Ausgabe 
10.7.1900 Zweites Blatt
 
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Frankfurter Börse

Procent

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Brief

000.00

Darmst. Dk.'Actim

Pkrschitdents

Capitnlien

k ?iit verknusen

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56.90 4

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20.34

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4

Stadt WormS unk. b. 1901

Oesterr. Staatsbahn v. 1885 Jtal. staatSgar. Eisend.

95.70

96.50

23.05

40.75

44.15

98.00

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Selb 81.25 84.16 4.17'/»

«hendcourfer

000.00 s Oestcrr. Eredit-Actiev

vom 7. Juli 1900.

Procent

4771] Sine Grube Mist zu verkaufen. Westanlage 44.

20 Franken-Et.

Engl. Sovereign- Dollars in Gold

Portugiesen Mexicancr amort. S.

Monopol-Griechen von 1887

Eisend. Rentmb. Obl.

BuderuS Obl.

Hambrgr.Hyp.Bk. unk. b. 1905 Preuß. Hyp. A. Bk. unk. b. 1900 Pomm.HhP.A.Bk.unk.b.1904 Frkf. Ldw.Tred. Bk. unk. b. 1900

Alles, was ich dem Herrn Schreiner Schät tler-Großen-Linden nachgesagt, er­kläre als unwahr, und bitte um Verzeih' ung. I. «Uhl, Groß-Rechtenbach.

() Nidda, 7. Juli. Der Orts gew e rb e verein veranstaltete heute im SaaleZum Gambrinus" die fünfte ordentliche Gesellenprüfung mit Überreichung der Gesellenbriefe. Von der Zentralstelle für die Gewerbe hatten sich hierzu eingefunden: Herr Gewerbeschulinspektor

tion nach China gemeldet hatten, befindet fich auch ein| polnischer Soldat, der indessen am anderen Tage, nachdem^ er von anderen Kameraden darüber aufgekärt worden war, was es mit dem Kommando nach China für eine Bewandtnis habe, seine freiwillige Zusage zurücknahm, indem er, wie dasJauersche Stadtbl." berichtet, erklärte:Hab' ich ge­glaubt, handelt es sich um Erntearbeit bei Dresden!" Dem Wunsche wurde auch entsprochen, und er brauchte die. Reise nicht mitzumachen. _____________

31/, Deutsche ReichSanl.

3 Preuß. ConsolS

37, Gr. Hessische Obl.

Stadt Darmstadt v. 1891

Buchhalter

emvf. sicb Beitragen v Geschäftsbüchern und sonst, sckriftl. Arbeiten, Jnkasios 2c.

Näheres Südanlage 7, H. 02865

Kursbericht

m J. Kurz & Co., Gießen, Kahnhsfstrch 63.

Familien Nachrichten.

Verlobte: Johanna Schellenberger mit David Rau, Wetzlar. -- Anna Weber mit Albert Geyr jr., Arheilgen bei Darmstadt, Köln a. Rh. Bertha Mann mit Jakob Stein, Darmstadt.

Gestorben: Herr Heinrich Störiko in Butzbach. Frau Forst­meister Marie Pfannekuchen, geb. Schwabe, in Braunfels. - Frau Elis- Dehn, geb. Steinmetz, in Darmstadt. Herr Ludwig Pfannstiel in Darmstadt. Herr Friedrich Simon in Darmstadt. Herr Philipp Knaus in Darmstadt Fräulein Kätchen Firchau in Darmstadt Frau Simon Hirsch Wwe-, geb. Herz in Osthofen. -

Geldsortenr

Brief Geld

20.38

4.20

41/5 Ocsterr. Silberrmte Ung. Gold-Rmte

«AS. Wir machen deswegen nochmals daraus aufmerksam, I ; daß Brieftauben unter dem Schutze des Brieftauben-Ges tz I _ oQ srüfli 1894 stehen. Jedem, der dem Klub Tauben» I Ä* Ä' baßer sie g-richMch belangen iann »ablt der Klub hohe Belohnung.

Freiwillige nach lphina. Es geht ln der Stad I Gerücht daß sich mehrere Osfizi-re unseres Regiments zur Beteiligung an der Expedition nach China gemeldet haben und einer. Leutnant von N-r6e, bereus ärztlich untersuch d^iger^Stell^einge^ogener E^undigun?

Offiziers ist bis jetzt jedoch noch nicht getroffen.

ch* Die Grostb Regierung, Abteilung für Schul- I

aeben Darnach! wird Reifeprüfung eines Gymnasiums nur noch verlangt für Theologie, Rechtswissenschaft, Heilkunde I Ä klassische Philologie. Abiturienten eines Realgym­nasiums die in der Reifeprüfung im Deutschen, Franzö­sischen und in der Mathematik wenigstens das Prädikat genügend" ohne jede Einschränkung erhalten haben, können durch eine Reifeprüfung im Lateinischen und Griechi­schen an einem Gymnasium die Berechtigungen der Gym- nafialabiturienten erwerben. Ob und inwieweit ent­sprechende Vergünstigungen den Oberrealschulabiturienten zuerkannt werden können, bleibt weiterer Beschlußfassung Vorbehalten. Für Mathematik und Naturwissenschaften mit Prüfung für das höhere Lehrfachs ferner für das Bau- | und Maschinenfach, Elektrotechnik, Elektrochemie Chemie mit Prüfung für den Staatsdienst, sowie für den höheren Post- und Telegraphendienst, endliche für Schiffsbau- und Maschinenbaufach mit Staatsprüfung bei der Kaiserlichen Marine berechtigt das Reifezeugnis eines Gymnasiums oder Realgymnasiums oder einer Oberrealschule. Für neuere Sprachen mit Prüfung für das höhere Lehrfach, für das Forstfach, für Erlaß der FähnrMprüfung wird Reifeprüfung an einem Gymnasium oder Realgymnasium verlangt, ebenso für Erlaß der Seekadettenprüfung, jedoch müssen die Abiturienten im Englischen das Prädikatgut" haben. Zulassung zum Reichsbankdienst kann erworben werden durch ein Reifezeugnis für Prima eines Gym­nasiums oder Realgymnasiums oder einer Oberrealschule. Für Zahnarzneikunde, Tierheilkunde, Zulassung zur Roß- arztfchule und -Prüfung, sowie zur Fähnrichs- und See­kadettenprüfung wird das Reifezeugnis für Prima eme§ Gymnasiums oder Realgymnasiums gefordert. Ein Jahr muß die Prima eines Gymnasiums oder Realgymnasiums oder einer ÖberrealsckMle besucht haben, wer als Zivil- supernumerar in den preußischf-hessischen Eisenbahndienst ausgenommen werden, ebenso werden in den Marine­verwaltungsdienst, das Verwaltungs-Sekretariat bei den Kaiserlichen Werften, in den Zahlmeisterdienst und das Intendantur-Sekretariat bei der Marine eintreten will, doch müssen die Gymnasiasten Kenntnis des Englischen haben. Für das Apothekerfach wird erfordert Reife für Prima eines Gymnasiums oder Realgymnasiums. Ein­jähriger erfolgreicher Besuche der Untersekunda aller drei höheren Schulgattungen berechtigt zur Zulassung zum Vorbereitungsdienst für die Gerichtsschreiberprüfung, sowie zum einjährig-freiwilligen Dienst. Einer sog. Abschluß­prüfung nach einjährigem Besuche der Untersekunda eines Gymnasiums, Realgymnasiums oder einer Oberrealschule haben sich.zu unterziehen alle, die 1) zur speziellen Prüf­ung der ersten Kategorie in dem hessischen Finanzfach,;

2) zum Jntendantur-Subalterndienst beim Heere; 3) zu den Maschinisten- und Jngenieurprüfungen bei der Karser- Mten und Handels-Marine zugelassen werden wollen; endlich 4) erhalten die Schüler der einfachen Realschule und der Progymnasien (Gymnasien oder Oberrealschulen ohne Primakurse), ein nach! einjährigem Besuch der Untersekunda oder vor völlig durchlaufener Obersekunda die Anstalt ver­lassen wollen, das wissenschaftliche Befähigungszeugnis für den einjährig-freiwilligen Dienst nur dann, wenn sie zuvor die Abschlußprüfung bestanden haben.

§ Butzbach, 8. Juli. Gestern wurde in der hiegen Zellenstrafanstalt ein etwa 25 Jahre alter Gefangener in seiner Zelle erhängt aufgesunden; er hatte sich durch seine Hosenträger an dem Bettgestell erdroffelt. Die Leiche des angeblich aus Bingen gebürtigen Lebensmüden wurde nach der Landes-Anatomie zu Gießen verbracht.

hiell. Handwerker

(Schuhmacher oder Schneider), der in seinem Berufe nicht voran kommt, kann durch Verkauf eines in fein Fach ein- schlagenden Haushaltungsartikels gegen feste Bezüge (Salair und Provision) guten Verdienst finden. Falls Kaution gestellt werden kann, wird das Jnkasio mit übertragen.

Offerten unter 8 4666 an die Er- pebition dieses Blattes erbeten.

Weber von Nidda der Aufsichtsrat, das Lehrerkollegium I i der Handwerkerschule, die Prüfungskommission und die Schaumeister. Von 12 Prüflingen bestanden 11, davon 7 mit bet Notegut", 4 mitgenügend . Es waren < I Maurer 1 Weißbinder, 1 Schreiner, 1 Zimmermann, I 1 Wagner Die Maurerarbeiten (Gewölbe) waren m Bad I Salzhausen ausgesuhr, worden Ausgestellt waren: 1 ^e- denztisch von Jaeger (aus Steinheim, Kreis Gießen), I Wa- I genrad von Niklas (ebendaher), 2 Modelle eines Saaldaches I und einer gewundenen Treppe; ferner war noch ein Frr- I menschild angefertigt worden. Die notigen Zeichnungen I lagen bei. Hauptlehrer Höhn begrüßte die Versammlung, besonders Sperrn Meyer, dankte ihnen, wie den Lehrmeistern I der Prüfungskommission und den Lchaumetstern für ihre I Mühewaltung und ermahnte die jungen Leute zu fernerem Eifer in der Ausbildung; denn für die Folge wurden noch I Meisterprüfungen gesetzlich eingesührt, gründlichst theor^ tische und praktische Kenntnisse seien deshalb unumgänglich nötig. Herr Meyer bekundete das hohe Interesse der

i Zentralstelle für die Gesellenprüfung und betonte besonders I den jungen Leuten gegenüber, keinen Stillstand in ihrer I Ausbildung eintreten zu lassen, weil das gleich), Rückgang sei. Dekan H o f m e y e r wünschte noch Namens des Aus- [ sichtsrats »dien jungen Leuten Glück auf dem ferneren I Lebenswege. Die hiesige Sonntags-Zeichenschule wird I

I gegenwärtig von über 80 Schülern von hier und au^warto I gesucht, sodaß die Räume kaum ausreichen.

I b M a i n z 7 Juli. Den Landstanden ist von der Re­gierung vor einiger Zeit ein Gesetzentwurf vorgelegt wor­den, der speziell die Besteuerung des Gewerbe- betriebs im Umh erz re he n behandelt und auf

1 neuer Grundlage ordnet. Wahrend dre seitherige Besteuer- I ung durch Zusammenfassung des Wandergewerbes Mit dem stehenden Gewerbebetrieb nur wemge Klassen nnt festen Steuersätzen aufwies und eine Einteilung lediglich nach

I äußeren Merkmalen vorsah, soll durch den neuen Gesetz­entwurf die Möglichkeit geschaffen werden, die einzelnen Gewerbebetriebe nach ihrer Leistungsfähigkeit und nach ihrem Umfang individuell zu besteuern. Die Regierung hat nun diesen Gesetzentwurf der hiesigen Handel s k a m - mcr zur Begutachtung unterbreitet und diese erkannte nach eingehender Beratung grundsätzlich die Zweckmäßigkeit eines besonderen Gesetzes über die Besteuerung der Wan­dergewerbe, sowie auch die Bemessung der Steuer nach der Leistungsfähigkeit und dem Umfang der einzelnen Gewerbe­betriebe als zweckmäßig und richtig an. Bei der außer­ordentlichen Dehnbarkeit des dem vorliegenden Gesetzent­wurf beigegebenen Tarifs erscheint ihr die Wirkung des

I Gesetzes jedoch vorzugsweise von der Art der zu erlassenden ! Ausführungsbestimmungen und der thatsächlichen Ein­schätzung abhängig zu sein, und die Kammer beschließt daher,

I sich 1. mit dem Grundgedanken des Gesetzentwurfs einver­standen zu erklären, 2. die Regierung zu bitten, den Han­delskammern vor dem Erlaß der Ausfuhrungsbestim- mungen den Entwurf der letzteren zur gutachtlick)en : I Aeußerung mitzuteilen. Mit Rücksicht auf die Bestim-

I mungen des neuen Fl eis ch b e schau g e s e tze s hat das I Ministerium des Innern bei der hiesigen Handelskammer ' ungefragt, ob für die hiesige Zollstelle die Errichtung emer ' Eingangsstelle für ausländisches Pökelfleisch im

Interesse der hiesigen Industrie wünschenswert erscheine und ob die Ausführung der vorschriftsmäßigen Unter­suchung keine Schwierigkeiten machen werde. In Ueberetn- stimmung mit den Vorschlägen des hiesigen Hauptsteue^ amts hat die Kammer sich dahin geäußert, daß, wenn auch in neuerer Zeit ausländisches Pökelfleisch nicht m bedeuten­den Mengen hier zur Einfuhr gelangt, es sich im ^nterefje des Verkehrs empfehle, der hiesigen Zollstelle die Befugnis einer Eingangsstelle für solches Fleisch beizulegen. Die Untersuchung würde am zweckmäßigsten in dem hiesigen Schlacht- und Viehhof auszuführen und Anordnung dahin zu treffen fein, daß nicht die ganzen Sendungen nach der genannten Anstalt zu verbringen wären, sondern daß ge­eignete Proben bei dem Zollamt erhoben und die Waren dortselbst bis nach erfolgter Untersuchung zuruckbehalten werden. V

16.29 16.25 Franz. Banknoten Oesterr. dto. Americ.

Vermischter.

Dresden, 8. Juli. Zum13. deutschen BundeS- schießen sind deutsche Schützenvereine aus allen Tellen Deutschlands und aus dem Auslande erschienen. Mittags sand ein historischer Festzug statt. Am Rathause wurde das Bundesbanner übergeben. Oberbürgermeister Beutler hielt eine Ansprache. Am Postplatz war das Königszelt er­richtet, worin Prinz Georg in Vertretung des Königs die Begrüßung entgegennahm. Bei dem Festmahl um 2 Uhr brachte der Oberbürgermeister ein Hoch auf den deutschen Kaiser und den König von Sachsen aus.

Hab' ich geglaubt . Unter den Freiwilligen, die sich vom Jauer'schenInfanterie-Regiment für dte Expedi-

Arbeiterbewegung.

Mainz, 6. Juli. Dor kaum zwei Monaten waren die hiesigen Friseur- und Barbiergehilfen mit einer Lohnerhöhungsforderung an die Prmzipale herangetreten. Bis dahin hatten sie bei freier Kost und Logis durchschnittlich 20 Mk. pro Monat bezogen (dre meisten hatten nur 1618 Mk. pro Monat). Ihre Forderung aus Lohnerhöhung wurde in der Höhe des geforderten Lohnes bewilligt und die über 20 Jahre alten Gehllsen bekamen 28 Mk., die unter 20 Jahren 24 Mk. pro Monaf incl freier Kost und Logis. Die Gehilfen gaben bei dieser Lohnerhöhung selbst zu, daß sie den Meistern zu gewähren nur möglich fei, wenn diese selbst ihre Preise erhöhten. Trotzdem kommen setzt die Gehilfen und verlangen wieder eine ganz bedeutende Lohnerhöhung. Sie drohen, bn Nichtbewilligung in den Ausstand einzutreten. Bedenkt man nun och; die Meister trotz des Preisaufschlags keinen großen Mehrverdrenft haben, weil trotz der nur geringen Preiserhöhung von 5 Pfg ^le Kunden wegbleiben (sie rasieren sich entweder selbst oder lassen sich dm Bart stehm), so muß man diese nach so kurzer Zeit schon wieder an sie heran- tretende Forderung der Gehilfenschaft unbedingt als eme ungereckte be­zeichnen. Die Meister haben sich denn auch mtschloffen, die Forderung der Gehilsen nicht zu bewilligen. Die Gehilfen verlangen letzt 10 Mk pro Woche für die über 20 Jahre alten und 8 Mk. für die untet 20 Jahre alten Gehilfen; das bedeutet einen Lohnausschlag von nahezu 100 Prozent. In einer Freitagabend imGärtner-Eck abgehal^neu , Versamnüung, in der das Gewerkschaftskartell durch die Herrm Schell von her DrtMranlentaff« und Schritt,-»-- Ad-lung und

,u der die Innung drei Meister und dre Gehilfenschaft zwei Mitglieder entsandt hatten, einigte man sich. Das Gewerkschaftskartell erksärte nach Anhörung der Meister die Forderung der Gehilfenschaft für eine völlig ungerechte und wies jede Unterstützung bei event. Stnke zurück. Es kam dabei auch zu tage, daß das Gewerkschaftskartell dem Vorhaben der Gehilfenschaft, die Lohnforderung zu erhöhen und event. m den^Aus­stand eintreten zu wollen, völlig fern gestanden hat und daß es nur wenige Heißsporne der Gehilfenschaft waren, die die ganze Sache tn-

I szeniert haben.

Ärmste Meldungen.

Stuttgart, 9. Juli. In der Nacht von Samstag auf Sonntag erschoß der 35jährige Bankier Eduard Becker, Vater zweier Kinder, seine Frau und dann sich selbst. Beide waren sofort tot. Das Motiv der That ist in verfehlten Spekulationen zu suchen.

München, 9. Juli. Der Kaiser richtete an den Prinz-Regenten ein Schreiben, worin er für me Entsendung des Prinzen Rupprecht zur Taufe desWtttelS- bach" dankt und zugleich der Wirren in China Erwähnung thut. Der Monarch glaube im Sinne aller deutschen Fürsten und des gesamten deutschen Volkes zu handeln, indem er energisch vorgehe. .

Paris,9. Juli. Präsident Loubet veranstal­tete gestern in den Gärten des Elysee ein großes Fest, zu dem über 3000 Personen geladen waren. Sämtliche., höheren Staatsbeamten, Minister, Abgeordnete, Senatoren sowie die Mitglieder des diplomatischen Korps waren er­schienen. ., ,

Paris, 9. Juli. Negus Menelik hat eine aus 30 Mitgliedern bestehende Mission zum Zwecke des Stu- , diums der Weltausstellung nach Paris gesandt. Dieselbe wird Ende dieses Monats in Marseille eintreffen.

Wien, 9. Juli. Ein S pr ache n-Ge s e tz - En t- Wurf wird ausgearbeitet und den Partei-Führern vor­gelegt werden. Sollte- auchs-er, neu ausgearbeitete Sprachen- Gesetz-Entwurf nichst angenommen werden, so wird die Auflösung des Parlaments erfolgen.

Wien, 9. Juli. Ein Universitäts-Lehrer, der gleichzeitig R e s e r v e - O f f i z i e r ist, wurde vom Militär- Ehrengericht seiner Chargefürverlusti g erklärt, weil er sich an den letzten Demonstrationen zu Gunsten des Par­laments beteiligte und mit einem Poliziften in Konflikt I geraten war. v c . ,, . -

I Budapest, 9. Juli. Das anhaltend k a l t emnd r e g- | nerische Wetter sowie zahlreiche H a g e l s ch l ä g e rich- I teten in ganz Ungarn großen Schaden an.

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31/. Franks. Hyp.-Bk. unk. b. 1906 93.00

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MMvolh den 11 Juli l. Js., «achmittags 3 Uhr, werden in der Bieker'schen Hofraite, Neustadt 55, gegen Barzahlung versteigert: i. Sofas, Kommoden, Kleiderschranke, 1 Bertikow, ob. Tische, 1 Sekretär, Bilder, Konsole, Spiegel, 1 Aus­ziehtisch, 1 Linoleumbelag, 1 Schreib­tisch, 1 Bücherregal, 1 vollst. Bett, 1 silb. Cylinderuhr mit gold. Kette, 2 schwere Zugpferde u. a. m.

2. 1 Zugpferd (Schimmel) und eine Häckselmaschine. ,

Die Versteigerung unter 2 findet de- stimmt statt.

4764 Geißler, Gerichtsvollzieher.

Zwievelkucheu Dienstag, Donnerstag u. SamStag, morgens von 1/i9 Uhr ab.

B. Schomber, MsUthorstraße 51.