bereits wieder hergestellt ist. Die englischen Truppen haben im ganzen 19 Wagen mit Vorräten und 25 mit Artilleriematerial, aber keine Munition verloren. Selbst in Bloemfontein fühlen-sich die Engländer unsicher. Reuter meldet darüber aus Cradock: „In Bloemfontein herrschte am letzten Sonntag große Aufregung, als gemeldet wurde, daß eine Burenabteilung bei Thabanchu aufgetaucht sei.' Bruce-Hamilton rückte am Samstag nach Thabanchu vor, eine fliegende Kolonne hat auch Bloemfontein am Sonntag verlassen. Ein Gefecht hat zwischen den Wasserwerken von Bloemfontein und Thabanchu stattgefunden."
Bon den Kämpfen um Johannesburg und Pretoria berichtet Roberts, daß Plumer am 2. September in der Nähe von Warmbaths im ungangbaren Buschfeld 12 Wagen der Buren zerstörte, 200 Rinder 350 Schafe, 40 Esel, 12 Pferde und 6000 Pfund Mehl nebst bedeutenden Mengen anderer Vorräte und Kleider erbeutete und 24 Buren zu Gefangenen machte.
Laffans Bureau meldet aus Pretoria vom 3. September: Die Lage in Johannesburg, besonders die des Johannesburger Gruben gewerbes, erregt zunehmende Aufmerksamkeit. Diejenigen Gruben, die das Stadium der Produktion schon (d. h. vor dem Kriege) erreicht hatten, werden anfangen können, bereits aufgeschlofleneS Erz zu erpochen, sobald es möglich sein wird, die Pochwerke hinreichend zu versorgen, auch ohne die volle Mannschaft. Das Pumpen geht aus den Gruben, die das meiste Wasser haben, voran, und alle werden binnen drei Monaten ausgepumpt sein. Die Arbeitskräfte, die jetzt für die produzierenden Gruben verwandt werden könnten, werden zurzeit zum Bau der neuen Bahn nach Vereeniging benutzt. Man hält es im übrigen nur für billig, die produzierenden Gruben mit den ersten verfügbaren Arbeitskräften zu versorgen.
Der Burengeneral Delarey soll an den Wunden gestorben sein, die er im Kampfe bei ElandSriver erhalten hatte. Dann hätte er allerdings wohl kaum De Wet bei Bank behilflich sein können, die Bahnlinie zu zerstören, denn dieses Ereignis liegt hinter der Belagerung von ElandSriver. In der betreffenden Reutermeldung aus Pretoria vom 3. ds. M. heißt eS weiter, die Nachricht vom Tode Delareys sei in Pretoria mit großem Bedauern ausgenommen worden, da General Delarey ein tapferer General war, der immer in der schonendsten Weise vorging.
Eine Anzahl Buren trekt von Lydenburg nach Swasi- ! and. Es verlautet, daß ein starkes Burenkommando in Oshoek in der Nähe von Darkeston unter Kommissar I Krogh steht. Die Swafis plündern das Eigentum der Buren.
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Telegramm des Gietzerrer Anzeigers.
Loudon, 6. September. Nach einer Kapstädter Meldung sind die Pferde Lord Roberts bereits dort eingetroffen. Man erwartet seine persönliche Ankunft in den nächsten Tagen. Er soll nach seiner Rückkehr nach Europa durch den General Buller im Oberkommando über die englischen Truppen ersetzt werden. (?)
Deutsches Keich.
Berlin, 5. September. Der Kaiser begab sich gestern abend 10 Uhr mittels Sonderzuges in das Manöverterrain des Garde-Korps, um dort heute einer Uebung beizuwohnen. Am Nachmittag fuhr der Kaiser nach dem Neuen Palais zurück. Aus der Rückfahrt hörte der Kaiser den Vortrag des Chefs des Militär-Kabinetts von Hahnke.
— Wie man aus Paris meldet, teilte der Reichskom- mifsar Dr. Richter d'en deutschen Ausstellern mit, daß Kaiser Wilhelm seiner lebhaftesten Befriedigung über die deutschen Erfolge auf der Pariser Welt-Ausstellung Ausdruck gab.
. ~ Wie die „Tills. Allg. Ztg." schreibt, glaubt man
m T t l s i t, die Kaiserin zu den Enthüllungsfeierlichkeiten des dortigen Königin Luise-Tenkmals erwarten zu dürfen. Die Kaiserin wird ihren Gemahl sowohl nach Cudinen und wie auch nach Rominten begleiten und dürfte bei dieser Gelegenheit sowohl Tilsit, wie auch die bei Allen- stein gelegene Anstalt Kortau besuchen, wo die neue Kirche eingeweiht werden soll, über die die Kaiserin das Protektorat übernommen hat.
— Während es letzthin hieß, Prinz Prosper von A r e n b e r g sei bereits vom Kriegsgericht abgeurteilt worden und das Urteil habe die Bestätigung des Kaisers erhalten, werde aber geheim gehalten, wird heute gemeldet, das Kriegsgericht, vor dem sich Prinz Arenberg zu verantworten hat, werde erst Anfang Oktober zusammentreten.
— Im zweiten Vierteljahr d. I. hat die p r e u ß i s ch e Armee folgenden Abgang durch Tod erlitten: Fünf Generale der Inf., Kav. oder Art. (den Großherzog Peter von Oldenburg, den Prinzen Wilhelm von Hessen, General v. Tresckow, General v. Ro- lm n- b e_r ? Ichd General v. V i l l a u m e), ferner 2 Gen.- Toin?' 7 Majors, 2 Hauptleute, 5 Oberlts. und
p k mmucu 34 Offiziere. Ferner sind durch Tod Abgeschieden: 2 z. D. stehende Majors und 4 Militür- ^eamte, aus den Offizieren des Beurlaubtenstandes ^'^Eoute oder Rittmeister, 5 Oberlts., 12 Lts. und acht ?^"E^olNzrere. Bei den Schutztruppen starben 1 Major i^a^fuhrer der Schutztruppe in Tentsch-Ost- r»sFa,t blc obigen Ziffern eingeschlossen
ä9ire^. r'-e xn ihren Tod gefunden
r i ch vom 3. Seebataillon und ocr dir Landwehr Frhr. v. Ketteler der als fnifpr- lief) demschcr Gesandter in Peking durch Mörderhand qc^ fallen ist. ’ a
- Me der Rcichsanz" meldet, wurde dem Kam- merzrenrat Theodor Guillaume zu Mülheim a Rb der Adel verliehen.
--Wie der „Reichsanz." meldet, ist der P o st - A n - w e i s u n g s d i e n st mit dem Gebiete des früheren Oranje- Freistaates nach längerer Unterbrechung wegen des Kriegszustandes neuerdings wiederher g e st eilt worden
— Die zur Teilnahme an den deutschen KaiserMa- növern hier eingetroffene französische Militär-
k Deputation stattete heute dem Unter-Staatssekretär I Frhrn. v. Richthofen im Auswärtigen Amte einen Be- I such ab.
— Tie Wahl des Bürgermeisters Brinkmann in I Königsberg zum zweiten Bürgermeister von Berlin ist I gestern vom Kaiser auf die gesetzliche Amtsdauer von zwöl I Jahren bestätigt worden.
— Tie „Bert. N. Nachr." schreiben: Es darf nach I unseren Informationen als feststehend angesehen werden, I daß bei den bevorstehenden Beratungen des preußischen I Staatsministeriums über die K o h l e n f r a g e von einem I Aus fuhrverbot nicht die Rede sein wird. Dagegen I scheint eine vorübergehende E r m ä ß i g u n g der K o h l e n- I Einfuhrtarife vielleicht für die Dauer des Winters I erwogen zu werden.
— Nachdem, wie^bereits mitgeteilt, der Polizeipräsident I die Ernennung einer Sachverständigen - Kommission gut- I geheißen, die in zweifelhaften Fällen die Polizeiorgane I chit ihrer Urteilsabgabe zu unterstützen im stände wäre, | sind zu Mitgliedern dieser Kommission Prof. Ludwig I Manzel, der Feuill.-Redakteur an der „Voss. Ztg." Prof. I Ludwig Pietsch, Hans R e i m a r u s, Besitzer der Ni- I colaischen Buchhandlung; zu stellvertretenden Mit- I gliedern Tr. Ad. Rosenberg, der bekannte Maler Prof. | Franz Skarbina, Emil Werckmeister , Direktor der I Photographischen Gesellschaft, bestellt worden. Tie Kom- I Mission wird demnächst auf eine Einladung des Polizei- I Präsidenten in Funktion treten. Für den Herbst ist eine I Zusammenkunft der Vorstände der verschiedenen I Goethe bUnd-Vereinigungen in Aussicht genom- I Uten, um über das weitere gemeinsame Aktions-Pro- I gramm Vereinbarungen zu treffen.
Bonn a. Rh., 5. September. Heute morgen 8 Uhr I unternahm ein großer Teil der Teilnehmer des Katho- N k e u t a g e s eine Wallfahrt nach dem nahen Kreuzberge. In bev geschlossenen Generalversammlung wurde der Dank an den Abg. Roeren „für sein mannhaftes Eintreten im Kampfe gegen die Unsittlichkeit" ausgesprochen. Das Anerbieten der Stadt Aachen als Vorort für die nächste General-Versamurlung wurde dankend abgelehnt. Im nächsten Jahre soll eine Stadt in Baiern oder Baden als Vorort bestimmt werden. Ein Antrag von Heereman und Gen. tritt für die freie und ungehinderte Bewegung und Thätigkeit der Orden und Ordensniederlassungen der katholischen Kirche ein. Die Katholiken - Versammlung empfiehlt die in China kämpfenden Soldaten der werk- thätigen Fürsorge der deutschen Katholiken.
Dresden, 5. September. Ueber die wahren Gründe, die den Zaren von dem Besuch der Pariser Weltausstellung abgehalten — ein Besuch, der thatsächlich geplant und bereits bis in alle Einzelheiten vorbereitet war — geht den „Dr. N. N." von besonderer Seite aus Wien eine Information zu, die das Blatt mit Rücksicht auf die Quelle als absolut authentisch bezeichnet. Nach den Mitteilungen des Gewährsmannes ist lediglich eine keineswegs unberechtigte Furcht vor einem anarchistischen Coup die Ursache der Absage des Besuches gewesen. Es hat sich gerade in der letzten Zeit gezeigt, daß es noch immer nicht gelungen ist, einige der Hauptstützen der Propaganda der Thal, die in der letzten Zeit von Amerika nach Europa übergesiedelt sind, ausfindig zu machen und zu verhaften. Der Petersburger Polizei gingen in der letzten Woche mehrfach Beweise dafür aus Wien zu, daß die beabsichtigte Reise des Zaren nach Paris aller Wahrscheinlichkeit mach eine anarchistische Gelegenheit zu einem Attentatsversuch bieten sollte. Aus diesem Grunde hat sich der russische Polizeiminister veranlaßt gesehen, dem Zaren dringend nahe zu legen, die Pariser Reise zu unterlassen. Das dem Zaren vorgelegte Material muß derart überzeugend gewesen sein, hsaß noch in zwölfter Stunde die Absage des Pariser Besuches beschlossen wurde, ein Beschluß, der in erster Reihe auf die dringende Bitte der Kaiserin gefaßt worden sein dürfte.
Ausland.
Paris, 5. September. Die Gymnasiallehrer Vaugeois und Syveton, die als Mitglieder der „patrie franqaise“ ihren Eifer auch im Schulunterricht be- thätigten und deshalb für ein Jahr suspendiert worden waren, sind für das beginnende Schuljahr nach Ambert und Nimes versetzt worden. Vaugeois ließ daraus nichts von sich hören; Syveton erklärte im „Echo de Paris", er wolle nichts mehr mit der gemeinsten aller Regierungen zu thun haben. Nun steht seine endgiltige Absetzung bevor.
Wien, 5. September. Die Agitation in klerikalen Kreisen gegen den Duell-Zwang der Offiziere nimmt größere Dimensionen an. Es wird beabsichtigt, eine parlamentarische Aktion einzuleiten, um die Regierung zu zwingen, den Ehrenrat der Offiziere abzuschaffen und gesetzliche Bestimmungen zu erlassen, damit die Offiziere wegen Duellverweigerung nicht mehr militärisch bestraft werden können.
Graz, 5. September. In der heutigen Sitzung des sozialdemokratischen Parteitages erklärte Abg. Schrammel, in Oesterreich sei es schwerer als in Deutschland, die Bauern für die sozialistische Lehre zu gewinnen, weshalb er mit den gestrigen Ausführungen des deutschen Delegierten von Vollmar nicht vollständig einverstanden sein könne. Man müsse vorher die Agrarfrage gründlich studieren und gegen jene bürgerlichen Parteien, welche die Religion zu selbstsüchtigen politischen Zwecken ausnützen, wie die Deutsch-Radikalen es mit der „LoS von Rom"-- Bewegung machen, aufs Schärfste vorgehen. Erst wenn man die Bauern hierüber aufgeklärt habe, werde man Erfolge erzielen können.
Budapest, 5. September. 50 Jgloier Studenten, die einen Ausflug nach Crkvenicza unternahmen, wurden von kroatischen Burschen insultiert und chnen die nationalen Kokarden abgerissen. Auf Anordnung des Banus wurden die Burschen polizeilich streng bestraft.
— Wie aus verläßlicher Quelle verlautet, haben vor ungefähr zehn Tagen die Mächte, die den Berliner Vertrag unterschrieben haben, eine Intervention in dem rumä-
n? sch-bulgarisch en Konflikt übernommen. Nachdem aber die entsprechenden Schritte bei der bulgarischen Re- gterung resultatlos waren, weil sie zögert, Satisfaktion zu geben, wird der Konflikt immer akuter. Die Bukarester diplomatischen Kreise halten eS für wahrscheinlich, daß die Machte bald von einer weiteren Intervention abstehen und Rumänien es überlassen, sich selbst eventuell mit den Waffen Genugthuung zu verschaffen. — In Rumänien wurden mehrere bulgarische Generalstabsoffiziere als Spione verhaftet. — So oft rumänische Schisse bulgarische Donaustädte passieren, wird gegen diese demonstriert.
Aus Stadt und Kand.
Gießen, 6. September 1900.
** Kunstverein. Vom 1. bis 30. September befindet fich w den Räumen der Kunsthalle zu Darmstadt die dritte Ausstellung der „Freien Vereinigung Darmstädter Künstler". Dieselbe ist täglich von 10 bis 1 und von 2 bis 5 Uhr geöffnet. Wir wollen hiermit auch unsere hiesigen Mitglieder des Kunstvereins darauf aufmerksam machen, daß sie gegen Vorzeigen ihrer Mitgliederkarten freien Eintritt zu dieser Ausstellung haben. Da die Verausgabung der diesjährigen Mitgliederkarten erst in Kürze geschieht, so haben die vom verflossenen Vereinsjahre noch Giltigkeit dazu.
’• Ueberfahreu. Gestern abend gegen 7 Uhr wurde in der Frankfurterstraße ein Kind von einem Radfahrer überfahren. Es erlitt erhebliche Verletzungen am Kopfe. Der Radfahrer machte sich aus dem Staube, doch soll die Nummer seines Rades bekannt sein.
** Das Wetter und Herr Rudolf Falb. Für die ersten 6 Tage des September hat Herr Falb, der sich gern „Professor" nennen läßt, folgendes Wetter angekündigt:
Meist von Gewittern stammende, sehr ausgebreitete und stellenweise sehr ergiebige Regen treten innerhalb dieser Gruppe mehrmals auf.
Wir haben hier von Gewittern und Regen nichts gemerkt und auch nicht vernommen, daß diese Voraussagungen auf andere Gegenden zutreffend gewesen sind. Die Erfahrungen, die wir mit FalbS Prophezeiungen gemacht haben, sollten überhaupt jedermann davon überzeugen, daß die Falbsche „Theorie" eitel Humbug ist. Wir erinnern daran, daß Falb auch vom 12.—17. August ausgebreitete, sehr ergiebige Regen vorhersagte, und daß in dieser Zeit die Temperatur in Deutschland noch unter dem Mittel liegen sollte. Statt dessen haben wir in den meisten Gegenden Deutschlands nicht einen Tropfen Regen gehabt, und die Temperatur ist gewaltig über das Mittel gestiegen. Es waren gerade diese Tage bekanntlich die heißesten des Jahres. Auch vom 22.-27. August sollten ausgebreitete und sehr ergiebige Regen eintreten. In den meisten Gegenden Deutschlands haben wir einige Gewitterschauer gehabt, in andern wird weiter über andauernde Dürre geklagt. ES gab eine Zeit, in der auch wir an die Falbschen Prophezeiungen glaubten, weil wir uns um sie so gut wie garnicht kümmerten. Dann aber, als wir ihnen einige Aufmerksamkeit zu schenken begannen, stiegen uns sofort erhebliche Zweifel auf. Bald waren wir so weit, daß wir wenigstens an das Gegenteil glaubten von dem, was Falb voraus- sagte. Nun aber können wir uns selbst darauf nicht mehr verlassen.
** Soldaten ohne Schulbildung. Im Ersatzjahrl899/190O befanden sich bei den bei der Großh. Heff. (25.) Division eingestellten hessischen, insgesamt 3624 Mannschaften nur 1 ohne Schulbildung; dieser Eine stammte aus Rheinhessen. In den 20 Ersatzjahren seit 1880/81 waren im ganzen 47 ohne Schulbildung.
Butzbach, 5. September. Zur Amtsniederlegung des Bürgermeisters Joutz schrelbt der „Bad-Nauh. Anz": In Butzbach herrschen schon jahrelang höchst unerquickliche Parteiverhältnisse, die auch schon wiederholt im Gemeinderat lebhaften Ausdruck sanden. Bürgermeister Joutz wurde von der Gegenseite, an deren Spitze Dr. Vogt steht, der es nicht verschmerzen kann, daß ihm Joutz das Landtagsmandat abgenommen hat, bis aufs Messer bekämpft. Diesen ewigen Aufregungen, die selbst die beste Gesundheit ansreiben, ist Joutz nicht mehr gewachsen, und da ihm seine Gesundheit lieber ist als das Bürgermeisteramt, das ihm ein festes Gehalt von ganzen — 750 Mark einbringt, hat er verzichtet, allerdings zum lebhaften Bedauern des überwiegenden Teiles der Einwohner.
Darmstadt, 5. September. Der Großherzog reiste jeute mittag 12 Uhr nach Laubach zu den BeisetzungS- seierlichkeiten für den verblichenen Grafen Friedrich und wird von da abends 7 Uhr 20 Minuten in Langen eintreffen und sich nach Jagdschloß Wolssgarten begeben. Die Großherzogin wird nebst Prinzessin Elisabeth morgen mittag nach 5 Uhr nach Wolssgarten wieder zurück- kehren.
Offenbach, 5. September. In der heutigen Sitzung des K r e i s a u s s ch u s s e s wurde u. a. auch über die Beanstandung des Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung zu Offenbach vom 23. Juni 1900, betreffend die Wahl des Stadtverordneten Ulrich als Vertreter derselben vor dem Kreisausschuß wegen Abgabe der amtlichen Be- ! anntmachungen an das „Offenbacher Abendblatt", verhandelt. Ta es sich also nicht um die Abgabe der Bekanntmachungen selbst, sondern lediglich darum handelt, festzu- stellen, ob der Stadtv. Ulrich als beteiligt im Sinne der Städteordnung anzusehen und darum von der Vertretung der Stadtverordneten vor dem ttre,sausschuß auszu- chließen oder zu derselbeii zuzulasjen sei, so scheiden die materiellen Gründe für und gegen die Abgabe der amtlichen Bekannttnachungen an das „Abendblatt" aus den heutigen Feststellungen aus. Als Vertreter der Bürgermeisterei nimmt zunächst Oberbürgermeister Brink das Wort Er führt aus, daß eine seiner ersten Aufgaben ihm


