alle Blutthaten gerächt seien. Schließlich forderte der I Kaiser von den Mannschaften, mit den Soldaten der ver- I schiedenen Nationen gute Kameradschaft zu halten. I
Loudon, 9. Juli. Nach einer Meldung aus Nanking I veröffentlichen die fremden feindlichen Chinesen noch immer I Mauer Anschläge gegen die Fremden in Wutschau. Die I Kanonenboote „Sandpiper" und „Robin", sowie ein eng- I lischer Dampfer, der an der Fi-Kiang-Küste kreuzte, be- I merkten bei KamaShak 4000 Mitglieder der „schwarzen I Fahne", die sich auf dem Wege nach Kanton befanden.
London, 9. Juli. Aus Muk den ist von der protestantischen schottischen Mission gestern folgende Depesche I vom 7. eingetroffen: Kirche und Hospital sind zer- I stört, Missionare in Sicherheit. I
Paris, 9. Juli. General D o d d S, der kommandierende I General der französischen Truppen in China, wird mit 1 einem der nächsten Schiffe abreisen. Man scheint hier zu I glauben oder zu hoffen, der deutsche Kaiser werde vor- schlagen, daß dem General Dodds der Oberbefehl I über die internationalen Streitkräfte übertragen I werde, weil Frankreich im nördlichen China am wenigsten interessiert, also gewissermaßen neutral sei.
Wien, 9. Juli. An hiesiger amtlicher Stelle ist bisher keine Nachricht aus China eingelaufen, welche die Meldung, daß die Gesandten in Peking sich noch am Leben befinden, bestätigt. .
Wien, 9. Juli. Von unterrichteter Seite wird versichert, daß Oesterrich-Ungarn keinerlei Truppen nach China weiter entsendet, im übrigen aber sich an der ge= meinsamen Aktion der Mächte beteiligen wird.__
Der Krieg in Südafrika.
Feldmurschall Roberts telegraphierte aus Pretoria: „General Paget wurde am 3. ds. von den Buren bei Pleiserfontein in einen Kampf verwickelt; es gelang ihm, die Buren aus der starken Stellung gegenüber Leeuwkop (30 Kilometer östlich von Lindley) bis Brons- fontein (Bronsfontein? 30 Kilometer südlich von Lindley) zu verdrängen; an letzterm Orte schlug er ein Biwak auf, verfolgte dann den Feind und war am Nachmittag des folgenden Tages am Blaauwkopje, 24 Kilometer nordwestlich von Betlehem. Paget meldet, sämtliche Mitglieder der Regierung des Oranjefreistaates, mit Ausnahme des Präsidenten Steijn und des Generalschatzmeisters, welch letzterer sich nach> Vrede begab, befänden sich gegenwärtig in Betlehem, das zur neuen Hauptstad't ausgerufen sei. D-em Vernehmen nach sei Steijn in die Berge geflohen. Buller meldet, die Eisenbahnlinie bis Heidelberg sei derart wieder hergestellt, daß die Bahnverbindung zwischen Natal und Pretoria vollständig ist".
Soweit der englische Oberkommandierende. Nun werben über den General Buller zwei neue Nachrichten verbreitet, die sich direkt widersprechen. Nach der einen soll Roberts telegraphiert haben, daß Buller am 7. d. M. in Prewria eingetrosfen sei. Nach, der „Neuen Freien Presse" dagegen erhielt ein Wiener Finanzinstitut eine Depesche, wonach General Bullerund sein ganzer Stab von den Buren in Transvaal gefangen worden sei. Bis- he fehlt jede Beglaubigung dieserr sehr unwahrscheinlich klingenden Nachricht. Aber auch die erste Meldung ist noch nicht bestätigt.
Das Londoner Kriegsamt erhielt ferner eine Depesche Lord Roberts aus Pretoria vom 7. Juli, wonach! 800 englische Gefangene vom Staatssekretär Reitz über die Grenze nach, Natal entlassen wurden und sich jetzt auf dem Wege nachi Ladysmith befinden. Offiziere befinden sich nicht darunter. — General Brabant besetzte Voorn-


