Ausgabe 
8.3.1900 Drittes Blatt
 
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fteIIung zu warnen. Insbesondere mögen junge Mädchen die äußerste Vorsicht sich anraten kaffen bei etwaigen Engagements nach Paris. Der amtliche Teil der deutschen Ausstellung wird höchstens einige wenige weibliche Angestellte beschäftigen können; nnd waS die Engagements in den außerhalb der Ausstellung befindlichen Vergnügnngs- lokalen betrifft, so wird vor ihnen geradezu zu warnen sein.

A Bo« Sande, 5. März. Seitdem die Eisblumen en den Fenstern sprießen, liegt die Erde, beraubt ihrer ersten Blumenkinder, wieder in ihrer schneeigen Winter« hülle. Der Vogelsang ist wieder verstummt. Futtermangel und rauhe Witterung vernichten die SaugeSlust. Zu früh hatten die gefiederten Sänger bei der warmen Temperatur in Feld und Wald ihre neuen Lieder angestimmt. Jetzt sind sie wieder in die Nähe der menschlichen Wohnstätten geflüchtet, um sich kümmerlich nähren zu können. Auch der als gelehriger Sänger geschätzte Blutfink, Gimpel oder Dompfaff hat seinen Waldfitz verlaffen, und stattet den Gärten unwillkommene Besuche ab. Diesmal hat er es be­sonders auf die Blütenknospen der Pflaumenbäume und anderer frühblüheuder Steinobstbäume abgesehen. Knospe für Knospe pickt er von den Zweigen. Die braunen, schützenden Knospeuschuppen fallen zu Boden, während er den zarten Inhalt derselben verzehrt. Kommt er einzeln oder paarweise vor, so ist seine Zerstörungsarbeit noch er­träglich. Besuchen aber mehrere Familien einen Baum, daun kann eine sichtliche nachteilige Einwirkung auf die nächste Obsternte nicht ausbleiben. Freund Storch wird

diese rauhe Witterung auch schlecht behagen, und Schmalhans muß Küchenmeister bei ihm werden. Er sollte es doch auch endlich wiffen, daß es nicht angenehm ist, wenn er zu früh kommt?

Au» Starkenburg, 4. März. In den Wäldern werden fortwährend verendete Rehe aufgefundeu. In einzelnen Fällen ergab die Untersuchung, daß die Tiere an Maul- und Klauenseuche verendet waren. Das Wild hatte auf Aeckern geäst, welche mit Stalldünger bestreut waren, der von seuchekrankem Vieh herrührte. Die Mehrzahl der Tiere war jedoch an der Rapskrankheit eingegangen. Man bezeichnet die mit dieser Krankheit befallenen Tiere als raps­dumm. Die Tiere werden infolge Aesung auf Rapsäckern magenkrank, sie verlieren jegliche Scheu vor dem Menschen und laffen sich ruhig einfangen. Die Sektion der Tier- leichen ergibt im Wanstmagen einen dünnen, breiartigen, grüngefärbten Inhalt. In Jägerkreisen führt man die Rapskrankheit des Rebwildes auf die Düngung der Raps­felder mit Chilisalpeter zurück.

Dieburg, 5. März. Herr KreiSschulinspektor Schulrat Hirsch hier, hat bei Großh. Regierung in Darmstadt sein Gesuch um Pensionierung mit Wirkung vom 1. April d. I. an eingereicht. Mit ihm scheidet einer der ältesten Beamten, der sich um das Schulwesen sehr verdient gemacht hat, aus dem hessischen Schuldienste. Herr Schulrat Hirsch schaut auf eine 52jährige, sehr ersprießliche Thätigkeit im Dienste der Schule zurück. Am 8. Januar 1898 beging er sein 50- jähriges Lehrerjubiläum, dem sich im September 1899 das 25jährige Jubiläum als Kreisschulinspektor anschloß. Bei

dieser Gelegenheit ehrte ihn Seine Königliche Hoheit for Grsßherzog von Hessen durch Berleihung des TitelsSchul, rat.', die erste derartige Auszeichnung, die einem seminaristisch gebildeten Kreisschulinspektor in Hessen zuteil wurde.

5. März. Selbstmord eines Soldaten. Gestern mittag hat sich der Musketier Köhler von btt 7. Komp. Regt. 88 in der Rednitkaserne in Kastel mit seinem Dienstgewehr erschossen. Der Lebensmüde benutztr die Zeit, in der sich seine Stubenkameraden ihr Essen holten, zur Ausführung seines Borhabens. Als die Kameraden mit dem Essen zurückkamen, fanden sie Köhler als Leicht vor. Nm 4 Uhr nachmittags wurde diese, nachdem dit Polizei und das Militärgericht zur Stelle waren, hierher in das Militärlazarett verbracht. In einem zurückgelaffenen Briefe soll der junge Mann Lebensüberdruß als zwingenden Grund für feinen Selbstmord angegeben haben. Uebrigens war K. erst im Herbst als Freiwilliger bei dem Regiment Nr. 88 eingetreten, in dem sein Vater früher als Feldwebel gedient hat.

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Dienstag bett 13. März er., nachmittags 3 Uhr, soll n vor Großh. Ortsgertcht Gießen vier der Stadt Gießen gehörige Bauplätze an der Crednerstraße einer einmaligen öffentlichen Versteigerung aus. gesetzt werden. Die Bauplätze haben einen gemessenen Inhalt von je rund 460 Quadratmeter und sind pro Quadratmeter zu 8 Mk. geschätzt. Lage- pläne und Bedingungen find auf unserem Sekretariat Zimmer Nr. 15 einzusehen.

Gießen, den 5. März 1900.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

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Versteigerung städtischer Aauplätze

an der oberen Grüubergerstratze.

!? März er., nachmittags 8 Uhr, sollen vor Großh. Onsgericht Gießen drei der Stadt Gießen gehörige Banplätz> an der oberen Grünbergerstraße einer einmalige» öffentlichen Ver< steigerung ausgesetzt werden. Die Bauplätze haben je 15 Meter Front und rund 37 M-ter Tikse und find zu 6 und 7 Mk. pro Qunbr°tm°t°r geschätzt. Lageplan und Bedingungen sind auf unserem Sekretariat Zimmer No. 15- emzusehen.

Gießen, den 5. März 1900. 1741

Großherzogltche Bürgermeisterei Gießen.

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Sofa mit 6 Stühlen, 3 Sessel, 1 rd. Tisch, 1 Spieltisch und Viereck. Tische, mehrere gepolsterte Stühle, 2 Kom­moden, 1 Waschkommode, 1 vollst. Bett, 1 Weißreugschränkchen, Schreib­sekretär, 2 Pfeilerspiegel, eine 200 I. alte Standuhr.

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