Ausgabe 
6.7.1900 Zweites Blatt
 
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mandos die Anweisung, schnellstens zu melden, wie viele Freiwillige sich für die Ersatzbataillone der Marineinfanterie in ihren Truppenteilen gemeldet hätten. Generalinspekteur Admiral von Koester, der an Bord derGrille" eine bis Stockholm führende Informa­tionsreise angetreten hatte, ist durch eine Depesche zurück- gerusen worden, um die Mobilisierung der ersten Division zu leiten. DieGrille" lies mittags 1 Uhr mit dem Ad­miral hier ein. An die Kaiserliche Werst ist die tele­graphische Anfrage ergangen, wann die Panzerkreuzer Kaiser" undDeutschland " zur Indienststellung fertig sein können, um nach China zu gehen. Der Kreuzer H ela", das Aufklärungsschiff der ostasiatischen Panzer- Division, ist eingetroffen. 13 Offiziere der Landarmee, darunter zwei bayerische und ein Württemberger, treten zum ersten Ersatzbataillon über.

Der Ches des Militärkabinetts von Hahnte hat den ihm bewilligten Urlaub nach Karlsbad abgebrochen und ist zur Uebernahme des Dienstes anläßlich der Errichtung der nach China bestimmten gemischten Brigade aus Freiwilligen des Landheeres nach Berlin zurückgekehrt. DerHamb. Korr." schreibt anscheinend marineoffiziös aus Kiel: Heber die Entsendung der Linienschiffsdivision geht hier in Marine­kreisen das Gerücht, sie habe vornehmlich den Zweck, dem Transport der beiden Seebataillone zum Schutz zu dienen. ES sei Nachricht hierher gelangt, daß in den oftasiati- sehen Gewässern drei chinesische Panzerschiffe mit acht Torpedobooten verschwunden seien, und es liege die Befürchtung vor, daß dieses Geschwader be­absichtige, die deutschen.Transportschiffe abzu- f a n gje n.

Wie aus Berlin mitgeteilt wird, hat der Vorstand des deutschen Frauenvereins in den Kolonieen die Entsendung von Pslegschwestern indas neue Gouvernementslazarett von Tsingtau (Kiautschau) beschlossen, sobald das Reichs­marineamt solche verlangt.

In Berlin ist es zu einer Ausschreitung gegen Chinesen gekommen. Der Berliner Polizei ist die Mit­teilung zugegangen, daß nach zwei Chinesen auf der Straße mit Steinen geworfen worden sei. Die Ge­sandtschaft selbst hat davon erst durch unsere Behörde Kenntnis erhalten, da die Betreffenden nicht Mitglieder der Legation, sondern in Berlin zu ihrer Ausbildung weilende Studenten sind.

Der russischeKriegsminister teilte dem deutschen Militärattache in Petersburg folgendes Telegramm mit, das Vizeadmiral Alexejew am 3. Juli aus Port Arthur an den Kriegsminister richtete. General Stöffel meldet aus Taku vom 30. Juni: Während des gestrigen Kampfes trat das deutsche Landungskorps unter unseren Be­fehl. Ihr Verhalten war über jedes Lob erhaben. Sie zeigten hervorragende Tapferkeit, gründliche Ausbildung, Umsicht und Manneszucht. Das Landungskorps erlitt große Verluste. Ich erachte es für meine dienstliche Pflicht, von dem so überaus rühmlichen Verhalten der deutschen Truppen Ew. Exzellenz hiermit Meldung zu erstatten.

Das offiziöse Wiener Fremdenblatt vertritt bei Be­sprechung der Rede Kaiser Wilhelms in Wilhelms­haven die Ansicht, daß Deutschland aus dem Konzert der Mächte nicht austrete, sondern sich weiterhin von dem Grundsatz leiten lassen werde, daß das chinesische Reich erhalten bleiben müsse, denn eine Zerstörung dieses tausend­jährigen Reiches müsse derart ernste Folgen für die Ge­staltung aller Machtverhältnisse auf Erden und für die Entwickelung der gesamten Menschheit nach sich ziehen, daß deren nachteilige Folgen auch Deutschland berühren würden.

In dem Marine-Arsenal zu Rom herrscht eine fieber­hafte Thätigkeit. Die Dampfer Montebello und Giara sind für Truppen-TranSporte nach China gechartert. Das Gerücht, daß in Rom eine Nachricht von dem Gesandtschasts- Attachö in Peking, Caetani, eingetroffen sei, wird für unbe­gründet erklärt. Alle in Rom eingetroffenen Meldungen taffen keinen Zweifel darüber bestehen, daß sämtliche Ge­sandte in Peking bereits ermordet sind.

Aus Petersburg wird telegraphiert: Kapitän Dobrowolski, ältester russischer Marineoffizier vor Taku, fragte an, was er mit den in russische Hände geratenen Chinesen zu thun habe. Im Auftrage des Auswärtigen Amtes depeschierte der Admiralstab zurück, Rußland be­finde sich augenblicklich noch nicht im Kriegs­zustand mit China. Dieser Tage sind 18 Offiziere als Verstärkung der Schutzwache der oftchinesischen Eisen­bahn abgegangen, die unterwegs Kosaken mitnehmen. In diesen Tagen reisen 8 russische Offiziere nach China ab.

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Telegramme des Gießener Anzeigers.

Berlin, 5. Juli. Verschiedene Anzeichen sprechen dafür, daß die chinesische Gesandtschaft sich darauf vor­bereitet, Berlin zu verlassen. Wenn auch die diplomatischen Beziehungen zwischen dem hiesigen Vertreter Chinas und dem Auswärtigen Amt im Prinzip noch bestehen, so scheinen sie jedoch thatsächlich bereits aus­gegeben zu sein.

Kiel, 5. Juli. Der Kaiser hat den Inspekteur der Marine-Artillerie, Contreadmiral Geißler, zum Ches der ersten Division des ersten Geschwaders ernannt. Mit der Ankunft in China wird er zweiter Admiral des Kreuzer­geschwaders. Jedes Schiff der ersten Division soll 150 Mann der zweiten an Bord nehmen. Letzteres wird durch zur Hebung eingezogene Reservisten vervollständigt. Die zweite Division wird infolge kaiserlicher Ordre sofort nach Kiel zurückkehren. Alle Hebungen in der Danziger Bucht, die heute beginnen sollten, fallen aus.

Hamburg, 5. Juli. Einer Meldung des Vizeadmirals Öen bemann zufolge sind drei Hamburger vom Kriegs­schiffGefion", ein Obermatrose und 2 Matrosen,

in heldenmütigem Kampfe bei der Verteidigung der deutschen Gesandtschaft in Peking gefallen.

Loudon, 5. Juli. Die chinesischen Banner­truppen nahmen am 2.. Tientsin. Bei jedem An­sturm fielen hunderte von ihnen. Nur mit großer An­strengung gelang es in der folgenden Nacht, sie von der die Rückzugslinie nach Taku bildenden Peiho-Brücke zu vertreiben. Die die Bahnstation verteidigenden Russen wurden nach 48stündigem Kampfe zurückgeworfen. Die chinesische Artillerie beherrscht daS Fremden- Viertel, in dem fast jedeSHaus von Kugeln durch­bohrt ist. DieChinesen halten alle Zugänge der Stadt sowie die Peiho-Hfer besetzt. Die Lage ist kritisch. Es sind bedeutende Verstärkungen notwendig.

London, 5. Juli. Aus Shanghai wird gemeldet, Prinz Tu an hat den Führern der Boxer bedeutende Geldgeschenke gemacht und ebenso den Truppen-Kommandeuren der kaiser­lichen Armee, welche die Kolonne des Admirals Seymour zurückgeschlageu haben. Auch jedem einzelnen Soldaten wurde ein Geldstück eingehändigt.

London, 5. Juli. Aus Shanghai wird gemeldet: Hier verlautet, daß Japan 15000 Mann nach China ge­sandt hat, und daß die Hälfte derselben bereits in Taku gelandet ist.

Loudon, 5. Juli. Daily Expreß meldet aus Shangai: Rach den Berechnungen hervorragender militärischer Per­sönlichkeiten sollen die mittleren Provinzen Chinas nur von einer Armee von mindestens 50 000 Mann erobert werden können. Auch würden die Operationen wahrscheinlich 2 bis 3 Jahre dauern.

Loudon, 5. Juli.Daily Expreß" meldet aus Tschifu: Ein Läufer, der aus Peking hier eingetroffen ist, berichtet, daß Prinz Tuan jeden Tag die Straßen der Hauptstadt an der Spitze der Mandschu Kavallerie durchzieht. Er leitet persönlich die Operationen gegen die englische Ge­sandtschaft.

London, 5. Juli. Wie zuverlässige Meldungen aus Shanghai berichten, sind alle Fremden in Peking er­mordet und ihre Köpfe öffentlich aufgepflanzt worden. Die Lage in Tientsin wird äußerst bedenklich. Die Verbindungen dieser Stadt mit Taku sind nur noch aus dem Wasserwege möglich.

London, 5. Juli. AusTschifu wird gemeldet: Sämt­liche Missionare aus Monkteir im Norden von Pe­king sind ermordet und verbrannt. Außerdem sind mehrere hundert zum Christentum bekehrte Chi­nesen getötet worden.

Paris, 5. Juli. Der Kriegsminister hat Befehl ge­geben, die nach China abgesandten Marine-In fanterie- truppen durch Landtruppen zu ersetzen. Alle Vorkehrungen zur Absendung einer größeren Truppenmacht nach China sind getroffen.

Deutsches Reich.

Berlin, 4. Juli. Aus Wilhelmshaven wird ge­meldet: Der Kaiser konferierte gestern morgen mit dem Staatssekretär Grafen Bülow, dem Staatsminister v. Tirpitz, dem Ches des Generalstabes der Armee und der Marine und dem Vertreter des Kriegsministers. Gestern abend hörte der Kaiser den Vortrag des Generalmajors v. Villaume vom Militärkabinett und des Generalmajors v. Einem vom Kriegsministerium an. Um halb 10 Uhr abends hörte der Kaiser den Vortrag des Chess des Generalstabs der Armee v. Schlieffen und konferierte sodann mit dem Staatssekretär Grafen Bülow, den Generalen v. Schlieffen, v. Villaume, v. Einem und den Admiralen v. Tirpitz und v. Senden- Bibran. Heute morgen nahm der Kaiser wiederum den Vortrag des Grasen Bülow entgegen. Heute nachmittag trat der Kaiser die Nordlands reise an, von folgenden Herren begleitet: Vizeadmiral Frhr. v. Senden-Bidran, die Generale v. Kessel, v. Scholl, v. Moltke, Graf Hülsen- Häseler, Oberst Graf Moltke, Oberstleutnant v. Böhn, Ka­pitän Gramme, Generalarzt Dr. Leuthold, Hausmarschall Frhr. v. Lynker, Prinz Albert von Schleswig-Holstein, Graf Görtz, Fürst Philipp von Eulenburg, Intendant v. Hülsen, Maler Salzmann und Professor Güßfeldt. Die Kaiserin reifte heute nach Homburg. Die Dauer der Nordlands­reise wird stark abgekürzt, sodaß der Kaiser die Inspektion des auslausenden China-Geschwaders noch vornehmen kann.

DieNordd. Allg. Ztg." schreibt: Zu der von mehreren Tagesblättern erörterten Frage, ob bei der Kaiser­rede in Eisleben Gustav Adols erwähnt worden ist, sind wir in der Lage, feftzustellen, daß der Kaiser thatsächlich von dem Schwedenkönig, der sein Blut für unsere evan­gelische Sache verspritzt habe, gesprochen hat, und zwar im Zusammenhang damit, daß der Großvater Gustav Adolfs, König Gustav von Schweden, den Pokal, in welchem dem Kaiser von der Stadt Eisleben der Ehrentrunk dargeboten wurde, seinerzeit dem Reformator Dr. Martin Luther zum Geschenk gemacht hat.

Nachdem Ministerialdirektor Dr. Kügler die An­nahme des ihm angetragenen Postens des Hnter staats- sekretärs im preußischen Kultusministerium ent­schieden abgelehnt hat, ist der Geh. Oberregierungsrat Wever zum Huterstaatssekretär ernannt worden.

DerReichanz." veröffentlicht die Verleihung des Sterns zum Roten Adlerorden 2. Klaffe mit Eichenlaub an den Gesandten in Tokio, Grafen v. Leyden, sowie weitere Auszeichnungen an Mitglieder dieser Gesandtschaft.

Bischof v. Anzer hatte, derNordd. Allg. Ztg." zufolge, während seiner jüngsten Anwesenheit in Berlin mehrfache Unterrebungen mit dem Hnterstaatssekretär im Auswärtigen Amte, Frhrn. v. Richthofen.

Das Gesetz betr. die Handelsbeziehungen

Zum britischen Reiche vom 30. Juni wird heute im Reichsanz." amtlich bekannt gegeben.

Wie dieNordd. Allg. Ztg." meldet, sind die Vor­arbeiten für die Entwürfe über das Hrheberrecht und über das Verlagsrecht so weit gediehen, daß anzunehmen ist, die gesetzgebenden Faktoren werden sich mit den betref­fenden Entwürfen in einer nahen Zeit schon beschäftigen können. Ferner dürfte dem Reichstage die Vorlage über die privatenVersicherungsunternehmungen schon zu Beginn der nächsten Tagung unterbreitet werden. Mit der Annahme dieser Gesetzentwürfe würde das neue deutsche Bürgerliche Recht seine erschöpfende Ausgestaltung nach allen Richtungen erfahren haben.

DerNational-Zeitung" zufolge ist bis jetzt weder innerhalb der Regierung die Einberufung des Reichs­tages beabsichtigt, noch sind im ReichstagS-Bureau irgend­welche Andeutungen eingegangen, daß eine außerordentliche Session bevorstände.

Avstsn-.

Brüssel, 4. Juli. In der heutigen Verhandlung! des Sipidoprozesses hielt der Staatsanwalt seine Anklagerede. Die Verteidiger hielten ihre Plaidoyers, und, um 5 'Uhr nach-mittags wurde die Verhandlung auf morgen vertagt.

Gestern fand im Volkshause eine Versammlung sämtlicher sozialistischer Abgeordneter statt. In derselben wurde die Grundlage der Agitation zu Gunsten der Erlangung des allgemeinen gleichen Stimm­rechtes beraten. Alle Redner ernteten lebhaften Bei­fall, besonders aber der Abg. Vamdervelde. Derselbe drohte, die Sozialdemokraten würden wenn nötig, das allgemeine gleiche Stimmrecht auf den Barrikaden der Revolution erlangen. Die gerechte Sqche müsse endlich siegen.

Paris, 4. Juli. Von aus Petersburg wohl unter­richteten Kreisen wird bestimmt versichert, daß die Reise des Zaren zur W e l 1 a u s st e l l u n g für den Herbst beschlossen sei, daß aber angesichts der Wendung der Dinge in China die Reise aufgegeben sei.

General I a m o n t, Höchstkommandierender der Ar­mee, hat seine Entlassung eingereicht und erhalten. Als Motiv gab er die Instabilität im Generalstab an, der er nicht ruhig zusehen könne. Er wurde durch den General Brugere, Gouverneur von Paris, ersetzt. Zu der De­mission wird gemeldet, daß die Ursache derselben auf die bekannten Zwischenfälle im Generalstabe zurückzuführen ist. Wie dieLiberte" meldet, hatte Jamont eine längere Un­terredung mit Loubet, in der er die Berücksichtigung des Dienstalters für die Ernennung des neuen Generalstabs­chefs verlangte. Jamont soll dem Präsidenten der Republik die Lage in der Armee als äußerst gefährlich dargestellt haben. Da Jamont seine Ansichten gegenüber Loubet durchsetzen wollte, demissionierte er. Die diachricht von der Demission Jämonts hat in der Kurümer große Auf­regung hervorgerufen, und es wurde sofort eine dies­bezügliche Interpellation eingebracht, die mit der Annahme einer das Vorgehen der Regierung billigenden Erklärung endete.

Die Ernennung des Generals Pendeeer zum Chef des General st abs an Stelle Delannes wird amtlich bestätigt.

Unter dem Vorsitze von Leon Bourgeois hat sich eine französisch-amerikanische Vereinigung gebildet, die sich die Aufgabe stellt, für die Freund­schaft und Annäherung der beiden Republiken zu arbeiten und alles hintanzuhalten, was einen Bruch zwischen Frankrech und den Vereinigten Staaten herbei­führen könnte.

Die Kammer nimmt die Vorlage an, wonach in Algier und Tunis ein Korps eingeborener Seesoldaten errichtet werden soll; ferner die Vor­lage betr. die Neuordnung der Kontrollbehörden der Ma­rineverwaltung.

Wien, 4. Juli. Infolge einer gestern rm Deutschen Hause gehaltenen Rede wurde der in derL o s v o n R o m" Bewegung hervorragend thätige Pastor Bräunlich aus Thüringen aus sämtlichen österreichischen Kronländern ausgewiesen.

Aus Stadt und Land.

Gießen, 5. Juli 1900.

* Das Regierungsblatt Nr. 50 vorn 3. Juli hat zum Inhalt: 1) Bekanntmachung, die Ausgabe von Schuld- Verschreibungen auf den Inhaber betreffend. 2) Bekannt­machung, das Meffungsverfahrenbei Bau- und Nutzholz betreffend. In Abänderung der Bekanntmachung vom 7. Januar 1876 wird hierdurch mit Wirkung vom 1. Oktober 1900 ab bestimmt: rr . .

Das Stammholz ist stets ohne Rinde zu Missen und zu dem Zwecke diese nebst Bast an der Meßstelle zu entfernen. Für dm Ausfall an Rinke ist bei sämtlichem Stammholz ein Zuschlag von 10 Prozent zu machen, da nach wie vor, im Einklang mit den Brr- einbarunaen der Bevollmächtigten deutscher Regierungen»om 23. Auaust 1875, für die Natural-Derreckrmmg, Betrtebseinrichtung und Statistik nur die aus Holz und Rinde ermittelte Masse in Betracht kommt.

** Personalnachrichten. Der RegierungSaffessor Rudolf ßangermann in Groß-Gerau wurde mit AuShilseleiftung bei dem Kreisamt Bensheim und der RegierungLaffeflor Heinrich Herberg in Alzey mit Aushilfeleistung bei dem KreiSamt Alzey beauftragt; entlassen wurde der HckfS- gerichtSschreiber bei dem Amtsgericht Alzey Wilhelm Popper- ling; der Inhaber derLehrcrstelle für Naturwissenschaften und Obstbau an der Obstbauschule in Friedberg hat die dienstliche Bezeichnung Oberlehrer zu führen.

** Eine Zählung der Ob st bäume findet nach einem Beschluß des Bundesrats Ende dieses Jahres zum ersten Male im Deutschen Reiche in Verbindung mit der allgemeinen Volks- und landwirtschaftlichen Zählung statt. ES sollen gezählt werden und zwar gesondert: Aepfel-, Birn-, Pflaumen-, Zwetschen- und Kirschbäume in Gärten, auf Feldern, Viehweiden und an Straßen. Die Bestände der zum Verpflanzen bestimmten Obstbäumchen in den Baumschulen sind indessen von der Zählung ausgeschlossen^