werden muß, gezeigt, daß er Tüchtiges zu leisten imstande
Kokales und Provinzielles.
(Anonyme Einsendungen, gleichviel welche« Inhalte-, werden grundsätzlich nicht ausgenommen.)
Gteheu, den 7. Februar 1S00.
** Kammermusik. Der zweite der von Herrn Universitäts-Musikdirektor Trautmann in dieser Saison arrangierten Kammermusik-Abende ist vorüber, und jeder, der das gestrige Konzert besucht hat, wird bedauern, daß es auch schon der letzte war. So interessant es auch sein mag, berühmte reisende Künstlervereinigungen zu hören, so fest steht auch die erfreuliche Thatsache, daß — wenigstens auf dem Gebiete des Klaviertrios und des Klavierquartetts — Gießen nicht mehr auf beständigen Wechsel angewiesen ist, und wir geben uns der angenehmen Hoffnung hin, daß
Herrn Musikdirektor Trautmann gelingen wird, mit der Zeit auch ein gutes Streichquartett für die hiesigen Kammermusik-Konzerte dauernd zusammen zu bringen. Das gestrige Konzert verlief glänzend. In dem Trio von Brahms, einem später umgearbeiteten Jugendwerk des unvergeßlichen Tondichters, bewährten die Herren Trautmann, Redner und Hegar aufs neue ihre schon im vorigen Konzert gezeigte Meisterschaft. Das herrliche Werk, welches durch die Neubearbeitung nichts von seinem jugendlichen) Charakter verloren hat, erfreute sich einer vorzüglichen Wiedergabe, und der reichliche Beifall, der den ausführenden Künstlern gespendet wurde, war wohl verdient. Dasselbe ist von den Solovorträgen für Cello und Violine,,
Ausland.
Wien, 6. Februar. Im Abgeordnetenhause hielten heute vormittag die deutschen und tschechischen Delegierten der Verständigungskonferenz Beratungen ab, in welchen das Arbeitsprogramm der Konferenz festgestellt wurde.
Paris, 6. Februar. Oberstleutnant Picquart hat einen Brief an den Justizminister gerichtet, worin er gegen jede eventuelle Amnestie der an der Dreyfus- Angelegenheit beteiligten Personen protestiert.
Konstantinopel, 6. Februar. Die Truppen in Bagdad haben wegen Nichtzahlung des Soldes gemeutert und unter den Augen des Gouverneurs die Magazine geplündert. Der Militärkommandant konnte auch nichts thun, um die Ausschreitungen zu verhindern. Die Ruhe wurde erst wiederhergestellt, nachdem die Soldaten den Sold für einen halben Monat erhielten.
Koschat-Quintetts und des mit diesem seit letzter Zeit vereinigten Quartett Damhofer, sowie der Kapelle des Infanterie-Regiments von Wittich hat ein volles Haus herbeigeführt. Wer kennt Koschat, den gefeierten Dichter der Kärnthner Berglieder, nicht? Um so gespannter war man, die Sängerschar kennen zu lernen, die unter Meister Koschats Leitung ausgebildet und lange Zeit gereist «war, bis dieser die Leitung des Quintetts in die bewährten Hände des Herrn Damhofer legte, dessen Quartett ebenfalls in Deutschland bestens bekannt war. Die Erwartungen, die inan hegte, wurden durch die Darbietungen des gestrigen Abends vollauf erfüllt, das war Gesang, der von guter Scl)ulung und bestem Stimmmaterial der Sängerschar das bot, was man erwartet. Eine vortreffliche Altistin lernten wir auch in Frau Kirchtag-Damhofer kennen. Die Konzerte der Koschat-Sänger können daher bestens empfohlen werden."
** Stadttheater. Kommenden Freitag findet das erste Benefiz in dieser Saison und zwar dasjenige des Fräulein Agnes Hammer statt. Frl. Hammer hat bisher <eine umfangreiche und mannigfache Beschäftigung gehabt, bewältigte aber die größten Rollen mit künstlerischer Sicherheit in verhältnismäßig kurzer Zeit. Schon ihr Auftreten in der Eröffnungsvorstellung als „Madame Sans-Gene" bewies, welch bedeutende Kraft die Direktion in ihr gewonnen. Presse sowohl wie Publikum sind sich darüber einig, daß Frl. Hammer über ein sehr schätzenswertes Talent verfügt; edle Spruche und ein natürliches, gefälliges Spiel sind fast all ihren Rollen eigen. An ganz besonders hervorragenden Rollen spielte Frl. Hammer noch die „gfora", „Zaza", „Adelheid Runeck", „Clara Spohr", (Ewige Liebe), „Goldne Eva", und sogar die „Luise" üt „Kabale und Liebe", welch sentimentale Rolle eigentlich außer ihrem speziellen Fache liegt. Aber auch mit dieser Rolle sand sie allseitige Anerkennung. Als Benefizvorstellung am kommenden Freitag hat Frl. H a m - in e r das Märchendrama: „Die versunkene Glocke" gewählt, und spielt sie darin das „Rautendelein". Wir wünschen der strebsamen Künstlerin ein recht volles Haus, damit sich zu den künstlerischen Erfolgen auch der verdiente materielle Erfolg gesellen möge.
** Eisen bahn verein Gießen. Am 4. Februar beging der kürzlich neugegründete. Eisenbahnverein in Gießen nachträglich — weil vorher ein geeigneter Saal nicht zur Verfügung stand - die Feier des Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers in Stein's Garten. Es waren wohl an 450 Beamte, Hilfsbeamte und Arbeiter aller Kate- gorieen der Einladung gefolgt, und der Saal war fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Der mit großem Beifall aufgenommene Kaisermarsch von Kunoth leitete die Feier ein. Alsdann hielt der Vorftandsvorsitzende, Herr Eisenbahn-Direktor Sck)vberth, die von patriotischer Begeisterung getragene Festrede. Der Herr Redner wies auf die Bedeutung der Feier hin, führte der Festversammlung Seine Majestät, unseren allergnädigsten Kaiser, als erhabenstes Beispiel aufopfernder Pflichttreue, als Förderer der schönen Künste und Wissenschaften, als genialen Feldherrn und den hehren Neubegründer der deutschen Kriegsflotte und Hansa, sowie als Mehrer der nationalen Wohlfahrt vor Augen. Ihn sollten namentlich die Eisenbahner sich zum Vorbild nehmen und ihm ihre tiefste Ehrfurcht und innigste Dankbarkeit dadurch kund geben, daß sie aufs neue das Gelöbnis unverbrüchlicher Treue und Anhänglichkeit an Kaiser und Reich ablegen und in treuer Pflichterfüllung unentwegt ausharren, bis auch für sie einmal der letzte Zug ansährt. Der Herr Redner schloß sodann mit dem Wunsche, daß Gottes Gnade und Segen unfern vielgeliebten Kaiser auch fernerhin begleiten, und daß es ihm vergönnt sein möge, die Vergrößerung unserer Kriegsflotte in nicht zu ferner Zeit glücklich durchgeführt zu sehen, ihm zur Freude und der ganzen Nation zum Wohle. Donnernd hallte das darauf von dem Herrn Redner auf den Kaiser ausgebrachte Hoch durch den Saal, und mit sichtbarer Begeisterung wurde sodann die Kaiser-Hymne stehend gesungen. Auf der Bühne leuchtete alsbald ein farbenprächtiges Bild auf, welches sich nach dem Festvorspruch wiederholte. Eine Anzahl Eisenbahner der verschiedensten Beamten- und Arbeitergruppen, bringt, zu beiden Seiten des Bahnkörpers vor einem Tunnelportal geschart, aus welchem eben ein Zug herausbraust und vor dem, umgeben von Bäumen und Blattwerk, die Büste Seiner Majestät angebracht ist, unserem allverehrten Kaiser ihre Huldigung dar. Reicher- Beifall wurde den Darstellern, welche keine Mühe gescheut hatten, zur Verherrlichung des Festes etwas Vorzügliches zu leisten, zu teil. Das äußerst reichhaltige Programm, enthaltend eine auserlesene Sammlung schöner Musik-Vorträge und Gesänge, patriotischer und Eisenbahnlieder, sowie von Einzelvorträgen und Couplets, gewährte von vornherein die Aussicht auf einen recht genußreichen Abend. Aber, daß das Fest sich zu einem solch schönen und glanzvollen gestalten würde, als welches es sich in der That erwies, das hatten unsere Eisenbahner kaum erwartet. Man war geradezu überrascht durch die vortrefflichen Leistungen der Einzelnen, sowie der Gesamtheit der Beteiligten. Ein besonderes Verdienst an dem Gelingen gebührt dem Vergnügungsausschuß, an seiner Spitze dem Herrn Eisenbahn-Sekretär Becker, der nicht nur durch seine vorzügliche Leistung, sondern auch durch gediegene Lieder- dichtungen zur Verherrlichung des Festes beitrug; nicht minder aber auch die sämtlichen übrigen Herren, welche durch Vortragen des Festvorspruches, durch Einzelvorträge, gesangliche Leistungen, Duetts und Couplets, Musik- egleitung re., die vollste Anerkennung der Fest-Versammlung ernteten. Der überaus reiche Beifall, mit dem die Darsteller geradezu überschüttet wurden, mag der beste Lohn für ihre aufopfernde Thätigkeit fein. Unmittelbar nach der Festrede wurde noch ein Schreiben des Herrn Eisenbahn - Direktions - Präsidenten verlesen, welcher sich wegen seines Nichterscheinens entschuldigte, für die Einladung dankte, und der Versammlung zu einem schönen Verlaufe des Festes seine besten Wünsche übermittelte, woraus dann unter allgemeinem Beifall eine Dankesdepesche an denselben abgelassen wurde. Bis spät in die Nackt hielt das Festvergnügen die Eisenbahner zusammen, und beim Scheiden sagte sich jeder!, daß er eineh selten genußreichen Abend verlebt habe. Der Verein hat mithin durch dieses sein erstes Fest, welches als durchaus gelungen bezeichnet
sowie von den von Herrn Seim er aus Frankfurt gesungenen Liedern zu sagen. Herr Hegar hat sich durch den Vortrag der Sonate von Boccherini als den gediegenen Künstler bewährt, den wir schon früher an ihm gerühmt haben, und Herr Rebner, von dem an dieser Stelle in letzter Zeit mehrfach die Rede war, hat die verschiedenen, ihm zu Teil gewordenen Anerkennungen durch den Vortrag der Violin- soli von Johann Sebastian Back) eher erhöht, als abgeschwächt. Ebenso erntete Herr Leimer durch den Vortrag der verschiedenen Lieder von Brahms, Carissimi, Hegar und Schubert reichlichen, wohlverdienten Beifall. Sein Paryton hat einen angenehmen, vollen und edlen Klang, der durch die temperamentvolle Art seines Vortrags noch gehoben wird. Kleine Mängel der Textaussprack)e vermochten an diesen Vorzügen kaum etwas zu beeinträchtigen, und man konnte es dem Publikum nicht verdenken, wenn es ihm noch eine Zugabe — „An die Leyer" von Schubert — abjubelte. Den Schluß des hochinteressanten Konzerts bildete das Klavierquartett (opus 47) von Schumann, ein gefühlsinniges Werk von köstlicher Melodie unb wundervoller Instrumentation, in dem Herr Leimer die Violapartie-führte und sich auch hier als ausgezeichneter Künstler bewährte. Auch der Vortrag dieses Werkes war ein vorzüglicher; man konnte es den Herren förmlich ansehen, wie sie mit Lust und Lrebe bet der Sache waren, um dem Publikum etwas Gutes zu bieten. Wir sind überzeugt, daß sich jeder Musikfreund jnunserer Stadt auf die Fortsetzung dieser Kammermusik- Abende tm nächsten Winter freuen wird. spr
** Koschat-Ko n z ert. Nächsten Donnerstagabend 8 Uhr findet in Steins Garten ein einmaliges Konzert des weltberühmten, beliebten Koschat-Quintetts unter der Leitung des Direktors Herrn Jakob Damhofer statt. Da« Koschat-Damhofer-Ensemble ist das of)ne Konkurrenz dastehende b-'?e3-nnebt- und sich "sonach würdig in die Zahl der Eisenbahnvereine
— Aus Kapstadt wird vom 5. d. M. gedrahtet, das Feuer der Buren bei Magersfontein sei weniger heftig. Man nimmt an, die Kanonen seien nach Norvalspont gesandt worden.
Deutsches Deich.
Berlin, 6. Februar. Der Kaiser sprach heute vormittag beim Staatssekretär Grafen Bülow vor und hörte später im Schloß die Borträge des Chefs des Militärkabinetts v. Hahnke, des Vize Abmirals v. Diederichs und des Chefs des Marinekabinetts Freiherrn von Senden- Bibran.
— Der Kaiser sprach, wie das „Berl. Tagebl." aus Weimar meldet, dem Großherzog von Sachsen- Weimar zu seinem 60jährigen Militärjubiläum in einem Handschreiben seinen tiefempfundenen Dank aus für die zahlreichen Beweise von Aufopferung und Hingebung, die der Großherzog seinen Vorfahren und ihm in Krieg und Frieden erwiesen.
— Die Wahlprüfungs - Kommission des Reichstages hat die Wahl des Abg. Harriehausen (b. k. Fr.) für ungütig erklärt.
— Die Zentrumsfraktion des Reichstages hat gestern abend die Beratung der Flottenvorlage begonnen, und wird dieselbe heute abend fortsetzen. Abg. Or. Rintelen erstattete gestern das Referat. Nach langer Abwesenheit war auch Dr. Schädler gestern im Reichstage erschienen und hat der Fraktionssitzung beigewohnt.
— Der neue Erzbischof von Köln, Dr. ©imar, ist hier eingetroffen, um sich dem Kaiser und den Ministern vorzustellen.
Arbeiterbewegung.
Budapest, 6. Februar. Wie aus dem Resiczaer Streikgebiet mitgeteilt wird, nimmt der Ausstand der dortigen Eisen- und Maschinenarbeiter einen bedenklichen Umfang an, sodaß man mit Besorgnis den weiteren Ereignissen entgegensieht.
Telegramme des „Gießener Anzeiger".
Berlin, 7. Februar. Aus dem Streikqebiet liegen folgende Meldungen vor. Der „Lokal-Anzeiger" berichtet aus Budapest: Die Ausdehnung des Streiks aus den Reschitzaer Eisenwerken nimmt zu. Jeden Morgen ist zu erwarten, daß sich alle Eisenarbeiter, 6000 an der Zahl, dem Streik anschließen Der Ausstand wird durch österreichische Agitatoren geschürt, welche den Arbeitern einreden, die Gesellschaft habe nach Deutschland große Eisenlieferungen übernommen, was durch den Streik vereitelt werden müßte. Die Führer des Ausstandes erklären, wenn auf ihre Forderungen nicht eingegangen würde, so würden sich
** Aus Lehrerkreisen schreibt man uns: JE einem „Eingesandt" Ihres geschätzten Blattes loirb bie Gehaltsfrage ber hessischen Volksschullehrer einer Kritik unterzogen, bie wohl nicht als Kunbgebung aller Lanblehrer angesehen werben bürste. Wenn auch bie Vorlage ben gehegten Wünschen unb Erwartungen ber hessischen Volksschullehrer nicht voll unb ganz entspricht, so wirb boch von ber großen Mehrheit derselben dankbar anerkannt, daß die Regierung diesmal rasch eine Vorlage ausgearbeitet und den gesetzgebenden Faktoren unterbreitet hat; gewiß ein Beweis dafür, daß unsere hohe Behörde bestrebt ist, die soziale Lage der Landlehrer zu bessern. Auch der Höchstgehalt, der dem der Stadtlehrer nahezu gleichkornnit, ist mit Freuden begrüßt worden, und möchten wohl im allgemeinen nur die vorgesehenen unteren Gehaltsstufen eine Enttäuschung unter ben Lehrern hervorgerufen haben. Doch hegen wir bie feste Hoffnung, baß bie beiben Kammern im Einvernehmen mit hoher Staatsregierung hier bie bessernbe Hanb anleaen, bamit auch bei ben jüngeren Gliebern unseres Standes Ruhe und Zufriedenheit einkehre zum Wohle der Schule und des Staates.
** Deutscher Flottenverein. Auf die, seitens! des Prov. Ausschusses des Deutschen Flotten-Vereins für die Provinz Oberhessen gelegentlich des am 31. Januar in Steins Garten gehaltenen Vortrages des Herrn Marine- psarrers a. D. Heims über: „Die Flottensrage" an Seine Majestät, den Kaiser gerichtete Hulbigungsdepesche ist sol- genbes Antworttelegramm eingegangen: „Seine Majestät, der Kaiser unb König haben Allerhöchst sich über ben Hul- dignngsgruß ber Versammlung bes bortigen Provinzialausschusses bes Deutschen Flottenvereins gefreut unb lassen bestens bauten. Aus Allerhöchsten Befehl, gez. v. Lueanus, Geheimer Kabinetsrat."
** Polizei bericht. Der Maurerpolier Georg Stein, welcher gestern im hiesigen Bahnhof verunglückte, ist noch an bemselben Abenb seinen schweren Verletzungen erregen.
m. Zimmersrode, 6. Februar. In ben festlich geschmückten Räumen ber Restauration Ernst Hierselbst beging am Sonntagabenb, 4. Februar b. I., der hiesige Kriegerverein Kaisers Geburtstag in recht würdiger unb erhebender Weise. Der Saal war bis auf ben letzten Platz gefüllt. Herr Stationsassistent Trostmann eröffnete bie Feier mit einer von patriotischem Geiste burchwehten Festrede. Später gelangten die Theaterstücke „Guste auf Posten", „Unser Fritz als Heiratsvermittler" und „Verlobung an Kaisers Geburtstag" zur Aufführung^ Nach Schluß der theatralischen Vorstellungen ging es zum gemütlichen Teil über, unb gelangten die Tanzlustigen bann auch zu ihrem Rechte.
8. Darmstadt, 6. Februar. Der Schlossergeselle F. von hier, hat sich am Montagabend Ecke der Heinrich- straße auf die Schienen ber Elektrischen Bahn gelegt, in ber Absicht, sich überfahren zu lassen. Kurz vorher ehe ber nächste Wagen kam, wurde es bemerkt, und gelang es noch, ihn im letzten Moment hinwegzureißen. Anscheinenb war er angetrunken. — Der Besuch der Marine-Ausstellung war auch gestern unb heute ein guter. Man schätzt ben Besuch inkl. ber Schüler auf ca. 2700 pro Tag. — Von ber heutigen Strafkammer I. wurde ber Fabrik Arbeiter Ludwig Kronauer aus Lampertheim, welcher einen Kollegen namens Schmitt am zweiten Weihnachtsfeiertage in einem Streit wegen einem Mädchen mit einem Revolver in bie Brust geschossen hatte, sodaß er die Schlagader traf, und der Tod des Verletzten am nächsten Tage eintrat, zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt.
Vermischtes.
* Berlin, 6. Februar. Der „Lok.-Anz." läßt sich ans Krakau telegraphieren: Die 13«/,jährige Tochter des reichen, Üdischen Kaufmanns Aral en in Krakau verschwand vor fünf Wochen. Die Eltern erfuhren, daß die Tochter durch zwei weibliche Dienstboten in das Salesianerinnen Kloster gebracht worden war. Die Nonnen verweigerten die Zurückgabe des Mädchens, da dasselbe verlange, getauft zu werden.
Universität und Hochschule.
— Ernanntr Dr. August Gutzmer, a.-o. Professor für angewandte Mathematika an der Jenaer Universität, zum o. Professor der philosophischen Fakultät.
— Verschiedenes r Man berichtet aus Heidelberg: In der Zeit vom 22. November 1898 bis dahin 1899 erfolgten an der hiesigen Universität im ganzen 230 Promotionen. Davon entfallen 107 auf die juristische Fakultät (darunter 2 Ehrenpromotionen), auf die medizinische Fakuliät 34, die philosophische 30, die naturwissenschaftlich-mathematische 55 Promotionen und die theologische Fakultät 4 (aus Anlaß der Rothe- Feier [9. Februar 1899) erteilte Ehrenpromotionen.) — Der Professor der Theologie König in Rostock hat einen Ruf an die Universität Bonn angenommen. — Der Profcffor der Theologie Steinmeyer, desien Tod schon gemeldet worden, war nicht, wie irrtümlich berichtet, Senior der Wiener, sondern der Berliner Universitätsprofessoren. Steinmeyer hat ein Alter von fast 88 Jahren erreicht. — Das medizinische Pro- fessorenkollegium der deutschen Universität in Prag hat an Stelle bei verstorbenen Professors Knoll dessen ehemaligen Assistenten, den Privatdozenten Dr. Hermann Ewald Hering als ordentlichen Professor für allgemeine und experimentelle Pathologie beim Unterrichtsministerium vorgeschlagen. — Wie der „Lok -Anz." berichtet, liegt Prof. v. Bergmann-Berlin seit mehreren Tagen an einer schweren Lungenentzündung darnieder; doch ist seit gestern eine ernste Gefahr nicht mehr vorhanden.
dtf f<»« "''Ä
in»#1, xsKL di
ciiÄ'i die Alb' ein Hjta wird ft«
Acheitert st"?
{iiiiiid unö l
9 _ P-vwolM - A Karanz, welch ,'i, Wionen^rlbel^
M Form und Ichl übernimmt die
ein *
Insbesondere« W »ch befindet sich Jjj EL Weder bin dort liegenden Sch »uwinben. Wenn ^bauten diese Straße tiR Sittel geben, W «
M
Soa
Donnerstag de im Sonfimandrnsaal,
~ " WeündnÜ bei ganzen HrMi geringen Dnck-Mer östseegebiet, beziehm auf Bin weiteres Ueber den britischen $ Osten besteht hoher hat sich seit gestern trÄes oder nebeliges Aoranifichtliche Witt zeitweisen Schneefälle
w
uni fifa - 14 JXe, umgtljtnb; ebenso von sch m 15 Psg. bis 18,651
G.Henneberg
Mine ?‘e Räumung graben in der Gr Wt in 2 fcoie, \
U „„ vornüttaas oerbunpei Arbei.'sbeschreibu W« liefen wät. fambtn bei um an AMcht offen sind bis Termin Cin Mlagsfrift 3 j *1 gebru Tas stabti
-——
Mi
$ic V='S'n du
Ä-äS » Ä
®lefa,"5W>9 «SW Ob


