Ausgabe 
8.5.1900 Zweites Blatt
 
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Mörser.

Artillerie beschoß die feindlichen Stellungen nacheinander aus vier Positionen. Unter dem Artilleriefeuer, das den Feind erschütterte, ging die Avantgarde ausschwärmend vor, dann griffen auch die Infanterie-Bataillone unter seitlicher Deckung der Kavallerie ein. Der Feind wich nach Süd-Südwest auf das Zieldorf zurück und wurde schließlich auch aus diesem hinausgedrängt. Die Artillerie richtete auf die verschiedenen den Gegner darstellenden Scheiben 3000 Geschosse aus Feldgeschützen und Schnellfeuerkanonen, System 96, die Fußtruppen verschossen jeder Mann 120 scharfe Patronen. Die Wirkung des Feuers war ver­heerend.

Mit der Vertreibung des Feindes aus dem Zieldorfe war das Gefecht, dem die beiden Kaiser und die Begleitung gefolgt waren, zu Ende. Die Truppen sammelten sich zur Parade.

Während die Truppen in die Aufstellung einrückten, hielt der Kaiser am Signalberg eine kurze Kritik ab, dann fand ein einmaliger Vorbeimarsch der am Gefecht beteiligt gewesenen Abteilungen statt. Unmittelbar darauf zogen die Truppen in ihre Quartiere ab, um sich für den Rück­marsch bereit zu machen.

Die Monarchen begaben sich: mit ihrem Gefolge nach der Parade in das Offizierkasino, um das Frühstück ein­zunehmen. Am Eingänge überreichten die beiden Töchter des Kommandeurs der Artillerie-Schießschule Kaiser Franz Josef einen prächtigen Strauß Marechal Nielrosen, der mit Bändern in den preußischen schwarz-weißen Farben gebun­den war. Der Kaiser nahm die Gabe mit freundlichen

der Eintritt in die Kasinoräume. An der Tafel saßen die beiden Kaiser nebeneinander, Kaiser Wilhelm links vom Kaiser Franz Josef. Neben diesem saßen der Reihe nach Oberst v. Raven, Graf Paar, Generaladjutant von Linde-

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I Der Kaiser von Oesterreich

I fuhr gestern nach der Rückkehr vom Schießplatz in Jüter- I bog bei sämtlichen Botschaftern vor und gab seine Karte ab. I Ferner stattete er dem Erbprinzen von Hohenzollern im I Palasthotel einen Besuch ab und überreichte ihm persönlich I den Leopoldorden.

Um 1 Uhr fand in der russischen Botschaft zu Ehren | des Großfürsten Konstantin Konstantinowitsch ein Dejeuner I statt, an dem auch der deutsche Botschafter in St. Peters- I bürg, Fürst Radolin, und der deutsche Militärattache Major I Lauenstein, s owie Offiziere des 2. Garde-Dragoner-Regi- I ments Kaiserin Alexandra von Rußland teilnahmen.

Ordeusverlethuugeu.

! Kaiser Franz Josef hat der deutschen Kaiserin, der I Prinzessin Heinrich von Preußen und der Prinzessin Feo- I dora von Schleswig-Holstein das Großkreuz des Elisabeth- I ordens verliehen. Außerdem erhielten der Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe die Brillanten zum Stefansorden und der Vicepräsident pes Staatsministeriums Finanzminister' v. Miquel das Großkreuz des Stefansvrdens. Der Minister des Innern Freiherr v. Rheinbaben erhielt das Großkreuz des Leopoldordens.

Bom Kaiser: Franz Josef ausgezeichnet wurden noch u. a. folgende Persönlichkeiten: Dem Reichs­kanzler Fürsten zu Hohenlohe als einem der ältesten Ritter des Stefans-Ordens wurden die Brillanten zum Großkreuz dieses!-Ordens verliehen; derni Herzog von H a tz -

I feldt-Trachenberg, dem Oberstkämmerer Grafen Solms und dem Staatssekretär, Staatsminister Grafen v. Posadowsky das Großkreuz des Leopold-Ordens, dem Unterstaatssekretär Frhrn. v. R i ch t h o f e n das Groß­kreuz der Eisernen Krone erster Klasse, dem Ober-Bürger- Meister von Berlin, Kirschner, das Comthurkreuz des Franz Josef-Ordens mit dem Stern. Ferner hat Kaiser Franz Josef dem Ober-Hofmarschall Grafen zu Eulen­burgund dem Hausminister Grafen Wedelt Dosen, dem Botschafter Fürsten/zuEulenburg! seine Photographie in kostbarem Rahmen verehrt. Die drei Damen Kirschner, Knoblauch und Jakobi, welche Blumen beim Empfang auf dem Pariser Platz überreichten, erhielten kostbare Geschenke.

Spende» des Kaisers von Oesterreich.

Der Kaiser von Oesterreich hat dem Oberbürgermeister Kirschner 15 000 Mark für die Armen Berlins übergebeu lassen. Ferner hat der Monarch dem Kaiserin-Augusta- Hospital 2000 Mark, der Berliner Schutzmannschaft 2000 Mark, dem Hedwigs-Krankenhaus und Kirche 2000 Mark, den Grauen Schwestern 1000 und dem österreichisch-unga- I rischen Hilfsverein 2000 Mark überwiesen.

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Gestern uny 5 Uhr empfing der Kaiser auf Bahnhof Friedrichstraße den K ö n i g v o n S a ch s e n, der im König- I lichen Schloß Wohnung nahm. Um 5 Uhr 30 Min. empfing I der Kaiser im Schloß den Grafen Goluchowski in Audienz. I Abends fand im «Schloß Fa m i li e n-T a f e l bei der! Kaiserin statt für die Allerhöchsten und Höchsten hier I anwesenden Gäste. Für die Gefolge war Marschall-Tafel I angesetzt.

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quist ?c.; neben Kaiser Wilhelm Generalstabschef Frhr. v. Beckh rc. Die Kaiser hatten von ihren Plätzen durch die offene Thür nach der Veranda einen genußreichen Blick auf den im Blumenflor prangenden, sehr schön gepflegten, parkartigen Garten. Die jüngeren Offiziere speisten im Kommandeurzimmer. Im ganzen waren 120 Gedecke auf­gelegt. Das Menu lautete: Schildkrötensuppe. Zander mit Krebstunke. Rinderschmorstück mit Gemüse. Brüsseler Masthühner. Eingemachte Früchte und Salat. Gefrorenes. Käsegebackenes.

In seinem Trinkspruch führte Kaiser Wil­helm Folgendes aus:

ix»'?11? Erscheinen Ew. Majestät in der Hauptstadt des Deutschen Reichs hat alle deutschen Herzen mit Jubel erfüllt. Ein Zeichen dafür war der Empfang, ben Meine lieben Berliner Ew. Majestät

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Das Scharfschießen in Jüterbog.

Schon vorgestern waren die Truppen des Gardekorps, die an der Hebung teilnehmen sollen, nach Jüterbog be­fördert worden. Es waren dies je ein Bataillon des 1. Garde-Regiments zu Fuß und des Kaiser Franz Garde- Grenadier-Regiments Nr. 2, je eine Kompagnie des Garde- Jäger-Bataillons, des Garde-Schützen-Bataillons, des Lehr-Jnfanterie-Bataillons, die zu einem Bataillon ver­einigt waren, zwei Eskadronen des Leib-Gardehusaren- Regiments und ein aus sechs Lehr-Batterien der Feld- Artillerie - Schießschule gebildetes Feldartillerie-Regiment und eine Kompagnie des Garde-Pionier-Bataillons. Sämt­liche Truppen waren auf Kriegsstärke gesetzt und standen unter dem Kommando des Artillerie-Generals und In­spekteurs der Feldartillerie, Generalmajors von Schmidt.

Zehn Minuten vor 9 Uhr lief der Hofzug mit den hohen Herrschaften uni) Gefolge ein. Kaiser Franz Josef hatte die Uniform seines Franz-Regiments ange­legt, während unser Kaiser und der Kronprinz die Uniform des 1. Garde-Regiments zu Fuß trugen. Die beiden Kaiser und das glänzende Gefolge bestiegen sofort ihre Pferde. Kaiser Franz Josef einen von Wien mit­gebrachten Fuchs, Kaiser Wilhelm II. einen Apfelschimmel, und ritten dem Schießplätze zu. Kaiser Franz Josef be­grüßte das kriegsstarke Bataillon seines Regiments mit einemGuten Morgen, Franzer!", und mit einem kräf­tigenGuten Morgen, Majestät!" wurde der Gruß er­widert. Nachdem Generalmajor v. Schmidt den Rapport erstattet und den Gefechtsplan entwickelt hatte, fiel um 9 Uhr 30 Min. der erste Schuß. Die Uebung war gedacht ! als Begegnungsgefecht. , Zwei Heereskörper stürzten von I Nordost und Südost aufeinander. Auf dem Marsch ritten die Husaren rekognoszierend vorauf. Die Avantgarde bildete das kombinierte Bataillon. Die

von unseren Ministern und Botschaftern okkupierten rech­ten Orchester- und Prosceniumslogen. Als die ersten er­schienen in der Orchesterloge Staatsminister v. Posadowsky I und Studt, in der rechten Prosceniumsloge der russische Botschafter v. Osten-Sacken, die Vertreter Frankreichs und Italiens, sowie der mit dem Orangeband vom Schwarzer^ Adlerorden geschmückte österreichische Botschafter Graf von Szögyeny-Marich. Vielbemerkte Persönlichkeit waren in ' der kleinen Prosceniumsloge der österreichische Minister- I Präsident Graf v. Goluchowski und unser Staatsminister v. Bülow. Die hinteren Reihen und Soge* des ersten Ranges waren den Vertretern der deutschen Einzelstaaten sowie den Mitgliedern der Gesandtschaften eingeräumt, auf den Vorderplätzen saßen die Damen unserer Hofgesellschaft, an ihrer Spitze links die Baronin von Hindenburg, die Tochter des Fürsten Münster, unseres Pariser Botschafters, rechts die Gräfin von Hohenthal. Weiß mit Hellem Spitzen­besatz scheint das Leitmotiv für die gestrigen Toiletten, gewesen zu sein, und dieses Hell harmonierte mit dem lichten Glanz des Hauses. Es ist Jugend und Schönheit in unserer jetzigen Hofgesellschaft, und frische, fröhliche glückliche Jugend grüßt auch aus der linken Prosceniums­loge hier sitzen die Kaiserlichen Prinzen.

Aus der großen Hofloge, die ganz von Guirlanden, Rosen, Bändern und schwarzgelben Wimpeln umrahmt iist, ertönt Klopfen, das Stimmgewirr verhallt a tempo, alles erhebt sich; Generalintendant Graf von Höchberg tritt vor und kündet mit dem Kammerherrnstab das Erscheinen des Hofes an. Der Kaiser von Oesterreich in der Uniform seines preußischen Regiments führt die Prinzessin Heinrich von Preußen, der deutsche Kaiser, der die malerische Uni­form und Attila seines österreichischen Husarenregiments angelegt hatte, seine Schwester, die Erbprinzessin vor Sachsen-Meiningen, deren Haupt ein wundervolles Diadem aus Brillanten und Smaragden ziert, der König vor Sachsen die Prinzessin Adolf von Schaumburg-Lippe, deren elegante Gestalt-ein Kostüm aus Silberpailetten umschließt, der Kronprinz von Italien die Prinzessin Friedrich Kari von Hessen, der deutsche Kronprinz die Prinzessin Aribert von Anhalt, der Herzog von York die Prinzessin Carl von Hohenzollern, Großfürst Konstantin von Rußland die Erb­prinzessin von Hohenzollern nicht weniger als 73 Fürst­lichkeiten wohnten dieser bedeutsamen Festvorstellung bei. Die beiden Kaiser grüßen die glänzende Versammlung, die diesen Gruß durch tiefes Verbeugen erwidert. .Das Schau spiel im Zuschauerraum hat seinen strahlenden Höhepunkt erreicht, als plötzlich Dunkelheit all den lichten Glanz ver­drängt. Die Klänge der österreichischen Nationalhymne ertönen, sie begleiten ein stummes Spiel auf der Bühne Jene auf Wunsch des Kaisers in Josef LauffsBurggraft erstandene Schlußscene, in welcher der Hohenzollern dem Habsburger vor den Thoren Basels die Kaiserkrone an bietet, war ihrer Worte entkleidet und zu einer Pantomime umgewandelt worden, durch welche die seit Jahrhunderten zwischen beiden Herrscherhäusern bestehende Freundschaft illustriert werden sollte. Zur Auffichrung gelangte die

freitet haben,, Empfang, der auch Mich mit hoher Freude iN Gmugthuung erfüllt. Wenn Ich auch an dieser Stelle dafür bart, daß Sie zu uns gekommen, fo knüpfe Ich daran maleich dm Dar! I Elle dem Katser-Franz-Regiment erwiesene Huld uno Gnade, und Ich hoffe, daß die Truppe dieser Auszeichnung stets sich würblg erzeigm wird. Aber nicht nur von Ihrem Regiment, sondern von der ganzen Armee wird dieser Tag als ein Ehrentag betracht« werden, und so wird auch von den Gestaden der Ost- und ».ordsu bis zum Wasgau der Ruf freudigen Widerhall finden- Se. Majestät Kaiser Franz Josef, er lebe hoch, hock, doch!"

Die österreichische National-Hymne wurde gespielt Nachdem sie verklungen war, erhob sich Kaiser Franr Josef zur Erwiderung.

Ich freue Mich", so sagte der Monarch,daß es Mir seit langer Zeit wiederum vergönnt gewesen ist, mit Meinem Regimen! beisammen zu sein. Ich danke dem Regiment für die große An­hänglichkeit, die es in den fünfzig Jahren, da Ich ihm angehöre Mir stets entgegengebracht hat. Ich habe von Sr. Majestät viel | des Rühmenswerten gehört über die allezeit tüchtige Haltung bt% ; Regiments, und es hat dies zu hören Mich freudigst berührt, g* erhebe Mein Glas und leere es auf das Wohl Ihres oberste Kriegsherrn. Seine Majestät Kaiser Wilhelm II. hoch, doch, hoch"

Nachdem die Tafel aufgehoben war, hielten beide Mo­narchen Cercle, wobei Kaiser Franz Josef viele Offiziere durch Ansprachen auszeichnete. Eine große Zahl der Herren trug die Dekorationen, die ihnen der kaiserliche Chef be­reits verliehen hatte. Es waren etwa 30 Offiziere aus­gezeichnet worden. Dem Regiments-Kommandeur war die Eiserne Krone zweiter Klasse verliehen worden, und ferner waren die dritte Klasse dieser Dekoration und der Fran; Josef-Orden zur Verteilung gelangt. Das Ritterkreuz des letzteren Ordens erhielt der Vorsitzende des Vereins ehe­maliger Kameraden des Regiments. Wie General v. Schwartzköppen dem Vorsitzenden mitteilte, hat der Kaiser beschlossen, den Fahnen der beiden Vereine ehemaliger Franzer neue Fahnenbänder zu verleihen, die in besonderer Festlichkeit überreicht werden sollen. Als Kaiser Franz Josef ans dem Kreise der Offiziere schied, sagte er: Ich hoffe, meine Herren, Sie wiederzusehMi. Ist' hoffe es!"

Feftvorftellung im Opernhaufe.

Vom Plafond herab fallen die Guirlanden hernieder, sie schlingen sich um die Brüstungen der Rampe, und in ihrer farbenreichen, blühenden Zusammensetzung, in ihrer Komposition au§' Laubgewinden, Rosen und von mattrosa Atlasbändern umrahmten Kränzen geben sie dem Hause einen Schmuck von duftiger Eigenart. Und dieser Schmuck hat auch sein politisches Relief, denn vom Plafond, von den Logen und den mit Rosensträußen umwundenen Lustres wehen leichte Banner in den österreichisch-ungarischen Farben.

Im Parkett überwiegen die Uniformen. Die Abord­nungen der einzelnen Regimenter machen hier die Civi- listen fast unsichtbar. Oberbürgermeister Kirschner mit der goldenen Amtskette, die Professoren v. Bergmann, v. Ley­den, Anton v. Werner, Knaus und andere hervorragend? Nichtmilitärs waren im Parkett plaziert. Das große In­teresse vor Eintritt des Hofes konzentrierte sich auf die

OperDas eherne Pferd". Die prunkvolle Ausstattung der Oper, deren von Hugo Baruch angefertigte Kostüme und von Kautsky in Wien gemalten Dekorationen aller dings eine verschwenderische Pracht aufwiesen, mögen in erster Reihe den Kaiser bestimmt haben, Aubers Werk aB Festoper aufführen zu lassen. Und bann, die Handlung spielt in China, uno sowohl in der Theaterwelt, wie im Welttheater ist China jetzt sehr modern und auch sehr ge

Der Prinz von Neapel hat gestern an den König Humbert ein Telegramm gerichtet, in dem er seiner Genug- thuung über die wohlwollende Aufnahme Ausdruck gab, die er bei dem Kaiser Wilhelm, dem Kaiser Franz Josef, den Fürstlichkeiten und der Bevölkerung gefunden. Der öä ä xws |

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der Kronprinz, Prinz Friedrich Leopold, Herzog Albrecht Empfangder dem Prin^ von Neavel ru Tett

von Württemberg rc., zur Linken Prinz Heinrich von oem 4511115611 öon J£eapel 5U Xei1

Preußen, Generaloberst Graf Waldersee, K. K. Feldzeug- I 9 1 M r rt 6 f& M c

Prinzen des Königlichen Haups Besuche ab/ Später wurde

Kaiser Wilhelm II aeaenüber seinem Gaste Platz genommen I er ^J?11 1) e r t n empfangen. Im Anschluß daran

Me empfing bie Kaiserin auch die Herren vom Ehrendienst.

Josef an eine Reche von Anwesenden Auszeichnungen ver- I J. ff? a s

liehen. Reden wurden nicht gehalten. Um 1 Uhr 45 Min. großen Sp-esesaal der Bo schäft gedeckt und aufs reMte

war das Frühstück beendet. In Jagdwagen, die der Hof j urtd weißem Meder geschmückt Der

gestellt hatte, fuhren d.ie Herrschaften uumittelbar daraus I Arobsnrst führte die ®rafm Osten ^Sacken, der russische

zum Bahnhose! um mit dem Hofzuge die Rückfahrt nach ** d-e Fürstin Radolin. Abends speiste der Groß-

Berlin amufreten I Ta*-!1 ver Der jtaijertn.

In artilleristischer Beziehung hatte die Uebung den s ?ffMarschall Schakir Pascha ist gestern aus Zweck, dem Gaste des Kaisers das neue Geschützmaterial I Konstantinopel hier emgetroffen., vorzuführen. Es ist von jeher das Bestreben gewesen, I Kaiser Wilhelm rrud Kaiser ?sravz Josef unsere Feldartillerie mit einem sogenanntenEinheits- I bei dem Arauz-Regiment.

geschoß" auszurüsten, d. h. mit einem Geschoß, durch das | Aus Anlaß des Besuches, der gestern Abend dem Kaiser die genannte Truppe imstande ist, alle ihr zufallenden I Franz-Garde-Grenadier-Regiment zu Teil wurde, hatte das Aufgaben zu erfüllen. Es ist auch schließlich gelungen,, I Kasernement herrlichen Schmuck angelegt.

ein Geschoß (Shrapnel) zu konstruieren, das in vielen Be- I Um 6 Uhr abends wurden die beiden Monarchen ziehungen den gestellten Anforderungen entspricht; Um1 I erwartet. Vorher war das Regiment im Paradeanzuge aber den Feind hinter hohen Deckungen zu fassen, reicht I mit weißen Hosen zur Spalierbildung auf dem Kasernen- es immer noch nicht aus. Deshalb hat mein die Batterien. Hofe vorn Hauptportal bis zum Kasino aufgestellt. Um nicht nur mit Shrapnels, sondern auch mit Spreng- I 6 Uhr rief der Posten der Thorwache ins Gewehr, und die granaten ausrüsten müssen. Letztere haben infolge offene Equipage mit den beiden Kaisern fuhr in ihrer brisanten Sprengladung einen Streuungskegel mit den Kasernenhof ein. Kaiser Franz Josef trug die Uniform stumpfem Kegelwinkel. Die Kraft der Spreng- I der Franzer, unser Kaiser ebenfalls. Am Eingänge zum I laoung übertrifft hier die Endgeschwindigkeit des Ge- | Kasino fand die Begrüßung durch den Regimentskomman- I sKchses. Die Sprengladung zerreißt das Geschütz am I deur, Oberst v. Raven, und den Kasinovorstand statt, danach I Sprengpunkt in viele Sprengstücke. Die Sprengteile im' ...... " " ~ ' ----- 1

unteren Abschnitt seines Streuungskegels können verdeckte Ziele nur erreichen, wenn die Deckung niedrig und die Lage des Sprengpunktes besonders günstig ist. Die den unteren Abschnitt des Streuungskegels bildenden Splitter fliegen zum -teil fast senkrecht nach unten; aber auch sie treffen das Ziel nur, wenn das Geschoß dicht vor oder über demselben platzt. Hier nun ist die Haubitze berufen er­gänzend einzugreifen. Durch Aenderung der Erhöhuna in Verbindung mit Aenderung der Ladung läßt die Geschoß­bahn der Haubitze (kurze Kanone) sich sowohl der gestreck­teren der Geschütze nähern, wie nach der gekrümmteren der Mörser hinbiegen. Von mittlerer Rohrlänge, mit veränderlichen Ladungsverhältnissen, bilden die Haubitzen das Mittelglied in den Geschützarten. Sie ergänzen gegen Lufrechtstehende und verdeckte Ziele den Bereich der Ge­schütze und gegen liegende gedeckte Ziele mit hoher Erhöhungsgruppe über 45 Grad die Wirkung der