so ist mir das Dasein eine Last,
Und Der Dennoch Zehn Jahre und Walküre
Faust, wie schon aus dem der Partitur mitgegebeneu Motto hervorgeht:
Der Gott, der mir im Busen wohnt. Kann tief mein Innerstes erregen. Der über allen meinen Kräften thront. Er kann nach außen nichts bewegen.
erinnerte, so zauberte ihm auch jetzt diese Tondichtung das Bild Fausts vor die Seele und erweckte in ihm den Gedanken einer Faustsymphonie. Und statt dem Geschmack des TageS entgegen- zukommen und leichte Ware zu produzieren, die ihm die d^c!l^„^onzertsäle geöffnet, vielleicht sogar Existenzmittel verschafft hätte, ging er an die Komposition eines tief- finnigen symphonischen Werkes, das er den Parisern vor- zusühren sich nicht einbilden durfte.
ct^c Satz dieser Symphonie wurde ausge- führt. Die Not des Lebens und seine dramatischen Pläne verhinderten die Weiterführung des Begonnenen, das erst vier Jahr- später in Dresden als „Faustouvertüre" zur Aufführung gelangte und gründlich mißverstanden wurde. Man verwarf es als „Programmmusik", man klügelte Einzelbeziehungen zum Goethe'schen Drama heraus, an die Wagner gar nicht gedacht hatte. Vor allem machte sich der Irrtum breit, den zu verhüten der Hauptzweck dieser Zeilen ist: man suchte in dieser Musik nach der Erscheinung Gretchen's und war enttäuscht, sie nicht zu sinden. Selbst Liszt riet ihm später, einen zarten, auf Gretchen bezüglichen Satz emzufügen, erfuhr aber eine bestimmte Ablehnung Der zweite Satz jener Symphonie hatte die Gestalt Gretchen's in Tönen schildern sollen, und das musikalische Hauptmotiv dafür hatte Wagner schon im Kopfe gehabt, als er sich von der Symphonie zum fliegenden Holländer, von Gretchen zu Senta wendete; der erste Satz, die jetzige ..Ouvertüre" galt dem grübelnden, sehnenden, verzweifelnden
des Militärkabinets v. Hahnke. Mittags empfing der Kaiser de» Besuch des Königs von Sachsen.
— Die Kaiserin ist heute morgen zum Besuch der Prinzessin Heinrich in Kiel eingetroffen.
— Im Rittersaale des König! Schlosses leistete heute Mittag 12% Uhr der neue Erzbischof von Köln, Dr. Simar, dem Kaiser den Huldigungseid. Bei der Eidesleistung waren u. a. zugegen: der Ministerpräsident Fürst Hohenlohe, die Minister Dr. Studt, Dr. Schönstedt und Freiherr v. Rheinbaben. Nach der Vereidigung war der Erzbischof und die anderen Herren beim Kaiser zum Frühstück geladen.
— Ueber die heute im Königlichen Schlosse zu Berlin stattgefundene Eidesleistung des Erzbischofs von Köln, berichtet noch der „Neichsanz.", daß nach der Vorstellung durch den Kultusminister der Erzbischof eine An- spräche an den Kaiser hielt, in wecher er für die Ernennung seinen Dank aussprach. Nachdem der Erzbischof alsdann den Eid geleistet hatte, gab der Kaiser seiner Befriedigung Ausdruck, daß Dr. Simar seiner Berufung freudig Folge leisten will. Er sei der Zuversicht, daß der Erzbischof auch in seinem jetzigen Wirkungskreise mit voller Hingebung die ihm an- vertrauten Diözesanen in allen christlichen Tugenden unter- I weisen, insbesondere aber den Geist der Ehrfurcht und der I ~yeue gegen ihn und sein Haus pflegen werde. Es werde I seine Aufgabe sein, die treuen Glieder seiner Kirche zugleich I Zu guten Bürgern und Patrioten zu erziehen; seine ost be- I wähne loyale Gesinnung gebe ihm, dem Kaiser, das Ver- I trauen, daß er auch sein neues Amt mit gleichem Segen i I für Staat und Kirche zu führen wiffen werde.
— In der Budgetkommission des Reichstages wurde heute der Etat der Reichseisenbahnen I erledigt. Nur die Abstimmung über zwei Forderungen I wurde ausgesetzt. Hierauf wurden noch die vom Neichsamt I des Innern der Budgetkommission überwiesenen Titel erledigt. Abg. Singer fragte an, ob es nicht möglich sei, eine Anzahl Arbeiter auf Kosten des Reichs zum Studium der Weltausstellung nach Paris zu schicken. Referent Dr. Paasche erwiderte, es seien diesbezügliche Fonds nicht vorhanden. Morgen beginnt die Beratung des Militäretats. I
— Aus Brüssel wird vom gestrigen Tage der „Voss. I Ztg." geschrieben: König Leopold hat den Vorsitzenden der belgischen Repräsentantenkammer Beernaert abermals zu I sich beschicken, und mit ihm eine neue, lange Unterredung I über die Berliner Unterhandlungen hinsichtlich I des Kiwuftreites im Laekener Schlöffe gehabt. Es I heißt, daß der Kongostaat neue Vorschläge in Berlin in I entgegenkommender Weise unterbreiten will.
— Ueber den Verkehr auf den vom Reiche I subventionierten Dampferlinien werden jetzt die I genauen amtlichen Zahlen für das Jahr 1898 veröffentlicht. I Daraus ergibt sich: Für die Linien des Norddeutschen I Lloyd nach Ostasien und Australien belief sich der I Gesamtverkehr auf der Ausreise und Heimreise zusammen I genommen auf 179,719 t im Werte von Mk. 165,268,000 I gegen 178,015 t im Werte von Mk. 165,793,000 im Jahre 1897. Hierin sind nicht miteingerechnet Edelmetalle und I Kontanten im Betrage von Mk. 46,450,000 im Jahre 1898 I und Mk. 27,253,000 im Jahre 1897. Es entfielen auf I die Ausreise 88,875 t im Werte vnn Mk. 68,733,000 gegen I 95,155 t im Werte von Mk. 68,487,000 im Jahre 1897 I auf die Heimreise 90,844 t im Werte von Mk. 96,535,000 I gegen 82,860 t im Werte von Mk. 97,306,000 im Jahre 1897. — Deutscher Herkunft waren von den auf der I Ausreise beförderten Gütern 59,294 t im Werte von I Mk. 38,456,000, d. h. 66,7 Prozent des Gesamtgewichts I und 55,9 Prozent des Gesamtwertes der ausgehenden Waren. I 23on den auf der Heimreise beförderten Gütern waren I 51,308 t im Werte von Mk. 39,269,000, d. h. 56,5 Pro- I zent des Gesamtgewichts und 40,7 Prozent des Gesamt- I wertes, für Deutschlnnd bestimmt. — Die ost asiatische I Linie nahm an der Beförderung mit 72,764 t im Werte I von Mk. 93,109,000, die australische mit 106,955 t im Werte von Mk. 72,159,000 teil. Befördert wurden auf der ostasiatischen Linie 10,626, auf der australischen 10,074 I Personen. — Auf der Deutsch-Ostafrikanifchen Linie I belief sich der Gesamtverkehr, Ausreise und Heimreise zu- I sammengenommen, auf 78,715 tim Werte von Mk. 39,139,000 I gegen 70,293 t im Werte von Mk. 39,947,000 im Jahre I 1897. Es entfielen auf die Ausreise 38,672 t im Werte I
Ausland.
I !M^ Wie», 8. Februar. Der Kaiser verlieh dem Prinzen I Maximilian von Baden das Großkreuz des Stephan- I ordens.
I , V Troppau, 8. Februar. Der Gemeinderat beschloß I eine Resolution, in welcher energisch gegen das I tschechische Verlangen, die Regelung des sprachlichen I Verhältnisses Schlesiens im Sinne des jungtschechischen I Programms durchzuführen, protestiert wird.
I Paris, 8- Februar. In der heutigen Kammersitzung ließ die Regierung den Wortlaut des Gesetzentwurfs über die Befestigung der französischen Küste, insbesondere des Hafens von Biserta, sowie die Projekte über Flotten-
I stützpunkte verteilen. Die hierzu verlangten Kredite belaufen sich auf 141 Millionen Franks.
Antwerpen, 8. Februar. Hiesige katholische Blätter berichten, daß die in Paris verurteilten Assump- tionistenbrüder demnächst nach Antwerpen übersiedeln werden, um daselbst eine Druckerei zu gründen. Die Brüder haben zu diesem Zwecke bereits ein Grundstück im Werte von 360 000 Franks erworben.
Madrid, 8. Februar. Nach einer Zeitungsmeldung werden in den baskischen Provinzen fortgesetzt weitere kar- listische Waffendepots entdeckt, so gestern bei Ver- gara 1600 Bajonnette, 41 Gewehre und 23 Karabiner.
Madrid, 8. Februar. Der Präsident Silvela erhielt heute vom amerikanischen Gesandten die Mitteilung, daß seine Regierung grundsätzlich für den Abschluß eines Handelsvertrages mit Spanien sei.
London, 8. Februar. Das Kriegsamt gibt bekannt, daß sich in Ladysmith noch 8000 Soldaten befinden, von denen jedoch 3000 infolge von Krankheit und Schwäche zum Kriegsdienste untauglich sind. Die Garnison lebt nur noch von Konserven, wodurch die Zahl der Kranken täglich vergrößert wird.
Southampton, 8. Februar. In einer gestern abend hier einberufenen Versammlung, in welcher Labouchöre gegen die Fortsetzung des Krieges protestieren wollte, kam es zu turbulenten Szenen. Kurz nachdem der Redner das Wort ergriffen hatte, stürmte eine Anzahl Jingoisten, welche sich vorher hierüber verständigt hatten, die Rednertribüne. Es entstand ein unbeschreiblicher Tumult, der in eine große Schlägerei ausartete. Stühle und Tische wurden durch den Saal geschleudert, wobei viele Personen verletzt wurden. Labouchöre selbst erhielt eine Kopfwunde und mußte flüchten.
New-York, 8. Februar. Eine Anzahl englischer Agenten durchzieht die westlichen Staaten der Union, um große Mengen von Pferden anzukaufen.
arbeitung, die nur dem Ausdruck größere Plastik und Energie gab, ohne an die Erfindung des jugendlichen Künstlers zu rühren. In dieser reiferen Form ist das ergreifende Werk seitdem oft zum Ertönen gekommen; daß es auch dem Gießener Publikum nicht länger vorenthalten bleibt, sei dem Konzertverein und seinem wackeren Dirigenten aufrichtig gedankt. g—r.
Deutsches Keich.
Berlin, 8. Februar. Heute vormittag hatte der Kaiser eine Besprechung im Auswärtigen Amt mit dem Staatssekretär Grafen von Bülow, und hörte später im Schlöffe die Vorträge des Kriegsministers v. Goßler und des Chefs
von Mk. 19.003,000 gegen 36,516 t im Werte von Mk. 20.063,000 im Jahre 1897, auf die Heimreise 39,845 t lm Werte von Mk. 20,136,000 gegen 33,777 t im Weite von Mk. 19,884,000- im Jahre 1897. - Von den ausgehenden Gütern waren deutscher Herkunft 21,501 t im Werte von Mk. 8,081,000 gegen 19,636 t im Werte von Mk. 10.240,000 im Jahre 1897, d. i. 55,6 Prozent des Gesamtgewichts und 42,5 Prozent des Gesamtwertes Von den einkommenden Gütern waren für Deutschland bestimmt: 20,881 t im Werte von Mk. 11,031,000 gegen 15,865 t im Werte von Mk. 9,663,000 im Jahre 1897, b. h. 52,4 Prozent des Gewichts und 54,8 Prozent des Gesamtwertes der auf der Heimreise beförderten Waren. Befördert wurden 9922 Personen.
Tod erwünscht, das Leben mir verhaßt, blieb der Rat des Freundes nicht unbeachtet, nach der ersten Aufführung, als Rheingold vollendet waren und bereits der Tristan im Geiste des Meisters Gestalt gewann, in einer neuen Periode wahrhaft faustischer Vereinsammung und Hoffnungslosigkeit, Überkam Wagner plötzlich die Lust, das Jugendwerk neu zu bearbeiten. Damals wurde der zarte Mittelsatz, der einen Schimmer von Trost und Hoffnung über die düstere Szene der Verzweiflung breitet, voller entwickelt, die Instrumentation von einigen jugendlichen „Rohheiten" gereinigt, einige Stellen ganz geändert. Aber es war eine schonende Ueber-
die Nacht über geschlafen hatte, stellte sich heute früh um 5 Uhr ein leichter Fieberanfall ein, der jedoch nur von halbstündiger Dauer war. Dr. Lieber ist bei vollem Be wußtsein und unterhält sich mit feiner Umgebung. Heute nachmittag findet eine Konsultation des behandelnden Arztes, Geheimerats Professors Dr. Fischer, mit Prof. Dr. Renvers statt. Der Reichskanzler Fürst Hohenlohe läßt sich täglich nach dem Befinden des Patienten erkundigen, ebenso b.r ReichStagspräfident Graf Ballestrem und andere. F
Berlin, 8. Februar. Der Zustand Dr. Liebers ist trotz der leichten Befferung hoffnungslos. Der be handelnde Arzt hat die Frau des Kranken heute vormittag hiervon verständigt. » -
Berlin, 8. Februar. Bei ihrem heutigen Abendbesuche erklärten die Aerzte den Zustand des Herrn Lieber zwar für bedenklich, aber nicht für hoffnungslos.
Berlin, 9. Februar, 10 Uhr 20 Min. vorm. (Telegramm des „Gieß. Anz.") Der Papst sandte gestern Dr. Lieber telegraphisch seinen Segen. Der Zustand des Kranken ist nach wie vor bedenklich.
Wir lassen im Anschluß hieran eine kurze Biographie über Dr. Lieber, der sich um seine Partei unzweifelhaft hohe Verdienste erworben, folgen:
Lieber, Ernst, Parlamentarier, geb. IS. November 1838 zu Cornberg, studierte in Würzburg, München, Bonn und Heidelberg 1858 bis 1861 Rechts- und Staatswissenschaften, wurde 1870 in das preußische Abgeordnetenhaus, 1871 in den Deutschen Reichstag gewählt, und gehörte in beiden Häusern zu den Mitbegründern des Centrums. Seitdem ist er ununterbrochen Mitglied des Reichs- und Landtags. 1888 und 1800 unternahm er größere Reisen nach Nordamerika. Lieber ist besonders nach dem Tode Windthorsts (1891) als Führer des linken Flü- | flclö des Centrums hervorgetreten, der sich 1893 gegen die Militärvor- lage entschieden ablehnend verhielt, und bei den Neuwahlen zum Reichstag die mehr konservativen Elemente unter dem Frhrn. von Huene und dem Grafen Ballestrem zu verdrängen wußte. Dagegen stimmte Lieber mit dem größern Teil des Centrums für die Handelsverträge. Er ist auch I Mitglied des hefsen-nafsauischen Provinziallandtages |
* Vom Kriegsschauplatz.
Berlin, 8. Februar. Der „Berl. Lok.-Anz." berichtet aus London: Buller verzeichnet von Montag bis Dienstagmittag Verluste in Höhe von 227, worunter 2 tote und 14 verwundete Offiziere.
London, 8. Februar. Salisbury hat auf morgen einen Kabinettsrat.
Ueber das Resultat des Burenangriffs auf Gatacres Truppen bei Sterkstroom liegt nick)ts vor. Bezüglich Frenchs zirkuliert in Parlaments- krersen ein Gerücht, er habe wieder eine ernste Niederlage
London: 8. Februar. Die „Centr. News" melden aus ^Pearmans Camp vom Mittwoch, 6 Uhr nachmittags: Es gelang den Engländern, den Vaalkrantz auf dem äußersten linken Flügel der Buren-Frontstellung zu nehmen. Die Stellung wurde mit geringen Verlusten auf unserer Sette genommen. Unsere Aussichten, die Buren zuruckzutreiben, sind gegenwärtig sehr groß. Die Buren hatten augenscheinlich beträchtliche Verluste. Ihre Ambu- kanzen wurden eifrig am Werke gesehen, die Verwundeten zu bergen. Den Engländern ist es gelungen, zwei Pontons über den Tugela zu schlagen. Unsere Operationen wurden durch ein ausgezeichnetes Artilleriefeuer großartig unterstützt. — In Durban ist man voll guter Hoffnung, daß Ladysmith no>ch in dieser Woche entsetzt sein wird. Alle Nachrichten aus Ladysmith selbst verraten einen überaus vertrauensvollen Ton. — Wie das „Berl. Tagebl." aus angeblich allererster Quelle erfährt, verließ Marschall Ro- < berts Kapstadt bereits am Sonntagabend 11 Uhr nach i de Aar, um sich von dort via Colescop zu Frenchs und Kelly-Kennys Truppen zu begeben. Der Plan ist, gleichzeitig mit Bullers Vormarsch von drei Seiten in den Oranjefreistaat einzudringen, nämlich: Macdonald vom Moderriver, wo nur wenige Truppen zurückbleiben, French via Colesberg und Gatacre via Molteno. Da Buller den Tugela überschritten hat, müssen auch diese Vormärsche begonnen haben. Die heute früh im Kriegsamt eingetroffenen Meldungen Bullers von gestern abend lauten günstig.
Wirtschaftsrat sprach sich ferner für Errichtung einer Landesviehversicherung für Rinder und Ziegen auf folgender Grundlage aus: 1) Obligatorische Versicherung des ganzen Rinder- und Ziegenbestandes im Großherzogtum Hessen (mit allen gegen eine Stimme beschlossen); 2) Selbstverwaltung der Orts-Viehversicherungskassen und der Lan- des-Viehversicherungskasse durch die Landwirte als Versicherungsunternehmer unter Staatsaufsicht; 3) Entscheidung von Beschwerden und Streitigkeiten durch Schiedsgerichte. Letztere beiden Forderungen wurden einstimmig beschlossen.
Offenbach, 8. Februar. Eine öffentliche Schuhmacher-Versammlung beschäftigte sich gestern mit bet Forberung ber Zwicker um Freigabe ber in ben hiesigen Schuhfabriken verwendeten Fournituren. Am Freitag fand diesbezüglich zwischen einer Kommission der Arbeiter und ben Fabrikanten auf bem Gewerbegericht ein Einigungsversuch statt. Die Fabrikanten erklärten, ben Arbeitern die Fournituren (Beigaben) nicht stellen zu können, boten aber an, pro Paar Schuhe einen Pfennig zu vergüten. Dieser Vorschlag der Fabrikanten wurde ber gestrigen Versammlung zum Beschluß unterbreitet, aber einstimmig abgelehnt. Am nächsten Donnerstag treten bei ber Firma Rosenbusch u. Cie. sämtliche Arbeiter in Streik, wenn bis dorthin bie Freigabe ber Fournituren nicht erfolgt ist.
Lokales und Provinzielles.
** In der Plenarsitzung des Hessischen Landwirtschaftsrates am 2. Februar in Darmstadt wurden u. a. folgende Beschlüsse gefaßt. Das Programm über tue Veranstaltung der Landesausstellung in Darmstadt im September d. I. wurde mit einigen Veränderungen und ebenso der provisorische Voranschlag der Ausstellung, der mit 152 300 Mk. in Einnahmen und Ausgaben balan- ziert, angenommen. — Von einer Unterstützung der Beschickung der Wanderausstellung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft in Posen seitens des Hessischen Landwirtschaftsrates soll abgesehen werden. — Auf eine Anfrage der Eisenbahndirektion Mainz über Detarifierung dee- denaturierten Spirttus wurde in zustimmendem Sinne Beschluß gefaßt. — In der Angelegenheit der Haftpflichtversicherung wurde beschlossen, den landwirtschaftlichen Vereinen der drei Provinzen des Großherzogtums Ver- sicherungsabschlüfse mit dem „Allgemeinen Deutschen Ver- sicherungsverein Stuttgart" zu empfehlen. — Der Land-


