Ausgabe 
8.5.1900 Zweites Blatt
 
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jucht Es war überhaupt ein Abend der außerordent­lichen Dekorationen, noch vor der Vorstellung dekorierte Kaiser Franz Josef unseren General-Intendanten mit dem Großkreuz des Leopoldordens, verlieh er Geheimrat Pier­son die eiserne Krone zweiter, Hofkapellmerster Strauß und Oberreaisseur Tetzlaff die eiserne Krone dritter Klasse, Oberinspektor Brand das Komturkreuz und Opernhaus­inspektor Pallaschke das Ritterkreuz des Franz-Josef- Ordens Auch unser Kaiser verlreh eine Auszeichnung, die gewiß überall freudige Sympathieen erregen wird^ Frau Emilie Herzog, die gestern zum ersten Male nach ihrem schweren Unfall dre Buhne betrat, ist zur Königlich meußi chen Kaminersängerin ernannt worden. - hem zweiten Akte trat eine kurze Theepause em, um halb elf Uhr endete die Vorstellung, verließen die Fürstlichkeiten das Haus.

Politische Wochenschau.

Die abgelaufene Woche stand im Zeichen der Festes­freude. In festlicher Stimmung begeht man die Feier der Großjährigkeitserklärung des Kronprinzen, und viele weilen mit ihren Gedanken und Wünschen bei den glänzenden Festlichkeiten, mit denen sie am deutschen Kaiserhofe begangen wird. Diese glänzenden Festlichkeiten bilden eine wohl- thätige Unterbrechung der eifrigen politischen und par­lamentarischen Thätigkeit, in deren Zeichen wir soeben stehen. Denn sowohl im Reichstag wie im preußischen Landtag wird mit fieberhaftem Eifer ge­arbeitet, da unter den Parlamentariern eine unver­kennbare Parlamentsmüdigkeit Platz gegriffen hat und die Sehnsucht nach einem frühzeitigen Parlamentsschluß überall vorhanden ist. Mit schauderndem Entsetzen gedenkt man in den Kreisen der Parlamentarier an den parlamen­tarischen Sommer des Mißvergnügens im Vorjahr und den Wahlspruch: Bor Pfingsten muß Schluß gemacht werden! Die Hoffnung auf die Berechtigung dessen ist durch den günstigen Gang der Verhandlungen über die Flottenfrage erheblich verstärkt worden, denn daß eine Einigung über die Deckungsfrage erzielt werden wird, kann, nachdem das Kompromiß über die Flottenvorlage selbst gesichert ist, kaum noch zweifelhaft sein. Die Budget­kommission des Reichstags nahm bekanntlich gegen die Stimmen der Freisinnigen, der Polen und den Sozial­demokraten einen Antrag der Zentrumsmitglieder an, der das Flottengesetz von 1898 mit der neuen Vorlage ver­schmilzt, nur die Verdoppelung der Schlacht­flotte bewilligt, die neu geforderten AuslandS- fchiffe (6 große und 7 kleine Kreuzer) streicht, und die Lebensdauer der kleinen Kreuzer von 15 auf 20 Jahre verlängert, wodurch in den Jahren von 19011917 die Zahl der Ersatzbauten um 13 verringert wird. Die Kosten der Marine vermindern sich durch den Beschluß um durchschnittlich 25 Millionen jährlich, oder 425 Millionen in der Periode von 1901 bis 1917. Staatssekretär Tirpitz hat zwar nicht un­bedingt die Zustimmung der Regierung zu diesen Beschlüssen ausgesprochen, aber doch auch keinen ernsten Widerspruch erhoben, vielmehr durchblicken lassen, daß der Bundesrat nicht Nein sagen werde. Nun ist freilich noch die Deckungs­frage da, ohne deren Lösung das Zentrum seine Zu­stimmung nicht giebt. Eine Reihe von Steuervorschlägen, die das Zentrum empfohlen hat, hat aber schon die Billigung der Regierung gefunden. Das Zentrum hat dann als schleunigen Antrag einen Gesetzentwurf über die Besteuerung der Lotterielose, Kuxe, Wertpapiere, Börsengeschäfte, Konnossements- und Seefahrkarten im Reichstage eingebracht. Von nationalliberaler Seite wurde

die Erhöhung der Zölle auf Schaumweine und Liköre beantragt. Beide Anträge sind bereits in erster Lesung im Plenum beraten worden. Die Mehrheit ist ihnen gesichert. Die Regierung plant für den Herbst noch eine Saccharin- und eine Schaumwein st euer. Die Mehr­kosten der Flottenvorlage betragen durchschnittlich 60 Mill, jährlich, diese sind durch die neuen Steuern gedeckt. Man kann also auf eine Ergänzungssteuer verzichten; auf direkte Reichs steuern würde überdies die Re gier- ung nicht eingehen. In Bezug auf die Wünsche der Landwirtschaft erklärte der Staatssekretär des Reichs­schatzamts Frhr. v. Thielmann im Namen der verbündeten Regierungen, sie würden bei Neuregelung der Zollgesetz­gebung und der Handelsverträge die Interessen der Land­wirtschaft entschieden wahren. Etwas näheres über Zollsätze u. s. w. teilte er jedoch nicht mit.

Dagegen haben sich dem Kompromiß in Sachen der Fleischbeschauvorlage, nachdem es schon gesichert zu sein schien, im letzten Augenblick Schwierigkeiten ent» gegengestellt. Nicht nur will der Bund der Landwirte un­beugsam sein, sondern ein erheblicher Teil der konservativen Partei soll entschlossen sein, seine Zustimmung zu versagen. Als letzter Stein J)ed Anstoßes bleibt endlich von den drei Kardinalfragen dieser Tagung die lox Heinze, die man von der einen und der anderen Seite noch zu galvanisieren sucht. Aber der Liebe Müh' dürfte umsonst sein. Ihr Schicksal scheint besiegelt zu sein und wenn die Tagung zu Ende gegangen ist, werden die Väter der lex Heinze Grund zur Klage haben in ihren Armen, das Kind war tot!

Während man in Deutschland beflissen ist, die Parla­mentssession möglichst schnell ihrem Ende entgegenzubringen, schickt man sich in Oesterreich an, die parlamentarische Arbeit aufs neue zu beginnen. Am 8. Mai beginnt die neue Tagung des Reichsrats, welche die Entscheidung über den Sprachengesetzentwurf des Kabinetts Körber bringen soll. Was bisher über denselben bekannt geworden ist, läßt ein entscheidendes Urteil nicht zn.

Der Empfang des Kaisers von Oesterreich in Berlin ist glänzend vorbereitet worden. Bemerkenswert war, daß die Verhandlungen der Berliner Stadtverordneten über den dazu nötigen Kredit sich zu einer außergewöhnlichen politi­schen Debatte gestalteten. Die Sozialdemokraten machten geltend, daß der Besuch, als ein Familienbesuch bezeichnet worden sei, also die Stadt Berlin als solche nichts angehe; es ist dieselbe Auffassung, von deren Boden aus die Sozial­demokraten im Reichstag auch nicht die Kosten für die diplo­matische Begleitung des Kaisers auf seiner Palästinareise be­willigen wollten, da diese Reise einen privaten Charakter ge­tragen habe. Die weit überwiegende Mehrheit der Stadtver­ordneten fand dagegen eine Besiegelung des mit Oesterreich be­stehenden Bündnisses in dem Besuche, und einer ihrer Sprecher erinnerte mit Recht daran, daß man in Paris dem Genossen Millerand, der jetzt Handelsminister ist, einen Kredit zur Begrüßung auswärtiger Fürsten zur Ver­fügung gestellt habe.

Den glänzenden internationalen Markt zu Paris wird von Fürstlichkeiten der Schah von Persien besuchen, wer außer ihm, das liegt verborgen noch im Zeitenschoße. Sehr unwahrscheinlich dünkt uns ein Besuch des Zaren, trotz all der Ehren, die Rußland im Zusammenhänge mit der Ausstellung erwiesen worden sind. Da der deutsche Reichskanzler Fürst Hohenlohe soeben kurze Zeit in Paris weilte, waren französische Blätter schnell bei der Hand, darin die Vorbereitung eines Besuches des deutschen Kaisers zu erblicken. Bis jetzt liegt aber noch nicht das geringste Anzeichen vor, aus dem auf die Möglichkeit eines solchen Besuches geschlossen werden könnte.

In Spanien war eine MinifterkrisiS ausgebrochen. Silvela, der bisherige Ministerpräsident, wurde aber flugs Präsident des neuen Kabinetts und erhielt für die schon eit einiger Zeit vorbereitete neue Ministerlifte sofort die Zustimmung der Königinregentin. Silvela übernahm das Ressort der Marine, der wegen der für sie in Aussicht ge­nommenen Reformen schwierig zu behandeln ist. Weiterhin ist eine fachgemäße Teilung eines unter den hcuttgen Ge­sichtspunkten unmöglichen Einheilsministeriums durchgesührt worden. Es ist das Ministerium des Fomento oer Förderung" der Unterricht, Künste, ferner Ackerbau, Industrie, Handel und öffentliche Bauten unterstanden. Aus diesem einen Ressort sind jetzt zwei gemacht worden.

Im südafrikanischen Kriege haben die Eng­länder wieder einmal die Rechnung ohne die Buren gemacht. Der Generalkommandant Louis Botha, der die Buren im östlichen Freistaat befehligt, befahl dem Kommando bei Wepener, sich nordwärts zurückzuziehen, als die Engländer in bedenkliche Nähe gerückt waren. General French hatte mit seinen Unterbefehlshabern die Aufgabe, den Buren den Rückzug zu verlegen, aber die Buren hielten den Vormarsch der Engländer durch geschickte Operationen auf, sodaß es mit dem Abschneiden nichts war. Dazu ge­sellte sich für die Engländer noch eine Ueberraschung be­schämenden Charakters. Vorsichtig umschlichen sie Tha- banchu, wo sie einen guten Fang zu machen gedachten; als sie aber näher zusahen, war das Nest leer. Lord Roberts kennt nunmehr seine Buren zur Genüge, um nicht zu glauben, daß der Osten und Süden des Oranjefreistaates jetzt endgiltiggesäubert" sei. Das lähmt seine Vorwärts­bewegungen gegen Pretoria; denn wenn er seine Streit­kräfte zu einem kräftigen Vorstoß gegen Transvaal benutzen will, wird er auf den Osten des Oranjefreistaates nicht viel Rücksicht nehmen können, und dann ist hier die Zeit für die Buren wieder gekommen.

Politische Tagesschau.

Daß die in Berliner Finanzkreisen veranstalteten Sammlungen für die Notleidenden in Indien in der That einer Initiative des Kaisers ihre Entstehung verdanken, wird jetzt offiziell bestätigt dnrch die Mitteilung des Depeschen­wechsels, der aus diesem Anlaß zwischen Kaiser Wilhelm und dem britischen Vizekönig von Indien, Lord Curzon, stattgefunden hat. Einer Meldung aus Simla zufolge telegraphierte Kaiser Wilhelm am 3. Mai an den Vizekönig von Indien:

voll tiefster Teilnahme für die schreckliche Not in Indien hat Berlin mit Meiner Billigung eine Summe von über einer halben Million Mark aufgebracht. Ich habe besohlen, sie nach Kalkutta zu über­mitteln und sie zu Euerer Exzellenz Verfügung zu stellen. Wöge Indien in dieser Handlung seitens der Hauptstadt des Deutschen Reiches em tiefes Gefühl der teilnahmsvollen Liebe zu Indien erblicken, welche Mein Volk bewegt und welche aus der Thatsache entspringt, daß Blut dicker ist als Wasser.*

Lord Curzon depeschierte an den Kaiser:

Ich habe ,die Ehre, Euerer Kaiserlichen Majestät huldvollstes Telegramm zu erhalten, dessen Inhalt ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit in ganz Indien Hervorrufen wird für die warmherzige und teilnahms­volle Haltung Ihrer Hauptstadt Berlin in Befolgung der willkommenen und edlen Initiative Euerer Kaiserlichen Majestät. Es ist in der That ein Beweis der bindenden Kraft der von Euerer Majestät be­zeugten Verwandtschaft, daß das deutsche Volk seine freundliche Auf­merksamkeit auf die von der britischen Regierung in diesem Lande ver­richtete Arbeit zur Linderung der schrecklichen Leiden, von welchem das arme indische Volk betroffen ist, lenkte. In dessen Namen erlaube ich mir für die hochherzige Handlung Euerer Majestät und die äußerst großmütige Gabe Ihres Volkes zu danken.

Die englischen Zeitungen sprechen natürlich ihre leb­hafte Befriedigung über diesen Akt des Kaisers aus.

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Kekanntmachung.

Auf Antrag der Erben wird über den Nachlaß des am 12. Februar 1900 verstorbenen Johann Georg Brömer zu Gießen die Nachlaß- verwaltung angeordnet.

Ortsgertchtsrnann Friedrich Helfrich zu Gießen wird als Nachlaßverwalter bestellt. 3348

Gießen, den 30. April 1900.

Großherzogl. Amtsgericht.

Konkursverfahren.

In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Handelsmüllers Philipp Belten auf der Luh- mühle bei Großen-Linden ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Ein» Wendungen gegen das Schlußverzeich« nis der bei der Verteilung zu berück­sichtigenden Forderungen und zur Beschlußfaffung der Gläubiger über die nicht verwertbaren Vermögens» stücke der Schlußtermin auf

Donnerstag den 7. Juni 1900, vormittags 9 Uhr,

Dor dem Großherzoglichen Amts­gericht Hierselbst, Zimmer Nr. 6, bestimmt.

Gießen, den 4. Mai 1900.

Neidhart, 3343

Gerichtsschreiber des Großherzoglichen Amtsgerichts.

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