Ausgabe 
6.5.1900 Zweites Blatt
 
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mord ist, dessen Ergebnisse, wie sie auch sein mögen, nie­mals im Verhältnis zu den Opfern stehen, die er gefor­dert hat. Es wird leicht sein, eine ehrliche Beilegung des Streites zu ermöglichen, wenn ein halbes Dutzend verständige Männer ruhig über den Gegenstand des Krie­ges berät. Es genügt, wenn diese Männer ehrlich und offenherzig sind. Wir werden dem amerikanischen Volke sagen, daß wir genötigt sind, den Streitfall seinem Schiedsgericht zu unterbreiten, und wir sind da­von überzeugt, daß wir nichts verlangen, was eine un­parteiische und freiheitsliebende Nation uns nicht zu­gestehen würde. Die englische Presse verbreitet massen­haft falsche Nachrichten, mit denen sie dem amerikanischen Volke Sand in die Augen zu streuen versucht. Wir sind bereit, diesen Ausstreuungen entgegenzutreten, indem wir die Vereinigten Stauten als Richter zwischen den Verleumdern und uns anrufen. Jedenfalls sind wir davon überzeugt, daß das amerikanische Volk von uns nicht betrogen wird. Es wird verstehen, daß England unsere Unabhängigkeit zerstören will in gleicher Weise, wie es, Gott sei Dank ohne Erfolg, im letzten Jahrhun­dert die amerikanische Unabhängigkeit zerstören wollte.

Der Aufruf schließt mit der abermaligen Beteuerung, daß die Gesandtschaft keinen anderen Zweck als die Wieder­herstellung des Friedens erstrebe.

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Telegramme des Gieheuer Anzeigers.

London, 5. Mai. Aus Bockpoort wird vom 2. Mai gemeldet: General Brabant hat Befehl erhalten, die Truppen des Generals Rund le sofort auszusuchen und sich mit denselben zu vereinigen.

London, 5. Mai. Aus Ladysmith wird gemeldet: Die Buren haben ihre Geschütze auf einer Hügelkette gegenüber Elandslaagte aufgefahren. Der lange Tom befindet sich auf einem Hügel bei Wesselsneck.

London, 5. Mai. Lord Roberts telegraphiert aus Frankfort vom 4. Mai: Die berittene Infanterie ist am Wetflusse eingetroffen. Der übrige Teil unserer Streitkräfte wird morgen eintreffen. Die Eisenbahn ist bis Frankfort wieder betriebsfähig. General Hunter sandte mir folgende sehr befriedigende Meldung: Wir haben den Vaalfluß ohne Widerstand zu finden beiWindsorton überschritten.

Loudon, 5. Mai. Aus LaS Palmas wird gemeldet: Ein Transportdampfer mußte zur Ausbesserung in den hiesigen Hafen einlaufen. Zwei andere Transport­schiffe mit Truppen an Bord sind ebenfalls hier angekommen.

London, 5. Mai. Aus Aliwal North wird gemeldet: Smithfield wurde gestern von General Hart besetzt. Vor unserer Ankunst befanden sich 150 Buren in der Stadt. Wir konnten 25 Buren gefangen nehmen, die übrigen ergriffen die Flucht. Zahlreiche verwundete Buren sind von Ladybrand nach Wickburg transportiert worden.

London, 5. Mai. Aus Donkersport wird ge­meldet : Eine Kundschafter-Patrouille entdeckte gestern morgen den Feind in großer Anzahl in einer Entfernung von 6 Meilen bei Lapberg. Wie es scheint, haben die Buren auf dieser Seite bedeutende Verstärkungen erhalten.

London, 5. Mai.Daily Expreß" meldet aus Bou- logne: Nachdem gestern der Dampfer, auf dem sich die Burenmission befindet, eingelaufen war, richtete diese eine Manifest an die englische Nation, in dem sie erklärt, die Buren hätten nur einen Wunsch, nämlich die Wahrung ihrer Unabhängigkeit. Sie hätten keine ehrgeizigen Pläne in Südafrika, und ihr größter Wunsch sei, daß dem Blutvergießen bald ein Ende gemacht werde.

Paris, 5. Mai. Die Spezialmission der Buren traf gestern gegen 5 Uhr nachmittags an Bord eines holländischen Dampfers vor Boulogne ein. Die Dele­gierten setzten die Reise nach New-Iork fort, ohne das Land betreten zu haben. Dr. Leyds, der die Delegierten begleitet hatte, verließ sie und kehrte wieder nach Brüssel zurück._____________________-

Deutsches Reich.

Berlin, 4. Mai. Der Kaiser wohnte gestern der Tauffeierlichkeit im Hause des Obersten Freiherrn von Lyncker bei. Um 5 Uhr stattete er dem Großherzogs­paar von Baden im Niederländischen PalaiS einen längeren Besuch ab. Nach dem Schloß zurückgekehrt er­ledigte der Kaiser Regierungs-Angelegenheiten und empfing um 73/4 Uhr den General-Feldmarschall Prinzen Albrecht von Preußen und den Generaloberst Grasen Waldersee in Audienz. Zur Abendtafel waren u. a. geladen der Kronprinz, Prinz Albrecht und Generaloberst Waldersee.

Der Kaiser hat gelegentlich der Bataillonsbesich­tigung auf dem Tempelhofer Felde dem Generalleutnant ä la suite deS Westfälischen Dragoner Regiments Nr. 7 Grafen Wartensleben vor versammelten Offizieren die Rettungsmedaille am Bande überreicht. (Bon der That des braven Offiziers, der eine alte Frau mit eigner Lebensgefahr aus dem Wasser holte, haben wir kürzlich berichtet. D. Red.)

Das Glückwunschtelegramm, daS Kaiser Wilhelm aus Anlaß der Feier des Jahrestages der Entdeckung von Brasilien an den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Brasilien gerichtet hat, wird nicht bloS in diesem Lande einen günstigen Eindruck Hervorrufen, vielmehr wird auch in der nordamerikanischen Union hoffent­lich daraus entnommen werden, wie thöricht die Ausstreu­ungen sind, nach denen von deutscher Seite, irgendwelche Annexionsbestrebungen in Bezug auf Teile Brasiliens gehegt werden sollen. ES bedurfte in dieser Beziehung keiner Er­innerung an die Monroe-Doktrin, vielmehr haben solche Bestrebungen niemals in politischen Kreisen Deutschlands bestanden, und sie erscheinen auch für die Zukunft durchaus ausgeschloffen. In Deutschland weiß man sehr zu schätzen, wenn in den Vereinigten Staaten Mr Amerika

oder von Brasilien in deutschen Ansiedelungen auch die Sprache und die Gesinnung der Heimat gepflegt werden. Die neue nordamerikanische oder brasilianische Staats­angehörigkeit früherer Landsleute wird jedoch von deutscher Seite niemals angetastet werden. In diesem Sinne ist die Sympathiekundgebung des Deutschen Kaisers von symptomati­scher Bedeutung.

Beim Reichskanzler Fürsten Hohenlohe findet morgen zu Ehren des österreichisch-ungarischen Ministers des Aeußeren, Grafen Goluchowski, eine Frühftücks- tafel statt, zu welcher eine Anzahl Einladungnn er­gangen sind.

Bem Staatssekretär des Auswärtigen, Grafen Bülow, fand heute ein Frühstück zu Ehren des Grafen Goluchowski statt, an dem eine Reihe hochstehender Per­sönlichkeiten teilgenommen hat.

Wie dieGermania" meldet, nimmt man an, daß in der gestrigen Bundesratssitzung eine Besprechung über die Flottenvorlage mit Einschluß der Deckungs­frage, sowie über das Kompromiß zum Fleisch­beschau-Gesetz erfolgt ist.

Die Fraktionssitzung der Konservativen im Reichstage am Donnerstag abend hat von 7 f/2 bis 11 Vr Uhr nachts gewährt. Die Verhandlungen sind nach einer Mel­dung der Abendblätter in versöhnlichem Geiste gehalten worden. Das Ergebnis soll noch nicht der Oeffentlichkeit übergeben werden. DieKreuzztg." bestätigt, daß den Teilnehmern an den Beratungen zur Pflicht gemacht worden ist, dieselbe vorläufig als streng vertraulich zu betrachten.

In der Budget-Kommission deS Reichs­tages wurde heute die Lotteriesteuer und die Steuer auf Connossemente im wesentlichen nach dem Anträge Müller-Fulda angenommen. Hingegen wurde die Steuer auf Schifffahrtskarten mit 11 gegen 11 Stimmen abgelehnt. Angenommen wurde außerdem ein Antrag, daß die Wetteinsätze bei öffentlichen Rennenden Spieleinlagen gleich sein sollen. Wer im Jnlande solche Wetteinsätze entgegennimmt, ist verpflichtet, versteuerte Ausweise hierüber auszustellen. Am nächsten Dienstag werden die Beratungen fortgesetzt. Die Kommission machte sich aber bereits heute dahin schlüssig, daß an das Plenum ein schriftlicher Bericht erstattet werden soll, und zwar soll Abg. Müller-Fulda über das Flottengesetz und Dr. Paasche über die Steuerfrage referieren.

Die Vereine für innere Mission und zur Hebung der öffentlichen Sittlichkeit in Leipzig beabsichtigen an den Reichstag in Sachen derlex Heinze" eine Petition zu senden. Die Petition unter­wirft die einzelnen Paragraphen der von der Reichstags­kommission umgestalteten Regierungsvorlage einer eingehen­den, streng sachlichen, häufig auf Entscheidungen des Reichs­gerichtes sich berufenden Kritik. Der Schluß lautet:

Wir stellen hiernach an den hohen Reichstag die ergebenste Bitte: Dem in Frage stehenden Gesetzentwurf bei dritter Lesung nur unter Abstrich der §§ 181b, 182a, 184a und 184b, sodann unter Abänderung des § 180, endlich unter Beifügung einer Ab­änderung des S 183 Str.-G.-B. in der dargelegten Richtung die Zustimmung zu erteilen.

(Diese Petition dürfte im jReichstage umso schwerer ins Gewicht fallen, als die petitionierenden Vereine die Förderung der öffentlichen Sittlichkeit sich in ernstester Weise angelegen sein lassen. D. Red.)

Köln, 4. Mai. Nach dem Theater begaben sich gestern die Offiziere der Torpedoboot-Division zu einem Abend­trunk. Den heutigen Vormittag benutzten Kapitänleutnant Funke und die Offiziere der Torpedobootsdivision zu offi­ziellen Besuchen. Um IIV2 Uhr machten die Herren dem Oberbürgermeister auf dem Rathaufe ihren Besuch. Um 12 Uhr begaben sich die Offiziere mit dem Dompropst Dr. Berlage, Polizeipräsidenten Weegmann und dem Bei­geordneten Piec in den Dom, wo der Domprost den Führer machte. Die Mannschaften, die am Vormittag das Wallraf-Richartz-Museum, das Panoptikum und Kunst- gewerbe-Museum und andere Sehenswürdigkeiten besichtigten, fanden sich ebenfalls im Dome ein, um dessen Schätze in Augenschein zu nehmen.

München, 4. Mai. Die Thatsache, daß der 52 jährige irrsinnige König Otto an Nierenstein leivet, ist den maßgebenden Kreisen schon seit einiger Zeit bekannt ge­wesen, aber erst jetzt veröffentlicht worden. Der ärztliche Bericht ist unterzeichnet von vier der hervorragendsten medizinischen Autoritäten Münchens und datiert aus dem 81/2 Kilometer südöstlich von München an einer der nach Starnberg führenden Straßen gelegenen Schlößchen Fürsten­ried. Darüber, wie sich hinter jenen hohen Mauern, die den Schloßpark von der Außenwelt abschließen, das Leben des beklagenswerten Fürsten abspielt, bringt nur äußerst wenig in die Oeffentlichkeit. Besondere Freude, so sagt man, bereite eS dem Kranken, stundenlang Gemüse in kleine Stücke zu zerschneiden. Doch fehlt es auch nicht an verhältnismäßig lichten Augenblicken, während deren der König sich an die Persönlichkeit seiner Aerzte oder anderer Besucher zu erinnern scheint. Zu diesen anderen Besuchern von Fürstenried zählen der mindestens einmal alljährlich einer trau­rigen Pflicht nachkommende Ministerpräsident sowie auch, wie behauptet wird, Prinzessin Therese, die unvermählte einzige Tochter des Regenten. Der früher öfters aufgetauchte Gedanke, daß der Regent noch bei Lebzeiten des Königs Otto den K ö n i g S t i t e l annehmen solle, ist inzwischen auf gegeben worden, sei eS überhaupt und für dauernd, sei es für solange, als Prinz Luitpold die Regentschaft innehat. Daß dessen Sohn und Nachfolger Prinz Ludwig in dieser Frage anders denkt als sein regierender Vater, ist seit vielen Jahren bekannt. DaS Land hat sich all­mählich mit den nicht allzu großen Unzuträglichkeiten einer Regentschaft ausgesöhnt, sodaß der aus einem etwaigen Wegfall der Regentschaft sich ergebende Wandel kaum als ein Ereignis von einschneidender Bedeutung aufgefaßt werden würde.

Abgeordnetenkammer. Das Sultusmim- sterium hat eine Nachtragsforderung von Mk. 826 992 eingebracht für neu zu errichtende Professuren (auch Ausgestaltung des elektrotechnischen Unterrichts an der technischen Hochschule), Universitäts- und Gymnasial­zwecke, öffentliche Institute, für Bauten am Hoftheater (Mk. 36 800) rc._________________________________

Ausland.

London, 4. Mai. DerBirmingham Post" zufolge gratulierte der deutsche Kaiser dem Prinzen von Wales telegraphisch, daß er in Newmarket mit dem Pferd Diamond Jubilee" den 2000 Guineas-Preis gewann. Das Blatt fügt hinzu, der Kaiser habe dem Prinzen nie zuvor zu einem sportlichen Erfolge gratuliert, auch nicht damals, als der Prinz 1896 mit dem PferdPersimmon" daS Derby gewann.

Budapest, 4. Mai. Das Abgeordnetenhaus nahm die Vorlage betreffend den Vertrag mit Deutschland zum Schutze des Urheberrechts an.

Bukarest, 4. Mai. Am hiesigen Hofe werden Vor­bereitungen für einen glänzenden Empfang des im Herbst zu einem Besuche der königlichen Familie erwarteten Kaisers von Rußland getroffen.

Im Distrikt Rustschuk, Bulgarien, revoltierten 60christlicheDorfgemeinden. Bei einem blutigen Zusammenstoß zu Trestenik kamen 45 Personen um. Da die Rustschuker Garnison unverläßlich ist, wurden zum Schutze der Stadt gegen einen befürchteten Ueberfaö der Bauern Truppen aus Schumla und Tirnova requiriert.

Konstantinopel, 4. Mai. Der Großvezier Halil Rifaat Pascha empfing einen deutschen Journalisten heute in einer längeren Audienz in seinem Privatpalast in Gegen­wart feiner Familienmitglieder. Er gab der Freude darüber Ausdruck, daß gerade jetzt, bei den erhöhten Freund- schaftsbeziehungen seiner Regierung zu Deutschland, die direkte Schnellverbindung zwischen Berlin und dem Orient eröffnet worden sei. Der Großvezier wies dabei darauf hin, daß als ein Zeichen für das freundschaft­liche Interesse des Sultans die in später Stunde gestern noch verfügte Entsendung Schaakir Paschas, des Chefs des militärischen Hauses des Sultans, zu den Festtagen in Berlin zu betrachten sei.

Athen, 4. Mai. Der Kronprinz reist in vierzehn Tagen nach Berlin ab, um sich dort über die Persön­lichkeit eines Armeeorganisators mit dem Deut­schen Kaiser zu verständigen.

Petersburg, 4. Mai. Der Versuch Frankreichs, die Gewährung einer Anleihe von dem etwaigen Besuch der Pariser Ausstellung seitens deS Zaren abhängig zu machen, verstimmte in hiesigen Regierungs- und Finanz­kreisen sehr. Der Zar lehnte strikt einen Besuch der Weltausstellung ab. Die Verhandlungen werden von fran­zösischer Seite aber trotzdem noch fortgesetzt.

Aus Stadt und Kaud.

** Das Programm für die Enthüllungs- Feier des Krieger-Denkmals zu Gießen, das so­eben zur Ausgabe gelangt ist, lautet folgendermaßen: 1. Vormittags 8 Uhr: Choralmufik vom Turm der Stadt­kirche. Empfang der mit den Eifenbahnzügen ankommen­den Veteranen. 2. Vormittags 9 Uhr 30 Min.: Versam­meln sich die zur Enthüllungsfeier eingeladenen Personen auf dem Denkmalsplatz und nehmen unter Führung von Mitgliedern des Ordnungsausschusses daselbst die für sie bestimmten Plätze ein. Aufstellung der spalierbildenden Vereine, Korporationen und Schulen zwischen Denkmals­platz und Bahnhof nach dem vom Ordnungsausschuß auf­gestellten Programm. 3. Vormittags 9 Uhr 56 Min.: An­kunft Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs, Empfang am Bahnhof; Wagenfahrt über Liebig- und Frankfurter­straße, Seltersweg,und^Mänsburg fliachi derMDenkmalsplatz; bei Eintreffen Sr. Königlichen Hoheit spielen die Musik­kapellenHeil unserm Fürsten, Heil!" Abnahme der Ehren- Kompagnie. 4. Vormittags 10 Uhr 15 Min.: Die Feier beginnt mit einem Vortrage der vereinigten Männer­gesangvereine unter Leitung des Herrn Franz Bauer:Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre" (L. von Beethoven). 5. Festansprache. .(Herr Pfarrer Dr. Naumann.) 6. Der Vorsitzende des Denkmalsausschusses bittet Se. Königlich^ Hoheit um die Genehmigung zur Enthüllung des Denkmals. 7. Auf ein gegebenes Zeichen fällt die Hülle des Denkmals unter Leitung des Künstlers Herrn Habich. In diesem Augenblick setzen alle Glocken der Stadt mit ihrem Geläute ein und die befohlenen Truppenteile präsentieren das wehr. 8. Der Vorsitzende des Denkmalsausschusses über- giebt das Denkmal der Stadt Gießen; der Oberbürger­meister übernimmt dasselbe unter gleichzeitiger lieber gäbe der von der Stadt gestifteten Gedenktafeln in der Vorhalle des alten Rathauses. Gemeinschaftlich gesungenes Lied: Deutschland, Deutschland über Alles". 9. Niederlegung von Blumenspenden. Schlußgesang:An das Vaterland" (Kreutzer). 10. Inzwischen haben die an der Enchüllungs- feier teilnehmenden Veteranen, Vereine und Schulen sich, gruppiert und der Vorbeimarsch an der Großherzoglick)en Estrade und dem Denkmal beginnt. Die Veteranen mar­schieren nach Oswalds Garten zur Parade, die übrigen Zugteilnehmer nach den vom Ordnungs-Ausschuß bestimm­ten Plätzen ab. 11. Se. Königliche Hoheit der Großherzog nebst hohem Gefolge halten einen Rundgang um das Denk­mal, welchem sich die geladenen Ehrengäste anschlreßen. 12. Die Allerhöchsten Herrschaften besteigen die Wagen zu einer Fahrt durch die Stadt. Hiermit endigt die Ent­hüllungsfeier. 13. Mittags 12 Uhr: Parade des Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr 116 unter Teilnahme der hier anwesenden Veteranen auf Oswalds Garten. 14. Nachmittags 1 Uhr: Festmahl im ^aale des Gesellschafts-Vereins. Festessen der in Gießen geborenen Feldzugsteilnehmer und der Veteranen des 2. Großherzog­lich Hessischen Infanterie-Regiments in verschiedenen Lo­kalen. Gegeben von der Stadt Gießen. 15. Nachmittags