zur
Deutsches Reich
Ausland.
Amsterdam, 6. September. Unter dem Vorsitz des Ministers des Aeußern hielten gestern und vorgestern die das permanente Bureau der Friedenskonferenz bildenden Vertreter der Mächte Sitzung ab. — Für eine bedeutende Vergrößerung der niederländischen Defensivmarine beantragt der Marineminister einen. Zuschuß zu seinem Budget. Es sollen 5 große, 5 kleine Panzer, 21 große und 12 kleine Torpedoboote und 14 Kanonierboote gebaut werden.
Rom, 6. September. Der Papst begab sich heute in Begleitung von vier Kardinälen und mehrerer Bischöfe nach St. Peter, um 500 Studierende italienischer und auswärtiger Universiläten sowie eine große Zahl Pilger zu empfangen.
Wien, 6. September. Der Kaiser genehmigte heute die Auflösung des ReichSratS. Heute nachmittag traten die Minister zu einer Besprechung zusammen, der morgen vormittag ein Ministerrat folgen wird. Der Ministerrat wird mehrere Formalitäten ei ledigen, die ebenfalls der kaiserlichen Genehmigung bedürfen, worauf dann nächster Tage das kaiserliche Auflösungsdekret publiziert werden wird. Die Neuwahlen werden noch in diesem Jahre stattfinden.
— Nach Meldungen aus Pol na mußten die dortigen Juden ihre deutsch-jüdische Schule schließen, da die Aufregung der katholischen Bevölkerung gegen die Juden im Wachsen begriffen ist. Der im Ri tu al-- mordprozeß vorgeladene Zeuge Hermann Basch ist spurlos verschwunden.
New-Nork, 6. September. Die Demokraten und die anti-imperialistischen Republikaner haben gemeinschaftlich folgende neue Kandidaten für die PräsidentschaftS- wahl ausgestellt: Präsident: Casery, Vizepräsident: Archibald Howe. Die Hauptpunkte deS Programms sind: Einführung einer einheitlichen Goldwährung, Erhebung von Portorico zum Range eines Bundesstaates, absolute Freiheit für Cuba in betreff seiner politischen Beziehungen zum Auslande, Unabhängigkeit der Philippinen unter Garantie der Ver- einigten Staaten.
Pittsburg, 6. September. Diese Woche gehen 75000 Tonnen Kohle von hier nach England ab.
B crlin, U. September. Der Kaiser hörte heute vormittag militärische Borträge. Jur Frühstückstafel jonren geladen Gen.-Lt. Frhr. v. Gemmingen und Gen.- , ^uulcsiiiii oe l'cuj. v. Lieben. Am Abend sand Empfang der italienischen I Maßgabe der außerordentlichen Gesandtschaft zur Notifizierung der Thronbesteigung des Königs Viktor Emanuet III. statt. Daran schloß sich ein Mahl.
Die Ankunft des Kaisers in Tilsit zur Teilnahme an der Euthültuugsfeier des Königin Luise- De n km a t s 'daselbst ist nach einer amtlichen Mitteilung des Oberhofmarschallamts auf den 22. ds. festgesetzt wor den. Der Kaiser wird sich im Anschluß an den Aufenthalt ui Eadinen nach Tilsit begeben. Bei seinem Tortsein wird der Monarch die Begrüßung der städtischen Behörden an einer Ehrenpforte, sowie auch einen Ehrentrunk am Denkmal entgegen nehmen. Außerdem ist zu Ehren der Anwesenheit des Kaiserpaares ein großer historischer Fest- zug geplant. Der Maler Dörstling aus Königsberg wird demnächst in Tilsit eintressen, um die zweckmäßige Verteilung der Teilnehmer für die einzelnen Bilder vor zunehmen.
an alle Mächte einen kräftigen Protest gegen die Annexion Transvaals durch Lord Roberts. — Buller trifte Vorbereitungen für den Angriff; Hamiltons Kolonne, die ihn unterstützen soll, hat ihn erreicht. Man glaubt, De Wet werde sich mit den Buren vereinigen, bevor es Schlacht kommt.
Dr. Leyds, die Mitglieder der südafrikanischen ^Deputation, Gesandtschaftsrat van Boeschoten und der südafrikanische Beamte Sandberg hatten im Haag eine lange Unterredung. Die Deputation wird noch einige Hauptstädte Europas besuchen und vorläufig nicht nach Afrika zurückkehren. Dr. LeydS hat sich nach Paris begeben und kehrt am SamStag in den Haag zurück.
Telegramme des Oietzeuer Anzeigers.
London, 7. September. „Daily Expreß" meldet aus Amsterdam, Präsident Krüger werde demnächst über Madagaskar nach Holland reisen.
Lissabon, 7. September. Die RegierungIversügte den eiligen Abgang von 1000 Mann verschiedener Waffengattungen nach Ostafrika, da sie das Eindringen der kämpfenden Parteien in portugiesisches Gebiet infolge der Annexion Transvaals befürchtet.
Aus Stadt und Land.
e Gießen, 7. September 1900.
*• Beamten Verein. Wie aus dem Anzeigenteile der heutigen Nummer ersichtlich, wird am SamStag dem 15. d. M., abends 8% Uhr, im Saale des Cafö Ebel die Herbst- Hauptversammlung abgehalten, in der neben anderem auch die Beratung und Beschlußfassung über die neuen Satzungen stattfindet. Da gerade dieser Punkt der TageS^
I ^Uh?bega7n di7letzte ösU; I Ä ^c'neral-Verfammlung. Oberlandesgerichtsrat Roeren I will den ihm bereiteten freundlichen Empfang nicht als perfonllche Auszeichnung auffassen,' sondern, wie ?s I in Volksztg." heißt, „als Ausdruck der Wärme
ür die Versammlung dem Eintreten des Zentrums, I $lc Erhaltung djri/ icher eilte zustimme. Bei der Be- I £Ltu!!9 der lex Hei.^e wurden mit solchem EyniSmus epott und Hohn die Grundsätze der christlichen Moral an' gegriffen, daß es Unabweisbare Pflicht war, auf dieser ^^Versammlung zu erklären, daß wir Katholiken un- mflESL m Östlichen Sitteiigeietze festhalten. Unsere Bemühungen im Parlamente, auf gesetzgeberischem Wege
Waffen, haben nur z7m Teil nnlÄ.Ll vt, aber doch zum größten Teile. Ich möchte a^drucklich der Anschauung, entgegentreten, als ob der wichtigste Teil der lex Heinze zu Fall gebracht sei. Tie Gegner hatten sich in blindem Taumel der Entrüstung auf zwei Paragraphen geworfen, so daß sie diesen ungebührliche ,^Äbutung gaben, während sie wichtigere Bestimmungen I "ch/,de.kämpften. Uebrigeus wird kaum jemals ein Gesetz zu schaffen sein, das allein ausreicht. Notwendig ist hier die orgaiiisierte Selbsthilfe nach dem Beispiel des Kölner Vereins zur Bekämpfung der öffeiitlichen Unsittlichkeit. Wenn alle etwa 6000 Anwesenden heute den Vorsatz faßten V1, rhrer Heimat auf diese Weise gegen die Gefährdung der Sittlichkeit der Jugend zu wirken, wäre dies ein wahrhaft, großer Erfolg". Dr. Lieber, der ziemlich gealtert auJ* Obhk, dankte für die große Teilnahme in den schweren £agen feiner Krankheit. Sodann gab er einen Rückblick auf die Thätigkeit des Zentrums bis auf den heutigen Tag. >^Ni Laufe seiner Rede deutete er an, ein neuer Kultur- rantpf ftetje bevor. Die Sammlung der Katholiken ei unerläßlich. Das Zentrum könne im Hinblick auf seine Verantwortung die Gesetzgebungsmaschine nicht stillstehen lassen. Das Zentrum und der katholische Volksverein wußten erhalten bleiben. Das Schlußwort nahm Weih- bischof Dr. Fischer aus Köln. Er sprach gegen die Ver- gnugungs- und Genußsucht, die „Krebsschäden der heutigen Zett". Zum Schlüsse erteilte er seinen bischöflichen Segen. Nach Schluß der VersamNilung vereinigte man sich zu einem Festmahle. Um 5 Uhr wurde eine Festfahrt per Schiff rheinaufwärts unternommen. Während der Rückfahrt wurden die Rheinufer festlich beleuchtet.
Auch der katholische V o l k S v e r e i n hielt eine Generalversammlung ab. Dem Jahresbericht entnehmen wir: Der in allen Teilen Deutschlands verbreitete Volksverein zählt jetzt 186 818 Mitglieder. In Westfalen und in Sachsen nahm die Mitgliederzahl zu, in Baiern und Elsaß-Lothringen ging sie zurück. Die Mitglieder verteilen sich wie folgt: Rheinland 60 236, Westfalen 35 813, Hannover 15 906, Hessen-Nassau 8081, Provinz Sachsen 238, Brandenburg 1373, Westpreußen 1386, Ostpreußen 822, Posen 170, Pommern 31, Schlesien 4861, Hohenzollern 1604, Baiern 18 020, Württemberg 21 450, KöAigreich Sachsen 823, Baben 8046, Hessen-Darmstadt 3670, Olden- (nirg 2011, Braunschweig 197 und Elsaß-Lothringen 2083.
Ham bürg, 6. September. Mit dem Reichspost dumpfer „S t u 11 g a r t" trafen heute abend n e u uzig verwundete und k r ante M a r i n e in a nuschaf teil üoii den Kanonenbooten „Iltis", „(Gefion" und „Hansa" und Seesoldaten ein. Die Schwerverwundeten hatte der Dampfer schon in Neapel gelandet. Die heute gekommenen sind soweit hergestellt, daß sie ohne Unterstützung vom Bord in die Halle gehen konnten, wo vom Roten .Kreuz für sie eine Bewirtung her gerichtet war. Den bleichen Gesichtern sah man die ausgestandenen Leiden deutlich an. Viele gingen mühsam mit lahmem Bein ober steifem Arm. Das Publikum, unter dem sich zahlreiche, oft von weither gekommene Angehörige der Soldaten be fanden, brachte den Heimkehrenden Ovationen dar. Die Mannschaften sollen von hier zunächst nach Kiel befördert werden.
Bonn, 6. September. Heute früh fand die letzte ge 1'6)1 offene Gc n er a 1 Ve r f a in m l u n g d es Ka t ho 1 i f e n t a g e 8 statt. An derselben nahm auch Weihbischof Dr. Fischer aus Köln teil, der bei feinem Eintritt durch Erbeben von den Sitzen seitens der Versammelten geehrt wurde. Es gelangten verschiedene Anträge zur Annahme, darunter ein solcher auf Bekämpfung des Miß- brauchs des Alkohol- G e u u f f e S. Bezüglich des Mäd-
I wch Ergänzungen 1. des amtlichen Warenverzeichnisses zum I ■sarir' ^Cr Instruktionen für die zolltechnische Unter» I Abidung des Talgs, sowie der Entwurf einer kaiserlichen I ^broronung über die Formen des Verfahrens und den I Geschäftsgang des Reichsversicherungsamtes bei Durch- I suhrung der Novellen zu den Unfallversicherungsgesetzen. I Unzutreffenden Mitteilungen über die Einsüh - I st rnn g eines neuen In fauteriegewehrs tritt I der in Spandau erscheinende „Anzeiger für das Havellanb" I Aufgabe entgegen, daß die .Herstellung der neuen I ’'c keineswegs mit besonderer Eile betrieben werde.
Tas neue Gewehr, Modell 1898, ist eine verbesserte Auf läge des älteren Modells 1888. Dieses ist in der Zeit von Anfang 1889 bis Anfang 1892 in den Staatswerk
I statten zu Spandau, Danzig, Erfurt und Amberg (Bayern) | sowie auch bei Ludwig Löwe u. Co., bei Mauser in Obern- I (c°.r !” bcr Waffenfabrik zu Steher hergestellt worden.
I letzt also zehn Jahre in Gebrauch. Die Gewehre I oer Neuzeit sind infolge ihrer verwickelten Konstruktion I ou wnd für sich nicht so widerstandsfähig wie die früheren I einfacher und stärker gebauten Schußwaffen mit größeren! I Kaliber. Hierzu kommt, daß sie durch vermehrte Schieß I Klingen viel mehr in Anspruch genommen werden. Wenn I das Modell 1871 IMauserl 15 Jahre ausgehalten hat, I >o lmrd jetzt auf eine solche Dauerhaftigkeit nicht mehr gerechnet. Hatten wir jetzt nicht das verbesserte neue
I Modell 18.18, )o mußte, um den erforderlichen Ersatz für I das alte Gewehr herbeiznschaffen, dieses, also Modell 1888 von neuem angefertigt werden. ES liegt nun kein zwin-
I Sender Grund Vor, die Erneueriing der Jnfanteriebewafs I ustug besonders zu befchleunigen. Tie Staatsfabriken ar : I en, wie sie die Fabrikation des neuen Gewehrs vor I 1 Jahresfrist begannen, in normalem Betriebe weiter nach * 1 I öur Verfügung gestellten etatsmäßigen!
I -WcttteL Es ist auch nicht bekannt, daß, wie früher, dies- I 'n al die Privatindustrie, insbesondere die auSläubische (Steher), in größerem Umfange damit beschäftigt werden
I '0ll; allem m Oberndorf (Mauser) wird noch an' dem I neuen Gewehr gearbeitet.
I "Post" schreibt: Den neuerdings wieder verbrei
I leteii Alarminelduugeu von einer Zuspitzung des r u - m a n i sch bulg arischen Konflikts mißt man in mcfigen über die Lage auf dem Balkan unterrichteten Kreisen wenig Bedeutung bei. Man weist darauf hm, daß kein jeitpimkt weniger geeignet sei, die orienta lffche Frage aufzurolleii, als der gegenwärtige und glaubt, I baß auch die beiden Balkanstaaten umsoweniger bereit sein I durften, sich in Abenteuer einzulassen, als ihnen ihre I finanzielle Lage keineswegs unnötige Ausgaben zu milk I kanschen Zwecken gestattet.
| .... “7, TaS „Marineverordnungsblatt" ver- I öfsentlicht folgende Verfügung: Tie Nr. 5 des § 4 I oer Anlage 34 zu den organisatorischen Bestimmungen für I oas Personal des Soldatenstandes erhält folgenden Zusatz: I „Alle Wendungen, wie „Euerer ta'ifer I iinb königlichen Majestät melde ich all er- u n t c r t lj ä n i g st", oder „A 11 e r u n t e r 11) ä n i g ft c Meldung" und dergleichen sind zu vermeiden.! Alle Kuralien fallen fort; auch soll nur der I Aame des Schiffes ohne weiteren Zusatz genannt werden. I Ferner ist der Namensunterschrift nur da, wo Zweifel I entstehen können, der Tienstgrad beizufügen, sonst nur | die Dienststellung."
Die Freizügigkeit p r e n ß i sch er Lehrer! ist durch eine Verfügung der Düsseldorfer Regierung in | einer für viele Lehrer unliebsamen Weise beschränkt I 'vorbei,. Nach ber Verfügung soll jungen Lehrern, die I ".och nicht fünf Jahre im Amte sind, die Bestätigung für I eine andere Stelle in der Regel versagt werden; ältere I Lehrer sollen nur dann beim Stellenwechsel Aussicht auf I Bestätigung haben, wenn die Versetzung ohne Nachteil für I die bisher verwaltete Stelle geschehen kann.
Aus Kamerun wird gemeldet: Kribi bewährt I feinen üblen Rus. Im Juni mußte einer der Brüder der I dortigen Mission wegen einer Art Dysenterie nach Ka- I incrunftabt ins Hospital. Am 12. b. ging Pater Haar I paintner ebenfalls erkrankt nach Kamerun. In Groß-Ba- I tanga baut bie Mission eine neue Station. Anfangs bieses I Monats starb Bezirkshauptmann v. M a 1 f e u , ber Vertei- I biger ber Mission, am Schwarzwasserfieber; am 7. b. M. I brachte Oberleutnant v. B ü I o w bie zwei Bulihäuptlinge I Abesola unb Opa ein. Dieselben finb seinerzeit beim I Ueberfall beteiligt gewesen und waren die mächtigsten I Häuptlinge, die bis jetzt ber Regierung trotzten unb enblich I gegen Zusicherung ihres Lebens sich freiwillig stellten, sonst I hätte bie Jagb auf sie noch lange währen können. Damit I ist die B e st r a f u n g der B u l i e r l e b i g t. Etwa 500 I Strafarbeiter wurden von ihnen gestellt, bie vielleicht zwei I dis brei Jahre von ber Regierung zur Arbeit an Farmen I abgegeben werben. Jebenfalls haben wir jetzt Ruhe. Tie I Mission,g eht stetig voran. Demnächst soll in Jaunbe eine I neue Missionsstatwn gegründet werben. Dort (10 bis 15 I Tagereisen von der Küste) sind über hundert Christen. Man I fürchtet aber, baß Vorerst trotz ber Notwendigkeit nichts I daraus wird. Es wird an Priestern fehlen, ganz sicher an | Geld. ,
Der „Reichsanzeiger" schreibt: Der G r o ß h e r z o g Voii Mecklenburg-Strelitz blickt am heutigen Tage auf eine 40 jährige Regierung zurück. Heber die Kneife des Großherzogtums hinaus wird im weiteren Vaterlande dleses Ehrentages eines deutschen Bundesfürsteu mit bei» Gefühl ber Anhänglichkeit gebucht, wie sie bie im Deutschen Reich geeigneten Stämme unseres Volkes ihren Fürstenhäusern wechselseitig eiitgegenbringen. Dem Groß- Herzog Friebrich Wilhelm fei zum heutigen Jubeltage auch un dieser Stelle ehrerbietiger Glückwnufch dargebracht.
Das preuß. Staats m i n i st e r i u in trat unter oem Vorsitz des Ministers v. Miguel heute mittag in Kinern Dienstgebände zu einer Sitzung zusammen. Wie verlautet, stand die allgemeine Einführung des R o h st o f f - T,arifes für Kohlen Transpo rte auf den preußischen Staatsbahnen zur Beratung.
Der Minister Graf v. B ü 1 o w hat dem Vorsitzenden des Allgemeinen deutschen Sprachvereins, Geh. Banrat Sarrazin, feinen Beitritt in einem Schreiben angezeigt, dem wir folgende bemerkenswerte Stelle entnehmen :
„Das Anerkenntnis, daß die mir unterstellte Reichsbehörde bereits feit Jahren ihr Wohlwollen für die Bestrebungen Des Vereins durch die That bewiesen hat, gereicht mir zu lebhafter Befriedigung. Ich erachte es als wichtige Aufgabe gerade derjenigen Reichsbehörde, der die Wahrnehmung der deutschen Interessen im Auslände und, in notwendigem Zusammenhänge damit, bie Fürsorge für bie Erhaltung des Deutschtums unter den in der Fremde lebenden Deutschen obliegt, ber Pflege eines ber gewaltigsten Bindemittel, ber
"lte r s p r a ch e , erhöhte Aufmerksamkeit zuzuwenden. AIS Leiter dieser Behörde berufen, werde ich es mir jederzeit persönlich besonders angelegen sein lassen, alle dahin zielenden Bestrebungen nach Kräften zu fördern".
Neber den neuen deutsch österreichischen H a ii b e 1 s v e r t r a g wird geschrieben: „Die Vorbereit ungsarbeiten sind auf österreichischer Seite bisher nur langsam vorgeschritten, da eine Einigung im Jndilstrierctt über bie bei bem neuen Handelsvertrag festzuhaltenden vKttchtspiinkte bisher nicht erzielt worden mar. Neuerdings ijai der Verein der Jnbustriellen Oesterreichs unter Hinzu । Aieiiuug der Vertreter der einzelnen Handelskammern über o u i u ei i en, au bei ei ve ii r a g eingehend beraten. Der neue k’ /'iCI,1Ä Zolltarif wird prinzipielle A b w e i ch u ii g e u a ' ch t enthalten, mir daß er, wie dies
il lU?lf5 'st- '"ehr spezialisiert sein wird. Der NU. /.^'l'lbrauche soll sogar bereits vollständig
inh-h h\ n \ V”- V" '»aßgcbender österreichischer Seite
i h,.n A. ,r\irs bnfi nrofie Hindernisse
L.ih■ bM neuen dentsch österreichischen
öfl M-i? d Bc,f.ürr(,k" fcien' "nd dnft tum
..... s;. y ‘ ’ f v ?,® ®te a H e s g c t h a u werden wird, "t-H «r.La u." « ,U"t Deutschland j» erleid,
"PJL T'rcifc U,echten nur durch bii un (\ i aiiffm ti i Fi jeden seftgefettten Bebiuiiuu<-u'n Schwierigkc'iten für die Verständigung zwischen nefterrenti unb Dentschlanb, da gewisse Vorteile, welche Oe erreich geneigt wäre event Deutschland zn gewähren, es nich auch Frankreich gewähren kann, ohne einige Zweiae seiner Industrie schwer zn schädigen." 11 '' w 'Mrhl
Tein Bttndesrat ist die zwischen Deutsch land unb B elgi e n , betr. Maßnahmen zur Be sch r ä n Fung der Einfuh r Von Spirituosen i» he stimmte Gebiete A f r i k a s, abgeschloffene K 0 n von tiou zur Kenntnisnahme zugegangen Ferner sind dem Bundesrat zugegangeu der Entwurf von Abänderungen


