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Nr. 105 Zweites Blatt.Sonntag den 6. Mai
1900
Alle Anzrigen-BermittlmigSstellen deS In» und Ausland«» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg.
Hrscheint tägNch mit Ausnahme des Montags.
Dte Gießener Mnmitienorütter werden dem Anzeiger im Wechsel mit „Hess. Landwirt" n. „Blätter fitr Hess. Volkskunde" Svöchtt. 4 mal beigelegt.
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Fernsprecher Nr. 51.
Giessener Anzeiger.
Aus Anlass der Enthüllung des Kriegerdenkmals und der Anwesenheit Seiner KonigL Hoheit des Grossherzogs Ernst Ludwig von Hessen in Giessen werden wir am
kommenden Donnerstag, dem 10. Mai,
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ttiseres Anzeigers erscheinen lassen. Sie wird bestens ausgestattet und in bedeutend erhöhter Auflage gedruckt werden. Die Verbreitung wird ausserordentlich gross sein, da diese Festnummer nicht nur unseren sämtlichen Abonnenten zugestellt, sondern auch durch unsere Angestellten auf den Strassen etc. verteilt werden wird.
Es liegt auf der Hand, dass Inserate bei dieser durchgreifenden Verbreitung besonders lohnenden Erfolg haben müssen.
Wir verfehlen nicht, Inserenten auf diese günstige Insertionsgelegenheit aufmerksam zu machen und bemerken, dass sämtliche Inserate mit besonderer Sorgfalt gesetzt und wirkungsvoll ausgestattet werden. Trotz der bedeutenden Auflageerhöhung und der Verteilungskosten etc. haben wir die Insertionspreise nicht erhöht.
Wir bitten, die Inserate möglichst bis Dienstag an unsere Expedition gelangen zu lassen.
Verlag des Giessener Anzeigers.
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Der Krieg in Südafrika.
Die.Engländer haben nördlich von Bloemfontein einen wesentlichen Fortschritt zu verzeichnen; die Stadt Brandfort ist von ihnen besetzt worden. Daß die Buren diesen Platz, wenn er mit Uebermacht angegriffen würde, nicht ernstlich verteidigen wollten, war schon längere Zeit bekannt; tatsächlich hat es bei der Besetzung von Brandsort keinen besonderen Kampf gegeben. Lord Roberts telegraphierte gestern aus Bloemfontein: Wir Huben, ohne viel Widerstand zu finden, und, wie ich hoffe, ohne große Verluste Brandfort besetzt. Die erste berittene Infanterie-Brigade deckte die linke Flanke, die 14. Brigade zusammen mit der 15. die rechte. Pole-Carews Division ging gerades Wegs auf Brandfort vor. Die Burenarmee unter dem Befehl De la re y zog sich nach Nordost eck zurück.
Der Bloemfonteiner Berichterstatter des „Daily Telegraph drahtet: Die britischen Operationen erstrecken sich von Warrenton nach Lady brand. Der Feind wird jetzt von Angesicht zu Angesicht mit Bewegungen gebracht, die seinen Widerstand bald brechen dürften. Ein ernstes Treffen hat bislang nicht stattge
funden. Die Brigaden Wavell, Maxwell und Bruce Ha- ynlton sicherten sich ausgezeichnete Stellungen auf dem langen Höhenzuge östlich von G l e n. Die Buren zogen sich ohne großensWiderstand zu leisten, zurück. Broad- woods Kavalleriebrigade stieß auf dem Vormarsch nach Osten und Norden auf ein starkes nach Thabanchu marschierendes Burenkommando, das von ihr angegriffen und nach der Richtung auf Brandfort zurückgeworfen wurde. Die Brigade erreichte I s a b e l f o n t e i n. Die Divisionen French, Rundle und Hamilton seien noch rundum oder in Thabanchu und beschleunigten nicht ihren Vorstoß. Die Buren sind etwa 4000 Mann stark ‘mit Artillerie,;darunter der „lange1 Tom". Die Buren, die French und Hamilton gegenüberstanden, sind angeblich gänzlich zerstreut. General Tucker gab vorläufig den weiteren V o r st o ß nach Brandfort wegen der großen Stärke des Feindes auf.— Reuter meldet: Die Buren räumten nachts den Thabanchu-Berg und ziehen sich vermutlich nach drei Richtungen nordwärts zurück. Sie ließen aber eine Kanone zurück, welche in das Lager der Engländer zeitweilig Geschosse schleudert. Kundschafter berichten, eine Abteilung des Feindes habe sich gegen Wetz en er zurückgezogen. French verließ heute Thabanchu, wo Rundle kommandiert. General Brabant dürfte unverzüglich zu Rundle stoßen.
Im Londoner Unterhause fragte Bo wles an, ob die Regierung erfahren habe, daß die Burenregierung bedeutende Vorräte lan Lebensmitteln erhalte, die in der Delagoabai von französischen Dampfern gelandet worden seien und direkt nach Transvaal gesandt würden, und ob der deutsche Dampfer „Herzog" am 30. April 3000 Tonnen, solcher Vorräte gelandet habe. Brodrick erklärt, daß er von den Mitteilungen über Landung von Vorräten gebührende Notiz genommen hätte. Wenn nicht Beweise vorlägen, daß die Vorräte für den Gebrauch einer kriegführenden Macht bestimmt seien, so könnten sie nicht als Kriegskontrebande betrachtet und die Landung des „Herzogs in der Delagoibai nicht von den portugiesischen Zollbeamten untersucht werden, deren Aufmerksamkeit besonders auf diesen Dampfer gelenkt worden sei. Es sei kein Bericht eingelaufen, ans dem hervorgehe, daß der „Herzogs Kontrebande gelandet habe. Die britischen Kriegsschiffe seien angewiesen worden, den Postdampfer auf den Verdacht allein hin nicht anzuhalten. Bei der Beratung über das Budget für das Kriegsamt beantragte Runciman, vom Gehalt des Kriegsministers 200 Pfund zu streichen, um auf diese Weise gegen die Veröffentlichung der Depeschen über die Kämpfe am Spionskop Einspruch zu erhebeM Runciman erklärte, so lange es nötig gewesen, die gerügten Offiziere in Südafrika zu behalten, die Depeschen nicht hätten veröffentlicht werden dürfen, da dies den Truppen in Südafrika zum Schaden gereiche. Der Parlamentssekretär des Kriegsamts Wyndham erwiderte, Runciman
könne vielleicht die Urteilskraft und Diskretion des Kriegst Ministers Landsdowne anzweifeln, aber die Ehrenhaftigkeit und Gradheit Lansdownes anzuzweifeln, davon könne keine Rede sein. Es könne kein Zweifel darüber herrschen, daß die Regierung für die Veröffentlichung der Depeschen dre Verantwortlichkeit trage.
Die außerordentliche Burengesandtschaft hat folgenden Aufruf an das amerikanische Volk gerichtet, bevor sie sich nach Amerika einschiffte:
Wir haben in Erfahrung gebracht, daß viele unrichtige Dinge über den Zweck unserer Sendung verbreitet worden sind. Jetzt, wo wir im Begriff stehen über den Atlantischen Ocean zu fahren, halten wir den Augenblick für gekommen, das Wort zu ergreifen. W«. begeben uns nach Amerika, um die amerikanische Regierung und das Volk der Vereinigten Staaten um ihre Unterstützung zu ersuchen hinsichtlich der Wiederherstellung des Friedens in Südafrika. Bis zur Stunde richteten sich unsere Aufrufe einzig und allein an die Niederlande, mit denen wir durch die Bande des Blutes eng verbunden sind. Anderseits wurde in Holland der Grundsatz der Aufrechterhaltung und Wiederherstellung des Friedens unter den Nationen angenommen und zwar durch Vermittlung und schiedsgerichtliche Entscheidung. Der Zweck, den wir verfolgen, besteht darin, die Nationen dazu zu bestimmen, die Grundsätze der Haager Konferenz anzuwenden. Nachdem unser Besuch in Hol- land, wo wir mit großer Herzlichkeit empfangen wurden, zu Ende ist, und wir auch Zusicherungen über die Mitwirkung zur Wiederherstellung des Friedens erhalten haben, glaubten wir, daß das beste, was wir thun könnten, eine Reise nach Amerika wäre, zu dem Volke, das vor einem Jahrhundert dasselbe Geschick durchmachte, wie die transvaalsche Republik heute. Die Amerikaner stritten sur die Verteidigung ihrer guten Rechte und für die Erlangung ihrer Freiheit, und das allein ist der Zweck, den auch wir verfolgen. Da, wo Verleumdung und Lüge uns voraufgegangen sind, werden wir die Wahrheit bekannt machen, vertrauend darauf, daß unser Aufruf an ein freies Volk und die Schwesterrepublik nicht vergeblich sem werde. Wir wenden uns nicht an die eine ober die anbere Partei, wir gehen zum amerikanischen Volke in
Gesamtheit, heute bet größte Friebensfaktor der Welt ist. Die Welt erwartet nur bas Zeichen bes amerikanischen Volkes, um einstimmig zu erklären, daß die nutzlosen Metzeleien in Sübafrika aufhören müssen. Wir gehen zur amerikanischen Nation, um sie zu ersuchen, uns zu helfen, damit diesen Metzeleien ein Ende gemacht werde, denn sie sinb zwecklos, unb auch ein großer Teil amerikanischer Bürger ist in unseren Reihen für die Freiheit kämpfend gefallen. Wir begeben uns nach Amerika, um die Amerikanische Nation zu ersuchen, uns einen; Krieg beendigen zu helfen, der in Wirklichkeit ein Brudör-
Amtlicher Teil.
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Betr.: Abhaltung der Biehmärkte.
Der Biehmarkt zu Hungen am 14. Mai d. I. kann unter den folgenden Beschränkungen abgehalten werden:
1. Alles nach dem Marktorte gebrachte Vieh muß aus den Marktplatz gebracht, und daselbst der veterinär- ärztlichen Untersuchung unterworfen werden.
2. Geschieht dies nicht, so ist das Vieh quarantänepflichtig.
3. Vieh aus Orten, in welchen die Maul- und Klauenseuche herrscht, darf nicht aufgetrieben werden.
Zuwiderhandlungen werden bestraft.
Gießen, den 3. Mai 1900.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
v. Bechtold.
Gefunden: 1 Taschenuhr mit Kette, 1 Geldstück, 1 Taschenmesser, 1 Arbeitsbeutel, 1 Strickzeug, 1 Herrenrock und 1 Stück Stoff.
Gießen, den 5. Mai 1900.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
Hechler.


