-i- Krofdorf, 5. April. Mit dem 1. April er. sind hier und in Wißmar vier Schulstellen errichtet worden. In Wißmar ist bereits vor mehreren Jahren bei Gründung der dritten Lehrerstelle ein großes mit 2 Lehrsälen und Lehrerwohnungen versehenes Schulhaus erbaut worden. Hier dagegen muß der neue vierte Lehrer vorläusig mit dem dritten Lehrer in demselben Lehrsaal unterrichten. Ueber den Bau einer neuen Schule ist man zur Zeit noch nicht schlüssig.
-i- Kinzenbach, 5. April. Bekanntlich ist in unserem Dorfe vor zwei Jahren eine Zigarrenfabrik entstanden. Der Besitzer, Landfried aus Dillenburg (Firma Daniel Haas) hat die hiesige Fabrik im vorigen Jahr durch eine« Bau vergrößert. Er umfaßt zwei geräumige Säle in denen nahezu 100 Arbeiter beschäftigt sind.
m. Franken berg, 5. April. Nach einer aus par-i lamentarischen Kreisen hierhergelangten telegraphischen
in der Werkstatt im Anschluß an die HauSwafserleitung einen Feuerhahn anbringen zu lassen.
Herr I. Pfeffer hat im Jahre 1897 in seinem Hinterhause nach der Nachbarhofraite des Herrn Scheel einige kleine Fenster brechen lassen, worauf ihm auf erfolgte Anzeige ein auf Entfernung derselben lautender Polizeibefehl zuging. In einer längeren, eingehend begründeten Eingabe sucht Herr Pfeffer um Aufhebung des betr. Polizeibefehls nach. Die Versammlung sprach sich für ausnahmsweise Genehmigung des Gesuchs aus, solange die anstoßenden Bureaugebände des Herrn Scheel nicht erhöht werden. ES soll weiter dem Gesuchsteller aufgegeben werden, die Fenster so einzurichten, daß sie nicht geöffnet werden können.
Dem Gesuch des Herrn Karl Bieler um Erlaubnis zur Herstellung eines Zufuhrweges von der Lonystraße nach seinem Hause an der Südanlage soll stattgegeben werden, sofern er das an der Wieseck gelegene Gelände in Eigentum der Stadt zum üblichen Preise von Mk. 1.12 pro Quadratmeter abtritt, der Besitzer des Nachbarhauses an der Goethestraße auf Einhaltung des mit der Stadt abgeschlossenen Pachtvertrages verzichtet, bezw. der Gesuchsteller die bisher von Letzterem entrichtete Pacht bezahlt.
Auf Ersuchen der Burschenschaft Alemannia und des Herrn Fabrikanten MyliuS, welche die zur Anlage von Vorgärten vor ihren an der „Gutenbergstraße" zu errichtenden Neubauten nötigen Erdarbeiten schon jetzt vornehmen wollen, wird beschlossen, den Gesuchstellern 70 Pfg. , pro Cbmtr. Auffüllung zu vergüten, wenn die Straße aus- I gebaut ist.
Nachdem früher bereits der Schließung des von der Liebigstraße nach der Wilhelmstraße führenden alten Verbindungsweges zugestimmt worden, ist seitens der katholischen Gemeinde ein neuer Weg projektiert, der den Zugang zum kath. Pfarrhause bezw. der neu zu errichtenden Kirche von der Wilhelmstraße aus für Fuhrwerk vermitteln soll. Die Versammlung stimmte einem Anträge der Baudeputation zu, wonach das Befahren des Weges während der Bauzeit der katholischen Kirche gestattet werden soll, wenn der Weg chaussiert und auf einer Seite mit geschütztem Fußweg versehen wird.
Die Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. hat um An- I schluß ihrer jenseits der Frankfurterstraße errichteten I Arbeiterhäuser an die städtische Wasserleitung nachgesucht. Das Gesuch wird, da die Eisenbahndirektion I eine jährliche Wafferabgabe von 250 Mk., entsprechend I 10 Proz. der Anlagekosten, garantiert, genehmigt. Die I Eisenbahndirektion beabsichtigt übrigens, wie mitgeteilt I wurde, auf dem bezeichneten Gelände noch eine größere I Anzahl Arbeiterwohnhäuser zu errichten.
Herr Fr. Krogmann hat, nachdem ihm die Er- I laubnis zur Ueberbrückung des Stadtgrabens von der I Schanzenstraße aus bis zu seinem hinter dem ehemals I Orbig'schen Hause an der Bahnhofstraße errichteten Werk- I stättenbau gestattet worden, um kostenfreie Zuführung der I Gas- und Wasserleitung entlang der bezeichneten Ueber- I brückung nachgesucht. Das Gesuch wird genehmigt, doch I soll der Gesuchsteller so lange zur Zurückerstattung der etwa 470 Mk. betragenden Kosten verpflichtet bleiben, als der I Gas- und Wasserbezug den Betrag von 4200 Mk. nicht I erreicht.
Gelegentlich der Beratung des Voranschlags wurde I aus der Mitte der Versammlung die Frage gestellt, ob I nicht eine Ermäßigung der Gasmessermiete, sowie eine I solche für das Aufsetzen neuer Glühkörper am Platze I sei. Die Deputation für das GaS- und Wasserwerk hat I die Frage verneint, und beantragt, eine Ermäßigung nicht I eintreten zu lassen. Herr Gaswerkdirektor Bergen be-I richtete in der Stadtverordneten-Versammlung eingehend I über die Kosten der Unterhaltung der Gasmesser, sowie über I diejenigen für das Aufsetzen der Glühkörper, und legte dar, daß vorerst eine Preisherabsetzung weder auf diesem I "och auf jenem Gebiete eintreten könne, wenn man nicht I mit Verlust arbeiten wolle. Es wird danach Beibehaltung der jeweiligen Ansätze beschlossen.
Auf Gesuch des Schuldieners Becker wird beschlossen, demselben zur Heizung und Reinigung der Stadtmädchenschule für die Wintermonate eine Hilfskraft beizugeben, I und dafür pro Tag bis zu Mk. 1.50 vorzusehen.
Die erhöhte Frequenz der Klaffe 6 der höheren Mädchenschule macht die Teilung dieser Klaffe nötig. Die neu zu bildende Abteilung soll im Turmhaus am Brand I untergebracht, und deren Leitung, vorbehaltlich der Ge- nehmigung, provisorisch der Lehrerin Frl. Birnbaum übertragen werden.
Mit der von Großh. KreiSamt erlassenen neuen Wiesenpol i z e i o r d n u n g hat sich die landwirtschaftliche Kommission I und der Wiesenvorstand beschäftigt. Die von denselben bean- ttagte Aenderung in Bezug auf die Zeit des Aberutens und die Bestimmungen über das Viehhüten auf den Wiesen werden I angenommen.
der Gesuche der Herren Joh. Seibel (Ludwigs- platz 13) und Hernr. Monick (Wallthorstr. 46) um Er- m^^c^.?'"^^tSbetrieb beschloß die Versammlung, dre Bedürfnisfrage zu bejahen.
| ihm bemerkt, daß dieser Paragraph hier ganz und gar keine I Anwendung findet; denn seine Zuschrift enthält keineswegs I eine „thatsächliche Berichtigung" im Sinne des Gesetzes. I Sie lautet:
I Aus dem Herzogtum Anhalt wird der „Allgem. Deutschen I Lehrerzeltung" geschrieben: „Da die Finanzlage des Landes sehr | günstig ist, so hat die Regierung dem Landtage verschiedene GehaltS- | aufbesserungen vorgeschlagen, an denen sowohl die Lehrer höherer I Lehranstalten, wie einige Lehrerkategorien der Volksschulen beteiligt I stad. Manche Vorschläge der Regierung übersteigen thatsächlich die I bisher laut gewordenen Erwartungen der betreffenden Kollegen. I Was die Volksschullehrer im allgemeinen anlangt, so nehmen sie an I dieser Gehaltserhöhung deshalb nicht teil, weil fie erst kürzlich eine I Höherbesoldung erreicht haben; aber sie werden doch die Gelegenheit I benutzen, ihre Wünsche vorzubringen." — Man sieht also, daß auch I in Anhalt das Streben der Lehrerschaft nach Gleichstellung ent- I sprechend der Vorbildung vorhanden ist. Wenn der Zusatz in Nr. 16, I 2. Blatt, des „Gteßenener Anzeiger" unter 9) Herzogtum Anhalt, I Absatz 3: „Für die den Lehrern gewährten Dienstwohnungen werden | 10 Prozent des pensionsberechtigten Gesamteinkommens auf das I Gehalt angerechnet", so aufzufassen ist, daß, wenn die Wohnung I in natura gestellt wird, dafür 10 Prozent am Gehalte abgezogen I werden, dann ist thatsächlich die hessische Regterungsskala günstiger, I als die Skala des Herzogtums Anhalt. Allerdings haben die | Anhalter Lehrer jetzt schon seit drei Jahren einen bedeutenden Vor- I sprung, und sie werden auch, falls Heffen mit ober allein an der I Spitze marschiert, voraussichtlich nicht lange zurückbleiben.
Erläuternd sei beigefügt, daß wir in unserer Nr. 16 I einem Schreiben des Großh. Ministeriums des Innern an I die Zweite Kammer der Stände Raum gaben, in dem der | oben zitierte Satz nach dem im Herzogtum Anhalt geltenden I Lehrereinkommen Normativ wiedergegeben war.
I . ** Der Zweiten Kammer der Land stände I find neuerdings mehrere Anträge, Vorlagen, Anfragen rc. I I zugegangen, die das allgemeine Interesse beanspruchen.
Ein Antrag des Abg. Wolf und Genossen betrifft die Warenhäuser. Er wünscht die Vorlage eines Gesetzentwurfs, der geignet wäre, den Br a n dun fä ll e n der Großbazare und Warenhäuser nach Möglichkeit vorzubeugen und zwar unter Berücksichtigung folgender besonderer Bestimmungen: 1. Öffentliche Verkaufsräume (Läden) dürfen nur ebener Erde und eine Treppe hoch liegen. 2. Befinden sich zwei Läden übereinander, so muß die Zwischendecke feuersicher sein. 3. Ebenso dürfen in größeren Läden die in gleicher Höhe liegenden einzelnew Abteilungen nur durch feuersichere Wände getrennt werden. 4. Die Treppen müssen feuersicher sein. Waren dürfen in den Treppenräumen nicht aufgestellt oder aufgehängt werden. 5. Die Gänge zwischen den Verkaufsständen müssen I ! breit sein. Waren dürfen in ihnen nicht aufgestellt werden. I 6. Stets beleuchtete leicht auffindbare Notausgänge sind herzustellen. 7. Die Beleuchtung, namentlich in den Schau- I fenstern, muß mit solchen Vorrichtungen versehen sein, I daß die Entstehung eines Brandes durch sie verhindert I wird. 8. Für das Vorhandensein von Feuermeldern und I ständig vorrätigem Wasser zum Löschen, sowie kleinerer I Löschgeräte muß gesorgt werden. 9. Eine Ueberfüllung I der Warenhäuser darf nicht stattfinden. Für jedes Waren- I haus ist von der Polizeibehörde unter Berücksichtigung I aller Verhältnisse festzustellen, wieviel Personen darin im I höchsten Falle gleichzeitig anwesend sein dürfen. — Eine I Regierungsvorlage betrifft Kap. 48 Titel 2 des Staats- I Voranschlags pro 1897/1900 „Erweiterte Volks- ! schule n". Nach den Erläuterungen zu Kapitel 48 Titel 2 I des Staatsvoranschlags pro 1897/1900 „Erweiterte Volks- I schulen" sollen den in provisorischer Weise an den erweiter- I ten Volksschulen (höheren Bürgerschulen) verwendeten I akademisch gebildeten Lehrern zur Gleichstellung I mit den gleichalterigen Lehrern derselben Kategorie au den staatlichen höheren Lehranstalten Vergütungen bis! zumHöchstbetragvon2000Mark gewährt werden. I In den Nachtragsforderungen des Ministeriums der Fi- I nanzen zu dem auf das Jahr 1900/1901 erstreckten Hauptvoranschlag pro 1897/1900 wird unter Kapitel 114 Titel 4 I die ständische Ermächtigung dazu beantragt, den in staat- I licher Verwendung befindlichen Regier ungs-, Ge- | richts - und Lehramtsassessoren künftig in der I Regel folgende Vergütungssätze zu gewähren: im 1. Jahr | der Verwendung 2100 Mk., im 2. 2200 Mk., im 3. 2300 Mk., I im 4. 2400 Mk., im 5. 2500 Mk., im 6. 2600 Mk. In Ueber- I einstimmung hiermit sind in den Nachtragsforderungen des I Ministeriums des Innern für 1900/1901 die Vergütungen I für provisorische Lehrer an den staatlichen höheren Lehr- I anstalten, die bisher 1800—2000 Mk. betrugen, entsprechend I erhöht und es ist als mutmaßlich erforderlich werdender I Durchschnittsbetrag für einen provisorischen Lehrer der I Betrag von 2300 Mk. vorgesehen worden. Falls diese er- I höhten Sätze die ständische Genehmigung finden, dürfte es I nicht zu umgehen sein, auch die Vergütungen für diejenigen I akademisch gebildeten Lehrer gleichmäßig zu erhöhen, die I an den erweiterten Volksschulen (höheren Bürgerschulen) I in provisorischer Weise verwendet sind. Das Ministerium I wünscht nun die Zustimmung der Stände dazu, daß die zu I dem angegebenen Zweck erforderlichen Aufwendungen zu I Lasten des Fonds unter Kapitel 48 Titel 2 des auf das I Jahr 1900/1901 erstreckten Hauptvoranschlags pro 1897/1900 I verrechnet, bezw. die dort eingestellte Summe von jährlich I 10 000 Mk. nach, Bedarf überschritten werden darf. — Eine I Anfrage des Abg. Dr. Schmitt und Genossen betrifft den I Bahnhof in Kastel und verlangt Beseitigung der! dortigen „trostlosen Zustände", und eine weitere Anfrage I von derselben Seite tritt für die B e freiun g d e r Re - I kruten von Kastelund Ko st heim vom'Brücken - I geld ein.
-n-Friedberg, 5. April. Um das Jahr 1300, wahr- I scheinlich von 1290 bis 1320, wurde die im reinen gotischem I Stile geplante Stahtkirche zu bauen begonnen, die I bis heute noch nicht vollendet ist. Gleich bei Beginn des- I Baues bezogen die Baumeister Steine und Holz aus der I Bellmuther Gegend, wie urkundlich nachgewiesen wurde. I Das herrliche Bauwerk soll jetzt völlig ausgebaut werden' I und es sind schon erfreuliche Fortschritte gemacht worden. I Auch jetzt wieder soll Baumaterial, Holz und Steine aus; I der Gegend von Bellmuth bezogen werden, wie vor 600 I Jähren.
)( Ruppertenrod, 5. April. Tie Maul- und I Klauenseuche ist in mehreren Stallungen unserer Ge-. I mein&e bei Rindvieh und Schweinen ausgebrochen. Auch I £-UJPrten uVjerer Nachbarschaft wird das Auftreten der I e>eiiq)e gemeldet. Die Seuche ist um so empfindlicher,- 1
Lokales und Nrsvnyiettes.
(Anonyme Einsendungen, gleichviel welchen ^ndalteS. werden grundsätzlich nicht ausgenommen.)
Gießen, 6. April 1900.
** (Nachdruck verboten.) Vor 26
am 7. April 1874, starb in München Wilhelm v Kaul back' Die Hauptleistung seine« Leben« ist die Ausschmückung deS Trevoe?- hause« im Berliner Museum: eine bildliche Darstellung de^ae- waltigen Abschnitte der Weltgeschichte. K. wurde am 15. Oktober 1805 zu Arolsen geboren.
X Aus Lehrerkreiseu erhalten wir eine Zuschrift, der wir gern Raum gewähren. Wenn sich jedoch der Herr Einsender dabei aus § 11 des Preßgesetzes beruft, so sei
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■««•ja... ■ Bim« WblülU i willig m , gesMeli- Nächste • 'm einen Kollegen»
«Herr Dollar, * Sir schnell h ^rrigeiprvchen.' nch M Sie inltrr i mjiiHW. M • Ache fomml spat I (ötr bei einer Be' i giert): „Sil ' .U Mr, Hä' LhwW, rvM Henhtskdft dazu, sich Bar £anbgcrid)t9rQt, tban.“ Gerte 1 schwinbchafleS ( id) bitt Sie, H |o strenge auf. dreimal Laudge: gegen prolestirrt fljjunft." - B Sperrhalen, bin geil..- „De// fn i tiorf.: „MeM I Win finden! ! dichter: „Geben Sie bebanrrn, bah ^ngrll.: > gegeben habe." - anvaltS: Je Verteidiger behau: seien. Das ist o schuldlos rvilrrn, recht halten. 1 9WR habe, m1 kus dem Plaid "ch btn Ard Rardrriioys
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I di- Frühjahrsbestellung, ohnehin durch die llngun» | der Witterung verspätet, vor der Tbür stebt Auck,St Mi^Frage ^^"rktes auf unseren, Frühjahrs,nark!^
! Gedern, 5. April. Vor wenigen Tagen stürmen- m dem nahe gelegenen Wenings kurz nacheinander
I Leute vom Gerüst in die Tenne. Heute wiederbolle Hrb I derselbe Fall hier in Gedern, indem der bei Herrn Vonalf- I dienende Keil ebenfalls in der Scheune abstürzte Glück I licherweise trug er nur eine Luxation des Oberarmes hn* I von: auch die in Wenings sollen keine bedeutenden Ver^ I letzungen davon getragen haben. Die Leute waren vlötz-^ I lich von der Influenza befallen worden.
(D Langenhain (Kr. Lauterbach), 4. April. Der Sohn I des hiesigen Landwirtes H., der vor einigen Jahren beim I Infanterie-Regiment Nr. 115 in Darmstadt seiner Milüär- I pflicht genügte, ist vor wenigen Tagen spurlos Dtt, I schwunden. Man nimmt an, daß er nach ©üb Qftita I gegangen ist, um auf Seite der Buren zu kämpfen.
I O Bleicheubach, 4. April. Dem hiesigen Bürgermeister
I Johannes Bickel IV., der 33 Jahre mit großer Pflicht- treue seinem Amte vorsteht, ist der Orden «Für langjährige,
I treue Dienste" verliehen worden. Herr Kreisrat Jrle aus Büdingen überreichte ihm den Orden mit einer Ansprache
I vor versammeltem Gemeinderat auf dem hiesigen Nathausr I .. )( Aus dem Kreise Alsfeld, 5. April. Unsere I kürzlich gebrachte Mitteilung über die unangenehme Er- I sahrung zweier Züchter reinen Rassengeflügels auf | Ausstellung können wir dahin ergänzen, daß auch der I zweite Fall seine befriedigende Lösung gefunden hat. Der I Aussteller ist seiner Forderung gemäß von dem Geflügel- zuchtverein Wetzlar entschädigt worden. Tas fehlende Huhn war auf dem Beförderungsweg verendet, und aus dem Korbe entfernt worden. Da die Versendung unrichtig und statt nach Mücke nach Hanau erfolgte, war der Verein entschädigungspflichtig. — Die Zucht reinen Rassengeflügels hat in unserem Kreise einen bemerkenswerten Aufschwung genommen. Die Liebhaber dieser Züchtereien mehren sich, seit vom landwirtschaftlichen Vereine Zuchtstationen gegründet worden sind.
Darmstadt, 5. April. Die Abreise des Großherzogs nach Italien (Capri) erfolgte heute abend 11 Uhr 31 Min.
| via St. Gotthardbahn. Die Rückkehr der Großherzog I lichen Familie dürfte Ende April oder anfangs Mai erfolgen und dann das Hoflager sogleich nach Jagdschloß Wolfsgarten verlegt werden. Bald nach Rückkehr der Allerhöchsten Herrschaften wird auch der Besuch des Prinzen und der Prinzessin Heinrich von Preußen mit ihren Söhnen am hiesigen Hofe erfolgen.
Darmstadt, 5. April. Der hier lebende Königlich preußische General der Infanterie z. D. v. Schkopp konnte am 1. d. MtS. sein 60jährigeS Militär- Dienst-Jubiläum begehen. Otto Bernhard v. Schkopp steht im 84. Lebensjahre. Im deutsch-französischen Kriege war v. Schkopp von der Schlacht bei Wörth bis vor Paris Führer der 22. Infanterie-Division, während der Belagerung bis zum Waffenstillstände Führer der 21. Infanterie-Division, wurde 1871 Kommandeur der 27. In- fanterie-Division, 1873 zum Kommandeur der 31. Division ernannt, 1878 Gouverneur von Straßburg i. E. und 1881 als General der Infanterie zur Disposition gestellt, v. Schkopp ist u. a. Ritter des Eisernen Kreuzes 1. Klaffe.
Griesheim, 5. April. Hier starb dieser Tage der frühere Ortsdiener Thomas. Obwohl er kinderlos war und ein beträchtliches Vermögen besaß, lebte er in den aller dürftigsten Verhältniffen; sein Geiz ging soweit, daß er sich nicht einmal satt aß und jede ärztliche Hilfeleistung bis zum Tagr vor seinem Tode ablehnte. Als vor Jahren seine Frau starb, fand die zur Inventur-Aufnahme erschienene Gerichtskommission Wertpapiere im Betrage von ca. 34 000 Mk. auf dem Speicher in einem alten Kasten versteckt, und bei seinem Ableben fand man 1200 Mk., die er in einem Spreuhaufen und 200 Mk., die er im Strohsack seines Bettes verborgen hatte. Man vermutet, daß er eine noch größere Summe irgend sonstwo verborgen hat. Der größte Teil des Vermögens fällt an Verwandte in Amerika.
□ Dieburg, 5. April. Die Schulverwalterin Albertine Deckel mann zu Seligenstadt, eine geborene Dieburgerin, ist als Lehrerin der hiesigen obersten Mädchenschulklasse bestätigt worden. Sie wird ihre neue Stelle voraussichtlich mit dem bevorstehenden Schuljahre übernehmen. Um die erledigte Schulstelle hatten sich 4 Lehrerinnen beworben.
x Mainz, 5. April. Mit der allgemeinen Kohlennot hat die hiesige städtische Verwaltung sehr zu rechnen. Bei der Eröffnung der Submissionsofferten für die Lieferung der Brennmaterialien für die städtische Verwaltung hat sich die überraschende Thatsache gezeigt, daß gar keine Offerten für den hauptsächlichen Bedarf eingelaufen waren. Die gleiche Erfahrung mußten die städtischen Hospizienanstalten machen. Die städtische Verwaltung hat noch keinen Beschluß gefaßt, in welcher Weise man dieser Kohlenkalamität entgegen treten will.
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