Ausgabe 
8.7.1900 Viertes Blatt
 
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Die Division hat gestern abend die Uebernahme der Muni­tion und des Inventars beendet. In Wilhelmshaven sind sämtliche Offiziere für das Ersatzbataillon eingetroffen. Die neu zu formierenden beiden Seebataillone erhalten vorläufig nur Friedensstärke.

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Telegramme deS Gießener Anzeigers.

Berlin, 7. Juli. An maßgebender Stelle ist auf die die Berufung des Bundesrats und des Reichstages zur Beratung über die chinesischen Wirren im letzten Mo­ment definitiv verzichtet worden.

Kiel, 7. Juli. Der KreuzerHela" hat ferne Kriegs- ausrüstung beendet. Die Linienschiffe haben ihre Krregs- munilion und Kohlen-Uebernahme abgeschlossen. Heute werden die Torpedo und Schraubenflügel an Bord ge­nommen. Jedes Linienschiff besitzt 260 Handwaffen. Die China Division kann ein Landungsgeschwader von 1500Mann abgeben. Die Seeklar-Besichtigung durch den Kaiser findet heute nachmittag statt. Das Auslaufen der Division ist auf montagvormittag 10 Uhr verschoben. Der Kaiser begleitet die Division bis zur Nordsee. DaS Kanonenboot Luchs" geht heute mittag, der KreuzerBussard" Montag ab. Auch der kleine KreuzerSchwalbe" hat Befehl be­kommen, schleunigst nach China zu gehen.

Brüssel, 7. Juli. Nachrichten, die dem Ministerium des Aeußeren zugegangen sind, besagen, daß der deutsche Gesandte Freiherr v. Ketteler 18 Stunden lang gefoltert, und daß der belgische Gesandtschaftssekretär in Peking, Merghelinck, gleichfalls nach furchtbaren Majrtern hing'emordet worden ist.

London, 7. Juli. Aus Hankau wird gemeldet, der Vizekönig hat die fremden Vertreter durch Vermittelung des chinesischen Gouverneurs benachrichtigt, daß, welche Wendung die Dinge auch nehmen mögen, er und der Vize­könig von Nanking alles aufbieten würden, um die Ord­nung aufrecht zu erhalten und das Leben der Euro­päer im Aangtse-Thale zu schützen. Er ersuche nur die Großmächte, keine weiteren Truppen zu landen.

London, 7. Juli. Hier verlautet, die britische Regie­rung habe vorgeschlagen, daß Japan eine hinreichende Streitmacht für den unverzüglichen Vormarsch nach Peking zur Verfügung stellt. Salisbury habe auch bereits die Zustimmung Deutschlands, Italiens und Oesterreichs dazu erlangt, nur Rußland und Frankreich zauderten noch.

Rom, 7. Juli. Das Resultat des gestrigen Minister­rats wird strengstens geheim gehalten. Fest steht nur, daß das Ministerium definitive Beschlüsse faßte bezüglich der Intervention in China, nach einer mit den Mächten getroffenen Vereinbarung. Die Absendung einer Brigade wird von den offiziösen Blättern entschieden dementiert. Dem Dementi widerspricht aber, daß die Regierung tele­graphisch bei der Navigatione Jtaliana die Bereithal­tung mehrerer großer Transportdampfer an­geordnet hat.

Petersburg, 7. Juli. Der russische Gesandte in Peking soll ebenfalls ermordet worden sein. Die russische Regierung zögere nur noch, die Nachricht offiziell bekannt zu geben.

Der Krieg in Südafrika.

In Londoner Blättern wird noch immer eine Unmasse von Zuschriften über die Krankenpflege abgedruckt, darunter auch manche, und das sind augenscheinlich die zu­verlässigsten, die die von uns mitgeteilten Angaben vollauf und mehr bestätigen, als erquicklich zu lesen ist.

Am 4. Juli machten die Buren einen verzweifelten Versuch, Ficks bürg wieder zu besetzen. Um Mitternacht fand ein heftiges Gefecht statt, das stundenlang dauerte; auch bei Senekal wurde gekämpft.

Das Reuter'sche Bureau meldet aus Pretoria vom 5. d. Mts.: Der erfolgreiche Abschluß der Operationen im Freistaate, der es ermöglicht, General Botha anzu­greifen, wird täglich erwartet. ES scheint, daß General Botha Schwierigkeiten hat, die Buren zusammenzuhalten.

Die Abordnung der Burenrepubliken ist jetzt in Frankreich, und zunächst in Havre, vom Senator Pauliat und dem Präsidenten des französischen burenfreundlichen Komitees empfangen worden. Pauliat hieß die Abordnung willkommen, wobei er sagte, alle Herzen iu Frankreich schlügen beiden südafrikanischen Republiken entgegen; alle Franzosen wünschten von Herzen, daß die Republiken die Freiheit behalten möchten. Durch ihren Opfermut gewannen die Buren die Bewunderung und Hochachtung Frankreichs. Von Havre begab sich die Abordnung nach Paris, wo sie auf dem Bahnhofe von dem Präsidenten des Gemeinderats und mehreren Senatoren empfangen wurde. Auf der Fahrt nach dem Hotel wurde die Abordnung von dem Publikum lebhaft begrüßt. Einige Personen, die feindliche Rufe gegen England ausstießen, wurden verhaftet, nach der Aufnahme eines Protokolls aber wieder freigelassen.

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Telegramme des Gießener Anzeigers.

London, 7. Juli. Aus Pretoria verlautet gerüchtweise, die Bluren hätten Utrecht besetzt.

Berlin, 6. Juli. Der Kaiser arbeitete gestern in Brunsbüttelkoog mit den Vertretern der Kabi­nette. DieHohenzollern" blieb die Nacht in der Schleuse bei Brunsbüttel. Heute früh begab sich der Kaiser durch den Kanal nach Kiel, wo er am Nachmittag eintraf. Au der Fahrt arbeitete der Kaiser mit dem Vertreter des Aus­wärtigen Amtes, Fürsten Eulenburg, und erledigte nach seiner Ankunft in Kiel pn Bord Regierungsängelegenheiten, Zur Abendtafel waren Prinz Heinrich und das Gefolge geladen.

Staatssekretär Graf Posadowsky, der vom Kaiser vom 3. ds. pb beurlaubt war, hat den Antritt des Urlaubs bis auf weiteres verschoben.

Wie derReichsanzeiger" meldet, wurde dem Un- terstaatssekretär im Justizministerium Dr. Nebe - Ps I n g- tädt die nachgesuchte Entlassung aus dem Justizdienst mit Pension gewährt und der Präsident des Oberlandes­gerichts in Marienwerder, Dr, Küntzel, zum Unter- taatssekretär im Justizministerium ernannt.

Für die Eröffnung des Fernsprechverkehrs zwischen Deutschland und Frankreich sind jetzt die näheren Bestimmungen seitens des Reichspostamtes getroffen worden. Im ganzen werden zunächst vier Lei­tungen hergestellt.

Dresden, 6. Juli. Wenn das Befinden des Kö­nigs sich auch in erfreulicher Weise besserte, so ist, wie das Hofmarschallamt mitteilt, die Besserung dochnoch nicht so weit vorgeschritten, daß sie dem König gestattet, die Huldigung des Festzuges des 13. deutschen Bundesschießens entgegenzunehmen oder den Festplatz zu besuchen. Der König wird von dem Prinzen Georg ver­treten werden.

Homburg v. d. H., 6. Juli. Die Prinzen Eitel Fritz und Adalbert sind von Plön kommend heute vormittag hier eingetroffen.

München, 6. Juli. Nach derAllg. Ztg." folgt der bevorstehenden Publikation des Fleischbeschaugesetzes bald die kaiserliche Verordnung, die die E i n f u h r v o n W ü r - ten und Büchsenfleisch? verbietet.

Straßburg i. E., 6. Juli. Der frühere sranzö - ische Unteroffizier Cucourbeil, der in Nancy unter dem Verdacht verhaftet worden war, den deutschen Militärbehörden wichtige militärische Geheim­nisse verraten zu haben, wurde infolge Mangels an Schuldbeweisen in Freiheit gesetzt.

Paris, 6. Juli. Die heutige Kammersitzung ver- ief sehr stürmisch. Der Nationalist Lasies stellte die Regierung zur Rede über angebliche Ungerechtigkeiten im Gerichtswesen. Er erging sich in so heftigen und unpassenden Redensarten, daß er vom Präsidenten zweimal zur Ordnung gerufen werden mußte. Als er schließlich erklärte, die Kammer habe das Diktaturkabinett satt, wurde er vom Präsidenten ausgesordert, die Redner­tribüne zu verlassen. Der Abgeordnete weigerte sich edoch, worauf der Präsident seinen Hut nahm und die Sitzung für auf gehoben erklärte. Hierauf entstand ein großer Tumult. Lasies rief dem sich entfernenden Kabinettschef Waldeck-Rousseau zu, er sei ein Judas. Die Linke geriet hierüber in solche Aufregung, daß einige Abgeordnete auf die Tribüne stürzten, um Lasies von der Tribüne zu reißen. Es kam zwischen Ab­geordneten verschiedener Parteien zu einem Handgemenge, auf beiden Seiten wurden Schimpfworte gewechselt. Lasies stand mit verschränkten Armen auf der Rednertribüne. Der Tumult dauerte in den Wandelgängen der Kammer fort. Nach einet Stunde wird die Sitzung wieder aufgenommen. Lasies ist noch immer mit verschränkten Armen auf der Tribüne. Mit bewegter Stimme bittet Präsident D e s ch a n e l seine Kollegen um Beistand in der Aufrechterhaltung des Reglements. Durch Szenen wie die vorhergehende werde das Parlament entehrt, würde Frankreich vor dem Aus­lande schwer getroffen. Lasies erwidert hierauf heftig. DeSchanel selbst habe die Ehre deS Parlaments beeinträchtigt. Die Freiheit des Wortes fei die erste Würde, und die habe er als Präsident nicht beachtet. Die Abstimmung über die Erteilung der Zensur sei zweifelhaft gewesen, und er habe ihn nur eigenmächtig vergewaltigt. DeSchanel verwahrt sich dagegen. Seine Stimme zittert vor Erregung; er appelliert an alle Parteien, um zu bezeugen, daß er stets den weitesten Liberalismus geübt habe. Der Nationalist Holtz und der Monarchist de Lanjuinais lassen sich bann in eine Diskussion darüber ein, ob der Präsident reglementmäßig gehandelt habe, worauf dieser den Gegen­beweis führt. Die Kammer wird dann über die Fixierung des Datums für die Diskussion der Interpellation befragt. Auf Antrag der Regierung wird die Interpellation bis nach Erledigung aller andern Interpellationen verschoben. Die Abstimmung erfolgte mit erhobenen Händen, worauf der Zwischenfall erledigt ist.

Senator Fabre hat gegen dieLibre Parole" Strafantrag gestellt, weil sie die 153 Senatoren, die gestern dafür gestimmt, daß die Rede Waldeck-Rouffeaus angeschlagen werde, als Schurken bezeichnet hatte. Er verlangt die Wiederrufung dieser Beleidigung durch 200 Zeitungsinserate.

DerSoir" meldet: Nach einem Telegramm aus Dschibuti griffen die Somalis am 16. Juni zwei Posten der im Bau begriffenen Eisenbahn an. 18 Personen, darunter 8 Italiener, 2 Griechen und 8 Abessynier, wurden niedergemetzelt.

Madrid, 6. Juli. Finanzminister Billaverde hat demissioniert. An seine Stelle tritt Gras v. Bernar.

Krakau, 6. Juli. DaS Kriegsministerium verbot den Militärärzten die Beteiligung an dem hier am 21. b. M. stattfindenden Aerzte-Kongreß.

Helfingfors, 6. Juli. Die Weigerung des finlän­dischen Senats, den kaiserlichen Erlaß bctr. die Einführung der russischen Sprache als offizielle in Finland zu veröffentlichen, erfolgte nach einer offiziösen Kundgebung deshalb, weil der Erlaß nach der Meinung des Senats der Verfassung Finlands widerspreche. Nach Durchführung des Erlasses würde die höhere Ver­waltung Finlands in einigen Jahren von russischen Beamten besetzt sein. Von 3 700 000 Bewohnern Fin­lands sprächen nur 7000 russisch.

Kansas City, 6. Juli. Die demokratische Nativ- nalkonvention nahm die Platform an. Dieselbe macht den Imperialismus zum Hauptgegenstand des Wahl­kampfes und erklärt, der Imperialismus auswärts führe zu

Hause schnell zum Despotismus. Sie wendet sich gegen die Politik der Regierung auf den Philippinen und Cuba und verlangt Unabhängigkeit der Philippinen mit amerikanischer Protektion gegen fremde Einmischung. Da­gegen begünstigt sie die friedliche Expansion, wo Bevölkerungen geeignet oder gewillt seien, amerikanische Bürger zu werden. Die Platform hält die Monroe- )octrin hoch und erklärt, keine Bewohner Amerikas dürften e gegen ihren Willen unter der Botmäßigkeit einer euro­päischen Macht gehalten werden. Die Platform verurteilt erner die Trusts und den Dingley-Taris als Trusts er- eugende Maßregel, billigt die Platform von 1896 und verlangt sofortige freie und unbegrenzte Auspräg­ung von Gold und Silber im Verhältnis von 16:1, )efürroortet direkte Wahl zum Senate und sofortige Er- )auung des Nicaraguakanals in Eigentum und unter Kontrolle der Vereinigten Staaten. Endlich verurteilt te das schlechtverhehlte republikanische Bündnis mit England, das eine Zurücksetzung anderer befreundeter Nationen mit sich bringe, und drückt ihre Sympathie mit den Buren aus. Die Konvention stellt Bryan als Kandidaten für die Präsidentschaft auf. Ferner nahm )ie Konvention eine Tagesordnung an, wonach ein Ans­chuß gewählt werden soll, um nut der Konvention der Silber-Republikaner wegen Aufstellung eines gemein* amen Kandidaten für den Posten des Vizepräsidenten ins Einvernehmen zu treten.

Aus Stadt und Kund.

Gießen, 6. Juli 1900.

* Von unserer Universität. Die für neue Kliniken in Gießen von der Regierung geforderten 21130 Mk., die verwendet werden sollen für den Bau eines Kohlen- schuppens am Kesselhaus mit 8800 Mk., für Verbesserungen der Warmwasserversorgung in der psychiatrischen Klinik mit 7700 Mk. und restliche 4630 Mk. für den bereits aus­geführten Umbau des gußeisernen Dampfsammlers sowie für eine neue Dampfleitung, bewilligte gestern die Erste Kammer. Von der Zweiten Kammer wurde dieser Betrag s. Z. einstimmig genehmigt. Für bereits ausgeführte bauliche Veränderungen am Universitätsgebäude (Aula) und für Mobiliarausstattung werden 9200 Mk. be­willigt. Die Zweite Kammer bewilligte dieselben s. Z. ein­stimmig. Für den Neubau eines UeberwinterungshauseS im Botanischen Garten werden 44000 Mk., für Her­stellung der Wege 2000 Mk., zusammen 46000 Mk. be­willigt. Die vorhandenen Räume reichen nicht zur an­gemessenen Aufnahme der vorhandenen Pflanzen aus, wo­durch dieselben, in ihrer Entwicklung behindert, vielfach zu Grunde gehen. Die Zweite Kammer hatte die Notwendig­keit anerkannt und den vorgelegten Plan und Voranschlag nicht beanstandet.

* * Persona lnachrichten. Dem praktischen Arzt Professor Dr. Schott zu Bad Nauheim wurde das Ritter­kreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Groß­mütigen verliehen; mit den Dienstverrichtungen eines Amtsrichters bei dem Amtsgericht Ortenberg wurde der Gerichtsassessor Gill er in Darmstadt, und bei dem Amts­gericht Lorsch der Gerichtsassessor Reuß in Gießen be­auftragt.

* * Zum Gutscheinschwindel. Das Berliner Polizei-Präsidium giebt bekannt:Das Warenhaus Hy­dra und die Gesellschaft G e l l a vertreiben Waren auf Berechtigungsscheine mit zugehörigen Gutscheinen. Die Firma R o s e n a u und die I m p e r i a l f a h r r a d w e r k e dehnten dies System auf Fahrräder aus, die Firma Nelken auf Eßbestecke. Der Vertrieb von Gut­scheinen wird nach § 42a, §§ 56 und 148 der Gewerbe- Ordnung mit Geldstrafe bis zu 150 Mk. bezw. Haft bis vier Wochen bestraft, weshalb vor dem Weiterverkauf der Gutscheine amtlich gewarnt wird."

* * Zirkus Alt hoff giebt heute abend seine Eröff­nungsvorstellung und, wie aus dem Inseratenteil ersicht­lich, morgen zwei Vorstellungen.

Laubach, 5. Juli. An etwa 25 frühere Lehrer am hiesigen Gymnasium, sowie an ungefähr 500 frühere Schüler, soweit die Adressen ziemlich ermittelt waren, hat das Fest­komitee zur Jubiläumsfeier als Einladung Pogramme zur Versendung gebracht. Anmeldungen, sowie Wünsche für Wohnungen sind bis 15. Juli an Oberlehrer Kullmann hier zu richten. Es fei nochmals darauf aufmerksam ge­macht, daß die Frist für Auflegung der Einzeichnungsltste imHotel Schützenhof" ihrem Ende naht. Die Lösung der Festkarte berechtigt zur Teilnahme an allen Veranstalt* ungen, insbesondere auch zur Teilnahme am Festkommerse, zu dem nach Beschluß des Komitees ohne Festkarte nur solche hiesige Vereinsmitglieder Zutritt haben, die sich in aktiver Weise beim Fackelzuge beteiligen. Der Besitz der Festkarte schließt ferner den Bezug der Festschrift ein, die, ziemlich umfangreich und reich illustriert, von Professor Dr. Röschen versaßt wird. Auswärtige, insbesondere aus der Umgegend, mögen ihre umgehende Anmeldung nicht versäumen.

-MN. Darmstadt, 7. Juli. Sicherem Vernehmen nach befindet sich» das längst veraltete Gesetz, die sogenannte Organische Forstordnung" z. Zt. in vollständiger Re­vision. Diese Revision ist die Folge erner Anregung, die der Abg. Köhler-Langsdorf in voriger Session des Landtages in sehr dringlicher Form gab. Dre gedachte Materie wird bei ihrer demnächjtigen Behandlung im Landtag wahrscheinlich das Interesse weitester Kreise er­regen und zu lebhaften Debatten Veranlassung geben.

Darmstadt, 5. Juli. Die Großherzogliche Handelskammer beschloß auf eine Anfrage des Groß- herzoglichen Kreisamtes Darmstadt, die Einfuhr von Pökel- fleisch betreffend, die Errichtung einer Untersuchungsstatiorr im hiesigen städtischen Sch,lack)thause zu befürworten. Auf eine Anfrage des Amtsgerichts Darmstadt I, die Führ­ung der Handelsregister betreffend, beschloß man, sich gut- ächtlich dahin zu äußern, daß man Hotels und Herbergen jedenfalls für eintragpflichtig halte, während bei Gast­wirtschaften hierüber von der Kommission zur Durchsicht